
Scottish Terrier
Der Scottish Terrier ist eine würdevolle, unabhängige schottische Rasse mit unverwechselbarer Silhouette, bekannt für seinen selbstbewussten und treuen Charakter.
- Size
- Klein
- Lifespan
- 11–13 years
- Origin
- Schottland
- Temperament
- Würdevoll
- Standard colors
- Schwarz, Silber, Rot und Weizenfarben
Characteristics
Coat and grooming
How the Scottish Terrier coat is built, and what that means when you groom it.
- Fellschichten
- Doppeltes Fell
- Fellstruktur
- Drahthaar
- Fellänge
- Mittellang
- Haarwechsel
- Geringer Haarverlust
Grooming guidance
Vorsicht: A Scottish Terrier coat should be hand-stripped rather than clipped.
Ein Drahthaarfell soll an der Wurzel ausgezupft werden, sobald das Haar reif zum Lösen ist. Eine Schermaschine kappt es stattdessen auf halber Länge und lässt die weiche Unterwolle stehen. Das Ergebnis ist ein Fell, das schlaff und verblasst nachwächst; die wetterfeste Struktur kehrt erst zurück, wenn das Haar erneut getrimmt wird.
Scottish Terrier colors and patterns
What each club's breed standard says about every Scottish Terrier color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Scottish Terrier in Schwarz, Silber, Rot und Weizenfarben. Standard patterns: Gestromt und Dunkel gestromt.
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“Black”) | Standardgemäss (“Black”) | Standardgemäss (“Black”) | Standardgemäss (“Black”) | Standardgemäss (“Black”) |
| Silber | Standardgemäss (“brindle of any shade”) | Standardgemäss (“Silver Brindle”) | Standardgemäss (“brindle of any color”) | Standardgemäss (“brindle of any shade”) | Standardgemäss (“brindle of any shade”) |
| Rot | Standardgemäss (“brindle of any shade”) | Standardgemäss (“Red Brindle”) | Standardgemäss (“brindle of any color”) | Standardgemäss (“brindle of any shade”) | Standardgemäss (“brindle of any shade”) |
| Weizenfarben | Standardgemäss (“wheaten”) | Standardgemäss (“Wheaten”) | Standardgemäss (“wheaten”) | Standardgemäss (“wheaten”) | Standardgemäss (“wheaten”) |
| Albino | Nicht anerkannt | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“Albinism”) | Nicht anerkannt | Nicht anerkannt |
| Patterns | |||||
| Gestromt | Standardgemäss (“brindle of any shade”) | Standardgemäss (“Brindle”) | Standardgemäss (“brindle of any color”) | Standardgemäss (“brindle of any shade”) | Standardgemäss (“brindle of any shade”) |
| Dunkel gestromt | Standardgemäss (“brindle of any shade”) | Standardgemäss (“Brindle”) | Standardgemäss (“brindle of any color”) | Standardgemäss (“brindle of any shade”) | Standardgemäss (“brindle of any shade”) |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | No ruling | Standardgemäss (“dark brown or nearly black, the darker the better”) | Standardgemäss (“dark brown or nearly black, the darker the better”) | No ruling | No ruling |
| Dunkelbraun | Standardgemäss (“dark brown”) | Standardgemäss (“dark brown or nearly black”) | Standardgemäss (“dark brown or nearly black”) | Standardgemäss (“dark brown”) | Standardgemäss (“dark brown”) |
| Hellbraun | No ruling | Fehler (“light eyes”) | Fehler (“light eyes”) | No ruling | No ruling |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“Black”) | Standardgemäss (“black, regardless of coat color”) | Standardgemäss (“black, regardless of coat color”) | Standardgemäss (“Nose large, black”) | Standardgemäss (“Nose large, black”) |
| Rosa | No ruling | Fehler (“lack of pigment in the nose”) | No ruling | No ruling | No ruling |
| Patterns | |||||
| Schmetterlingsnase | No ruling | No ruling | Fehler (“Incomplete nose pigmentation”) | No ruling | No ruling |
What the rulings mean
- Standardgemäss
- Described by the club's breed standard.
- Fehler
- Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
- Nicht anerkannt
- The club does not accept this color or pattern for the breed.
Color changes
How a Scottish Terrier's colors can change over its life.
Schwarzchanges toRostrot
Fell · Mit dem Körperzustand · can change back
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Schwarzchanges toSchneenase
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Schwarzchanges toRosa
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Meet some of our Scottish Terrier
A few of the Scottish Terrier profiles members have added to United Pet Club.
Der Scottish Terrier im Kurzporträt
Der Scottish Terrier ist ein kleiner, selbstbewusster Terrier aus Schottland mit markanter Silhouette und drahtigem Fell, treu zur Familie und zurückhaltend gegenüber Fremden.
Der Scottish Terrier ist ein kleiner, kompakter Terrier, der in den schottischen Highlands für die Jagd auf Ratten und auf Bau bewohnende Tiere wie Füchse und Dachse gezüchtet wurde. Die kurzen Beine, der lange Kopf und das raue, drahtige Fell ergeben ein Profil, das man auf den ersten Blick erkennt. Die meisten Leute denken zuerst an die schwarze Variante, doch die Rasse kommt auch in Weizenfarben (Wheaten) und Gestromt (Brindle) vor.
Der Charakter passt zum Körperbau. Ein Scottish Terrier ist selbstbewusst, wachsam und eigenständig und hat eine klare Vorstellung davon, wie sein Tag ablaufen soll. Er bindet sich eng an seine Familie, meist am stärksten an eine oder zwei Bezugspersonen. Fremden gegenüber zeigt er sich zurückhaltend statt zugänglich, was für die Rasse normal ist und keinen Fehler darstellt.
Es steckt eine grosse Terrier-Persönlichkeit in einem kleinen Hund. Er ist mutig, mitunter dickköpfig und selten anhänglich im Sinne von anschmiegsam. Halter beschreiben das Zusammenleben mit einem Scottish Terrier oft als Zusammenleben mit einem Mitbewohner mit festen Gewohnheiten.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Schottland |
| Grösse | Klein |
| Lebenserwartung | 11 bis 13 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Terrier, ursprünglich Erdhund zur Rattenjagd |
| Geeignet für | Konsequente Halter und ältere Kinder; bei Kleintieren beaufsichtigen |
Für wen sich die Rasse eignet
Der Scottish Terrier passt zu Haltern, die einen kleinen Hund mit Rückgrat wollen und nicht auf ständiges Kuscheln aus sind. Er kommt sowohl in der Wohnung als auch im Haus zurecht, da sein Bewegungsbedarf moderat ist. Am besten fährt man mit Menschen, die einen Hund mit eigenem Kopf schätzen und beim Training konsequent bleiben. Haushalte mit sehr kleinen Heimtieren wie Kaninchen oder Hamstern sollten die Situation genau abwägen, da die Rasse einen ausgeprägten Jagdtrieb mitbringt.
Geschichte und Herkunft
Der Scottish Terrier entstand in den schottischen Highlands als Arbeitshund für den Bau und wurde Ende des 19. Jahrhunderts als eigenständige Rasse festgelegt.
Der Scottish Terrier stammt von den robusten Terriern der schottischen Highlands ab, wo Bauern und Wildhüter kurzbeinige, zähe Hunde einsetzten, um Ratten zu bekämpfen und Füchse sowie Dachse aus ihren Bauen zu treiben. Über weite Strecken der frühen Geschichte bezeichnete der Name mehrere rauhaarige Highland-Terrier, die noch nicht in die heute bekannten Rassen getrennt waren.
Im 19. Jahrhundert begannen Züchter in Schottland, die verschiedenen lokalen Terrier auseinanderzuhalten. Der Scottish Terrier, der West Highland White Terrier, der Cairn Terrier und der Skye Terrier gehen alle auf dieselbe regionale Population zurück. Streit über Typ und Bezeichnung war an der Tagesordnung, während die Liebhaber an einem einheitlichen Standard arbeiteten.
Ein schriftlicher Rassestandard für den Scottish Terrier entstand in den 1880er-Jahren, und die Rasse wurde in jenem Jahrzehnt in Grossbritannien als eigenständiger Typ ausgestellt und verzeichnet. Von dort verbreitete sie sich nach Nordamerika, wo der American Kennel Club sie 1885 registrierte.
Im 20. Jahrhundert wurde der Scottish Terrier breit bekannt, unter anderem durch Auftritte in der Populärkultur und als Begleiter bekannter Persönlichkeiten. Weltweit gilt er bis heute als anerkannte, etablierte Rasse, wird aber heute weit häufiger als Begleithund gehalten denn als Ratten fangender Arbeitshund. In der Schweiz betreut die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) die Rasse und richtet sich dabei nach dem international gültigen FCI-Standard.
Erscheinungsbild und Rassestandard
Der Scottish Terrier ist ein kurzbeiniger, kompakter Terrier mit langem Kopf, stehenden Ohren und rauem, drahtigem Doppelfell, meist in Schwarz.
Der Scottish Terrier hat einen gedrungenen, tiefliegenden Körper auf kurzen, kräftigen Beinen. Der Kopf wirkt im Verhältnis zum Hund lang, mit flachem Schädel, kräftigem Fang sowie einem markanten Bart und Augenbrauen aus dem längeren Deckhaar. Die Ohren sind klein, spitz und werden aufrecht getragen, die Rute ist kurz und wird hochgetragen. Die gesamte Silhouette wirkt kantig und ist auf den ersten Blick unverwechselbar.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Grösse | Etwa 25 cm (10 Zoll) Schulterhöhe |
| Gewicht | 8.5 bis 10 kg (19 bis 22 lb) |
| Fell | Doppelfell: raues, drahtiges Deckhaar über weicher, dichter Unterwolle |
| Farben | Schwarz, weizenfarben und gestromt (in verschiedenen Schattierungen) |
| Augen | Klein, mandelförmig, dunkelbraun, mit gutem Abstand zueinander |
Fell und Farben
Das Fell ist das prägende Merkmal der Rasse. Die Deckhaarschicht ist hart und wetterfest, die Unterwolle weich und wärmend, eine Kombination, die zur kalten, feuchten Heimat der Rasse passt. Schwarz ist die häufigste Farbe und diejenige, die man am ehesten mit der Rasse verbindet, doch Weizenfarben reicht von blassem Stroh bis zu hellem Falbgelb, und Gestromt zeigt eine Mischung aus dunkler Strichelung über hellerer Grundfarbe. Ausstellungsfelle werden durch Trimmen von Hand (Hand-Stripping) in Form gehalten, was die raue Struktur bewahrt; viele Hundehalter scheren stattdessen, wodurch das Fell mit der Zeit weicher wird.
Wesen und Verhalten
Der Scottish Terrier ist treu, eigenständig und selbstbewusst, anhänglich gegenüber der eigenen Familie, aber zurückhaltend mit Fremden und anderen Tieren.
Der Scottish Terrier ist seinem Haushalt treu und ergeben, bewahrt dabei aber eine würdevolle, in sich gekehrte Art. Er bindet sich meist am stärksten an eine oder zwei Personen und zeigt seine Zuneigung eher beständig als überschwänglich. Innerhalb der Familie kann er verspielt und gut gelaunt sein, verlangt aber nicht nach ständiger Aufmerksamkeit.
Fremden gegenüber ist die Rasse vorsichtig und aufmerksam. Als Wachhund ist diese Zurückhaltung von Vorteil, denn er zeigt Besuch zuverlässig an, ohne dabei wahllos misstrauisch zu sein. Frühe und fortlaufende Sozialisierung hilft dem Scottish Terrier, gegenüber neuen Personen höflich statt schroff zu bleiben.
Im Umgang mit anderen Tieren zeigt sich ein gemischtes Bild. Viele Scottish Terrier vertragen sich mit Hunden, mit denen sie aufgewachsen sind, doch die Rasse kann gegenüber fremden Hunden bestimmt auftreten und trägt einen starken Jagdtrieb gegenüber kleinen Tieren in sich. Er ist eigenständig und dickköpfig genug, um Grenzen zu testen, weshalb Halter Geduld und Konsequenz statt Druck brauchen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 3 |
| Energie | 3 |
| Trainierbarkeit | 2 |
| Lautstärke | 3 |
| Fellwechsel | 2 |
Pflege und Alltag
Der Scottish Terrier braucht regelmässige Fellpflege, moderate tägliche Bewegung und ein sicheres Umfeld, das seinem Grab- und Jagdtrieb Rechnung trägt.
Fellpflege
- Das raue Fell zwei- bis dreimal wöchentlich bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden, mit besonderer Beachtung von Bart, Beinen und Bauchbehang
- Das Fell mehrmals im Jahr von Hand trimmen (Hand-Stripping), um die richtige Struktur zu erhalten, oder bei geringerem Pflegeaufwand scheren (dadurch wird das Fell weicher)
- Den Bart nach dem Fressen reinigen, da sich dort Futter und Wasser sammeln
- Krallen alle paar Wochen kürzen und Ohren auf Ohrenschmalz und Schmutz kontrollieren
- Nur bei Bedarf baden, da häufiges Baden das drahtige Fell weicher macht
Bewegung
- Täglich 30 bis 60 Minuten Aktivität auf ein bis zwei Spaziergänge verteilt
- Kurze Spieleinheiten sowie Such- und Grabspiele ergänzen, um den Terrier-Instinkten gerecht zu werden
- Den Hund an der Leine oder in eingezäunten Bereichen halten, da er kleine Tiere verfolgt und bei Ablenkung den Rückruf ignoriert
- Überanstrengung bei Hitze vermeiden, da das dichte Fell die Wärme speichert
Umgebung
Der Scottish Terrier kommt sowohl in der Wohnung als auch im Haus gut zurecht, solange Bewegung und Fellpflege stimmen. Er gräbt mit Begeisterung, weshalb unbeaufsichtigter Aufenthalt im Garten Blumenbeete beschädigen und Fluchtwege unter Zäunen schaffen kann. Die Rasse erträgt Alleinsein besser als viele andere Begleithunde, braucht aber trotzdem an den meisten Tagen Gesellschaft und geistige Beschäftigung.
Ernährung und Fütterung
Der Scottish Terrier braucht ein vollwertiges Futter, das auf seine kleine Grösse und sein Aktivitätslevel abgestimmt ist, mit Vorsicht bei Übergewicht und giftigen Lebensmitteln.
Ein vollwertiges, ausgewogenes Hundefutter füttern, das zur kleinen Grösse und zur Lebensphase des Scottish Terrier passt. Da die Rasse kompakt gebaut und anfällig für Übergewicht ist, sollten die Portionen abgemessen statt frei zugänglich sein, und Leckerli müssen in die Tagesmenge eingerechnet werden. Eine Rezeptur mit hochwertigem Protein unterstützt die Muskulatur auf dem kräftigen Rahmen, und die Tagesmenge wird am besten auf mehrere Mahlzeiten verteilt, was die Verdauung erleichtert und Betteln reduziert.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Gemäss Angabe auf dem Welpenfutter, aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 3/4 bis 1 Tasse | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 1 bis 1.5 Tassen | 2 |
| Senior | Reduziert, um das Gewicht zu halten | 2 |
Leckerli und Nahrungsergänzung
Leckerli beim Training in kleinen Stücken einsetzen und unter etwa 10 Prozent der Tageskalorien halten. Die meisten Scottish Terrier mit vollwertiger Ernährung brauchen keine zusätzlichen Präparate; Gelenk-, Haut- oder andere Zusätze nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt geben. Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein, und der Bart wird nach dem Trinken am besten abgewischt, damit das Gesicht sauber bleibt.
Gesundheit und Lebenserwartung
Der Scottish Terrier wird typischerweise 11 bis 13 Jahre alt und gilt als robust, bringt aber einige rassetypische Erkrankungen mit, die man im Auge behalten sollte.
Der Scottish Terrier ist eine im Allgemeinen robuste kleine Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 11 bis 13 Jahren. Wie bei vielen reinrassigen Hunden treten bestimmte Erkrankungen in der Rasse häufiger auf, mehrere davon vererbt. Der Kauf bei Züchtern, die ihre Zuchttiere gesundheitlich testen lassen, sowie regelmässige tierärztliche Kontrollen senken das Risiko am wirksamsten. Tierarztkosten werden in der Schweiz nicht von der obligatorischen Grundversicherung der Krankenkasse übernommen; eine Tierkrankenversicherung kann deshalb sinnvoll sein.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Scottie Cramp | Kurzes Versteifen oder Aufwölben des Rückens bei Aufregung oder Anstrengung | Eine rassespezifische Bewegungsstörung; meist mild und nicht schmerzhaft |
| Von-Willebrand-Krankheit | Verstärkte Blutung bei kleineren Schnitten oder Operationen | Eine vererbte Gerinnungsstörung; ein DNA-Test ist verfügbar |
| Blasenkrebs (Übergangszellkarzinom) | Blut im Urin, Pressen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang | Die Rasse hat ein erhöhtes Risiko; Veränderungen beim Wasserlassen früh melden |
| Patellaluxation | Zeitweises Hüpfen oder Hinken der Hinterbeine | Bei kleinen Rassen häufig; reicht von mild bis operationsbedürftig |
| Kraniomandibuläre Osteopathie | Kieferschwellung und Schmerzen bei jungen Welpen | Eine Wachstumsstörung des Knochens, meist bis zum Erwachsenenalter überwunden |
Vorsorge
- Grundimpfungen und Parasitenschutz aktuell halten
- Jährliche Kontrollen einplanen, bei Senioren zweimal jährlich
- Zähne regelmässig bürsten und professionelle Zahnreinigung nach tierärztlichem Rat organisieren
- Das Gewicht im Blick behalten, da Übergewicht Gelenke und Rücken belastet
- Blut im Urin oder Veränderungen beim Wasserlassen wegen des Blasenkrebsrisikos der Rasse rasch melden
Ausbildung und Erziehung des Scottish Terrier
Der Scottish Terrier ist intelligent, aber eigenständig und dickköpfig, weshalb kurze, konsequente Trainingseinheiten mit Belohnung von Anfang an am besten wirken.
Der Scottish Terrier ist intelligent und lernt schnell, wenn er einen Grund zur Mitarbeit sieht, doch seine Eigenständigkeit und sein Dickkopf bedeuten, dass er nicht einfach gefallen will. Training braucht Geduld und Konsequenz. Harte Korrekturen führen bei der Rasse eher dazu, dass sie sich verschliesst, während klare Regeln und belohnende Ergebnisse deutlich bessere Resultate bringen. Einheiten kurz und abwechslungsreich halten, denn ein gelangweilter Scottie verliert rasch das Interesse. Der Rückruf ist eine besondere Hürde, sobald der Jagdtrieb übernimmt, weshalb Freilauf auf sichere Bereiche beschränkt bleiben sollte. Wer in der Schweiz zum ersten Mal einen Hund hält, muss in mehreren Kantonen weiterhin einen obligatorischen Hundekurs oder eine Sachkundeprüfung absolvieren, auch wenn die frühere gesamtschweizerische Pflicht 2017 aufgehoben wurde; es lohnt sich, die kantonalen Vorgaben vor der Anschaffung eines Scottish Terrier abzuklären.
Grundlagen
- Früh mit der Sozialisierung beginnen und den Welpen mit Menschen, Hunden und Alltagssituationen vertraut machen
- Namensreaktion und Aufmerksamkeit üben, bevor weitere Kommandos dazukommen
- Die Grundkommandos nacheinander aufbauen: Sitz, Platz, Bleib und Komm
- Rückruf zunächst an der Schleppleine in eingezäunter Umgebung üben, bevor man ihn ohne Leine testet
- Ruhiges Verhalten bei Besuch bestärken, um die Zurückhaltung der Rasse zu begleiten
- Einheiten auf etwa fünf bis zehn Minuten begrenzen und mit einem Erfolg beenden
Zucht und Aufzucht
Scottish Terrier werden mit etwa einem bis zwei Jahren geschlechtsreif, bringen im Schnitt drei bis fünf Welpen zur Welt und profitieren von gesundheitlich getesteten Elterntieren.
Verantwortungsvolle Zucht beim Scottish Terrier beginnt mit gesundheitlich getesteten Elterntieren, da mehrere Erkrankungen der Rasse vererbt werden. Hündinnen werden in der Regel erst gedeckt, wenn sie körperlich ausgewachsen sind und die relevanten Untersuchungen bestanden haben, üblicherweise ab etwa zwei Jahren. Die Tragzeit beim Hund beträgt rund 63 Tage. Würfe sind meist klein, und neugeborene Welpen sind in den ersten Wochen vollständig auf die Hündin für Wärme und Nahrung angewiesen.
Das Absetzen beginnt meist mit drei bis vier Wochen, wenn die Welpen auf feste Nahrung umsteigen, und sie bleiben mindestens bis zur achten Woche bei der Hündin und den Wurfgeschwistern, um früh soziale Fähigkeiten zu lernen. Dieses Zeitfenster ist bei einer Rasse, die zurückhaltend sein kann, besonders wichtig, weshalb gute Züchter die Welpen häufig anfassen und mit gewöhnlichen Haushaltsgeräuschen und -eindrücken vertraut machen. Wegen Erkrankungen wie der Von-Willebrand-Krankheit und dem Blasenkrebsrisiko der Rasse sollten Zuchtentscheidungen DNA-Ergebnisse und die Gesundheitsgeschichte der Familie einbeziehen, und angehende Halter sollten Züchter um entsprechende Unterlagen bitten.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate (Zucht meist erst bei voller Reife) |
| Empfohlenes Zuchtalter (Hündin) | Etwa 2 Jahre, nach Gesundheitsuntersuchung |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | 3 bis 5 Welpen |
| Absetzalter | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Frühestes Abgabealter | Ab der 8. Woche |
Scottish Terrier registrieren und Chip melden in der Schweiz
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Was kostet die Registrierung eines Scottish Terrier?
Nichts, keinen Rappen. Profil, Chip-Meldung und alle Nachfuehrungen sind im Gratis-Lebenszeitplan enthalten.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu Grösse, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit des Scottish Terrier.
Wie gross wird ein Scottish Terrier?
Er ist eine kleine Rasse. Erwachsene Tiere erreichen etwa 25 cm (10 Zoll) Schulterhöhe und wiegen ungefähr 8.5 bis 10 kg (19 bis 22 lb).
Wie ist das Wesen des Scottish Terrier?
Treu, eigenständig, würdevoll, wachsam und selbstbewusst. Er ist anhänglich gegenüber der eigenen Familie, aber zurückhaltend mit Fremden und kann gegenüber anderen Hunden und Kleintieren bestimmt auftreten.
Ist der Scottish Terrier pflegeaufwendig?
Der Pflegeaufwand ist moderat, aber spezifisch. Das drahtige Fell braucht mehrmals wöchentlich Bürsten sowie ein paarmal im Jahr Hand-Stripping oder Scheren, dazu kommen 30 bis 60 Minuten Bewegung täglich. Sein Dickkopf macht konsequentes Training wichtig.
Wie alt werden Scottish Terrier?
Bei guter Pflege, passender Ernährung und regelmässigen tierärztlichen Kontrollen liegt die typische Lebenserwartung bei 11 bis 13 Jahren.
Eignet sich der Scottish Terrier für Familien und Wohnungen?
Ja, für konsequente Halter und Haushalte mit älteren Kindern, und er kommt auch in Wohnungen gut zurecht. Haushalte mit sehr kleinen Heimtieren sollten wegen des ausgeprägten Jagdtriebs vorsichtig sein.
Sind Scottish Terrier für Ersthalter geeignet?
Das kann zutreffen, doch die Eigenständigkeit und der Dickkopf der Rasse passen am besten zu Haltern, die geduldig und konsequent bleiben. Wer einen unterwürfigen, stets gefallen wollenden Hund sucht, könnte an Grenzen stossen.
Wo bekommt man einen Scottish Terrier her?
Die Rasse ist etabliert und über seriöse Züchter erhältlich, die ihre Hunde gesundheitlich testen lassen; daneben vermitteln rassespezifische Vermittlungsstellen einzelne Tiere. Gesundheitsunterlagen einfordern und wenn möglich die Elterntiere kennenlernen.
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