United Pet Club
Farbratte

Farbratte

Rattus norvegicus domestica

Klug, anhänglich und bemerkenswert lernfähig – gesellige Gefährten, die Menschen wirklich mögen.

View Farbratte breeds

Scientific classification

The Farbratte's place in the tree of life, from domain down to species.

  1. Domäne
    Eukaryota
    Eukaryoten
  2. Reich
    Animalia
    Tiere
  3. Stamm
    Chordata
    Chordatiere
  4. Klasse
    Mammalia
    Säugetiere
  5. Ordnung
    Rodentia
    Nagetiere
  6. Familie
    Muridae
    Langschwanzmäuse
  7. Gattung
    Rattus
    Ratten
  8. Art
    Rattus norvegicus
    Farbratte

Über die Farbratte

Die Farbratte ist die domestizierte Form der Wanderratte, ein kluges, geselliges Haustier mit einer Lebenserwartung von etwa zwei bis drei Jahren, das tägliche Zuwendung braucht.

Die Farbratte ist die domestizierte Wanderratte (Rattus norvegicus domestica), die als Haustier gehalten wird und nicht für Labor- oder Schädlingsbekämpfungszwecke. Sie zählt zu den geselligsten Kleinsäugern, die zu Hause gehalten werden. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 23 bis 28 cm, dazu kommt ein etwa gleich langer Schwanz. Männchen sind meist grösser und schwerer als Weibchen.

Farbratten sind für ihre Grösse sehr intelligent. Sie lernen ihren Namen, erkennen die Personen, die mit ihnen umgehen, und lassen sich einfache Aufgaben beibringen. Sie sind aktiv, neugierig und auf Gesellschaft angewiesen, weshalb man sie normalerweise in gleichgeschlechtlichen Gruppen von zwei oder mehr Tieren hält statt einzeln. Eine einzeln gehaltene Ratte zieht sich mit der Zeit zurück.

Die kurze Lebenserwartung von meist zwei bis drei Jahren ist der Hauptpunkt, den künftige Halterinnen und Halter gegen das ausgeprägte Wesen und die einfache Handhabung abwägen müssen. Es sind reinliche Tiere, die sich häufig putzen und sich bis zu einem gewissen Grad stubenrein gewöhnen lassen.

Farbratte auf einen Blick
MerkmalDetail
Wissenschaftlicher NameRattus norvegicus domestica
FamilieMuridae (Langschwanzmäuse)
Grösse ausgewachsen23 bis 28 cm Körperlänge, dazu ein etwa gleich langer Schwanz
Lebenserwartung2 bis 3 Jahre
ErnährungAllesfresser (Fertigfutter für Ratten plus frische Zusatzfütterung)
PflegeaufwandFür Einsteiger bis Fortgeschrittene geeignet
Geeignet fürHalterinnen und Halter, die täglichen Umgang bieten und Ratten in Gruppen halten können

Für wen sich dieses Tier eignet

Farbratten eignen sich für Personen, die ein interaktives, lernfähiges Haustier möchten und an den meisten Tagen Zeit dafür einplanen können. Sie passen zu Haushalten, die mit der kurzen Lebenserwartung und der Notwendigkeit, mehr als ein Tier zu halten, gut zurechtkommen. Unter Aufsicht Erwachsener sind sie ein vertretbares erstes Nagetier für ältere Kinder, wobei ihre nachtaktive Neigung bedeutet, dass die Hauptaktivität am Abend liegt.

Farbratten: Typen und Varietäten

Die Farbratte ist ein einziges domestiziertes Tier statt einer Reihe eigenständiger Rassen; die Vielfalt zeigt sich in Fell, Farbe, Zeichnung und Ohrform innerhalb des einen Typs.

Die Farbratte gilt als ein einziges domestiziertes Tier. Statt eigenständiger Rassen beschreiben Halterinnen, Halter und Vereine Varietäten, die sich über Felltyp, Ohrstellung, Körperbau, Farbe und Zeichnung definieren. Diese Varietäten lassen sich kombinieren, sodass eine einzelne Ratte durch mehrere Merkmale gleichzeitig beschrieben werden kann.

Die Vielfalt zeigt sich im Fell (Standard, Rex, haarlos), in der Ohrstellung (hochstehend oder Dumbo) und in den Zeichnungsmustern, dazu kommt eine grosse Bandbreite an Farben. Keines dieser Merkmale verändert das zugrunde liegende Tier, sie sind Ausprägungen des Erscheinungsbilds innerhalb desselben Typs.

Der Typ Farbratte
Rasse oder TypBekannt für
FarbratteDie domestizierte Wanderratte als Gesellschaftstier; gesellig, klug und in vielen Fell-, Farb- und Ohrvarietäten anzutreffen

Wie Varietäten eingeteilt werden

Ausstellungsstandards gruppieren Ratten zunächst nach Fell, Zeichnung und Farbe, danach nach Varietät wie Ohrform und Körperbau. Bei der Auswahl durch Hobbyzüchterinnen und -züchter stehen Wesen und Gesundheit neben dem Erscheinungsbild im Vordergrund, da das Tier in erster Linie als Gesellschaftstier gehalten wird.

Geschichte der Farbratte

Die Farbratte stammt von der wilden Wanderratte ab und wurde im neunzehnten Jahrhundert in Europa aus für die Rattenhatz gefangenen Tieren gezüchtet.

Die Farbratte geht auf die wilde Wanderratte zurück, die sich im achtzehnten Jahrhundert weit über Europa verbreitete. Wanderratten wurden als Schädlinge in grosser Zahl gefangen und im England des neunzehnten Jahrhunderts für die Rattenhatz eingesetzt, einen heute verbotenen blutigen Wettkampf, bei dem Hunde darauf getrimmt wurden, in einer Grube möglichst schnell Ratten zu töten.

Rattenfänger, die diese Tiere lieferten, bemerkten unter den gefangenen Ratten ungewöhnliche Farb- und Zeichnungsvarianten, darunter weisse und gescheckte Exemplare. Statt jedes Tier zu verkaufen, behielten manche die auffälligeren und zutraulicheren Exemplare und züchteten mit ihnen weiter. Darin liegt der eigentliche Ursprung der Domestizierung: Selektion auf Zahmheit und Erscheinungsbild aus einer Population, die zuvor als Schädling galt.

Gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts hatte sich die Haltung dieser gezüchteten Ratten als Haustiere und ihre Präsentation an Ausstellungen in England zu einem etablierten Hobby entwickelt. Organisierte Rattenschauen folgten, und es entstanden Vereine, die Standards für die gehaltenen Varietäten festlegten.

Von England aus verbreitete sich das Hobby im Verlauf des zwanzigsten Jahrhunderts in andere Länder. Dieselbe Art hatte parallel dazu eine eigenständige Geschichte als verbreitetes Labortier, doch die Linie der Farbratte als Haustier wurde von Hobbyzüchterinnen und -züchtern auf Wesen und Farbe hin entwickelt, nicht für Forschungszwecke.

Aussehen der Farbratte

Farbratten haben einen länglichen Körper, einen langen schuppigen Schwanz, auffällige Ohren und ein Fell in vielen Farben und Mustern; ausgewachsene Tiere erreichen etwa 23 bis 28 cm Körperlänge.

Farbratten haben einen langen, schlanken Körper, eine spitze Schnauze, dunkle, hervorstehende Augen und einen haarlosen, schuppigen Schwanz, der etwa so lang ist wie der Körper. Der Schwanz unterstützt das Gleichgewicht und hilft bei der Wärmeregulierung. Die Tasthaare sind lang und ständig in Bewegung, was die Orientierung bei schwachem Licht unterstützt.

Die Körperlänge ausgewachsener Tiere liegt bei etwa 23 bis 28 cm, dazu kommt ein etwa gleich langer Schwanz. Männchen sind meist grösser und schwerer als Weibchen und haben tendenziell ein gröberes Fell. Gesunde ausgewachsene Tiere wiegen je nach Geschlecht und Körperbau meist zwischen etwa 250 und 500 Gramm.

Typische körperliche Merkmale
MerkmalTypischer Bereich
Grösse23 bis 28 cm Körperlänge, dazu ein etwa gleich langer Schwanz
GewichtEtwa 250 bis 500 g (Männchen schwerer als Weibchen)
FellKurzes Fell; Varietäten umfassen Standard, Rex (lockig) und haarlos
FarbenGrosse Bandbreite, darunter Schwarz, Agouti, Weiss, Falbe und Grau
Besondere MerkmaleLanger schuppiger Schwanz, grosse Ohren, auffällige Tasthaare, dunkle Augen

Wie das Erscheinungsbild variiert

Innerhalb des einen Typs reicht das Fell von glattem Standardfell über lockiges Rex-Fell bis zu nahezu haarlosen Varietäten. Die Ohren können hoch am Kopf sitzen (hochstehend) oder tiefer und runder (Dumbo). Die Zeichnung reicht von einfarbig über Capped- und Hooded- bis zu gescheckten Mustern.

Verhalten der Farbratte

Farbratten sind sehr gesellige, kluge Tiere, die in Gruppen leben, sich über Körpersprache und hohe Laute verständigen und rasch eine Bindung zu ihren Bezugspersonen aufbauen.

Farbratten sind ausgeprägt sozial und bilden Gruppenhierarchien. In freier Wildbahn lebt die Wanderratte in Kolonien, und die domestizierte Form hat dieses Bedürfnis nach Gesellschaft beibehalten. Zusammen gehaltene Ratten putzen sich gegenseitig, schlafen aufeinandergekuschelt und spielen miteinander, weshalb von Einzelhaltung abgeraten wird.

Am aktivsten sind sie in der Dämmerung und am Abend, passen sich aber bis zu einem gewissen Grad an den Tagesablauf im Haushalt an. Sie erkunden ständig ihre Umgebung, nagen, um ihre nachwachsenden Schneidezähne kurz zu halten, und nutzen Geruchs- und Tastsinn intensiv. Zur Verständigung gehören Körperhaltung, Zähneknirschen (Bruxing) bei Wohlbefinden und hohe Laute, von denen viele ausserhalb des menschlichen Hörbereichs liegen.

Bei regelmässigem, sanftem Umgang werden Ratten zutraulich und suchen häufig die Nähe ihrer Halterinnen und Halter. Sie zeigen unterschiedliche Charaktere, von mutig bis zurückhaltend. Das Zusammenführen mit fremden Ratten braucht Vorsicht, da eingespielte Gruppen auf Neuankömmlinge reagieren können.

Verhalten im Überblick
AspektTypisch
GeselligkeitSehr hoch; braucht gleichgeschlechtliche Gesellschaft
AktivitätslevelHoch, mit Höhepunkten am Abend
LautäusserungenFür Menschen wenig hörbar; die meisten Laute liegen im Ultraschallbereich
Im Umgang mit MenschenAnhänglich und lernfähig, sobald zahm
Mit anderen TierenAm besten mit anderen Ratten; nicht sicher mit Katzen, Hunden oder kleinen Beutetieren

Pflege der Farbratte

Farbratten brauchen tägliche Fütterung und Zuwendung, einen grossen sauberen Käfig und regelmässigen Umgang; ihr kurzes Fell braucht wenig Pflege, doch das Gehege muss oft gereinigt werden.

Tägliche Pflege

  • Frisches Wasser bereitstellen und die Flasche oder Schale täglich prüfen
  • Eine abgemessene Portion vollwertiges Rattenfutter füttern, dazu kleine Mengen frisches Futter
  • Verschmutzte Einstreu und den Toilettenbereich stellenweise reinigen
  • Zeit für Umgang einplanen und beaufsichtigten Auslauf ausserhalb des Käfigs ermöglichen
  • Jede Ratte kurz auf Veränderungen bei Augen, Atmung, Gewicht oder Verhalten prüfen

Umgebung

  • Den Käfig vor direkter Sonne, Zugluft und Feuchtigkeit schützen
  • Eine stabile, gemässigte Raumtemperatur einhalten
  • Kletterebenen, Unterschlüpfe und Nagematerial anbieten
  • Gruppen zusammenlassen, um dem sozialen Bedürfnis gerecht zu werden
  • Den Käfig regelmässig gründlich reinigen und die Einstreu vollständig wechseln

Fellpflege und Umgang

Ratten putzen sich selbst und müssen kaum gebadet werden. Beim Hochheben unter den Körper greifen statt am Schwanz zu ziehen. Häufiger, ruhiger Umgang von klein auf hält sie zahm. Routinemässig muss nichts gekürzt werden, doch Schneidezahn- und Krallenlänge sollten beobachtet und bei übermässigem Wachstum tierärztlich abgeklärt werden.

Ernährung der Farbratte

Farbratten sind Allesfresser, deren Ernährung hauptsächlich aus vollwertigem Fertigfutter besteht, ergänzt durch kleine Mengen frisches Gemüse, Obst und Eiweiss sowie ständig frisches Wasser.

Farbratten sind Allesfresser. Die Grundlage der Ernährung sollte ein vollwertiges Fertigfutter sein, idealerweise in Form von Pellets oder Presslingen, die selektives Fressen verhindern, denn bei loser Futtermischung picken Ratten oft nur ihre Lieblingsstücke heraus und die Nährstoffbalance leidet. Frisches Futter wird nur in kleinen Mengen als Ergänzung dazugegeben, nicht als Hauptnahrung.

Geeignetes frisches Futter umfasst viele Gemüsesorten, kleine Portionen Obst und gelegentlich gekochtes Eiweiss wie Ei. Angesichts der Grösse des Tieres sind die Portionen klein, und fett- oder zuckerreiche Nahrungsmittel werden begrenzt, um Übergewicht zu vermeiden.

Fütterung nach Lebensphase
LebensphaseErnährungHinweise
Jungtier, im WachstumVollwertiges Rattenfutter mit etwas höherem EiweissanteilFüttern, um das Wachstum zu unterstützen; frische Zugaben klein halten
ErwachsenVollwertiges Rattenfutter plus abgemessenes frisches FutterGewicht beobachten; fettreiche Leckerlis reduzieren
Älter oder in der GenesungVollwertiges Futter, bei Bedarf weiche NahrungAppetit und Gewicht genau überwachen

Leckerlis sollten nur einen kleinen Teil der Ernährung ausmachen und für Training und Bindung eingesetzt werden. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein, meist aus einer täglich kontrollierten Nippeltränke. Die meisten Ratten mit einer vollwertigen Ernährung brauchen keine routinemässigen Zusätze, ausser ein Tierarzt rät dazu.

Gesundheit der Farbratte

Farbratten leben meist zwei bis drei Jahre und neigen zu Atemwegsinfektionen und Tumoren, weshalb sie eine saubere Umgebung, Gruppenhaltung und rasche tierärztliche Betreuung brauchen.

Farbratten sind grundsätzlich robust, haben aber eine kurze Lebenserwartung von etwa zwei bis drei Jahren. Ihre häufigsten Gesundheitsprobleme sind Atemwegsinfektionen und, besonders bei älteren Tieren, Milchdrüsen- und andere Tumoren. Beide Probleme treten häufig genug auf, dass Halterinnen und Halter auf frühe Anzeichen achten sollten.

Eine saubere, staubarme Umgebung, gute Belüftung, eine ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Überbelegung senken das Erkrankungsrisiko. Da Ratten Schwäche verbergen, sind kleine Veränderungen bei Atmung, Gewicht oder Aktivität von Bedeutung.

Häufige Erkrankungen
ErkrankungAnzeichenHinweis
AtemwegsinfektionNiesen, erschwerte Atmung, klickende GeräuscheHäufig; braucht rasche tierärztliche Behandlung
Milchdrüsen- oder andere TumorenKnoten unter der Haut, oft bei älteren TierenBei alternden Ratten häufig; tierärztliche Abklärung empfohlen
Überlange SchneidezähneFressschwierigkeiten, SpeichelnNagematerial anbieten; bei Bedarf tierärztlich kürzen lassen
Porphyrin-AusscheidungRotbraune Absonderung um Augen oder NaseOft Zeichen von Stress oder Krankheit, kein Blut

Vorbeugende Pflege

  • Den Käfig sauber und gut belüftet halten
  • Staubarme, unparfümierte Einstreu verwenden
  • Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung füttern und Übergewicht vermeiden
  • Neue Ratten in Quarantäne halten und vorsichtig zusammenführen
  • Ratten regelmässig wiegen und in die Hand nehmen, um Veränderungen früh zu erkennen

Lebensraum und Haltung der Farbratte

Farbratten brauchen einen hohen, gut belüfteten Gitterkäfig mit mehreren Ebenen, festen Böden, Unterschlüpfen und Nagematerial, bei stabiler Raumtemperatur ohne Zugluft und direkte Sonne.

Farbratten brauchen einen grossen, hohen Käfig mit waagrechten Gitterstäben zum Klettern und mehreren Ebenen für Bewegung. Gitterkäfige mit festen Böden eignen sich besser als Terrarien, da die Belüftung für ihre empfindlichen Atemwege wichtig ist. Der Stababstand muss eng genug sein, um ein Entweichen zu verhindern, besonders bei jungen oder kleineren Ratten.

Im Inneren sollten Unterschlüpfe, Hängematten, Seile oder Leitern sowie sicheres Nagematerial vorhanden sein. Der Boden sollte fest statt aus blossem Gitter sein, um die Pfoten zu schützen, und mit staubarmer Einstreu bedeckt werden.

Angaben zur Haltung
ParameterEmpfehlung
PlatzGrosser, mehrstöckiger Käfig; für Gruppen mehr Platz und Ebenen
TemperaturStabile, gemässigte Raumtemperatur; Extreme vermeiden
LuftfeuchtigkeitMässig; feuchte Bedingungen vermeiden
Substrat/EinstreuStaubarme, unparfümierte Einstreu; Kiefer und Zeder vermeiden
BeleuchtungNormales Raumlicht; direkte Sonne und starke Blendung vermeiden

Checkliste für die Einrichtung

  • Hoher Gitterkäfig mit engem Stababstand und festen Böden
  • Staubarme Einstreu und ein Toilettenbereich
  • Zwei oder mehr Unterschlüpfe sowie Hängematten oder Plattformen
  • Nagematerial und Klettermöglichkeiten
  • Nippeltränke und eine stabile Futterquelle
  • Ein ruhiger, zugluftfreier Standort

Zucht der Farbratte

Farbratten werden schon mit fünf bis sechs Wochen geschlechtsreif, die Tragzeit dauert rund drei Wochen und Würfe umfassen meist sechs bis zwölf Junge.

Farbratten erreichen die Geschlechtsreife sehr früh, häufig bereits im Alter von fünf bis sechs Wochen, weshalb Männchen und Weibchen vor diesem Zeitpunkt getrennt werden müssen, um ungeplante Würfe zu verhindern. Weibchen kommen häufig in Rolligkeit. Die Tragzeit ist kurz und dauert etwa 21 bis 23 Tage.

Die Würfe sind gross und umfassen meist sechs bis zwölf Junge, manchmal mehr. Die Jungen kommen haarlos und mit geschlossenen Augen zur Welt, und das Muttertier zieht sie mit wenig Eingreifen auf, sofern sie ruhig und gut ernährt ist. Der Nachwuchs wird meist im Alter von etwa vier bis fünf Wochen entwöhnt. Da sich Ratten sehr leicht vermehren und viele Junge werfen, erfordert verantwortungsvolle Zucht eine Planung, wo jedes Tier untergebracht werden kann, sowie Sorgfalt bei Gesundheit und Wesen der Elterntiere.

Zuchtdaten
KennwertWert
GeschlechtsreifeEtwa 5 bis 6 Wochen
TragzeitEtwa 21 bis 23 Tage
WurfgrösseMeist 6 bis 12 Junge
Augen öffnen sichEtwa 2 Wochen
EntwöhnungEtwa 4 bis 5 Wochen

Eine Farbratte auswählen

Eine Farbratte eignet sich für Halterinnen und Halter, die mehrere Tiere zusammen halten und eine Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren akzeptieren; Kosten sind bescheiden, aber wiederkehrend.

Passt eine Farbratte zu Ihnen?

Farbratten brauchen tägliche Zuwendung und die Gesellschaft von Artgenossen, daher sollte man mindestens zwei Tiere einplanen und Zeit für den Umgang einrechnen. Der Käfig beansprucht einiges an Höhe im Raum. Zu den laufenden Kosten zählen Futter, Einstreu und mögliche Tierarztkosten, wobei Besuche bei einer auf Kleinsäuger spezialisierten Praxis den grössten Einzelposten ausmachen können. Für viele Halterinnen und Halter ist die kurze Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren der schwierigste Teil, denn der Abschied kommt früher als bei grösseren Haustieren.

Typische Kosten (allgemeine Richtwerte)
PostenTypische Kosten
Ratte (pro Tier)Niedrig; meist eine bescheidene einmalige Ausgabe
Käfig und ZubehörMittlere einmalige Ausgabe
Futter und EinstreuWiederkehrend, niedrig bis mässig pro Monat
Tierärztliche VersorgungVariabel; kann bei Erkrankung erheblich ausfallen

Wo man eine Farbratte bekommt

Nach verantwortungsvollen Züchterinnen und Züchtern Ausschau halten, die auf Gesundheit und Wesen selektieren und ihre Gruppen gut betreuen. Tierheime und Kleintierauffangstationen haben oft Ratten, die ein neues Zuhause suchen, manchmal als eingespielte Paare. Wo auch immer man sie erwirbt, sollte man aufgeweckte, wache Tiere mit klaren Augen, ungehinderter Atmung und gepflegtem Fell auswählen und Spontankäufe von Einzeltieren vermeiden.

Häufig gestellte Fragen zur Farbratte

Häufige Fragen zur Haltung von Farbratten betreffen ihre Eignung als Haustier, ihre Lebenserwartung, die Kosten, den Pflegeaufwand sowie ihre Eignung für Familien und Einsteiger.

Sind Farbratten gute Haustiere?

Ja. Sie sind klug, gesellig und lernfähig und bauen eine Bindung zu den Personen auf, die mit ihnen umgehen. Sie eignen sich für Halterinnen und Halter, die täglich Zuwendung geben und mehr als eine Ratte halten können.

Wie lange leben Farbratten?

Die meisten leben etwa zwei bis drei Jahre. Eine gute Ernährung, ein sauberer, gut belüfteter Käfig und rasche tierärztliche Betreuung helfen, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.

Wie viel kostet die Haltung einer Farbratte?

Die Ratte selbst ist meist günstig, mit mässigen einmaligen Kosten für einen Käfig und wiederkehrenden Kosten für Futter und Einstreu. Die tierärztliche Versorgung ist die am stärksten schwankende Ausgabe und kann erheblich ausfallen.

Sind Farbratten schwierig zu pflegen?

Der Pflegeaufwand liegt zwischen Einsteiger- und Fortgeschrittenenniveau. Tägliches Füttern, Umgang und Käfigpflege sind unkompliziert, doch sie müssen in Gruppen gehalten werden und brauchen eine mit Kleinsäugern vertraute Tierarztpraxis.

Sind Farbratten für Familien und Einsteiger geeignet?

Sie eignen sich für ältere Kinder unter Aufsicht Erwachsener und sind ein vertretbares erstes Nagetier. Am aktivsten sind sie am Abend, was zu Haushalten passt, die am Nachmittag und Abend zu Hause sind.

Müssen Farbratten paarweise oder in Gruppen gehalten werden?

Ja. Sie sind sehr gesellig und sollten mit mindestens einem gleichgeschlechtlichen Artgenossen gehalten werden. Eine einzeln gehaltene Ratte zieht sich mit der Zeit zurück.

Riechen Farbratten oder brauchen sie viel Reinigung?

Ratten putzen sich selbst und bleiben sauber, doch die Einstreu braucht regelmässige punktuelle Reinigung und vollständige Wechsel. Gute Belüftung und häufiges Reinigen halten den Geruch gering.