United Pet Club
Schaf

Awassi

Das Awassi ist ein altes fettschwänziges Schaf aus dem Nahen Osten, geschätzt für seine Widerstandsfähigkeit, seine Milchleistung und seine hervorragende Anpassung an Wüstenbedingungen.

Size
Mittel
Lifespan
10–12 years
Origin
Arabische Halbinsel
Temperament
Unabhängig
Key Traits
UnabhängigArbeitsamRuhigVielseitig

Characteristics

Energy Level2
Trainability2
Good With Kids3
Good With Pets2
Grooming Needs1

Awassi colors and patterns

What each club's breed standard says about every Awassi color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Fell: rulings by club
Color or pattern
Schwarz
Weiss
Braun
Patterns
Einfarbig
Zweifarbig

Über das Awassi-Schaf

Das Awassi ist ein mittelgrosses Fettschwanzschaf von der Arabischen Halbinsel, das vor allem als Milchschaf gehalten wird und Hitze sowie Trockenheit sehr gut erträgt.

Das Awassi stammt von der Arabischen Halbinsel und aus dem weiteren Nahen Osten und zählt dort zu den verbreitetsten und zahlreichsten Schafrassen überhaupt. Gehalten wird es in erster Linie als Milchschaf. Sein auffälligstes Merkmal ist der grosse Fettschwanz: ein Fettdepot am Hinterteil, das dem Tier hilft, lange Trockenperioden und magere Weidezeiten zu überstehen.

Von der Statur her ist das Awassi mittelgross, ruhig im Wesen und ausgesprochen eigenständig. Hitze, Dürre und lange Wanderungen auf der Suche nach Futter verkraftet es besser als die meisten anderen Rassen. Vom Libanon über den Irak bis in die Nachbarländer setzen pastorale Dorfherden deshalb bis heute vor allem auf diese Rasse. In der Praxis liefert sie gleich drei Nutzungen: Milch, Fleisch und eine grobe Teppichwolle, wobei gezielte Milchlinien den Ertrag deutlich über den Rassedurchschnitt heben.

Milch ist für die meisten Halterinnen und Halter der eigentliche Grund, sich für diese Rasse zu entscheiden. Awassi-Mutterschafe geben über eine längere Laktation deutlich mehr Milch als typische Haar- oder Teppichwollrassen, und diese Milch wird getrunken oder zu Joghurt und traditionellem Käse verarbeitet.

Awassi auf einen Blick
MerkmalDetail
HerkunftArabische Halbinsel / Naher Osten
GrösseMittelgross
Lebenserwartung10-12 Jahre
Gruppe / RolleFettschwanz-Milchschaf (Milch, Fleisch, Teppichwolle)
Geeignet fürWanderherden, Kleinbetriebe, heisses und trockenes Klima

Wem das Awassi liegt

Das Awassi passt zu Haltern in heissen, trockenen bis halbtrockenen Regionen, die ein robustes, melkbares Tier suchen, das mit Dürre zurechtkommt. Auf milchbetonten Kleinbetrieben und in weitläufigen Wanderherden-Systemen, die ihre Tiere über grosse Distanzen bewegen, macht es sich gut. Wer feine Bekleidungswolle sucht, ist bei einer anderen Rasse besser aufgehoben, denn das Vlies des Awassi ist grobe Teppichwolle.

Geschichte und Herkunft

Das Awassi zählt zu den ältesten Schafrassen der Welt; über Jahrhunderte haben es Hirtenvölker der Arabischen Halbinsel und des Fruchtbaren Halbmonds geprägt.

Das Awassi geht auf die alten Fettschwanzschafe des Nahen Ostens zurück, einen Typus, der seit Jahrtausenden auf der Arabischen Halbinsel und im Fruchtbaren Halbmond gehütet wird. Fettschwanzschafe tauchen bereits in frühen Aufzeichnungen und Darstellungen der Region auf, und das Awassi steht am Ende einer langen Linie wüstenangepasster Tiere, die durch nomadische und dörfliche Hirtenkultur geformt wurden, nicht durch planmässige Zuchtprogramme.

Der Rassename wird mit den beduinischen Stämmen der Region in Verbindung gebracht, von wo aus sich der Typus über das heutige Syrien, den Irak, Jordanien, den Libanon und Israel sowie Teile der Arabischen Halbinsel und der Türkei verbreitete. Über weite Strecken seiner Geschichte war das Awassi eine Landrasse: Hirtinnen und Hirten selektionierten auf Überlebensfähigkeit, Gehvermögen und Milch für die eigene Familie, nicht auf ein einheitliches Erscheinungsbild.

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Rasse von einer reinen Überlebens-Landrasse zu verbesserten Milchlinien. Durch gezielte Zucht, allen voran das an israelischen Agrarforschungsstationen entwickelte Improved Awassi, stieg die Milchleistung weit über den traditionellen Herdendurchschnitt, womit sich das Awassi als ernstzunehmendes Milchschaf etablierte. Verbesserte Linien wurden seither in andere Länder exportiert, um dortige Milchherden aufzuwerten.

Bis heute ist das Awassi die vorherrschende Schafrasse in weiten Teilen des Nahen Ostens. Traditionelle Herden bestehen neben intensiv geführten Milchlinien fort, und geschätzt wird die Rasse nach wie vor für dieselben Eigenschaften, die ihr von Anfang an zum Erfolg verhalfen: Widerstandsfähigkeit, Milchleistung und die Fähigkeit, dort zu bestehen, wo Futter und Wasser knapp sind.

Erscheinungsbild und Rassestandard

Das Awassi ist ein mittelgrosses Schaf mit grossem Fettschwanz, langem, konvexem Kopfprofil, Hängeohren und grober Wolle, meist weiss mit braunem oder hellbraunem Kopf.

Das Awassi ist ein mittelgrosses Schaf von solider, zweckmässiger Statur. Sein prägnantestes Merkmal ist der grosse Fettschwanz, ein breites Fettpolster am Hinterteil, das bei gut genährten Tieren tief herabhängt und beträchtliche Grösse erreichen kann. Der Kopf ist lang mit konvexem, römischem Profil, die Ohren sind lang und hängend. Widder tragen meist spiralig gedrehte Hörner, während Mutterschafe in der Regel hornlos sind oder nur kleine Hörner ausbilden.

Die Beine sind lang, der Körperbau eignet sich gut für weite Wege über raues, trockenes Gelände. Den grössten Teil des Rumpfs bedeckt grobe Wolle, während Gesicht und Beine kürzeres Haar tragen.

Rassestandard des Awassi im Überblick
MerkmalTypischer Bereich
WiderristhöheEtwa 65-75 cm
GewichtMutterschafe etwa 60-70 kg, Widder etwa 80-90 kg
VliesGrobe Teppichwolle am Körper, Haar an Gesicht und Beinen
FarbenWeisser Körper mit braunem oder hellbraunem Kopf und Beinen; auch ganz braune Tiere
AugenDunkel

Vlies und Farben

Am häufigsten zeigt sich ein weisser oder cremefarbener Körper mit braunem bis hellbraunem Kopf und ebensolchen Beinen, wobei auch ganz braune Tiere und andere Schattierungen vorkommen. Das Vlies besteht aus grober, offener Teppichwolle statt feiner Bekleidungswolle, wodurch es Schmutz gut abweist und mit Hitze gut zurechtkommt. Die Grösse des Fettschwanzes schwankt mit Fütterung und Kondition: Bei guter Weide wächst er an, in kargen Zeiten nimmt er ab.

Wesen und Verhalten

Das Awassi ist ruhig, eigenständig und robust. Sein Herdenverhalten und seine Gehausdauer passen zu pastoraler und wandernder Haltung.

Das Awassi hat ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen und lässt sich in der Herde leicht handhaben. Die Rasse ist eigenständig und kommt gut allein zurecht, eine Eigenschaft, die sich über Generationen extensiver Hütehaltung entwickelt hat, in der die Tiere weiträumig weideten und zwischen den Kontakten mit dem Menschen auf sich selbst gestellt waren. Diese Schafe halten zuverlässig zusammen und folgen einer Hirtin, einem Hirten oder einem Leittier, wodurch sich auch grosse Gruppen im offenen Gelände gut führen lassen.

Menschen gegenüber zeigt sich das Awassi meist gelassen und nicht schreckhaft, besonders in Herden, die an tägliches Melken und engen Kontakt gewöhnt sind. Milchschafe, die regelmässig gehandhabt werden, gewöhnen sich rasch an die Melkroutine. Mit anderem Vieh verträgt es sich friedlich und weidet ohne Probleme neben Ziegen und anderen Schafen. Widder können zur Deckzeit forsch auftreten, wie es für die Art normal ist, und sollten mit der üblichen Vorsicht gehandhabt werden.

Die auffälligste Verhaltenseigenschaft ist die Ausdauer. Awassi legen auf der Suche nach Weide und Wasser weite Strecken zurück, ertragen Hitze und Dürre ohne erkennbaren Stress und halten ihre Kondition auf Futter, das für viele andere Rassen nicht reichen würde. Wer aus der Schweizer Alptradition kennt, wie Herden während der Sömmerung wochenlang selbständig grosses Gelände abweiden, erkennt im Awassi ein verwandtes Prinzip, auch wenn die klimatischen Verhältnisse der Herkunftsregion ganz andere sind.

Awassi-Eigenschaften im Überblick (1 = niedrig, 5 = hoch)
EigenschaftBewertung
Zuneigung (gegenüber Haltern)3
Energie3
Lernfähigkeit (Routine und Hüten)4
Lautäusserungen2
Wollwechsel (saisonal)3

Pflege und Haltung

Awassi sind pflegeleichte Schafe, brauchen aber jährliche Schur, regelmässige Klauen- und Parasitenkontrolle, Weideraum sowie Schatten und Wasser bei Hitze.

Das Awassi zählt zu den pflegeleichteren Schafrassen, braucht aber dennoch eine geregelte Herdenbetreuung. Im Tagesablauf stehen Weide, Wasser und Kondition im Vordergrund, bei Milchherden kommt die Melkroutine hinzu.

Pflege

  • Einmal jährlich scheren, meist im späten Frühling oder Frühsommer vor den heissesten Monaten
  • Klauen regelmässig kontrollieren und stutzen, um Überwuchs und Klauenprobleme zu vermeiden
  • Bereich um Fettschwanz und Hinterteil sauber halten und bei Bedarf verschmutzte Wollpartien zuschneiden (Hygieneschur)
  • Vlies auf äussere Parasiten prüfen und bei Befall behandeln

Bewegung

  • Täglichen Zugang zu Weide oder Auslauf bieten; die Rasse ist fürs Gehen und Futtersuchen gebaut
  • Der Herde genügend Raum zum Bewegen lassen, das fördert Kondition und Klauengesundheit
  • Bei extensiver Haltung liefert das normale Hüten über Distanz bereits die nötige Bewegung

Umgebung

Das Awassi eignet sich für heisse, trockene und halbtrockene Verhältnisse und kommt mit Hitze und Dürre wesentlich besser zurecht als die meisten anderen Rassen. Dennoch braucht es bei Hitze Schatten und ständig sauberes Wasser sowie in kühleren Jahreszeiten trockenen Schutz vor Kälte, Regen und Wind. In der Schweiz schreibt die Tierschutzverordnung (TSchV) für draussen gehaltene Schafe ohnehin einen Witterungsschutz vor, was sich mit diesen Anforderungen deckt. Eine sichere Umzäunung hält die Herde zusammen und schützt vor Raubtieren, in Alpenregionen zunehmend auch vor dem Wolf.

Ernährung und Fütterung

Awassi gedeihen auf Weide und Raufutter, mit zusätzlichem Heu und Kraftfutter für säugende Mutterschafe, wachsende Lämmer und karge Trockenzeiten.

Das Awassi ist ein effizienter Futtersucher, der auf Weide und Ernterückständen Kondition hält, wo viele andere Schafe längst abbauen würden. Basis der Ration sollten Weidegang und gutes Raufutter sein, ergänzt durch Zusatzfutter, wenn die Weide knapp ist oder Tiere einen höheren Bedarf haben. Am meisten brauchen säugende Mutterschafe, weil die Milchbildung dem Körper viel abverlangt. Auch wachsende Lämmer und Mutterschafe in später Trächtigkeit benötigen zusätzliche Energie und Eiweiss.

Sauberes Wasser sowie Salz oder ein schafgerechtes Mineralfutter sollten ständig zur Verfügung stehen. Kupferreiche Mineralmischungen für andere Tierarten sind zu vermeiden, da Schafe empfindlich auf Kupferüberschuss reagieren.

Allgemeine Fütterungsrichtlinie (an Körperkondition und Weideangebot anpassen)
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Erhaltung (nichttragendes Mutterschaf, gute Weide)Weide plus etwa 1-1.5 kg Heu bei knapper Weide1-2
Späte TrächtigkeitRaufutter plus etwa 0.3-0.5 kg Kraftfutter2
Säugendes Mutterschaf (Milchnutzung)Raufutter plus etwa 0.5-1 kg Kraftfutter2
Wachsendes LammRaufutter plus etwa 0.2-0.4 kg Kraftfutter2

Leckerlis und Ergänzungsfutter

Getreide oder handelsübliche Leckerlis nur in kleinen Mengen geben, da plötzliche oder grosse Getreidegaben das Verdauungssystem aus dem Gleichgewicht bringen können. Ein Mineralleckstein für Schafe und freier Zugang zu Salz decken die meisten Spurenelemente ab. In Regionen mit selenarmen Böden lohnt sich eine Rücksprache mit der örtlichen Tierärztin oder dem örtlichen Tierarzt zu einer Selen- und Vitamin-E-Ergänzung.

Gesundheit und Lebenserwartung

Das Awassi ist robust und langlebig, mit einer typischen Lebenserwartung von 10-12 Jahren. Im Vordergrund stehen Parasiten, Klauenprobleme und Euterentzündung bei Milchschafen.

Das Awassi gilt als robust und widerstandsfähig und verträgt Hitze, Dürre und raue Bedingungen gut. Die typische Lebenserwartung liegt bei 10-12 Jahren, wobei leistungsfähige Milchschafe oft über mehrere Laktationen hinweg gehalten werden. Die meisten Gesundheitsprobleme der Rasse sind allgemeine Themen der Schafhaltung und keine rassespezifischen Defekte; eine gute Betreuung beugt den meisten davon vor.

Häufige Gesundheitsprobleme im Überblick
ErkrankungAnzeichenHinweis
Innere Parasiten (Würmer)Gewichtsverlust, Blutarmut, Durchfall, stumpfes VliesGezielt entwurmen und Weiden im Wechsel nutzen; pauschalen Einsatz vermeiden
Klauenfäule / KlauenproblemeLahmheit, Geruch, Schwellung zwischen den KlauenKlauen regelmässig kontrollieren und stutzen; Standflächen trocken halten
Euterentzündung (Milchschafe)Hartes oder heisses Euter, veränderte Milch, FressunlustSaubere Melkhygiene einhalten; Euter häufig kontrollieren
Hitzestress oder AustrocknungHecheln, Mattigkeit, verminderte FutteraufnahmeTrotz Hitzeverträglichkeit der Rasse Schatten und Wasser bereitstellen
Äussere Parasiten (Läuse, Schaflausfliegen, Milben)Jucken, Scheuern, WollausfallBei der Schur kontrollieren und bei Bedarf behandeln

Vorbeugende Massnahmen

  • Einem von der Tierärztin oder dem Tierarzt empfohlenen Impfprogramm folgen (meist gegen Clostridien-Erkrankungen)
  • Ein geplantes Parasitenmanagement mit regelmässigen Kontrollen der Wurmbelastung durchführen
  • Klauen regelmässig kontrollieren und stutzen
  • Körperkondition der Herde beurteilen und Fütterung vor und nach der Laktation anpassen
  • Euter der Milchschafe regelmässig auf frühe Anzeichen einer Euterentzündung prüfen

Zucht und Aufzucht von Lämmern

Awassi-Mutterschafe lammen zuverlässig auch ausserhalb der Saison, tragen rund fünf Monate und bringen meist ein Einzellamm, das in pastoralen Herden bei der Mutter aufwächst.

Awassi erreichen die Zuchtreife im ersten Lebensjahr; Mutterschafe werden je nach Wachstum und Betreuung meist ab einem Alter von 7-12 Monaten belegt. Die Rasse hat eine vergleichsweise lange Zuchtsaison, sodass viele Herden auch ausserhalb des herbstlichen Hauptfensters Lämmer bringen, was milchbetonten Systemen entgegenkommt, die über einen grösseren Teil des Jahres Milch gewinnen wollen.

Die Tragzeit dauert etwa 150 Tage, also rund fünf Monate. Meist bringt das Awassi ein Einzellamm zur Welt, Zwillinge sind seltener als bei besonders fruchtbaren Rassen. Mutterschafe sind fürsorglich und milchreich, sodass die Lämmer bei der Mutter stetig zunehmen.

In Milchherden wird die Lämmeraufzucht häufig gegen die Milchgewinnung für den menschlichen Gebrauch abgewogen. Lämmer werden mitunter früher abgesetzt, damit das Mutterschaf gemolken werden kann, oder sie bleiben bis zum Beginn der Melklaktation beim Mutterschaf. In pastoralen Herden bleiben die Lämmer meist bei Mutter und Herde und werden nach wenigen Monaten abgesetzt. Wer weibliche Nachzucht aus leistungsstarken, gut entwickelten Muttertieren selektioniert, erhält sowohl die Milchleistung als auch die Widerstandsfähigkeit der Rasse.

Zuchtdaten des Awassi
KennwertWert
ZuchtreifeEtwa 7-12 Monate
ZuchtsaisonLang; Ablammen ausserhalb der Saison möglich
TragzeitEtwa 150 Tage (rund 5 Monate)
WurfgrösseMeist 1 Lamm; Zwillinge seltener
AbsetzenEtwa 2-4 Monate (in Milchsystemen früher)

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zum Awassi-Schaf: Grösse, Wesen, Pflege, Lebenserwartung, Eignung und Verbreitung.

Wie gross wird ein Awassi-Schaf?

Es ist eine mittelgrosse Rasse. Mutterschafe wiegen etwa 60-70 kg, Widder rund 80-90 kg, bei einer Widerristhöhe von etwa 65-75 cm.

Wie ist das Wesen des Awassi?

Ruhig, gelassen und eigenständig. Die Rasse hält zuverlässig zusammen, lässt sich gut in die Melkroutine einbinden und ist fürs Gehen weiter Strecken über trockenes Gelände gebaut.

Ist das Awassi anspruchsvoll in der Haltung?

Nein. Es zählt zu den pflegeleichteren Schafrassen. Es braucht jährliche Schur, regelmässige Klauen- und Parasitenpflege sowie Wasser und Schatten bei Hitze, verträgt Dürre und raue Bedingungen aber besser als die meisten anderen Schafe.

Wie alt werden Awassi-Schafe?

In der Regel 10-12 Jahre, leistungsstarke Milchschafe werden oft über mehrere Laktationen hinweg gehalten.

Wofür wird das Awassi genutzt?

Hauptsächlich für Milch. Es ist das führende Milchschaf des Nahen Ostens und liefert daneben Fleisch und grobe Teppichwolle, während der Fettschwanz traditionell als Fettquelle dient.

Für wen eignet sich das Awassi am besten?

Für Halterinnen und Halter in heissen, trockenen oder halbtrockenen Regionen, die ein robustes Milch- oder Dreinutzungsschaf suchen, darunter Wanderherden und milchbetonte Kleinbetriebe.

Wo ist das Awassi verbreitet?

Es ist das häufigste Schaf in weiten Teilen des Nahen Ostens, darunter Syrien, Irak, Jordanien, Libanon, Israel und die Arabische Halbinsel. Verbesserte Milchlinien wurden in andere Länder exportiert, um dortige Herden aufzuwerten.