Alpaka
Vicugna pacos
Sanfte, neugierige Herdentiere, geschätzt für ihr weiches, edles Vlies.
View Alpaka breedsScientific classification
The Alpaka's place in the tree of life, from domain down to species.
- DomäneEukaryotaEukaryoten
- ReichAnimaliaTiere
- StammChordataChordatiere
- KlasseMammaliaSäugetiere
- OrdnungArtiodactylaPaarhufer
- FamilieCamelidaeKamele
- GattungVicugnaVikunjas & Alpakas
- ArtVicugna pacosAlpaka
Alpaka colors, patterns and markings
Every color, pattern and marking the taxonomy records for Alpaka, by part of the body. Each breed page shows which clubs accept which ones.
Fell
Color of the fur or hair.
Alpaka: Herkunft, Merkmale und Haltung
Das Alpaka (Vicugna pacos) ist ein kleines, domestiziertes südamerikanisches Kamel, das vor allem wegen seiner weichen Faser gehalten wird und auf Gesellschaft angewiesen ist.
Zur Familie der Kamele gehört das Alpaka, das eng mit Lama, Guanako und Vikunja verwandt ist. Seinen Ursprung hat es in den Hochanden, wo man es seit Jahrtausenden nicht als Lasttier, sondern wegen seiner feinen Faser züchtet. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Schulterhöhe von etwa 0,8 bis 1 Meter und wiegen zwischen 50 und 84 kg, damit ist das Alpaka deutlich kleiner als das verwandte Lama.
In erster Linie wird das Alpaka wegen seiner Faser gehalten, viele Halterinnen und Halter schätzen es zusätzlich als Weidegefährten und Kleinvieh auf dem Hof. Da es sich um ein Herdentier handelt, kommt es allein nicht zurecht und wird deshalb praktisch immer in Gruppen ab zwei Tieren gehalten. Sein Wesen gilt als ruhig und neugierig, gebissen wird nur selten. Verständigt wird sich vor allem über leises Summen und über Körperhaltung, nicht über Aggression.
Am besten passt das Alpaka als Nutztierart in ein ländliches oder halbländliches Umfeld mit Weideflächen, sicherer Einzäunung und Schutz vor Hitze und Nässe. Es ist ein Weidetier und kein Haustier für die Wohnung, und vielerorts gelten für seine Haltung kommunale oder landwirtschaftliche Vorschriften.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Vicugna pacos |
| Familie | Kamele (Camelidae) |
| Grösse im Erwachsenenalter | Etwa 0,8 bis 1 m Schulterhöhe |
| Lebenserwartung | 15 bis 20 Jahre |
| Ernährung | Pflanzenfresser (Gras, Heu, Weide) |
| Pflegeaufwand | Mittel (Nutztierhaltung) |
| Geeignet für | Halterinnen und Halter mit Weideland und Artgenossen |
Für wen sich das Alpaka eignet
Für Personen mit eigenem Land, die mehrere Tiere halten können und die jährliche Schur sowie die laufende Nutztierpflege einplanen, ist ein Alpaka geeignet. Für die Wohnung, für eine einzelne Haltung ohne Artgenossen oder für Halter ohne Platz für Weide und Unterstand eignet es sich nicht.
Alpakarassen: Huacaya und Suri im Vergleich
Beim Alpaka gibt es zwei anerkannte Rassen, Huacaya und Suri, die sich fast ausschliesslich durch die Faserstruktur unterscheiden.
Nur zwei Rassen gibt es beim Alpaka, beide über die Struktur ihrer Faser definiert und nicht über Grösse oder Körperbau. In Körperform und Wesen sind sie sich ähnlich, weshalb sich die Wahl zwischen den beiden meist nach der gewünschten Fasersorte richtet. Weltweit ist das Huacaya die bei weitem häufigere der beiden Rassen.
| Rasse | Bekannt für |
|---|---|
| Huacaya | Dichte, gekräuselte Wollfaser, die dem Tier ein flauschiges Aussehen gibt |
| Suri | Lange, seidige Faser, die in gedrehten Locken eng am Körper herunterhängt |
Wie die Rassen eingeteilt sind
Beide Rassen gehören zur gleichen Art und lassen sich untereinander kreuzen. Eingeteilt wird ausschliesslich nach Fasereigenschaften. Die Huacaya-Faser ist federnd und elastisch, die Suri-Faser dagegen glatt und glänzend. Innerhalb jeder Rasse beschreibt man die Tiere üblicherweise nach Faserfarbe, diese reicht von Weiss über Falbtöne und Braun bis zu Grau und Schwarz.
Geschichte und Domestikation des Alpakas
Domestiziert wurde das Alpaka vor etwa 6000 bis 7000 Jahren im Andenhochland, vermutlich ausgehend vom wilden Vikunja, vor allem wegen seiner feinen Faser.
Das Alpaka gehört zu den ältesten domestizierten Tieren Amerikas. Die Domestikation fand in den Hochanden des heutigen Perus und angrenzender Gebiete statt, wo archäologische Funde auf eine Kamelhaltung vor mehreren Jahrtausenden hinweisen. Genetische Untersuchungen zeigen, dass das Alpaka überwiegend vom wilden Vikunja abstammt, was sich auch im wissenschaftlichen Namen Vicugna pacos widerspiegelt.
Anders als das grössere Lama, das man vor allem als Lasttier entwickelte, wurde das Alpaka gezielt wegen seiner Faserqualität ausgewählt. In den vorkolumbianischen Kulturen der Anden galt Alpakafaser als wertvolles Material, die Tiere wurden in grossen Herden auf den Hochlandweiden gehalten.
Mit der Ankunft der Europäer im 16. Jahrhundert geriet die andine Weidewirtschaft unter Druck, und die Alpakabestände gingen in dieser Zeit deutlich zurück. Die Art überlebte trotzdem in den höheren Bergregionen, an die sie am besten angepasst war, und die Hirtentraditionen setzten sich in den andinen Gemeinschaften fort.
Seit dem späten 20. Jahrhundert wurden Alpakas auch ausserhalb Südamerikas angesiedelt, unter anderem in Australien, den USA und Teilen Europas, wo sie wegen der Faser und als Kleinvieh gehalten werden. Peru bleibt das Land mit dem grössten Alpakabestand.
Aussehen und körperliche Merkmale des Alpakas
Alpakas sind kleine Kamele mit schlankem Hals, rundlichem, dicht befasertem Körper und einer Schulterhöhe von etwa 0,8 bis 1 Meter.
Das Alpaka hat einen kompakten Körper, einen langen, aufrechten Hals, einen kleinen Kopf mit grossen Augen und deutlich aufgerichtete Ohren. Die Beine sind schlank und enden in weichen, zweizehigen Füssen mit Sohlenpolstern anstelle von Hufen. Der Körper ist von Faser bedeckt, die laufend nachwächst und einmal jährlich geschoren wird. Im Vergleich zum Lama ist das Alpaka kleiner, hat ein rundlicheres Gesicht und kürzere Ohren, die längeren, bananenförmigen Ohren des Lamas fehlen ihm.
| Merkmal | Typischer Bereich |
|---|---|
| Grösse | Etwa 0,8 bis 1 m Schulterhöhe |
| Gewicht | Rund 50 bis 84 kg als erwachsenes Tier |
| Fell beziehungsweise Bedeckung | Dichte Faser über fast dem gesamten Körper |
| Farben | Natürliche Töne von Weiss und Falb bis Braun, Grau und Schwarz |
| Besondere Merkmale | Gepolsterte, zweizehige Füsse, aufrechte Ohren, langer Hals |
Wie sich das Aussehen zwischen den Rassen unterscheidet
Die Faserstruktur ist der wichtigste sichtbare Unterschied zwischen den beiden Rassen. Die Faser des Huacaya ist gekräuselt und dicht, steht vom Körper ab und ergibt einen flauschigen, teddybärartigen Look. Beim Suri hängt die lange Faser in einzelnen Locken herunter, was dem Tier eine schlankere, drapierte Erscheinung gibt. Körpergrösse und Körperbau sind bei beiden Rassen sonst weitgehend ähnlich.
Verhalten und Wesen des Alpakas
Alpakas sind ruhige, gesellige Herdentiere, die sich vor allem über Summen und Körperhaltung verständigen, aber Artgenossen brauchen.
Alpakas sind Fluchttiere mit ausgeprägtem Herdeninstinkt, ihr Verhalten spiegelt das Bedürfnis nach Sicherheit in der Gruppe wider. Ein einzeln gehaltenes Alpaka neigt zu Stress, deshalb hält man die Tiere in Gruppen. Innerhalb einer Herde bildet sich eine lockere Rangordnung, ein grosser Teil des Tages wird gemeinsam mit Grasen verbracht. Gefahren gegenüber sind sie aufmerksam und geben bei Bedrohung einen Warnruf ab.
Alpakas verständigen sich über verschiedene leise Laute, am häufigsten ein sanftes Summen, dazu kommt Körpersprache wie Ohrenstellung und Halshaltung. Meistens sind es ruhige Tiere. Spucken gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoire, es dient vor allem der Klärung von Rang- oder Futterstreitigkeiten innerhalb der Herde und richtet sich häufiger gegen andere Alpakas als gegen Menschen.
Berührungen gegenüber sind die meisten Alpakas zunächst misstrauisch, gepackt oder festgehalten werden möchten sie nicht. Durch ruhigen, regelmässigen Umgang gewöhnen sie sich an die Nähe von Menschen. Von Natur aus sind sie nicht aggressiv, gebissen wird selten, da ihnen die oberen Schneidezähne fehlen.
| Aspekt | Typisch |
|---|---|
| Soziales Verhalten | Sehr gesellig, braucht Artgenossen |
| Aktivitätsniveau | Mittel, verbringt viel Zeit mit Grasen |
| Lautäusserungen | Gering, meist leises Summen |
| Umgang mit Menschen | Sanft, aber vorsichtig, bevorzugt wenig Zwang |
| Umgang mit anderen Tieren | Lebt gut in Herden, kann fremden Arten gegenüber zurückhaltend sein |
Alpakahaltung: die richtige Pflege
Zur Alpakapflege gehören gute Weide, sichere Einzäunung, Unterstand und jährliche Schur sowie regelmässige Kontrolle von Krallen und Zähnen.
Tägliche Pflege
- Zugang zu sauberer Weide oder hochwertigem Heu sicherstellen
- Kontrollieren, ob jederzeit frisches Wasser vorhanden ist
- Jedes Tier auf normale Haltung, Appetit und Kot beobachten
- Mindestens zwei Alpakas zusammen halten, damit die Herde Sicherheit bietet
Umgebung
- Eine sichere Einzäunung, welche die Alpakas drinnen und Raubtiere draussen hält
- Ein dreiseitiger Unterstand oder Stall als Schutz vor Sonne, Regen und Wind
- Gut durchlässiger Boden, um Fuss- und Parasitenprobleme zu verringern
- Schatten und Belüftung bei Hitze, denn Alpakas vertragen Kälte besser als Hitze
Fellpflege und Umgang
Einmal jährlich, meist im Frühling, werden Alpakas geschoren, um die Faser zu gewinnen und Hitzestress vorzubeugen. Die Krallen müssen regelmässig geschnitten werden, und die Zähne sollten kontrolliert werden, da die unteren Schneidezähne laufend nachwachsen. Der Umgang mit Alpakas sollte ruhig erfolgen, plötzliches Festhalten ist zu vermeiden, am besten nähert man sich von der Seite statt von vorne.
Ernährung und Fütterung von Alpakas
Alpakas sind grasende Pflanzenfresser, die vor allem von Gras und hochwertigem Heu leben, ergänzt durch Mineralstoffe nach Bedarf.
Alpakas sind Raufutterfresser mit einem dreikammerigen Magen, der Pflanzenmaterial effizient vergärt. In der Wachstumsperiode besteht der grösste Teil der Nahrung aus Weidegras, bei schlechter oder fehlender Weide kommt Heu dazu. Im Vergleich zu grösserem Nutzvieh ähnlichen Gewichts fressen sie verhältnismässig wenig und grasen dabei meist schonend, ohne Pflanzen samt Wurzel auszureissen. Kraftfutter wird, sofern überhaupt, nur sparsam gegeben, da reichhaltiges oder energiereiches Futter bei Überfütterung Übergewicht und gesundheitliche Probleme verursachen kann.
| Lebensphase | Ernährung | Hinweise |
|---|---|---|
| Cria (Jungtier) | Muttermilch, danach schrittweise Gewöhnung an Raufutter | Das Absetzen erstreckt sich über mehrere Monate |
| Erwachsen | Weide und Heu | Die meisten erwachsenen Tiere brauchen wenig oder kein Kraftfutter |
| Trächtig oder säugend | Weide und Heu mit zusätzlichem Raufutter | Erhöhter Nährstoffbedarf, Körperzustand im Auge behalten |
Leckerlis sollten sparsam bleiben und dürfen Raufutter nie ersetzen. In vielen Regionen liefern Weide und Heu nicht genügend Mineralstoffe, weshalb ein auf Kamele abgestimmtes Mineralfutter nötig sein kann. Sauberes, frisches Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen, der Bedarf steigt bei Hitze und während der Säugezeit.
Gesundheit und häufige Krankheiten beim Alpaka
Bei guter Haltung sind Alpakas robust und werden etwa 15 bis 20 Jahre alt, neigen aber zu Parasiten, Zahnproblemen und Hitzestress.
Bei guter Haltung sind Alpakas widerstandsfähige Tiere, die Lebenserwartung liegt typischerweise bei 15 bis 20 Jahren. Weil es sich um Fluchttiere handelt, verbergen sie Krankheiten oft, weshalb kleine Veränderungen bei Haltung, Appetit oder Kot häufig die ersten Anzeichen für ein Problem sind. Viele der häufigen Probleme betreffen Parasiten, Zähne, Füsse und Hitze.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Innere Parasiten | Gewichtsverlust, Blutarmut, schlechtes Fell | Wird durch Entwurmung und Weiderotation kontrolliert |
| Hitzestress | Mattigkeit, schnelle Atmung, Kollaps bei Hitze | Schatten, Wasser und rechtzeitige Schur bereitstellen |
| Zahnprobleme | Fressschwierigkeiten, Gewichtsverlust | Untere Schneidezähne und Backenzähne regelmässig kontrollieren |
| Fuss- oder Krallenprobleme | Lahmheit, überlange Krallen | Krallen schneiden, Boden gut entwässert halten |
Vorsorge
- Regelmässige Parasitenkontrolle und Weidemanagement
- Jährliche Schur zur Vorbeugung von Hitzestress
- Regelmässige Kontrolle von Zähnen, Krallen und Körperzustand
- Impfungen entsprechend regionaler Empfehlung
- Quarantäne neuer Tiere vor der Aufnahme in die Herde
Zucht und Fortpflanzung beim Alpaka
Alpakas werden mit etwa einem bis zwei Jahren geschlechtsreif, die Tragzeit dauert rund 11 bis 12 Monate, Zwillinge sind sehr selten.
Alpakas erreichen die Zuchtreife meist im Alter von etwa einem bis zwei Jahren, Weibchen werden oft ab rund 12 bis 18 Monaten gedeckt, sobald sie die passende Grösse erreicht haben, Männchen werden etwas später geschlechtsreif. Weibliche Alpakas sind induzierte Ovulatoren, das heisst, der Eisprung wird durch die Paarung ausgelöst und nicht durch einen regelmässigen Zyklus, weshalb die Zucht über weite Teile des Jahres möglich ist. Bei der Paarung sitzt das Weibchen in einer Position, die als Cush bezeichnet wird.
Die Tragzeit dauert rund 11 bis 12 Monate und bringt fast immer nur ein Junges hervor, das als Cria bezeichnet wird. Zwillinge sind sehr selten. Geburten finden meistens tagsüber statt. Das Cria steht in der Regel bereits wenige Stunden nach der Geburt auf und beginnt zu saugen, das Absetzen erfolgt schrittweise über mehrere Monate.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 1 bis 2 Jahre |
| Eisprung | Durch Paarung ausgelöst |
| Tragzeit | Rund 11 bis 12 Monate |
| Wurfgrösse | In der Regel ein Cria, Zwillinge sehr selten |
| Absetzen | Schrittweise über mehrere Monate |
Ein Alpaka anschaffen: worauf es ankommt
Ein Alpaka ist eine langfristige Nutztierverpflichtung, die Land, Einzäunung, mindestens einen Artgenossen und 15 bis 20 Jahre Pflege braucht.
Passt ein Alpaka zu Ihnen?
Alpakas brauchen Weide, sichere Einzäunung und Unterstand, ausserdem müssen sie in Gruppen gehalten werden, weshalb von Anfang an mindestens zwei Tiere einzuplanen sind. Mit einer Lebenserwartung von rund 15 bis 20 Jahren sind sie eine langfristige Verpflichtung, vergleichbar mit anderem Nutzvieh. Zu den laufenden Kosten gehören Futter und Heu, die jährliche Schur, Parasitenkontrolle, tierärztliche Versorgung sowie der Unterhalt der Einzäunung. Für Wohnung oder Stadtleben eignen sich Alpakas nicht, und ihre Haltung kann örtlichen landwirtschaftlichen oder baurechtlichen Vorschriften unterliegen.
| Posten | Typische Kosten |
|---|---|
| Kaufpreis | Stark abhängig von Rasse, Faserqualität und Abstammung |
| Unterstand und Einzäunung | Einmalige Anschaffung, kann beträchtlich ausfallen |
| Futter und Heu | Laufend, höher bei schlechter Weide |
| Jährliche Schur | Wiederkehrende jährliche Kosten |
| Tierärztliche und laufende Pflege | Laufend, einschliesslich Parasitenkontrolle |
Wo man ein Alpaka bekommt
Alpakas werden meist von etablierten Zuchtbetrieben oder Kleinbetrieben gekauft, gelegentlich sind sie auch über Vermittlungsstellen für Tiere erhältlich, die ein neues Zuhause suchen. Die Wahl sollte auf eine Quelle fallen, die gesunde, gut an den Menschen gewöhnte Tiere hält, Einsicht in die Herde gewährt und bei der Pflege beraten kann. Weil Alpakas auf Gesellschaft angewiesen sind, empfiehlt es sich, gleich mehr als ein Tier anzuschaffen.
Häufig gestellte Fragen zum Alpaka
Antworten auf häufige Fragen zur Alpakahaltung: Lebenserwartung, Eignung als Haustier, Pflegeaufwand und Einzelhaltung.
Sind Alpakas gute Haustiere?
Die Haltung von Alpakas kann lohnend sein, es handelt sich aber um Nutztiere und nicht um Haustiere für die Wohnung. Sie sind sanft und ruhig, brauchen jedoch Weide, Unterstand und die Gesellschaft anderer Alpakas, weshalb sie eher zu Halterinnen und Haltern mit ländlichem Grundstück passen als zu einem gewöhnlichen Haushalt.
Wie alt werden Alpakas?
Bei guter Pflege werden Alpakas meist 15 bis 20 Jahre alt, ihre Haltung ist damit eine langfristige Verpflichtung.
Kann man nur ein einzelnes Alpaka halten?
Nein. Alpakas sind Herdentiere und geraten bei Einzelhaltung unter Stress, deshalb sollten sie immer in Gruppen ab zwei Tieren gehalten werden.
Wie teuer ist die Haltung eines Alpakas?
Die Kosten schwanken stark. Neben dem Kaufpreis fallen laufend Ausgaben für Einzäunung und Unterstand, Futter und Heu, die jährliche Schur, Parasitenkontrolle und tierärztliche Versorgung an.
Sind Alpakas aufwendig in der Pflege?
Der Pflegeaufwand ist mittel und umfasst gute Weide, sichere Einzäunung, Unterstand, jährliche Schur sowie regelmässige Kontrolle von Zähnen und Füssen. Die grössere Herausforderung liegt eher in der benötigten Fläche und der Haltung einer kleinen Herde als in der täglichen Routine selbst.
Eignen sich Alpakas für Anfänger und Familien?
Alpakas gelten allgemein als ruhig und im Umgang mit Menschen sicher, auch mit beaufsichtigten Kindern. Für Einsteigerinnen und Einsteiger mit eigenem Land und Bereitschaft zur Nutztierhaltung kommen sie deshalb infrage. Der Umgang sollte behutsam erfolgen, ohne die Tiere zu packen oder plötzlich festzuhalten.
Braucht es eine spezielle Bewilligung für die Alpakahaltung?
Oft ja. Da Alpakas als Nutztiere gelten, können örtliche landwirtschaftliche, bau- und tierhalterechtliche Vorschriften gelten, weshalb es wichtig ist, die regionalen Vorgaben vorab zu prüfen.