Shire
Das Shire ist ein sanfter Riese und eine der grössten Pferderassen der Welt, ein englisches Kaltblut, bekannt für seine immense Kraft und sein sanftmütiges Wesen.
- Size
- Riesig
- Lifespan
- 20–25 years
- Origin
- England
- Temperament
- Sanft
- Standard colors
- Schwarz, Grau, Braun und Brauner
Characteristics
Shire colors and patterns
What each club's breed standard says about every Shire color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Shire in Schwarz, Grau, Braun und Brauner. Standard patterns: Stichelschimmel.
| Color or pattern | SHIRE HS |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“Black”) |
| Grau | Standardgemäss (“grey”) |
| Braun | Standardgemäss (“brown”) |
| Brauner | Standardgemäss (“bay”) |
| Fuchs | Disqualifizierend (“He must not be roan or chestnut.”) |
| Patterns | |
| Stichelschimmel | Standardgemäss (“roan”) |
| Sabino | No ruling |
| Schimmel | No ruling |
| Smutty | No ruling |
What the rulings mean
- Standardgemäss
- Described by the club's breed standard.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Color changes
How a Shire's colors can change over its life.
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Braunerchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Braunchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toWeiss
Fell · Fortschreitend · by 416 weeks
Braunerchanges toRosagrau
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toGeapfelt
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toFliegenschimmel
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toSchwarz
Fell · Mit dem Alter
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Das Shire-Pferd im Überblick
Das Shire ist ein englisches Kaltblutpferd und gehört zu den grössten Pferderassen weltweit, geschätzt für seine enorme Kraft und sein ruhiges, gutmütiges Wesen.
Wer einem Shire zum ersten Mal begegnet, denkt zuerst an seine Ruhe, nicht an seine Grösse, obwohl Letztere kaum zu übersehen ist. Diese englische Kaltblutrasse wurde darauf gezüchtet, eng mit dem Menschen zusammenzuarbeiten: Karren ziehen, Felder pflügen, schwere Lasten bewegen. Über viele Generationen hinweg wurden deshalb Gelassenheit und Arbeitsbereitschaft gezielt gefördert, und ein gut geführtes Shire-Pferd verhält sich im Umgang mit Menschen geduldig und gelassen.
Grössenmässig gehört das Shire zu den höchstwüchsigen Pferderassen überhaupt. Hengste messen für gewöhnlich 17 Hands oder mehr, umgerechnet rund 173 Zentimeter, einzelne Tiere übertreffen sogar deutlich die 18-Hand-Grenze. Gebaut ist die Rasse ganz auf Zugkraft ausgelegt: ein tiefer Rumpf, schwere Knochen, eine breite Brust und eine muskulöse Hinterhand.
Heute wird das Shire im Fahrsport, bei landwirtschaftlichen Vorführungen, im Turnierwesen, in der Forstwirtschaft sowie zum Freizeitreiten eingesetzt. Am bekanntesten bleiben nach wie vor die Brauereigespanne. Als landwirtschaftliches Arbeitstier ist die Rasse dagegen kaum mehr im Einsatz, und die Bestandszahlen liegen weit unter jenen der Blütezeit zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | England |
| Grösse | Kaltblut-Riese |
| Lebenserwartung | 20 bis 25 Jahre |
| Gruppe / Einsatzbereich | Schweres Kaltblut, Fahr- und Arbeitspferd |
| Geeignet für | Erfahrene Pferdehalter, pferdekundige Familien, Arbeitsgespanne |
Für wen sich ein Shire eignet
Ein Shire braucht einen Halter, der über genügend Platz, Futter und Sachverstand verfügt, wie es ein derart grosses Pferd verlangt. Sein ruhiges Wesen macht es für eine sichere Hand gut führbar, doch schon allein wegen seiner Grösse ist es kein Pferd, das man einer Anfängerin oder einem Anfänger unbeaufsichtigt überlassen sollte. Stall, Beschlag, Zaumzeug und Futterration müssen alle auf ein schweres Pferd ausgelegt sein, was Kosten und Aufwand gegenüber einer leichten Reitpferderasse spürbar erhöht.
Geschichte und Ursprung
Das Shire geht auf schwere englische Arbeitspferde und das mittelalterliche Grosse Pferd zurück; herausgebildet in Mittelengland, wurde die Rasse Ende des neunzehnten Jahrhunderts offiziell organisiert.
Der Name Shire stammt von den mittelenglischen Grafschaften, den sogenannten Shires, wo dieser Pferdetyp besonders verbreitet war, darunter Lincolnshire, Leicestershire, Derbyshire und Staffordshire. Dort verfeinerten Bauern und Züchter über Jahrhunderte hinweg schwere Pferde für Landwirtschaft und Transportwesen.
Zurück gehen diese Tiere auf die grossen Arbeitspferde des mittelalterlichen Englands, das sogenannte Grosse Pferd, gezüchtet, um Reiter in schwerer Rüstung zu tragen und schwere Lasten zu ziehen. Von dort stammt die Grösse und Kraft, welche die Rasse bis heute prägt.
Offiziell organisiert wurde die Rasse Ende des neunzehnten Jahrhunderts: Die 1878 gegründete English Cart Horse Society erhielt 1884 den Namen Shire Horse Society, verbunden mit einem Stutbuch und einem schriftlichen Standard. Das Shire spielte damals eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft wie im städtischen Transport, zog den Pflug über die Felder und Lieferwagen durch die Strassen.
Mit der Mechanisierung im zwanzigsten Jahrhundert brach die Nachfrage nach schweren Arbeitspferden markant ein. Traktoren und Lastwagen lösten die Gespanne auf Höfen wie in Städten ab, und die Bestandszahlen des Shire sanken bis zur Mitte des Jahrhunderts drastisch. Erhalten geblieben ist die Rasse dank Zuchtprogrammen zur Bestandssicherung sowie dem anhaltenden Interesse an Turnieren, Fahrsport und Brauereigespannen, wenngleich sie bis heute weit weniger zahlreich ist als in ihrer Blütezeit.
Erscheinungsbild und Rassestandard
Das Shire ist ein hochgewachsenes, kräftig gebautes Kaltblutpferd mit tiefem Rumpf, üppigem Kötenbehang und Fellfarben von Schwarz über Braun bis Schimmel.
Der Hals ist lang und leicht gebogen, die Brust tief und breit, die Schultern kräftig und schräg gestellt. Im Verhältnis zum Körper wirkt der Kopf eher schmal, mit leicht römischer Nase, breiter Stirn und grossen Augen. Die Beine sind schwer knochig gebaut und tragen langes, feines Haar, den Kötenbehang, der über die Hufe fällt.
Insgesamt entsteht der Eindruck von Masse und Zugkraft, gepaart mit Ausgewogenheit. Der Rücken ist kurz und muskulös, die Hinterhand breit, und die Hufe sind gross und rund, um das Gewicht des Pferdes zu tragen.
| Merkmal | Typischer Bereich |
|---|---|
| Widerristhöhe | Hengste ab etwa 17 Hands (173 cm); Stuten etwas kleiner |
| Gewicht | Etwa 850 bis 1100 kg (1900 bis 2400 lb) |
| Fell | Kurzes Körperhaar, langer Kötenbehang an den Unterschenkeln |
| Farben | Schwarz, Braun, Rappbraun und Schimmel, häufig mit weissen Abzeichen an Beinen und Kopf |
| Augen | Gross, weit auseinanderstehend, meist dunkel |
Fell und Farben
Schwarz, Braun, Rappbraun und Schimmel sind die häufigsten Farben. Weisse Abzeichen im Gesicht und an den unteren Beinen kommen oft vor, ebenso ein weisser Kötenbehang. Zu ausgedehnte weisse Flecken am Körper werden im Turnierring eher nicht goutiert. Fuchsfarbene Tiere sind selten und werden je nach nationalem Zuchtverband unterschiedlich behandelt. Der Kötenbehang gilt als Markenzeichen der Rasse, verlangt aber laufende Pflege, damit er sauber bleibt und keine Hautprobleme auftreten.
Wesen und Verhalten
Ruhig, gutmütig und fügsam: Das Shire hat sich seinen Ruf als sanfter Riese verdient, der bereitwillig mit dem Menschen zusammenarbeitet.
Mit der Familie und vertrauten Betreuungspersonen zeigt sich das Shire geduldig und anhänglich. Routinemässige Pflege, Handling und das Anschirren werden klaglos hingenommen. Fremden gegenüber verhält sich die Rasse meist ruhig und zugänglich statt ängstlich, wobei man einem Pferd dieser Grösse trotzdem stets mit Vorsicht und Respekt begegnen sollte.
Dass das Shire so gelassen ist, kommt nicht von ungefähr: Die Rasse wurde dafür gezüchtet, in engem Kontakt mit Menschen zu arbeiten, auf dem Feld genauso wie auf belebten Strassen. Ruhe unter Druck und Kooperationsbereitschaft waren deshalb über viele Generationen hinweg unerlässlich und wurden entsprechend gefördert.
Unter anderen Pferden fügt sich das Shire normalerweise problemlos in eine Gruppe ein und arbeitet gut im Zweier- oder Mehrergespann. Wegen seiner Grösse können jedoch bereits gewöhnliche Bewegungen für Menschen in der Nähe gefährlich werden, weshalb Betreuungspersonen unabhängig vom Gemüt des einzelnen Pferdes stets aufmerksam bleiben sollten.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 4 |
| Energie | 2 |
| Lernbereitschaft | 4 |
| Lautäusserung | 2 |
| Fellwechsel | 3 |
Pflege und Haltung
Bei der Pflege des Shire stehen der schwere Kötenbehang, ausreichend Weidegang, moderate Bewegung sowie genügend Platz und Unterstand für ein sehr grosses Pferd im Vordergrund.
Wer ein Shire hält, übernimmt die üblichen Pflegeroutinen jedes Pferdes, dazu kommt aber besondere Aufmerksamkeit für dessen Grösse und den Kötenbehang. Tägliches Handling, regelmässiger Hufbeschlag und ein sauberer, trockener Stall sind allesamt unerlässlich.
Fellpflege
- Das Körperhaar regelmässig bürsten, um Schmutz und lose Haare zu entfernen.
- Den Kötenbehang häufig reinigen und trocknen, damit Hautprobleme wie Mauke oder Milbenbefall gar nicht erst entstehen.
- Die grossen Hufe täglich auskratzen und auf Strahlfäule prüfen.
- Etwa alle sechs bis acht Wochen einen Termin beim Hufschmied einplanen.
- Für Turniere den Kötenbehang je nach Vorgabe des Zuchtverbands baden und stutzen.
Bewegung
- Täglichen Weidegang auf Koppel oder Feld sicherstellen.
- Regelmässiges Fahren, leichte Arbeit oder Reiten einplanen, um das Pferd fit zu halten.
- Plötzliche starke Belastung bei einem untrainierten Pferd vermeiden.
- Vor und nach jeder Arbeitseinheit genügend Zeit zum Auf- und Abwärmen einräumen.
Umgebung
Ein Shire braucht eine grosszügige, gut entwässerte Weide sowie einen Stall, der auf ein schweres Pferd ausgelegt ist, mit breiten Türen und stabilen Einrichtungen. Unterstand gegen Regen und Matsch schützt zusätzlich die behangenen Beine. Zäune, Tore und Wassertröge müssen dem Gewicht und der Kraft des Tieres standhalten können.
Ernährung und Fütterung
Raufutter bildet in grossen Mengen die Grundlage der Shire-Ernährung, ergänzt durch Kraftfutter je nach Arbeitspensum, bei jederzeit verfügbarem, sauberem Wasser.
Als grosses Weidetier bezieht das Shire den Grossteil seiner Nahrung aus Raufutter wie Gras, Heu oder Silage. Wegen seiner Grösse frisst ein Shire deutlich mehr als ein leichtes Reitpferd. Kraftfutter wird je nach Arbeitspensum, Ernährungszustand und Lebensphase des Pferdes zugefüttert. Jede Futterumstellung sollte schrittweise erfolgen, um das Verdauungssystem zu schonen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Erwachsen, in Ruhe | Raufutter mit etwa 1,5 bis 2 Prozent des Körpergewichts; wenig bis kein Kraftfutter | Raufutter zur freien Verfügung; Kraftfutter 1 bis 2 |
| Erwachsen, in Arbeit | Raufutter als Basis, dazu Kraftfutter je nach Belastung | 2 bis 3 |
| Heranwachsendes Jungpferd | Raufutter plus ein ausgewogenes Aufzuchtfutter nach tierärztlicher Beratung | 2 bis 3 |
Leckerlis und Ergänzungsfutter
Kleine Mengen Rüebli oder Apfel eignen sich gelegentlich als Leckerli. Ergänzungen wie Salz sowie Mineralstoffe bei mangelhafter Weide können nötig sein, am besten wählt man diese nach Rücksprache mit Tierarzt oder Fütterungsberatung aus. Schwere Pferde neigen zu Übergewicht, weshalb Leckerlis und Kraftfutter eingeschränkt werden sollten, sobald das Pferd nicht regelmässig arbeitet.
Gesundheit und häufige Erkrankungen
Das Shire wird in der Regel 20 bis 25 Jahre alt und gilt als robust, wobei der dichte Kötenbehang und die grosse Statur eigene Haut- und Gliedmassenprobleme mit sich bringen, die es zu beachten gilt.
Insgesamt ist das Shire eine robuste Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 20 bis 25 Jahren bei guter Haltung. Die wichtigsten gesundheitlichen Themen betreffen den dichten Kötenbehang, der Feuchtigkeit und Bakterien speichern kann, sowie die Belastung, welche das hohe Körpergewicht für Gliedmassen und Hufe bedeutet. Regelmässige tierärztliche Betreuung und Hufpflege, saubere, trockene Bedingungen sowie eine vernünftige Fütterung halten die meisten dieser Probleme im Griff.
| Erkrankung | Anzeichen | Anmerkung |
|---|---|---|
| Mauke und Hautinfektionen an behangenen Beinen | Krusten, Schwellung, Berührungsempfindlichkeit an den Unterschenkeln | Steht im Zusammenhang mit nassen, schlammigen Bedingungen unter dem Kötenbehang |
| Chronisch progressives Lymphödem | Fortschreitende Schwellung und Hautverdickung der Unterschenkel | Betrifft gewisse schwere Kaltblutrassen mit dichtem Behang |
| Hufrehe | Lahmheit, Wärme in den Hufen, Bewegungsunlust | Risiko steigt bei übergewichtigen Pferden und nährstoffreicher Weide |
| Gelenk- und Gliedmassenbelastung | Steifheit, Lahmheit, eingeschränkte Bewegung | Hängt mit hohem Körpergewicht und Arbeitspensum zusammen |
Vorsorge
- Impfungen und Entwurmungen laufend nach tierärztlichem Plan aktuell halten.
- Regelmässige Termine beim Hufschmied für ausgewogene, gesunde Hufe wahrnehmen.
- Beine sauber und trocken halten und den Kötenbehang auf frühe Anzeichen von Hautproblemen kontrollieren.
- Den Ernährungszustand im Auge behalten, um Übergewicht zu vermeiden.
- Routinemässige Zahnkontrollen einplanen.
Ausbildung
Klug und arbeitswillig lässt sich das Shire mit ruhigen, konsequenten Methoden gut für Fahrsport, Arbeit und Reiten ausbilden.
Weil das Shire von Natur aus ruhig und gutmütig ist, lässt es sich gut ausbilden. Die Rasse reagiert positiv auf konsequentes, geduldiges Training und lernt die Abläufe von Geschirrarbeit, Fahren und Reiten zügig. Wegen seiner Grösse und Kraft sind frühe Bodenarbeit sowie klare, verlässliche Signale wichtig, damit das Pferd bereits in jungen Jahren sicher führen, halten und stehen lernt. Beim Training gilt es stets zu bedenken, dass eine unbeabsichtigte Bewegung eines so grossen Pferdes eine Betreuungsperson verletzen kann.
Grundlagen
- Zunächst ruhiges Führen, Halten und Stehen am Boden einüben.
- Dem Pferd Pflege, das Anfassen der Hufe und das Anschirren beibringen.
- Geschirr oder Sattel schrittweise in einer kontrollierten Umgebung einführen.
- Fahr- oder Reitfertigkeiten in kurzen, regelmässigen Einheiten aufbauen.
- Team- oder Paararbeit erst dazunehmen, wenn das einzelne Pferd zuverlässig ist.
Zucht
Shire-Stuten tragen ihr Fohlen rund elf Monate lang; die Fohlen kommen gross zur Welt und benötigen sorgfältige Betreuung, bis sie zu ausgewachsenen Riesenpferden heranwachsen.
Die Zucht folgt beim Shire weitgehend dem allgemeinen Muster schwerer Kaltblutrassen. Stuten erreichen die Zuchtreife bereits in den ersten Lebensjahren, wobei viele Züchter zuwarten, bis die Stute körperlich ausgewachsen ist, bevor sie gedeckt wird. Die Tragzeit beträgt rund elf Monate und bringt so gut wie immer ein einzelnes Fohlen zur Welt. Zwillinge sind selten und werden meist vermieden, da sie für Stute und Fohlen ein hohes Risiko darstellen.
Shire-Fohlen sind bei der Geburt gross und wachsen rasch. Eine ausgewogene Fütterung sowie eine sorgfältige Betreuung des heranwachsenden Pferdes sind wichtig, denn rasches Wachstum kann bei einer schweren Rasse die sich entwickelnden Gelenke belasten. Das Absetzen erfolgt üblicherweise mit rund sechs Monaten, danach werden die Jungtiere mit besonderem Augenmerk auf ausgewogene Fütterung, regelmässigen Hufbeschlag und beständiges frühes Handling aufgezogen, damit sie in ihrer vollen Grösse sicher zu handhaben sind.
Da die Bestandszahlen des Shire begrenzt sind, fliesst bei Zuchtentscheidungen auch die Gesundheit der Rasse insgesamt mit ein, darunter die genetische Vielfalt und das Vermeiden bekannter erblicher Probleme.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Tragzeit | Etwa 11 Monate |
| Wurfgrösse | Ein Fohlen (Zwillinge selten und risikoreich) |
| Absetzalter | Etwa 6 Monate |
| Geschlechtsreife | In den ersten zwei Lebensjahren erreicht; die Zucht wird meist bis zur Ausgewachsenheit verschoben |
| Fohlengrösse | Gross bei der Geburt, mit raschem frühem Wachstum |
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Shire-Pferd betreffen Grösse, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit.
Wie gross wird ein Shire-Pferd?
Das Shire gehört zu den höchstwüchsigen Pferderassen. Hengste erreichen üblicherweise 17 Hands oder mehr, umgerechnet rund 173 Zentimeter, und können 18 Hands übersteigen, bei einem Gewicht, das typischerweise zwischen etwa 850 und 1100 kg liegt.
Wie ist das Wesen des Shire?
Das Shire ist ruhig, fügsam und gutmütig. Es wurde darauf gezüchtet, eng mit dem Menschen zusammenzuarbeiten, weshalb es oft als sanfter Riese bezeichnet wird, auch wenn seine Grösse stets einen vorsichtigen, respektvollen Umgang erfordert.
Ist ein Shire aufwendig zu halten?
Der Aufwand ergibt sich hauptsächlich aus der Grösse. Das Pferd frisst grosse Mengen Raufutter, benötigt eine grosszügige Weide sowie einen für ein schweres Pferd ausgelegten Stall und verlangt regelmässige Pflege des Kötenbehangs, damit keine Hautprobleme entstehen.
Wie alt werden Shire-Pferde?
Bei guter Haltung, tierärztlicher Betreuung und vernünftiger Fütterung wird ein Shire üblicherweise 20 bis 25 Jahre alt.
Eignet sich das Shire für Einsteiger?
Das ruhige Wesen hilft zwar, doch wegen der schieren Grösse des Tieres ist es am besten bei Personen mit Pferdeerfahrung oder mit erfahrener Unterstützung aufgehoben. Handling, Futter und Unterbringung müssen alle auf ein Riesenpferd ausgelegt sein.
Sind Shire-Pferde selten geworden?
Nach der Mechanisierung im zwanzigsten Jahrhundert, die Arbeitspferde ablöste, sind die Bestände stark zurückgegangen, und die Rasse ist heute bei weitem nicht mehr so verbreitet wie in ihrer Blütezeit. Erhaltungszuchtprogramme sowie der anhaltende Einsatz in Turnieren, im Fahrsport und bei Brauereigespannen halten die Rasse am Leben, die Verfügbarkeit bleibt aber im Vergleich zu gängigen Reitpferderassen begrenzt.
From the community
Ask about the ShireNo questions about the Shire yet. Be the first to ask.
Browse Horses