Percheron
Der Percheron ist eine sanfte, intelligente französische Kaltblutrasse, bewundert für seine Anmut und Willigkeit trotz seiner gewaltigen Größe und Kraft.
- Size
- Riesig
- Lifespan
- 20–25 years
- Origin
- Frankreich
- Temperament
- Sanft
- Standard colors
- Schwarz und Grau
Characteristics
Percheron colors and patterns
What each club's breed standard says about every Percheron color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Percheron in Schwarz und Grau. Standard patterns: Geapfelt.
| Color or pattern | SHPF |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“noir”) |
| Grau | Standardgemäß (“gris”) |
| Brauner | Disqualifizierend (“baies”) |
| Fuchs | Disqualifizierend (“alezan”) |
| Patterns | |
| Geapfelt | Standardgemäß (“gris fortement pommelé”) |
| Stichelschimmel | Disqualifizierend (“Les autres robes”) |
| Schimmel | No ruling |
| Smutty | No ruling |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Color changes
How a Percheron's colors can change over its life.
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toWeiss
Fell · Fortschreitend · by 416 weeks
Grauchanges toGeapfelt
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toFliegenschimmel
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toSchwarz
Fell · Mit dem Alter
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Percheron: Porträt einer Rasse
Der Percheron ist ein sanftmütiges, kluges Kaltblutpferd aus Frankreich, das trotz seiner enormen Grösse für Eleganz und Gelehrigkeit bekannt ist und normalerweise 20 bis 25 Jahre alt wird.
Obwohl der Percheron zu den grössten Pferderassen zählt, ist er vor allem für sein gelassenes, ausgeglichenes Wesen bekannt. Halterinnen und Halter beschreiben ihn als folgsam und schnell auffassend, Eigenschaften, die ihn zur Zeit der Pferdefuhrwerke sowohl für schwere Zugarbeit als auch für den städtischen Einsatz begehrt gemacht haben. Bei dieser Rasse verbindet sich Kraft mit einer geschmeidigen, aktiven Bewegung, wie man sie bei einem so schweren Pferd kaum erwarten würde.
Der Percheron stammt als schweres Kaltblutpferd aus der Region Perche im Nordwesten Frankreichs und gehört zu den zahlenmässig stärksten Kaltblutrassen weltweit. Man setzt ihn nach wie vor gerne für landwirtschaftliche Arbeiten, zum Fahren, an Umzügen und zur Kreuzung mit leichteren Pferden ein.
Die meisten Percherons sind Schimmel oder Rappen, und der arabische Einschlag zeigt sich deutlich am fein geschnittenen Kopf und am athletischen Körperbau. Percherons werden heute sowohl vor der Kutsche als auch unter dem Sattel gearbeitet, und aus Kreuzungen entstehen kräftige Sport- und Freizeitpferde mit gutem Charakter.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Region Perche, Nordwestfrankreich |
| Grösse | Kaltblutrasse im Riesenformat |
| Lebenserwartung | 20 bis 25 Jahre |
| Gruppe / Einsatz | Schweres Kaltblut: Landarbeit, Fahren, Kreuzungszucht |
| Geeignet für | Erfahrene Halterinnen und Halter, Familien mit passender Infrastruktur, Fahrgespanne |
Für wen passt der Percheron
Wer genügend Platz und Mittel hat, um ein wirklich grosses Pferd unterzubringen und zu füttern, und einen ruhigen, gut erziehbaren Partner für Fahrarbeit oder das allgemeine Reiten sucht, ist beim Percheron an der richtigen Adresse. Sein gelassenes Wesen macht den Umgang angenehm, doch seine Grösse verlangt stabile Zäune, robustes Material und eine sichere Hand. Im Grunde bleibt er ein Arbeitspferd, das mit regelmässigen Aufgaben und genügend Auslauf am besten gedeiht.
Herkunft und Geschichte
Der Percheron ist in der französischen Region Perche entstanden und hat sich als schweres Kaltblutpferd auf der ganzen Welt verbreitet, mit umfangreichen Exporten nach Nordamerika gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts.
Der Percheron ist nach der Perche benannt, einer ehemaligen Provinz im Nordwesten Frankreichs südlich der Normandie. Dort ist die Rasse über Jahrhunderte hinweg aus kräftigen einheimischen Stuten entstanden, die mit arabischen und weiteren orientalischen Pferden gekreuzt wurden, welche man in die Region gebracht hatte. Der feine Kopf und die aktive Bewegung der Rasse werden meist auf diesen arabischen Einschlag zurückgeführt.
Während eines Grossteils seiner frühen Geschichte diente der Percheron als kräftiges Allzweckpferd für Feldarbeit, Frachttransporte und den Postkutschendienst. Als sich der Strassenverkehr in Frankreich ausbreitete, wurden Percherons vor Postkutschen und schwere Wagen gespannt, wobei Züchterinnen und Züchter gezielt auf Ausdauer sowie auf einen zügigen Schritt und Trab über lange Distanzen achteten.
Die eigentliche Organisation der Zucht setzte im neunzehnten Jahrhundert ein, und im Ausland wuchs die Beliebtheit der Rasse rasant. Ein französisches Zuchtbuch entstand, ein Register, das die Rasse seither führt. In grosser Zahl wurden Percherons exportiert, besonders in die Vereinigten Staaten, wo die Rasse zu den häufigsten Kaltblütern auf den Bauernhöfen gehörte. Amerikanische Züchter gründeten zudem ein eigenes Register für importierte und im Land gezogene Tiere.
Vor rund neunzig Jahren begann die Mechanisierung des zwanzigsten Jahrhunderts, welche die Zahl der Kaltblüter stark reduzierte, und der Percheron blieb davon nicht verschont. Dank engagierter Züchterinnen und Züchter überlebte die Rasse und konnte seither wieder an Zahl zulegen. Heute wird der Percheron in Frankreich, Nordamerika und zahlreichen weiteren Ländern für Fahrarbeit, Landwirtschaft, Forstarbeit und Kreuzungszucht gezüchtet.
Erscheinungsbild und Rassestandard
Der Percheron ist ein grosses, kräftig bemuskeltes Kaltblutpferd, meist Schimmel oder Rappe, mit feinem Kopf und klaren, aktiven Bewegungen.
In der Bewegung zeigt der Percheron einen langen, freien Schritt und Trab, was ihn deutlich von schwereren, langsameren Kaltblutschlägen abhebt. Die Farbe zählt zu den prägendsten Merkmalen der Rasse: Die meisten Tiere sind Schimmel oder Rappen, und zahlreiche Schimmel kommen dunkel zur Welt und werden erst mit den Jahren heller.
Körperlich ist der Percheron ein grossrahmiges Pferd mit tiefem Rumpf, dichter Bemuskelung und breitem, kraftvollem Rahmen. Sein Kopf wirkt für ein Kaltblut vergleichsweise fein, mit geradem oder leicht konkavem Profil, breiter Stirn und grossen Augen, die den arabischen Einschlag in der Abstammung erahnen lassen. Der Hals ist kräftig und gewölbt, die Schulter schräg gestellt, und die Beine sind sauber und stark, mit merklich weniger Behang als bei mancher anderen Kaltblutrasse. Die grössten Vertreter erreichen 18 Handbreit, umgerechnet rund 183 Zentimeter Stockmass.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Stockmass | Etwa 15,2 bis 18 Handbreit (157 bis 183 cm), je nach Land und Zuchtlinie |
| Gewicht | Etwa 1.800 bis 2.600 lb (820 bis 1.200 kg) |
| Fell | Kurz, für ein Kaltblut fein, mit begrenztem Kötenbehang |
| Farben | Überwiegend Schimmel und Rappe; andere Farben kommen vor, sind aber seltener |
| Augen | Gross und dunkel, in breiter Stirn |
Fell und Farben
Schimmel und Rappe sind die typischen Farben der Rasse, mehrere Zuchtverbände bevorzugen oder verlangen sie sogar. Schimmel-Percherons kommen meist fast schwarz zur Welt und werden Jahr für Jahr heller, bis sie im hohen Alter oft beinahe weiss wirken. In manchen Populationen kommen auch Braune, Füchse oder Schimmelroane vor, deren Anerkennung je nach Zuchtverband unterschiedlich ausfällt. Weisse Abzeichen beschränken sich, sofern vorhanden, meist auf Kopf und Unterbeine.
Wesen und Verhalten
Der Percheron ist ruhig, ausgeglichen und klug und gehört damit zu den umgänglicheren Pferden seiner Grössenklasse.
Menschen gegenüber zeigt sich der Percheron meist freundlich und geduldig, und er kommt oft auch mit unerfahrenen Reiterinnen und Reitern unter Aufsicht gut zurecht, auch wenn seine schiere Grösse stets Vorsicht erfordert. Unter Artgenossen ist er in der Regel gesellig und fügt sich gut in Herden oder Fahrgespanne ein. Die Rasse arbeitet gerne, ist mit einer Aufgabe zufrieden, und viele Tiere zeigen beim Putzen, Anschirren und Handling erstaunliche Geduld.
Ausserdem gilt der Percheron als beständig und arbeitswillig. Unter Druck bewahrt er die Ruhe, was bei Fahrgespannen, öffentlichen Anlässen und in dichtem Gedränge geschätzt wird, wo ein nervöses Pferd rasch gefährlich werden könnte. Diese Gelassenheit, verbunden mit Klugheit, lässt ihn Abläufe und Aufgaben rasch begreifen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 4 |
| Energie | 3 |
| Erziehbarkeit | 5 |
| Lautäusserung | 2 |
| Fellwechsel | 3 |
Pflege und Haltung
Der Percheron braucht regelmässige Fellpflege, konsequente Hufpflege, täglichen Auslauf und viel Platz, mit besonderem Augenmerk auf die grossen Hufe und saubere Beine.
Fellpflege
- Mehrmals pro Woche bürsten, um Schmutz und lose Haare zu entfernen und die Haut zu kontrollieren
- Die Hufe täglich reinigen und kontrollieren, denn die grossen Hufe tragen ein enormes Gewicht
- Auf die Unterbeine und einen allfälligen Kötenbehang achten, um Hautproblemen vorzubeugen
- Bei Bedarf baden, besonders Schimmel, die für Ausstellungen vorbereitet werden
- Den Hufschmied etwa alle sechs bis acht Wochen für Ausschneiden oder Beschlag aufbieten
Bewegung
- Täglichen Auslauf auf einer grossen, sicher eingezäunten Fläche oder Allmend ermöglichen
- Regelmässige Arbeit vor der Kutsche oder unter dem Sattel für Kondition und Muskulatur einplanen
- Die Belastung schrittweise steigern, um die Gelenke eines derart schweren Pferdes zu schonen
- Schnelle, harte Arbeit auf hartem Untergrund vermeiden, welche Beine und Hufe übermässig beansprucht
Umgebung
Grosszügige Stallungen mit breiten Türen, hohen Decken und für ein Riesenpferd bemessenen Boxen sind für den Percheron unerlässlich. Zäune, Tore und Ausrüstung müssen seiner Kraft standhalten. Die Rasse kommt mit verschiedenen Klimazonen zurecht, profitiert aber von einem Unterstand, Schatten bei grosser Hitze und trockenem Untergrund, was Hufe und Beine schont.
Ernährung und Fütterung
Der Percheron ist ein raufutterbetontes Pferd, dessen grosse Statur reichlich gutes Heu oder Weidegang braucht, während Kraftfutter nur nach Arbeitspensum zugeteilt werden sollte.
Wie jedes Pferd ist auch der Percheron ein Weidetier, das sich überwiegend von Raufutter ernähren sollte. Gutes Heu oder eine gute Weide bilden die Grundlage der Fütterung, wobei sich die Tagesmenge nach dem beträchtlichen Körpergewicht des Pferdes richtet. Da Kaltblüter ihr Futter oft besonders effizient verwerten, sollte Kraftfutter genau auf das tatsächliche Arbeitspensum abgestimmt werden, um Übergewicht zu vermeiden. Wichtig sind ausserdem ein ständiger Zugang zu sauberem Wasser und einer Salzquelle, und mehrere kleinere Mahlzeiten kommen der Verdauung eines Pferdes mehr entgegen als eine einzige grosse Fütterung.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Erhaltungsbedarf, ausgewachsen | Etwa 1,5 bis 2 Prozent des Körpergewichts an Raufutter | Raufutter zur freien Verfügung oder 2 bis 3 Mahlzeiten |
| Arbeitspferd | Raufutter als Basis, dazu Kraftfutter je nach Arbeit | 2 bis 3 Mahlzeiten |
| Heranwachsende Jungtiere | Raufutter plus ausgewogene Aufzuchtration | 2 bis 3 Mahlzeiten |
Leckerlis und Ergänzungsfutter
Kleine Mengen Rüebli oder Äpfel eignen sich als unbedenkliche Belohnung. Ein ausgewogenes Vitamin- und Mineralstoffpräparat oder ein Ergänzungsfutter kann Lücken schliessen, wenn Raufutter allein nicht ausreicht, etwa auf kargen Weiden. Jede Futterumstellung sollte über mehrere Tage hinweg schrittweise erfolgen, um das Kolikrisiko zu senken. Für die Ernährung bei Wachstum, Arbeit oder besonderen gesundheitlichen Bedürfnissen lohnt sich der Rat einer Pferdetierärztin oder eines Ernährungsberaters.
Gesundheit und häufige Erkrankungen
Der Percheron ist im Allgemeinen robust und wird etwa 20 bis 25 Jahre alt, doch seine Grösse und die Kaltblutkonformation bergen gewisse Risiken für Hufe, Beine und Haut.
Bei guter Haltung ist der Percheron eine widerstandsfähige Rasse mit einer Lebenserwartung von typischerweise 20 bis 25 Jahren. Sein beträchtliches Gewicht belastet Hufe, Beine und Gelenke zusätzlich, weshalb Gewichtskontrolle, sorgfältige Hufpflege und ein geeigneter Untergrund für sein Wohlbefinden zentral sind. Wie andere Kaltblüter kann die Rasse zu bestimmten Haut- und Muskelproblemen neigen, wobei regelmässige tierärztliche Kontrollen helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hufrehe | Lahmheit, Wärme in den Hufen, Bewegungsunlust | Gewicht kontrollieren und nährstoffreiche Weide einschränken |
| Arthrose und Gelenksüberlastung | Steifheit, eingeschränkte Beweglichkeit | Häufiger bei zunehmendem Alter und schwerer Arbeit |
| Fesselekzem (Mauke) | Krusten und Schwellungen an den Unterbeinen | Beine sauber und trocken halten |
| Kolik | Unruhe, Scharren, Wälzen, Fressunlust | Beim Pferd ein tierärztlicher Notfall |
Vorsorge
- Jährliche tierärztliche Kontrollen einplanen und die Impfungen gemäss der eigenen Region aktuell halten
- Ein regelmässiges Entwurmungs- und Zahnpflegeprogramm einhalten
- Die Hufe etwa alle sechs bis acht Wochen ausschneiden oder beschlagen lassen
- Den Ernährungszustand im Auge behalten, um Übergewicht zu vermeiden
- Boxen sauber und Beine trocken halten, um Hauterkrankungen vorzubeugen
Ausbildung und Training
Der Percheron ist klug und arbeitswillig, was die Ausbildung für ein Pferd dieser Grösse vergleichsweise unkompliziert macht.
Frühe Bodenarbeit zahlt sich beim Percheron besonders aus, denn ein derart grosses Pferd muss sich sicher führen, anbinden und für Hufschmied und Tierärztin oder Tierarzt handhaben lassen. Das ruhige Wesen und der wache Verstand der Rasse machen die weitere Ausbildung für ein Pferd dieser Grössenordnung angenehm unkompliziert, sie reagiert gut auf eine konsequente, geduldige Hand und behält Gelerntes zuverlässig. Viele Percherons nehmen die Arbeit vor der Kutsche bereitwillig an, und die Rasse lässt sich ebenso fürs Reiten, Fahren und verschiedene gerittene Disziplinen ausbilden.
Grundlagen
- Führen, Stehenbleiben und Nachgeben auf leichten Bodendruck vermitteln
- Ruhiges Akzeptieren von Putzen, Hufe geben und Anschirren aufbauen
- Geschirr oder Sattel in kurzen, druckarmen Einheiten einführen
- Fahr- oder Reitarbeit Schritt für Schritt aufbauen, solange das Pferd entspannt bleibt
- Die Einheiten regelmässig gestalten und stets mit einem klaren Erfolg abschliessen
Zucht und Fortpflanzung
Die Zucht des Percheron folgt den üblichen Gepflogenheiten der Pferdezucht, mit einer Tragzeit von rund elf Monaten und meist einem einzelnen Fohlen, das mehrere Monate bei der Stute aufwächst.
Stuten werden normalerweise während ihrer natürlichen Decksaison im Frühling und Sommer belegt. Percherons erreichen die Zuchtreife im gleichen Zeitrahmen wie andere grosse Pferde, wobei man Kaltblütern häufig zusätzliche Zeit einräumt, damit sie vor dem ersten Arbeitseinsatz oder der Zucht vollständig ausgewachsen sind. Die Tragzeit beträgt rund elf Monate und bringt fast immer ein einzelnes Fohlen zur Welt, Zwillinge sind beim Pferd selten und risikoreich.
Fohlen kommen bereits gross zur Welt und stehen und saugen innert weniger Stunden. Sie werden üblicherweise mit etwa vier bis sechs Monaten abgesetzt und entwickeln ihre endgültige Grösse und Muskulatur über mehrere Jahre hinweg. Weil die Kaltblutkonformation die wachsenden Gelenke stärker belastet, sind eine sorgfältige Ernährung und eine unangehetzte Entwicklung bei der Aufzucht junger Percherons wichtig. Zuchtentscheidungen sollten Exterieur, Wesen und Gesundheit berücksichtigen, und viele Züchterinnen und Züchter lassen ihre Fohlen bei einem anerkannten Percheron-Zuchtbuch eintragen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Decksaison | Vor allem Frühling und Sommer |
| Tragzeit | Etwa elf Monate |
| Wurfgrösse | In der Regel ein Fohlen |
| Absetzalter | Etwa vier bis sechs Monate |
| Vollständige Reife | Mehrere Jahre bis zur endgültigen Grösse und Muskulatur |
Häufige Fragen
Häufige Fragen zu Grösse, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung für Anfängerinnen und Anfänger sowie Verfügbarkeit des Percheron.
Wie gross wird ein Percheron?
Der Percheron ist eine Kaltblutrasse im Riesenformat. Das Stockmass liegt meist zwischen etwa 15,2 und 18 Handbreit (157 bis 183 cm), und ausgewachsene Tiere wiegen je nach Zuchtlinie und Land oft zwischen rund 1.800 und 2.600 lb (820 bis 1.200 kg).
Wie ist das Wesen des Percheron?
Die Rasse gilt als sanft, ruhig, ausgeglichen und klug. Diese Beständigkeit sorgt zusammen mit dem Arbeitswillen dafür, dass der Percheron für seine Grösse als besonders umgänglich gilt.
Ist die Haltung eines Percheron aufwendig?
Die Pflege folgt der gewohnten Pferdehaltung, einfach in grösserem Massstab. Die Rasse braucht reichlich Raufutter, geräumige Stallungen, kaltblutgerechtes Material, regelmässige Hufschmiedtermine und täglichen Auslauf, sodass Kosten und Platzbedarf die eigentliche Herausforderung sind und weniger die Schwierigkeit an sich.
Wie alt werden Percherons?
Ein Percheron wird bei guter Ernährung, regelmässiger tierärztlicher und Hufschmiedbetreuung sowie einer vernünftigen Arbeitsbelastung typischerweise 20 bis 25 Jahre alt.
Eignet sich der Percheron für Anfängerinnen und Anfänger?
Sein ruhiges Wesen macht ihn zugänglich, und er wird oft auch mit unerfahrenen Reiterinnen und Reitern unter Aufsicht eingesetzt. Wegen der schieren Grösse sollten Anfängerinnen und Anfänger für Handling und Bodenarbeit trotzdem auf eine erfahrene Begleitung zurückgreifen.
Wofür wird ein Percheron eingesetzt?
Percherons kommen in der Land- und Forstwirtschaft, bei Fahrgespannen, Umzügen und Ausstellungen, unter dem Sattel sowie in der Kreuzungszucht zum Einsatz, um Sport- und Freizeitpferden mehr Grösse und Substanz zu verleihen.
Sind Percherons leicht zu finden?
Der Percheron gehört zu den zahlenmässig stärksten Kaltblutrassen und wird in Frankreich, Nordamerika und vielen weiteren Ländern gezüchtet, weshalb Pferde über Zuchtbetriebe und Kaltblutverbände erhältlich sind, wobei gute Tiere durchaus ihren Preis haben.