United Pet Club
Rafeiro do Alentejo — a Riesig, Ruhig Hund breed originating in Portugal

Rafeiro do Alentejo

Der Rafeiro do Alentejo ist ein ruhiger, kraftvoller portugiesischer Wächter, seiner Familie ergeben und ein wachsamer Beschützer von Heim und Herde.

Size
Riesig
Lifespan
12–14 years
Origin
Portugal
Temperament
Ruhig
Standard colors
Schwarz, Weiss und Grau and 2 more
Key Traits
RuhigBeschützendLoyalTerritorialZurückhaltend gegenüber Fremden

Characteristics

Energy Level4
Trainability4
Good With Kids3
Good With Pets4
Grooming Needs2

Coat and grooming

How the Rafeiro do Alentejo coat is built, and what that means when you groom it.

Fellschichten
Doppeltes Fell
Fellstruktur
Glatt
Fellänge
Mittellang
Haarwechsel
Saisonaler Fellwechsel

Grooming guidance

  • Kritisch: A Rafeiro do Alentejo should not be shaved.

    Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.

  • Hinweis: A Rafeiro do Alentejo drops its undercoat in heavy bursts.

    Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschliessendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.

Rafeiro do Alentejo colors and patterns

What each club's breed standard says about every Rafeiro do Alentejo color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Rafeiro do Alentejo in Schwarz, Weiss, Grau, Gelb und Rehfarben. Standard patterns: Zweifarbig, Gestromt, Agouti und Dunkel gestromt.

Fell: rulings by club
Color or patternFCIAKC
SchwarzStandardgemäss (“Black”)Standardgemäss (“Black”)
WeissStandardgemäss (“white with patches of these colours”)Standardgemäss (“white with patches of these colours”)
GrauStandardgemäss (“wolf grey”)Standardgemäss (“Wolfgray”)
GelbStandardgemäss (“yellow”)Standardgemäss (“Yellow”)
RehfarbenStandardgemäss (“fawn”)Standardgemäss (“Fawn”)
Patterns
ZweifarbigStandardgemäss (“white with patches of these colours”)Standardgemäss (“Spotted On White”)
GestromtStandardgemäss (“with or without brindling”)Standardgemäss (“Brindle”)
AgoutiStandardgemäss (“wolf grey”)Standardgemäss (“Wolfgray”)
Dunkel gestromtStandardgemäss (“with or without brindling”)Standardgemäss (“Brindle”)
Augen: rulings by club
Color or patternFCIAKC
BraunStandardgemäss (“brown (preferably dark)”)Standardgemäss (“brown (preferably dark)”)
DunkelbraunStandardgemäss (“brown (preferably dark)”)Standardgemäss (“brown (preferably dark)”)
HellbraunFehler (“Eyes: Light coloured”)Fehler (“Eyes: Light coloured”)
Patterns
Verschiedenfarbige AugenDisqualifizierend (“Eyes: Too light, of different sizes and colour”)Disqualifizierend (“Eyes: Too light, of different sizes and colour”)
Nase: rulings by club
Color or patternFCIAKC
SchwarzStandardgemäss (“black coloured”)Standardgemäss (“black coloured”)
RosaDisqualifizierend (“Total lack of pigmentation (albinism) of the mouth, lips and nose”)Disqualifizierend (“Total lack of pigmentation (albinism) of the mouth, lips and nose”)
Patterns
SchmetterlingsnaseFehler (“Partial external lack of pigmentation of the mouth, eyelids, lips and nose”)Fehler (“Partial external lack of pigmentation of the mouth, eyelids, lips and nose”)

What the rulings mean

Standardgemäss
Described by the club's breed standard.
Fehler
Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.
Disqualifizierend
The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.

Color changes

How a Rafeiro do Alentejo's colors can change over its life.

  • Schwarzchanges toRostrot

    Fell · Mit dem Körperzustand · can change back

  • Schwarzchanges toGrau

    Fell · Fortschreitend

  • Schwarzchanges toBraun

    Fell · In der Sonne · can change back

  • Weisschanges toStichelschimmel

    Fell · Mit dem Alter · from 2 weeks

  • Schwarzchanges toSchneenase

    Nase · Mit der Jahreszeit · can change back

  • Schwarzchanges toRosa

    Nase · Mit der Jahreszeit · can change back

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Über den Rafeiro do Alentejo

Der Rafeiro do Alentejo ist ein riesiger Herdenschutzhund aus Portugal: gelassen bei der eigenen Familie, aber wachsam und territorial gegenüber Fremden.

Der Rafeiro do Alentejo ist ein riesiger Arbeitshund aus dem Alentejo, einer weiten Ebene im Süden Portugals. Seit Jahrhunderten schützt er dort Schaf- und Ziegenherden vor Wölfen und anderen Raubtieren, und auf ländlichen Betrieben übernimmt er diese Aufgabe bis heute. Gebaut ist er für Ausdauer und Präsenz, nicht für Tempo: ein schwerer Körperbau, ein breiter Kopf und eine ruhige, aufmerksame Haltung prägen sein Bild.

In der eigenen Familie zeigt sich der Rafeiro gelassen und anhänglich. Er bindet sich eng an seine Menschen und verteidigt Haus und Gebiet mit Nachdruck. Fremden gegenüber bleibt er reserviert und braucht Zeit, um Vertrauen zu fassen; diese Zurückhaltung stammt unmittelbar aus seiner Rolle als Wächter. Wer dazugehört und wer nicht, entscheidet dieser Hund im Zweifel selbst.

Wegen seiner Grösse, seiner Eigenständigkeit und seines ausgeprägten Schutztriebs passt der Rafeiro do Alentejo zu erfahrenen Halterinnen und Haltern mit sicher eingezäuntem Gelände, nicht zu Ersthundehaltern oder einer kleinen Stadtwohnung. Frühe Sozialisierung und eine klare, gleichbleibende Tagesstruktur helfen dabei, seinen Wachtrieb in verlässliches Verhalten zu lenken.

Rafeiro do Alentejo auf einen Blick
MerkmalDetail
HerkunftPortugal (Region Alentejo)
GrösseRiesenwuchs
Lebenserwartung12 bis 14 Jahre
Gruppe/RolleHerdenschutzhund / Arbeitshund
VerträglichkeitEng mit der eigenen Familie; mit Kindern unter Aufsicht; reserviert gegenüber Fremden

Für wen er sich eignet

Der Rafeiro do Alentejo passt zu einem Zuhause mit Land, einer sicheren Umzäunung und einer Halterin oder einem Halter, die oder der sich mit Herdenschutzhunden auskennt. Mässige tägliche Bewegung genügt ihm, sofern er dafür eine Aufgabe hat, sei es eine Herde, ein Hof oder ein Familiengrundstück. Für Menschen, die einen Hund suchen, der jeden Besuch freudig begrüsst, taugt er ebenso wenig wie für Haushalte ohne den Platz und die Zeit, die ein riesiger Wächter braucht.

Geschichte und Herkunft

Der Rafeiro do Alentejo entstand in Südportugal als Herdenschutzhund und schützte Schafe und Ziegen vor Raubtieren in den Ebenen des Alentejo.

Der Name Rafeiro do Alentejo verweist auf den Alentejo, eine ausgedehnte Region aus Ebenen und Weideland im Süden Portugals. Das portugiesische Wort rafeiro bezeichnet einen Mischling oder Wachhund und spiegelt die lange Geschichte der Rasse als Arbeitstier statt Ausstellungshund. Die genaue frühe Abstammung ist nicht dokumentiert, doch der Hund gehört zur weiten Familie grosser Herdenschutzhunde, wie sie auf der Iberischen Halbinsel und im Mittelmeerraum verbreitet sind.

Über Generationen arbeitete die Rasse an der Seite wandernder Hirten, die ihre Herden zwischen Sommer- und Winterweiden führten. Die Hunde schützten Schafe und Ziegen vor Wölfen und streunenden Hunden, oft zu zweit oder in kleinen Gruppen, und trafen ihre Entscheidungen selbständig, ohne ständige Anweisung durch den Hirten. Diese Eigenständigkeit kennzeichnet die Rasse bis heute.

Als die Wolfsbestände zurückgingen und sich die Landwirtschaft im Lauf des 20. Jahrhunderts wandelte, sank die Nachfrage nach Herdenschutzhunden, und die Bestände nahmen ab. Portugal erkannte die Rasse offiziell an und legte einen Rassestandard fest, um Typ und Arbeitswesen zu bewahren. Später folgte auch die Anerkennung durch die Fédération Cynologique Internationale.

Heute dient der Rafeiro do Alentejo im ländlichen Portugal noch immer als Herden- und Hofwächter, andernorts, auch in der Schweiz, in kleinerer Zahl als Familienwächter. Ausserhalb seiner Heimat bleibt er selten, und wer sich hierzulande für die Rasse interessiert, muss meist gezielt und über Landesgrenzen hinweg nach einer Züchterin oder einem Züchter suchen.

Erscheinungsbild und Rassestandard

Der Rafeiro do Alentejo ist ein grosser, kräftig gebauter Wächter mit breitem, bärenartigem Kopf, dichtem Doppelfell und einer ruhigen, kraftvollen Statur.

Der Rafeiro do Alentejo ist ein stattlicher Hund mit robustem, leicht rechteckigem Körperbau und kräftigem Knochenbau. Der Kopf ist breit mit weitem Schädel, was den für die Rasse typischen bärenähnlichen Eindruck erzeugt. Die Ohren sind mittelgross, hoch angesetzt und fallen nach vorne. Der Ausdruck wirkt ruhig und ernst, wie es sich für einen Arbeitswächter gehört. In der Summe zeigt der Hund Kraft und Ausgewogenheit, nicht Schnelligkeit oder Eleganz.

Rassestandard im Überblick
MerkmalStandard
GrösseRüden etwa 66-74 cm; Hündinnen etwa 64-70 cm Widerristhöhe
GewichtRund 35-50 kg, grosse Rüden entsprechend schwerer
FellKurz bis mittellang, dicht, mit starker Unterwolle
FarbenSchwarz, Wolfsgrau, Falb oder Gelb, mit oder ohne weisse Abzeichen; auch weiss mit farbigen Platten
AugenKlein, oval, dunkel, gerade angesetzt, mit ruhigem Ausdruck

Fell und Farben

Das Fell ist dicht und wetterfest, geeignet für die heissen Sommer und kalten Winter des Alentejo, aber auch für ein raueres Schweizer Klima gut geeignet. Es kann kurz oder mittellang sein und liegt über einer dichten Unterwolle. Zugelassen sind Schwarz, Wolfsgrau, Falb und Gelb, einfarbig oder mit weissen Abzeichen durchsetzt. Auch überwiegend weisse Hunde mit farbigen Platten kommen vor. Die Struktur ist glatt, und das Fell liegt recht flach am Körper an.

Wesen und Verhalten

Der Rafeiro do Alentejo ist ruhig, treu und stark beschützend: der eigenen Familie ergeben, Fremden gegenüber reserviert und territorial.

Zuhause zeigt sich der Rafeiro do Alentejo gelassen und selbstsicher; oft ruht er still, bis etwas seine Aufmerksamkeit weckt. Mit der eigenen Familie ist er treu und anhänglich und geht enge Bindungen mit den Menschen und Tieren ein, mit denen er zusammenlebt. Diese Bindung bildet die Grundlage seines Schutzverhaltens: Er verteidigt, was er als sein Eigenes betrachtet.

Fremden gegenüber ist die Rasse zurückhaltend und braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Neuankömmlinge beobachtet er aufmerksam, ohne von sich aus Kontakt zu suchen. Diese Distanz ist für die Rasse normal und sollte nicht als schwieriger Charakter gedeutet werden. Bei richtiger Einführung akzeptieren die meisten Rafeiros Gäste, sobald die Halterin oder der Halter deutlich macht, dass diese willkommen sind.

Die Rasse ist territorial und von Natur aus wachsam, deshalb braucht es eine sichere Einzäunung und kontrollierte Vorstellungen neuer Personen. Mit Kindern aus der eigenen Familie verhält sich der Rafeiro meist sanft und geduldig, wobei seine Grösse dazu führt, dass der Kontakt zu kleinen Kindern beaufsichtigt werden sollte. Gegenüber anderen Hunden und Tieren kann er wählerisch sein, und frühe Sozialisierung erleichtert das Zusammenleben mit weiteren Haustieren. Der Rafeiro denkt eigenständig und wurde dafür gezüchtet, allein Entscheidungen zu treffen; das prägt sein Verhalten gegenüber Menschen und Situationen.

Wesensmerkmale (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Zuneigung (zur Familie)4
Energie2
Trainierbarkeit2
Lautstärke4
Fellwechsel3

Pflege und Fellpflege

Der Rafeiro do Alentejo braucht regelmässige Fellpflege, mässige tägliche Bewegung, ein sicheres Zuhause mit Platz und einen konsequenten Umgang mit seinem Schutztrieb.

Die Pflege des Rafeiro do Alentejo dreht sich um sein dichtes Doppelfell, seinen Platz- und Bewegungsbedarf sowie einen beständigen Umgang mit einem ausgeprägten Schutztrieb. Im Alltag ist die Rasse nicht aufwendig, doch ihre Grösse und ihr Instinkt verlangen eine vorbereitete Halterin oder einen vorbereiteten Halter. In der Schweiz verlangen mehrere Kantone von Personen, die zum ersten Mal einen Hund halten, zudem einen obligatorischen Theorie- oder Praxiskurs; wer sich einen Herdenschutzhund dieser Grösse anschafft, sollte sich vorab bei der Wohngemeinde oder dem Veterinäramt über die geltenden kantonalen Vorgaben erkundigen.

Fellpflege

  • Das Fell ein- bis zweimal pro Woche bürsten, um lose Haare zu entfernen und die Unterwolle vor Verfilzung zu schützen.
  • Beim saisonalen Fellwechsel mit stärkerem Haarausfall rechnen und in dieser Zeit häufiger bürsten.
  • Nur baden, wenn nötig, denn das Fell reinigt sich weitgehend von selbst.
  • Die gefalteten Ohren regelmässig kontrollieren und säubern und die Krallen bei Bedarf kürzen.
  • Die Zähne mehrmals wöchentlich putzen, um die Zahngesundheit zu unterstützen.

Bewegung

  • Täglich mässige Aktivität bieten, etwa Spaziergänge und Zeit, um ein sicheres Grundstück zu bewachen.
  • Eine Aufgabe wie das Bewachen einer Herde oder eines eingezäunten Areals passt besser zur Rasse als monotone Übungsfolgen.
  • Bei jungen, wachsenden Hunden auf intensive Belastung verzichten, um die Gelenke zu schonen.
  • In offenem Gelände an der Leine führen oder hinter sicherer Umzäunung halten, da die Rasse territorial veranlagt ist.

Umgebung

Der Rafeiro do Alentejo kommt am besten mit Land und einer sicher eingezäunten Grenze zurecht. Er passt eher zu einem ländlichen oder halbländlichen Zuhause als zu einer Stadtwohnung. Kälte, wie sie auch im Schweizer Mittelland oder in höheren Lagen vorkommt, steckt das Fell gut weg; bei Hitze braucht der Hund jedoch unbedingt Schatten und frisches Wasser. Der Hund möchte in der Nähe seiner Familie sein und sollte nicht über längere Zeit allein gelassen werden.

Ernährung und Fütterung

Der Rafeiro do Alentejo braucht eine ausgewogene Ernährung für grosse Rassen in bemessenen Portionen, mit langsamem, kontrolliertem Wachstum bei Welpen.

Als Riesenrasse profitiert der Rafeiro do Alentejo von einer vollwertigen, ausgewogenen Ernährung, die auf grosse Hunde abgestimmt ist. Besonders Welpen benötigen Futter, das ein langsames, gleichmässiges Wachstum unterstützt, denn eine rasche Gewichtszunahme belastet die sich entwickelnden Gelenke. Die Portionen für erwachsene Hunde richten sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau, und die Mahlzeiten sollten über den Tag verteilt statt auf einmal gefüttert werden.

Allgemeiner Fütterungsplan (individuell und in Absprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt anpassen)
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Welpe (2 bis 6 Monate)Gemäss Angabe auf dem Welpenfutter für grosse Rassen, über den Tag verteilt3 bis 4
Junghund (6 bis 18 Monate)Gemäss Angabe, dem Wachstum angepasst2 bis 3
ErwachsenEtwa 4-7 Tassen Futter für grosse Rassen, je nach Gewicht und Aktivität2
SeniorMenge wie beim erwachsenen Hund, oft reduziert bei geringerer Aktivität2

Leckerlis und Nahrungsergänzung

Leckerlis sollten nur einen kleinen Teil der täglichen Kalorien ausmachen, damit der Hund nicht übergewichtig wird, was die Gelenke einer Riesenrasse zusätzlich belastet. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein. Bei vollwertigem Futter braucht es keine Nahrungsergänzung, doch bei grossen oder älteren Hunden kann eine Tierärztin oder ein Tierarzt Gelenkpräparate empfehlen. Da tiefbrüstige Riesenrassen zu einer Magendrehung neigen können, sollte nach einer grossen Mahlzeit auf anstrengende Bewegung verzichtet werden.

Gesundheit und häufige Erkrankungen

Der Rafeiro do Alentejo ist meist robust und wird 12 bis 14 Jahre alt, mit den für grosse Wächterrassen typischen Gelenk- und Riesenrassenrisiken.

Der Rafeiro do Alentejo ist eine grundsätzlich robuste Arbeitsrasse mit einer typischen Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren, was für einen Hund dieser Grösse gut ist. Wie bei den meisten Riesenrassen betreffen die wichtigsten Gesundheitsthemen die Gelenke und die Risiken, die mit einem grossen, tiefbrüstigen Körperbau einhergehen. Verantwortungsvolle Zucht sowie ein umsichtiger Umgang mit Gewicht und Bewegung tragen viel dazu bei, die Rasse gesund zu halten.

Erkrankungen, die bei der Rasse gelegentlich vorkommen
ErkrankungAnzeichenHinweis
HüftdysplasieSteifheit, Hinken, Mühe beim AufstehenBei grossen Rassen verbreitet; Untersuchung der Zuchttiere hilft
EllbogendysplasieLahmheit der Vorderbeine, BewegungsunlustGewicht kontrollieren und im Wachstum auf intensive Belastung verzichten
Magendrehung (Gastrische Dilatation-Volvulus)Aufgeblähter Bauch, Würgereiz ohne Erbrechen, sichtliches UnwohlseinNotfall bei tiefbrüstigen Hunden; sofort die Tierärztin oder den Tierarzt aufsuchen
ÜbergewichtGewichtszunahme, wenig EnergieBelastet die Gelenke zusätzlich; Portionen und Leckerlis begrenzen

Vorsorge

  • Impfungen und Parasitenschutz auf dem aktuellen Stand halten.
  • Ein gesundes Gewicht halten, um die Gelenke zu schonen.
  • Regelmässige tierärztliche Kontrollen einplanen, bei älteren Hunden häufiger.
  • Welpen von Züchterinnen und Züchtern wählen, die Hüften und Ellbogen der Zuchttiere untersuchen lassen.
  • Für regelmässige Zahnpflege sorgen und die Krallen kurz halten.

Erziehung und Sozialisierung

Der Rafeiro do Alentejo ist intelligent, aber eigenständig, und reagiert am besten auf frühe Sozialisierung sowie geduldiges, konsequentes Training über Belohnung.

Der Rafeiro do Alentejo ist intelligent, wurde aber darauf gezüchtet, selbst zu denken und zu handeln, was ihn weniger folgsam macht als viele Begleithunderassen. Er prüft, ob sich ein Befehl lohnt, statt reflexartig zu gehorchen. Erziehung gelingt am besten, wenn sie konsequent, ruhig und früh beginnt und wenn sich die Halterin oder der Halter das Vertrauen des Hundes erarbeitet hat. Harte Methoden wirken bei einem selbstbewussten, feinfühligen Wächter meist eher kontraproduktiv.

Sozialisierung zählt genauso viel wie Gehorsam. Weil die Rasse von Natur aus wachsam und territorial ist, hilft kontrollierter Kontakt zu Menschen, Orten und anderen Tieren ab dem Welpenalter dabei, einen stabilen erwachsenen Hund heranzuziehen, der gewöhnliche Situationen von echten Gefahren unterscheiden kann. Ziel ist ein Wächter, der ruhig und urteilsfähig bleibt, nicht überreagiert.

Grundlagen

  1. Mit der Sozialisierung bereits im Welpenalter beginnen, mit ruhigen, positiven Begegnungen mit Menschen, Hunden und neuen Umgebungen.
  2. Einen zuverlässigen Rückruf und grundlegende Manieren früh vermitteln, bevor der Hund seine volle Grösse erreicht.
  3. Kurze, gleichbleibende Trainingseinheiten nutzen und Mitarbeit mit Futter, Lob oder Spiel belohnen.
  4. Klare, feste Regeln im Haushalt festlegen, damit der Hund weiss, was von ihm erwartet wird.
  5. Kontrollierte Begrüssungen üben, damit Besuch sicher willkommen geheissen werden kann.
  6. Das Training bis ins Erwachsenenalter fortführen, um Gewohnheiten und Vertrauen zu erhalten.

Zucht und Aufzucht der Welpen

Der Rafeiro do Alentejo ist eine langsam reifende Riesenrasse; die Zucht verlangt Gesundheitsuntersuchungen, sorgfältige Planung und Aufmerksamkeit für grosse Würfe.

Der Rafeiro do Alentejo reift langsam, wie es bei Riesenrassen üblich ist, und sollte erst gezüchtet werden, wenn die Tiere körperlich und geistig ausgewachsen sind und die Gesundheitsuntersuchungen bestanden haben. Verantwortungsvolle Zucht achtet auf gesunde Hüften und Ellbogen, ein stabiles Wesen und den korrekten Typ, damit Arbeitsfähigkeit und Gesundheit an die nächste Generation weitergegeben werden.

Die Tragzeit dauert bei Hunden im Schnitt rund 63 Tage. Würfe grosser Rassen fallen meist zahlreich aus, und die Hündin braucht einen ruhigen, sauberen Wurfplatz, eine gute Ernährung und tierärztliche Begleitung rund um die Geburt. Da die Welpen zu sehr grossen Hunden heranwachsen, sollten Züchterinnen und Züchter den Platz, das Futter und die frühe Sozialisierung einplanen, die ein Wurf angehender Wächterhunde braucht.

Welpen profitieren von behutsamem Umgang und vielfältigen, positiven Erfahrungen von klein auf. Frühe Sozialisierung ist bei einer Wächterrasse besonders wichtig, da in jungen Jahren geprägte Gewohnheiten später bestimmen, wie der erwachsene Hund auf Menschen und Tiere reagiert. Welpen sollten lange genug bei der Mutterhündin und den Wurfgeschwistern bleiben, um normales Hundeverhalten zu lernen, bevor sie in ein neues Zuhause ziehen.

Zuchtfakten
KennzahlWert
GeschlechtsreifeSpät; erst bei vollständiger Reife züchten
TragzeitRund 63 Tage
Typische WurfgrösseMehrere Welpen; bei grossen Rassen oft zahlreiche Würfe
EntwöhnungEtwa mit 6 bis 8 Wochen
AbgabealterIn der Regel ab 8 Wochen, nach früher Sozialisierung

Rafeiro do Alentejo registrieren und Chip melden in der Schweiz

AMICUS deckt die Meldepflicht ab; das Gratis-Profil von United Pet Club haelt Ihren Hund der Rasse Rafeiro do Alentejo auch jenseits der Grenze auffindbar.

Einen Hund der Rasse Rafeiro do Alentejo in der Schweiz registrieren

Wer in der Schweiz mit einem Hund lebt, kennt AMICUS: Chip beim Tierarzt, Meldung in der nationalen Datenbank, bevor der Hund drei Monate alt ist oder den Halter wechselt. So weit das Gesetz, auch fuer Ihren Hund der Rasse Rafeiro do Alentejo. Was AMICUS nicht leistet, ist ein Eintrag, der im Ausland antwortet; genau dort setzt das Gratis-Profil von United Pet Club an. Registrieren Sie Ihren Hund in ein paar Minuten.

Der Chip Ihres Hundes ist seit dem dritten Monat gesetzt und gemeldet; dass seine Nummer auch ausserhalb der Schweiz zu Ihnen fuehrt, uebernimmt niemand fuer Sie. Melden Sie den Mikrochip gratis im Lebenszeitplan: alle Marken werden angenommen, ein Umzug wird kostenlos nachgefuehrt, und der Eintrag antwortet auf Scans rund um die Uhr. Eroeffnen Sie Ihr Gratis-Konto und schliessen Sie beides heute ab.

Wie registriere ich einen Hund der Rasse Rafeiro do Alentejo in der Schweiz?

Eroeffnen Sie gratis ein Konto bei United Pet Club, erfassen Sie die Angaben zu Ihrem Hund samt Foto und speichern Sie. Das Profil bleibt lebenslang gratis und ergaenzt die AMICUS-Meldung des Tierarztes.

Wie melde ich den Chip meines Hundes der Rasse Rafeiro do Alentejo an?

Erfassen Sie die 15-stellige Chipnummer mit Adresse und Telefonnummer in Ihrem Gratis-Konto. Der Lebenszeitplan nimmt jede Marke an und verrechnet fuer Nachfuehrungen nie etwas.

Ist der Chip fuer einen Rafeiro do Alentejo in der Schweiz Pflicht?

Ja: Jeder Hund muss gechippt und in AMICUS gemeldet sein, bevor er drei Monate alt ist oder den Halter wechselt. Der United-Pet-Club-Eintrag kommt gratis dazu, damit die Nummer auch im Ausland antwortet.

Was kostet die Registrierung eines Rafeiro do Alentejo?

Nichts, keinen Rappen. Profil, Chip-Meldung und alle Nachfuehrungen sind im Gratis-Lebenszeitplan enthalten.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zum Rafeiro do Alentejo betreffen seine Grösse, sein Wesen, den Pflegeaufwand, die Lebenserwartung, die Eignung als Familienhund und die Verfügbarkeit.

Wie gross wird ein Rafeiro do Alentejo?

Es handelt sich um eine Riesenrasse. Rüden erreichen etwa 66-74 cm Widerristhöhe, Hündinnen etwa 64-70 cm, das Gewicht liegt je nach Hund ungefähr zwischen 35 und 50 kg.

Welches Wesen hat der Rafeiro do Alentejo?

Er ist ruhig und treu gegenüber der eigenen Familie und ein schützender, territorialer Wächter. Fremden gegenüber bleibt er reserviert und zurückhaltend und entscheidet meist selbst, wer willkommen ist.

Ist der Rafeiro do Alentejo aufwendig in der Pflege?

Die tägliche Pflege ist überschaubar, mit wöchentlichem Bürsten und mässiger Bewegung. Schwieriger sind seine Grösse, sein ausgeprägter Schutztrieb und seine Eigenständigkeit, die eine erfahrene Halterin oder einen erfahrenen Halter, sicheres Gelände und frühe Sozialisierung erfordern.

Wie alt wird ein Rafeiro do Alentejo?

Die typische Lebenserwartung liegt bei 12 bis 14 Jahren, was für einen Hund dieser Grösse gut ist.

Ist der Rafeiro do Alentejo ein guter Familienhund?

Er kann seiner eigenen Familie sehr zugetan und sanft sein, auch mit Kindern, sofern der Kontakt beaufsichtigt wird. Er passt eher zu erfahrenen Halterinnen und Haltern mit Land und sicherer Umzäunung als zu Ersthundehaltern oder einem Leben in der Stadtwohnung.

Vertragen sich Rafeiro do Alentejo mit anderen Haustieren?

Sie können mit Tieren zusammenleben, mit denen sie aufwachsen, doch die Rasse kann wählerisch sein. Frühe Sozialisierung und sorgfältige Vorstellung erleichtern das Zusammenleben mit anderen Hunden und Haustieren.

Ist der Rafeiro do Alentejo leicht zu finden?

Ausserhalb Portugals ist er selten. Die meisten Arbeitshunde bleiben in ihrer Heimatregion, weshalb Interessierte in der Schweiz meist gezielt nach einer seriösen Züchterin oder einem seriösen Züchter im Ausland suchen müssen.

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