United Pet Club
Taube

Trommeltaube

Der Trommeltauber ist eine stark befiederte Ziertaube, berühmt für ihr charakteristisches rollendes, trompetenartiges Gurren und ihr ruhiges, sanftes Wesen.

Size
Mittel
Lifespan
8–12 years
Origin
Russland
Temperament
Ruhig
Standard colors
Schwarz, Weiß und Blau and 8 more
Key Traits
RuhigSanftFügsamStimmfreudig

Characteristics

Energy Level2
Trainability2
Good With Kids3
Good With Pets2
Grooming Needs3

Trommeltaube colors and patterns

What each club's breed standard says about every Trommeltaube color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Trommeltaube in Schwarz, Weiß, Blau, Lavendel, Silber, Braunfalbe, Rot, Rotfahl, Rotfahl mit Binden, Gelb und Creme. Standard patterns: Einfarbig, Weißgetupft, Splash, Mit Binden, Hohlig, Ausbreitungsfaktor, Schecke, Mandelfarbig und Weißkopf.

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPABDRG
SchwarzStandardgemäß (“Black; light black splash; dark black splash; Andalusian; Almond; Barred Blue”)Standardgemäß (“Schwarz; Schwarz-getigert; Schwarz-gescheckt”)
WeißStandardgemäß (“White; splash; White side; mottle; Baldhead; Almond; light black splash; dark black splash”)Standardgemäß (“Schwarz-getigert; Schwarz-gescheckt”)
BlauStandardgemäß (“Andalusian; Barred Blue”)No ruling
LavendelStandardgemäß (“Lavender”)No ruling
SilberStandardgemäß (“silver”)No ruling
BraunfalbeStandardgemäß (“Dun; silver”)No ruling
RotStandardgemäß (“Red”)No ruling
RotfahlStandardgemäß (“mealy”)No ruling
Rotfahl mit BindenStandardgemäß (“mealy”)No ruling
GelbStandardgemäß (“Yellow; Almond; cream”)No ruling
CremeStandardgemäß (“cream”)No ruling
BronzefarbenAlternativ (“aoc self”)No ruling
Patterns
EinfarbigStandardgemäß (“Black; White; Red; Yellow; Dun; Lavender”)Standardgemäß (“Schwarz”)
WeißgetupftStandardgemäß (“mottle”)Standardgemäß (“Schwarz-getigert”)
SplashStandardgemäß (“splash; light black splash; dark black splash”)No ruling
Mit BindenStandardgemäß (“Barred Blue; silver; mealy; cream”)No ruling
HohligStandardgemäß (“Barless”)No ruling
AusbreitungsfaktorStandardgemäß (“Andalusian”)No ruling
ScheckeStandardgemäß (“White side; Baldhead”)Standardgemäß (“Schwarz-gescheckt”)
MandelfarbigStandardgemäß (“Almond”)No ruling
WeißkopfStandardgemäß (“Baldhead”)No ruling
GehämmertAlternativ (“aoc self”)No ruling
GrizzleNo rulingNo ruling
Augen: rulings by club
Color or patternNPA
SchwarzStandardgemäß (“bull eyes”)
OrangeStandardgemäß (“deep orange in all colors”)
Patterns
Verschiedenfarbige AugenFehler (“Cracked, split or odd colored eyes”)
Schnabel: rulings by club
Color or patternNPA
SchwarzStandardgemäß (“black beak”)
HornfarbenStandardgemäß (“light horn; dark horn color”)
RosaStandardgemäß (“flesh colored beak”)
Beine und Füße: rulings by club
Color or pattern
Rot

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.
Alternativ
Registrable with the club but not described by its breed standard, such as an AKC alternate color.
Fehler
Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.

Color changes

How a Trommeltaube's colors can change over its life.

  • Mandelfarbigchanges toSchwarz

    Gefieder · Fortschreitend

  • Rotchanges toBlau

    Gefieder · Mit dem Alter

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Über die Trompetertaube

Die Trompetertaube stammt aus Russland und fällt durch dichtes Fußgefieder, einen Kopfschmuck aus Federn und einen lang anhaltenden, trommelnden Ruf auf, der ihr den Namen gab.

Die Trompetertaube ist eine Ziertaube, die wegen ihres Aussehens und ihrer ungewöhnlichen Stimme gehalten wird, nicht zum Wettflug und nicht zur Fleischnutzung. Sie zählt zu jenen Rassen, die eigens für die Ausstellung gezüchtet wurden. Ausgewachsene Tiere sind mittelgroß und ähneln in der Statur einer gewöhnlichen Haustaube, tragen aber deutlich mehr Gefieder, vor allem an den Füßen, rund um die Augen und am Oberkopf.

Ihren Namen verdankt die Rasse dem Ruf. Anstelle des kurzen, sich wiederholenden Gurrens der meisten Tauben bringt die Trompetertaube einen langen, rollenden Ton hervor, der mehrere Sekunden anhalten kann und an einen gedämpften Trommelwirbel oder eine Trompete erinnert. Diese Stimme ist das entscheidende Merkmal der Rasse und wird bei Ausstellungen genau bewertet.

Trompetertauben gelten als ruhig und sanftmütig. Sie lassen sich gut handhaben, gewöhnen sich rasch an den Schlag und vertragen sich meist auch mit anderen Tauben. Wegen der starken Fußbefiederung eignen sie sich vor allem für einen sauberen, trockenen Kobel und sind keine ausdauernden Flieger.

Trompetertaube auf einen Blick
MerkmalDetail
HerkunftRussland
GrößeMittelgroß
Lebenserwartung8 bis 12 Jahre
Gruppe / RolleZiertaube, für Ausstellungszwecke gehalten
VerträglichkeitGut mit anderen Tauben; ruhig gegenüber der Bezugsperson

Für wen sie sich eignet

Die Trompetertaube passt zu Haltern, die einen ruhigen, sanften Schlagvogel suchen und den charakteristischen Ruf der Rasse schätzen. Die dichte Fußbefiederung verlangt trockene, saubere Bedingungen und regelmäßige Kontrolle, weshalb die Rasse zu jenen passt, die bereit sind, Einstreu und Gefieder laufend zu pflegen. Sie eignet sich gut für Ausstellungsliebhaber und für Halter, die einen ruhigen Volierenvogel einer hochfliegenden Reisetaube vorziehen.

Geschichte und Herkunft

Die Trompetertaube entstand in Russland und Zentralasien und gelangte im 19. Jahrhundert nach Westeuropa und Nordamerika, wo Züchter Gefieder und Stimme weiter verfeinerten.

Die Trompetertaube geht auf Russland und den weiteren zentralasiatischen Raum zurück, wo stark befiederte Tauben mit ungewöhnlicher Stimme schon über viele Generationen gehalten wurden. Vögel dieses Typs erreichten Westeuropa im 19. Jahrhundert, als die Liebhaberzucht an Beliebtheit gewann und Züchter über Ländergrenzen hinweg Zuchttiere austauschten.

Vor allem deutsche Züchter griffen den Typ auf und arbeiteten intensiv daran weiter. Aus dem ursprünglich importierten Bestand entstanden mehrere eigenständige Formen, die sich im Ausmaß der Haube, in der Größe der Fußbefiederung und in den Farbschlägen unterschieden. Gemeinsam blieb allen der lange, rollende Ruf, der der Gruppe den Namen gab.

Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert verbreitete sich die Trompetertaube weiter und gelangte mit europäischen Einwanderern und Taubenliebhabern nach Nordamerika. Zuchtvereine und Rassestandards legten fest, wie das gewünschte Aussehen auszusehen hatte und wie die Qualität der Stimme zu bewerten war.

Heute bildet die Trompetertaube eine Familie verwandter Ziertaubenrassen, die überwiegend von Hobbyzüchtern und Ausstellern gehalten wird. Als Arbeits- oder Nutztier wird sie nicht mehr eingesetzt; gehalten wird sie wegen ihres Aussehens und ihres unverwechselbaren Rufs.

Aussehen und Rassestandard

Die Trompetertaube ist eine mittelgroße Taube mit dichter Befiederung an Füßen und Kopf, rundlichem Körperbau und, je nach Schlag, einer Haube oder Rose aus Federn rund um Scheitel und Schnabel.

Der Körper der Trompetertaube ist rundlich, mittelgroß und wirkt durch die üppige Befiederung an Beinen und Füßen recht niedrig gestellt. Am auffälligsten sind die Latschen, lange Federn, die Füße und Unterschenkel bedecken, sowie der Kopfschmuck, der bei vielen Schlägen aus einer Muschelhaube am Hinterkopf und einer Rose aus Federn rund um Schnabel und Augen bestehen kann. Diese Zierelemente unterscheiden sich zwischen den einzelnen Schlägen der Trompetertaube; dichtes Gefieder ist jedoch allen gemeinsam.

Die Körperhaltung ist waagrecht, der Vogel wirkt breit und voll. Die Augen sind meist teilweise von Federn umrahmt, der Schnabel ist kurz bis mittellang. Insgesamt hinterlässt der Vogel den Eindruck einer weich und voll befiederten Taube und nicht den eines windschnittigen Flugtyps.

Rassestandard der Trompetertaube im Überblick
MerkmalStandard
StaturMittelgroß, niedrige Stellung durch Fußbefiederung
GewichtEtwa 300 bis 450 g, je nach Schlag
GefiederDichte Befiederung mit langen Latschen und Haube oder Rose am Kopf
FarbenWeiß, Schwarz, Blau, Rot, Gelb und gescheckte Varianten
AugenDunkel bis orange, oft teilweise von Kopfgefieder umrahmt

Gefieder und Farben

Das Gefieder ist das entscheidende körperliche Merkmal. Lange Latschen bedecken die Füße, und viele Schläge tragen zusätzlich eine Haube oder eine Rose. Die Farbpalette reicht von einfarbig Weiß, Schwarz, Blau, Rot und Gelb bis zu gezeichneten und gescheckten Formen. Rassestandards legen für jeden Schlag die erwartete Federlänge, die Form des Kopfschmucks und die Farbe fest, weshalb sich die Anforderungen innerhalb der Trompetertauben-Familie unterscheiden.

Wesen und Verhalten

Die Trompetertaube ist sanft, ruhig und gutmütig, lässt sich gut anfassen und verträgt sich mit Artgenossen, fällt aber durch ihren rollenden Ruf deutlich auf.

Die Trompetertaube zählt zu den ruhigeren Taubenrassen. Sie ist gutmütig, findet sich rasch zurecht und lässt eine Handhabung eher zu als viele Flugrassen, was die Vorbereitung für Ausstellungen und die tägliche Pflege erleichtert. Gegenüber der Bezugsperson zeigt sie sich sanft und gerät, sobald sie an die Abläufe im Schlag gewöhnt ist, nicht leicht in Panik.

Mit anderen Tauben kommt die Rasse meist gut aus und teilt sich den Schlag ohne größere Streitigkeiten. Eine ausgeprägte oder eifrige Fliegerin ist sie nicht, was teilweise an der schweren Fußbefiederung liegt, die die Beweglichkeit einschränkt. Die meiste Zeit verbringt sie daher am Boden oder auf niedrigen Sitzstangen.

Auffällig ist einzig die Stimme. Die Rasse ist ausgesprochen lautfreudig und lässt ihren langen, rollenden Ruf häufig hören, besonders während der Balz und in Gesellschaft. Wer einen leisen Vogelbestand haben möchte, sollte bedenken, dass dieser Klang ständig zu hören ist; genau darauf ist die Rasse gezüchtet.

Wesensmerkmale der Trompetertaube (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Zuneigung3
Energie2
Lernfähigkeit3
Lautstärke5
Federverlust3

Pflege und Federpflege

Trompetertauben brauchen trockene, saubere Unterbringung und regelmäßige Kontrolle der Fußbefiederung, dazu leichte Bewegung und Schutz vor Matsch und nasser Einstreu.

Die dichte Fußbefiederung macht die tägliche Sauberkeit zur wichtigsten Pflegeaufgabe. Feuchte oder verschmutzte Einstreu verfilzt die Latschen und kann zu Hautproblemen führen, weshalb der Schlag trocken bleiben muss. Ansonsten ist die Rasse pflegeleicht und stellt kaum Ansprüche.

Federpflege

  • Die Latschen regelmäßig auf verkrustete Erde, Kot oder Verfilzung kontrollieren
  • Verschmutzte Fußfedern bei Bedarf vorsichtig kürzen oder waschen
  • Krallen und Schnabel im Auge behalten und auf Überwuchs prüfen
  • Zwei- bis dreimal wöchentlich ein flaches Bad anbieten, damit der Vogel sein Gefieder selbst pflegen kann

Bewegung

  • Platz zum Gehen und für kurze Flüge im Schlag oder in der Voliere bereitstellen
  • Nicht auf freien Flug setzen, da die Fußbefiederung die Flugfähigkeit einschränkt
  • Niedrige, breite Sitzstangen anbieten, die leicht zu erreichen und anzufliegen sind

Umgebung

Der Schlag sollte trocken, gut durchlüftet und frei von feuchter Einstreu sein. Sauberes, trockenes Streumaterial verwenden und rechtzeitig austauschen, bevor es verschmutzt. Vögel vor Matsch, stehendem Wasser und Zugluft schützen. Ein raubtiersicherer Kobel ist wichtig, denn die Rasse fliegt schlecht und kann Gefahren nicht ausweichen.

Ernährung und Fütterung

Trompetertauben kommen mit einer üblichen Körnermischung für Tauben, Grit und frischem Wasser gut zurecht, ein- bis zweimal täglich gefüttert, mit wenig Leckerli.

Die Trompetertaube frisst dieselbe Kost wie andere Haustauben. Eine ausgewogene, im Handel erhältliche Körner- und Saatenmischung bildet die Grundlage, ergänzt durch Grit zur Verdauung und ständig verfügbares, frisches Wasser. Da die Rasse wenig aktiv ist, sollte die Futtermenge begrenzt werden, damit der Vogel nicht übergewichtig wird.

Grit sowie eine Mineralstoff- oder Pickstein-Quelle unterstützen die Verdauung und bei Zuchthennen die Schalenbildung der Eier. Frisches Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen und täglich gewechselt werden.

Fütterungsrichtlinie für die Trompetertaube
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Erwachsen, außerhalb der ZuchtEtwa 25 bis 35 g Körnermischung1 bis 2
ZuchtpaarEtwa 35 bis 50 g pro Vogel2
Jungtiere, nach dem AbsetzenFreier Zugang zu einer Aufzuchtmischung2 bis 3

Leckerli und Nahrungsergänzung

Kleine Mengen an unbedenklichem Grünzeug, Hülsenfrüchten und Saaten eignen sich als Leckerli, sollten aber nur einen kleinen Teil der Ration ausmachen. Grit sollte immer verfügbar sein, dazu eine Kalziumquelle wie zerstoßene Austernschalen oder ein Mineralblock, besonders wichtig für legende Hennen. Vitaminpräparate im Trinkwasser können während Zucht oder Mauser eingesetzt werden, falls die Grundfütterung nicht ausreicht.

Gesundheit und häufige Erkrankungen

Trompetertauben sind meist widerstandsfähig und werden 8 bis 12 Jahre alt, doch die dichte Fußbefiederung begünstigt Fuß- und Hautprobleme, wenn der Schlag feucht oder schmutzig ist.

Die Trompetertaube ist eine robuste Ziertaube mit einer üblichen Lebenserwartung von 8 bis 12 Jahren bei guter Pflege. Die meisten Gesundheitsprobleme hängen mit der dichten Fußbefiederung sowie mit den üblichen Erkrankungen aller Haustauben zusammen. Ein sauberer, trockener Schlag verhindert die meisten rassetypischen Probleme.

Häufige Gesundheitsprobleme bei Trompetertauben
ErkrankungAnzeichenHinweis
Fuß- und HautproblemeVerfilzte Latschen, Krusten, wunde FüßeFolge feuchter oder schmutziger Einstreu; Schlag trocken halten
Trichomoniasis (Gelber Knopf)Gelbe Beläge in Schnabel oder Rachen, GewichtsverlustDurch Einzeller verursacht; bei Tauben verbreitet, aber behandelbar
AtemwegsinfektionNasenausfluss, erschwerte Atmung, RasselgeräuscheBelüftung verbessern; tierärztlich behandeln lassen
EktoparasitenKratzen, Gefiederschäden, UnruheLäuse und Milben; Vogel und Schlag behandeln

Vorbeugende Maßnahmen

  • Einstreu trocken und sauber halten, um die befiederten Füße zu schützen
  • Grit, sauberes Wasser und eine ausgewogene Kost bereitstellen
  • Neuzugänge vor der Eingliederung in den Schlag in Quarantäne halten
  • Innere und äußere Parasiten regelmäßig behandeln
  • Den Schlag gut belüften, um Atemwegserkrankungen vorzubeugen

Training und Handling

Trompetertauben sind ruhig und lassen sich gut handhaben, wodurch sie sich zähmen und auf Ausstellungen vorbereiten lassen, doch sie sind keine Flugkünstler und reagieren am besten auf sanfte, gleichbleibende Routinen.

Die Trompetertaube ist gutmütig und lässt eine Handhabung leichter zu als aktive Flugrassen, was das Zähmen und die Vorbereitung für Ausstellungen unkompliziert macht. Ziel des Trainings ist üblicherweise, den Vogel an den Schlag zu gewöhnen, ihn an das Anfassen und Positionieren zu gewöhnen und ihn während der Bewertung ruhig zu halten. Für Flug oder Heimkehr wird die Rasse nicht trainiert, da die Fußbefiederung die Flugfähigkeit einschränkt.

Grundlagen

  1. Den Vogel zunächst in einem ruhigen, sauberen Schlag einleben lassen, bevor er angefasst wird
  2. Sich ruhig nähern und Futter aus der Hand anbieten, um Vertrauen aufzubauen
  3. Sanftes Hochheben und Halten in kurzen Einheiten üben
  4. Den Vogel rechtzeitig vor einer Veranstaltung an einen Ausstellungskäfig oder Übungskäfig gewöhnen
  5. Kurze, ruhige Einheiten wiederholen statt lange, stressige Sitzungen anzusetzen

Unterbringung und Lebensraum

Trompetertauben brauchen einen trockenen, zugfreien Schlag mit sauberer Einstreu, niedrigen Sitzstangen und Schutz vor Raubtieren, da die Fußbefiederung sie bodennah hält.

Die Trompetertaube wird wie andere Haustauben in einem Schlag oder einer Voliere gehalten, doch die Unterbringung muss vor allem trocken und sauber sein, um die befiederten Füße zu schützen. Die Rasse verbringt die meiste Zeit am Boden oder auf niedrigen Sitzstangen und benötigt nicht den hohen Flugraum, den Reisetauben brauchen. Eine sichere, raubtierdichte Bauweise ist wichtig, weil die Rasse schlecht fliegt und Bedrohungen kaum entkommen kann.

Bauanforderungen für den Schlag der Trompetertaube
ParameterEmpfehlung
UnterbringungTrockener, belüfteter Schlag oder überdachte Voliere
Boden und EinstreuSauberes, trockenes Streumaterial; vor Verschmutzung austauschen
SitzstangenNiedrig und breit, leicht erreichbar
Platz pro PaarEin Nistkasten sowie Raum zum Gehen und Strecken
SchutzVollständig raubtiersicher; geschützt vor Nässe und Wind

Checkliste für die Einrichtung

  • Trockener, gut belüfteter Schlag ohne feuchte Ecken
  • Sauberes Streumaterial und ein fixer Reinigungsplan
  • Niedrige Sitzstangen und eigene Nistkästen für jedes Paar
  • Futter- und Wasserstellen erhöht und sauber halten
  • Feste Gitter und Türen gegen Raubtiere und Nagetiere
  • Ein flaches Badebecken zur Gefiederpflege

Zucht und Schlupf

Trompetertauben verpaaren und brüten wie andere Tauben; beide Elternteile bebrüten zwei Eier etwa 17 bis 19 Tage und füttern die Jungen anfangs mit Kropfmilch.

Trompetertauben brüten auf dieselbe Art wie andere Haustauben. Ein Paar bezieht einen Nistkasten, die Henne legt meist im Abstand von wenigen Tagen zwei Eier, und beide Elternteile teilen sich das Brutgeschäft. Nach etwa 17 bis 19 Tagen schlüpfen die Jungen. Frisch geschlüpfte Jungtauben werden in den ersten Tagen von beiden Eltern mit Kropfmilch gefüttert, später mit aufgeweichtem, wieder hochgewürgtem Getreide.

Bei der Trompetertaube kann die dichte Befiederung rund um die Kloake und die Füße die Fruchtbarkeit senken und die natürliche Paarung erschweren. Manche Züchter kürzen deshalb vor der Verpaarung die Federn rund um die Kloake, um die Befruchtungsrate zu verbessern. Aus diesem Grund ist es unter Haltern, die stark befiedertes Ausstellungsgefieder aufziehen wollen, üblich, Eier oder Jungtauben glattfüßigen Pflegetauben unterzuschieben.

Brut und Schlupf bei der Trompetertaube
ParameterWert
BebrütungsartNatürlich, beide Eltern teilen sich das Brüten
GelegegrößeMeist 2 Eier
BrutdauerEtwa 17 bis 19 Tage
Flügge werdenJungtauben verlassen das Nest nach etwa 4 bis 6 Wochen

Schritte zum Schlupf

  1. Vögel in einem sauberen Nistkasten verpaaren und Nistmaterial bereitstellen
  2. Bei Fruchtbarkeitsproblemen die Federn rund um die Kloake kürzen
  3. Beide Eltern die zwei Eier ungestört bebrüten lassen
  4. Die Eier nach etwa einer Woche durchleuchten, um die Entwicklung zu prüfen
  5. Den Nistkasten während der 17 bis 19 Tage Brutzeit trocken und ruhig halten
  6. Den Eltern erlauben, Kropfmilch und Getreide zu füttern, bis die Jungen flügge sind

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zur Trompetertaube betreffen Größe, Stimme, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung und Bezugsquellen.

Wie groß wird eine Trompetertaube?

Sie ist eine mittelgroße Taube, vom Körperbau her einer gewöhnlichen Haustaube ähnlich, wirkt aber durch die dichte Fuß- und Kopfbefiederung voller und niedriger. Die meisten Vögel wiegen je nach Schlag etwa 300 bis 450 g.

Woher kommt der Name Trompetertaube?

Der Name geht auf die Stimme zurück. Statt eines kurzen, sich wiederholenden Gurrens erzeugt die Rasse einen langen, rollenden Ton, der an einen gedämpften Trommelwirbel oder eine Trompete erinnert und mehrere Sekunden anhalten kann. Dieser Ruf ist das entscheidende Merkmal der Rasse.

Ist die Trompetertaube pflegeaufwendig?

Die Pflege ist unkompliziert, mit Ausnahme der befiederten Füße, die trockene Unterbringung und regelmäßige Kontrolle brauchen, damit sie nicht verfilzen oder Hautprobleme entstehen. Wer für saubere, trockene Einstreu sorgt, findet die Rasse anspruchslos.

Wie alt wird eine Trompetertaube?

Bei guter Pflege wird eine Trompetertaube meist 8 bis 12 Jahre alt. Saubere Haltung, ausgewogene Ernährung und Parasitenkontrolle helfen, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.

Eignet sich die Trompetertaube für Einsteiger?

Ja, sofern trockene, saubere Unterbringung gewährleistet werden kann. Die Rasse ist ruhig, gutmütig und lässt sich gut anfassen, was die Haltung erleichtert, auch wenn ihr ständiger Ruf nicht jedem zusagt.

Können Trompetertauben frei fliegen wie Reisetauben?

Nein. Die dichte Fußbefiederung schränkt die Flugfähigkeit ein, weshalb die Rasse als Schlag- oder Volierenvogel gehalten wird und nicht als freifliegender Vogel oder Rennteilnehmer. Die Unterbringung muss raubtiersicher sein, weil die Tiere Gefahren kaum entkommen können.

Wo bekomme ich Trompetertauben her?

Sie sind bei Züchtern von Zier- und Ausstellungstauben sowie über Taubenzuchtvereine erhältlich. Da mehrere eigenständige Trompetertauben-Schläge bestehen, sollten Käufer vorab klären, welchen Schlag sie tatsächlich erwerben.