Araber
Der Araber ist eine der ältesten und einflussreichsten Pferderassen, gefeiert für seine temperamentvolle Intelligenz, seine Ausdauer, seine edle Schönheit und seine tiefe Bindung an den Menschen.
- Size
- Groß
- Lifespan
- 25–30 years
- Origin
- Arabische Halbinsel
- Temperament
- Temperamentvoll
- Standard colors
- Schwarz, Grau, Brauner und Fuchs
Characteristics
Araber colors and patterns
What each club's breed standard says about every Araber color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Araber in Schwarz, Grau, Brauner und Fuchs. Standard patterns: Stichelschimmel.
| Color or pattern | ARABIAN HA |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Black”) |
| Grau | Standardgemäß (“Grey”) |
| Brauner | Standardgemäß (“Bay”) |
| Fuchs | Standardgemäß (“Chestnut”) |
| Weiss | No ruling |
| Patterns | |
| Stichelschimmel | Standardgemäß (“Roan”) |
| Sabino | No ruling |
| Rabicano | No ruling |
| Schimmel | No ruling |
| Fliegenschimmel | No ruling |
| Smutty | No ruling |
| Dominantes Weiss | No ruling |
| Color or pattern |
|---|
| Schwarz |
| Color or pattern | ARABIAN HA |
|---|---|
| Dunkelbraun | Standardgemäß (“dark”) |
| Color or pattern | ARABIAN HA |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Dark Hoof”) |
| Weiss | Standardgemäß (“Light Hoof”) |
| Patterns | |
| Längsgestreift | Standardgemäß (“Parti-Colored Hoof”) |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
Color changes
How a Araber's colors can change over its life.
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Braunerchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Fuchschanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toWeiss
Fell · Fortschreitend · by 416 weeks
Fuchschanges toRosagrau
Fell · Fortschreitend
Braunerchanges toRosagrau
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toGeapfelt
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toFliegenschimmel
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toWeiss
Fell · Fortschreitend · by 416 weeks
Grauchanges toSchwarz
Fell · Mit dem Alter
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Araberpferd: Herkunft und Wesen im Überblick
Der Araber gehört zu den ältesten Pferderassen der Welt. Er stammt von der Arabischen Halbinsel und gilt als ausdauernd, klug und eng mit dem Menschen verbunden.
Der Araber ist eine der ältesten und einflussreichsten Pferderassen weltweit. Entstanden ist er auf der Arabischen Halbinsel, wo Beduinenstämme ihn über Generationen auf Ausdauer, Robustheit und ein gutmütiges Wesen gezüchtet haben. Das enge Zusammenleben mit dem Menschen formte ein Pferd, das aufmerksam, feinfühlig und auf seinen Reiter fokussiert ist.
Bekannt ist der Araber für seine Ausdauer über lange Distanzen sowie für den markanten Kopf mit dem leicht konkaven Profil, den geschwungenen Hals und die hoch getragene Rute. Viele moderne Rassen gehen auf ihn zurück, so auch das Englische Vollblut. Bis heute ist er im Distanzsport, an Turnieren und in der Freizeitreiterei gefragt.
Die Rasse verbindet Temperament mit Verstand. Ein Araber, der konsequent und fair behandelt wird, baut in der Regel eine enge Bindung zu seinem Besitzer auf und reagiert schnell auf ruhiges, gleichbleibendes Training. Genau diese Feinfühligkeit bedeutet aber auch, dass die Rasse mit erfahrenen, gelassenen Reiterinnen und Reitern am besten zurechtkommt.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Herkunft | Arabische Halbinsel |
| Grösse | Gross |
| Lebenserwartung | 25 bis 30 Jahre |
| Verwendung | Reitpferd: Distanzsport, Turnier, Freizeit |
| Passt zu | Erfahrenen Reiterinnen und Reitern, aktiven Familien, Mehrpferdehaltung |
Für wen passt der Araber
Der Araber eignet sich für Reiterinnen und Reiter, die ein athletisches, feinfühliges Pferd für Distanzritte, Turniere oder das alltägliche Reiten suchen. Wer ihm ruhige Führung und regelmässige Bewegung bietet, erhält einen aufmerksamen und motivierten Partner. Da er die Nähe zum Menschen sucht, passt er gut zu allen, die täglich Zeit im Stall verbringen, wobei Einsteiger anfangs von erfahrener Anleitung profitieren.
Geschichte und Herkunft des Arabers
Der Araber wurde über Jahrhunderte von Beduinenstämmen auf der Arabischen Halbinsel gezüchtet und verbreitete sich später weltweit, unter anderem als Ahne des Englischen Vollbluts.
Der Ursprung des Arabers liegt in den Wüstengebieten der Arabischen Halbinsel. Beduinenstämme züchteten ihn dort für ein Leben unter kargen, harten Bedingungen. Weil die Pferde in unmittelbarer Nähe der Menschen lebten, wurde bei der Auswahl vor allem auf Ausdauer, Robustheit und ein kooperatives Wesen geachtet. Damit gehört der Araber zu den ältesten heute noch existierenden Pferderassen, mit einer über viele Jahrhunderte belegten Geschichte in dieser Region.
Die Beduinen führten genaue mündliche Aufzeichnungen über die Abstammung, wobei die Linie über die Stute im Zentrum stand. Stuten waren für Krieg und Raubzüge besonders geschätzt, weil sie ausdauernd und zugleich ruhig im Wesen waren. Diese Betonung der Stutenlinie unterscheidet die arabische Zucht von vielen anderen Zuchttraditionen.
Über Handel, Kriegszüge und diplomatische Geschenke gelangte der Araber von der Halbinsel nach Europa, Nordafrika und darüber hinaus. Sein Einfluss auf andere Rassen ist gross: Das Englische Vollblut geht teilweise auf importierte arabische und verwandte orientalische Hengste zurück, und arabisches Blut wurde vielerorts genutzt, um regionalen Pferdeschlägen mehr Veredelung und Ausdauer zu verleihen.
In der Neuzeit entstanden in mehreren Ländern eigene Gestüte und Zuchtverbände, um die arabischen Blutlinien zu erhalten. In der Schweiz sind Zucht und Sport unter dem Dach von Swiss Equestrian organisiert, dem nationalen Pferdesportverband. Heute ist die Rasse weltweit verbreitet und tritt vor allem im Distanzsport auf hohem Niveau an, wo ihre Ausdauer besonders zur Geltung kommt.
Aussehen und Rassestandard des Arabers
Der Araber ist ein edel gebautes, kompaktes Pferd mit typischem Keilkopf, geschwungenem Hals und hoher Schweifhaltung, das Stockmass liegt bei etwa 14.1 bis 15.1 hh.
Der Araber hat einen edlen, kompakten Körperbau mit sauberen Gliedmassen und einem kurzen, kräftigen Rücken. Sein Kopf gehört zu den unverwechselbarsten Merkmalen der Rasse: eine breite Stirn, grosse, weit auseinanderstehende Augen, kleine Ohren und häufig ein leicht konkaves Profil, das sogenannte Keilprofil. Der Hals ist lang und geschwungen, die Rute wird sowohl im Stand als auch in der Bewegung hoch getragen.
Obwohl der Araber im Stockmass kleiner ausfällt als viele andere Reitpferde, zählt er von Statur und Ausstrahlung her zu den grossen Pferderassen und trägt Gewicht im Verhältnis zu seiner Grösse gut. Typisch ist ein leichter, schwebender Gang.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Stockmass | Etwa 14.1 bis 15.1 hh (147 bis 155 cm) |
| Gewicht | Etwa 360 bis 450 kg (800 bis 1'000 lb) |
| Fell | Fein, kurz, dünne Haut, seidige Mähne und Schweif |
| Farben | Braun, Schimmel, Fuchs, Rappe, Rotschimmel |
| Augen | Gross, dunkel, weit auseinanderstehend auf breiter Stirn |
Fell und Farben
Das Fell ist fein und kurz und liegt über einer dünnen Haut, die ursprünglich auf ein heisses, trockenes Klima ausgelegt ist. Zu den häufigsten Farben zählen Braun, Schimmel, Fuchs und Rappe, wobei Schimmel mit zunehmendem Alter meist heller wird. Unabhängig von der Fellfarbe ist die Haut darunter dunkel, ein Erbe der Wüstenherkunft der Rasse. Weisse Abzeichen an Kopf und Beinen sind häufig und gelten als zulässig.
Wesen und Verhalten des Arabers
Araber sind temperamentvoll, klug und menschenbezogen, sie bauen eine enge Bindung zu ihrem Halter auf und brauchen dabei ruhiges, konsequentes Management.
Der Araber ist wach und temperamentvoll, mit raschem Verstand und einer starken Bindung an den Menschen. Er nimmt seine Umgebung genau wahr und reagiert auf Veränderungen, was ihn unter dem Sattel reaktionsschnell macht, gegenüber grober oder unbeständiger Behandlung aber auch empfindlich. Bei fairem Umgang zeigt er sich loyal und kooperativ.
In der Familie ist der Araber anhänglich und sucht die Nähe seines Menschen. Fremden gegenüber verhält er sich zunächst zurückhaltend, entspannt sich aber meist rasch, sobald er eine Situation als ungefährlich einschätzt. In der Gruppe mit anderen Pferden ist er meist gesellig und geht klare Bindungen ein, wobei der einzelne Charakter stark variieren kann.
Weil Intelligenz und Energie bei dieser Rasse zusammenkommen, braucht ein Araber eine Aufgabe und regelmässigen Kontakt. Langeweile oder ein unregelmässiger Alltag führen rasch zu nervösem oder aufdringlichem Verhalten, weshalb ein gleichbleibendes Management genauso wichtig ist wie das Training selbst.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 5 |
| Lernfähigkeit | 4 |
| Lautäusserungen | 2 |
| Fellwechsel | 3 |
Pflege und Haltung des Arabers
Araber brauchen regelmässige Fellpflege, täglichen Auslauf und Bewegung, besonders zu beachten sind das feine Fell und das hohe Energielevel.
Die Pflege des Arabers unterscheidet sich kaum von jener anderer Pferde, wobei das Energielevel und das feine Fell der Rasse besondere Beachtung verdienen. Fell und Haut sind unkompliziert zu pflegen, das temperamentvolle Wesen macht tägliche Bewegung und ausreichend Auslauf aber wichtig.
Fellpflege
- Fell mehrmals wöchentlich bürsten, während des Fellwechsels öfter
- Mähne und Schweif regelmässig auskämmen, um Verfilzungen zu vermeiden
- Hufe täglich auskratzen und den Hufschmied alle sechs bis acht Wochen kommen lassen
- Haut und Fell nach der Arbeit kontrollieren, da das feine Fell Schweiss und Schmutz rasch zeigt
Bewegung
- Täglich reiten oder longieren, passend zur Ausdauer der Rasse
- Die Distanz im Training schrittweise steigern, eine Disziplin, in der die Rasse besonders stark ist
- Freien Auslauf ermöglichen, für Bewegung und geistige Entspannung
- Für Abwechslung sorgen, damit ein kluges Pferd gefordert bleibt
Umgebung
Araber kommen mit unterschiedlichen Klimazonen gut zurecht, stammen ihrer Herkunft nach aber aus einer heissen, trockenen Gegend. Bei Kälte oder Nässe sollten Unterstand und, bei geschorenen Pferden, passende Decken bereitstehen. Verlässlicher Zugang zu sauberem Wasser, Raufutter und dem Kontakt zu anderen Pferden unterstützt die körperliche wie die seelische Gesundheit.
Fütterung und Ernährung des Arabers
Araber kommen mit raufutterbasierter Fütterung gut aus und gelten oft als genügsam, zu viel Kraftfutter führt schnell zu Übergewicht.
Der Araber kommt mit einer raufutterbasierten Fütterung aus gutem Heu oder von der Weide meist gut aus, Kraftfutter sollte nur so viel dazukommen, wie die tatsächliche Arbeit erfordert. Weil die Rasse aus einer kargen Umgebung stammt, gelten viele Araber als besonders genügsame Futterverwerter. Die Menge an Getreide oder Kraftfutter sollte deshalb genau auf die Arbeitsbelastung abgestimmt werden, um Übergewicht zu vermeiden.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Erhaltungsbedarf, ausgewachsen | Raufutter, etwa 1,5 bis 2 Prozent des Körpergewichts | Freie Verfügbarkeit oder 2 bis 3 Portionen |
| Pferd im Training | Raufutter plus abgemessenes Kraftfutter je nach Belastung | 2 bis 3 Portionen |
| Senior | Raufutter, bei Bedarf eingeweicht, plus Seniorfutter nach Bedarf | 2 bis 3 Portionen |
Leckerlis und Ergänzungsfutter
Karotten oder Äpfel eignen sich in kleinen Mengen als Leckerli. Ein Salz- oder Mineralleckstein sollte frei zugänglich sein. Bei gutem Raufutter brauchen die meisten Araber kaum zusätzliche Ergänzung, ein Tierarzt oder eine Pferdeernährungsberatung kann aber bei intensiver Arbeit, Trächtigkeit oder schwacher Kondition weiterhelfen.
Gesundheit und Lebenserwartung des Arabers
Araber gelten als robust und langlebig mit 25 bis 30 Jahren, einige wenige Erbkrankheiten werden bei Zuchttieren gezielt getestet.
Der Araber gilt allgemein als robuste, gesunde Rasse mit einem langen Arbeitsleben. Die Lebenserwartung liegt typischerweise bei 25 bis 30 Jahren, viele Pferde bleiben bei guter Pflege noch mit zwanzig Jahren aktiv. Bei der Rasse sind einige wenige Erbkrankheiten bekannt, auf die verantwortungsbewusste Züchter mit Gentests untersuchen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Schwerer kombinierter Immundefekt (SCID) | Fohlen ohne funktionierende Immunabwehr, verläuft tödlich | Gentest verfügbar, Träger werden vor dem Zuchteinsatz erkannt |
| Zerebelläre Abiotrophie (CA) | Zittern und Gleichgewichtsstörungen bei jungen Fohlen | Erblich bedingt, DNA-Test in Zuchtprogrammen üblich |
| Lavendel-Fohlen-Syndrom | Neurologische Auffälligkeiten bei Neugeborenen, aufgehelltes Fell | Seltene Erbkrankheit mit verfügbarem Gentest |
| Kolik | Unruhe, Scharren, Wälzen, Fressunlust | Kommt bei allen Pferden vor, braucht rasche tierärztliche Behandlung |
Vorsorge
- Impfungen und Entwurmung regelmässig mit dem Tierarzt planen
- Zahnkontrollen in festen Abständen einhalten
- Hufschmiedtermine alle sechs bis acht Wochen wahrnehmen
- Zuchttiere auf bekannte Erbkrankheiten gentechnisch testen lassen
- Körperkondition laufend im Blick behalten, um Übergewicht wie Abmagerung zu vermeiden
Ausbildung des Arabers
Araber lernen rasch und reagieren gut auf ruhiges, konsequentes und belohnungsbasiertes Training, ihre Feinfühligkeit verlangt Geduld statt Druck.
Araber sind klug und lernen rasch, was die Ausbildung lohnend macht, sofern sie konsequent und fair erfolgt. Genau diese Feinfühligkeit, die sie reaktionsschnell macht, sorgt aber auch dafür, dass sie auf grobe oder unberechenbare Behandlung schlecht reagieren. Ruhige, geduldige Methoden führen zu einem willigen, aufmerksamen Pferd, während Druck eher Anspannung und Widerstand erzeugt.
Die Rasse blüht bei Abwechslung und einer klaren Aufgabe auf. Kurze, konzentrierte Einheiten halten die Aufmerksamkeit besser als lange, eintönige Wiederholungen, und ein gleichbleibender Ablauf schafft über die Zeit Vertrauen.
Grundlagen
- Vertrauen und Bodenarbeit durch regelmässigen Umgang aufbauen
- Klare, gleichbleibende Signale für Führen, Halten und Weichen vermitteln
- Sattelzeug und Reitarbeit in kleinen, ruhigen Schritten einführen
- Richtige Reaktionen rasch belohnen, um das Gelernte zu festigen
- Schwierigkeit und Distanz schrittweise steigern, besonders im Hinblick auf den Distanzsport
Zucht des Arabers
Araberstuten tragen ihr Fohlen rund elf Monate aus und bringen meist ein einzelnes Fohlen zur Welt, Zuchttiere werden auf Erbkrankheiten getestet.
Araber erreichen die Zuchtreife bereits nach wenigen Lebensjahren, wobei viele Züchter warten, bis die Tiere körperlich ausgewachsen sind, ehe sie zum Decken eingesetzt werden. Stuten sind saisonal fruchtbar und rossen vor allem während der längeren Tage im Frühling und Sommer. Wie bei anderen Pferderassen dauert die Trächtigkeit rund elf Monate, wobei die Stute in der Regel ein einzelnes Fohlen zur Welt bringt.
Fohlen stehen meist innerhalb weniger Stunden nach der Geburt auf und beginnen zu trinken. Abgesetzt werden sie nach einigen Monaten, die volle Grösse erreichen sie erst über mehrere Jahre hinweg. Zu einer verantwortungsvollen Araberzucht gehört der Gentest beider Elterntiere auf bekannte Erbkrankheiten wie SCID, zerebelläre Abiotrophie und das Lavendel-Fohlen-Syndrom, damit Träger nicht so verpaart werden, dass betroffene Fohlen entstehen.
Eine gute Betreuung der Stute während der Trächtigkeit, aufmerksames Management bei der Geburt sowie ein früher, behutsamer Umgang mit dem Fohlen unterstützen eine gesunde Entwicklung und das ruhige, menschenbezogene Wesen, für das die Rasse bekannt ist.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Rund 3 bis 4 Jahre (Zuchteinsatz meist später) |
| Decksaison | Vor allem Frühling und Sommer |
| Trächtigkeit | Rund 11 Monate (320 bis 360 Tage) |
| Fohlenzahl | In der Regel 1 Fohlen |
| Absetzen | Rund im Alter von 4 bis 6 Monaten |
Häufige Fragen zum Araber
Häufige Fragen zum Araberpferd zu Grösse, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung und Eignung für unterschiedliche Reiterinnen und Reiter.
Wie gross wird ein Araberpferd?
Araber erreichen meist ein Stockmass von etwa 14.1 bis 15.1 hh (147 bis 155 cm) und wiegen rund 360 bis 450 kg. Sie sind kompakt gebaut, wirken im Verhältnis zu ihrer Grösse aber kräftig und präsent.
Wie ist das Wesen eines Arabers?
Die Rasse gilt als temperamentvoll, klug und stark auf den Menschen bezogen. Araber gehen enge Bindungen mit ihrem Halter ein und reagieren gut auf ruhige, gleichbleibende Behandlung, wegen ihrer Feinfühligkeit kommen sie mit grober Behandlung aber schlecht zurecht.
Ist die Pflege eines Arabers aufwendig?
Die Pflege ist unkompliziert und ähnelt jener anderer Pferde: regelmässiges Bürsten, Huf- und Zahnpflege, raufutterbasierte Fütterung und tägliche Bewegung. Die grösste Anforderung ergibt sich aus dem hohen Energielevel der Rasse und ihrem Bedürfnis nach Aufgabe und Auslauf.
Wie alt werden Araberpferde?
Araber sind langlebig und erreichen meist 25 bis 30 Jahre. Bei guter Haltung bleiben viele bis weit in die Zwanziger hinein aktiv.
Passt ein Araber für Anfängerinnen und Anfänger?
Araber passen zu aktiven Besitzerinnen und Besitzern und profitieren von erfahrener, gleichbleibender Führung. Mit entsprechender Anleitung können auch Einsteiger Freude an der Rasse haben, Temperament und Feinfühligkeit belohnen aber vor allem Reiterinnen und Reiter, die für Konsequenz sorgen können.
Wofür wird der Araber eingesetzt?
Dank seiner Ausdauer ist er im Distanzsport erfolgreich, daneben wird er im Turniersport, in der Freizeitreiterei und in der Zucht eingesetzt. Seine Blutlinien haben zahlreiche andere Pferderassen mitgeprägt.
Ist der Araber als Rasse gesund?
Er gilt im Allgemeinen als robust und gesund. Einige wenige Erbkrankheiten wie SCID und zerebelläre Abiotrophie kommen vor, verantwortungsbewusste Züchter setzen aber Gentests ein, um betroffene Fohlen zu vermeiden.