
Der Whippet ist ein lieber, anhänglicher Windhund, bekannt für seine rasende Sprintgeschwindigkeit, gepaart mit einem ruhigen, schmusigen Wesen zu Hause.
Wie das Fell des Whippet aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
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Der Whippet ist ein mittelgrosser englischer Windhund: zuhause ruhig und anschmiegsam, auf der Bahn ein Sprinter mit Spitzentempo nahe 35 Meilen pro Stunde.
Der Whippet ist ein mittelgrosser Windhund aus England und vereint zwei Eigenschaften, die selten in einem Hund zusammenkommen. Auf der Rennbahn oder bei der Schleppjagd zählt er zu den schnellsten Hunden seiner Grösse überhaupt und erreicht auf kurzer Distanz Tempi um 35 Meilen pro Stunde. Zuhause dagegen ist er gelassen, unkompliziert und verbringt einen grossen Teil des Tages schlafend auf dem Sofa.
Der Körperbau ist schlank und windschnittig: tiefe Brust, eingezogene Taille, lange Läufe und ein feines, eng anliegendes Fell. Ausgewachsene Tiere messen meist 18 bis 22 Zoll Schulterhöhe und wiegen etwa 25 bis 40 Pfund. Der Körper trägt kaum überschüssiges Gewicht, was für die Rasse normal ist und kein Zeichen von Unterernährung.
Whippets bauen eine enge Bindung zu ihren Bezugspersonen auf und reagieren empfindlich auf groben Umgang. Sie sind sanft zu Kindern und meist verträglich mit anderen Hunden. Der ausgeprägte Jagdtrieb bedeutet, dass kleine, schnell bewegte Tiere eine spontane Verfolgung auslösen können: ein sicher eingezäuntes Grundstück und Leinenpflicht in offenem Gelände sind deshalb wichtig.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | England |
| Grösse | Mittelgross (25 bis 40 Pfund) |
| Lebenserwartung | 12 bis 15 Jahre |
| Gruppe / Rolle | Windhund, Sprinter und Begleithund |
| Verträglich mit | Kindern, anderen Hunden, ruhigen Haushalten |
Der Whippet passt zu Menschen, die einen anhänglichen, pflegeleichten Begleiter suchen, der drinnen ruhig ist, draussen aber regelmässig richtig auslaufen darf. Er kommt sowohl im Einfamilienhaus als auch in der Stadtwohnung zurecht, sofern täglicher Auslauf und ein warmes, weiches Plätzchen zum Ausruhen vorhanden sind. Das dünne Fell und der geringe Körperfettanteil lassen ihn schnell frieren, weshalb im Winter oft ein Hundemantel nötig ist. Haushalte mit frei laufenden Kleintieren oder ohne sicher eingezäunte Fläche zum Sprinten eignen sich weniger gut.
Der Whippet entstand im 19. Jahrhundert im Norden Englands als kleiner, schneller Hetz- und Rennhund fĂĽr Arbeiterfamilien.
Der Whippet erhielt seine heutige Form im 19. Jahrhundert im Norden Englands. Er stammt von verkleinerten Greyhounds ab, gekreuzt mit kleineren, terrierartigen und anderen schnellen Hunden. Ziel war ein Windhund, der Kaninchen jagte und an Rennen teilnahm, dabei aber weniger frass und weniger Platz brauchte als ein ausgewachsener Greyhound.
Die Rasse war eng mit den Arbeitervierteln der englischen Bergbau- und Textilstädte verbunden. Besitzer liessen ihre Hunde auf geraden Bahnen um Preise laufen, ein Freizeitvergnügen, das dem Whippet den Übernamen «Rennpferd des kleinen Mannes» einbrachte. Beim sogenannten Rag Racing sprintete der Hund einem vom Besitzer geschwenkten Tuch entgegen, ein beliebter Zeitvertreib an Wochenenden.
Mit dem Aufkommen organisierter Hundeausstellungen folgte die offizielle Anerkennung: Der englische Kennel Club anerkannte den Whippet 1891, der American Kennel Club bereits 1888. Die Standardisierung legte nach und nach Grösse, Umriss und Wesen fest, wie man die Rasse heute kennt.
Im 20. Jahrhundert verbreitete sich der Whippet weit über seine industriellen Ursprünge hinaus und wurde zu einem gefragten Ausstellungs- und Begleithund sowie zu einem Teilnehmer bei Coursing und Amateurrennen. In der Schweiz werden Whippets über die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) registriert, die für die Zucht- und Abstammungskontrolle der bei ihr anerkannten Rassen zuständig ist.
Der Whippet ist ein schlanker, feinfelliger Windhund mit tiefer Brust und aufgezogener Lende, 18 bis 22 Zoll gross.
Der Whippet wirkt wie ein verkleinerter Greyhound und ist ganz auf Tempo und Balance ausgelegt. Der Umriss besteht aus fliessenden Linien: ein langer Kopf, ein bogenförmiger Hals, der harmonisch in den Rücken übergeht, eine tiefe, bis zu den Ellbogen reichende Brust, eine deutlich sichtbare Taille und eine kräftig aufgezogene Lende. Die Läufe sind lang und trocken, die Pfoten kompakt und gut gepolstert. In Ruhe rollt sich der Hund oft zu einer engen Kugel zusammen.
Das Fell ist kurz, fein und liegt eng an, bietet also kaum Isolation. Ăśber Rippen und HĂĽfte zeichnet sich die Haut deutlich ab, was fĂĽr die Rasse typisch und erwĂĽnscht ist.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Grösse | Rüden 19 bis 22 Zoll, Hündinnen 18 bis 21 Zoll |
| Gewicht | Etwa 25 bis 40 Pfund |
| Fell | Kurz, fein, glatt, eng anliegend |
| Farben | Jede Farbe oder Mischung, unter anderem Falbe, Gestromt, Blau, Schwarz, Weiss und Bunt |
| Augen | Oval, dunkel, aufmerksamer Ausdruck |
Der Rassestandard schränkt die Farbe nicht ein, weshalb der Whippet in einer grossen Bandbreite an Einfarben und Kombinationen vorkommt. Häufig sind Falbe, Creme, Blaugrau, Schwarz, Rot und Gestromt, oft mit weissen Abzeichen an Brust, Pfoten oder Gesicht. Das kurze Fell verlangt wenig Pflege, schützt aber kaum vor Kälte oder rauem Untergrund. Gerade im Schweizer Alpenklima mit kalten Wintern lohnt sich deshalb ein passender Hundemantel, und die dünne Haut sollte nach wildem Toben auf Kratzer kontrolliert werden.
Whippets sind zuneigungsvoll, sanft und drinnen ausgeglichen, freundlich zu Menschen und Hunden, mit ausgeprägtem, aber lenkbarem Jagdtrieb.
Der Whippet hat ein ruhiges, sanftes Wesen. In der Wohnung ist er gelassen und genügsam, oft als Couch-Hund bezeichnet, der einen grossen Teil des Tages verschläft. Er hängt stark an seiner Familie und sucht die Nähe seiner Menschen, manchmal so sehr, dass er sich anlehnt oder eng an sie kuschelt. Die Rasse ist feinfühlig und reagiert schlecht auf Anschreien oder harte Korrekturen.
Gegenüber Familienmitgliedern, auch Kindern, zeigt sich der Whippet geduldig und liebevoll. Sehr kleine Kinder sollten dennoch beaufsichtigt werden, weil der schlanke Hund bei grobem Handling leicht verletzt werden kann. Fremden gegenüber ist er zunächst meist zurückhaltend statt misstrauisch und taut nach der Vorstellung rasch auf. Wachhundqualitäten besitzt er kaum, und er bellt nur selten.
Mit anderen Hunden versteht sich die Rasse in der Regel gut, auch in Mehrhundehaushalten. Die grösste Vorsicht gilt dem angeborenen Jagdtrieb: Eine plötzliche Bewegung von Katzen, Kaninchen, Eichhörnchen oder anderen kleinen Tieren kann eine sofortige Verfolgung im Höchsttempo auslösen. Ein zuverlässiger Rückruf, ein sicher eingezäuntes Grundstück und Leinenführung im offenen Gelände sind deshalb wichtig.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 3 |
| Trainierbarkeit | 3 |
| Bellfreude | 1 |
| Fellwechsel | 2 |
Der Whippet braucht wenig Fellpflege, aber täglichen intensiven Auslauf, Wärme und eine weiche Liegefläche.
Die tägliche Pflege eines Whippet ist unkompliziert. Das Fell macht kaum Arbeit, doch der schlanke Körperbau und der Jagdtrieb bestimmen die eigentlichen Bedürfnisse: regelmässige Sprints im Freien, Schutz vor Kälte und ein warmer, gepolsterter Ruheplatz.
Whippets eignen sich für Haus und Wohnung gleichermassen, da sie drinnen ruhig und ausgeglichen sind. Sie frieren rasch und suchen warme Plätze auf; ein weiches Bett fernab von Zugluft sowie ein Hundemantel für die kalte Jahreszeit helfen dabei. Im Schweizer Alpenklima mit kalten Wintern und eher milden Sommern zählt ein sicheres Gelände oder eine nahe gelegene, geschützte Auslauffläche mehr als ein grosses Zuhause.
Whippets kommen mit einem vollwertigen Futter in abgemessenen Mahlzeiten gut zurecht; Überfütterung des schlanken Körpers ist zu vermeiden.
Der Whippet kommt mit einem vollwertigen, ausgewogenen Hundefutter gut zurecht, das zu Lebensphase und Aktivitätsgrad passt. Die Rasse ist von Natur aus schlank, sichtbare Rippen und eine klare Taille sind normal und kein Grund, mehr zu füttern. Aktive Renn- und Coursing-Hunde brauchen etwas mehr Energie, ein eher gemütlicher Haushund entsprechend weniger. Die Tagesration auf zwei Mahlzeiten aufteilen und nach Körperzustand statt nach Augenmass anpassen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Gemäss Herstellerangabe, aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 1,5 bis 2 Tassen | 2 bis 3 |
| Erwachsen (ab 1 Jahr) | Etwa 1,5 bis 2,5 Tassen | 2 |
| Senior / weniger aktiv | Reduziert, um das schlanke Gewicht zu halten | 2 |
Leckerlis sollten höchstens rund 10 Prozent der Tagesenergie ausmachen, damit der Hund schlank bleibt. Bei vollwertiger Fütterung braucht der Whippet in der Regel keine Ergänzungsmittel. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein, besonders rund um intensiven Auslauf. Da tiefbrüstige Rassen zu einer Magendrehung neigen können, sollten grosse Mahlzeiten kurz vor oder nach anstrengender Bewegung vermieden werden; dem Hund nach dem Fressen etwas Ruhe geben.
Whippets sind meist gesund und werden 12 bis 15 Jahre alt; zu den bekannten Anliegen zählen Herzprobleme und Empfindlichkeit auf Narkose.
Der Whippet gehört zu den robusteren Rassehunden und wird typischerweise 12 bis 15 Jahre alt. Erbliche Probleme sind seltener als bei vielen ähnlich grossen Rassen, doch einige Punkte verdienen Beachtung. Der schlanke Körperbau und das kurze Fell machen die Rasse zudem kälteempfindlich und anfälliger für Prellungen und Schnittwunden als schwerere Hunde.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Herzerkrankungen (auch Herzgeräusche) | Verminderte Ausdauer, Husten, Ohnmacht | Regelmässige tierärztliche Herzkontrollen |
| Narkoseempfindlichkeit | Langsame Erholung nach Sedierung | Geringer Körperfettanteil beeinflusst den Wirkstoffabbau; die Rasse der Tierärztin oder dem Tierarzt vorab nennen |
| Augenerkrankungen | Trübung, veränderte Sehkraft | Regelmässige Augenuntersuchungen erkennen erste Anzeichen |
| Hautschnitte und -risse | Wunden nach wildem Spiel | DĂĽnne Haut verletzt sich leicht; nach dem Laufen kontrollieren |
| Kälteempfindlichkeit | Zittern, Suche nach Wärme | Im Winter Hundemantel und warmes Lager anbieten |
Whippets sind klug und kooperativ, aber feinfühlig; kurze, sanfte, belohnungsbasierte Einheiten wirken am besten, der Rückruf bleibt die grösste Hürde.
Whippets sind intelligent und arbeiten gerne mit, verlieren bei eintönigen Übungen aber schnell die Lust. Sie lernen zügig, wenn Einheiten kurz, positiv und abwechslungsreich bleiben. Harte Korrekturen schaden der Bindung und blockieren den Hund eher, als dass sie das Verhalten verbessern. Am schwierigsten ist der Rückruf zu trainieren, weil der Jagdtrieb gelernte Kommandos im vollen Sprint übertönen kann. Viele Halterinnen und Halter führen ihren Whippet deshalb in unumzäuntem Gelände grundsätzlich an der Leine, so zuverlässig der Rückruf zuhause auch wirkt.
Die Whippet-Zucht folgt der üblichen Hundefortpflanzung: Würfe von etwa vier bis acht Welpen nach rund 63 Tagen Trächtigkeit.
Whippets werden im für mittelgrosse Hunde üblichen Zeitraum geschlechtsreif; Hündinnen kommen meist zwischen sechs und zwölf Monaten das erste Mal in die Läufigkeit. Verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter warten mit der Verpaarung, bis der Hund körperlich und geistig ausgereift ist, üblicherweise mit etwa zwei Jahren, und lassen beide Elterntiere vorab auf Herz- und Augenerkrankungen untersuchen. Die Trächtigkeit dauert ab der Befruchtung rund 63 Tage. Ein Wurf umfasst im Schnitt vier bis acht Welpen, kleinere und grössere Würfe kommen ebenfalls vor.
Die Welpen kommen hilflos und mit geschlossenen Augen zur Welt und sind in den ersten Wochen vollständig auf die Mutter angewiesen. Das Absetzen beginnt mit etwa drei bis vier Wochen, und eine strukturierte Sozialisierung in dieser frühen Phase prägt das ruhige, selbstsichere Wesen, für das die Rasse bekannt ist. Weil der Whippet schlank und feinknochig ist, sollten Geburt und Welpenaufzucht in einem warmen, zugfreien Raum stattfinden. Zuchtentscheidungen gehören in die Hände erfahrener Züchterinnen und Züchter, die tierärztliche Betreuung und eine verantwortungsvolle, dauerhafte Vermittlung der Welpen sicherstellen können. Wer in der Schweiz mit einem Whippet züchten möchte, meldet den Wurf üblicherweise bei der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) an.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Erste Läufigkeit der Hündin | 6 bis 12 Monate |
| Empfohlenes Zuchtalter | Etwa 2 Jahre |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | 4 bis 8 Welpen |
| Absetzalter | 3 bis 4 Wochen |
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Antworten auf häufige Fragen zu Grösse, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung und Anschaffung des Whippet.
Der Whippet ist eine mittelgrosse Rasse. Die meisten ausgewachsenen Tiere messen 18 bis 22 Zoll Schulterhöhe und wiegen etwa 25 bis 40 Pfund, Rüden sind dabei etwas grösser als Hündinnen.
Ja. Sie sind zuneigungsvoll, sanft und drinnen ausgeglichen, geduldig mit Kindern und freundlich zu anderen Hunden. Sehr kleine Kinder sollten trotzdem beaufsichtigt werden, weil der schlanke Hund bei grobem Umgang leicht verletzt werden kann.
Das Fell macht wenig Arbeit, und die Rasse ist zuhause ruhig, was den Alltag einfach macht. Wichtig ist vor allem regelmässiger Sprintauslauf und Schutz vor Kälte, da der Whippet schnell friert.
Whippets werden in der Regel 12 bis 15 Jahre alt und zählen zu den gesünderen Rassehunden ihrer Grösse.
Ja. Whippets sind ruhig und bellen selten, weshalb sie sich gut für die Wohnung eignen, solange sie täglich Gassi gehen und Zugang zu einer sicheren Fläche zum Vollgas-Sprint haben.
Er braucht kurze, intensive Sprints statt langer Ausdauerläufe. Ein paar tägliche Spaziergänge plus die Möglichkeit zum Sprint in einem sicheren Gelände genügen meist, danach ruht sich der Hund gerne aus.
Hier ist Vorsicht angebracht. Der ausgeprägte Jagdtrieb der Rasse kann durch kleine, schnell bewegte Tiere ausgelöst werden. Sorgfältige Eingewöhnung hilft, doch ein sicher eingezäuntes Gelände und Leinenführung bleiben wichtig.