United Pet Club
Lama

Silky

Das Silky-Lama ist eine sanfte Rasse mit weichem Fell, geschätzt für seine feine, fliessende Faser und sein ruhiges, zugängliches Wesen.

Size
Gross
Lifespan
15–25 years
Origin
Peru
Temperament
Sanft
Standard colors
Schwarz, Weiss und Grau and 4 more
Key Traits
SanftRuhigNeugierigFügsamFreundlich

Characteristics

Energy Level5
Trainability3
Good With Kids3
Good With Pets5
Grooming Needs5

Coat and grooming

How the Silky coat is built, and what that means when you groom it.

Fellschichten
Wollfell
Fellstruktur
Seidig
Fellänge
Lang
Haarwechsel
Geringer Haarverlust

Grooming guidance

  • Vorsicht: A Silky coat mats easily.

    Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.

  • Hinweis: A Silky needs clipping every few weeks.

    Dieses Fell wächst immer weiter, statt auszufallen, und muss daher alle paar Wochen geschnitten werden. Lässt man es wachsen, verfilzt es dicht an der Haut und schliesst Feuchtigkeit, Schmutz und Wärme ein.

Silky colors and patterns

What each club's breed standard says about every Silky color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Silky in Schwarz, Weiss, Grau, Rosagrau, Braun, Rot und Creme.

Fell: rulings by club
Color or patternILR
SchwarzStandardgemäss (“Black”)
WeissStandardgemäss (“White”)
GrauStandardgemäss (“Grey (dilute / medium / intense)”)
RosagrauStandardgemäss (“Grey Brown (dilute / medium / intense)”)
BraunStandardgemäss (“Brown (dilute / medium / intense)”)
RotStandardgemäss (“Red (dilute / medium / intense)”)
CremeStandardgemäss (“Cream”)
DunkelbraunNo ruling
BeigeNo ruling
Patterns
EinfarbigNo ruling
GeschecktNo ruling
GeflecktNo ruling

What the rulings mean

Standardgemäss
Described by the club's breed standard.

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Das Silky-Lama

Das Silky-Lama ist ein grosses südamerikanisches Kamelid aus Peru mit besonders feiner, fliessender Faser und einem ausgeglichenen, umgänglichen Wesen.

Das Silky-Lama gehört zu den grossen domestizierten Kamelidarten und wird in erster Linie wegen seines feinen, glänzenden Vlieses und seines ruhigen Charakters gehalten. Ausgewachsene Tiere messen am Kopf rund 1,7 bis 1,8 Meter und wiegen zwischen 130 und 200 Kilogramm. Das charakteristischste Merkmal ist das Fell: lange, feine Fasern mit einem seidigen Griff, die in gleichmässigen Locken fallen, deutlich verschieden von der dichten, gekräuselten Wolle vieler anderer Faserlamatypen.

Ebenso bedeutend wie das Vlies ist das Wesen. Silky-Lamas werden als freundlich, sanft, gelassen, wissbegierig und umgänglich beschrieben. Sie akzeptieren Berühren und Anfassen problemlos, gewöhnen sich schnell an regelmässige Abläufe und bleiben entspannt, wenn Menschen oder andere Tiere in ihrer Nähe sind. Für Kleinbetriebe, Faserproduzentinnen und -produzenten oder Halterinnen und Halter, die ein handhabbares Grosstier suchen, ist das Silky-Lama deshalb eine überlegenswerte Wahl.

Wie alle Lamas ist das Silky-Lama ein Herdentier und verträgt keine Einzelhaltung. Mindestens ein weiteres Kamelid als Gesellschaft ist notwendig, und innerhalb einer Gruppe geht es stabile soziale Bindungen ein. Mit konsequentem, ruhigem Umgang von Anfang an lassen sich die Tiere gut führen, halftern und pflegen.

Silky-Lama: Kurzporträt
MerkmalAngabe
HerkunftPeru
GrösseGross (130 bis 200 kg, etwa 1,7 bis 1,8 m hoch)
Lebenserwartung15 bis 25 Jahre
NutzungsrichtungKamelid für Faserproduktion sowie als ruhiges Begleit- oder leichtes Packtier
Verträglich mitAnderen Lamas und Alpakas, Familien sowie den meisten Nutztieren im Betrieb

Für wen eignet es sich?

Das Silky-Lama passt zu Faserliebhaberinnen und -liebhabern, Kleinlandwirtinnen und -landwirten sowie Halterinnen und Haltern, die eine Weide und mindestens ein Begleittier anbieten können. Sein ruhiges Naturell macht es für Einsteiger in die Kamelid-Haltung durchaus geeignet, sofern diese die Bedürfnisse einer Herdenhaltung kennen und die regelmässige Pflege des feinen Fells nicht scheuen. Wer ein einzeln gehaltenes Tier oder minimalen Pflegeaufwand sucht, sollte sich anders orientieren.

Geschichte und Herkunft

Das Silky-Lama stammt aus Peru und steht in der Jahrtausende alten andinen Tradition, Lamas für Faser, Transport und Fleisch zu halten.

Die Domestizierung des Lamas vollzog sich in den Hochanden Südamerikas aus dem Wildguanako. Archäologische Befunde datieren diesen Vorgang in die peruanischen Andenhochlagen vor mehreren Jahrtausenden, womit das Lama zu den ältesten Nutztieren der Neuen Welt zählt. Peru gilt bis heute als Zentrum der Lamazucht und wird als Ursprungsort des Silky-Typs genannt.

In den Andengesellschaften war das Lama ein zentrales Nutztier. Es transportierte Lasten auf Bergpfaden, lieferte Fasern für Textilien und war Quelle von Fleisch und Fell. Durch gezieltes Halten über viele Generationen entstanden Tiere verschiedener Felltypen, vom groben Doppelcoat für hartes Gebirgsklima bis hin zu feineren, weicheren Vliesen, die bei Spinnenden und Webenden sehr beliebt waren.

Das Silky-Lama entstammt dieser faserbetonten Zuchtlinie. Der Name beschreibt das Fell unmittelbar: lange, feine, einschichtige Fasern mit einem weichen, seidigen Griff, klar unterschieden vom schweren Doppelcoat klassischer Traglamas. Züchterinnen und Züchter bevorzugten Tiere mit diesem feineren Vlies und dem sanften Wesen, das Handling und Scheren erleichtert.

Ab dem späten 19. und während des 20. Jahrhunderts gelangten Lamas nach Nordamerika, Europa und Australien, wo Kamelidhalterinnen und -halter weiter auf Faserqualität und Charakter selektierten. Der Silky-Typ wird heute in Fachkreisen für sein feines Vlies und seinen ausgeglichenen Charakter geschätzt, ist aber nach wie vor seltener als das Standardlama.

Äusseres Erscheinungsbild

Das Silky-Lama ist ein grosses, hochbeiniges Kamelid mit langem Hals, feinem einschichtigem Fell in weichen Locken und den geschwungenen bananenförmigen Ohren der Art.

Beim Silky-Lama fallen der lange Hals, die aufrechte Körperhaltung und die geschwungenen Ohren auf, die alle Lamas kennzeichnen. Ergänzt wird dieses Bild durch ein besonders feines, fliess endes Fell. Der Körper ist gross und harmonisch proportioniert, getragen von langen Beinen mit den für Kameliden typischen zweizelligen Sohlenballen. Der Kopf ist im Verhältnis zum Rumpf eher klein, mit grossen, ausdrucksstarken Augen und den charakteristischen Lamaohren. Das Gesamtbild wirkt schlank und hochgestellt.

Rassemerkmale: Übersicht
MerkmalTypischer Bereich
HöheEtwa 1,7 bis 1,8 m am Kopf gemessen
Gewicht130 bis 200 kg
FellLang, fein, einschichtig mit seidigem Griff, fällt in gleichmässige Locken
FarbenWeiss, Creme, Falb, Braun, Grau, Schwarz sowie Schecken und gemusterte Zeichnungen
AugenGross, dunkel, seitlich am Kopf angesetzt

Fell und Farben

Das Fell ist das eigentliche Erkennungsmerkmal der Rasse. Im Gegensatz zum dichten Doppelcoat vieler Lamarassen trägt das Silky-Lama ein einschichtiges Fell aus feinen Fasern, das in langen, weichen Locken hängt und sich glatt anfühlt. Das Vlies liegt angenehm in der Hand und ist bei Handspinnenden sehr geschätzt. Die Farbpalette umfasst das gesamte Lamafarbenspektrum: reinweiss, creme, falb, braun, grau, schwarz sowie mehrfarbige und gescheckte Muster. Die feine, gleichmässige Faser nimmt Licht gut auf und lässt Farben klar wirken.

Wesensart

Silky-Lamas sind freundlich, sanft, gelassen, neugierig und umgänglich. Sie lassen sich gut anfassen und bleiben im Umgang mit Menschen, anderen Kameliden und Nutztieren ruhig.

Das Silky-Lama fällt durch sein ausgeglichenes, unkompliziertes Naturell auf. Die Tiere sind in der Regel freundlich und neugierig. Sobald sie an den menschlichen Kontakt gewöhnt sind, nähern sie sich Fremden und neuen Gegenständen eher interessiert als ängstlich. Die Rasse ist sanft und umgänglich, was alltägliche Aufgaben wie Halftern, Führen und Scheren deutlich erleichtert.

Gegenüber Familienmitgliedern und vertrauten Betreuenden verhalten sich gut sozialisierte Silky-Lamas kooperativ und ruhig. Neuen Personen gegenüber sind sie anfangs zurückhaltend, entspannen sich aber rasch. Als Herdentiere sind sie auf den Kontakt mit anderen Kameliden angewiesen und fühlen sich am wohlsten in Gesellschaft von mindestens einem weiteren Lama oder Alpaka. Mit Schafen, Ziegen, Pferden und anderem Nutzvieh kommen sie üblicherweise gut aus; einzelne Tiere übernehmen auch Herdenschutzfunktionen für kleineres Vieh.

Wie bei allen Lamas gilt: Tiere, die als Saugfohlen zu eng auf Menschen geprägt wurden, können im Erwachsenenalter aufdringliches Verhalten zeigen. Ruhiger, respektvoller Umgang von Anfang an ist deshalb entscheidend. Das Spucken ist ein normales Verständigungsmittel innerhalb der Herde und richtet sich kaum gegen Menschen, die die Tiere besonnen behandeln.

Charakterbewertung (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Zuneigung4
Energie2
Lernfähigkeit4
Vokalität2
Haarausfall3

Haltung und Pflege

Silky-Lamas brauchen regelmässige Fellpflege, jährliches Scheren, täglichen Weidegang und Gesellschaft sowie routinemässige Huf- und Parasitenbehandlung.

Die tägliche Betreuung eines Silky-Lamas dreht sich um Weide, Herdengesellschaft und Pflege des feinen Vlieses. Das Fell braucht mehr Aufmerksamkeit als ein grober Doppelcoat, weil die langen, feinen Fasern bei Vernachlässigung rasch Verunreinigungen aufnehmen und verfilzen können.

Fellpflege

  • Das Fell regelmässig bürsten, um Staub, Pflanzenmaterial und Verfilzungen frühzeitig zu entfernen.
  • Einmal jährlich scheren, in der Regel im Frühling, damit das Tier nicht überhitzt und die Faser geerntet werden kann.
  • Zehennägel alle paar Monate kontrollieren und kürzen, da überlange Nägel die Bewegung beeinträchtigen.
  • Bei der Fellpflege auf Parasiten, Hautverletzungen oder Verfilzungen achten.

Bewegung

  • Offenen Weidegang für tägliche Bewegung und Grasen sicherstellen.
  • Ausreichend Platz zum Laufen und für den Kontakt mit Herdengenossen einplanen.
  • Lamas haben einen geringen bis mittleren Bewegungsbedarf und kommen mit regelmässigem Auslauf ohne gezielte Trainingseinheiten aus.

Haltungsumgebung

Silky-Lamas gedeihen auf eingezäunten Weiden mit sicherem Aussenzaun und einem dreiseitigen Unterstand oder Stall als Schutz vor Sonne, Wind und Regen. Sie sind kältetolerant, doch der feine einschichtige Coat bietet weniger Wärmeschutz als ein Doppelcoat. Ein zuverlässiger Unterstand und ausreichend Schatten sind deshalb besonders bei sommerlicher Hitze wichtig. Ein weiteres Kamelid als ständige Begleitung ist unbedingt notwendig, da Einzelhaltung bei Lamas zu anhaltendem Stress führt.

Ernährung

Silky-Lamas sind Weidetiere, die mit Gras und Grasheu gut auskommen. Futtermengen sollten kontrolliert werden; Frischwasser und Mineralstoffe müssen jederzeit verfügbar sein.

Silky-Lamas sind genügsame Futterverwerter mit einem dreikammerigen Magen, der faserreiches Pflanzenmaterial vergärt. Die Grundlage der Versorgung bilden Weidegras und gutes Grasheu. Lamas nutzen Futter sehr effizient und nehmen leicht zu, daher sollten Mengen und Weidegang so gesteuert werden, dass die Tiere in einer schlanken Arbeitskondition bleiben. Reines Leguminosenheu wie Luzerne ist für erwachsene Tiere ohne konkreten Bedarf nicht empfehlenswert.

Allgemeiner Fütterungsplan
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Erwachsen (Erhaltungsbedarf)Raufutter nach etwa 1,5 bis 2 Prozent des Körpergewichts in Trockenmasse, überwiegend Gras oder GrasheuFreier Weidegang plus Heu nach Bedarf
Tragendes oder laktierendes TierErhaltungsraufutter plus massvolle Ergänzung für den erhöhten Bedarf2 Mahlzeiten plus Raufutter
Heranwachsendes FohlenStutenmilch, dann Zugang zu Raufutter mit kleiner ausgewogener ErgänzungFreier Zugang zu Raufutter, Ergänzung 1- bis 2-mal

Mineralstoffe und Lecksteine

Eine frei zugängliche Mineralstoffmischung speziell für Kameliden bereitstellen, da Lamas einen eigenen Bedarf haben und unter herkömmlichen Rinder- oder Schafmineralen leiden können. Den Selenstatus sollte man auf Basis lokaler Bodenwerte mit tierärztlicher Begleitung abstimmen, weil sowohl Mangel als auch Überdosierung schaden. Kleine Mengen Rüebli oder Äpfel können beim Training nützlich sein, sollten aber mengenmässig beschränkt bleiben, um Übergewicht zu vermeiden. Frisches Wasser muss zu jeder Zeit vorhanden sein.

Gesundheit

Silky-Lamas sind robuste Tiere mit einer Lebenserwartung von 15 bis 25 Jahren. Häufige Probleme sind Parasiten, Hitzestress, Zahn- und Klauenprobleme sowie Mineralstoffungleichgewichte.

Silky-Lamas sind widerstandsfähige Tiere, die bei sorgfältiger Haltung 15 bis 25 Jahre alt werden können. Die meisten Gesundheitsprobleme lassen sich durch ausgewogene Ernährung, konsequente Parasitenbekämpfung, geeigneten Unterstand und regelmässiges Handling verhindern. Der feine einschichtige Coat stellt beim Hitzeschutz besondere Anforderungen, weil dem Tier im Vergleich zu doppelbeschichteten Lamas die isolierende Unterschicht fehlt.

Häufige Gesundheitsprobleme
ErkrankungAnzeichenHinweis
Innere und äussere ParasitenGewichtsverlust, Blutarmut, schlechtes Fell, KratzenGezielte Entwurmung auf Basis von Kotproben; Meningialnematode stellt in manchen Gebieten ein ernstes Risiko dar
HitzestressMaulatmung, Speichelfluss, Trägheit, KollapsErhöhtes Risiko bei ungeschorenen Tieren; Schatten, Wasser und rechtzeitiges Scheren sicherstellen
Zahn- und KieferproblemeSpeichelfluss, Abwerfen von Futter, Gewichtsverlust, KieferschwellungZähne und Kiefer bei Routinekontrollen untersuchen
Huf- und NagelüberwuchsLahmen, abnormale Körperhaltung, gespreizte ZehenNägel nach festem Zeitplan kürzen
Mineralstoffmangel (Selen, Vitamin D)Schlechtes Wachstum, Schwäche, Rachitis bei JungtierenErgänzung an regionale Bodenwerte anpassen und bei Bedarf testen lassen

Vorsorge

  • Regelmässige tierärztliche Kontrollen einplanen und Impfungen gemäss den Empfehlungen in der Schweiz aktuell halten.
  • Kotproben auswerten lassen und nur bei Bedarf gezielt entwurmen statt nach starrem Intervall vorzugehen.
  • Zehennägel regelmässig kürzen und Klauen kontrollieren.
  • Kamelidgerechte Mineralstoffe bereitstellen und die Körperkondition durch Betasten unter dem Vlies beurteilen.
  • Jährlich scheren sowie Schatten und Wasser bereitstellen, um Hitzestress vorzubeugen.

Zucht

Silky-Lamas sind Reflexovulatorinnen mit einer Tragezeit von rund 11,5 Monaten. Fast immer wird ein einzelnes Fohlen geboren, das die Stute bei guten Bedingungen selbstständig aufzieht.

Weibliche Silky-Lamas sind in der Regel mit 18 bis 24 Monaten zuchtreif, wenn sie die notwendige Körpergrösse und -kondition für eine Trächtigkeit erreicht haben. Hengste reifen etwas langsamer und werden üblicherweise ab etwa zwei bis drei Jahren zur Zucht eingesetzt. Lamas sind induzierte Ovulatorinnen: Der Eisprung wird durch den Deckakt ausgelöst und nicht durch einen festen Zyklus gesteuert, weshalb eine Belegung zu den meisten Jahreszeiten möglich ist.

Die Paarung geht vom Hengst aus, und der Deckakt selbst löst den Eisprung aus. Die Tragezeit beträgt im Durchschnitt rund 11,5 Monate und endet fast immer mit einem einzigen Fohlen. Zwillinge sind ausgesprochen selten. Die Geburt findet typischerweise am Tag statt und verläuft meist zügig, wobei die Stute im Stehen gebiert.

Das Fohlen steht und trinkt innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt. Für den Immunschutz des Neugeborenen ist es wesentlich, dass es bald nach der Geburt Kolostrum aufnimmt. Fohlen werden in der Regel mit vier bis sechs Monaten abgesetzt. Gesunde Stuten ziehen ihre Jungen mit wenig Hilfe auf; Geburt und erstes Trinken sollten jedoch beobachtet werden, damit bei Problemen rechtzeitig eingegriffen werden kann. Bei der Selektion auf das Silky-Fell werden Elterntiere mit feiner, gut strukturierter Faser und dem ruhigen Charakter bevorzugt, der diese Rasse kennzeichnet.

Zuchtkennzahlen
MerkmalWert
Zuchtreife StuteEtwa 18 bis 24 Monate
Zuchtreife HengstEtwa 2 bis 3 Jahre
OvulationDurch Deckakt ausgelöst
TragezeitEtwa 11,5 Monate
WurfgrösseFast immer 1 Fohlen (Zwillinge sehr selten)
AbsetzalterEtwa 4 bis 6 Monate

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zum Silky-Lama betreffen Grösse, Wesensart, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung für Einsteiger und Verfügbarkeit.

Wie gross wird ein Silky-Lama?

Es ist ein grosses Kamelid: Am Kopf gemessen erreicht es etwa 1,7 bis 1,8 Meter und bringt ausgewachsen rund 130 bis 200 Kilogramm auf die Waage.

Wie ist die Wesensart des Silky-Lamas?

Silky-Lamas sind freundlich, sanft, gelassen, neugierig und umgänglich. Sie akzeptieren Berühren und Anfassen gut und verhalten sich nach der Sozialisation ruhig gegenüber Menschen, anderen Kameliden und den meisten Nutztieren.

Ist die Haltung eines Silky-Lamas aufwendig?

Der Aufwand ist mittel. Im Vergleich zu einem Standardlama kommen das regelmässige Bürsten und jährliche Scheren des feinen Fells hinzu, dazu die üblichen Anforderungen an Weide, Unterstand, ein Begleittier, Hufpflege und Parasitenbekämpfung.

Wie alt werden Silky-Lamas?

Bei guter Haltung erreichen sie in der Regel ein Alter von 15 bis 25 Jahren.

Eignet sich das Silky-Lama als erstes Kamelid?

Sein ruhiges, umgängliches Wesen macht es für Einsteigerinnen und Einsteiger durchaus geeignet, die eine Weide, mindestens ein Begleittier und die nötige Faserpflege anbieten können. Für Einzelhaltung ist es nicht geeignet.

Kann ein Silky-Lama allein gehalten werden?

Nein. Lamas sind Herdentiere und leiden unter Isolation. Ein Silky-Lama braucht immer mindestens ein weiteres Kamelid als Gesellschaft.

Wie gut ist das Silky-Lama in der Schweiz verfügbar?

Silky-Lamas sind seltener als Standardlamas, weil sie speziell auf das feine, seidenweiche Fell selektiert werden. Das Angebot variiert je nach Region; Interessentinnen und Interessenten wenden sich am besten an Kamelid- und Fasertierzüchtende.

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