United Pet Club
Taube

Carneau

Die Carneau ist eine robuste französische Nutzrasse, geschätzt für ihr ruhiges Wesen, ihr sattes rotes Gefieder und ihre hervorragenden Masteigenschaften.

Size
Mittel
Lifespan
8–12 years
Origin
Frankreich
Temperament
Ruhig
Standard colors
Schwarz, Weiss und Braunfalbe and 2 more
Key Traits
RuhigFügsamSanftGutmütig

Characteristics

Energy Level3
Trainability5
Good With Kids3
Good With Pets3
Grooming Needs4

Carneau colors and patterns

What each club's breed standard says about every Carneau color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Carneau in Schwarz, Weiss, Braunfalbe, Rot und Gelb. Standard patterns: Einfarbig und Schecke.

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPABDRG
SchwarzStandardgemäss (“BLACK CLASSES”)No ruling
WeissStandardgemäss (“WHITE CLASSES”)Standardgemäss (“Weiß; Rot mit Flügelrose mit weißem Unterrücken; Rot mit Flügelrose; Rot mit weißem Unterrücken”)
BraunfalbeStandardgemäss (“DUN CLASSES”)No ruling
RotStandardgemäss (“RED CLASSES”)Standardgemäss (“Rot; Rot mit Flügelrose mit weißem Unterrücken; Rot mit Flügelrose; Rot mit weißem Unterrücken”)
GelbStandardgemäss (“YELLOW CLASSES”)Standardgemäss (“Gelb; Gelb mit Flügelrose mit weißem Unterrücken; Gelb mit Flügelrose; Gelb mit weißem Unterrücken”)
Patterns
EinfarbigStandardgemäss (“RED CLASSES; YELLOW CLASSES; WHITE CLASSES; BLACK CLASSES”)Standardgemäss (“Rot; Gelb; Weiß”)
ScheckeNo rulingStandardgemäss (“Rot mit Flügelrose mit weißem Unterrücken; Rot mit Flügelrose; Rot mit weißem Unterrücken”)
Augen: rulings by club
Color or patternNPA
DunkelbraunStandardgemäss (“Bull eye permitted in whites only.”)
RotStandardgemäss (“orange color shading to red”)
OrangeStandardgemäss (“orange color shading to red”)
PerlweissFehler (“Pearl eye, cracked eye, or a marked variation in color from one eye to the other will cut in points.”)
Patterns
Verschiedenfarbige AugenFehler (“Pearl eye, cracked eye, or a marked variation in color from one eye to the other will cut in points.”)
Schnabel: rulings by club
Color or patternNPA
SchwarzStandardgemäss (“black”)
RosaStandardgemäss (“cream or flesh”)
HornfarbenFehler (“In reds, yellows, and white, stains, horn color or black spots shall cut in points”)
Beine und Füsse: rulings by club
Color or patternNPA
RotStandardgemäss (“bright red in color”)

What the rulings mean

Standardgemäss
Described by the club's breed standard.
Fehler
Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.

Color changes

How a Carneau's colors can change over its life.

  • Rotchanges toBlau

    Gefieder · Mit dem Alter

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Über die Carneau-Taube

Die Carneau ist eine mittelgrosse Nutztaube aus Frankreich mit ruhigem Wesen und tiefrotem Gefieder, gehalten vor allem für die Fleischproduktion und als gelassener Hausvogel.

Die Carneau ist eine Haustaube (Columba livia domestica), die in Frankreich als Nutzrasse entstanden ist. Der Körper ist mittelgross, rund und kompakt, die Haltung aufrecht und gesetzt. Am bekanntesten ist der Farbschlag mit durchgehend rotem Gefieder, wobei auch andere Farben vorkommen. Ausgewachsene Tiere wiegen meist zwischen 600 und 750 Gramm, was die Rasse zu den grösseren Tischtauben zählt, ohne das Gewicht der ganz grossen Fleischrassen zu erreichen.

Die Rasse überzeugt durch zwei Eigenschaften zugleich: Sie liefert kräftige, schnell wachsende Jungtauben, und die Elterntiere füttern zuverlässig, ohne dass Haltende eingreifen müssen. Carneaus sind ruhig und gutmütig, wodurch sie sich leichter handhaben lassen als manche nervösere Nutzrassen. Sie vertragen die Haltung im Schlag gut und passen sich einem gewöhnlichen Taubenschlag ohne Weiteres an.

Gehalten wird die Carneau als Tischtaube, als Ausstellungstier und als ruhiger Posten in einem gemischten Schlag. Diese Kombination aus Widerstandsfähigkeit, gutmütigem Wesen und zuverlässiger Aufzucht hat die Rasse seit dem späten 19. Jahrhundert durchgehend im praktischen Gebrauch gehalten.

Carneau: Steckbrief
MerkmalAngabe
HerkunftFrankreich
GrösseMittelgross (etwa 600 bis 750 g)
Lebenserwartung8 bis 12 Jahre
Gruppe / RolleNutz- (Fleisch-) und Ausstellungstaube
Verträglich mitRuhigen, gemischten Schlägen; gut handhabbar durch Menschen

Wer sich für die Carneau eignet

Die Carneau passt zu Personen, die eine ertragreiche Tischtaube suchen und zugleich ein pflegeleichtes Tier wollen. Ihr ruhiges Wesen kommt Einsteigerinnen und Einsteigern entgegen, die sich den Umgang mit Tauben zunächst nicht zutrauen, und die verlässliche Aufzucht erspart viel Arbeit bei der Jungenaufzucht. Wer einen gelassenen Schlagvogel sucht, der sich zugleich als Ausstellungstier eignet, trifft mit der Carneau eine praktische Wahl.

Geschichte und Herkunft

Die Carneau entstand im 19. Jahrhundert in Nordfrankreich und dem angrenzenden Belgien als schnellwüchsige Tischtaube und verbreitete sich später als anerkannte Nutz- und Ausstellungsrasse.

Die Carneau ist nach der Region im Norden Frankreichs und den angrenzenden Landesteilen Belgiens benannt, wo sie gezüchtet wurde. Die Rasse geht auf einheimische Bauerntauben zurück, die man wegen ihrer Jungtauben hielt und über Generationen auf Grösse, Wachstum und selbstständige Jungenaufzucht selektionierte.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Carneau als eigenständige Tischrasse etabliert. Französische und belgische Landwirte zogen sie in grosser Zahl für den Fleischmarkt auf, wo pralle Jungtauben ein gängiges Nahrungsmittel waren.

Die Rasse gelangte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten und nach Grossbritannien. Dort weckte sie Interesse sowohl als kommerzielle Fleischtaube wie auch als Ausstellungstier, und Zuchtverbände legten schriftliche Standards fest, welche Form und Farbe verbindlich festschrieben. In Ausstellungskreisen wurde die rote Carneau zur bekanntesten Variante.

Auch wenn die gewerbliche Zucht von Schlachttauben vielerorts zurückgegangen ist, bleibt die Carneau in den Händen von Hobbyzüchtern und Ausstellenden, die die Rasse wegen ihrer Geschichte, ihres ruhigen Wesens und ihrer verlässlichen Tischqualitäten weiterführen.

Erscheinungsbild

Die Carneau ist eine mittelgrosse bis grosse Taube mit tiefem, vollem Körper, glattem Kopf und unbefiederten Beinen, am häufigsten in durchgehendem Rot.

Die Carneau zeigt einen breiten, tiefen Körper in recht aufrechter Haltung. Die Brust ist voll und gut gerundet, der Rücken breit, und die gesamte Form wirkt kräftig statt schlank. Der Kopf ist glatt und sauber, ohne Haube oder Struppen, und Beine sowie Füsse sind unbefiedert. Das Gefieder liegt eng und ordentlich an und verleiht dem Vogel einen kompakten, geschlossenen Umriss, der die Herkunft als Tischrasse widerspiegelt.

Rassestandard im Überblick
MerkmalBeschreibung
GewichtEtwa 600 bis 750 g
KörperBreit, tief, volle Brust; aufrechte Haltung
GefiederGlatt, eng anliegend; Kopf und Beine unbefiedert
FarbenRot (am häufigsten), daneben Gelb, Weiss und Falb
AugenBei farbigen Tieren rötlich bis orange

Gefieder und Farben

Die klassische und bekannteste Carneau trägt ein durchgehendes, gleichmässiges Rot über den ganzen Körper. Mehrere Standards erkennen daneben auch Gelb, Weiss und Falb an. Bei den farbigen Schlägen soll das Gefieder einheitlich sein, ohne Sprenkel oder Flecken, und die Farbe reicht bis in Schwungfedern und Schwanz. Weisse Tiere zeigen durchgehend sauberes Gefieder. Aussteller achten auf kräftige Farbtiefe und einen gleichmässigen Ton.

Wesen

Die Carneau ist ruhig, gutmütig und ausgeglichen. Sie lässt sich leicht handhaben und eignet sich gut für geschlossene Haltung und gemischte Schläge.

Die Carneau zählt zu den gelassensten Haustauben. Sie ist ruhig und fügsam und gewöhnt sich rasch an das Hantieren und an die feste Ordnung eines Schlags. Tiere, die regelmässigen Kontakt gewohnt sind, werden zahm und lassen sich ohne grosse Gegenwehr aufnehmen und untersuchen, was für Gesundheitskontrollen und für Ausstellungen von Nutzen ist.

Gegenüber Menschen zeigt sich die Rasse sanft und selten schreckhaft. Unter Tauben verhält sie sich meist friedlich und teilt sich einen Schlag ohne viel Gerangel, wobei Zuchtpaare ihren Nistkasten verteidigen, wie es jede Taube tut. Die Carneau ist keine ausgeprägte Fliegerin und auch keine Brieftaube; sie bleibt gerne in Schlagnähe und zeigt nicht den Bewegungsdrang von Rennrassen. Dieses ruhige, ortstreue Wesen ist einer der Hauptgründe, weshalb die Rasse über ihren Wert als Tischtaube hinaus gehalten wird.

Wesensmerkmale (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Zutraulichkeit / Zahmheit4
Energie2
Trainierbarkeit3
Ruffreudigkeit2
Mauser (Federwechsel)3

Pflege und Haltung

Die Carneau ist eine robuste, pflegeleichte Rasse, die einen sauberen, trockenen Schlag, frisches Badewasser und regelmässige Kontrolle von Füssen und Gefieder braucht.

Die Carneau ist robust und genügsam, gedeiht aber am besten mit einer festen Tagesroutine und einer sauberen Umgebung. Da sie unbefiederte Beine und ein glattes Gefieder hat, ist die Pflege einfacher als bei Rassen mit Struppen oder Haube.

Gefiederpflege

  • Zwei- bis dreimal wöchentlich ein flaches Badegefäss anbieten, damit die Tiere ihr Gefieder sauber halten können.
  • Füsse und Krallen monatlich kontrollieren; überlange Krallen vorsichtig kürzen.
  • Auf Schorf oder Schuppen an den Beinen achten, ein allfälliges Zeichen für Milben.
  • Während der jährlichen Mauser mit gutem Futter die Federbildung unterstützen und Stress vermeiden.

Bewegung

  • Täglichen Zugang zu einer offenen Voliere oder einem Freiflugkäfig für Bewegung ermöglichen.
  • Die Rasse fliegt nicht ausgeprägt gern, daher eignet sich ein sicherer Auslauf besser als freier Schlagflug.
  • Platz und Sitzstangen lassen die Tiere sich strecken und mit den Flügeln schlagen und beugen dem Übergewicht vor, zu dem Tischrassen neigen.

Umgebung

Die Carneau gehört in einen trockenen, zugfreien Schlag mit guter Belüftung. Zuchtpaaren stehen eigene Nistkästen zu, dazu ausreichend Sitzstangen und Schutz vor Regen und Wind. Nach Schweizer Tierschutzrecht dürfen gesellig lebende Vogelarten wie Tauben zudem nicht einzeln, sondern nur mindestens paarweise gehalten werden. Die Rasse verträgt verschiedene Klimazonen, sofern sie trocken gehalten wird; feuchte, verschmutzte Einstreu führt dagegen zu Atemwegs- und Fussproblemen.

Ernährung und Fütterung

Die Carneau braucht eine ausgewogene Körnermischung mit zusätzlichem Eiweiss während der Zucht sowie ständigen Zugang zu Grit, Mineralien und frischem Wasser.

Eine Carneau kommt gut mit einer üblichen Taubenkörnermischung aus Getreide und Hülsenfrüchten zurecht, etwa Mais, Weizen, Sorghum, Erbsen und Ackerbohnen. Als Fleischrasse setzt sie leicht Gewicht an, weshalb die Menge ausserhalb der Zuchtzeit abgemessen und nicht zur freien Aufnahme angeboten werden sollte. Während der Zucht brauchen Elterntiere, die Jungtauben füttern, mehr Eiweiss und Energie, damit das Wachstum kräftig bleibt.

Allgemeine Fütterungsrichtlinie
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Erwachsen, ausserhalb der ZuchtEtwa 30 bis 35 g pro Tier1 bis 2
Erwachsen, in Zucht / bei JungenfütterungEtwa 40 bis 50 g pro Tier2
Heranwachsende (entwöhnt)Freier Zugang zu Aufzuchtfutter2 bis 3

Leckerlis und Ergänzungsfutter

Unlöslichen Grit sowie eine Mineralstoff- oder Taubengritmischung ständig bereitstellen; das unterstützt die Verdauung und liefert Kalzium, das Weibchen während der Legephase besonders benötigen. Eine Prise kleiner Sämereien wie Kanariensaat oder Safflor eignet sich als Zutraulichkeits-Leckerli. Täglich sauberes, frisches Wasser bereitstellen und Vitamine oder Probiotika nur bei Bedarf während der Mauser oder nach einer Krankheit zugeben.

Gesundheit und Lebenserwartung

Die Carneau ist robust und wird bei guter Pflege 8 bis 12 Jahre alt, auch wenn sie wie alle Tauben an Trichomoniasis, Atemwegserkrankungen und Parasiten leiden kann.

Die Carneau ist eine widerstandsfähige Rasse ohne verbreitete Erbkrankheiten. Bei sauberem Schlag, gutem Futter und regelmässiger Pflege erreicht sie meist ein Alter von 8 bis 12 Jahren. Als schwerere Tischrasse setzt sie bei Überfütterung und zu wenig Bewegung leicht Übergewicht an, was das wichtigste Haltungsrisiko darstellt. Die Krankheiten, die bei ihr auftreten, sind dieselben, die bei allen Haustauben vorkommen, und nichts, was spezifisch für die Rasse wäre.

Häufige Erkrankungen
ErkrankungAnzeichenHinweis
Trichomoniasis (Gelber Knopf)Gelbe Beläge im Rachen, SchluckbeschwerdenBehandelbar; betrifft vor allem Jungtiere
AtemwegsinfektionNiesen, Nasenausfluss, erschwerte AtmungBegünstigt durch Feuchtigkeit, Staub, schlechte Lüftung
KokzidioseWeicher Kot, Gewichtsverlust, MattigkeitVerschärft sich in überfüllten oder schmutzigen Schlägen
AussenparasitenGefiederschäden, Unruhe, BeinschuppenLäuse, Milben; regelmässige Kontrolle als Gegenmassnahme

Vorbeugende Pflege

  • Den Schlag sauber, trocken und gut belüftet halten.
  • Neue oder zurückkehrende Tiere vor dem Zusammenführen mit dem Bestand in Quarantäne halten.
  • Regelmässig gegen Würmer und Aussenparasiten behandeln.
  • Grit, Mineralien und sauberes Wasser jederzeit bereitstellen.
  • Überbelegung und Überfütterung vermeiden.

Training und Umgang

Die Carneau ist ruhig und wird mit sanftem, konsequentem Umgang rasch zahm; sie ist keine Flug- oder Brieftaube, daher zielt das Training vor allem auf Zahmheit und Schlagroutine.

Die Carneau reagiert wegen ihres ruhigen Wesens gut auf das Hantieren. Sie ist nicht auf Rennen oder Heimfinden gezüchtet, weshalb sich das Training darauf konzentriert, den Vogel an den Schlag zu gewöhnen, ihn an Menschen zu gewöhnen und Ausstellungstiere aufs ruhige Stehen bei der Bewertung vorzubereiten. Jungtiere, die früh gehandhabt werden, werden am zahmsten. Geduld und eine feste Routine zählen mehr als jede besondere Technik.

Grundlagen

  1. Jungtiere ab dem Absetzen sanft und häufig anfassen, damit sie Kontakt akzeptieren.
  2. Täglich zur gleichen Zeit füttern, damit die Tiere lernen, zum Halter zu kommen.
  3. Ein kleines Samen-Leckerli einsetzen, um ruhiges Herankommen zu belohnen und Tiere heranzurufen.
  4. Das Hochnehmen und Halten in kurzen Einheiten üben, als Vorbereitung auf Gesundheitschecks und Ausstellungen.
  5. Sitzungen kurz und ruhig halten und beenden, bevor der Vogel gestresst wirkt.

Lebensraum und Unterbringung

Die Carneau braucht einen trockenen, sicheren, gut belüfteten Schlag mit Nistkästen für Paare, reichlich Sitzstangen und einen raubtiersicheren Auslauf.

Die Carneau gehört in einen üblichen Taubenschlag, der trocken und zugfrei bleibt, aber trotzdem gut durchlüftet ist. Als ruhige, bodennahe Rasse braucht sie nicht die Höhe, die Flugrassen nutzen, wohl aber genügend Bodenfläche und eigene Nistkästen, damit Paare ohne Konflikte brüten können. Ein angebauter Auslauf verschafft den Tieren sicher frische Luft und Bewegung. Da Tauben gesellig lebende Vögel sind, verlangt die Schweizer Tierschutzgesetzgebung ohnehin eine Haltung von mindestens zwei Tieren; Einzelhaltung ist nicht erlaubt.

Anforderungen an die Unterbringung
ParameterEmpfehlung
BodenflächeEtwa 0.3 bis 0.5 m² pro Paar
NistkästenEin Kasten pro Zuchtpaar, plus Reserve
SitzstangenEinzelne, erhöhte Sitzstangen für alle Tiere
BelüftungGute Luftzirkulation ohne direkten Zug
AuslaufSicher, drahtverkleidet, raubtiersicher

Checkliste für die Einrichtung

  • Trockener, erhöhter Boden mit saugfähiger Einstreu, die regelmässig gewechselt wird.
  • Ein Nistkasten pro Paar, mit Nistschalen und Nistmaterial.
  • Genügend Sitzstangen, sodass jedes Tier eine eigene hat.
  • Saubere Wasserkübel und Futterstellen erhöht anbringen, um Verschmutzung zu vermeiden.
  • Grit- und Mineralienquelle jederzeit parat halten.
  • Raubtiersicheres Drahtgitter an allen Öffnungen sowie eine sichere Tür.

Zucht und Schlupf

Carneau-Paare brüten zuverlässig auf natürlichem Weg; sie bebrüten zwei Eier etwa 17 bis 19 Tage und füttern die Jungtauben selbst, künstliches Ausbrüten ist selten nötig.

Carneaus sind verlässliche Naturbrüter, eine ihrer grössten Stärken. Eine Taube legt normalerweise zwei Eier pro Gelege, und beide Elterntiere teilen sich das Brüten, der Täuber tagsüber und die Taube nachts. Die Küken schlüpfen nach etwa 17 bis 19 Tagen. Weil die Elterntiere so zuverlässig brüten und füttern, überlassen die meisten Haltenden die Arbeit den Vögeln selbst und greifen nur ein, wenn ein Paar versagt. Die folgenden Werte beschreiben sowohl den natürlichen Ablauf als auch die Einstellungen, wenn Eier in einen Brutapparat gelegt werden.

Bebrütungsrichtwerte
ParameterWert
Temperatur (Brutapparat)Etwa 37.5 °C
LuftfeuchtigkeitEtwa 55 bis 60 Prozent, gegen Ende des Schlupfs erhöht
Tage bis zum Schlupf17 bis 19
WendenMehrmals täglich bis zu den letzten 2 bis 3 Tagen

Ablauf des Schlupfs

  1. Dem Paar einen sauberen Nistkasten mit Nistschale und Nistmaterial bereitstellen.
  2. Beide Elterntiere die zwei Eier ungestört bebrüten lassen; um Tag 7 schieren, um die Befruchtung zu prüfen.
  3. Den Schlag während der Brutzeit ruhig und stabil halten.
  4. Den Schlupf um Tag 17 bis 19 erwarten; der Jungtaube nur aus der Schale helfen, wenn sie eindeutig feststeckt.
  5. Die Elterntiere in den ersten Tagen ungestört Kropfmilch füttern lassen; kontrollieren, dass beide Jungtauben gefüttert werden.
  6. Den Elterntieren während der Jungenaufzucht zusätzliches Eiweissfutter geben.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zur Carneau-Taube betreffen Grösse, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung für Einsteiger und Verfügbarkeit.

Wie gross wird eine Carneau-Taube?

Die Carneau ist eine mittelgrosse bis grosse Taube; die meisten ausgewachsenen Tiere wiegen etwa 600 bis 750 Gramm. Ihr breiter, tiefer Körper spiegelt die Herkunft als Tischrasse wider.

Wie ist das Wesen der Carneau?

Ruhig, gutmütig und ausgeglichen. Die Rasse wird rasch zahm, lässt sich gut handhaben und lebt friedlich in einem gemischten Schlag, was sie zu einer der gelassensten Haustauben zählt.

Ist die Carneau einfach zu halten?

Ja. Sie ist robust, genügsam und verträgt die Haltung im Schlag gut. Sie braucht einen sauberen, trockenen Schlag, eine ausgewogene Körnerration, frisches Wasser und regelmässige Parasitenkontrolle, alles Standard bei Haustauben.

Wie alt wird eine Carneau?

Bei guter Pflege wird eine Carneau meist 8 bis 12 Jahre alt.

Eignet sich die Carneau für Einsteiger?

Ja. Ihr ruhiges Wesen, ihre Robustheit und ihre verlässliche Aufzucht verzeihen Anfängerfehlern viel, und sie taugt zugleich als Tischtaube und als Ausstellungstier.

Wofür wurde die Carneau gezüchtet?

Sie entstand in Frankreich und dem angrenzenden Belgien als Nutzrasse für die Jungtaubenproduktion (Fleisch). Heute hält man sie als Tischtaube, als Ausstellungstier und als ruhigen Schlagvogel.

Wo finde ich Carneau-Tauben?

Sie sind bei Hobby- und Ausstellungszüchtern sowie über Tauben- und Geflügelvereine erhältlich, besonders in Europa und Nordamerika. Die rote Form ist am weitesten verbreitet.