Bure
Die Buren ist eine robuste, gutmütige südafrikanische Fleischziege, geschätzt für ihr schnelles Wachstum, ihre Widerstandsfähigkeit und ihren muskulösen Bau.
- Size
- Groß
- Lifespan
- 8–12 years
- Origin
- Südafrika
- Temperament
- Gutmütig
- Standard colors
- Schwarz, Weiss und Rot
Characteristics
Bure colors and patterns
What each club's breed standard says about every Bure color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Bure in Schwarz, Weiss und Rot. Standard patterns: Einfarbig und Gescheckt.
| Color or pattern | ABGA |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“any hair color”) |
| Weiss | Standardgemäss (“white bodied”) |
| Rot | Standardgemäss (“red head”) |
| Patterns | |
| Einfarbig | Standardgemäss (“any hair color”) |
| Gescheckt | Standardgemäss (“any hair color”) |
Gescheckt
| Color or pattern | ABGA |
|---|---|
| Gefleckt | Standardgemäss (“any hair color”) |
Traditionell
| Color or pattern | ABGA |
|---|---|
| Zweifarbig | Standardgemäss (“traditional (white bodied with a red head)”) |
What the rulings mean
- Standardgemäss
- Described by the club's breed standard.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Über die Burenziege
Die Burenziege ist eine grosse, gutmütige Fleischziege aus Südafrika, bekannt für rasches Wachstum, Robustheit und einen kräftig bemuskelten Körperbau.
Die Burenziege ist eine in Südafrika gezüchtete Hausziege, die gezielt für die Fleischproduktion entwickelt wurde. Sie zählt weltweit zu den am meisten gehaltenen Fleischziegenrassen und wird wegen ihres schnellen Muskelaufbaus und ihres ruhigen Wesens geschätzt. Ein ausgewachsenes Tier wirkt schwer und tiefrumpfig, mit weissem Fell und einem farbigen Kopf, was die Rasse leicht erkennbar macht.
Die Rasse gilt als robust und kommt mit unterschiedlichen Klimazonen zurecht, von trockenem Weideland bis zu feuchteren Wiesen. Burenziegen vertragen Hitze gut und fressen Gestrüpp und Unkraut, das andere Nutztiere meist links liegen lassen. Geissen sind zuverlässige Mütter und ziehen häufig Zwillinge auf.
Das gutmütige Wesen gehört zum Ruf der Rasse. Burenziegen sind in der Regel ruhig, freundlich und lassen sich leicht führen, was sowohl grösseren Herden als auch Kleinhaltern entgegenkommt.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Südafrika |
| Grösse | Gross |
| Lebenserwartung | 8-12 Jahre |
| Gruppe / Rolle | Fleischziege |
| Verträglichkeit | Kleinhaltungen und grössere Herden; ruhig im Umgang mit Menschen |
Für wen sie sich eignet
Die Burenziege passt zu Haltern, die eine Fleischziege mit raschem Wachstum und unkompliziertem Wesen suchen. Sie bewährt sich auf kleinen Betrieben ebenso wie in grösseren Herden. Wer Ziegen vor allem als Hobbytiere hält, sollte bedenken, dass die Rasse grösser und schwerer ausfällt als erwartet, weshalb ein sicherer Zaun und genügend Platz wichtig sind.
Geschichte und Herkunft
Die Burenziege wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Bauern in der südafrikanischen Provinz Ostkap gezüchtet, die einheimische Ziegen gezielt auf Fleischmerkmale selektionierten.
Der Name Burenziege stammt vom afrikaansen Wort für Bauer. Die Rasse entstand in Südafrika, wobei der Grossteil der prägenden Zuchtarbeit in der Region Ostkap zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts stattfand.
Die dortigen Bauern arbeiteten mit einheimischen Ziegen der lokalen Bevölkerung und wählten Tiere nach Körpergrösse, Wachstumstempo, Fruchtbarkeit und robuster Konstitution aus. Über mehrere Jahrzehnte entstand aus dieser Selektion ein eigenständiger Fleischtyp, keine Milch- oder Faserziege.
Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts gründete sich in Südafrika ein Zuchtverband, der einen Standard festlegte und Abstammungen dokumentierte. Das trug dazu bei, das charakteristische Erscheinungsbild zu festigen: ein weisser Körper mit rotem oder braunem Kopf. Die Standardisierung sorgte für mehr Einheitlichkeit innerhalb der Herden.
Ab dem späten zwanzigsten Jahrhundert verbreitete sich die Burenziege international. Exporte nach Australien, Neuseeland und Nordamerika etablierten die Rasse auch dort, wo sie heute zu den führenden Fleischziegen zählt und häufig mit anderen Rassen gekreuzt wird, um die Fleischqualität zu verbessern.
Erscheinungsbild
Burenziegen sind gross und kräftig bemuskelt, mit weissem Körper, farbigem Kopf, Ramsnase und langen, hängenden Ohren.
Die Burenziege hat einen breiten, tiefen Rumpf auf kräftigen Beinen, mit ausgeprägter Bemuskelung an Hinterhand und Rücken. Der Kopf zeigt ein leicht konvexes Profil, gelegentlich Ramsnase genannt, und die Ohren sind lang und hängen eng an den Wangen herunter. Bei beiden Geschlechtern kommen meist nach hinten gebogene Hörner vor.
Die klassische Zeichnung ist ein weisser Körper mit rotem oder braunem Kopf und Hals, wobei auch einfarbige Tiere und andere Abzeichen vorkommen. Die Haut ist häufig pigmentiert, was einen gewissen Schutz vor Sonneneinstrahlung bietet.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Widerristhöhe | Etwa 65-75 cm |
| Gewicht | Geissen 80-100 kg; Böcke 110-135 kg |
| Fell | Kurz, glatt, feinhaarig |
| Farben | Weisser Körper mit rotem oder braunem Kopf; auch ganz rot und andere Abzeichen |
| Augen | Braun |
Fell und Farben
Das Fell ist kurz und liegt glatt an, was den Pflegeaufwand gering hält. Am bekanntesten ist die traditionelle Zeichnung mit weissem Körper und farbigem Kopf, doch Zuchtstandards in mehreren Ländern lassen auch einfarbige und gescheckte Tiere zu. Pigmentierte Haut an unbehaarten Stellen wie Euter und Bauch gilt allgemein als vorteilhaft.
Wesen
Burenziegen sind ruhig, freundlich und gutmütig, was den Umgang mit ihnen in kleinen wie in grossen Herden erleichtert.
Die Burenziege gilt als ausgeglichen und gelassen. Sie ist meist ruhig und lässt sich gut anfassen, was die Rasse sowohl bei kommerziellen Betrieben als auch bei Erstlingshaltern beliebt macht. Menschen gegenüber zeigt sie sich in der Regel freundlich und neugierig statt schreckhaft.
Innerhalb der Herde sind Burenziegen gesellig und finden schnell eine klare Rangordnung. Mit anderen Ziegen und Nutztieren vertragen sie sich meist gut, sofern die Eingewöhnung schrittweise erfolgt. Böcke werden zur Paarungszeit deutlich durchsetzungsfähiger, weshalb sie sicher gehalten und getrennt von den Geissen untergebracht werden sollten.
Geissen kümmern sich aufmerksam um ihre Gitzi und bleiben in den ersten Wochen eng bei ihnen. Das ruhige Wesen der Rasse ändert nichts daran, dass ein solider Zaun nötig bleibt, denn Ziegen klettern geschickt und prüfen jede Schwachstelle.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 4 |
| Energie | 3 |
| Trainierbarkeit | 3 |
| Lautstärke | 2 |
| Haarwechsel | 2 |
Pflege und Haltung
Burenziegen brauchen einen sicheren Zaun, regelmässige Klauenpflege, Schutz vor Nässe und Platz zum Fressen und Bewegen.
Im Vergleich zu vielen anderen Rassen sind Burenziegen robust und genügsam, benötigen aber trotzdem eine feste Pflegeroutine. Das kurze Fell hält den Pflegeaufwand gering, während Grösse und Fressverhalten Zaun und Standfläche zur täglichen Hauptaufgabe machen.
Fellpflege
- Gelegentlich bürsten, um loses Haar zu entfernen und die Haut auf Parasiten zu prüfen
- Klauen alle 6 bis 10 Wochen schneiden, auf weichem Boden häufiger
- Ohren, Augen und Fell bei der täglichen Handhabung kontrollieren
Bewegung
- Täglich Zugang zu Weide oder einem grossen Auslauf zum Grasen und Äsen bieten
- Steine, Baumstämme oder Kletterelemente anbieten, die Ziegen gerne nutzen
- Tiere in Gruppen halten, da Ziegen gesellig sind und allein schlecht gedeihen
Umgebung
Burenziegen kommen mit Hitze und Trockenheit gut zurecht, meiden aber anhaltende Nässe und Kälte. Ein trockener, zugfreier Stall, sauberes Einstreu und guter Wasserabzug beugen Klauen- und Atemwegsproblemen vor. Der Zaun sollte mindestens 1.2 Meter hoch und dicht sein, denn Ziegen drücken, klettern und nutzen jede Lücke.
Fütterung
Burenziegen gedeihen mit gutem Raufutter und Gehölz, ergänzt durch Heu, ausgewogene Mineralstoffe und frisches Wasser sowie Zusatzfutter bei Wachstum, später Trächtigkeit und Laktation.
Grundlage der Fütterung ist Raufutter. Burenziegen äsen Sträucher, Kräuter und Laub und grasen zusätzlich, sodass eine vielfältige Weide den grössten Teil des Bedarfs deckt. Reicht die Weide nicht aus, tritt gutes Heu an ihre Stelle. Kraftfutter wird für rasch wachsende Gitzi sowie hochträchtige und laktierende Geissen ergänzt, sollte bei ruhig gehaltenen erwachsenen Tieren aber begrenzt bleiben, um Übergewicht zu vermeiden.
Sauberes Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen, und ein loses Mineralfutter speziell für Ziegen unterstützt Knochen- und Stoffwechselgesundheit. Ziegen benötigen Kupfer, das in Ziegenmineralstoffen enthalten ist; Schafmineralstoffe eignen sich nicht als Ersatz, da sie Kupfer bewusst begrenzen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Erhaltung (erwachsen) | Raufutter oder 1.5-2 kg Heu; wenig Getreide | Raufutter zur freien Verfügung; 1 Ergänzungsfütterung |
| Wachsendes Gitzi | Raufutter plus 0.2-0.5 kg Kraftfutter | 2 Fütterungen |
| Späte Trächtigkeit / Laktation | Raufutter plus 0.5-1 kg Kraftfutter | 2 Fütterungen |
Leckerlis und Zusatzfutter
Kleine Mengen Rüebli, Apfel oder Kürbis eignen sich als Leckerli. Ein loses Ziegenmineral, ergänzt durch Selen bei selenarmen Böden, unterstützt Wachstum und Fruchtbarkeit. Neues Futter über mindestens eine Woche schrittweise einführen, damit sich der Pansen anpassen kann.
Gesundheit
Burenziegen sind robust und werden 8 bis 12 Jahre alt; innere Parasiten, Klauenfäule und trächtigkeitsbedingte Probleme zählen zu den Hauptanliegen.
Die Burenziege ist eine robuste Rasse mit wenigen rassespezifischen Problemen. Bei guter Haltung erreicht sie ein Alter von etwa 8 bis 12 Jahren. Die meisten Gesundheitsprobleme entstehen durch Parasiten, feuchten Untergrund und die Anforderungen der Zucht, nicht durch ererbte Schwächen. Ein Herdengesundheitsplan mit regelmässigen Kotuntersuchungen und einem Impfplan hält die meisten Probleme in Schach.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Innere Parasiten (Haemonchus) | Blasse Schleimhäute, Gewichtsverlust, Kehlgangödem, Schwäche | Kotuntersuchungen nutzen und gezielt entwurmen, um Resistenzen zu begrenzen |
| Klauenfäule / Moderhinke | Lahmheit, Geruch, Ablösung des Klauenhorns | Hängt mit nassem Untergrund zusammen; schneiden und trocken halten |
| Kokzidiose | Durchfall bei Gitzi, schlechtes Wachstum | Häufig bei jungen, eng gehaltenen Tieren |
| Trächtigkeitstoxikose | Mattigkeit, Fressunlust, Schwäche in später Trächtigkeit | Hängt mit der Fütterung bei mehrfach trächtigen Geissen zusammen |
Vorbeugende Massnahmen
- Regelmässig Kotproben auf Eizahl untersuchen und danach entwurmen, nicht nach starrem Kalender
- Gegen Clostridien-Erkrankungen (zum Beispiel CDT) gemäss lokaler tierärztlicher Empfehlung impfen
- Klauen regelmässig schneiden und Ausläufe gut entwässern
- Neuzugänge vor dem Zusammenführen mit der Herde in Quarantäne halten
- Ziegenmineral anbieten und die Fütterung während Trächtigkeit und Laktation anpassen
Zucht
Burenziegen sind fruchtbar und können praktisch ganzjährig decken, mit einer Tragzeit von rund 150 Tagen und häufig Zwillingsgeburten.
Die Burenziege ist für ihre Fruchtbarkeit geschätzt. Geissen erreichen die Zuchtreife bereits mit etwa 6 bis 8 Monaten, wobei viele Halter warten, bis die Tiere grösser und näher an einem Jahr alt sind, bevor sie erstmals gedeckt werden. Böcke sind früh fruchtbar und werden zur Paarungszeit deutlich durchsetzungsfähiger, weshalb sie ausserhalb der Deckzeit meist getrennt von den Geissen gehalten werden.
Anders als streng saisonale Rassen können Burenziegen einen Grossteil des Jahres decken, was es Züchtern erlaubt, innerhalb von zwei Jahren mehr als einen Gitzelzyklus einzuplanen. Die Tragzeit dauert etwa 150 Tage. Zwillinge sind häufig, auch Drillinge kommen vor, was mit zur Produktivität der Rasse beiträgt.
Geissen sind gute, aufmerksame Mütter und gitzeln meist ohne Hilfe. Gitzi wachsen dank Muttermilch rasch und beginnen schon in den ersten Wochen, Raufutter zu knabbern. Je nach Zustand der Geiss und dem Plan des Halters werden sie meist um den dritten Monat abgesetzt.
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Geissen 6-8 Monate; erste Deckung oft erst mit rund 12 Monaten |
| Deckzeit | Kann über weite Teile des Jahres erfolgen |
| Tragzeit | Rund 150 Tage |
| Wurfgrösse | Meist Zwillinge; auch Einzelgeburten und Drillinge |
| Absetzalter | Rund 3 Monate |
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu Grösse, Wesen, Pflege, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit der Burenziege.
Wie gross werden Burenziegen?
Burenziegen sind eine grosse Rasse. Geissen wiegen meist 80-100 kg, Böcke 110-135 kg, bei einer Widerristhöhe von etwa 65-75 cm.
Sind Burenziegen umgänglich?
Ja. Die Rasse ist für ihr ruhiges, gutmütiges Wesen bekannt und lässt sich gut handhaben, was sie sowohl bei Kleinhaltern als auch bei kommerziellen Betrieben beliebt macht.
Ist die Pflege von Burenziegen aufwendig?
Nein, eher unkompliziert. Wichtig sind ein sicherer Zaun, regelmässige Klauenpflege, ein trockener Stall, gutes Raufutter und ein Parasitenmanagement. Das kurze Fell hält den Pflegeaufwand gering.
Wie alt werden Burenziegen?
Bei guter Haltung erreicht eine Burenziege meist ein Alter von 8 bis 12 Jahren.
Wofür werden Burenziegen gehalten?
Die Burenziege ist in erster Linie eine Fleischziege, gezüchtet für rasches Wachstum und kräftige Bemuskelung. Sie wird zudem häufig mit anderen Rassen gekreuzt, um die Fleischqualität zu verbessern.
Eignen sich Burenziegen für Einsteiger?
Sie eignen sich für Einsteiger, die genügend Platz und einen sicheren Zaun bieten können. Das ruhige, robuste Wesen verzeiht Anfängerfehler, doch Grösse und Kraft der Tiere erfordern eine solide Infrastruktur.
Wie leicht sind Burenziegen zu finden?
Die Burenziege gehört weltweit zu den verbreitetsten Fleischziegenrassen und ist bei Züchtern in Südafrika, Australien, Neuseeland und Nordamerika breit verfügbar.
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