
Dobermann
Der Dobermann ist eine treue, intelligente Rasse, bekannt für ihre Wachsamkeit, ihre Eleganz und ihre furchtlose Ergebenheit als Wächter.
- Size
- Gross
- Lifespan
- 10–13 years
- Origin
- Deutschland
- Temperament
- Loyal
- Standard colors
- Schwarz, Blau und Braun and 2 more
Characteristics
Coat and grooming
How the Dobermann coat is built, and what that means when you groom it.
- Fellschichten
- Einfaches Fell
- Fellstruktur
- Glatt
- Fellänge
- Kurz
- Haarwechsel
- Mässiger Haarverlust
Dobermann colors and patterns
What each club's breed standard says about every Dobermann color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Dobermann in Schwarz, Blau, Braun, Rostrot und Isabell. Standard patterns: Lohzeichnung.
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“black”) | Standardgemäss (“Black & Rust”) | Standardgemäss (“black”) | Standardgemäss (“black”) | Standardgemäss (“black”) |
| Blau | Nicht anerkannt | Standardgemäss (“Blue & Rust”) | Standardgemäss (“blue”) | Standardgemäss (“blue”) | Nicht anerkannt |
| Braun | Standardgemäss (“brown”) | Standardgemäss (“Red & Rust”) | Standardgemäss (“red”) | Standardgemäss (“brown”) | Standardgemäss (“brown”) |
| Rostrot | Standardgemäss (“rust red”) | Standardgemäss (“rust”) | Standardgemäss (“rust colored”) | Standardgemäss (“rust red”) | Standardgemäss (“rust red”) |
| Isabell | Nicht anerkannt | Standardgemäss (“Fawn (Isabella) & Rust”) | Standardgemäss (“fawn (Isabella)”) | Standardgemäss (“fawn (Isabella)”) | Nicht anerkannt |
| Weiss | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“White”) | Disqualifizierend | Nicht anerkannt (“White (white ancestry)”) | Nicht anerkannt |
| Albino | Nicht anerkannt | Disqualifizierend | Disqualifizierend (“albinism”) | Nicht anerkannt | Nicht anerkannt |
| Creme | Nicht anerkannt | Disqualifizierend | Disqualifizierend | Nicht anerkannt (“Cream (white ancestry)”) | Nicht anerkannt |
| Patterns | |||||
| Lohzeichnung | Standardgemäss (“rust red, clearly defined and clear markings (tan markings)”) | Standardgemäss (“Markings-Rust, sharply defined”) | Standardgemäss (“markings are rust colored”) | Standardgemäss (“rust red markings”) | Standardgemäss (“rust red, clearly defined, clear markings”) |
| Einfarbig | No ruling | No ruling | Fehler (“absence of markings”) | No ruling | No ruling |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Braun | Standardgemäss (“lighter shades are permitted for brown dogs”) | Standardgemäss (“medium to darkest brown in black dogs”) | Standardgemäss (“medium to dark brown in black dogs”) | Standardgemäss (“medium to darkest brown in black dogs”) | Standardgemäss (“lighter shades are permitted for brown dogs”) |
| Dunkelbraun | Standardgemäss (“dark in colour”) | Standardgemäss (“darkest brown”) | Standardgemäss (“dark brown”) | Standardgemäss (“darkest brown”) | Standardgemäss (“dark in colour”) |
| Hellbraun | No ruling | No ruling | No ruling | Fehler (“light eyes in black dogs undesirable”) | No ruling |
| Gelb | Disqualifizierend (“yellow eyes (bird of prey eye)”) | No ruling | No ruling | No ruling | Disqualifizierend (“yellow eyes (bird of prey eye)”) |
| Patterns | |||||
| Verschiedenfarbige Augen | Disqualifizierend (“different coloured eyes”) | No ruling | No ruling | No ruling | Disqualifizierend (“different-coloured eyes”) |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“black - in black dogs”) | Standardgemäss (“solid black on black dogs”) | Standardgemäss (“black in black dogs”) | Standardgemäss (“solid black in black dogs”) | Standardgemäss (“black in black dogs”) |
| Schiefergrau | No ruling | Standardgemäss (“dark gray on blue ones”) | Standardgemäss (“dark gray in blue dogs”) | Standardgemäss (“solid dark grey in blue dogs”) | No ruling |
| Leberbraun | Standardgemäss (“in brown dogs, corresponding lighter shades”) | Standardgemäss (“dark brown on red ones”) | Standardgemäss (“dark brown in red dogs”) | Standardgemäss (“solid dark brown in brown dogs”) | Standardgemäss (“in brown dogs, corresponding lighter shades”) |
| Isabell | No ruling | Standardgemäss (“dark tan on fawns”) | Standardgemäss (“dark tan in fawn dogs”) | Standardgemäss (“light brown in fawn dogs”) | No ruling |
What the rulings mean
- Standardgemäss
- Described by the club's breed standard.
- Fehler
- Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
- Nicht anerkannt
- The club does not accept this color or pattern for the breed.
Color changes
How a Dobermann's colors can change over its life.
Schwarzchanges toRostrot
Fell · Mit dem Körperzustand · can change back
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Lohzeichnungchanges toSattelzeichnung
Fell · Mit dem Alter · from 6 to 156 weeks
Schwarzchanges toSchneenase
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Schwarzchanges toRosa
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Health
Conditions recorded as more common in the Dobermann than in its species as a whole. A higher risk is not a diagnosis: many never develop any of them, and your vet can say which screening tests are worth doing.
Hohes Risiko
- Herz-Kreislauf-System
Dilatative Kardiomyopathie
Also called DCM
Starke EvidenzHereditaryInheritance: Autosomal-dominantGene: PDK4 - Hämatologisches & lymphatisches System
Von-Willebrand-Erkrankung
Also called vWD
Starke EvidenzHereditaryInheritance: Autosomal-rezessivGene: VWFOMIA entry
This content is for educational purposes and is not a substitute for professional veterinary advice. If you are worried about your pet, contact your veterinarian.
All health conditionsMeet some of our Dobermann
A few of the Dobermann profiles members have added to United Pet Club.
Über den Dobermann
Der Dobermann ist ein grosser Arbeitshund aus Deutschland, in der Schweiz von der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) anerkannt. Rüden stehen 66 bis 71 cm am Widerrist und wiegen 27 bis 45 kg; die Rasse ist lernwillig, eng an ihre Bezugspersonen gebunden und braucht täglich strukturierte Beschäftigung.
In der Schweiz läuft der Dobermann unter der FCI-Gruppe 2 und wird durch die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) anerkannt. Der Körperbau ist kompakt und nahezu quadratisch, mit tiefem Brustkorb und klar definierter Muskulatur. Rüden stehen 66 bis 71 cm am Widerrist, Hündinnen 61 bis 66 cm, und das Gewicht liegt je nach Geschlecht bei 27 bis 45 kg.
Die Rasse zählt zu den lernfähigsten Hunden. Sie merkt sich Gelerntes schnell, arbeitet konzentriert mit ihrer Bezugsperson und bindet sich eng an den Haushalt. Dieselbe Aufmerksamkeit, die den Dobermann für Schutz- und Sportdienst taugt, zeigt sich im Alltag als Sensibilität gegenüber Stimmungen und Situationsveränderungen.
Ohne tägliche Beschäftigung verlagert sich die Energie der Rasse in Unruhe oder Fehlverhalten. Der Hund passt zu Menschen, die regelmässig trainieren, tagsüber viel zuhause sind und Bewegung fest in den Alltag einplanen.
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Deutschland |
| Grösse | Gross (27 bis 45 kg) |
| Lebenserwartung | 10 bis 13 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Arbeitshund; Schutz- und Begleithund |
| Geeignet für | Engagierte Familien, erfahrene Halter, andere Tiere bei früher Sozialisation |
Für wen er geeignet ist
Ein Dobermann eignet sich für Halterinnen und Halter, die ihn aktiv beschäftigen, häufig zuhause sind und tägliche Bewegung zuverlässig einplanen. In aktiven Haushalten und im Hundesport ist er gut aufgehoben. Wer lange ausser Haus ist oder einen anspruchslosen Begleiter sucht, wird mit ihm wenig Freude haben.
Entstehung und Herkunft
Der Dobermann wurde in den 1880er Jahren in Apolda, Thüringen, vom Steuereintreiber Karl Friedrich Louis Dobermann entwickelt, der einen robusten, schutzbereiten Hund für seinen Berufsalltag benötigte.
Karl Friedrich Louis Dobermann arbeitete in den 1880er Jahren in Apolda, einer Stadt im thüringischen Deutschland, als Steuereintreiber und leitete nebenbei das örtliche Tierheim. Sein Beruf führte ihn regelmässig durch unsichere Gegenden; er wollte einen grossen, wachsamen und schutzbereiten Hund, der ihn dabei begleiten konnte.
Systematische Zuchtbücher führte Dobermann nicht, weshalb die genauen Kreuzungen bis heute nicht vollständig gesichert sind. Rasseforscher gehen davon aus, dass alter Deutscher Pinscher, Rottweiler, Black-and-Tan-Terrier sowie regionale Hütehunde der Gegend in die frühe Zucht eingeflossen sein könnten. Der Schwerpunkt lag auf einem arbeitsbereiten Temperament, nicht auf einem einheitlichen Äusseren.
Nach Dobermanns Tod 1894 führte vor allem Otto Goeller die Zucht weiter und prägte den Rassetyp, wie er heute bekannt ist. Die Anerkennung in Deutschland erfolgte noch vor der Jahrhundertwende; in den frühen 1900er Jahren verbreitete sich die Rasse international. In beiden Weltkriegen wurde der Dobermann als Melde-, Wach- und Spürhund eingesetzt, was die Selektion auf Ausbildbarkeit und Nervenstärke weiter förderte.
Exterieur
Der Dobermann hat ein kurzes, eng anliegendes Fell in Schwarz, Rot, Blau oder Falb mit rostfarbenen Abzeichen sowie eine quadratische, muskulöse Silhouette. In der Schweiz sind Ohrkupieren und Rutenkupieren tierschutzrechtlich verboten.
Der Dobermann wirkt ausgewogen und kraftvoll, ohne gedrungen zu sein. Der Brustkorb ist tief, die Rückenlinie gerade, die Muskulatur klar erkennbar. Kopf und Hals sind lang und elegant, der Gesamteindruck ausgeglichen. In der Schweiz schreibt das Tierschutzgesetz vor, dass Ohren und Rute in ihrer natürlichen Form zu belassen sind; Dobermänner erscheinen hierzulande daher mit Schlappohren und vollständiger Rute.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Schulterhöhe | Rüden 66 bis 71 cm; Hündinnen 61 bis 66 cm |
| Gewicht | Ca. 27 bis 45 kg |
| Fell | Kurz, glatt, hart, eng am Körper anliegend |
| Farben | Schwarz, Rot, Blau oder Falb, je mit rostfarbenen Abzeichen |
| Augen | Mandelförmig, dunkel bei schwarz- und rotfarbenen Hunden |
Fell und Farben
Das kurze Fell liegt eng am Körper an und lässt die Muskulatur deutlich hervortreten. Alle vier anerkannten Farben tragen scharf begrenzte rostfarbene Abzeichen über den Augen, an Fang, Kehle, Brust, Beinen und Pfoten. Die Fellpflege ist unkompliziert; weil Schmutz auf dem kurzen Haar gut sichtbar ist, lässt sich der Badebedarf leicht einschätzen.
Wesen
Der Dobermann ist seinem Haushalt gegenüber zugewandt und loyal, Fremden gegenüber reserviert und von Natur aus aufmerksam. Für ein ausgeglichenes Erwachsenenwesen braucht er frühe, breite Sozialisation.
Fremden gegenüber verhält sich ein gut aufgezogener Dobermann abwartend und beobachtend, bis seine Bezugsperson ihm signalisiert, dass die Situation ungefährlich ist. Diese Zurückhaltung ist ein Wesenswesensmerkmal der Rasse, keine Schüchternheit. Mit seinen Familienmitgliedern ist er eng verbunden und folgt ihnen oft von Raum zu Raum.
Die Rasse ist mutig und selbstsicher. Damit daraus ein stabiles Erwachsenenwesen entsteht, braucht der Dobermann von früh an eine breite Sozialisation mit unterschiedlichen Menschen, Umgebungen und Tieren. Mit anderen Hunden sind die Erfahrungen individuell verschieden: Viele Dobermänner leben problemlos mit anderen Tieren zusammen, wenn sie früh damit aufgewachsen sind, während manche gleichgeschlechtlichen Kombinationen dauerhaft Beobachtung erfordern. Kindern im eigenen Haushalt gegenüber ist die Rasse in der Regel geduldig; wegen der Grösse des Hundes ist Beaufsichtigung bei kleinen Kindern aber grundsätzlich sinnvoll.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 5 |
| Erziehbarkeit | 5 |
| Lautstärke | 3 |
| Haarung | 2 |
Pflege und Haltung
Der Dobermann ist im Fell unkompliziert zu pflegen, stellt aber hohe Anforderungen an Bewegung und Gesellschaft. Er gehört ins Haus und ist für dauerhafte Aussenhaltung nicht geeignet, besonders nicht im Schweizer Winterhalbjahr.
Fellpflege
- Einmal wöchentlich mit einem Gummikamm oder Striegel bürsten, um loses Haar zu entfernen.
- Baden nur bei Bedarf; das kurze Fell braucht zwischen den Bädern wenig Aufmerksamkeit.
- Krallen alle paar Wochen kürzen und prüfen, ob sie auf hartem Boden hörbar klacken.
- Zähne mehrmals wöchentlich putzen und Ohren regelmässig auf Geruch oder Wachsaufbau kontrollieren.
Bewegung und Beschäftigung
- Täglich mindestens 1 bis 2 Stunden Aktivität, aufgeteilt auf mehrere Einheiten.
- Spaziergänge, Freilauf in einem sicher eingezäunten Bereich und Hundesport ergänzen sich sinnvoll.
- Die Rasse eignet sich gut für Wanderungen im Mittelland und in den Voralpen. In Wildruhezonen gilt in vielen Kantonen eine saisonale Leinenpflicht oder ein Betretungsverbot für Hunde, das je nach Kanton unterschiedlich geregelt ist.
- Junge Hunde nicht mit intensivem Berggelände oder langen Gebirgstouren belasten, bevor die Gelenke ausgewachsen sind.
- Nasenarbeit, Unterordnungsübungen oder Schutzdienst als mentale Auslastung neben der körperlichen Bewegung einplanen.
Haltungsbedingungen
Der Dobermann hat ein kurzes Fell und wenig Unterhautfettgewebe. Er ist nicht für die Haltung im Freien gemacht, auch nicht im gemässigten Schweizer Mittelland. Am wohlsten fühlt er sich im Haus als Teil des Familienalltags. Ein sicher eingezäunter Garten ist praktisch, ersetzt aber nicht die nötige Zuwendung und Bewegung.
Bei der Haltung in der Schweiz sind die kantonal unterschiedlichen Vorschriften zu beachten. Mehrere Kantone verlangen beim Hundekauf oder bei der Haltung bestimmter Rassen einen Sachkundenachweis. Die Hundesteuer wird ebenfalls kantonal geregelt und variiert von Gemeinde zu Gemeinde. Beide Anforderungen sind vor der Anschaffung abzuklären.
Ernährung und Fütterung
Der Dobermann benötigt ein vollständiges Futter für grosse, aktive Hunde, aufgeteilt auf mindestens zwei Mahlzeiten täglich, um die Muskulatur zu erhalten und das Risiko einer Magendrehung zu senken.
Gefüttert wird ein vollständiges, ausgewogenes Futter für grosse, aktive Rassen mit hochwertigem Protein zur Unterstützung der Muskulatur. Die Tagesmenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivität; die Packungsangabe dient als Ausgangspunkt und muss an die individuelle Körperkondition angepasst werden. Weil der Dobermann ein tiefbrüstiger Hund mit erhöhtem Risiko für eine Magendrehung ist, wird die Tagesration auf mindestens zwei Mahlzeiten aufgeteilt. Vor und nach den Mahlzeiten sollte der Hund mindestens eine Stunde Ruhe halten. Frisches Wasser muss jederzeit zugänglich sein.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Packungsangabe, Welpenfutter | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Laut Packungsangabe, an Körperzustand anpassen | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Ca. 270 bis 450 g Trockenfutter, je nach Grösse und Aktivität | 2 |
| Senior | Reduzierte Kalorien, um Gewichtszunahme zu vermeiden | 2 |
Leckerlis und Ergänzungen
Leckerlis sollten nicht mehr als rund 10 Prozent der Tagesenergie ausmachen, damit die Ernährungsbilanz ausgeglichen bleibt. Die meisten Dobermänner, die ein vollständiges Fertigfutter erhalten, benötigen keine Ergänzungspräparate. Für ältere oder arbeitende Hunde kann die Tierärztin oder der Tierarzt Gelenkunterstützung empfehlen. Jede Futterumstellung sollte schrittweise erfolgen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.
Gesundheit
Der Dobermann hat eine Lebenserwartung von 10 bis 13 Jahren und trägt ein überdurchschnittliches Risiko für Dilatative Kardiomyopathie, die häufigste Todesursache der Rasse. Gesundheitsgeprüfte Elterntiere und regelmässige Herzuntersuchungen sind deshalb unverzichtbar.
Die Dilatative Kardiomyopathie (DCM), eine Erkrankung des Herzmuskels, ist die schwerwiegendste erbliche Belastung des Dobermanns und seine häufigste Todesursache. Ein erheblicher Anteil der Gesamtpopulation ist betroffen. Wer einen Welpen kauft, sollte darauf bestehen, dass beide Elterntiere kardiologisch untersucht worden sind; das senkt das Risiko, ohne es vollständig zu eliminieren. Die typische Lebenserwartung liegt bei 10 bis 13 Jahren.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Dilatative Kardiomyopathie | Schwäche, Ohnmacht, Husten, plötzlicher Kollaps | Häufigste Todesursache; Untersuchung per Herzecho und Holter-EKG |
| Von-Willebrand-Krankheit | Verstärkte Blutung, verzögerte Gerinnung | Erbliche Gerinnungsstörung; DNA-Test verfügbar |
| Hüftgelenksdysplasie | Steifheit, Hinken, Schwierigkeiten beim Aufstehen | Elterntiere mit HD-Beurteilung wählen |
| Hypothyreose | Gewichtszunahme, Fellveränderungen, Antriebslosigkeit | Mit täglicher Medikation kontrollierbar |
| Magendrehung (GDV) | Aufgetriebener Bauch, erfolgloses Würgen, Unruhe | Notfall; tiefbrüstige Rassen haben erhöhtes Risiko |
Vorsorge
- Impfschutz und Parasitenprävention aktuell halten.
- Herzuntersuchungen regelmässig durchführen lassen: Herzecho und Holter-EKG gemäss tierärztlicher Empfehlung.
- Den Hund schlank halten; Übergewicht belastet Gelenke und Herz gleichermassen.
- Zähne regelmässig putzen und Zahnsanierungen bei der Tierärztin oder dem Tierarzt einplanen.
- Erwachsene Hunde mindestens einmal jährlich zur Kontrolle, ältere Hunde häufiger.
Erziehung und Ausbildung
Der Dobermann ist eine der lernwilligsten Rassen: Er lernt schnell, merkt sich Trainiertes und arbeitet gern mit seiner Bezugsperson. Frühzeitige Sozialisation und konsequente, ruhige Führung sind die Grundlage für ein zuverlässiges Erwachsenenwesen.
Kaum eine andere Rasse verbindet Lerngeschwindigkeit, Merkfähigkeit und Arbeitswillen so ausgeprägt wie der Dobermann. Diese Eigenschaften bedeuten auch: Ein Hund ohne klare Aufgaben und Grenzen findet eigene Beschäftigungen, die selten erwünscht sind. Training beginnt am besten vom ersten Tag an, in kurzen, abwechslungsreichen Einheiten, mit einer ruhigen und sicheren Führungsperson. Harte Korrekturen sind beim Dobermann kontraproduktiv; die Rasse reagiert auf Druck mit Misstrauen. Belohnungsbasiertes Arbeiten festigt die Bindung und bringt verlässliche Ergebnisse.
In der Schweiz bieten SKG-anerkannte Vereine Welpen- und Junghundekurse sowie weiterführende Ausbildungen in Unterordnung, Fährte, Agility oder Schutzdienst an. Einige Kantone schreiben beim Hundekauf oder bei der Haltung bestimmter Rassen einen Sachkundenachweis vor. Die allfälligen kantonalen Regelungen lohnt es sich, vor der Anschaffung zu prüfen.
Grundausbildung Schritt für Schritt
- Sozialisation und Hauserziehung ab dem ersten Tag im neuen Zuhause beginnen.
- Namensreaktion, Sitz, Platz und Rückruf in kurzen täglichen Einheiten aufbauen.
- Leinenführigkeit und Impulskontrolle wie Warten und Stehenlassen einüben.
- Bekannte Übungen an neuen Orten mit Ablenkung festigen, bevor man sich im Alltag darauf verlässt.
- Den natürlichen Arbeitstrieb in Unterordnung, Fährte, Agility oder Schutzdienst kanalisieren.
Zucht
Seriöse Dobermann-Zucht in der Schweiz stützt sich auf gesundheitsgeprüfte Elterntiere, die SKG-Registrierung und Würfe von meist sechs bis acht Welpen nach einer Tragzeit von rund 63 Tagen.
Dobermänner werden mit 6 bis 12 Monaten geschlechtsreif, doch seriöse Züchterinnen und Züchter warten bis zum Alter von etwa 2 Jahren, wenn eine vollständige Gesundheitsuntersuchung möglich ist. Dazu gehören kardiologische Beurteilung auf DCM, DNA-Test auf Von-Willebrand-Krankheit und Hüftbeurteilung.
Hündinnen kommen zweimal jährlich in den Läufigkeitszyklus. Die Tragzeit beträgt rund 63 Tage. Würfe haben in der Regel sechs bis acht Welpen; kleinere und grössere Würfe kommen vor. Die Hündin welpet meist ohne Eingriff, aber Züchterinnen und Züchter sollten anwesend sein und den Kontakt zur Tierärztin oder zum Tierarzt bereithalten, falls die Geburt stockt.
Welpen werden in den ersten Wochen von der Mutter gesäugt und ab der dritten bis vierten Lebenswoche schrittweise entwöhnt. Frühes Handling, Gewöhnung an verschiedene Geräusche und Umgebungen sowie eine behutsame Sozialisation in den ersten zwei Lebensmonaten legen den Grundstein für ein ausgeglichenes Wesen. Abgabe an neue Halterinnen und Halter frühestens mit 8 Wochen. SKG-Züchterinnen und Züchter arbeiten nach der Zuchtordnung des Verbands, die Gesundheitstests und Welpensozialisation verbindlich regelt.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | 6 bis 12 Monate |
| Empfohlenes Zuchtalter | Ab ca. 2 Jahren |
| Tragzeit | Ca. 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | 6 bis 8 Welpen |
| Entwöhnung | Ab der 3. bis 7. Lebenswoche |
| Abgabe ans neue Zuhause | Frühestens mit 8 Wochen |
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Häufig gestellte Fragen
Die häufigsten Fragen zum Dobermann betreffen Grösse, Familienhaltung, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Wesen, Platzbedarf und die Suche nach seriösen Züchterinnen und Züchtern in der Schweiz.
Wie gross wird ein Dobermann?
Rüden stehen 66 bis 71 cm am Widerrist, Hündinnen 61 bis 66 cm. Das Gewicht liegt je nach Geschlecht und Körperbau bei 27 bis 45 kg.
Ist der Dobermann ein guter Familienhund?
Ja, bei sorgfältiger Zucht, früher Sozialisation und konsequenter Erziehung. Die Rasse ist ihrem Haushalt gegenüber zugewandt und im Umgang mit Kindern, mit denen sie aufgewachsen ist, in der Regel geduldig. Wegen seiner Grösse ist Beaufsichtigung bei kleinen Kindern sinnvoll.
Ist ein Dobermann aufwendig in der Haltung?
Die Fellpflege ist dank des kurzen Haarkleids einfach. Dafür stellt die Rasse hohe Anforderungen an Bewegung und Gesellschaft: mindestens 1 bis 2 Stunden Aktivität täglich sowie regelmässiger Kontakt zu den Bezugspersonen. Einige Kantone verlangen zudem einen Sachkundenachweis; die allfälligen kantonalen Vorschriften sind vor der Anschaffung bei der Gemeinde zu erfragen.
Wie alt wird ein Dobermann?
Die typische Lebenserwartung liegt bei 10 bis 13 Jahren. Dilatative Kardiomyopathie ist der häufigste Grund, der diese Spanne verkürzt. Deshalb ist die kardiologische Untersuchung der Elterntiere ein wichtiges Kriterium bei der Welpenwahl.
Ist der Dobermann aggressiv?
Ein gut gezüchteter und erzogener Dobermann ist aufmerksam und schutzbewusst, nicht aggressiv. Fremden gegenüber bleibt er reserviert; seinem Haushalt gegenüber ist er ruhig und zuverlässig. Zucht, Sozialisation und Führung haben den grössten Einfluss auf das Wesen.
Braucht ein Dobermann viel Platz?
Bewegung und Beschäftigung sind wichtiger als Quadratmeter. Ein eingezäunter Garten ist nützlich, aber kein Muss. Wer täglich ausreichend Aktivität bietet, kann einen Dobermann auch in einer geräumigen Wohnung halten. Bei Wanderungen in der Schweiz ist die saisonale Leinenpflicht in Wildruhezonen zu beachten. Der Hund gehört in jedem Fall ins Haus.
Wo finde ich in der Schweiz eine seriöse Dobermann-Züchterin oder einen seriösen Züchter?
SKG-anerkannte Züchterinnen und Züchter, die ihre Zuchttiere auf Herzkrankheit, Von-Willebrand-Krankheit und Hüften untersuchen lassen, sind der richtige Ausgangspunkt. Der Dobermannclub Schweiz oder die SKG selbst vermitteln Kontakte zu geprüften Züchtern. Wer offen für einen erwachsenen Hund ist, kann sich auch an rassenspezifische Rettungsorganisationen wenden.
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