United Pet Club
Taube

Giant Homer

Der Giant Homer ist eine große amerikanische Nutzrasse, aus Brieftauben auf Größe und Substanz gezüchtet, bekannt für ihr ruhiges, kräftiges Wesen.

Size
Groß
Lifespan
8–12 years
Origin
Vereinigte Staaten
Temperament
Ruhig
Standard colors
Schwarz, Weiß und Blau and 16 more
Key Traits
RuhigFügsamSelbstsicherSanft

Characteristics

Energy Level2
Trainability2
Good With Kids3
Good With Pets2
Grooming Needs4

Giant Homer colors and patterns

What each club's breed standard says about every Giant Homer color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Giant Homer in Schwarz, Weiß, Blau, Lavendel, Silber, Braun, Braunfalbe, Khakifarben, Bronzefarben, Rot, Rotfahl, Rotfahl mit Binden, Gelb, Creme, Indigo, Dominant Opal, Aufgehellt, Reduziert und Ocker. Standard patterns: Einfarbig, Grizzle, Weißgetupft, Splash, Gehämmert, Dunkelgehämmert, Mit Binden, Hohlig, Ausbreitungsfaktor, Schecke und Mandelfarbig.

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPABDRG
SchwarzStandardgemäß (“SOLIDS; BLUE BAR; BLUE & BLACK CHECKS; ALMOND; PIED/SPLASH”)Standardgemäß (“Schwarz; Schwarz-gescheckt; Schwarz-getigert; Kite; Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blau-gehämmert; Blau-dunkelgehämmert; Dunkel; Andalusierfarbig”)
WeißStandardgemäß (“WHITE; CLASSIC GRIZZLE; TIGER GRIZZLE; ALMOND; PIED/SPLASH”)Standardgemäß (“Weiß; Blau-gescheckt mit Binden; Blau-gescheckt ohne Binden; Blau-gehämmert-gescheckt; Blau-dunkelgehämmert-gescheckt; Dunkel-gescheckt”)
BlauStandardgemäß (“BLUE BAR; BLUE & BLACK CHECKS; CLASSIC GRIZZLE; TIGER GRIZZLE; PIED/SPLASH”)Standardgemäß (“Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blau-gehämmert; Blau-dunkelgehämmert; Dunkel; Hellandalusierfarbig; Andalusierfarbig; Blau-gescheckt mit Binden”)
LavendelNo rulingStandardgemäß (“Aschfahl; Aschfahl-gescheckt”)
SilberStandardgemäß (“DILUTE”)Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden; Blaufahl ohne Binden; Blaufahl-gehämmert; Blaufahl-dunkelgehämmert; Gelercht; Blaufahl-gescheckt mit Binden”)
BraunStandardgemäß (“BROWN BARS & CHECKS; SOLIDS”)Standardgemäß (“Braunfahl mit Binden; Braunfahl-gehämmert; Braunfahl-dunkelgehämmert; Braun; Braunfahl-gescheckt mit Binden; Braunfahl-gehämmert-gescheckt”)
BraunfalbeStandardgemäß (“DILUTE”)Standardgemäß (“Dun; Dun-gescheckt; Golddun; Blaufahl mit Binden; Blaufahl ohne Binden; Blaufahl-gehämmert; Blaufahl-dunkelgehämmert; Indigofahl mit Binden”)
KhakifarbenStandardgemäß (“DILUTE”)No ruling
BronzefarbenNo rulingStandardgemäß (“Kite; Golddun”)
RotStandardgemäß (“RECESSIVE RED OR YELLOW”)Standardgemäß (“Rot; Rot-gescheckt; Rot-getigert; Agate Rot; DeRoy”)
RotfahlStandardgemäß (“ASH RED BARS & CHECKS; SOLIDS”)Standardgemäß (“Dominant Rot; Rotfahl mit Binden; Rotfahl-gehämmert; Rotfahl-dunkelgehämmert; Dominant Rot-gescheckt; Rotfahl-gescheckt mit Binden”)
Rotfahl mit BindenNo rulingStandardgemäß (“Mehllicht mit Binden; Mehllicht ohne Binden; Mehllicht-gescheckt mit Binden; Mehllicht-gescheckt ohne Binden”)
GelbStandardgemäß (“ALMOND; DILUTE; RECESSIVE RED OR YELLOW”)Standardgemäß (“Gelb; Dominant Gelb; Gelb-gescheckt; Dominant Gelb-gescheckt; Gelb-getigert; Agate Gelb; Dominant Gelb-getigert; Vielfarbig; Gelbfahl mit Binden”)
CremeStandardgemäß (“DILUTE”)Standardgemäß (“Gelbfahl mit Binden; Gelbfahl-gehämmert; Gelbfahl-dunkelgehämmert; Aschgelb (creme); Gelbfahl-gescheckt mit Binden; Gelbfahl-gehämmert-gescheckt”)
IndigoStandardgemäß (“INDIGO BARS & CHECKS”)Standardgemäß (“Indigo mit Binden; Indigo ohne Binden; Indigo-gehämmert; Indigo-dunkelgehämmert; Indigo-dunkel; Indigofahl mit Binden; Indigofahl-gehämmert”)
Dominant OpalStandardgemäß (“DOMINANT OPAL”)No ruling
AufgehelltStandardgemäß (“FADED”)No ruling
ReduziertStandardgemäß (“REDUCED”)No ruling
OckerNo rulingStandardgemäß (“Gelercht; Gelercht-gescheckt”)
Rezessiv OpalAlternativ (“RARE”)No ruling
MilkyAlternativ (“RARE”)No ruling
EisfarbigAlternativ (“RARE”)No ruling
Patterns
EinfarbigStandardgemäß (“RECESSIVE RED OR YELLOW; WHITE”)Standardgemäß (“Schwarz; Dun; Braun; Rot; Gelb; Weiß”)
GrizzleStandardgemäß (“CLASSIC GRIZZLE”)Standardgemäß (“Blau-schimmel mit Binden; Blaufahl-schimmel mit Binden; Rotfahl-schimmel mit Binden; Gelbfahl-schimmel mit Binden”)
WeißgetupftStandardgemäß (“TIGER GRIZZLE”)Standardgemäß (“Schwarz-getigert; Blau-getigert mit Binden; Rot-getigert; Agate Rot; Gelb-getigert; Agate Gelb; Dunkel-getigert; Dominant Rot-getigert”)
SplashStandardgemäß (“PIED/SPLASH”)No ruling
GehämmertStandardgemäß (“BLUE & BLACK CHECKS; ASH RED BARS & CHECKS; BROWN BARS & CHECKS; INDIGO BARS & CHECKS”)Standardgemäß (“Blau-gehämmert; Blaufahl-gehämmert; Braunfahl-gehämmert; Rotfahl-gehämmert; Gelbfahl-gehämmert; Indigo-gehämmert; Indigofahl-gehämmert; Gelercht”)
DunkelgehämmertStandardgemäß (“BLUE & BLACK CHECKS; ASH RED BARS & CHECKS; INDIGO BARS & CHECKS”)Standardgemäß (“Blau-dunkelgehämmert; Dunkel; Blaufahl-dunkelgehämmert; Braunfahl-dunkelgehämmert; Rotfahl-dunkelgehämmert; Gelbfahl-dunkelgehämmert”)
Mit BindenStandardgemäß (“BLUE BAR; ASH RED BARS & CHECKS; BROWN BARS & CHECKS; INDIGO BARS & CHECKS”)Standardgemäß (“Blau mit Binden; Blaufahl mit Binden; Braunfahl mit Binden; Rotfahl mit Binden; Gelbfahl mit Binden; Indigo mit Binden; Indigofahl mit Binden”)
HohligAlternativ (“RARE”)Standardgemäß (“Blau ohne Binden; Blaufahl ohne Binden; Indigo ohne Binden; Mehllicht ohne Binden; Blau-gescheckt ohne Binden; Blaufahl-gescheckt ohne Binden”)
AusbreitungsfaktorStandardgemäß (“SOLIDS”)Standardgemäß (“Dominant Rot; Dominant Gelb; Aschfahl; Aschgelb (creme); Hellandalusierfarbig; Andalusierfarbig; Dominant Rot-gescheckt; Dominant Gelb-gescheckt”)
ScheckeStandardgemäß (“PIED/SPLASH”)Standardgemäß (“Blau-gescheckt mit Binden; Blau-gescheckt ohne Binden; Blaufahl-gescheckt mit Binden; Blaufahl-gescheckt ohne Binden; Braunfahl-gescheckt mit Binden”)
MandelfarbigStandardgemäß (“ALMOND”)Standardgemäß (“Vielfarbig; Silber-sprenkel; DeRoy”)
SchildigAlternativ (“RARE”)No ruling
Augen: rulings by club
Color or patternNPA
SchwarzStandardgemäß (“A bull or solid eye is admissible in whites and white splashes.”)
PerlweißStandardgemäß (“False pearl eyes are inherent to brown pigeons and are permissible”)
DunkelbraunStandardgemäß (“A bull or solid eye is admissible in whites and white splashes.”)
RotStandardgemäß (“Ruby red or orange in color with ruby red preferred.”)
OrangeStandardgemäß (“Ruby red or orange in color with ruby red preferred.”)
Patterns
Verschiedenfarbige AugenFehler (“Gravel, pale or cracked eyes a serious fault.”)
Schnabel: rulings by club
Color or patternNPA
SchwarzStandardgemäß (“dark in colored birds, to amber in red checks”)
HornfarbenStandardgemäß (“dark in colored birds, to amber in red checks”)
RosaStandardgemäß (“flesh color preferred in whites and permissible in white splashes”)
Beine und Füße: rulings by club
Color or pattern
Rot

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.
Alternativ
Registrable with the club but not described by its breed standard, such as an AKC alternate color.
Fehler
Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.

Color changes

How a Giant Homer's colors can change over its life.

  • Mandelfarbigchanges toSchwarz

    Gefieder · Fortschreitend

  • Rotchanges toBlau

    Gefieder · Mit dem Alter

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Über die Giant Homer

Die Giant Homer ist eine große amerikanische Nutztaube, die aus Brieftauben auf Größe und Substanz gezüchtet wurde und für ihr ruhiges, gutmütiges Wesen geschätzt wird.

Die Giant Homer ist eine große Haustaube, die in den Vereinigten Staaten aus Renn- und Brieftaubenlinien entstanden ist. Im Unterschied zu ihren brieftauglichen Vorfahren hat man sie nicht auf Flugleistung, sondern auf Körpermasse selektiert, weshalb sie heute vor allem als Nutz- und Schautaube gehalten wird. Ausgewachsene Tiere sind schwer, breit in der Brust und von ruhigem Wesen.

Innerhalb der Haustauben zählt die Rasse zu den Nutztauben, bei denen Gewicht, rasches Wachstum und ein ausgeglichenes Wesen mehr zählen als Fluggeschwindigkeit. Giant Homer sind deutlich größer als die klassische Brieftaube, von der sie abstammen, und die Züchter haben laufend auf noch mehr Größe und einen tiefen, gut gefüllten Rumpf hin selektiert. Trotz der zunehmenden Körperfülle ist den Tieren das gelassene, gut führbare Wesen der Brieftaubenlinien erhalten geblieben.

Giant Homer kommen mit der Haltung im Schlag gut zurecht und lassen sich ohne Panik anfassen und untersuchen. Als Flieger sind sie im Vergleich zu Brieftauben wenig ausdauernd, weshalb man sie in der Regel im Schlag hält, statt sie sportlich zu fliegen.

Giant Homer auf einen Blick
MerkmalDetail
HerkunftVereinigte Staaten
GrößeGroß
Lebenserwartung8-12 Jahre
Gruppe / RolleNutztaube (auch für Ausstellungen)
Verträgt sich mitSchlaggenossen und vertrauten Betreuern

Wer sich die Rasse zulegen sollte

Die Giant Homer passt zu Haltern, die eine schwere, ruhige Taube für den Nutzschlag oder für Ausstellungen suchen. Wegen ihres ausgeglichenen Wesens kommen auch Einsteiger in der Taubenzucht gut mit ihr zurecht, sofern ein sicherer Schlag, tägliche Fütterung und eine regelmäßige Reinigung gewährleistet sind. Für Halter, die eine Taube zum Wettflug oder für weite Freiflüge wollen, ist sie hingegen wenig geeignet.

Geschichte und Herkunft

Die Giant Homer wurde im 20. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten aus Brieftauben gezüchtet, wobei man auf Größe und Körpersubstanz statt auf Flugleistung selektierte.

Die Wurzeln der Giant Homer liegen bei den Renn- und Brieftauben, die man gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Europa und Nordamerika in großer Zahl gehalten hat. Diese Brieftauben wurden auf Orientierungsvermögen und Ausdauer gezüchtet und bildeten die Ausgangsbasis für zahlreiche spätere Nutzrassen.

In den Vereinigten Staaten begannen Züchter, Brieftaubenlinien nicht mehr auf Flugvermögen, sondern auf Größe hin auszulesen. Ziel war ein größerer, schwererer Vogel mit tiefem Rumpf und gutem Wachstum, der sich als Nutztaube eignete. Durch die wiederholte Auswahl der größten und am besten gebauten Tiere entstand mit der Zeit ein eigener, großrahmiger Typ, der als Giant Homer bekannt wurde.

Amerikanische Taubenzuchtvereine und Nutzverbände förderten die Rasse und legten Zuchtziele fest, die Gewicht, Körperbreite und ein ruhiges Wesen bevorzugten. Die Standards beschrieben einen kräftigen Vogel auf breitem Rahmen und grenzten ihn damit deutlich von der leichteren Brieftaube ab.

Die Giant Homer gilt in den Vereinigten Staaten nach wie vor als anerkannte Nutzrasse und wird ebenso von Schauzüchtern gehalten. Da genaue Gründungsdaten und einzelne Züchterpersönlichkeiten nicht durchgehend dokumentiert sind, lässt sich die Rasse am ehesten als amerikanische Entwicklung des 20. Jahrhunderts aus Brieftaubenbeständen beschreiben.

Erscheinungsbild

Die Giant Homer ist eine große, schwere Taube mit breiter Brust, tiefem Rumpf und glattem Kopf, kräftiger gebaut als die Brieftaube, von der sie abstammt.

Der Körperbau der Giant Homer ist auf Größe ausgelegt. Sie hat eine breite, tiefe Brust, einen breiten Rücken und einen vollen, gut gerundeten Rumpf auf kräftigem Gerüst. Der Kopf ist glatt und im Verhältnis zum Körper proportioniert, mit mittellangem Schnabel und mäßig ausgeprägter Wachshaut. Insgesamt wirkt der Vogel eher schwer und gedrungen als schlank und sportlich.

Die Haltung ist eher waagrecht, der Körper wird gerade getragen und die Beine sind so gestellt, dass sie das Gewicht gut abstützen. Die Flügel liegen eng am Körper an, der Schwanz wird in einer Linie mit dem Rücken getragen. Insgesamt entsteht der Eindruck einer großen, ausgewogenen Nutztaube.

Rassestandard der Giant Homer im Überblick
MerkmalTypische Beschreibung
GrößeMittlerer Rahmen, Körperlänge etwa 30-35 cm
GewichtGroß, meist etwa 600-900 g
GefiederGlatt und eng anliegend, ohne Haube oder Krause
FarbenBlaubindig, blaugehämmert, silber, rot, aschfarben, weiß und weitere verbreitete Taubenfarben
AugenOrange bis rot, bei weißen Tieren dunkel

Gefieder und Farben

Das Gefieder liegt glatt und eng am Körper an, beim Standardtyp ohne Haube, Krause oder befiederte Füße. Giant Homer kommen in vielen der gängigen Taubenfarben und -zeichnungen vor, etwa blaubindig, blaugehämmert, silber, rot, aschfarben und weiß, dazu diverse Mischzeichnungen. Bei der Nutzzucht steht die Farbe gegenüber Größe und Körperbau eindeutig an zweiter Stelle.

Wesen

Die Giant Homer ist sanft, ruhig und gutmütig, verträgt Handling und Schlaghaltung gut und zählt damit zu den ausgeglichensten großen Taubenrassen.

Die Giant Homer ist für ihr ruhiges, ausgeglichenes Wesen bekannt. Der Rassestandard für Nutz- und Schautiere bevorzugt gelassene Vögel, und die meisten Tiere zeigen sich sanft und zutraulich gegenüber ihren Betreuern. Sie gewöhnen sich rasch an die Abläufe im Schlag und zeigen die Nervosität, die man bei manchen leichteren Rassen beobachtet, nur selten.

Beim Hochnehmen und Untersuchen wehren sich Giant Homer in der Regel kaum, was die tägliche Pflege und den Auftritt auf Schauen erleichtert. Untereinander sind sie meist friedlich, auch wenn Täuber ihren Nistkasten verteidigen und Zuchtpaare während der Brutsaison ihren eigenen Bereich beanspruchen. Es sind Schwarmtiere, die sich in Gesellschaft anderer Tauben deutlich wohler fühlen als einzeln gehalten.

Giant Homer sind weder kräftige noch besonders flugfreudige Tiere und bleiben deshalb meist in Schlagnähe. Ihre Gelassenheit und die Toleranz gegenüber dem Hantieren zählen zu den Hauptgründen, warum die Rasse geschätzt wird.

Wesensmerkmale der Giant Homer (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Zuneigung3
Energie2
Trainierbarkeit3
Lautstärke2
Federverlust3

Pflege und Gefiederpflege

Giant Homer brauchen einen sauberen, trockenen Schlag, frisches Futter und Wasser sowie regelmäßig Gelegenheit zum Baden; wegen des glatten Gefieders ist kaum spezielle Pflege nötig.

Gefiederpflege

  • Zwei- bis dreimal pro Woche ein flaches Bad anbieten, damit die Tiere ihr Gefieder selbst sauber halten können.
  • Füße und Krallen regelmäßig kontrollieren und zu lange Krallen vorsichtig kürzen.
  • Das glatte Gefieder auf Parasiten, gebrochene Federn oder Schuppenbildung kontrollieren, besonders während der Mauser.
  • Über das regelmäßige Baden und die Parasitenkontrolle hinaus ist kein Schneiden oder besonderer Gefiederaufwand nötig.

Bewegung

  • Täglich Bewegungsraum in einem geräumigen Schlag oder einer angeschlossenen Voliere ermöglichen.
  • Sitzstangen und Nistkästen in unterschiedlichen Höhen anbieten, um die Aktivität zu fördern.
  • Beaufsichtigter Flug im Schlag oder in der Voliere reicht aus, da die Rasse schwer und im Freiflug nicht sonderlich ausdauernd ist.
  • Auf lange Freiflüge sollte man sich nicht verlassen, da sie zum Körperbau der Rasse nicht passen.

Umgebung

Giant Homer brauchen einen sicheren, trockenen und gut belüfteten Schlag, der vor Regen, Zug und Raubtieren geschützt ist. Der Boden sollte trocken gehalten und Kot häufig entfernt werden, um Krankheiten vorzubeugen. Pro Vogel ist ausreichend Platz einzuplanen, damit es nicht zu Gedränge kommt, und Zuchtpaare brauchen eigene Nistkästen. Im Sommer soll der Schlag Schatten spenden, im Winter Schutz vor Kälte bieten.

Ernährung und Fütterung

Giant Homer kommen mit einer ausgewogenen Körnermischung, Grit, einer Kalziumquelle und sauberem Wasser am besten zurecht; während Zucht und Mauser brauchen sie zusätzliches Eiweiß.

Giant Homer erhalten eine Körnermischung, wie sie für Nutztauben üblich ist. Eine gute Mischung kombiniert Getreide wie Kukuruz, Weizen, Sorghum und Gerste mit Hülsenfrüchten wie Erbsen, Bohnen und Wicken, die für die nötige Eiweißzufuhr sorgen. Da die Rasse groß ist und rasch wächst, ist ausreichend Eiweiß während der Zucht und beim Federwachstum wichtig. Unlösliches Grit muss zur Verfügung stehen, damit der Muskelmagen die ganzen Körner zerkleinern kann, und eine Kalziumquelle wie zerstoßene Austernschalen unterstützt bei Zuchttauben die Bildung der Eischale.

Allgemeine Fütterungsrichtwerte
LebensphaseMenge pro TagFütterungen
Erwachsen, ErhaltungEtwa 30-40 g Körnermischung1-2
Zuchtpaar mit JungtierenErhöht, nach Bedarf2
Adulte Taube in der MauserLeicht erhöht, eiweißreicher1-2

Leckerlis und Nahrungsergänzung

Kleine Mengen unbedenklichen Grünfutters und Samen eignen sich gelegentlich als Leckerli, dürfen die ausgewogene Körnermischung aber nicht ersetzen. Grit und eine Kalziumquelle gehören das ganze Jahr über in den Schlag, und bei unsicherer Futterqualität sind Vitamin- oder Mineralstoffpräparate während Zucht und Mauser sinnvoll. Sauberes Trinkwasser muss jederzeit vorhanden sein.

Gesundheit und Lebenserwartung

Giant Homer sind im Allgemeinen robust und werden bei guter Pflege etwa 8 bis 12 Jahre alt, sind aber für die üblichen Taubenkrankheiten und Parasiten anfällig.

Die Giant Homer ist eine robuste Nutzrasse und erreicht bei sauberer Haltung und guter Fütterung meist ein Alter von 8 bis 12 Jahren. Die meisten Gesundheitsprobleme gehen auf Krankheiten und Parasiten zurück, die bei allen Haustauben vorkommen, und nicht auf rassespezifische Schwächen. Saubere Schlaghygiene, frisches Wasser und die Quarantäne neuer Tiere sind die wichtigsten Mittel, um einen Bestand gesund zu halten.

Häufige Gesundheitsprobleme bei Tauben
ErkrankungAnzeichenHinweis
Kropferkrankung (Trichomoniasis)Gelbliche Beläge im Rachen, SchluckbeschwerdenÜbertragung über Wasser und bei der Jungenfütterung
KokzidioseWeicher Kot, Gewichtsverlust, MattigkeitBegünstigt durch schmutzige, feuchte Schläge
WürmerSchlechter Allgemeinzustand, GewichtsverlustRegelmäßige Kotuntersuchungen helfen bei der Erkennung
Äußere Parasiten (Läuse, Milben)Gefiederschäden, UnruheBaden und Schlaghygiene verringern den Befall
AtemwegsinfektionNasenausfluss, erschwerte AtmungSchlechte Belüftung verschlimmert den Verlauf

Vorbeugende Maßnahmen

  • Den Schlag sauber, trocken und gut belüftet halten.
  • Täglich frisches Wasser bereitstellen und Futterstellen sauber halten, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  • Neue oder zurückkehrende Tiere vor der Eingliederung in den Bestand in Quarantäne halten.
  • Regelmäßige Kotkontrollen und Parasitenbehandlungen einplanen.
  • Einen auf die eigene Region und den Bestand abgestimmten Impf- und Entwurmungsplan einhalten.

Training

Giant Homer lernen die Abläufe im Schlag und lassen sich aufs Einfliegen und Einleben trainieren, für Wettflug oder Streckenflüge eignet sich ihr schwerer Körperbau aber kaum.

Beim Training der Giant Homer geht es in erster Linie um die Schlagführung, nicht um Flugleistung. Die Rasse ist ruhig und lernt tägliche Abläufe rasch, sodass sich die Tiere an einen Schlag gewöhnen, aufs Einfliegen zum Futter trainieren und ans Hantieren für Kontrollen und Schauen gewöhnen lassen. Da die Rasse schwer und nicht auf Dauerflug ausgelegt ist, wird sie nicht wie Brieftauben auf Wettflug oder lange Freiflüge trainiert.

Grundlagen

  1. Junge Tiere an den Schlag gewöhnen, damit sie ihn als Zuhause und Futterquelle erkennen.
  2. Das Einfliegen trainieren, indem man die Tiere zu einer festen Zeit im Schlag füttert.
  3. Ein gleichbleibendes Ruf- oder Fütterungssignal verwenden, damit die Tiere darauf reagieren lernen.
  4. Die Tiere sanft und regelmäßig anfassen, damit sie das Hochnehmen und Untersuchen akzeptieren.
  5. Bei Schautieren das Posieren und die Zeit im Ausstellungskorb üben, um Stress bei Veranstaltungen zu verringern.

Unterbringung und Lebensraum

Giant Homer brauchen einen sicheren, trockenen und gut belüfteten Schlag mit ausreichend Platz pro Vogel, Sitzstangen, Nistkästen und Schutz vor Raubtieren und Witterung.

Giant Homer werden im Schlag gehalten, einem geschlossenen Bauwerk, das die Tiere vor Witterung und Raubtieren schützt und ihnen gleichzeitig Platz zum Bewegen, Sitzen und Nisten bietet. Da die Rasse groß ist, braucht jeder Vogel mehr Boden- und Sitzfläche als kleinere Tauben. Eine gute Belüftung ohne Zugluft ist wichtig, denn abgestandene, feuchte Luft begünstigt Atemwegserkrankungen. Eine angeschlossene Voliere oder ein Auslaufgehege verschafft den Tieren frische Luft und Licht, ohne die Sicherheit zu gefährden.

Übersicht zur Schlaghaltung
ParameterEmpfehlung
Platz pro VogelGroßzügige Bodenfläche für eine große Rasse, Gedränge vermeiden
BelüftungGleichmäßiger Luftstrom ohne direkte Zugluft
SitzstangenBreit und stabil, für einen schweren Vogel ausgelegt
NistkästenEiner pro Zuchtpaar, an einem ruhigen Platz
BodenbelagTrocken, leicht zu reinigen, Kot häufig entfernen
SicherheitRaubtiersicheres Gitter und sichere Verschlüsse

Checkliste für die Einrichtung

  • Sicherer Schlag mit raubtiersicheren Wänden, Gittern und Türen.
  • Ausreichende, zugfreie Belüftung.
  • Breite Sitzstangen und eigene Nistkästen für jedes Paar.
  • Futter- und Wasserstellen, die sauber und trocken bleiben.
  • Behälter für Grit und eine Kalziumquelle.
  • Schattenplatz für heiße Tage und Schutz vor Kälte.

Schlupf und Aufzucht der Jungtiere

Die Eier der Giant Homer schlüpfen nach etwa 17 bis 19 Tagen, meist bebrütet von beiden Elterntieren, die die Jungtauben danach im Nest mit Kropfmilch füttern.

Giant Homer bebrüten und ziehen ihre Jungen, wie andere Tauben auch, normalerweise selbst auf. Eine Taube legt pro Gelege in der Regel zwei Eier, und beide Elterntiere teilen sich das Brutgeschäft, wobei tagsüber häufig der Täuber sitzt und nachts die Taube. Der Schlupf erfolgt nach ungefähr 17 bis 19 Tagen. Frisch geschlüpfte Jungtauben werden in den ersten Tagen von beiden Elterntieren mit Kropfmilch gefüttert, später mit einer Mischung aus Kropfmilch und aufgeweichtem Getreide. Da Giant Homer eine große Rasse sind, können gut versorgte Zuchtpaare kräftige, rasch wachsende Jungtiere aufziehen.

Angaben zur Brut
ParameterWert
TemperaturElternbrut, bei künstlicher Inkubation etwa 37,5 °C
LuftfeuchtigkeitMäßig, bei künstlicher Inkubation etwa 55-60 %
BrutdauerEtwa 17-19 Tage
WendenErfolgt bei Elternbrut natürlich, bei künstlicher Inkubation mehrmals täglich wenden

Ablauf von Schlupf und Aufzucht

  1. Zuchtpaaren einen ruhigen Nistkasten und Nistmaterial zur Verfügung stellen.
  2. Beide Elterntiere das Gelege ungestört bebrüten lassen.
  3. Die Eier bei Bedarf nach etwa einer Woche durchleuchten, um die Befruchtung zu prüfen.
  4. Den Nestbereich sauber, trocken und frei von Parasiten halten.
  5. Die frisch geschlüpften Jungtauben von den Eltern mit Kropfmilch füttern lassen.
  6. Den Elterntieren ausreichend Futter und Wasser für die Aufzucht bereitstellen.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zur Giant Homer betreffen Größe, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung für Einsteiger und Verfügbarkeit.

Wie groß wird eine Giant Homer?

Es handelt sich um eine große Nutzrasse, die merklich größer und schwerer ist als eine gewöhnliche Brieftaube und eine breite Brust sowie einen tiefen Rumpf hat. Ausgewachsene Tiere wiegen meist etwa 600 bis 900 Gramm.

Wie ist das Wesen der Giant Homer?

Giant Homer sind sanft, ruhig, gutmütig und selbstsicher. Sie vertragen Hantieren und die Haltung im Schlag gut und sind gegenüber anderen Tauben im Schlag in der Regel friedlich.

Ist die Pflege der Giant Homer aufwendig?

Nein. Sie brauchen einen sauberen, sicheren Schlag, eine ausgewogene Körnermischung mit Grit und Wasser sowie regelmäßige Hygiene. Die Pflege ähnelt jener anderer Nutztauben, und durch ihr ruhiges Wesen lassen sie sich zudem leicht handhaben.

Wie alt werden Giant Homer?

Bei guter Pflege werden sie meist 8 bis 12 Jahre alt. Saubere Haltung, eine ausgewogene Ernährung und Parasitenkontrolle helfen dabei, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.

Eignen sich Giant Homer für Einsteiger?

Ja, sofern ein geeigneter Schlag und die tägliche Pflege sichergestellt sind. Ihr ausgeglichenes Wesen und ihre Gelassenheit beim Hantieren sprechen für Einsteiger in der Taubenhaltung.

Können Giant Homer wie Brieftauben nach Hause fliegen?

Sie stammen von Brieftauben ab, wurden aber auf Größe statt auf Flugvermögen gezüchtet. Sie sind schwer und keine ausdauernden Flieger und werden daher als Schlag- und Nutztauben gehalten, nicht für den Wettflug.

Wo bekommt man Giant Homer?

Man bekommt sie über Taubenzüchter und Nutztaubenzuchtbetriebe, vor allem in den Vereinigten Staaten, sowie über Taubenzuchtvereine und Ausstellungen. Das Angebot ist je nach Region unterschiedlich.