
Der Petit Basset Griffon Vendéen ist ein fröhlicher, zotteliger kleiner französischer Schweißhund, bekannt für sein glückliches, aufgeschlossenes Wesen.
Wie das Fell des Petit Basset Griffon Vendéen aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Petit Basset Griffon Vendéen sollte getrimmt statt geschoren werden.
Ein Drahthaarfell soll an der Wurzel ausgezupft werden, sobald das Haar reif zum Lösen ist. Eine Schermaschine kappt es stattdessen auf halber Länge und lässt die weiche Unterwolle stehen. Das Ergebnis ist ein Fell, das schlaff und verblasst nachwächst; die wetterfeste Struktur kehrt erst zurück, wenn das Haar erneut getrimmt wird.
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Der Petit Basset Griffon Vendéen ist ein kleiner, rauhaariger französischer Laufhund für die Kaninchenjagd im Unterholz, bekannt für sein fröhliches, aufgestelltes Wesen.
Der Petit Basset Griffon Vendéen, meist PBGV abgekürzt, ist ein kleiner Laufhund aus der Vendée an der Atlantikküste Frankreichs. Der Name beschreibt den Hund selbst: petit steht für klein, basset für niedrig gebaut, griffon für das raue Fell, und Vendéen verweist auf die Herkunftsregion. Gezüchtet wurde die Rasse, um Kaninchen und Hasen durch dichtes Gestrüpp, Dornen und steiniges Gelände zu verfolgen, daher der robuste, leicht längliche Körper auf kurzen Beinen.
Es handelt sich um einen aktiven, redseligen Hund mit fröhlichem Gemüt. Der PBGV arbeitet und spielt mit Schwung, folgt seiner Nase mit Beharrlichkeit und begegnet Menschen wie anderen Tieren meist offen und zutraulich. Halterinnen und Halter beschreiben ihn oft als kontaktfreudig und gutmütig. Das raue Doppelfell verleiht ihm ein zerzaustes, lässiges Erscheinungsbild, das zu seinem unkomplizierten Wesen passt.
Ausgewachsen misst er rund 33 bis 38 cm Schulterhöhe und wiegt etwa 11 bis 18 kg. Die Rasse gilt als robust und langlebig, mit einer üblichen Lebenserwartung von 14 bis 16 Jahren.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Frankreich (Region Vendée) |
| Grösse | Klein (33 bis 38 cm, 11 bis 18 kg) |
| Lebenserwartung | 14 bis 16 Jahre |
| Gruppe/Aufgabe | Laufhund, Jagd auf Kaninchen und Hase |
| Verträglichkeit | Familien, Kinder, andere Hunde |
Der PBGV passt zu einem aktiven Haushalt, der ihm tägliche Bewegung und Gesellschaft bietet. Er kommt gut mit Familien zurecht, versteht sich mit anderen Hunden und geniesst einen sicher eingezäunten Garten, in dem er seiner Nase folgen kann. Die Rasse ist gesprächig und eigenständig, weshalb sie zu Personen passt, die etwas Gebell tolerieren und mit einem Laufhund geduldig umgehen können, der selbst entscheidet. Für eine ruhige Stadtwohnung oder für Halter, die tagsüber lange abwesend sind, eignet sie sich schlecht.
Der Petit Basset Griffon Vendéen stammt aus der französischen Region Vendée, wo er über Jahrhunderte als kleiner, rauhaariger Laufhund für die Jagd auf Kaninchen und Hase gezüchtet wurde.
Die Wurzeln der Rasse liegen in der Vendée, einem sumpfigen, von Gestrüpp geprägten Gebiet an der Atlantikküste Westfrankreichs. Jäger brauchten dort einen Hund, der sich durch dichtes Unterholz und über steiniges, unebenes Gelände arbeiten konnte, während er kleines Wild verfolgte. Das raue, wetterfeste Fell schützte den Hund vor Dornen und Nässe, und die kurzen Beine liessen ihn unter dem Gestrüpp hindurchschlüpfen statt darum herumzulaufen.
Der PBGV geht auf die grösseren Griffon-Vendéen-Laufhunde zurück. Über weite Strecken der frühen Geschichte wurden der Grand Basset Griffon Vendéen und der Petit Basset Griffon Vendéen nicht klar getrennt gezüchtet, und ein und derselbe Wurf konnte Welpen mit unterschiedlicher Beinlänge hervorbringen. Erst im 20. Jahrhundert wurden die beiden Typen gezielt auf ihre jeweilige Grösse hin gezüchtet: der Petit als kleinere Variante für die Kaninchenjagd, der Grand für Hase und grösseres Wild.
Die heutige Form der Rasse verdankt sich vor allem französischen Züchtern, die ab den 1920er- und 1930er-Jahren an einem einheitlichen Standard arbeiteten. Lange blieb der PBGV in erster Linie ein Meutehund für die Feldarbeit in Frankreich, bevor er sich im Ausland verbreitete.
In die Schweiz gelangte die Rasse erst spät und bleibt selten. Sie ist bei der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) im Schweizerischen Hunde-Stammbuch eingetragen, angeschlossen an die Fédération Cynologique Internationale, welche den französischen Ursprungsstandard führt. Gehalten wird der PBGV heute vor allem als Familien- und Ausstellungshund, während seine ursprüngliche Aufgabe als Jagdhund an Bedeutung verloren hat.
Der Petit Basset Griffon Vendéen ist ein kleiner, niedrig gebauter Laufhund mit rauem, lässigem Doppelfell, langen Ohren und wachem Ausdruck durch Bart und Augenbrauen.
Der PBGV ist länger als hoch gebaut, mit einem Körper, der auf das Arbeiten im Unterholz ausgelegt ist und nicht auf Geschwindigkeit. Der Gesamteindruck ist der eines robusten, kompakten kleinen Laufhundes mit einer entspannten, leicht ungepflegt wirkenden Linie. Der Kopf trägt Bart, Schnauzbart und lange Augenbrauen, die der Rasse ihren typischen offenen, gutmütigen Ausdruck verleihen. Die Ohren sind lang, schmal, behaart, tief angesetzt und nach innen gefaltet. Die Rute wird leicht gebogen aufwärts getragen, oft mit einem Säbel verglichen.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Grösse | 33 bis 38 cm Schulterhöhe |
| Gewicht | 11 bis 18 kg |
| Fell | Raues, hartes Doppelfell mit dichter Unterwolle |
| Farben | Weiss mit zitronenfarbenen, orangen, schwarzen, sablefarbenen, grauen oder dreifarbigen Abzeichen |
| Augen | Gross, dunkel, mit freundlichem Ausdruck |
Das Deckhaar ist rau und hart im Griff, nie weich oder gelockt, und liegt über einer dichteren, kürzeren Unterwolle, die zusätzlich isoliert. Diese Struktur soll Schmutz abweisen und Dornen standhalten. Die Grundfarbe ist meist Weiss, gezeichnet mit Zitron, Orange, Schwarz, Sable, Grau oder einer Kombination, die ein dreifarbiges Muster ergibt. An Beinen und Bauch ist das Haar kürzer als am Körper, während Bart, Augenbrauen und Ohrbefederung als längerer Wuchs hervorstechen. Das Fell muss für einen korrekten Auftritt nicht getrimmt werden, ein gepflegtes, natürliches Finish ist einem geschorenen oder geformten Look vorzuziehen.
Der Petit Basset Griffon Vendéen ist freundlich, verspielt und kontaktfreudig, mit der Eigenständigkeit und Stimmfreude, die für einen Laufhund aus der Meute typisch sind.
Der PBGV ist ein fröhlicher, kontaktfreudiger Hund, der Gesellschaft und Aktivität schätzt. Gezüchtet für die Jagd in der Meute, ist er verträglich mit anderen Hunden und begegnet Fremden meist offen statt misstrauisch. In der Familie zeigt er sich anhänglich und verspielt, gegenüber Kindern, die ihn respektvoll behandeln, ist er meist geduldig und gutmütig.
Als Laufhund ist er eigenständig und wird von seiner Nase geleitet. Hat er eine Fährte aufgenommen, verfolgt er sie mit voller Konzentration und überhört Rückrufe, weshalb ein sicher eingezäunter Garten und die Leine auf Spaziergängen wichtig sind. Die Rasse ist stimmfreudig und bellt, jault und meldet Besucher oder interessante Gerüche. Für ruhebedürftige Haushalte ist das ungünstig, als Meldehund im Sinne von Ankündigen statt Verteidigen taugt der PBGV dagegen gut.
Der PBGV verbindet einen starken eigenen Willen mit fröhlichem Gemüt. Aggressives Verhalten ist selten, Sturheit und leichte Ablenkbarkeit dagegen schon eher. Langeweile und zu wenig Bewegung können zu Bellen, Graben und anderem unruhigem Verhalten führen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 4 |
| Erziehbarkeit | 2 |
| Stimmfreude | 4 |
| Fellwechsel | 3 |
Der Petit Basset Griffon Vendéen braucht regelmässiges Bürsten des rauen Fells, tägliche Bewegung für seinen Jagdtrieb und einen sicher eingezäunten Auslauf.
Der PBGV passt sich vielen Wohnformen an, von Vorstadthäusern bis zu belebten Wohnungen, solange er täglich Bewegung und Gesellschaft erhält. Ein sicher eingezäunter Garten kommt ihm entgegen, weil er gerne mit der Nase erkundet und bei schwacher Umzäunung ausbrechen oder graben kann. Er ist gesellig und kommt mit längerem Alleinsein schlecht zurecht. Seine Stimmfreude ist bei Wohnungen mit nahen Nachbarn zu bedenken.
Der Petit Basset Griffon Vendéen kommt mit einer vollwertigen, dem Lebensabschnitt und der Aktivität angepassten Ernährung gut zurecht, serviert in abgemessenen Portionen gegen Übergewicht.
Der PBGV gedeiht mit einem vollständigen, ausgewogenen Futter, das zu Alter, Grösse und Aktivitätslevel passt. Als aktiver Laufhund hat er oft einen kräftigen Appetit und gilt als futterfreudig, weshalb Portionen abgemessen und nicht zur freien Verfügung gestellt werden sollten. Ein schlankes Gewicht schont Gelenke und Rücken, was bei einer langgebauten, kurzbeinigen Rasse besonders zählt. Frisches Wasser sollte jederzeit bereitstehen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Gemäss Angabe auf dem Welpenfutter, nach Gewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 100 bis 150 g | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 100 bis 170 g | 2 |
| Senior | Nach unten angepasst an geringere Aktivität | 2 |
Leckerlis sollten höchstens rund 10 Prozent der Tagesenergie ausmachen, die übrigen Mahlzeiten entsprechend reduzieren, denn diese Rasse setzt bei Überfütterung leicht Gewicht an. Die meisten PBGV mit vollwertiger Fertignahrung brauchen keine Nahrungsergänzung. Eine Tierärztin oder ein Tierarzt kann für ältere Hunde oder bei besonderem Bedarf Gelenkpräparate oder Omega-Fettsäuren empfehlen. Futterumstellungen über rund eine Woche schrittweise vornehmen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.
Der Petit Basset Griffon Vendéen ist eine robuste, langlebige Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 14 bis 16 Jahren und einigen Erkrankungen, die Beobachtung verdienen.
Der PBGV gilt als robuste Rasse ohne verbreitete schwere Probleme und erreicht häufig 14 bis 16 Jahre. Wie bei jeder Rasse treten gewisse Erkrankungen häufiger auf als in der Hundepopulation insgesamt, und verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter untersuchen ihre Zuchttiere, um deren Häufigkeit zu senken. Regelmässige tierärztliche Kontrollen, Gewichtskontrolle und Ohrenpflege tragen wesentlich zu einem gesunden Leben der Rasse bei.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Ohrenentzündungen | Kopfschütteln, Kratzen, Geruch, Ausfluss | Häufig wegen der langen Hängeohren; trocken und sauber halten |
| Augenerkrankungen | Trübung, Rötung, Sehveränderungen | Betrifft unter anderem Linse und Netzhaut; Augenuntersuchung empfohlen |
| HĂĽftdysplasie | Steifheit, Hinken, ZurĂĽckhaltung beim Springen | Wird bei Zuchttieren ĂĽber die HĂĽftauswertung geprĂĽft |
| Patellaluxation | HĂĽpfender Gang, wechselnde Hinterhandlahmheit | Kniescheibe springt aus der FĂĽhrung, von leicht bis operationsbedĂĽrftig |
| Epilepsie | Krampfanfälle oder Kollapsepisoden | In vielen Fällen tierärztlich gut behandelbar |
Der Petit Basset Griffon Vendéen ist intelligent, aber eigenständig, weshalb Geduld, Konsequenz und belohnungsbasierte Methoden beim Training am besten wirken.
Der PBGV ist klug und lernfähig, wurde aber für eigenständiges Arbeiten und das Verfolgen seiner Nase gezüchtet, weshalb er nicht immer sofort aufs Kommando hört. Erziehung braucht Geduld und Konsequenz. Kurze, abwechslungsreiche, fröhliche Einheiten halten seine Aufmerksamkeit besser als lange Wiederholungen, und Futterbelohnungen wirken bei diesem futterfreudigen Hund gut. Der Rückruf ist die schwierigste Übung, weil ein Hund auf einer Fährte einen Ruf oft ignoriert; er sollte deshalb zuerst in sicheren, umzäunten Bereichen geübt werden, während sonst die Leine zum Einsatz kommt. Frühe Sozialisierung mit Menschen, Hunden und Alltagssituationen hilft der Rasse, zu dem selbstsicheren, freundlichen erwachsenen Hund zu werden, der sie sein soll.
Der Petit Basset Griffon Vendéen erreicht die Zuchtreife im zweiten Lebensjahr, bringt mittelgrosse Würfe zur Welt und profitiert von gesundheitlich getesteten Elterntieren.
Die Zucht des PBGV sollte sorgfältig angegangen werden, nur mit gesundheitlich getesteten Elterntieren, denn verantwortungsvolle Zucht ist es, was die Rasse gesund und langlebig hält. Hündinnen erreichen die körperliche Reife im zweiten Lebensjahr, und Züchterinnen und Züchter warten in der Regel bis dahin mit dem ersten Wurf, damit der Hund vollständig ausgewachsen ist und auf Augen, Hüften und weitere Punkte untersucht wurde. Die Tragzeit bei Hunden dauert ab der Befruchtung rund 63 Tage. Die Wurfgrösse ist mittel, meist etwa vier bis sechs Welpen, wobei dies je nach Hündin schwankt.
Welpen kommen blind und taub zur Welt und sind in den ersten Wochen vollständig auf die Mutter angewiesen. Augen und Ohren öffnen sich nach rund zwei Wochen, das Absetzen beginnt meist gegen die vierte Woche und ist mit sieben bis acht Wochen abgeschlossen. Früher, behutsamer Kontakt mit Alltagsgeräuschen und -eindrücken im Haushalt prägt in dieser Phase einen freundlichen, ausgeglichenen erwachsenen Hund. Welpen sollten mindestens bis zur achten Lebenswoche bei Mutter und Wurfgeschwistern bleiben. In mehreren Kantonen gilt zudem für Personen, die zum ersten Mal einen Hund halten, ein obligatorischer Kurs, worauf man sich vor dem Einzug eines Welpen einstellen sollte, auch wenn die gesamtschweizerische Pflicht dazu 2017 aufgehoben wurde.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 18 bis 24 Monate |
| Tragzeit | Rund 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | 4 bis 6 Welpen |
| Augen und Ohren öffnen sich | Nach etwa 2 Wochen |
| Absetzen | Etwa 4 bis 8 Wochen |
| FrĂĽhestes Abgabealter | 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Petit Basset Griffon Vendéen zu Grösse, Wesen, Pflege, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit.
Es ist eine kleine Rasse. Ausgewachsen misst er etwa 33 bis 38 cm Schulterhöhe und wiegt rund 11 bis 18 kg, mit einem Körper, der länger als hoch ist.
Freundlich, verspielt und kontaktfreudig. Als geselliger Meutehund kommt er mit Menschen und anderen Hunden gut zurecht, ist aber auch eigenständig und stimmfreudig, mit ausgeprägtem Spürtrieb.
Der Aufwand ist mässig. Das raue Fell braucht ein- bis zweimal wöchentlich Bürsten, die Ohren regelmässige Reinigung, und der Hund braucht rund eine Stunde Bewegung täglich. Die Erziehung des eigenständigen, nasengeleiteten Laufhundes verlangt Geduld.
Die Rasse ist langlebig, mit einer typischen Lebenserwartung von 14 bis 16 Jahren bei gesundem Gewicht und regelmässiger tierärztlicher Betreuung.
Ja. Er ist gutmütig und geduldig mit Kindern und verträglich mit anderen Hunden, was zu aktiven Familien passt. Sein Bellen und sein Bewegungsbedarf sind die Hauptpunkte, die man einplanen sollte.
Er kann stimmfreudig sein. Als Laufhund bellt und jault er, um zu alarmieren und Aufregung auszudrücken, weshalb er besser zu Haushalten passt, die etwas Lärm tolerieren, als zu Umgebungen, die Ruhe brauchen.
Sie sind im Vergleich zu vielen kleinen Rassen eher selten. Einen Welpen bei einer Züchterin oder einem Züchter mit Gesundheitstests zu finden, kann eine Warteliste bedeuten, weshalb sich Vorausplanung und sorgfältige Recherche lohnen, etwa über die Schweizerische Kynologische Gesellschaft.