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Genetik

Ein Gentest ist ein Ausgangspunkt, keine Zusicherung

Ein Zuchtpaar auf bekannte erbliche Leiden zu untersuchen, schließt jene Risiken aus, die gut erforscht sind. Nicht alles wird dadurch ausgeschlossen, weil längst nicht jedes Leiden schon einen bekannten genetischen Marker hat, aber es bleibt das brauchbarste Mittel, bevor man sich auf eine Verpaarung einlässt.

Vielfalt ist genauso wichtig wie ein einzelnes Untersuchungsergebnis

Eine Rasse mit einer kleinen Gründerpopulation hat insgesamt weniger genetische Vielfalt, wodurch das Grundrisiko für etliche Leiden steigt, ganz unabhängig vom Ergebnis einer bestimmten Untersuchung. Deshalb setzen sich manche Rasseklubs aktiv für die Blutauffrischung mit fremden Linien ein.

Erfassen Gentests jedes erbliche Leiden?

Nein. Sie erfassen Leiden mit bekanntem genetischem Marker. Es werden laufend neue Marker gefunden, daher ist ein unauffälliges Ergebnis keine hundertprozentige Zusicherung.

Was versteht man unter genetischer Vielfalt und wieso zählt sie bei einer Rasse?

Damit ist die Bandbreite unterschiedlicher genetischer Varianten innerhalb einer Rassepopulation gemeint. Geringe Vielfalt erhöht das Risiko, dass sich erbliche Leiden über Generationen hinweg ausbreiten.