Mondaine
Die Mondaine ist eine große, sanfte französische Nutztaube, lange gezüchtet für ihren fleischigen Körperbau und ihr gelassenes, sanftmütiges Wesen.
- Size
- Mittel
- Lifespan
- 8–12 years
- Origin
- Frankreich
- Temperament
- Ruhig
- Standard colors
- Schwarz, Weiss und Blau and 9 more
Characteristics
Mondaine colors and patterns
What each club's breed standard says about every Mondaine color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Mondaine in Schwarz, Weiss, Blau, Silber, Braun, Braunfalbe, Khakifarben, Rot, Rotfahl, Gelb, Creme und Indigo. Standard patterns: Einfarbig, Grizzle, Weissgetupft, Gehämmert, Mit Binden, Hohlig, Ausbreitungsfaktor und Schecke.
| Color or pattern | NPA | BDRG |
|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Black - Spread.; Blue - Bar or Check.”) | Standardgemäß (“Schwarz; Schwarz-getigert; Schwarz-gescheckt; Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blau-gehämmert; Blau-schimmel mit Binden”) |
| Weiss | Standardgemäß (“White - Must have bull eye.”) | Standardgemäß (“Weiß; Blau-schimmel mit Binden; Rotfahl-schimmel mit Binden; Gelbfahl-schimmel mit Binden; Schwarz-getigert; Rot-getigert; Gelb-getigert”) |
| Blau | Standardgemäß (“Blue - Bar or Check.”) | Standardgemäß (“Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blau-gehämmert; Blau-schimmel mit Binden”) |
| Silber | Standardgemäß (“True Silver - Dilute of Blue Bar or Check.”) | No ruling |
| Braun | Standardgemäß (“Brown - Spread. Bar or Check.”) | No ruling |
| Braunfalbe | Standardgemäß (“True Silver - Dilute of Blue Bar or Check.”) | No ruling |
| Khakifarben | Standardgemäß (“Khaki - Dilute of Brown”) | No ruling |
| Rot | Standardgemäß (“Recessive Red - Spread.”) | Standardgemäß (“Rot; Rot-getigert; Rot-gescheckt”) |
| Rotfahl | Standardgemäß (“Ash Red - Check or Bar, or Ash with no Red feathers.”) | Standardgemäß (“Rotfahl mit Binden; Rotfahl-gehämmert; Rotfahl-schimmel mit Binden”) |
| Gelb | Standardgemäß (“Yellow - Spread in Recessive, Bar or Check in Dominant.”) | Standardgemäß (“Gelb; Gelb-getigert; Gelb-gescheckt; Gelbfahl mit Binden; Gelbfahl-gehämmert; Gelbfahl-schimmel mit Binden”) |
| Creme | Standardgemäß (“Yellow - Spread in Recessive, Bar or Check in Dominant.”) | Standardgemäß (“Gelbfahl mit Binden; Gelbfahl-gehämmert; Gelbfahl-schimmel mit Binden”) |
| Indigo | Standardgemäß (“Indigo - Spread, Check or Bar.”) | No ruling |
| Patterns | ||
| Einfarbig | Standardgemäß (“White - Must have bull eye.; Yellow - Spread in Recessive, Bar or Check in Dominant.; Recessive Red - Spread.”) | Standardgemäß (“Weiß; Schwarz; Rot; Gelb”) |
| Grizzle | Alternativ (“A.O.C. - Mixed color”) | Standardgemäß (“Blau-schimmel mit Binden; Rotfahl-schimmel mit Binden; Gelbfahl-schimmel mit Binden”) |
| Weissgetupft | Alternativ (“A.O.C. - Mixed color”) | Standardgemäß (“Schwarz-getigert; Rot-getigert; Gelb-getigert”) |
| Gehämmert | Standardgemäß (“Ash Red - Check or Bar, or Ash with no Red feathers.; Yellow - Spread in Recessive, Bar or Check in Dominant.”) | Standardgemäß (“Blau-gehämmert; Rotfahl-gehämmert; Gelbfahl-gehämmert”) |
| Mit Binden | Standardgemäß (“True Silver - Dilute of Blue Bar or Check.; Blue - Bar or Check.; Yellow - Spread in Recessive, Bar or Check in Dominant.”) | Standardgemäß (“Blau mit Binden; Rotfahl mit Binden; Gelbfahl mit Binden; Blau-schimmel mit Binden; Rotfahl-schimmel mit Binden; Gelbfahl-schimmel mit Binden”) |
| Hohlig | Alternativ (“Rare - Colors not recognized in Color Classes (Not A.O.C.)”) | Standardgemäß (“Blau ohne Binden”) |
| Ausbreitungsfaktor | Standardgemäß (“Brown - Spread. Bar or Check.; Black - Spread.; Indigo - Spread, Check or Bar.”) | No ruling |
| Schecke | Alternativ (“A.O.C. - Mixed color”) | Standardgemäß (“Schwarz-gescheckt; Rot-gescheckt; Gelb-gescheckt”) |
| Color or pattern | NPA |
|---|---|
| Dunkelbraun | Standardgemäß (“White - Must have bull eye.”) |
| Color or pattern |
|---|
| Rot |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Alternativ
- Registrable with the club but not described by its breed standard, such as an AKC alternate color.
Color changes
How a Mondaine's colors can change over its life.
Rotchanges toBlau
Gefieder · Mit dem Alter
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Mondaintaube im Überblick
Die Mondaintaube ist eine mittelgrosse bis grosse französische Nutztaube mit kräftigem Körperbau und ruhigem, gutmütigem Wesen; sie wird meist 8 bis 12 Jahre alt.
Die Mondaintaube ist eine Haustaubenrasse aus Frankreich, die gezielt als Nutztaube gezüchtet wurde und für ihren kräftigen Körper und ihr ruhiges, ausgeglichenes Wesen geschätzt wird. Sie zählt zu den Fleisch- und Doppelnutzungstauben und nicht zu den Flug- oder Hochflugrassen. Ausgewachsene Vögel tragen eine breite, tiefe Brust und ein für eine Taube schweres Gerüst; im Ruhezustand wirkt der Körper dadurch gedrungen und rundlich.
Insgesamt wirkt die Rasse gesetzt und unaufgeregt. Beim Handling bleiben Mondaintauben meist ruhig sitzen und geraten im Schlag selten in Panik. Darum passt die Rasse gut zu Haltenden, die eine gelassene Taube bevorzugen. Ihr Wesen gilt als sanft, ruhig, gutmütig und fügsam, und zwar bei Täubern und Weibchen gleichermassen.
Heute halten die Vögel vor allem Hobbyzüchter und Aussteller, seltener Betriebe, die gezielt für den Verzehr züchten. Die Tiere gewöhnen sich gut an einen geführten Schlag, vertragen sich mit anderen Tauben und brauchen die gleiche Grundpflege wie die meisten Haustaubenrassen: einen sauberen Schlag, Körnerfutter, Grit und frisches Wasser.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Frankreich |
| Grösse | Mittelgross bis gross |
| Lebenserwartung | 8-12 Jahre |
| Gruppe / Zweck | Nutztaube (Fleisch- und Doppelnutzung) |
| Verträglichkeit | Andere Tauben; ruhig im Gemeinschaftsschlag |
Für wen sich die Mondaintaube eignet
Die Rasse passt zu Haltenden, die eine schwere, ruhige Taube möchten, welche Handling und Schlagalltag ohne viel Aufhebens mitmacht. Sie eignet sich für Ausstellerinnen und Aussteller, für Hobbyzüchter, die eine Fleisch- oder Doppelnutzungslinie aufbauen, und für Einsteiger, die eine gelassene Taube bevorzugen. Es handelt sich nicht um eine Flug- oder Rennrasse; wer fliegerische Leistung sucht, ist bei der Mondaintaube an der falschen Adresse.
Herkunft und Geschichte der Mondaintaube
Die Mondaintaube stammt aus Frankreich, wo sie als Nutztaube auf Grösse und Fleischansatz gezüchtet wurde, und verbreitete sich später über Hobbyzüchter in andere Länder.
Die Mondaintaube stammt aus Frankreich, wo sie gezielt als Nutztaube entwickelt wurde. Wie andere französische Nutzrassen wurde sie über viele Generationen auf Körpergrösse, eine tiefe, breite Brust und ein ruhiges Wesen selektiert, das die Haltung grösserer Bestände erleichterte. Der Name verweist auf die französische Herkunft und auf jenen Typ grosser Tafeltauben, für den das Land bekannt war.
In Frankreich und den Nachbarregionen drehte sich die Nutztaubenzucht vor allem um die Erzeugung von Jungtauben, die schon wenige Wochen alt und noch flugunfähig geschlachtet wurden. Gefragt waren Tiere, die rasch wuchsen und an der Brust gut zunahmen, und genau darauf wurde die Mondaintaube gezüchtet. Ebenso schätzten Züchter Elterntiere, die zuverlässig brüteten und fütterten, was das gutmütige Wesen der Rasse zusätzlich festigte.
Von Frankreich aus gelangte die Rasse zu Taubenhaltern in anderen Ländern, wo man sie sowohl für den Verzehr als auch für Ausstellungen züchtete. Als sich die Taubenzucht zunehmend zum Hobby und zur Schauzucht hin verschob, blieb die Mondaintaube als anerkannter Ausstellungstyp bestehen, bewertet nach Grösse, Körperform und Kondition.
Heute wird die Mondaintaube vor allem von Hobbyisten und Ausstellenden gehalten. Der ursprüngliche Nutzzweck bleibt Teil ihrer Rassegeschichte, doch die meisten Tiere leben inzwischen in betreuten Schlägen als Heimtier, Zuchttier oder Ausstellungstaube und nicht als kommerzielle Fleischquelle.
Aussehen und Rassestandard der Mondaintaube
Die Mondaintaube ist schwer und breit gebaut, mit tiefer Brust, rundlicher Form und glattem, eng anliegendem Gefieder in mehreren Farbschlägen.
Die Mondaintaube wirkt wie eine typische schwere Nutztaube: ein grosser, gedrungener Körper, eine breite, tiefe Brust und insgesamt eine kurze, kompakte Erscheinung. Der Vogel trägt den Körper fast waagrecht und zeigt eine breite, gerundete Brust, die den auf Fleischansatz gezüchteten Körperbau widerspiegelt. Der Kopf ist recht gross und glatt, der Schnabel mittellang und kräftig, die Beine kurz und weit auseinandergestellt, damit sie das Gewicht gut tragen.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Länge | Etwa 32-36 cm von Kopf bis Schwanz |
| Gewicht | Etwa 600-900 g (schwer für eine Taube) |
| Gefieder | Glatt und eng anliegend; ohne Haube oder Fussbefiederung beim gewöhnlichen Typ |
| Farben | Mehrere, unter anderem Weiss, Schwarz, Blau, Rot und Falb |
| Augen | Orange bis rötlich bei den meisten Farbschlägen; bei weissen Tieren dunkel |
Gefieder und Farbschläge
Das Gefieder liegt glatt und eng am Körper an und zeichnet so eine saubere Kontur, welche die breite Brust betont. Die Mondaintaube kommt in mehreren Farben vor, darunter einfarbig Weiss, Schwarz, Blau, Rot und Falb, wobei manche Linien auch gezeichnete Tiere zeigen. Der Gefiederzustand fliesst in die Ausstellungsbewertung ein, weshalb gut gepflegte Tiere ein glänzendes, unbeschädigtes Gefieder mit kräftigem Schimmer am Hals zeigen.
Wesen und Verhalten der Mondaintaube
Die Mondaintaube ist sanft, ruhig und fügsam, lässt sich gut handhaben, findet sich rasch im Schlag zurecht und verträgt sich friedlich mit anderen Tauben.
Die Mondaintaube gilt als unkompliziert und gelassen. Die Tiere sind sanft, ruhig, gutmütig und fügsam und ertragen das Hochnehmen besser als viele leichtere, nervösere Rassen. Im Schlag sitzen sie meist ruhig, statt umherzuflattern. Das erleichtert Routinearbeiten wie Reinigen, Füttern und Gesundheitskontrollen.
Im Umgang mit Menschen wird eine regelmässig gehandhabte Mondaintaube ruhig und unbeeindruckt, bleibt dabei aber ein Vogel und kein Schosstier; anhänglich im Sinn von Hund oder Katze ist sie nicht. Fremden gegenüber zeigt sie sich zunächst zurückhaltend, wie Tauben allgemein, neigt aber nicht zur Panik. Mit anderen Tauben verträgt sie sich gut und lebt problemlos in einem gemeinsamen Schlag, abgesehen von den üblichen kleinen Rangeleien um Nistkästen während der Brutzeit. Da sie schwer und nicht für Dauerflüge gebaut ist, verbringt sie mehr Zeit mit Laufen und Sitzen als mit Kreisen in der Luft.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anhänglichkeit (gegenüber Haltenden) | 2 |
| Energie | 2 |
| Lernfähigkeit | 3 |
| Lautstärke | 2 |
| Mauser | 3 |
Mondaintaube: Pflege und Haltung im Alltag
Die Mondaintaube braucht einen sauberen, trockenen Schlag, täglich frisches Körnerfutter und Wasser, Grit sowie eine Badegelegenheit; sanftes Handling hält den ruhigen Vogel ausgeglichen.
Die tägliche Pflege einer Mondaintaube folgt den üblichen Regeln der Haustaubenhaltung. Im Vordergrund stehen ein trockener, zugluftfreier Schlag, täglich sauberes Futter und Wasser sowie eine regelmässige Reinigung, damit Kot und Feuchtigkeit nicht überhandnehmen.
Gefiederpflege
- Ein- bis zweimal wöchentlich ein flaches Bad mit sauberem Wasser anbieten, damit der Vogel sein Gefieder waschen kann.
- Nistkästen und Sitzstangen sauber halten, um den Zustand des Gefieders zu schützen.
- Füsse und Krallen regelmässig kontrollieren; zu lange Krallen vorsichtig kürzen.
- Kloake und Gefieder auf Anzeichen von Milben oder Läusen prüfen und den Schlag bei Bedarf behandeln.
Bewegung
- Platz zum Laufen, Strecken und für kurze Flüge zwischen den Sitzstangen bieten; die Rasse ist schwer und keine starke Fliegerin.
- Eine offene Voliere oder ein gesicherter Auslauf erlaubt Bewegung, ohne die Tiere frei fliegen zu lassen.
- Keine langen Flüge erzwingen: Es handelt sich um eine Nutzrasse, nicht um eine Flugrasse.
Umgebung
Mondaintauben gehören in einen geschützten Schlag mit sicheren Sitzstangen und je einem eigenen Nistkasten für jedes Zuchtpaar. Der Schlag sollte trocken bleiben, gut belüftet sein, ohne dass Zugluft entsteht, und vor Ratten, Katzen und Greifvögeln geschützt sein. Grit und sauberes Trinkwasser müssen ständig verfügbar sein, in Behältern, die die Tiere nicht verschmutzen können.
Fütterung und Ernährung der Mondaintaube
Die Mondaintaube frisst eine körnerbasierte Taubenmischung mit ständigem Zugang zu Grit und frischem Wasser; die Menge steigt während Brut und Mauser.
Die Mondaintaube frisst eine übliche Taubenmischung aus Getreidekörnern und Hülsenfrüchten, etwa Mais, Weizen, Sorghum, Erbsen und weiteren Sämereien. Eine handelsübliche Körnermischung für Nutz- oder Zuchttauben deckt die meisten Bedürfnisse ab. Weil es sich um eine schwere Rasse handelt, sollte das Futter abgemessen und nicht dauerhaft zur freien Verfügung stehen, damit die Tiere in guter Kondition bleiben und nicht verfetten. Hartes, unlösliches Grit muss ständig verfügbar sein, damit der Muskelmagen die Körner zermahlen kann; viele Halter bieten zusätzlich einen Mineral- oder Pickstein für Kalzium an.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Erwachsen, Erhaltung | Etwa 30-40 g Körnermischung pro Vogel | 1-2 |
| Zuchtpaar mit Jungtauben | Erhöhte Ration, nach Appetit | 2 |
| Mauser | Leicht erhöht, eiweissreiche Mischung | 2 |
Leckerlis und Ergänzungsfutter
Kleine Mengen unbedenklicher Sämereien wie Hanf- oder Kanariensaat eignen sich als Leckerli, besonders um Tiere zu beruhigen oder an die Hand zu gewöhnen; sie sollten aber nur einen kleinen Teil der Ration ausmachen. Während Brut und Mauser unterstützen eine eiweissreichere Mischung sowie verlässlicher Zugang zu Grit und einer Kalziumquelle die Eiablage, das Wachstum der Jungtauben und die Neubildung des Gefieders. Das Trinkwasser sollte täglich gewechselt und frei von Kot gehalten werden.
Gesundheit und Lebenserwartung der Mondaintaube
Die Mondaintaube ist robust und wird meist 8 bis 12 Jahre alt; typische Risiken sind Trichomoniasis, Würmer, Atemwegsinfekte und äussere Parasiten.
Bei guter Haltung und Fütterung ist die Mondaintaube robust und im Allgemeinen gesund. Die Lebenserwartung liegt typischerweise bei 8 bis 12 Jahren; Tiere in sauberen, trockenen Schlägen mit guter Fütterung erreichen eher das obere Ende dieser Spanne. Die meisten Gesundheitsprobleme der Rasse sind allgemeine Haustaubenkrankheiten und keine Besonderheit der Mondaintaube; viele lassen sich durch Schlaghygiene und regelmässige Kontrollen vermeiden. Da es sich um eine schwere Rasse handelt, sollten die Tiere auf Arbeitsgewicht gehalten werden, statt Übergewicht zu entwickeln.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Trichomoniasis (Kropferkrankung) | Gelbliche Beläge im Rachen, Schluckbeschwerden | Häufig bei Jungtieren; bei früher Erkennung behandelbar |
| Würmer | Gewichtsverlust, schlechte Kondition, weicher Kot | Regelmässiges Entwurmen und saubere Schläge senken das Risiko |
| Atemwegsinfekt | Niesen, Nasenausfluss, erschwerte Atmung | Oft durch Feuchtigkeit oder schlechte Belüftung bedingt |
| Äussere Parasiten (Milben, Läuse) | Unruhe, Gefiederschäden, sichtbare Insekten | Vogel und Schlag gemeinsam behandeln |
| Paramyxovirose / Taubenpocken | Je nach Krankheit neurologische Symptome oder Hautläsionen | In vielen Regionen ist eine Impfung möglich |
Vorbeugende Massnahmen
- Den Schlag trocken, belüftet und regelmässig gereinigt halten, um Krankheiten und Parasiten vorzubeugen.
- Täglich frisches Wasser und unverdorbenes Futter bereitstellen.
- Regelmässig entwurmen und gegen äussere Parasiten behandeln.
- Wo üblich, gegen lokal relevante Krankheiten wie Paramyxovirose impfen.
- Neue oder zurückkehrende Tiere vor der Eingliederung in den Hauptschlag in Quarantäne halten.
Zähmung und Umgang mit der Mondaintaube
Die Mondaintaube lässt sich leicht an Handling und Schlagroutine gewöhnen; als schwere Nutzrasse wird sie aber nicht auf Flug oder Heimkehr trainiert.
Beim Training einer Mondaintaube geht es vor allem um Zähmung und Schlagmanagement, nicht um Flugtraining. Durch ihr fügsames Wesen gehört sie zu den Tauben, die sich am leichtesten eingewöhnen lassen: Sanft und regelmässig gehandhabte Tiere gewöhnen sich meist daran, hochgenommen, untersucht und umgesetzt zu werden, ohne Stress zu zeigen. Diese ruhige Handhabung zählt vor allem bei Gesundheitskontrollen, bei Ausstellungen und bei der Betreuung von Zuchtpaaren. Die Mondaintaube ist schwer und weder eine starke Fliegerin noch eine Brieftaube, weshalb sie, anders als leichte Rassen, nicht auf Wettflüge oder das Heimfinden trainiert wird.
Grundlagen
- Neue Tiere zuerst mehrere Tage im Schlag eingewöhnen lassen, bevor viel gehandhabt wird.
- Sich ruhig und möglichst zur gleichen Tageszeit nähern, damit der Vogel die Routine erkennt.
- Vor dem Hochnehmen ein kleines Leckerli-Korn von der Hand anbieten, um Vertrauen aufzubauen.
- Beim Hochnehmen den Körper mit beiden Händen stützen und die Flügel angelegt halten.
- Die ersten Einheiten kurz und ruhig halten und beenden, bevor der Vogel gestresst wirkt.
- Täglich wiederholen, damit das Handling zur Gewohnheit wird und der Vogel entspannt bleibt.
Taubenschlag und Lebensraum der Mondaintaube
Die Mondaintaube braucht einen trockenen, gut belüfteten, raubtiersicheren Schlag mit sicheren Sitzstangen, eigenen Nistkästen und ständigem Zugang zu Grit, Wasser und einem Bad.
Die Mondaintaube lebt im Taubenschlag, der Standardunterkunft für Haustauben. Der Schlag sollte trocken und gut belüftet sein, ohne dass Zugluft entsteht, und vollständig vor Raubtieren und Ungeziefer geschützt sein. In der Schweiz schreibt die Tierschutzverordnung (TSchV) für gehaltene Tauben zudem Mindestanforderungen an Platzangebot, Witterungsschutz und Einrichtung vor, für deren Einhaltung die Halterin oder der Halter verantwortlich ist. Da es sich um eine schwere Rasse handelt, die nicht kräftig fliegt, profitiert sie von niedrigen, stabilen Sitzstangen und leichtem Zugang zwischen den Ebenen statt hoher Sprünge. Jedes Zuchtpaar braucht einen eigenen Nistkasten, damit sich die Tiere verpaaren, nisten und Junge aufziehen können, ohne sich gegenseitig ins Gehege zu kommen.
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Schlagtyp | Geschlossener, trockener, belüfteter Taubenschlag |
| Platz pro Vogel | Grosszügig; Raum zum Laufen und Strecken einplanen (schwere Rasse) |
| Sitzstangen | Niedrig, breit, stabil; hohe Sprünge vermeiden |
| Nistkästen | Einer pro Zuchtpaar |
| Boden | Leicht zu reinigen, trocken gehalten; Kot regelmässig entfernen |
| Temperatur | Geschützt vor extremer Kälte, Hitze und Nässe |
Checkliste für die Einrichtung
- Raubtiersichere Wände, Dach und Drahtgitter gegen Ratten, Katzen und Greifvögel.
- Trockenes, belüftetes Inneres ohne direkte Zugluft auf die Tiere.
- Niedrige, breite Sitzstangen und ein Nistkasten pro Paar.
- Ständig Grit, frisches Wasser und eine Kalziumquelle.
- Regelmässig ein flaches Bad zum Waschen anbieten.
- Ein leicht zu reinigender Boden und eine feste Routine zum Entfernen von Kot.
Brut und Aufzucht bei der Mondaintaube
Mondain-Eier schlüpfen nach etwa 17 bis 19 Tagen Brutzeit; beide Elterntiere teilen sich das Brüten und füttern die Jungtauben anfangs mit Kropfmilch.
Wie andere Haustauben ziehen Mondaintauben ihre Jungen meist selbst auf, weshalb die meisten Eier bei den Elterntieren schlüpfen und nicht im Brutapparat. Ein Weibchen legt in der Regel zwei Eier im Abstand von einigen Tagen, und beide Elternteile teilen sich das Brüten: Der Täuber sitzt meist tagsüber, das Weibchen in der Nacht. Die Eier schlüpfen nach etwa 17 bis 19 Tagen. In den ersten Tagen erhalten die Jungtauben Kropfmilch, ein nährstoffreiches Sekret, das beide Elterntiere bilden, bevor auf eingeweichtes Futter umgestellt wird. Können die Eltern die Jungen nicht selbst aufziehen, lassen sich die Eier anderen Tauben unterschieben oder bei den unten angegebenen Temperatur- und Feuchtigkeitswerten künstlich ausbrüten.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Temperatur | Etwa 37.5 °C (99-100 °F) im Zwangsbelüftungsbrüter |
| Luftfeuchtigkeit | Etwa 55-60 %, kurz vor dem Schlupf erhöht |
| Dauer | Etwa 17-19 Tage |
| Wenden | Mehrmals täglich, bis 2-3 Tage vor dem Schlupf; danach nicht mehr wenden |
Ablauf des Schlupfs
- Das Gelege von den Eltern bebrüten lassen, wenn ein gesundes Paar zuverlässig sitzt.
- Bei künstlicher Bebrütung Temperatur und Luftfeuchtigkeit konstant halten und die Eier mehrmals täglich wenden.
- Die Eier nach etwa einer Woche durchleuchten, um die Entwicklung zu prüfen.
- In den letzten 2 bis 3 Tagen vor dem erwarteten Schlupf das Wenden einstellen und die Luftfeuchtigkeit erhöhen.
- Schlüpfende Jungtauben nicht stören und ihnen nicht aus der Schale helfen.
- Die Jungtauben zu fütternden Elterntieren oder Ammentauben geben, damit sie Kropfmilch erhalten.
Häufige Fragen zur Mondaintaube
Häufig gestellte Fragen zur Mondaintaube: Grösse, Wesen, Pflege, Lebenserwartung, Eignung und Bezugsquellen.
Wie gross wird eine Mondaintaube?
Die Mondaintaube ist mittelgross bis gross und schwer gebaut: In der Regel misst sie etwa 32 bis 36 cm und wiegt rund 600 bis 900 g, was für eine Taube viel ist. Sie hat eine breite, tiefe Brust und einen gedrungenen, rundlichen Körperbau.
Wie ist das Wesen der Mondaintaube?
Sie ist sanft, ruhig, gutmütig und fügsam. Die Rasse lässt sich gut handhaben, findet sich rasch im Schlag zurecht und verträgt sich friedlich mit anderen Tauben. Deshalb gehört sie zu den pflegeleichteren Taubenrassen.
Ist die Mondaintaube schwierig zu halten?
Nein. Sie braucht die übliche Taubenpflege: einen trockenen, belüfteten und raubtiersicheren Schlag, täglich Körnerfutter und frisches Wasser, ständig Grit sowie regelmässige Reinigung. Dank ihres ruhigen Wesens sind Routinehandling und Gesundheitskontrollen unkompliziert.
Wie alt wird eine Mondaintaube?
Die typische Lebenserwartung liegt bei 8 bis 12 Jahren. Tiere in sauberen, trockenen Schlägen mit guter Fütterung sowie regelmässiger Parasiten- und Krankheitskontrolle erreichen eher das obere Ende dieser Spanne.
Eignet sich die Mondaintaube für Einsteiger?
Ja. Ihr fügsames Wesen, ihre Toleranz gegenüber dem Handling und die gewöhnlichen Pflegeansprüche passen zu Einsteigerinnen und Einsteigern, Hobbyzüchtern und Ausstellenden. Es handelt sich nicht um eine Flug- oder Rennrasse, weshalb sie für Halter, die fliegerische Leistung suchen, nicht geeignet ist.
Können Mondaintauben gut fliegen?
Nicht besonders. Die Mondaintaube ist eine schwere Nutzrasse, die auf Körpergrösse und nicht auf Flugleistung gezüchtet wurde. Sie läuft und sitzt mehr, als dass sie fliegt, und wird weder für Wettflüge noch als Brieftaube eingesetzt.
Wo bekommt man eine Mondaintaube?
Mondaintauben werden von Hobbyzüchtern und Ausstellenden gehalten und finden sich am zuverlässigsten über Taubenzüchter, Rasseclubs und Geflügel- oder Taubenausstellungen. Das Angebot ist regional unterschiedlich, weshalb die Kontaktaufnahme mit lokalen Vereinen oder Züchtern der übliche Weg ist.