Tippler
Der Tippler ist eine Ausdauerflugrasse, gezüchtet, um viele Stunden in der Luft zu bleiben, geschätzt von Liebhabern des Langstreckenwettflugs.
- Size
- Klein
- Lifespan
- 10–15 years
- Origin
- England
- Temperament
- Arbeitsam
- Standard colors
- Schwarz, Weiß und Blau and 5 more
Characteristics
Tippler colors and patterns
What each club's breed standard says about every Tippler color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Tippler in Schwarz, Weiß, Blau, Braunfalbe, Bronzefarben, Rot, Kupfer und Gelb. Standard patterns: Einfarbig, Grizzle, Weißgetupft, Mit Binden und Schecke.
| Color or pattern | NPA |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking; Self colored; Mottle; Chuck”) |
| Weiß | Standardgemäß (“Chuck; Mottle; Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Blau | Standardgemäß (“Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Braunfalbe | Standardgemäß (“Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Bronzefarben | Standardgemäß (“Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Rot | Standardgemäß (“Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Kupfer | Standardgemäß (“Self colored; Mottle; Chuck; Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Gelb | Standardgemäß (“Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Patterns | |
| Einfarbig | Standardgemäß (“Self colored; Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Grizzle | Standardgemäß (“Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Weißgetupft | Standardgemäß (“Mottle; Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Mit Binden | Standardgemäß (“Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Schecke | Standardgemäß (“Chuck; Tipplers are permitted to be any color, pattern or marking”) |
| Color or pattern | NPA |
|---|---|
| Perlweiß | Standardgemäß (“pearl white; Pearl or gravel”) |
| Orange | Standardgemäß (“Pearl or gravel”) |
| Dunkelbraun | Disqualifizierend (“a bull eye; Bull eyes”) |
| Gelb | Disqualifizierend (“Yellow eyes”) |
| Color or pattern | NPA |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“A solid black beak”) |
| Weiß | Disqualifizierend (“Any bird with a white beak”) |
| Color or pattern | NPA |
|---|---|
| Rot | Standardgemäß (“Should be bright red”) |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Color changes
How a Tippler's colors can change over its life.
Rotchanges toBlau
Gefieder · Mit dem Alter
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Der Tippler im Überblick
Der Tippler ist eine kleine englische Rassetaube, die auf Ausdauerflüge gezüchtet wird und in Wettbewerben allein nach der Gesamtflugzeit bewertet wird.
Der Tippler ist eine Taubenrasse aus England, gezüchtet für einen einzigen Zweck: möglichst lange am Stück zu fliegen. Die Vögel werden am Morgen aufgelassen und bis zur Landung gestoppt, wobei der Wettbewerb nicht über die Distanz, sondern über die Flugstunden entschieden wird. Ein gut konditionierter Tippler bleibt oft über zwölf Stunden in der Luft, und außergewöhnliche Exemplare haben es an einem einzigen Tag auf beinahe zwanzig Stunden gebracht.
Im Unterschied zur Brieftaube, die auf Geschwindigkeit über eine festgelegte Strecke gezüchtet wird, zählt beim Tippler die Ausdauer und die Bereitschaft, immer wieder um den eigenen Schlag zu kreisen. Die Rasse ist klein und leicht gebaut, der kompakte Körper eignet sich für langes Fliegen. Das Gefieder zeigt viele Farben, das Aussehen tritt jedoch hinter die Flugleistung zurück, denn genau diese wählen Züchter vor allem anderen aus.
Halter beschreiben die Rasse als fleißig, konzentriert und sportlich. Tippler werden in eigenen Schlägen gehalten und mit Bedacht trainiert, denn sowohl die Kondition als auch die Routine, mit der man sie am Ende eines Flugs zurückholt, sind für diesen Taubensport entscheidend.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | England |
| Größe | Klein |
| Lebenserwartung | 10-15 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Ausdauerflugtaube (Leistungstaube) |
| Geeignet für | Erfahrene Züchter, schlagbasierte Flugteams |
Für wen der Tippler geeignet ist
Der Tippler passt zu Haltern, die ein aktives Flughobby suchen und keine reine Schau- oder Ziertaube wollen. Die Rasse verlangt regelmäßiges Training, einen eingespielten Schlagalltag sowie Aufmerksamkeit für Kondition und Futter. Wer gerne Flugzeiten stoppt, ein kleines Team konditioniert und sich langfristig um verlässliches Herunterkommen der Vögel kümmert, bekommt vom Tippler am meisten zurück. Für alle, die eine Taube hauptsächlich zur Schau oder ohne regelmäßiges Fliegen halten möchten, ist die Rasse weniger geeignet.
Geschichte und Herkunft
Der Tippler entstand in England, vor allem in den Midlands und den nordenglischen Industriestädten, als Ausdauertaube, die nach Flugzeit und nicht nach Renngeschwindigkeit bewertet wird.
Der Tippler geht auf das 19. Jahrhundert in England zurück, wobei die Rasse besonders eng mit den Midlands und den Industriestädten des Nordens verbunden ist, darunter die Gegend um Macclesfield. Sie stammt von Arbeitstaubenlinien ab, die Züchter hielten, denen langes Fliegen wichtiger war als Geschwindigkeit oder Heimfindevermögen über große Distanzen.
Der Sport, der die Rasse geprägt hat, ist der Ausdauerflug. Ein kleines Team, häufig drei Tiere, wird früh am Tag aufgelassen und danach ohne Unterbrechung gestoppt, bis die Vögel landen. Da die Ergebnisse von der Gesamtstundenzahl in der Luft abhängen, wählte man Vögel aus, die den ganzen Tag ruhig in Schlagnähe kreisten, statt geradewegs davonzufliegen.
Über Generationen kreuzten und verfeinerten Züchter ihre Zuchtlinien konsequent auf dieses eine Ziel hin. Aus den Vögeln mit der längsten Flugzeit wurde weitergezüchtet, wodurch die heute bekannte, leichte, kompakte und auf Ausdauer ausgerichtete Taube entstand. Trainingsmethoden, Fütterungspläne und der Einsatz einer abgerichteten Lockvogeltaube oder eines festen Signals zum Herunterholen des Teams entwickelten sich parallel zur Rasse selbst.
Der Tippler verbreitete sich über Großbritannien hinaus zu Züchtern in anderen Ländern, wo Ausdauerflugvereine ähnliche Regeln für zeitgestoppte Flüge übernahmen. Bis heute bleibt die Rasse ein reiner Leistungstyp, dessen Wert sich vor allem daran bemisst, wie lange seine Vögel in der Luft bleiben.
Aussehen
Der Tippler ist eine kleine, leichte und kompakt gebaute Taube für lange Flüge, mit glattem Körperbau, unbefiederten Läufen und Gefieder in vielen Farben und Zeichnungen.
Der Tippler ist eine kleine Taube mit schlankem, ausgewogenem Körperbau. Der Rumpf ist kompakt, die Flügel sind gut proportioniert für lange Flugzeiten, wodurch der Vogel leicht und sportlich wirkt statt schwer oder rein zur Schau gezüchtet. Der Kopf ist fein geschnitten, die Augen wach, und die Läufe sind glatt, ohne Befiederung. Da die Rasse nach Flugleistung beurteilt wird, gibt es beim Aussehen mehr Spielraum als bei reinen Schautauben, die Form folgt hier der Funktion.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Größe | Klein, Körperlänge etwa 24-28 cm |
| Gewicht | Leicht, etwa 250-350 g |
| Gefieder | Glatt, eng anliegend; unbefiederte Läufe |
| Farben | Zahlreich, darunter Blau gehämmert, Schwarz, Rot, Grau, Gescheckt und einfarbige Schläge |
| Augen | Wach und aufmerksam; Farbe variiert je nach Gefieder |
Gefieder und Farben
Das Gefieder des Tipplers liegt kurz und eng am Körper, was den langen Flug begünstigt. Die Rasse zeigt ein breites Spektrum an Farben und Zeichnungen, weil Züchter auf Flugvermögen selektieren und nicht auf eine feste Standardfarbe. Häufig sind blau gehämmerte, schwarze, rote und graue Vögel sowie gescheckte oder einfarbige Tiere. Für Flieger zählt der Zustand des Gefieders mehr als die Farbe, denn abgenütztes oder in der Mauser befindliches Gefieder verkürzt die Zeit in der Luft.
Wesen und Charakter
Der Tippler ist aktiv, konzentriert und fleißig, bindet sich stark an seinen Schlag und reagiert gut auf feste Routinen, mit dem Antrieb und der Ausdauer, die der Flugsport verlangt.
Der Tippler ist energiegeladen und stark auf seinen Schlag ausgerichtet. Die Eigenschaften, die diese Rasse ausmachen, fleißig, konzentriert, sportlich und aktiv, zeigen sich in der Bereitschaft, stundenlang zu fliegen und dabei verlässlich zurückzukehren. Die Vögel gewöhnen sich an eine feste Bezugsperson und einen gleichbleibenden Ablauf, und ein gut geführtes Team wird rund um den Schlag ruhig und berechenbar.
Im Umgang mit Menschen sind Tippler an Handling für Training und Kondition gewöhnt, sie sind jedoch keine Schmusetiere. Am besten funktionieren sie mit Haltern, die einen gleichbleibenden Tagesablauf einhalten. Untereinander sind sie gesellig, solange sie zum eigenen Team und Schlag gehören, denn das gemeinsame Fliegen ist Teil des Sports. Fremde und Störungen im Tagesablauf können die Tiere aus der Ruhe bringen, weshalb eine ruhige, stabile Umgebung sowohl dem Wesen als auch der Leistung zugutekommt.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung (zum Halter) | 2 |
| Energie | 5 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Ruffreudigkeit | 2 |
| Mauser (Federwechsel) | 3 |
Pflege und Haltung
Bei der Pflege des Tipplers stehen ein sauberer, trockener Schlag, regelmäßiges Fliegen und ein fester Tagesablauf im Mittelpunkt, denn die Rasse wird vor allem für den Ausdauerflug gehalten.
Gefiederpflege
- Regelmäßig Badewasser anbieten, damit die Vögel ihr Gefieder sauber und flugtauglich halten können
- Die Gefiederqualität häufig prüfen, denn abgenützte oder beschädigte Schwungfedern verkürzen die Flugzeit
- Krallen und Schnabel im normalen Zustand halten und beim routinemäßigen Handling kontrollieren
- Die Mauser beobachten und die Flugerwartungen anpassen, solange die Vögel Federn wechseln
Bewegung
- Das Team regelmäßig fliegen lassen, um Ausdauer aufzubauen und zu erhalten
- Konsequent auf den Heimatschlag und auf ein verlässliches Herunterhol-Signal oder eine Lockvogeltaube trainieren
- Die Flugzeit schrittweise steigern, statt untrainierte Vögel gleich auf lange Flüge zu schicken
- Bei extremer Hitze, Nebel oder unübersichtlichen Bedingungen nicht fliegen lassen
Umgebung
Der Tippler braucht einen trockenen, zugfreien Schlag mit guter Belüftung, sicheren Sitzstangen und Schutz vor Raubtieren und Nagern. In den kalten Wintern des Alpenraums sollte der Schlag zusätzlich gut isoliert und vor Schnee und Frost geschützt sein. Schläge müssen sauber gehalten werden, um Krankheiten vorzubeugen, mit einem eigenen Bereich für die Kondition. Ein ruhiger, fester Standort unterstützt die Routine, auf der der Ausdauerflug beruht.
Ernährung und Fütterung
Tippler erhalten eine kontrollierte Körnerration, die auf Training und Flugbelastung abgestimmt ist, dazu Grit und frisches Wasser, denn die Fütterung wirkt sich direkt auf die Flugzeit aus.
Die Fütterung des Tipplers hängt eng mit der Flugleistung zusammen. Flieger verwenden eine ausgewogene Taubenkörnermischung und passen Art und Menge an Training und Wettbewerb an. Vor einem langen Flug ist eine leichtere, magerere Fütterung üblich, um die Vögel im Fluggewicht zu halten, während eine reichlichere Ration die Erholung und die Mauser unterstützt. Unlöslicher Grit und Mineralstoffe müssen jederzeit verfügbar sein, damit die Verdauung funktioniert, und sauberes, frisches Wasser ist unerlässlich, besonders nach einem langen Flug.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Nestling (wird von den Eltern gefüttert) | Kropfmilch, danach aufgeweichtes Getreide durch die Eltern | Elternfütterung |
| Jungvogel (im Training) | Etwa 25-35 g Körnermischung | 1-2 |
| Adult (Flugkondition) | Etwa 20-30 g, an den Flugbetrieb angepasst | 1-2 |
| Adult (Ruhephase oder Mauser) | Etwa 30-40 g reichhaltigere Mischung | 1-2 |
Leckerlis und Nahrungsergänzung
Kleine Mengen kleiner Sämereien eignen sich als Trainingsbelohnung, sparsam dosiert, damit die Ration nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Taubengrit, eine Kalziumquelle wie zerkleinerte Austernschalen sowie ein Vitamin- oder Elektrolytpräparat nach langen Flügen helfen, die Kondition zu erhalten. Jede Futterumstellung sollte schrittweise erfolgen.
Gesundheit und Lebenserwartung
Tippler sind robuste Tauben mit einer Lebenserwartung von meist 10 bis 15 Jahren, doch Flugtiere brauchen Schutz vor verbreiteten Taubenkrankheiten und genaue Beobachtung ihrer Kondition.
Der Tippler ist eine robuste Arbeitsrasse und bei sauberer Haltung im Allgemeinen widerstandsfähig. Die typische Lebenserwartung liegt bei 10 bis 15 Jahren. Da die Vögel stundenlang fliegen, wirken sich Kondition, Flüssigkeitshaushalt und Krankheitsfreiheit unmittelbar auf Gesundheit und Leistung aus. Schlaghygiene und Parasitenkontrolle sind dabei die wichtigsten Maßnahmen im Alltag.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Kanker (Trichomoniasis) | Gelbliche Wucherungen im Rachen, Schluckbeschwerden | Bei Tauben verbreitet; bei früher Erkennung behandelbar |
| Kokzidiose | Weicher Kot, Gewichtsverlust, Mattigkeit | Hängt mit der Schlaghygiene zusammen; tierärztliche Behandlung nötig |
| Würmer | Schlechte Kondition, Gewichtsverlust | Regelmäßiges Entwurmen empfohlen |
| Atemwegsinfektion | Nasenausfluss, erschwerte Atmung, Niesen | Verkürzt die Flugzeit; betroffene Vögel absondern |
| Äußere Parasiten | Gefiederschäden, Unruhe, Milben oder Federlinge | Mit regelmäßigen Kontrollen und Behandlung in Schach halten |
Vorbeugende Maßnahmen
- Den Schlag sauber, trocken und gut belüftet halten
- Einen festen Plan für Entwurmung und Parasitenkontrolle einhalten
- Neue oder zurückkehrende Vögel in Quarantäne halten, bevor sie zum Team stoßen
- Jederzeit frisches Wasser, Grit und Mineralstoffe bereitstellen
- Gewicht und Kot als frühe Anzeichen von Krankheit im Auge behalten
Training und Abrichtung
Tippler lassen sich für den Ausdauerflug gut trainieren; sie lernen, stundenlang um den Heimatschlag zu kreisen und auf Signal zuverlässig herunterzukommen.
Der Tippler ist auf Trainierbarkeit gezüchtet und reagiert gut auf einen gleichbleibenden Ablauf. Das Training besteht aus zwei Teilen: dem Aufbau der Ausdauer für lange Flugzeiten und dem verlässlichen Herunterkommen des Teams auf Signal. Beide Bereiche werden schrittweise entwickelt, beginnend mit Jungvögeln, die den Schlag und kurze Flüge kennenlernen, danach wird die Flugzeit über Wochen hinweg ausgedehnt. Geduld und Beständigkeit zählen mehr als Druck, und Vögel dürfen niemals über ihre Kondition hinaus gefordert werden.
Grundlagen
- Jungvögel an den Schlag gewöhnen, damit sie ihr Zuhause kennen, bevor sie frei fliegen
- Mit kurzen, beaufsichtigten Flügen in Schlagnähe beginnen
- Die Flugzeit langsam ausdehnen, während die Kondition wächst
- Eine klare Herunterhol-Routine mit Lockvogeltaube, Futter oder Signal trainieren
- Die Rückkehr zum Schlag belohnen, damit das Herunterrufen verlässlich bleibt
- Einen festen Tagesplan für Fütterung und Flug einhalten
Lebensraum und Unterbringung
Tippler leben in einem sauberen, trockenen, raubtiersicheren Schlag mit guter Belüftung, sicheren Sitzstangen und Platz für ein kleines Flugteam an einem ruhigen Standort.
Der Tippler lebt in einem Taubenschlag und nicht als frei umherstreifendes Tier oder Käfigvogel. Ein guter Schlag ist trocken, zugfrei und gut belüftet, bietet genug Platz für das Team, einzelne Sitzstangen oder Nistkästen sowie leichten Zugang für die tägliche Reinigung. Der Schlag sollte gegen Raubtiere und Nager gesichert und an einem ruhigen Ort aufgestellt sein, damit sich die Vögel einleben und ihr Zuhause kennenlernen können, was vor dem freien Fliegen unbedingt nötig ist.
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Schlagtyp | Trockener, belüfteter Holz- oder Plattenschlag mit sicherem Zugang |
| Platz pro Vogel | Großzügiger Sitz- und Bodenplatz; Überbelegung vermeiden |
| Belüftung | Guter Luftaustausch ohne Zug in Sitzhöhe |
| Sitzplätze | Einzelne Sitzstangen oder Nistkästen pro Vogel |
| Sicherheit | Raubtier- und nagersicher, mit sicherem Landebrett |
| Klima | Geschützt vor extremer Hitze, Kälte und Nässe, wichtig in Regionen mit strengen Alpenwintern |
Checkliste zur Einrichtung
- Trockener, belüfteter Schlag an einem ruhigen, festen Standort
- Einzelne Sitzstangen oder Nistkästen für jeden Vogel
- Raubtiersichere Bauweise und ein gesichertes Landebrett
- Frisches Wasser, Grit und Futterstellen
- Bademöglichkeit für die Gefiederpflege
- Leichter Zugang für die tägliche Reinigung und Kontrolle
Zucht und Brut
Tippler brüten paarweise im Schlag, beide Elternteile bebrüten die Eier etwa 17 bis 19 Tage und füttern die Jungen, viele Flieger wählen ihre Zuchttiere aus den besten Ausdauerfliegern aus.
Tippler erreichen die Zuchtreife im ersten Lebensjahr. Die Vögel verpaaren sich im Schlag, und eine Henne legt gewöhnlich zwei Eier pro Gelege in einen Nistkasten. Beide Elternteile teilen sich die Brut und füttern die Jungen später zunächst mit Kropfmilch, bevor sie auf aufgeweichtes Getreide umsteigen. Flieger züchten meist aus Vögeln mit nachgewiesener Ausdauer, denn das Flugvermögen ist die Eigenschaft, auf die diese Rasse hin ausgewählt wird. Jungvögel werden an den Schlag gewöhnt und schrittweise trainiert, sobald sie fliegen.
| Parameter | Detail |
|---|---|
| Eier pro Gelege | Meist 2 |
| Brutdauer | Etwa 17-19 Tage |
| Bebrütet von | Beide Elternteile (natürliche Brut) |
| Wenden | Erfolgt natürlich durch die Elterntiere |
| Flügge werden | Nestlinge verlassen das Nest mit etwa 4-6 Wochen |
Schritte zur Aufzucht
- Ausgewählte Zuchtvögel verpaaren und einen sauberen Nistkasten bereitstellen
- Die Henne legen lassen, meist zwei Eier pro Gelege
- Beide Elternteile etwa 17 bis 19 Tage natürlich brüten lassen
- Den Schlag während Brut und Aufzucht ruhig und stabil halten
- Die Eltern die Jungen mit Kropfmilch und Getreide füttern lassen
- Jungvögel an den Schlag gewöhnen und trainieren, sobald sie fliegen
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Tippler betreffen Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung und wo man Vögel bekommt.
Wie groß wird ein Tippler?
Der Tippler ist eine kleine, leichte Taube, meist etwa 24 bis 28 cm lang und 250 bis 350 g schwer, mit einem kompakten Körperbau für lange Flüge.
Wie ist das Wesen des Tipplers?
Er ist energiegeladen, konzentriert und fleißig, stark an seinen Schlag gebunden und reagiert gut auf feste Routinen. Er ist ein Arbeitsflieger und kein Schmusetier.
Ist der Tippler schwierig zu halten?
Die Grundhaltung ist unkompliziert, doch um das Beste aus der Rasse herauszuholen, braucht es regelmäßiges Fliegen, Kondition und eine verlässliche Herunterhol-Routine. Damit passt er zu Haltern, die aktives Fliegen als Hobby betreiben.
Wie alt wird ein Tippler?
Bei guter Schlagführung und Pflege werden Tippler meist 10 bis 15 Jahre alt.
Wofür wird der Tippler eingesetzt?
Er ist eine Ausdauerflugrasse, die stundenlang fliegt und im Wettbewerb allein nach der Gesamtflugzeit beurteilt wird, nicht nach Geschwindigkeit oder Aussehen.
Ist der Tippler für Einsteiger geeignet?
Einsteiger können Tippler mit entsprechender Anleitung erfolgreich halten, doch die Ausdauerflugseite belohnt Erfahrung. Neue Halter profitieren vom Anschluss an einen Flugverein und von bereits eingewöhnten, trainierten Tieren.
Wo bekommt man Tippler?
Vögel stammen meist von etablierten Fliegern und Ausdauerflugvereinen, wo Züchter zu Linien mit nachgewiesener Langflugleistung beraten können.