Alpine
Die Alpine ist eine robuste, freundliche Schweizer Milchziege, geschätzt für ihre Anpassungsfähigkeit und ihre reichliche, hochwertige Milchleistung.
- Size
- Gross
- Lifespan
- 12–18 years
- Origin
- Schweiz
- Temperament
- Freundlich
- Standard colors
- Schwarz, Grau und Braun and 2 more
Characteristics
Alpine colors and patterns
What each club's breed standard says about every Alpine color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Alpine in Schwarz, Grau, Braun, Lohfarben und Creme. Standard patterns: Gescheckt, Scheckenzeichnung, Gämsfarbig, Weisshals, Hellhals, Sundgau, Schwarzhals und Zweitönig gämsfarbig.
| Color or pattern | ADGA | AGS |
|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“black”) | Standardgemäss (“black”) |
| Grau | Standardgemäss (“gray”) | Standardgemäss (“any color pattern”) |
| Braun | Standardgemäss (“brown or bay (chamoisee)”) | Standardgemäss (“any shade or mixture of brown (chamoisée)”) |
| Lohfarben | Standardgemäss (“tan / saffron”) | Standardgemäss (“any color pattern”) |
| Creme | Standardgemäss (“off-white”) | No ruling |
| Weiss | Fehler (“all-white”) | Fehler (“pure white / all white color”) |
| Patterns | ||
| Gescheckt | Standardgemäss (“Pied”) | Standardgemäss (“pied”) |
| Scheckenzeichnung | Standardgemäss (“Broken”) | Standardgemäss (“broken”) |
| Gämsfarbig | Standardgemäss (“Chamoisee / chamoise (male)”) | Standardgemäss (“chamoisée”) |
| Weisshals | Standardgemäss (“Cou Blanc”) | Standardgemäss (“cou blanc”) |
| Hellhals | Standardgemäss (“Cou Clair”) | Standardgemäss (“cou Clair”) |
| Sundgau | Standardgemäss (“Sundgau”) | Standardgemäss (“sundgau”) |
| Schwarzhals | Standardgemäss (“Cou Noir”) | Standardgemäss (“cou noir”) |
| Zweitönig gämsfarbig | Standardgemäss (“Two-Tone Chamoisee”) | Standardgemäss (“two-tone chamoisée”) |
| Schweizer Abzeichen | Fehler (“Toggenburg color and markings”) | Fehler (“true / standard Toggenburg color and markings”) |
What the rulings mean
- Standardgemäss
- Described by the club's breed standard.
- Fehler
- Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Die Alpine-Ziege im Porträt
Die Alpine ist eine grosse, robuste Milchziege aus dem Alpenraum, zutraulich im Umgang und bekannt für ihre hohe Milchleistung.
Die Alpine ist eine grosse Milchziegenrasse, die in den Alpen zwischen Frankreich und der Schweiz entstanden ist. Sie zählt zu den leistungsfähigsten Milchrassen überhaupt und kommt mit ganz unterschiedlichen Klimazonen zurecht, weshalb sie sowohl auf kleinen Höfen als auch in grösseren Milchbetrieben gehalten wird.
Tiere dieser Rasse wirken aufrecht und wach, mit stehenden Ohren und einem geraden bis leicht eingebuchteten Profil. Ausgewachsene Tiere sind hochbeinig und tragen kaum Fettreserven, denn ihre Futterenergie fliesst vor allem in die Milchproduktion und nicht in den Fleischansatz. Eine gesunde Geiss in voller Laktation gibt häufig mehrere Liter Milch pro Tag, mit einem mittleren Fettgehalt, der sich gut zur Käseherstellung eignet.
Die Rasse zeigt viele verschiedene Farbschläge, jeder mit einem eigenen Namen im Herdebuch. Vom Wesen her gelten Alpine-Ziegen als freundlich und neugierig, und sie sind gegenüber ihren Halterinnen und Haltern meist aufgeschlossen und lebhaft.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Schweiz (Alpenraum) |
| Grösse | Gross |
| Lebenserwartung | 12 bis 18 Jahre |
| Gruppe / Rolle | Milchziege |
| Geeignet für | Familien, andere Ziegen, erfahrene Erstbesitzer |
Für wen sich die Alpine eignet
Die Alpine passt zu Halterinnen und Haltern, die eine konstant hohe Milchmenge wollen und der Ziege genügend Platz, Gesellschaft und tägliche Zuwendung bieten können. Sie ist aktiv und wissbegierig, darum braucht sie einen sicheren Zaun und Raum zum Verbeissen von Sträuchern. Alpine-Ziegen sind Herdentiere und sollten nie allein, sondern mindestens zu zweit gehalten werden. Die Rasse eignet sich für Kleinbetriebe, kleine Milchereien und Familien, die sich auf das zweimal tägliche Melken während der Laktation einlassen können.
Herkunft und Geschichte
Die Alpine stammt von Ziegen aus den Schweizer und französischen Alpen ab und wurde zu einer einheitlichen Milchrasse weiterentwickelt, die ab den 1920er-Jahren auch in die USA gelangte.
Die Wurzeln der Alpine liegen bei robusten Ziegen aus dem Berggebiet der Alpen, das sich über die Schweiz und das benachbarte Frankreich erstreckt. Über Jahrhunderte wurden diese Tiere so gezüchtet, dass sie kalte Winter, steiles Gelände und wechselhaftes Futterangebot überstehen und dabei weiterhin Milch für die Bergbevölkerung liefern konnten.
Mit der Zeit wählten Züchterinnen und Züchter die leistungsfähigsten und einheitlichsten Tiere aus, und es entstanden eigene Schläge. Besonders die französische Linie wurde auf hohe Milchleistung und eine breite Palette an zugelassenen Farbschlägen hin verfeinert, statt auf ein einziges festes Fell.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangten Alpine-Ziegen in die USA, unter anderem 1922 mit einer bekannten Gruppe französischer Alpine-Tiere. Ausgehend von diesen Gründertieren bauten amerikanische Züchter die Rasse in Nordamerika auf, wo sie zu einer der von Zuchtverbänden anerkannten Standard-Milchziegenrassen wurde.
Heute wird die Alpine in vielen Ländern für die kommerzielle und die private Milchproduktion gehalten. Ihr guter Ruf beruht auf gleichbleibender Leistung, einer langen produktiven Laktation und der Fähigkeit, auch in Klimazonen zurechtzukommen, die sich stark von ihrer bergigen Heimat unterscheiden.
Erscheinungsbild und Rassestandard
Die Alpine ist eine hochbeinige, schlanke Milchziege mit stehenden Ohren, geradem Profil und kurzem Fell in zahlreichen anerkannten Farbschlägen.
Die Alpine hat die kantige, edle Erscheinung, die für eine Milchziegenrasse typisch ist. Der Rumpf ist lang und schlank, mit einer tiefen, breiten Flanke, einer geraden Rückenlinie und, bei der Geiss, einem gut angesetzten Euter. Der Hals ist eher lang, die Ohren stehen aufrecht nach vorne, und das Profil ist gerade bis leicht eingebuchtet. Eine stark gewölbte, römische Nase gilt bei dieser Rasse als Fehler.
Alpine-Ziegen sind von Natur aus gehörnt, auch wenn viele Gitzi auf gut geführten Betrieben enthornt werden. Sowohl hornlose als auch gehörnte Tiere kommen vor.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Grösse (Widerristhöhe) | Geissen rund 76 cm; Böcke rund 81 bis 90 cm |
| Gewicht | Geissen ab rund 61 kg; Böcke ab rund 77 kg |
| Fell | Kurz bis mittellang, fein; entlang Rücken und Oberschenkeln länger |
| Farbschläge | Zahlreiche Muster: Cou Blanc, Cou Clair, Cou Noir, Chamoisée, Sundgau, zweifarbige Chamoisée, Pied, gescheckte Varianten |
| Augen | Waagrechte Schlitzpupillen; meist bernstein- bis braunfarben |
Fell und Farbschläge
Die Alpine ist auch durch ihre Farbvielfalt geprägt, und das Herdebuch benennt jedes Muster einzeln. Häufig sind Cou Blanc (weisser Vorderkörper, schwarze Hinterhand), Cou Noir (schwarzer Vorderkörper, weisse Hinterhand), Chamoisée (braun oder rehfarben mit schwarzer Zeichnung), Sundgau (schwarz mit weissen Gesichtsstreifen und hellem Bauch) sowie Pied (gefleckt oder gescheckt). Einfarbig weisse Tiere sowie die reine Toggenburger Farbzeichnung sind nicht zugelassen. Das Fell ist kurz und liegt eng am Körper an, mit einem längeren Haarsaum entlang Rücken und Hinterbeinen.
Wesen und Verhalten
Alpine-Ziegen sind freundlich, neugierig und aktiv, binden sich eng an ihre Halter und brauchen Gesellschaft, Beschäftigung und einen sicheren Zaun.
Alpine-Ziegen suchen die Nähe des Menschen und gelten als sehr freundlich. Sie sind neugierig und untersuchen neue Gegenstände, Gatter und Futterbehälter, was unterhaltsam ist, aber auch bedeutet, dass sie schwache Zäune schnell als Schwachstelle erkennen. Gegenüber der Familie zeigen sie sich meist sanft und geduldig, sobald sie ihre Betreuerinnen und Betreuer kennen, und sie folgen ihnen oft durchs Gehege.
Fremden gegenüber sind Alpine-Ziegen eher wachsam als ängstlich und tauen bei ruhigem Umgang und ein paar Leckerbissen rasch auf. Als Herdentiere bilden sie eine klare Rangordnung und können am Futterplatz durchsetzungsfähig auftreten, weshalb eine einzeln gehaltene Ziege häufig gestresst und lautstark reagiert.
Mit anderen Ziegen, Schafen und weiteren Hoftieren kommen sie in der Regel gut aus, sofern die Eingewöhnung schrittweise erfolgt. Böcke in der Brunft riechen strenger und treten aufdringlicher auf, weshalb sie eine eigene, sichere Unterkunft brauchen. Alpine-Ziegen meckern mässig, etwa zur Fütterungszeit oder wenn sie von der Herde getrennt sind, sind aber keine Dauerschreier.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 4 |
| Energie | 4 |
| Lernfähigkeit | 4 |
| Meckerfreudigkeit | 3 |
| Haarverlust | 2 |
Pflege und Haltung
Alpine-Ziegen brauchen täglichen Umgang, sichere Zäune, regelmässige Klauenpflege, Auslauf zum Verbeissen sowie zuverlässigen Schutz vor Nässe und Kälte.
Alpine-Ziegen sind robust und unkompliziert in der Haltung, doch ihre Grösse, ihr Bewegungsdrang und ihre Milchleistung verlangen eine gleichbleibende tägliche Betreuung. Geissen in Milch sollten nach einem festen Rhythmus gemolken werden, meist zweimal täglich, wobei Euter und Melkgeschirr sauber zu halten sind.
Fellpflege
- Gelegentlich bürsten, um loses Haar zu entfernen und die Haut auf Parasiten zu prüfen
- Klauen alle 6 bis 8 Wochen schneiden, um Überwachsen und Lahmheit vorzubeugen
- Ohren, Augen und Fell bei jedem Handling kontrollieren
- Bereich um Euter und Schwanz sauber halten, besonders bei Geissen in Milch
Auslauf und Bewegung
- Täglich Zugang zu Weide oder Gehege für Verbiss und Bewegung bieten
- Steine, Baumstrünke oder stabile Podeste zum Klettern und Spielen aufstellen
- Freien Zugang zu Sträuchern und Gehölz ermöglichen, sofern vorhanden
- Mindestens eine Ziege als Gesellschaft halten, damit die Tiere aktiv und ausgeglichen bleiben
Umgebung
Dank ihrer Herkunft aus dem Gebirge verträgt die Alpine Kälte gut, mag aber keine anhaltende Nässe. Sie braucht einen trockenen, zugfreien und gut durchlüfteten Stall mit sauberer Einstreu sowie Schatten in warmen Klimazonen. Der Zaun muss stabil und hoch sein, denn Alpine-Ziegen testen Grenzen aus und können schwache Absperrungen erklettern oder durchbrechen. Bock- und Geissbereiche sind zu trennen, wenn keine Zucht vorgesehen ist.
Fütterung und Ernährung
Alpine-Ziegen kommen mit gutem Raufutter und Verbiss zurecht, brauchen als Milchtiere zusätzlich Kraftfutter sowie ständig sauberes Wasser und ein ziegenspezifisches Mineralfutter.
Grundlage der Alpine-Fütterung ist das Raufutter: Weide, Gehölzverbiss und gutes Heu. Als Wiederkäuer brauchen Ziegen lange Fasern, damit der Pansen funktioniert, weshalb Heu oder Verbiss stets verfügbar sein sollte. Geissen in Laktation haben einen hohen Energie- und Eiweissbedarf und benötigen neben dem Raufutter meist zusätzlich Kraftfutter oder ein Milchviehkonzentrat. Trockenstehende Geissen und Böcke brauchen deutlich weniger Kraftfutter und neigen bei Überfütterung schnell zu Übergewicht.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Gitzi (abgesetzt) | Heu zur freien Verfügung plus rund 0.2 bis 0.4 kg Kraftfutter | 2 |
| Trockenstehende Geiss / kastrierter Bock | Raufutter und Verbiss; wenig bis kein Kraftfutter | Freie Verfügung |
| Geiss in Milch | Heu zur freien Verfügung plus rund 0.5 bis 1 kg Kraftfutter (je nach Leistung) | 2, oft beim Melken |
| Bock | Raufutter plus mässiges Kraftfutter zur Deckzeit | 1 bis 2 |
Leckerbissen und Ergänzungsfutter
Ein loses, ziegengerechtes Mineralfutter mit zusätzlichem Kupfer und Selen zur freien Verfügung anbieten, besonders wenn die lokalen Böden daran arm sind. Sauberes, frisches Wasser muss jederzeit verfügbar sein, denn die Milchleistung sinkt sonst rasch. Kleine Mengen Obst, Gemüse oder eine Handvoll Kraftfutter sind als gelegentliche Leckerbissen unbedenklich, sollten das Raufutter aber nicht ersetzen. Natron zur freien Verfügung stellen, um den Pansen zu puffern.
Gesundheit und häufige Erkrankungen
Die Alpine ist widerstandsfähig und wird oft 12 bis 18 Jahre alt, neigt aber zu Endoparasiten, Klauenproblemen sowie typischen Stoffwechsel- und Euterproblemen bei Milchziegen.
Die Alpine ist eine robuste, langlebige Rasse. Bei guter Fütterung, konsequenter Parasitenkontrolle und regelmässiger Klauenpflege erreichen viele Tiere 12 bis 18 Jahre, und leistungsfähige Geissen geben oft über mehrere Saisons Milch. Die meisten Gesundheitsprobleme entstehen durch die Haltung und nicht durch erbliche Erkrankungen, wobei Endoparasiten das mit Abstand häufigste Problem bei Ziegen sind.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Endoparasiten (Barberpole-Wurm) | Blasse Schleimhäute, Gewichtsverlust, Unterkieferödem, Blutarmut | FAMACHA-Score nutzen und gezielt entwurmen |
| Klauenfäule / Zwischenklauenentzündung | Lahmen, übel riechende Klauen, Widerwille zum Stehen | Boden trocken halten; rasch schneiden und behandeln |
| Kokzidiose | Durchfall bei Gitzi, schlechtes Wachstum | Hygiene verbessern; Jungtiere behandeln |
| Mastitis | Heisses, geschwollenes Euter, veränderte Milch | Sauberes Melken; tierärztliche Behandlung |
| Ketose / Festliegen um die Geburt | Fressunlust, Schwäche kurz vor dem Gitzeln | Steht mit später Trächtigkeit und hoher Leistung in Zusammenhang |
| CAE (Caprine Arthritis-Encephalitis) | Geschwollene Gelenke, hartes Euter, Leistungsabfall | Herde testen; Ausbreitung verhindern |
Vorbeugende Massnahmen
- Regelmässige Kotproben und FAMACHA-Score als Grundlage für die Entwurmung
- Klauenpflege alle 6 bis 8 Wochen
- Jährliche Impfung, zum Beispiel CDT (Clostridien und Tetanus), nach Absprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt
- Ziegenmineralstoff mit Kupfer und Selen, abgestimmt auf die lokalen Böden
- Herde vor der Aufnahme neuer Tiere auf CAE und andere Herdenkrankheiten testen
- Saubere, trockene Unterkunft und pansenschonende Fütterung
Zucht und Aufzucht der Gitzi
Alpine-Geissen werden mit etwa 7 bis 10 Monaten zuchtreif, tragen rund fünf Monate und bringen meist ein bis drei Gitzi, die bis zum Absetzen mit 8 bis 12 Wochen säugen.
Alpine-Geissen werden mit etwa 7 bis 10 Monaten geschlechtsreif, doch viele Züchterinnen und Züchter warten mit der ersten Belegung, bis die Geiss gut entwickelt ist und rund 36 kg wiegt. Die Rasse ist in den meisten Regionen saisonal polyöstrisch und zyklt während der kühleren Deckzeit etwa alle 18 bis 21 Tage. Böcke können bereits im Alter von wenigen Monaten zeugungsfähig sein, weshalb junge Böckchen frühzeitig getrennt werden sollten, um ungeplante Deckakte zu verhindern.
Die Tragzeit dauert etwa 145 bis 155 Tage, also fast fünf Monate. Meist kommen Zwillinge zur Welt, Einlinge und Drillinge sind ebenfalls häufig, und gut geführte Geissen können sehr fruchtbar sein. In der Regel gitzeln die Tiere ohne grosse Hilfe, dennoch sollte die Halterin oder der Halter bei einer schwierigen Geburt anwesend sein.
Die Gitzi stehen kurz nach der Geburt auf und saugen bald, wobei das Kolostrum in den ersten Stunden entscheidend ist. Auf Milchbetrieben werden Gitzi entweder bei der Mutter oder von Hand mit Milch oder Milchaustauscher aufgezogen. Das Absetzen erfolgt meist zwischen der 8. und 12. Woche, sobald die Gitzi zuverlässig Heu und Kraftfutter fressen. Nach dem Gitzeln beginnt die Laktation, während der die Geiss über eine lange, produktive Zeit gemolken wird, bevor sie vor der nächsten Belegung trockengestellt wird.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 7 bis 10 Monate |
| Decksaison | Saisonal, hauptsächlich Herbst in gemässigten Regionen |
| Zykluslänge | Etwa 18 bis 21 Tage |
| Tragzeit | Etwa 145 bis 155 Tage |
| Wurfgrösse | 1 bis 3 Gitzi, Zwillinge am häufigsten |
| Absetzalter | Etwa 8 bis 12 Wochen |
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu Grösse, Wesen, Pflege, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit der Alpine-Ziege.
Wie gross werden Alpine-Ziegen?
Die Alpine ist eine grosse Milchrasse. Geissen erreichen etwa 76 cm Widerristhöhe und wiegen ab rund 61 kg, während Böcke rund 81 bis 90 cm gross werden und 77 kg oder mehr auf die Waage bringen.
Wie ist das Wesen der Alpine-Ziege?
Alpine-Ziegen sind freundlich, neugierig und aktiv. Sie binden sich an ihre Halterinnen und Halter, sind gegenüber der Familie meist sanft und kommen mit anderen Ziegen gut aus, testen aber durchaus die Grenzen des Zauns.
Sind Alpine-Ziegen schwierig zu halten?
Für engagierte Halterinnen und Halter sind sie eine gute Wahl. Die wichtigsten Anforderungen sind das tägliche Melken während der Laktation, ein sicherer, hoher Zaun, Klauenpflege alle 6 bis 8 Wochen, Parasitenkontrolle und die Gesellschaft mindestens einer weiteren Ziege.
Wie alt werden Alpine-Ziegen?
Bei guter Pflege erreichen Alpine-Ziegen häufig 12 bis 18 Jahre. Leistungsfähige Geissen geben oft über viele Saisons Milch, bevor sie in den Ruhestand gehen.
Wie viel Milch gibt eine Alpine-Ziege?
Die Alpine zählt zu den leistungsstärkeren Milchziegenrassen. Eine Geiss in voller Laktation gibt oft mehrere Liter Milch pro Tag, mit einem mittleren Fettgehalt, der sich gut zur Käseherstellung eignet.
Eignen sich Alpine-Ziegen für Einsteiger und Familien?
Ja, sofern die tägliche Pflege sichergestellt ist. Ihr freundliches Wesen und die gleichbleibende Milchleistung passen zu Kleinbetrieben und Familien, auch wenn Grösse, Energie und Ausbruchsfreude einen soliden Zaun und feste Routinen verlangen.
Sind Alpine-Ziegen leicht zu finden?
Die Alpine gehört zu den am weitesten verbreiteten Milchziegenrassen und wird von grossen Zuchtverbänden anerkannt, weshalb registrierte und nicht registrierte Tiere in vielen Regionen bei Milchziegenzüchtern erhältlich sind.
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