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Truthahn

Truthahn

Meleagris gallopavo

Grosse, charakterstarke Vögel, für die Küche gehalten und zunehmend auch als freundliche Gefährten.

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Scientific classification

The Truthahn's place in the tree of life, from domain down to species.

  1. Domäne
    Eukaryota
    Eukaryoten
  2. Reich
    Animalia
    Tiere
  3. Stamm
    Chordata
    Chordatiere
  4. Klasse
    Aves
    Vögel
  5. Ordnung
    Galliformes
    Hühnervögel
  6. Familie
    Phasianidae
    Fasanenartige
  7. Gattung
    Meleagris
    Truthühner
  8. Art
    Meleagris gallopavo
    Truthahn

Truthahn colors, patterns and markings

Every color, pattern and marking the taxonomy records for Truthahn, by part of the body. Each breed page shows which clubs accept which ones.

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Die Trute im Überblick

Die Trute (Meleagris gallopavo) ist ein grosser, am Boden lebender Hausvogel für Fleisch, Eier und die Hinterhofhaltung. Ausgewachsene Tiere sind gesellig, robust und brauchen Auslauf.

Die Trute gehört zur Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) und stammt vom wilden Truthuhn Nordamerikas ab. Als Hausgeflügel wird sie auf Höfen und in Hinterhöfen wegen Fleisch und Eiern gehalten, teils auch als Haustier oder für Ausstellungen. Truten sind Bodenvögel: Sie scharren nach Nahrung, nehmen Sandbäder und baumen zur Nacht erhöht auf.

Die Grösse ausgewachsener Tiere hängt stark von der Rasse ab. Hennen alter Landrassen wiegen oft rund 3,5 bis 6,5 kg, Hähne etwa 7 bis 10,5 kg, breitbrüstige Mastlinien werden deutlich schwerer. Die Vögel sind aufmerksam und neugierig und folgen Menschen sowie anderen Tieren der Gruppe bereitwillig über den Hof. Verständigt wird sich über zahlreiche Laute, am bekanntesten ist das Kollern der Hähne.

Truten brauchen Platz im Freien, Schutz vor Raubtieren und einen Unterstand bei extremem Wetter. Als Herdentiere leiden sie in Einzelhaltung. Bei genügend Platz, ausgewogenem Futter und sauberem Wasser bleibt die Haltung unkompliziert, wobei einige rasch wachsende Fleischrassen kürzer leben und eigene Ansprüche an die Pflege stellen.

Die Trute in Kürze
MerkmalDetail
Wissenschaftlicher NameMeleagris gallopavo
FamilieFasanenartige (Phasianidae)
Grösse ausgewachsenHennen etwa 3,5 bis 6,5 kg, Hähne etwa 7 bis 10,5 kg (Landrassen); Mastlinien schwerer
LebenserwartungLandrassen etwa 5 bis 10 Jahre; rasch wachsende Fleischlinien oft unter 1 bis 2 Jahre
ErnährungAllesfresser: Körner, Grünzeug, Insekten, Geflügelmischfutter
PflegeaufwandMittel
Gut geeignet fürHalter mit Auslauf, sicherem Stall und etwas Geflügelerfahrung

Für wen die Trute passt

Truten eignen sich für Haushalte oder Kleinbetriebe mit Hof oder Weide, sicherem Nachtstall und Zeit für die tägliche Betreuung. Sie passen zu Haltern, die grösseres Geflügel als Hühner möchten und den Tieren in der Gruppe Gesellschaft bieten. Weniger geeignet sind sie für kleine Grundstücke in der Stadt, für Menschen auf der Suche nach einem Stubentier oder für Halter, die ihre Tiere nicht vor Raubtieren schützen können.

Truten-Rassen und Farbschläge

Rund zehn anerkannte Truten-Rassen reichen von langsam wachsenden Landrassen bis zu rasch wachsenden Mastputen. Sie unterscheiden sich vor allem in Farbe, Grösse und Wuchsgeschwindigkeit.

Die Truten-Schläge lassen sich in zwei grosse Gruppen teilen. Alte Landrassen paaren sich natürlich, wachsen langsam und werden mehrere Jahre alt, während Mastlinien auf raschen Zuwachs und eine kräftige Brust gezüchtet sind. Über die anerkannten Standardschläge hinweg ergeben sich etwa zehn eigenständige Typen, die sich vor allem in Farbe und Zeichnung des Gefieders, im Endgewicht und im Verwendungszweck unterscheiden.

Unter den Farben finden sich einfarbige Schläge wie Schwarz und Weisse Holländer, gezeichnete wie Narragansett und Royal Palm sowie die metallisch glänzende Bronze. Auch das Format reicht von kleinen Schlägen mit kompaktem Schlachtkörper bis zu den sehr grossen breitbrüstigen Masttieren.

Bekannte Truten-Rassen und Farbschläge
Rasse oder TypBekannt für
BronzeGrosse Landrasse mit schillerndem kupfer- und bronzefarbenem Gefieder
Bourbon RedLandrasse mit rotbraunem Körper und weissen Schwungfedern
NarragansettLandrasse mit grau, schwarz und weiss gebändertem Gefieder
Weisse HolländerWeiss befiederte Landrasse, früher zur Fleischnutzung
SchwarzEinfarbig schwarze Landrasse, einer der älteren Standardtypen
Slate (Blau)Landrasse mit aschgrauem oder schieferblauem Gefieder
Royal PalmKleinerer weisser Vogel mit schwarzem Saum, häufig als Ziergeflügel
Beltsville Small WhiteKompakter weisser Schlag, für kleine Haushalte gezüchtet
Breitbrüstige WeisseRasch wachsende Mastlinie mit schwerer Brust
Midget WhiteKleiner Zweinutzungsschlag mit gelassenem Wesen

Wie die Schläge gegliedert werden

Gewöhnlich ordnet man die Schläge nach Gefiederfarbe und nach Nutzung. Landrassen vermehren sich natürlich und werden älter, während breitbrüstige Linien vorrangig der raschen Fleischgewinnung dienen und häufig auf künstliche Besamung angewiesen sind. Kleinere Schläge wie Royal Palm und Beltsville Small White wählt man bei knappem Platz oder für die Ausstellung.

Geschichte der Trute

Die Trute wurde in Amerika aus Wildputen gezähmt, getrennt in Mexiko und im heutigen Südwesten der USA. Im 16. Jahrhundert kam sie nach Europa und kehrte später verändert zurück.

Die Haustrute geht auf das wilde Truthuhn zurück, das in Nordamerika und in Teilen Mexikos heimisch ist. Indigene Völker Mesoamerikas zähmten Truthühner schon vor mindestens 2.000 Jahren und hielten sie wegen Fleisch, Eiern und Federn. Unabhängig davon kam es bei den Völkern im heutigen Südwesten der USA zu einer zweiten Domestikation; dort dienten die Tiere den Federn und zeremoniellen Zwecken.

Im frühen 16. Jahrhundert trafen spanische Entdecker in Mexiko auf Hausputen und nahmen Tiere mit nach Europa. Von Spanien aus verbreitete sich die Trute im Verlauf des 16. Jahrhunderts rasch über Europa, wo man sie als Nutzgeflügel züchtete und hielt. In den folgenden Jahrhunderten bildeten sich mehrere europäische Farbschläge heraus.

Später brachten europäische Siedler Hausputen wieder über den Atlantik nach Nordamerika, wo sich diese Bestände mit einheimischen Tieren vermischten. Im Lauf des 19. und bis ins 20. Jahrhundert legten Züchter die heute anerkannten standardisierten Landrassen fest, darunter Bronze, Bourbon Red, Narragansett und Slate.

Im 20. Jahrhundert richtete sich die kommerzielle Zucht auf Tiere mit kräftiger Brust und raschem Wuchs, woraus Linien wie die Breitbrüstige Weisse hervorgingen. Sie bestimmen heute die kommerzielle Fleischerzeugung, während Landrassen von kleineren Haltern und in Erhaltungsprogrammen weitergeführt werden.

Aussehen der Trute

Truten sind grosse Vögel mit nacktem Kopf und Hals, fleischigem Snood und Kehllappen sowie dichtem Gefieder von Bronze über Schwarz bis Weiss. Hähne sind grösser und auffälliger geschmückt.

Die Trute hat einen schweren Rumpf, kräftige Beine und einen breiten, fächerförmigen Schwanz. Kopf und oberer Hals bleiben weitgehend nackt und tragen auffällige Hautgebilde: einen Snood, der über den Schnabel hängt, einen Kehllappen unter der Kehle und Karunkeln am Hals. Je nach Erregung des Vogels kann sich die Kopfhaut rot, weiss oder blau färben.

Hähne fallen deutlich grösser aus als Hennen und zeigen kräftigere Karunkeln, einen längeren Snood und einen Bart aus groben Borsten an der Brust. Die Gefiederfarbe reicht über die Schläge von metallischem Bronze über einfarbig Schwarz oder Weiss bis zu grau gebänderten Mustern.

Körperliche Merkmale der Trute
MerkmalTypischer Bereich
GrösseKörperlänge etwa 75 bis 125 cm samt Schwanz
GewichtHennen etwa 3,5 bis 6,5 kg, Hähne etwa 7 bis 10,5 kg (Landrassen); Mastlinien schwerer
KörperbedeckungDichtes Konturgefieder am Rumpf; nackte Haut an Kopf und Hals
FarbenBronze, Schwarz, Weiss, Schiefergrau, Rotbraun, gebänderte Muster
Auffällige MerkmaleSnood, Kehllappen, Karunkeln, Fächerschwanz, Sporen der Hähne, Brustbart der Hähne

Wie sich das Aussehen je nach Rasse unterscheidet

Die deutlichsten Unterschiede liegen in Farbe und Zeichnung des Gefieders sowie im Endgewicht. Bronze-Tiere schimmern kupfern, Slate ist aschgrau, Royal Palm weiss mit schwarzem Saum. Die kommerzielle Breitbrüstige Weisse wiegt weit mehr und ist breiter in der Brust als Landrassen wie Midget White oder Beltsville Small White.

Verhalten der Trute

Truten sind gesellige Herdenvögel, die tagsüber am Boden Nahrung suchen, nachts erhöht ruhen und über Kollern, Rufe und Imponierhaltung kommunizieren. Bei ruhigem Umgang werden sie zahm.

Truten leben in der Gruppe und bilden eine klare Hackordnung aus. Den Tag verbringen sie am Boden mit der Suche nach Sämereien, Grünzeug und Insekten, nehmen zur Gefiederpflege Sandbäder und suchen zur Nacht erhöhte Stangen als Schutz auf. Auf Bewegungen über sich reagieren sie wachsam und warnen mit Rufen vor Habicht und anderer Gefahr.

Hähne imponieren, indem sie den Schwanz zum Rad schlagen, das Gefieder aufplustern und die Flügel schleifen lassen, oft begleitet vom Kollern. Hennen halten mit leiseren Rufen und Gluckern Kontakt zur Gruppe und zu den Küken. Vertraute Menschen erkennen die Tiere wieder, werden zutraulich und neugierig und folgen ihren Haltern bisweilen dicht nach. In der Paarungszeit können Hähne untereinander und gelegentlich auch gegenüber Menschen ruppig werden.

Verhalten der Trute auf einen Blick
AspektTypisch
GeselligkeitHoch; ein Herdentier, das in Einzelhaltung schlecht zurechtkommt
AktivitätTagsüber rege auf Futtersuche, nachts ruhend auf der Stange
LautäusserungMittel bis hoch; Hähne kollern, Hennen rufen und gluckern
Mit MenschenNeugierig und häufig zahm; Hähne in der Paarungszeit ruppig
Mit anderen TierenIn der Gruppe meist friedlich; mit anderem Geflügel nur mit Bedacht

Pflege der Trute

Truten brauchen täglich Futter und sauberes Wasser, einen raubtiersicheren Stall mit Sitzstangen, Auslauf sowie Schutz vor Hitze und Nässe. Ruhiger Umgang und saubere Einstreu halten sie gesund.

Tägliche Betreuung

  • Rund um die Uhr frisches, sauberes Wasser in Gefässen bereitstellen, die nicht leicht verschmutzen
  • Ausgewogenes Geflügelfutter passend zum Alter reichen, dazu Auslauf zur Futtersuche
  • Die Tiere morgens und abends auf Verletzungen, Krankheit oder Spuren von Raubtieren kontrollieren
  • Die Vögel in einem gesicherten Bereich ins Freie lassen und bei Einbruch der Dämmerung einsperren
  • Verschmutzte Einstreu und Kot regelmässig ausräumen

Umgebung

  • Ein raubtiersicherer Stall mit stabilen Sitzstangen über dem Boden
  • Trockener, zugfreier Unterstand mit guter Durchlüftung
  • Ein eingezäunter Auslauf oder eine Weide für die Futtersuche am Tag
  • Schatten und Wasser bei Hitze; trockener Untergrund bei Nässe
  • Sitzstangen, die das Gewicht grosser ausgewachsener Tiere tragen

Gefiederpflege und Umgang

Truten pflegen sich selbst durch Putzen und Sandbäder und brauchen daher Zugang zu einer trockenen Staubbadestelle statt regelmässiger Wäsche. Fassen Sie die Tiere ruhig an und stützen Sie Rumpf und Flügel; heben Sie sie nie allein an Beinen oder Flügeln. Zu lange Krallen kürzen Sie nur bei Bedarf und sehen Sie die Füsse auf Wunden durch rauen oder nassen Boden durch.

Ernährung der Trute

Truten sind Allesfresser und erhalten ein Mischfutter passend zum Lebensabschnitt, ergänzt durch Grünzeug und Insekten. Küken brauchen eiweissreiches Starterfutter, ältere Tiere magerere Rationen.

Truten fressen Körner, Sämereien, Grünzeug und Insekten. Auf den meisten Höfen bildet ein ausgewogenes Geflügelmischfutter die Grundlage, das Eiweiss, Energie, Vitamine und Mineralstoffe im richtigen Verhältnis liefert. Junge Tiere brauchen ein eiweissreiches Starterfutter, mit zunehmendem Alter senkt man den Eiweissanteil schrittweise. Tiere mit Auslauf ergänzen ihre Kost durch die Futtersuche, was für Abwechslung und natürliches Eiweiss aus Insekten sorgt.

Sauberes Wasser muss stets bereitstehen, denn Truten trinken häufig, besonders bei warmem Wetter. Grit hilft im Muskelmagen dabei, ganze Körner und Gefressenes zu zerreiben.

Fütterung nach Lebensabschnitt
LebensabschnittFutterHinweise
Küken (0 bis 8 Wochen)Eiweissreiches Truten-Starterfutter (etwa 26 bis 28 Prozent Eiweiss)Durchgehend füttern; Wärme und sauberes Wasser sind entscheidend
Aufzucht (8 bis 16 Wochen)Aufzuchtfutter (etwa 18 bis 22 Prozent Eiweiss)Eiweiss nach und nach senken; Futtersuche erlauben, wenn gefahrlos
Erhaltung ausgewachsenErhaltungs- oder ZuchtfutterMenge an den Ernährungszustand anpassen; Grit zu ganzen Körnern geben
ZuchthennenZuchtfutter mit zusätzlichem KalziumUnterstützt Legeleistung und Schalenqualität

Leckerbissen wie Blattgrün, Bruchmais und Mehlwürmer sind in kleinen Mengen erlaubt, sollen das ausgewogene Futter aber nicht ersetzen. Reichen Sie unlöslichen Grit, sobald die Tiere ganze Körner fressen oder auf Futtersuche gehen, und bieten Sie legenden Hennen eine Kalziumquelle. Das Wasser wechselt man täglich und hält es frei von Kot und Schmutz.

Gesundheit der Trute

Landrassen leben etwa 5 bis 10 Jahre, rasch wachsende Fleischlinien oft unter 1 bis 2 Jahre. Häufige Probleme sind Schwarzkopfkrankheit, Atemwegsinfekte, Aussenparasiten und Beinleiden schwerer Tiere.

Bei guter Haltung erreichen Landrassen meist ein Alter von etwa 5 bis 10 Jahren. Rasch wachsende Mastlinien wie die Breitbrüstige Weisse haben eine weit kürzere Nutzungsdauer, oft unter 1 bis 2 Jahre, weil der schnelle Zuwachs Beine und Herz belastet. Die meisten Gesundheitsprobleme der Trute führen auf Parasiten, Infektionskrankheiten oder mangelhafte Haltung zurück.

Eine saubere, trockene Unterbringung, gute Durchlüftung und Parasitenkontrolle beugen vielem vor. Truten sind besonders anfällig für die Schwarzkopfkrankheit, weshalb Halter mit der gemeinsamen Unterbringung mit Hühnern vorsichtig sind, die den Erreger tragen können.

Häufige Gesundheitsprobleme der Trute
ErkrankungAnzeichenHinweis
Schwarzkopfkrankheit (Histomoniasis)Mattigkeit, gelber Kot, GewichtsverlustHäufig über Blinddarmwürmer übertragen; Vorsicht bei Mischung mit Hühnern
AtemwegsinfektionHusten, Nasenausfluss, geschwollene NebenhöhlenDurchlüftung verbessern; zur Diagnose Tierarzt beiziehen
Aussenparasiten (Läuse, Milben)Gefiederschäden, Kratzen, gereizte HautSandbäder ermöglichen und nach Anweisung behandeln
Innenparasiten (Würmer)Schlechte Verfassung, GewichtsverlustÜber sauberen Boden und Entwurmung bei Bedarf regeln
Bein- und GelenkproblemeLahmheit, BewegungsunlustHäufiger bei schweren, rasch wachsenden Linien

Vorbeugende Pflege

  • Die Unterbringung sauber, trocken und gut durchlüftet halten
  • Eine Staubbadestelle bereitstellen, um Aussenparasiten einzudämmen
  • Neue Tiere vor der Eingliederung in die Gruppe absondern
  • Auslauf lenken und den Boden wechseln, um Parasitendruck zu mindern
  • Bei gemeinsamer Haltung mit Hühnern vorsichtig sein

Lebensraum und Unterbringung der Trute

Truten brauchen einen trockenen, raubtiersicheren Stall mit stabilen Sitzstangen und einen eingezäunten Auslauf. Kälte vertragen sie besser als Nässe; bei Hitze brauchen sie Schatten und Luft.

Truten hält man in einer Kombination aus sicherem Nachtstall und einem eingezäunten Auslauf für die Futtersuche bei Tag. Der Stall schützt vor Raubtieren und Witterung und bietet Sitzstangen über dem Boden. Weil Truten gross und rege sind, brauchen sie mehr Platz je Tier als Hühner, im Stall wie im Auslauf.

Eine gute Durchlüftung hält die Luft trocken und beugt Atemwegsproblemen vor, zugleich müssen Boden und Einstreu trocken bleiben. Kälte vertragen Truten recht gut, solange sie vor Zug und Nässe geschützt sind, bei Hitze aber brauchen sie Schatten und Wasser.

Angaben zur Unterbringung
ParameterEmpfehlung
PlatzEtwa 0,6 m² oder mehr je ausgewachsenem Tier im Stall, dazu ein grosszügiger eingezäunter Auslauf oder eine Weide
TemperaturVerträgt Kälte, wenn trocken und zugfrei; ab etwa 29 °C Schatten bieten
LuftfeuchteUnterbringung trocken und gut durchlüftet halten, um Nässe zu vermeiden
Untergrund/EinstreuTrockene Einstreu wie Stroh oder Hobelspäne, sauber gehalten
BeleuchtungNatürliches Tageslicht; Zusatzlicht kann die Winterlege stützen

Checkliste für die Einrichtung

  • Raubtiersicherer Stall mit sicheren Türen und Zaun
  • Stabile Sitzstangen für das Gewicht ausgewachsener Tiere
  • Saubere, trockene Einstreu
  • Futter- und Tränkegefässe über dem Boden und sauber gehalten
  • Eingezäunter Auslauf oder Weide mit Schatten
  • Staubbadestelle

Zucht der Trute

Truten werden im ersten Jahr geschlechtsreif, Hennen legen Gelege, die nach etwa 28 Tagen Brut schlüpfen. Landrassen paaren sich natürlich, schwere Linien brauchen oft künstliche Besamung.

Truten erreichen die Geschlechtsreife in der Regel im ersten Lebensjahr, wobei Hennen im ersten Frühjahr häufig mit rund 7 Monaten zu legen beginnen. Bei Landrassen paaren sich Hähne und Hennen von selbst. Viele schwere Mastlinien wie die Breitbrüstige Weisse können sich ihrer Grösse wegen nicht wirksam paaren, weshalb man mit künstlicher Besamung befruchtete Eier gewinnt.

Hennen legen über einen längeren Zeitraum ein Gelege und können brütig werden, also sitzen bleiben und die Eier bebrüten. Die Brut dauert etwa 28 Tage, ob unter einer brütigen Henne oder im Brutapparat. Küken schlüpfen mit Daunen bedeckt und brauchen einen warmen, trockenen Aufzuchtplatz mit Starterfutter und sauberem Wasser. In den ersten Wochen versorgt man sie mit zusätzlicher Wärme, bis sie genügend befiedert sind, um ihre Körpertemperatur selbst zu halten.

Fakten zur Zucht der Trute
KennwertWert
GeschlechtsreifeIm ersten Jahr; Hennen legen oft ab etwa 7 Monaten
PaarungNatürlich bei Landrassen; bei schweren Mastlinien meist künstliche Besamung
BrutdauerEtwa 28 Tage
GelegegrösseMeist rund 10 bis 15 Eier je Gelege
AufzuchtKüken brauchen in den ersten Wochen zusätzliche Wärme

Eine Trute auswählen

Eine Trute passt zu Haltern mit Auslauf, sicherem Stall und Zeit für die tägliche Pflege, die sich bei Landrassen auf mehrere Jahre einlassen. Kosten fallen für Tiere, Stall, Futter und Pflege an.

Ist eine Trute das Richtige für Sie?

Truten brauchen tägliche Pflege, einen sicheren, raubtiersicheren Stall und genug Auslauf zur Futtersuche. Als Herdentiere sollten sie nicht allein gehalten werden, planen Sie also mehrere Tiere ein. Der Zeitaufwand umfasst Füttern, Tränken, Ausmisten und das nächtliche Einsperren. Der Platzbedarf liegt höher als bei Hühnern. Zu den Kosten zählen Stall, Zaun, Futter und tierärztliche Betreuung. Ein echter Punkt ist die Lebensdauer: Landrassen werden etwa 5 bis 10 Jahre alt, rasch wachsende Fleischlinien deutlich weniger. Wählen Sie den Typ, der zu Ihrem Vorhaben passt, ob langlebige Gruppe oder Aufzucht für Fleisch.

Typische Kosten (allgemeine Bereiche)
PostenTypische Kosten
KükenWenige Franken bis rund 20 Franken je Tier, je nach Rasse
Ausgewachsenes oder vorgezogenes TierHöher als ein Küken; je nach Rasse und Region
Stall und ZaunErhebliche einmalige Anschaffung
FutterLaufende monatliche Kosten, höher bei rasch wachsenden Linien
Tierarzt und ZubehörUnterschiedlich; Einstreu, Futtergefässe und gelegentliche Betreuung

Woher man ein Tier bekommt

Truten gibt es bei seriösen Brütereien, bei auf Landrassen spezialisierten Züchtern und mitunter über Geflügelhilfen oder die Weitervermittlung von Höfen. Bei Landrassen halten Sie nach Züchtern Ausschau, die sich der Erhaltung der Standardschläge widmen. Prüfen Sie die Tiere auf guten Zustand sowie klare Augen und Nasenlöcher und fragen Sie vor dem Kauf nach Alter und Vorgeschichte.

Häufige Fragen zur Trute

Häufige Fragen zur Trutenhaltung: ob sie sich als Haustiere eignen, wie alt sie werden, was sie kosten, wie aufwendig die Pflege ist und ob sie für Familien und Anfänger taugen.

Sind Truten gute Haustiere?

Truten können zutraulich und neugierig sein, und gerade Landrassen werden bei ruhigem Umgang oft zahm. Am besten hält man sie als kleine Gruppe mit Auslauf im Freien und nicht als Stubentier, und Hähne können in der Paarungszeit ruppig werden.

Wie alt werden Truten?

Landrassen werden bei guter Pflege meist etwa 5 bis 10 Jahre alt. Rasch wachsende Mastlinien wie die Breitbrüstige Weisse leben wegen ihres schnellen Zuwachses meist deutlich kürzer, oft unter 1 bis 2 Jahre.

Was kostet die Haltung einer Trute?

Küken kosten je nach Rasse oft von wenigen Franken bis rund 20 Franken je Tier, dazu kommen Ausgaben für sicheren Stall, Zaun, Futter und Zubehör. Das Futter ist der wichtigste laufende Posten und liegt bei rasch wachsenden Tieren höher.

Sind Truten schwer zu pflegen?

Der Aufwand ist mittel. Truten brauchen täglich Futter und Wasser, eine saubere, trockene Unterbringung, Platz zur Futtersuche und verlässlichen Schutz vor Raubtieren. Verluste durch Raubtiere und Krankheiten wie die Schwarzkopfkrankheit sind die grössten Hürden.

Eignen sich Truten für Familien oder Anfänger?

Truten können zu Familien mit Auslauf passen, die grösseres Geflügel möchten, und viele Anfänger halten sie mit Erfolg. Einsteiger sollten mit robusten Landrassen, einem sicheren Stall und einer kleinen Gruppe beginnen und nicht mit einem einzelnen Tier.

Kann man Truten mit Hühnern zusammenhalten?

Das geht, doch viele Halter trennen sie, weil Truten anfällig für die Schwarzkopfkrankheit sind, die Hühner übertragen können, ohne selbst zu erkranken. Bei gemeinsamer Haltung achtet man sorgfältig auf sauberen Boden und Parasitenkontrolle.

Brauchen Truten andere Truten?

Ja. Truten sind Herdentiere und kommen allein schlecht zurecht, daher hält man zu ihrem Wohl am besten mindestens zwei zusammen.