
Jack Russell Terrier
Der Russell Terrier ist ein kompakter, temperamentvoller Arbeitsterrier voller Energie und Intelligenz, gezüchtet für das Verfolgen von Beute unter die Erde.
- Size
- Klein
- Lifespan
- 12–14 years
- Origin
- England
- Temperament
- Temperamentvoll
- Standard colors
- Schwarz, Weiss, Braun und Lohfarben
Characteristics
Coat and grooming
How the Jack Russell Terrier coat is built, and what that means when you groom it.
- Fellschichten
- Doppeltes Fell
- Fellstruktur
- Glatt
- Fellänge
- Kurz
- Haarwechsel
- Mässiger Haarverlust
Grooming guidance
Kritisch: A Jack Russell Terrier should not be shaved.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Jack Russell Terrier colors and patterns
What each club's breed standard says about every Jack Russell Terrier color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Jack Russell Terrier in Schwarz, Weiss, Braun und Lohfarben. Standard patterns: Einfarbig, Zweifarbig, Dreifarbig und Stichelschimmel.
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“black and/or tan markings”) | Standardgemäss (“black and/or tan markings”) | Standardgemäss (“black, tan, or brown markings”) | Standardgemäss (“black and/or tan markings”) | Standardgemäss (“black and/or tan markings”) |
| Weiss | Standardgemäss (“White must predominate”) | Standardgemäss (“White”) | Standardgemäss (“Solid white or predominantly white”) | Standardgemäss (“White must predominate”) | Standardgemäss (“White MUST predominate”) |
| Braun | Nicht anerkannt | Standardgemäss (“Brown Markings”) | Standardgemäss (“black, tan, or brown markings”) | Nicht anerkannt | Nicht anerkannt |
| Lohfarben | Standardgemäss (“from the lightest tan to the richest tan (chestnut)”) | Standardgemäss (“Tan can vary from lemon to mahogany”) | Standardgemäss (“black, tan, or brown markings”) | Standardgemäss (“from light tan to rich chestnut tan”) | Standardgemäss (“from the lightest tan to the richest tan (chestnut)”) |
| Albino | Nicht anerkannt | Disqualifizierend | Disqualifizierend (“albinism”) | Nicht anerkannt | Nicht anerkannt |
| Patterns | |||||
| Einfarbig | No ruling | No ruling | Standardgemäss (“Solid white”) | Nicht anerkannt | No ruling |
| Zweifarbig | Standardgemäss (“White must predominate with black and/or tan markings”) | Standardgemäss (“White is predominate with black and/or tan markings”) | Standardgemäss (“predominantly white with any combination of black, tan, or brown markings”) | Standardgemäss (“White must predominate with black and/or tan markings”) | Standardgemäss (“White MUST predominate with black and/or tan markings”) |
| Dreifarbig | Standardgemäss (“black and/or tan markings”) | Standardgemäss (“Tri Color Markings”) | Standardgemäss (“any combination of black, tan, or brown markings”) | Standardgemäss (“black and/or tan markings”) | Standardgemäss (“black and/or tan markings”) |
| Stichelschimmel | No ruling | Standardgemäss (“Ticking is acceptable”) | Standardgemäss (“Any white area may be ticked providing that white predominates”) | Nicht anerkannt | No ruling |
| Gestromt | No ruling | Disqualifizierend (“brindle coloring”) | Disqualifizierend | Nicht anerkannt | No ruling |
| Dunkel gestromt | No ruling | Disqualifizierend (“brindle coloring”) | Disqualifizierend | Nicht anerkannt | No ruling |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Dunkelbraun | Standardgemäss (“Small dark”) | Standardgemäss (“Dark”) | Standardgemäss (“dark in color”) | Standardgemäss (“fairly small and dark”) | Standardgemäss (“Small, dark”) |
| Hellbraun | No ruling | No ruling | Fehler (“Light eyes”) | No ruling | No ruling |
| Blau | No ruling | Disqualifizierend (“Blue eye or eyes”) | Disqualifizierend (“Blue eye”) | No ruling | No ruling |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“Black”) | Standardgemäss (“Black and fully pigmented”) | Standardgemäss (“The nose is black and fully pigmented”) | Standardgemäss (“Nose and lips black”) | Standardgemäss (“The nose should be black”) |
| Leberbraun | No ruling | Disqualifizierend (“Nose any color other than black”) | Disqualifizierend (“Brown or liver nose”) | No ruling | No ruling |
| Rosa | No ruling | Disqualifizierend (“not fully pigmented”) | Disqualifizierend (“Absence of pigment in nose”) | No ruling | No ruling |
What the rulings mean
- Standardgemäss
- Described by the club's breed standard.
- Fehler
- Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
- Nicht anerkannt
- The club does not accept this color or pattern for the breed.
Color changes
How a Jack Russell Terrier's colors can change over its life.
Schwarzchanges toRostrot
Fell · Mit dem Körperzustand · can change back
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Weisschanges toStichelschimmel
Fell · Mit dem Alter · from 2 weeks
Schwarzchanges toSchneenase
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Schwarzchanges toRosa
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Meet some of our Jack Russell Terrier
A few of the Jack Russell Terrier profiles members have added to United Pet Club.
Über den Russell Terrier
Der Russell Terrier ist ein kleiner, lebhafter Arbeitsterrier aus England, ursprünglich für die Fuchsjagd unter der Erde gezüchtet. Er wird rund 25 bis 30 cm gross und 12 bis 14 Jahre alt.
Der Russell Terrier ist klein gebaut, aber randvoll mit Arbeitswillen. Die Rasse entstand in England als Jagdterrier, der dem Fuchs unter die Erde folgen und die Beute stellen oder aus dem Bau treiben sollte. Diese Aufgabe prägte fast alles an der Rasse: die Grösse, die Beinlänge, den beweglichen Brustkorb und den mutigen, entschlossenen Charakter.
Erwachsene Tiere wiegen meist 4 bis 7 kg und messen an der Schulter etwa 25 bis 30 cm. Damit ist der Russell Terrier etwas kleiner und gedrungener als die verwandten Typen Jack Russell und Parson Russell. Das Fell ist überwiegend weiss: Dieses Merkmal wählten die ersten Züchter bewusst, damit sich der Hund im Feld deutlich von der Beute abhob.
Die Rasse ist für ihre Energie und ihren wachen Verstand bekannt. Ein Russell Terrier will beschäftigt sein. Mit genügend Bewegung und Training ist er ein fröhlicher, anhänglicher Begleiter. Fehlt die Auslastung, gräbt er, bellt er und sucht sich seine eigene Beschäftigung.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Herkunft | England |
| Grösse | Klein (rund 25 bis 30 cm, 4 bis 7 kg) |
| Lebenserwartung | 12 bis 14 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Terrier, ursprünglich für die Fuchs- und Schädlingsjagd unter der Erde gezüchtet |
| Geeignet für | Aktive Halter und ältere Kinder; bei sehr kleinen Haustieren ist Aufsicht nötig |
Wer zur Rasse passt
Diese Rasse passt zu einem aktiven Haushalt, der täglich Bewegung und geistige Beschäftigung bieten kann. Halter, die gerne trainieren, Hundesport betreiben oder lange Spaziergänge machen, kommen mit dem Russell Terrier gut zurecht. Für einen ruhigen Haushalt oder für alle, die einen stillen Schosshund suchen, eignet er sich schlecht. Der ausgeprägte Jagdtrieb bedeutet: In Haushalten mit Kaninchen, Nagetieren oder Vögeln braucht es besondere Vorsicht. Familien mit viel Zeit, die diese Energie sinnvoll lenken, holen am meisten aus dem Hund heraus.
Geschichte und Herkunft
Der Russell Terrier geht auf die Arbeitsterrier des Pfarrers John Russell im England des 19. Jahrhunderts zurück und wurde später zu einem kleinen, weissen Bautyp verfeinert, der heute als eigenständige Rasse gilt.
Die Wurzeln der Rasse liegen bei Pfarrer John Russell, einem Geistlichen und begeisterten Jäger in der englischen Grafschaft Devon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Russell suchte einen Terrier, der mit der Hundemeute mitlaufen und danach unter die Erde gehen konnte, um den Fuchs aus dem Bau zu treiben. Er züchtete auf Arbeitsleistung statt auf Ausstellungsformat und wählte Hunde mit überwiegend weissem Fell, schmalem, beweglichem Brustkorb und dem Mut, sich der Beute unter der Erde zu stellen.
Die von Russell gezüchteten Hunde wurden allgemein als Jack-Russell-Terrier bekannt, wobei der Typ nie einheitlich war. Je nach Gelände und Jagdwild unterschieden sich die Arbeitsterrier in Beinlänge, Fell und Grösse. In den folgenden Jahrzehnten verbreiteten sich diese Terrier in Jägerkreisen in Grossbritannien und im Ausland, zunächst als Arbeitshunde, erst danach als Haustiere.
Im 20. Jahrhundert begannen Züchter und Kennel-Clubs, den unterschiedlichen Bestand in eigenständige Typen zu trennen. Aus dem grösseren, quadratischeren Hund wurde der Parson Russell Terrier, während ein kleinerer, gedrungenerer Terrier separat als Russell Terrier anerkannt wurde. Der Russell Terrier wurde auf einen kompakteren Körperbau selektiert, mit einer Schulterhöhe von rund 25 bis 30 cm.
Die grossen Zuchtverbände anerkannten den Russell Terrier in den frühen 2000er-Jahren als eigenständige Rasse und legten damit den Standard für den kleineren Arbeitstyp fest. In der Schweiz können Hundehalterinnen und Hundehalter ihre Tiere bei der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) eintragen lassen, die sich am internationalen Rassestandard orientiert. Die Rasse trägt bis heute viel vom Arbeitseifer und von der Robustheit der ursprünglichen Jagdhunde in sich.
Erscheinungsbild und Rassestandard
Der Russell Terrier ist ein kleiner, kräftiger, rechteckiger Terrier von rund 25 bis 30 cm Schulterhöhe, mit überwiegend weissem Fell, tan- oder schwarzen Abzeichen und einem wachen, selbstbewussten Ausdruck.
Der Russell Terrier hat einen kleinen, aber soliden Körperbau, der etwas länger als hoch ist und dadurch eine rechteckige Silhouette ergibt. Der Brustkorb ist schmal und lässt sich mit beiden Händen umspannen, ein Erbe der Arbeitshunde, die in Fuchsbaue passen mussten. Die Läufe sind gerade, und der Hund bewegt sich mit einem lockeren, raumgreifenden Gang. Der Ausdruck ist wach, und die Ohren fallen in Knopf- oder V-Form nach vorne.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Höhe | Rund 25 bis 30 cm Schulterhöhe |
| Gewicht | Rund 4 bis 7 kg |
| Fell | Glatt, rau-glatt (broken) oder rau; dicht und wetterfest |
| Farben | Überwiegend weiss mit tan-, schwarzen oder dreifarbigen Abzeichen |
| Augen | Dunkel, mandelförmig, mit wachem Ausdruck |
Fell und Farben
Die Rasse gibt es in drei Felltypen: glatt, rau-glatt (broken) und rau. Alle drei sind dicht und so gebaut, dass sie Witterung abweisen und im Feld nicht schnell beschädigt werden. Das Fell ist bewusst überwiegend weiss gezüchtet: So konnten Jäger den Hund bei schwachem Licht unter der Erde vom Fuchs unterscheiden. Abzeichen sind meist tan, schwarz oder eine Kombination aus beidem als dreifarbige Zeichnung, am häufigsten am Kopf und am Rutenansatz. Das glatte Fell ist kurz und anliegend, das rau-glatte Fell trägt etwas längeres Haar an Gesicht und Körper, und das raue Fell ist am längsten und drahtigsten. Keiner der Felltypen sollte wollig oder gelockt sein.
Wesen und Charakter
Der Russell Terrier ist temperamentvoll, klug und mutig, ein anhänglicher Begleiter mit enger Bindung zur Familie, der aber einen starken Jagdtrieb hat und konsequente Führung braucht.
Der Russell Terrier ist selbstbewusst und voller Tatendrang. Er ist freundlich und seiner Familie treu ergeben und begrüsst Menschen meist begeistert statt scheu. Die Rasse ist aufmerksam und schlägt bei Besuch an. Trotz ihrer geringen Grösse eignet sie sich deshalb gut als Wachhund.
Mit Kindern spielt der Hund gerne und zeigt sich tolerant, wenn beide zusammen aufwachsen. Seine Energie und seine schnellen Reaktionen passen aber besser zu älteren Kindern als zu Kleinkindern. Fremden gegenüber ist er nach der ersten Vorstellung meist offen. Die grösste Vorsicht gilt anderen Tieren: Ein starker Jagdtrieb führt oft dazu, dass die Rasse Katzen, Kaninchen und Nagetiere jagt, und einzelne Hunde zeigen sich auch fremden Artgenossen gegenüber angriffslustig. Frühe Sozialisierung hilft hier deutlich.
Dieser Hund denkt eigenständig, denn er wurde für die Alleinarbeit unter der Erde gezüchtet. Das kann ihn starrköpfig machen. Von Natur aus ist er nicht aggressiv, aber mutig und hartnäckig. Halter, die klare Regeln setzen und den Hund beschäftigt halten, erleben einen zufriedenen, gut führbaren Begleiter. Wird der Hund sich selbst überlassen, gräbt er, bellt er und versucht auszubrechen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 4 |
| Energie | 5 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Bellfreudigkeit | 4 |
| Fellwechsel | 3 |
Pflege und täglicher Bedarf
Der Russell Terrier braucht täglich kräftige Bewegung, eine an den Felltyp angepasste Fellpflege und ein sicheres Zuhause, das seine Energie und seinen Grabtrieb sinnvoll lenkt.
Fellpflege
- Glattes Fell wöchentlich bürsten; rau-glattes und raues Fell zwei- bis dreimal pro Woche bürsten.
- Rau-glattes und raues Fell einige Male im Jahr von Hand trimmen, um die Textur zu erhalten, oder scheren, wenn der Hund reiner Familienhund ist.
- Nur baden, wenn nötig, da das wetterfeste Fell Schmutz gut abgibt.
- Krallen alle paar Wochen kürzen und Ohren auf Ohrenschmalz oder Verschmutzung kontrollieren.
- Zähne mehrmals pro Woche putzen, um Zahnproblemen vorzubeugen.
Bewegung
- Täglich mindestens 45 bis 60 Minuten aktive Bewegung einplanen.
- Spaziergänge mit freiem Auslauf auf gesichertem Gelände, Apportierspiele sowie Such- und Jagdspiele kombinieren.
- Training und Denkspiele einbauen, damit nicht nur der Körper, sondern auch der Kopf müde wird.
- Hundesportarten wie Agility, Flyball oder Erdhundeprüfungen (Earthdog) in Betracht ziehen, die der Rasse gut liegen.
Umgebung
Die Rasse kommt sowohl in der Wohnung als auch im Haus zurecht, solange sie genug Bewegung erhält, doch ein sicher eingezäunter Garten ist ein echter Vorteil. Der Zaun sollte unten fest im Boden verankert sein, da der Hund gräbt und sich durch kleine Lücken zwängen kann. Ein gelangweilter Russell Terrier sucht sich seine eigene Beschäftigung. Ein Zuhause mit Struktur, Gesellschaft und Aktivität hält den Hund deshalb zufrieden.
In mehreren Schweizer Kantonen müssen neue Hundehalterinnen und Hundehalter zudem einen obligatorischen Kurs besuchen, bevor oder kurz nachdem sie einen Hund übernehmen. Die genauen Vorgaben regelt jeder Kanton selbst.
Ernährung und Fütterung
Der Russell Terrier kommt mit einem vollwertigen, auf seine geringe Grösse und hohe Aktivität abgestimmten Futter gut zurecht, das in abgemessenen Portionen den athletischen Körperbau schlank hält.
Füttern Sie ein vollwertiges, ausgewogenes Hundefutter, das auf Lebensphase und Aktivitätsgrad des Hundes abgestimmt ist. Da die Rasse klein, aber sehr aktiv ist, muss das Futter genügend Energie liefern, ohne den Hund zu überfüttern. Portionen sollten abgemessen und nicht frei zur Verfügung gestellt werden, denn die Rasse setzt bei weniger Bewegung schnell Gewicht an. Passen Sie die Menge an den Ernährungszustand an: Die Rippen sollten sich leicht ertasten lassen, und von oben sollte eine Taille sichtbar sein.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Rund 60 bis 120 g, nach Angaben des Welpenfutters | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Rund 60 bis 120 g | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Rund 60 bis 90 g | 2 |
| Senior | Erwachsenenmenge, an geringere Aktivität angepasst | 2 |
Leckerli und Nahrungsergänzung
Leckerli sollten höchstens rund 10 Prozent der Tageskalorien ausmachen, damit sie die Ernährung nicht aus dem Gleichgewicht bringen oder zu Übergewicht führen. Kleine, kalorienarme Leckerli eignen sich gut als Trainingsbelohnung. Das ist bei einer Rasse wichtig, die so oft trainiert wird. Die meisten Russell Terrier mit vollwertigem Futter brauchen keine zusätzlichen Nahrungsergänzungsmittel. Sprechen Sie vor der Gabe von Gelenk-, Haut- oder anderen Präparaten mit der Tierärztin oder dem Tierarzt, da Zusätze bei einem gesunden Hund selten nötig sind.
Gesundheit und häufige Erkrankungen
Der Russell Terrier ist grundsätzlich robust und wird 12 bis 14 Jahre alt, neigt aber zu einigen vererbten Augen-, Gelenk- und Ohrenerkrankungen, die Zuchtuntersuchungen und regelmässige Kontrollen gut in den Griff bekommen.
Der Russell Terrier ist eine robuste, langlebige Rasse: Die meisten Hunde werden 12 bis 14 Jahre alt, und viele erreichen bei guter Pflege ein noch höheres Alter. Der kleine Genpool und die Arbeitsherkunft führen dazu, dass einige vererbte Erkrankungen häufiger vorkommen als in der Hundepopulation insgesamt. Wer bei Züchterinnen und Züchtern kauft, die ihre Zuchttiere untersuchen lassen, senkt das Risiko für mehrere dieser Erkrankungen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Patellaluxation | Hüpfender Gang, gelegentliches Hinken der Hinterbeine | Häufig bei kleinen Rassen; reicht von leicht bis operationsbedürftig |
| Primäre Linsenluxation | Trübes oder schmerzendes Auge, Sehveränderung | Erblich; für Zuchttiere ist ein DNA-Test verfügbar |
| Legg-Calvé-Perthes-Krankheit | Hinken der Hintergliedmassen, Muskelabbau bei jungen Hunden | Betrifft die Hüfte; oft operativ behandelt |
| Taubheit | Keine Reaktion auf Geräusche, oft schon von Geburt an | Steht mit weissem Fell in Zusammenhang; per BAER-Test prüfbar |
| Zahnerkrankungen | Mundgeruch, Zahnstein, gerötetes Zahnfleisch | Durch regelmässiges Zähneputzen und Reinigung gut in den Griff zu bekommen |
Vorsorge
- Impfungen und Parasitenschutz stets aktuell halten.
- Mindestens einmal jährlich zur tierärztlichen Kontrolle, bei älteren Hunden öfter.
- Regelmässig Zähne putzen und professionelle Zahnreinigungen wie empfohlen durchführen lassen.
- Den Hund schlank halten, um die Gelenke zu schonen.
- Bei Züchterinnen und Züchtern nach Ergebnissen der Augen-, Gehör- (BAER) und Patella-Untersuchung fragen.
Erziehung
Der Russell Terrier ist klug und lernt schnell, aber eigenständig und schnell gelangweilt; am besten wirkt eine kurze, konsequente, belohnungsbasierte Erziehung, die früh beginnt.
Diese Rasse lernt schnell und mag geistige Herausforderungen, was ihr im Gehorsam und im Hundesport zugutekommt. Der Haken ist ihre Eigenständigkeit: Weil sie für die Alleinarbeit unter der Erde gezüchtet wurde, verfolgt sie gern ihre eigene Agenda und blendet monotone Übungen aus. Kurze, abwechslungsreiche und lohnende Einheiten halten ihre Aufmerksamkeit. Harte Methoden bewirken das Gegenteil und machen den Hund starrköpfig oder ausweichend. Frühe Sozialisierung mit Menschen, Hunden und Alltagssituationen ist wegen des starken Jagdtriebs und der Wachhundeigenschaften der Rasse wichtig. Ein zuverlässiger Rückruf braucht echte Übung, denn ein Hund im Jagdmodus ignoriert Kommandos oft.
Grundlagen
- Sozialisierung und sanften Umgang schon im Welpenalter beginnen.
- Zuerst Namensreaktion und Aufmerksamkeit trainieren.
- Grundkommandos aufbauen: Sitz, Platz, Bleib und Komm.
- Den Rückruf stufenweise üben, von einem ruhigen Zimmer bis zu zunehmend ablenkungsreichen Umgebungen im Freien.
- Impulskontrolle-Spiele einbauen, um den Jagdtrieb zu steuern.
- Trainingseinheiten auf 5 bis 10 Minuten begrenzen und mit einem Erfolg beenden.
Zucht
Russell Terrier werden mit etwa einem bis zwei Jahren zuchtreif und bringen meist kleine Würfe zur Welt; verantwortungsvolle Zucht setzt Gesundheitsuntersuchungen beider Elterntiere voraus.
Russell Terrier werden im ersten Lebensjahr geschlechtsreif, doch verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter warten, bis ein Hund körperlich und geistig ausgereift ist, meist mit rund 18 bis 24 Monaten, und die Gesundheitsuntersuchungen bestanden hat. Hündinnen werden etwa zweimal im Jahr läufig. Die Tragzeit dauert ab der Befruchtung rund 63 Tage, wie bei Hunden allgemein üblich.
Die Würfe sind klein, meist 3 bis 6 Welpen, was der Grösse der Rasse entspricht. Das Werfen verläuft meist unkompliziert, doch die Züchterin oder der Züchter sollte bereit sein zu helfen und bei stockender Geburt eine Tierärztin oder einen Tierarzt beizuziehen. Neugeborene Welpen sind bei der Geburt blind und taub und in den ersten Wochen vollständig von der Mutter abhängig.
Eine gute Aufzucht bedeutet, die Welpen in den ersten Wochen bei Mutter und Wurfgeschwistern zu lassen und die Sozialisierung erst zu beginnen, sobald sie mobil und wach sind. Da Taubheit und einzelne Augenerkrankungen bei der Rasse vererbt werden, sollten Züchterinnen und Züchter die Elterntiere und, wo relevant, auch die Welpen vor der Abgabe testen lassen. Welpen ziehen meist mit rund 8 bis 10 Wochen in ihr neues Zuhause.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Rund 6 bis 12 Monate |
| Empfohlenes Zuchtalter | Rund 18 bis 24 Monate |
| Tragzeit | Rund 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | 3 bis 6 Welpen |
| Absetzalter | Rund 4 bis 6 Wochen |
| Alter bei Abgabe | Rund 8 bis 10 Wochen |
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Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Russell Terrier betreffen seine Grösse, sein Wesen, seinen Bewegungsbedarf, seine Lebenserwartung, seine Eignung für Familien und die Unterschiede zu den verwandten Jack-Russell-Typen.
Wie gross wird ein Russell Terrier?
Er ist eine kleine Rasse mit rund 25 bis 30 cm Schulterhöhe und einem Gewicht von etwa 4 bis 7 kg. Der Körper ist etwas länger als hoch.
Wie ist das Wesen des Russell Terriers?
Temperamentvoll, klug und mutig. Er ist anhänglich zu seiner Familie und aufmerksam genug, um als Wachhund zu taugen, hat aber einen starken Jagdtrieb und eine eigenständige Ader, die geführt werden müssen.
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Wie unterscheidet sich der Russell Terrier vom Jack Russell oder Parson Russell?
Sie teilen denselben Arbeitsursprung bei Pfarrer John Russell. Der Russell Terrier ist mit rund 25 bis 30 cm der kleinere, kompaktere Typ, während der Parson Russell grösser und quadratischer gebaut ist. Der Name Jack Russell wird breit für den ursprünglichen, uneinheitlichen Arbeitsbestand verwendet.
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