United Pet Club
Schaf

Merino

Das Merino ist das führende Wollschaf der Welt, geschätzt für sein außergewöhnlich feines, weiches Vlies und sein ruhiges, umgängliches Wesen.

Size
Mittel
Lifespan
10–12 years
Origin
Spanien
Temperament
Ruhig
Standard colors
Weiss
Key Traits
RuhigSanftFügsamGutmütigGesellig

Characteristics

Energy Level2
Trainability2
Good With Kids3
Good With Pets2
Grooming Needs1

Merino colors and patterns

What each club's breed standard says about every Merino color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Merino in Weiss.

Fell: rulings by club
Color or patternMERINO SA
WeissStandardgemäß (“white to slightly cream-coloured”)
SchwarzDisqualifizierend (“Brown or black fibres in fleece”)

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.
Disqualifizierend
The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.

Color changes

How a Merino's colors can change over its life.

  • Weisschanges toGefleckt

    Fell · Fortschreitend

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Merino-Schaf: Herkunft und Merkmale

Das Merino ist ein mittelgrosses Wollschaf aus Spanien, geschätzt für feinste Wolle und ein ruhiges, gut führbares Wesen.

Das Merino ist ein Wollschaf spanischer Herkunft, das heute in fast allen bedeutenden Schafzuchtregionen der Welt vorkommt. Sein Vlies gilt als das feinste unter den gängigen Schafrassen: Die einzelnen Fasern sind deutlich dünner als bei Fleisch- oder Teppichwollrassen. Diese Feinheit ist der Grund, weshalb die Rasse seit Jahrhunderten gezüchtet, gehandelt und geschützt wird.

Ein Merino ist mittelgross gebaut, wobei sowohl Auen als auch Widder über weite Teile des Körpers ein dichtes Vlies tragen. Bei vielen Linien zeigt sich lockere Hautfaltung, besonders am Hals, welche die wolltragende Fläche zusätzlich vergrössert. Die Rasse gilt als robust und kommt sowohl auf trockenem Weideland als auch auf verbesserten Wiesen zurecht. Dies begünstigte ihre Verbreitung nach Australien, Südafrika, Südamerika und in den Westen der USA.

Das Wesen zählt zu den praktischen Stärken der Rasse. Merinos sind sanft, ruhig und gutmütig; grosse Herden lassen sich dadurch leichter zusammentreiben, scheren und handhaben als bei nervöseren Rassen. Es sind gesellige Tiere, die als Gruppe zusammenbleiben und sich unter routiniertem Management rasch einleben.

Merino auf einen Blick
MerkmalAngabe
HerkunftSpanien
GrösseMittelgross
Lebenserwartung10 bis 12 Jahre
Gruppe / RolleWollschaf (Feinwollproduktion)
VerträglichkeitLebt in der Herde; ruhig gegenüber Betreuungspersonen

Für wen sich das Merino eignet

Das Merino eignet sich für Halterinnen und Halter, denen es vor allem um Wolle geht, von kommerziellen Feinwollbetrieben bis zu Handspinnerinnen, die weiche Faser suchen. Es dankt regelmässige Schur, gute Weiden sowie konsequentes Parasiten- und Klauenmanagement. Dank des gutmütigen Wesens kommt es auch für Kleinhalter infrage, sofern das schwerere Vlies und das Risiko von Fliegenmadenbefall ernst genommen werden.

Geschichte und Herkunft

Das Merino erhielt seine heutige Form im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Spanien, wo Feinwollherden als geschütztes Nationalgut galten, bevor sich die Rasse weltweit verbreitete.

Das Merino entstand in Spanien, wo im Mittelalter Feinwollschafe in grossen, wandernden Herden gehalten wurden. Spanische Feinwolle entwickelte sich zu einem bedeutenden Exportgut, und die Herden, die sie lieferten, wurden nach einem geordneten System saisonaler Wanderungen zwischen Sommer- und Winterweiden geführt.

Über lange Zeit war die Ausfuhr von Zuchttieren aus Spanien streng reglementiert, da der Wert der Wolle davon abhing, dass die besten Tiere im Land blieben. Dadurch blieb die Rasse ausserhalb Spaniens begehrt, aber schwer erhältlich.

Ab dem 18. Jahrhundert gelangten kleine Bestände spanischer Schafe in andere Länder, zunächst nach Europa, später auch auf die Südhalbkugel. Diese Gründertiere bildeten die Grundlage neuer nationaler Herden. Besonders Australien entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der Merinozucht; die dortige Selektion brachte Linien hervor, die sich für trockenes Weideland und die grossflächige Wollproduktion eignen.

Mit der Zeit entstanden in verschiedenen Regionen eigenständige Typen, die sich in Körpergrösse, Hautfaltung und Vliesgewicht unterscheiden, wobei das prägende Merkmal der Rasse erhalten blieb: sehr feine Wolle. Das Merino bildet bis heute in vielen Ländern die Grundlage der Feinwollproduktion.

Erscheinungsbild

Das Merino ist ein mittelgrosses Schaf mit dichtem, feinem, gekräuseltem weissem Vlies, häufig mit lockeren Hautfalten und wollbedecktem Kopf.

Das Merino hat einen kompakten, mittelgrossen Körper auf verhältnismässig kurzen Beinen und trägt ein tiefes, dichtes Vlies, das den grössten Teil des Tieres bedeckt. Die Wolle ist weiss und fein gekräuselt; sie wächst über den Rumpf, weite Teile der Beine und oft auch über einen Teil des Kopfes. Bei vielen Linien finden sich lockere Hautfalten, am deutlichsten am Hals, die die wolltragende Fläche vergrössern.

Die Behornung variiert je nach Geschlecht und Linie. Widder mancher Typen tragen grosse spiralförmige Hörner, andere sind hornlos; Auen sind meist hornlos oder haben nur kleine Hörner. Der Kopf ist in der Regel unbewollt und hell, teils von Wollwuchs rund um die Augen verdeckt.

Merino-Rassestandard im Überblick
MerkmalTypischer Bereich
Grösse60 bis 70 cm Widerristhöhe
GewichtAuen 45 bis 80 kg; Widder 70 bis 100 kg
FellDichtes, feines, gekräuseltes Vlies
FarbenWeisses Vlies; helle Haut
AugenDunkel; teils durch Gesichtswolle verschattet

Vlies und Farben

Das prägende Merkmal ist das Vlies. Merinowolle zählt zu den feinsten aller Schafwollen, mit dünnen Fasern, die ihr einen weichen Griff verleihen. Das Vlies ist dicht und gleichmässig, mit regelmässiger Kräuselung, die für Elastizität sorgt. Merinowolle in Standardqualität ist weiss, wodurch sie sich nach der Verarbeitung in jede beliebige Farbe färben lässt. Starker Wollwuchs im Gesicht kann bei einzelnen Tieren zu Wollblindheit führen; viele Züchter selektieren deshalb gegen übermässige Gesichtsbewollung.

Wesen und Verhalten

Merinos sind sanfte, ruhige und gesellige Schafe, die eng zusammenhalten und sich gut führen lassen, was sowohl grossen Betrieben als auch kleineren Haltungen entgegenkommt.

Das Merino gilt als ruhig und gutmütig im Wesen. Die Tiere sind gutartig und in der Regel leichter zu bewegen und zu handhaben als nervösere Rassen. Diese Gelassenheit ist in grossen Herden von Wert, wo einfaches Zusammentreiben und ruhiges Verhalten beim Scheren Zeit sparen und den Stress für die Tiere verringern.

Merinos sind ausgesprochen gesellig und bleiben lieber als Gruppe zusammen. Ein einzelnes Schaf gerät rasch in Stress, weshalb es stets mit Artgenossen gehalten werden sollte. Gegenüber vertrauten Betreuungspersonen beruhigen sich die Tiere schnell und akzeptieren Routinearbeiten wie Entwurmen, Klauenpflege und Schur.

Gegenüber Menschen zeigt die Rasse keine Aggressivität, wobei Widder behornter Linien während der Decksaison umsichtig behandelt werden müssen. Merinos vertragen sich gut mit anderem Weidevieh und sind nicht revierbezogen. Herdenschutzhunde kommen häufiger zum Schutz der Herde nach aussen zum Einsatz als zur Steuerung des Verhaltens innerhalb der Gruppe.

Wesensmerkmale des Merino (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalWert
Anhänglichkeit2
Energie2
Lernfähigkeit2
Lautstärke3
Vliesabwurf1

Pflege und Haltung

Bei der Merino-Pflege stehen regelmässige Schur, gute Weiden, Parasiten- und Klauenkontrolle sowie Wachsamkeit gegenüber Fliegenmadenbefall im dichten Vlies im Vordergrund.

Merinos brauchen eine konsequente Betreuung, die sich auf Vlies und Klauen konzentriert. Ihre Wolle wird nicht von selbst abgeworfen, weshalb die Schur unerlässlich ist. Das dichte Fell macht sie zudem anfälliger für Fliegenmadenbefall als glatthaarige Rassen, weshalb Hygiene im Bereich der Hinterhand und rechtzeitige Schur das ganze Jahr über wichtig bleiben.

Fellpflege

  • Mindestens einmal jährlich scheren; manche Betriebe scheren je nach Klima und Wollwachstum zweimal.
  • Zwischen den Scheren die Wolle rund um Hinterhand und Euter stutzen (sogenanntes «Crutching»), um Kotanhaftung und das Risiko von Fliegenmadenbefall zu verringern.
  • Das Vlies regelmässig auf Anzeichen von Befall prüfen, besonders bei warmer, feuchter Witterung.
  • Bei stark bewollten Köpfen auf Wollblindheit achten und bei Bedarf um die Augen stutzen.

Bewegung

  • Täglichen Zugang zur Weide bieten, damit sich die Tiere natürlich bewegen und Futter suchen.
  • Weiden im Umtrieb nutzen, um die Futterqualität zu erhalten und den Parasitendruck zu senken.
  • Genügend Platz einplanen, damit sich die ganze Herde gemeinsam bewegen kann, da Merinos als Gruppe ziehen.

Umgebung

Merinos kommen gut mit trockenem, offenem Gelände zurecht und vertragen unterschiedliche Klimabedingungen. Sie benötigen sauberes Wasser, Schatten bei Hitze sowie Schutz vor kaltem Wind und Regen, besonders nach der Schur, wenn das Vlies nicht mehr isoliert. Sichere Umzäunung und eine gute Drainage in den Ausläufen beugen Klauenproblemen vor.

Ernährung und Fütterung

Merinos sind Wiederkäuer, deren Ernährung auf hochwertiger Weide und Raufutter beruht; Ergänzungen richten sich nach Trächtigkeit, Laktation und Trockenperioden.

Als Wiederkäuer sind Merinos auf Weide und anderes Raufutter ausgelegt. Gute Weiden decken über weite Teile des Jahres den Grossteil des Bedarfs. In der späten Trächtigkeit und während der Laktation steigt der Bedarf, ebenso in Trockenperioden, wenn die Weidequalität sinkt. In diesen Phasen werden Heu, Silage oder Kraftfutter eingesetzt, um die Lücke zu schliessen. Ein stetiger Zugang zu sauberem Wasser ist unerlässlich, und der Bedarf steigt mit Hitze und Milchleistung.

Der Mineralstoffhaushalt ist sowohl für die Gesundheit als auch für die Wollqualität von Bedeutung. Tiere auf mageren oder knappen Weiden benötigen unter Umständen zusätzliche Mineralstoffe; Kupfer ist dabei besonders sorgfältig zu dosieren, da Schafe empfindlich auf einen Überschuss reagieren.

Allgemeiner Fütterungsleitfaden (raufutterbasierte Ration)
LebensphaseMenge pro TagFütterungen
Erhaltung (trockenes Alttier)Rund 2 % des Körpergewichts an TrockensubstanzWeide plus Raufutter
Späte TrächtigkeitErhöhter Energie- und Eiweissbedarf über dem ErhaltungsbedarfWeide plus Ergänzungsfutter
Laktierende AueHöchster Bedarf; hochwertiges Raufutter plus KraftfutterWeide plus Ergänzungsfutter
Wachsendes LammHochwertiges Raufutter; bei Bedarf BeifutterWeide mit freiem Zugang

Leckerlis und Ergänzungsfutter

Ergänzungsfutter sollte massvoll und stets zusätzlich zum Raufutter eingesetzt werden, nie als Ersatz dafür. Schafspezifische Salzlecksteine oder lose Mineralstoffe gleichen örtliche Mängel aus. Plötzliche Umstellungen auf getreidereiche Rationen können Verdauungsstörungen auslösen, weshalb jedes Kraftfutter schrittweise eingeführt werden sollte. Wollwachstum und Vliesqualität profitieren von gleichmässiger, ausreichender Ernährung stärker als von gelegentlich reichhaltigem Futter.

Gesundheit

Merinos sind robust und werden häufig 10 bis 12 Jahre alt; das dichte Vlies erhöht jedoch das Risiko von Fliegenmadenbefall und verlangt konsequente Parasiten- und Klauenkontrolle.

Merinos gelten allgemein als robuste Schafe und kommen mit anspruchsvollen Klimabedingungen zurecht. Bei guter Haltung erreichen sie häufig ein Alter von 10 bis 12 Jahren, wobei die produktive Zuchtdauer in der Regel kürzer ausfällt. Die meisten Gesundheitsprobleme der Rasse gehen auf dieselben Ursachen zurück wie bei Schafen allgemein: innere Parasiten, Klauenerkrankungen und äussere Probleme im Zusammenhang mit dem Vlies. Das dichte Merino-Fell erhöht insbesondere das Risiko von Fliegenmadenbefall und bei manchen Tieren von Wollblindheit.

Häufige Erkrankungen beim Merino
ErkrankungAnzeichenHinweis
Fliegenmadenbefall (Myiasis)Unruhe, verschmutzte oder feuchte Wolle, übler Geruch, HautschädenHöheres Risiko bei dichtem, verschmutztem Vlies; rasches Handeln nötig
Innere Parasiten (Würmer)Gewichtsverlust, Durchfall, blasse Schleimhäute, SchwächeGezielte Entwurmung und Weiderotation einsetzen
Moderhinke / LahmheitHinken, Geruch, Ablösung des KlauenhornsVerschlechtert sich in nassen, schlammigen Ausläufen
WollblindheitWollwuchs über den Augen, Anstossen an GegenständeGesichtswolle stutzen; in der Zucht dagegen selektieren

Vorsorge

  • Ein Entwurmungsprogramm auf Basis von Kotproben verfolgen, statt routinemässig pauschal zu entwurmen.
  • Klauen regelmässig kontrollieren und stutzen sowie die Ausläufe trocken halten.
  • Crutching und Schur nach Plan durchführen, um das Risiko von Fliegenmadenbefall zu senken.
  • Impfungen gegen die in der Region verbreiteten Clostridiosen auf dem aktuellen Stand halten.
  • Geeignete Mineralstoffe anbieten und einen Kupferüberschuss vermeiden.

Zucht und Ablammen

Merino-Auen werden meist einmal jährlich gedeckt und bringen in der Regel ein Einzellamm; die Selektion berücksichtigt neben der Wollfeinheit auch Fruchtbarkeit und Konstitution.

Merinos erreichen die Zuchtreife im ersten Lebensjahr, wobei Auen häufig erst dann zum Deckakt zugelassen werden, wenn sie ausreichend entwickelt sind, statt im frühestmöglichen Alter. Viele Merino-Linien decken saisonal, wobei der Deckzeitpunkt so gewählt wird, dass die Lämmer bei geeigneter Witterung zur Welt kommen. Widder laufen während einer festgelegten Decksaison mit den Auen; die Kondition der Auen zum Deckzeitpunkt beeinflusst massgeblich, wie viele tragend werden.

Die Trächtigkeit dauert rund fünf Monate. Merino-Auen bringen meist ein Einzellamm zur Welt; Zwillinge sind seltener als bei manchen spezialisierten Fleischrassen, und die Ablammrate schwankt je nach Linie, Fütterung und Management. Auen sind in der Regel aufmerksame Mütter, und die Lämmer stehen und saugen bald nach der Geburt.

Bei der Aufzucht geht es vor allem darum, neugeborene Lämmer vor Kälte und Raubtieren zu schützen, ihnen frühzeitig Kolostrum zu sichern und die Auen während der Laktation in guter Kondition zu halten. Die Lämmer werden nach einigen Monaten abgesetzt. In Zuchtprogrammen wird die Wollfeinheit und das Vliesgewicht gegen Fruchtbarkeit, Wachstum und die allgemeine Konstitution abgewogen, damit die Herde sowohl produktiv als auch robust bleibt.

Zuchtdaten des Merino
KennzahlWert
ZuchtreifeIm ersten Lebensjahr
DeckmusterHäufig saisonal; festgelegte Decksaison
TrächtigkeitRund 5 Monate (etwa 150 Tage)
Typische WurfgrösseMeist ein Einzellamm
AbsetzenEtwa 3 bis 4 Monate

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zum Merino-Schaf betreffen Grösse, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung und die Verbreitung der Rasse.

Wie gross wird ein Merino-Schaf?

Das Merino ist ein mittelgrosses Schaf. Auen wiegen meist zwischen etwa 45 und 80 kg, Widder zwischen etwa 70 und 100 kg, und die meisten Tiere erreichen eine Widerristhöhe von rund 60 bis 70 cm. Die Grösse variiert je nach Linie.

Wie ist das Wesen des Merino?

Merinos sind sanft, ruhig und gesellig. Sie halten eng zusammen, lassen sich gut führen und beruhigen sich unter routinierter Betreuung rasch. Das erklärt ihre Beliebtheit in grossen wie in kleinen Herden.

Ist die Pflege eines Merino aufwendig?

Die Haltung ist überschaubar, aber nicht anspruchslos. Das dichte Vlies muss regelmässig geschoren werden und erhöht das Risiko von Fliegenmadenbefall, weshalb Schur, Crutching, Parasitenkontrolle und Klauenpflege durchgehend Aufmerksamkeit verlangen.

Wie alt werden Merino-Schafe?

Bei guter Haltung werden Merinos häufig 10 bis 12 Jahre alt, wobei die produktive Zuchtdauer in der Regel kürzer ausfällt als die Gesamtlebenserwartung.

Wofür wird das Merino gehalten?

Vor allem für die Wolle. Das Vlies des Merino gilt als das feinste unter den gängigen Schafrassen und bildet damit weltweit die Grundlage der Feinwollproduktion.

Eignet sich das Merino für eine Kleinhaltung?

Durchaus, dank seines ruhigen Wesens, doch das schwerere Vlies und das Risiko von Fliegenmadenbefall verlangen, dass die Halterin oder der Halter regelmässig schert, crutcht und die Herde kontrolliert. Schafe dürfen nie einzeln gehalten werden.

Wo ist das Merino heute verbreitet?

Die Rasse stammt ursprünglich aus Spanien und wird heute in zahlreichen Feinwollregionen gehalten, darunter Australien, Südafrika, Südamerika und der Westen der USA.