Amerikaner
Das American ist ein ruhiges, sanftes traditionsreiches Kaninchen, bewundert für seinen mandolinenförmigen Körper und sein stilles, ausgeglichenes Wesen.
- Size
- Groß
- Lifespan
- 5–8 years
- Origin
- Vereinigte Staaten
- Temperament
- Ruhig
- Standard colors
- Albino und Blau
Characteristics
Coat and grooming
How the Amerikaner coat is built, and what that means when you groom it.
- Fellschichten
- Doppeltes Fell
- Fellstruktur
- Glatt
- Fellänge
- Kurz
- Haarwechsel
- Mäßiger Haarverlust
Grooming guidance
Kritisch: A Amerikaner should not be shaved.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Vorsicht: A Amerikaner should only be clipped by someone experienced with the species.
Die Haut ist hier dünn genug, um unter dem Scherblatt einzureißen, und das Tier kann beim Festhalten in Panik geraten. Schneiden oder das Entfernen von Filzknoten gehört in die Hände einer Tierärztin oder eines Groomers mit Erfahrung mit dieser Tierart.
Amerikaner colors and patterns
What each club's breed standard says about every Amerikaner color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Amerikaner in Albino und Blau.
| Color or pattern |
|---|
| Grau |
| Braun |
| Rosa / rot |
Blau
| Color or pattern |
|---|
| Blau |
What the rulings mean
- Standardgemäss
- Described by the club's breed standard.
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Über den Amerikaner
Der Amerikaner ist ein grosses Rassekaninchen aus den USA mit kräftigem, mandolinenförmigem Körperbau, ruhigem Wesen und nur zwei anerkannten Farbschlägen: Blau und Weiss.
Der Amerikaner gehört zu den grossen Hauskaninchenrassen und wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts in den USA gezüchtet. Ausgewachsene Tiere bringen meist 4 bis 5,5 Kilogramm auf die Waage, wobei Häsinnen etwas schwerer ausfallen als Rammler. Typisch für die Rasse ist der halbbogenförmige Körperbau: Der Rücken zieht sich von den Schultern an in einer gleichmässigen Wölbung nach oben und rundet sich über der Kruppe wieder ab, ein Profil, das oft mit einer Mandoline verglichen wird.
Anerkannt sind zwei Farbschläge, ein tiefes Blau und ein reines Weiss. Der blaue Amerikaner zählt zu den wenigen Rassen mit einem durchgehend schieferblauen Fell am ganzen Körper, ein Merkmal, das ihm bei seiner ersten Vorstellung viel Aufmerksamkeit einbrachte. Die weisse Variante zeigt rote Augen und ein dichtes, gleichmässiges Fell.
Heute wird der Amerikaner vor allem als gelassener Begleiter und als Rasse für die Erhaltungszucht gehalten. Er ist ruhig, lässt sich gut anfassen und gewöhnt sich rasch an feste Abläufe. Weil es sich um ein grosses Kaninchen handelt, braucht er mehr Platz und Futter als eine Zwergrasse, was schon vor der Anschaffung eingeplant werden sollte.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Vereinigte Staaten |
| Grösse | Gross (etwa 4 bis 5,5 kg) |
| Lebenserwartung | 5 bis 8 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Rassekaninchen für Erhaltungszucht und als Begleittier |
| Verträglich mit | Ruhige Haushalte, ältere Kinder, aufmerksame Ersthalterinnen und Ersthalter |
Für wen sich die Rasse eignet
Der Amerikaner passt zu Halterinnen und Haltern, die ein geräumiges Gehege und täglichen Freilauf bieten können. Sein ruhiges, gutmütiges Wesen macht ihn zu einer vernünftigen Wahl für ältere Kinder, die im Umgang mit Tieren behutsam sind, sowie für Erwachsene, die ein unkompliziertes Tier suchen. Für sehr kleine Wohnungen oder für Personen, die sich nicht über eine Lebenszeit von bis zu 8 Jahren auf tägliche Pflege einstellen können, eignet er sich weniger.
Hinweis zur Tierschutzverordnung: Kaninchen gelten in der Schweiz als gesellige Tiere, und die Tierschutzverordnung (TSchV) schreibt deshalb Paar- oder Gruppenhaltung sowie Mindestmasse für das Gehege vor, die sich nach dem Gewicht der Tiere richten. Bei einer grossen Rasse wie dem Amerikaner fallen diese Mindestmasse entsprechend grosszügiger aus.
Geschichte und Herkunft
Kalifornien, 1917: Der Amerikaner wurde zunächst als German Blue Vienna vorgestellt und erst wegen der politischen Stimmung im Ersten Weltkrieg in American umbenannt.
Der Amerikaner entstand in den 1910er-Jahren im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Zucht wird Lewis Salisbury aus Pasadena zugeschrieben, der bei einem grossen Fleisch- und Fellkaninchen ein sattes Blau sowie den charakteristischen halbbogenförmigen Körperbau festigen wollte.
1917 wurde die Rasse erstmals ausgestellt und anerkannt, zunächst unter dem Namen German Blue Vienna, eine Anlehnung an die europäischen blauen Rassen in ihrer Abstammung. Wegen der starken antideutschen Stimmung während des Ersten Weltkriegs erhielt sie den Namen American, was ihr damals zur Anerkennung verhalf.
Zuerst kam die blaue Variante und begründete den frühen Ruf der Rasse, weil ein gleichmässig schieferblaues Fell selten war. Später ergänzte eine weisse Variante das Zuchtprogramm, um die Rasse sowohl für die Fell- als auch für die Fleischproduktion interessanter zu machen. Bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts hielten viele Farmen den Amerikaner wegen seines dichten Fells und seiner guten Schlachtkörpergrösse.
Als die gewerbliche Kaninchenzucht auf schneller wachsende Rassen umschwenkte, ging der Bestand des Amerikaners deutlich zurück. Er gilt heute als Rasse für die Erhaltungszucht und stand bereits auf Beobachtungslisten gefährdeter Rassen, was kleine Züchterinnen und Züchter dazu bewogen hat, sich verstärkt für den Erhalt der Linie einzusetzen.
Erscheinungsbild und Rassestandard
Halbbogenförmiger Körperbau, dichtes Fell und zwei Standardfarben, Blau und Weiss, prägen das Erscheinungsbild dieses grossen Rassekaninchens.
Der Amerikaner hat einen langen, tiefen Körper der Halbbogen-Klasse. Von der Seite betrachtet steigt die Rückenlinie ab den Schultern allmählich an, erreicht ihren höchsten Punkt über der Hüfte und rundet sich zum Hinterteil hin ab; dieses Profil erklärt die Bezeichnung mandolinenförmig. Die Ohren stehen aufrecht und sind im Verhältnis zu Kopf und Körper ausgewogen. Insgesamt wirkt das Tier kräftig und gut bemuskelt, nicht kompakt.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Gewicht | Rammler etwa 4 bis 5 kg; Häsinnen etwa 4,5 bis 5,5 kg |
| Körperbau | Halbbogen (mandolinenförmig) |
| Fell | Kurz bis mittellang, dicht, fein |
| Farben | Blau und Weiss (zwei Standardvarianten) |
| Augen | Blaugrau bei der blauen Variante; Rot bei der weissen Variante |
Fell und Farben
Das Fell ist dicht und stellt sich beim Streichen gegen den Strich nur langsam wieder zurück, was für seine hohe Qualität spricht. Die blaue Variante zeigt am ganzen Körper ein gleichmässiges, mittel- bis dunkelschieferblaues Fell, dessen Farbton bis in die Unterwolle reicht. Die weisse Variante ist rein weiss mit roten Augen. Bei beiden Varianten muss die Farbe einheitlich sein, ohne einzelne andersfarbige Haare, Messingschimmer oder Flecken.
Wesen und Charakter
Ruhig, gutmütig und ausgeglichen: Der Amerikaner zählt zu den umgänglichsten grossen Kaninchenrassen im täglichen Handling.
Der Amerikaner ist für sein gleichmässiges, gutmütiges Wesen bekannt. Handling verträgt er gut, sofern es ruhig und mit sicherem Griff erfolgt; er lässt sich dabei besser hochheben und halten als viele nervösere Rassen. Häsinnen gelten als aufmerksame, gefasste Mütter, was zum unkomplizierten Ruf der Rasse beiträgt.
In der Familie zeigt sich der Amerikaner meist gelassen und geniesst behutsame Zuwendung, sobald er den Menschen um sich herum vertraut. Fremden gegenüber verhält er sich eher zurückhaltend als ängstlich und wird zutraulicher, sobald ihm neue Stimmen und Abläufe vertraut werden. Er ist ein ruhiges Tier und klopft oder wehrt sich nur selten ohne Grund.
Mit anderen Kaninchen kann der Amerikaner in verträglichen Paaren oder Gruppen leben, wenn die Zusammenführung schrittweise erfolgt und beide Tiere kastriert sind. Wie bei jedem Kaninchen sollten Hunde und Katzen beaufsichtigt werden, denn selbst ein zutrauliches Kaninchen kann durch ein Beutegreifer-Tier gestresst werden. Geduld in den ersten Wochen zahlt sich aus: Ein eingewöhnter Amerikaner ist ruhig und gut einzuschätzen. Da Kaninchen gesellig sind, verlangt die Schweizer Tierschutzverordnung ohnehin die Haltung zu zweit oder in der Gruppe; Einzelhaltung ist nicht erlaubt.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 4 |
| Energie | 2 |
| Lernfähigkeit | 3 |
| Lautstärke | 1 |
| Fellwechsel | 3 |
Pflege und Fellpflege
Wöchentliches Bürsten, täglicher Freilauf und ein zugfreies, grosszügig bemessenes Gehege decken die Pflegebedürfnisse des Amerikaners ab.
Der Amerikaner ist eine robuste Rasse mit unkomplizierten Pflegeansprüchen. Seine Grösse bedeutet aber, dass er mehr Raum und eine grosszügigere Ausstattung braucht als kleine Kaninchen.
Fellpflege
- Einmal wöchentlich bürsten, um loses Fell zu entfernen und das dichte Fell in gutem Zustand zu halten.
- Während des Fellwechsels häufiger bürsten, etwa alle paar Tage.
- Die Krallen ungefähr alle 4 bis 6 Wochen kontrollieren und bei Bedarf kürzen.
- Ohren und Analbereich regelmässig auf Sauberkeit prüfen, da ein grosses Kaninchen diese Stellen selbst schlecht erreicht.
- Auf vollständige Bäder verzichten, weil sie Kaninchen stark stressen; verschmutztes Fell stattdessen punktuell reinigen.
Bewegung
- Täglich mindestens 3 bis 4 Stunden beaufsichtigten Freilauf ausserhalb des Geheges in einem kaninchensicheren Raum ermöglichen.
- Platz zum Hoppeln, Aufrichten und Rennen bieten; eine grosse Rasse braucht das, um fit zu bleiben.
- Tunnel, Kartonschachteln und sichere Nagespielzeuge für geistige Beschäftigung anbieten.
- Spielbereiche frei von Stromkabeln und giftigen Zimmerpflanzen halten.
Umgebung
Den Amerikaner in einem geräumigen, trockenen Gehege ohne Zugluft und ohne direkte Sonne unterbringen. Kaninchen kommen mit Kälte deutlich besser zurecht als mit Hitze, weshalb Schatten und Belüftung im Sommer besonders wichtig sind. Für einen festen Boden oder ein Ruhebrett sorgen, denn Gitterböden können bei einem schweren Kaninchen wunde Sohlen verursachen. Die Schweizer Tierschutzverordnung schreibt für Kaninchen dieser Grösse Mindestmasse für Gehege und Auslauf vor, die bei der Planung zu beachten sind.
Ernährung und Fütterung
Unbegrenztes Grasheu bildet die Basis, ergänzt durch eine abgemessene Menge Pellets und frisches Blattgrün, angepasst an die Grösse der Rasse.
Grasheu sollte den grössten Teil der Ernährung ausmachen und jederzeit zur Verfügung stehen. Timothee-, Wiesen- oder Knaulgrasheu hält den Darm in Bewegung und nutzt die ständig nachwachsenden Zähne ab. Eine abgemessene Menge hochwertiger Pellets und eine tägliche Portion frisches Blattgrün runden den Speiseplan ab. Frisches Wasser muss immer verfügbar sein, angeboten in einem schweren Napf oder einer sauberen Trinkflasche.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Jungtier (unter 6 Monaten) | Unbegrenzt Heu plus frei verfügbare Pellets auf Luzernebasis | Freier Zugang |
| Erwachsen (über 6 Monaten) | Unbegrenzt Grasheu plus etwa 30 bis 60 g Pellets | Pellets auf 2 Portionen verteilt |
| Senior (über 5 Jahren) | Unbegrenzt Grasheu, Pellets dem Gewicht angepasst | 2 Portionen, unter Beobachtung |
Leckerlis und Ergänzungsfutter
Leckerlis klein und selten halten. Ein paar Stücke Rüebli, entkernter Apfel oder Kräuter wie Petersilie und Koriander eignen sich als Belohnung. Jedes neue Blattgrün über mehrere Tage langsam einführen, um weichen Kot zu vermeiden. Ein Kaninchen mit unbegrenztem Heu und frischem Blattgrün braucht in der Regel keine zusätzlichen Vitaminpräparate.
Gesundheit und häufige Erkrankungen
Mit 5 bis 8 Jahren Lebenserwartung gilt der Amerikaner als robust, neigt aber wie alle Kaninchen zu Zahn- und Verdauungsproblemen.
Der Amerikaner ist eine robuste Rasse ohne rassetypische Erbdefekte. Bei guter Haltung wird er meist 5 bis 8 Jahre alt. Die meisten Gesundheitsprobleme betreffen Kaninchen allgemein und hängen überwiegend mit Ernährung, Zahnabrieb und Hygiene zusammen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Magen-Darm-Stase | Frisst nicht, kein Kotabsatz, gekrümmte Haltung | Ein Notfall; eine heureiche Ernährung senkt das Risiko |
| Zahnfehlstellung | Speicheln, Futter fallen lassen, Gewichtsverlust | Heu und Nagematerial halten die Zähne abgenutzt |
| Wunde Sohlen (Pododermatitis) | Kahle, gerötete oder verkrustete Füsse | Feste Ruheflächen für schwere Kaninchen anbieten |
| Ohren- und Fellmilben | Verkrustete Ohren, Kratzen, schuppige Haut | Behandelbar; grosse Kaninchen prüfen, die sich nicht selbst putzen können |
| Hitzestau | Schnelle Atmung, Mattigkeit, feuchte Nase | Unter etwa 29 °C halten, mit Schatten und Luftzirkulation |
Vorsorge
- Unbegrenzt Grasheu füttern, das schützt Darm und Zähne.
- Eine jährliche Kontrolluntersuchung einschliesslich Zahn- und Gewichtskontrolle durchführen lassen.
- Gegen regional empfohlene Kaninchenkrankheiten impfen lassen, wenn die Tierärztin oder der Tierarzt dazu rät.
- Kastrieren, um Fortpflanzungstumoren vorzubeugen und hormonell bedingtes Verhalten zu verringern.
- Das Gehege sauber und trocken halten, um Haut- und Atemwegsprobleme zu vermeiden.
Lebensraum und Unterbringung
Der Amerikaner braucht ein geräumiges, trockenes Gehege mit festem Boden und eigenem Auslauf, das den Schweizer Mindestmassen für grosse Kaninchen entspricht.
Weil der Amerikaner eine grosse Rasse ist, muss das Gehege grosszügig ausfallen. Es sollte dem Tier erlauben, sich vollständig auszustrecken, aufrecht zu sitzen, ohne mit den Ohren an die Decke zu stossen, und mehrere Sprünge hintereinander zu machen. Als grober Richtwert für ein grosses Kaninchen gilt ein Gehege von mindestens 1,1 Quadratmetern mit einem angeschlossenen Auslauf von etwa 2,2 bis 3 Quadratmetern. Ein fester Boden, bei Gitterböden ergänzt durch ein Ruhebrett, schützt die Füsse vor wunden Sohlen. Die Schweizer Tierschutzverordnung schreibt für Kaninchen dieses Gewichts zudem Paar- oder Gruppenhaltung sowie eigene Mindestmasse für Gehege und Auslauf vor, die diese Richtwerte in der Praxis meist übertreffen.
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Gehegegrösse | Mindestens 1,1 m² für ein grosses Kaninchen |
| Auslauf | 2,2 bis 3 m² angeschlossene oder tägliche Auslauffläche |
| Boden | Fester Boden oder Ruhebrett, kein blanker Gitterboden |
| Temperatur | Angenehm bei etwa 10 bis 24 °C |
| Einstreu | Einstreu auf Papierbasis oder Stroh, täglich punktuell gereinigt |
Checkliste für die Einrichtung
- Ein geräumiges Gehege mit einem festen Ruhebereich.
- Ein schwerer Wassernapf oder eine Tropfflasche, täglich kontrolliert.
- Eine Heuraufe oder ein Heuhaufen, ständig aufgefüllt.
- Eine Toilettenecke mit kaninchengeeigneter Einstreu.
- Ein Versteck oder eine überdachte Nische für Sicherheit.
- Nagespielzeug und eine Buddelkiste zur Beschäftigung.
Zucht des Amerikaners
Die Zuchtreife tritt mit 6 bis 8 Monaten ein, die Tragzeit dauert rund 31 Tage, und die Häsin zieht die 6 bis 8 Jungen typischerweise gut auf.
Weil der Amerikaner auch als Rasse für die Erhaltungszucht gehalten wird, zielt die Zucht darauf ab, den Körperbau und die beiden Standardfarben zu bewahren. Rammler und Häsinnen grosser Rassen werden etwas später geschlechtsreif als kleine Kaninchen, weshalb Züchterinnen und Züchter meist warten, bis die Tiere körperlich ausgewachsen sind, oft im Alter von 6 bis 8 Monaten, bevor die erste Verpaarung stattfindet. Die Häsin wird zum Rammler ins Gehege gesetzt und nicht umgekehrt, da Häsinnen ihr Revier verteidigen können.
Die Tragzeit dauert etwa 31 Tage. Ein Wurfkasten mit sauberem Stroh sollte einige Tage vor dem errechneten Geburtstermin bereitgestellt werden; die Häsin polstert ihn mit Fell aus, das sie sich selbst auszupft. Häsinnen des Amerikaners gelten als gute, ruhige Mütter, was zum sanften Ruf der Rasse passt. Die Jungen kommen blind und unbehaart zur Welt und öffnen die Augen nach etwa 10 Tagen.
Junge Kaninchen beginnen mit etwa 3 Wochen an Heu und Pellets zu knabbern und werden meist mit 6 bis 8 Wochen entwöhnt. Ein behutsamer Umgang mit den Jungtieren von klein auf trägt dazu bei, dass daraus die gutmütigen erwachsenen Tiere werden, für die die Rasse bekannt ist. Züchterinnen und Züchter dieser seltenen Rasse stimmen sich häufig ab, um die Blutlinien vielfältig zu halten und den Bestand zu sichern.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 6 bis 8 Monate (grosse Rasse) |
| Tragzeit | Etwa 31 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | 6 bis 8 Junge |
| Augenöffnung | Nach etwa 10 Tagen |
| Absetzalter | 6 bis 8 Wochen |
Häufig gestellte Fragen
Antworten auf häufige Fragen zu Grösse, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit des Amerikaner-Kaninchens.
Wie gross wird ein Amerikaner-Kaninchen?
Es ist eine grosse Rasse. Ausgewachsene Tiere wiegen meist 4 bis 5,5 Kilogramm, wobei Häsinnen in der Regel etwas schwerer sind als Rammler.
Ist der Amerikaner ein freundliches Kaninchen?
Ja. Die Rasse ist für ihr sanftes, ruhiges und ausgeglichenes Wesen bekannt und verträgt vorsichtiges Handling besser als viele grosse Kaninchen.
Ist die Haltung eines Amerikaners aufwendig?
Die Pflege selbst ist unkompliziert, doch die Rasse braucht mehr Platz und Futter als eine kleine Rasse. Rechnen Sie mit wöchentlichem Bürsten, täglichem Freilauf und einer heubasierten Ernährung.
Wie alt wird ein Amerikaner-Kaninchen?
Bei guter Haltung werden die meisten Tiere 5 bis 8 Jahre alt.
Eignet sich der Amerikaner für Ersthalterinnen und Ersthalter?
Das kann er, sofern ein grosses Gehege und tägliche Pflege sichergestellt sind. Sein ruhiges Wesen macht den Umgang einfacher als bei vielen nervöseren Rassen.
Sind Amerikaner-Kaninchen leicht zu finden?
Nein. Der Amerikaner ist eine seltene Rasse für die Erhaltungszucht und stand bereits auf Beobachtungslisten gefährdeter Rassen, weshalb Interessierte meist gezielt spezialisierte Züchterinnen und Züchter suchen müssen.
In welchen Farben gibt es den Amerikaner?
Es gibt zwei Standardvarianten: ein sattes Schieferblau und ein reines Weiss mit roten Augen.