
Der Norfolk Terrier ist ein temperamentvoller und zugleich anhänglicher kleiner Terrier mit Hängeohren, bekannt als einer der kleinsten und geselligsten Arbeitsterrier.
Wie das Fell des Norfolk Terrier aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Norfolk Terrier sollte getrimmt statt geschoren werden.
Ein Drahthaarfell soll an der Wurzel ausgezupft werden, sobald das Haar reif zum Lösen ist. Eine Schermaschine kappt es stattdessen auf halber Länge und lässt die weiche Unterwolle stehen. Das Ergebnis ist ein Fell, das schlaff und verblasst nachwächst; die wetterfeste Struktur kehrt erst zurück, wenn das Haar erneut getrimmt wird.
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Der Norfolk Terrier ist ein kleiner englischer Arbeitsterrier mit Klappohren, anhänglichem Wesen und einem der kompaktesten Körperbau unter den Arbeitsterriern.
Der Norfolk Terrier ist ein kleiner, robuster Terrier, der etwa 23 bis 25 cm Schulterhöhe erreicht und rund 5 bis 5,5 kg wiegt. Er zählt zu den kleinsten Vertretern unter den Arbeitsterriern. Sein auffälligstes Merkmal sind die kleinen, sauber nach vorne gefalteten Klappohren. Damit unterscheidet er sich deutlich vom eng verwandten Norwich Terrier, dessen Ohren aufrecht stehen.
Die Rasse entstand im Osten Englands, wo sie Füchse aus dem Bau trieb und Ungeziefer in Schach hielt. Diese Arbeitsvergangenheit prägt bis heute Körperbau und Verhalten: ein kompakter Rumpf, ein wetterfestes Fell und ein selbstbewusstes, geschäftiges Temperament. Trotz seiner Herkunft als Arbeitshund ist der Norfolk gesellig und fühlt sich in menschlicher Gesellschaft sichtlich wohl, weshalb er sich auch als Familienhund bewährt.
Norfolks gelten als anhänglich, temperamentvoll, kontaktfreudig, wachsam und furchtlos. Im Vergleich zu manchen anderen Terrierrassen sind sie meist weniger reizbar und kommen häufig gut mit anderen Hunden aus, was auf ihre Geschichte als Meutehund zurückgeht.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | England |
| Grösse | Klein (etwa 23 bis 25 cm, 5 bis 5,5 kg) |
| Lebenserwartung | 12 bis 16 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Terrier; ursprünglich zum Fuchstreiben und zur Schädlingsbekämpfung |
| Verträglichkeit | Familien, andere Hunde, aktive Halter |
Der Norfolk Terrier passt zu Haltern, die einen kleinen Hund mit echtem Terriercharakter suchen und keinen reinen Schosshund. Er eignet sich für Haushalte, die ihm täglich Bewegung und Gesellschaft bieten können. Seine Geselligkeit spricht für ihn in Mehrhundehaushalten und in Familien mit Kindern, die den Umgang mit Hunden gelernt haben. Wegen seines ausgeprägten Jagdtriebs eignen sich kleine Heimtiere wie Nager nicht als Mitbewohner.
Der Norfolk Terrier entstand im späten 19. Jahrhundert im Osten Englands als kleiner Ratten- und Fuchsjäger und wurde 1964 als eigenständige Rasse vom Norwich Terrier abgetrennt.
Der Norfolk Terrier stammt aus der Region East Anglia in England, insbesondere aus der Gegend um Norwich und die Grafschaft Norfolk. Im späten 19. Jahrhundert hielten Bauern und Jäger dort kleine rote Terrier, um Ratten zu töten und Füchse aus ihren Bauten zu treiben. Geschätzt wurden diese Hunde, weil sie klein genug für die Baujagd waren und trotzdem mutig genug, sich mit Ungeziefer anzulegen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hielten Studenten in Cambridge ähnliche kleine Terrier als Begleiter und Rattenfänger, was zur Verbreitung des Typs beitrug. Züchter der Region arbeiteten mit einer gemischten Gruppe kleiner Terrier, und mit der Zeit traten in derselben Blutlinie zwei Ohrformen auf: Klappohren und Stehohren.
Über Jahrzehnte wurden Hunde mit Klapp- und Stehohren gemeinsam unter dem Namen Norwich Terrier registriert. Da sich die Kreuzung der beiden Ohrformen als schwierig erwies, wuchs der Druck, sie zu trennen. 1964 erkannte der englische Kennel Club die beiden als eigenständige Rassen an: Der klappohrige Hund erhielt den Namen Norfolk Terrier, während der stehohrige Hund den Namen Norwich Terrier behielt.
Der American Kennel Club folgte 1979 und erkannte den Norfolk Terrier ebenfalls als eigene Rasse an. Seither wird der Norfolk eigenständig gezüchtet und ausgestellt, bleibt aber in Grösse, Fell und Wesen eng mit dem Norwich Terrier verwandt.
Der Norfolk Terrier ist ein kleiner, kompakter Terrier mit drahtigem, wetterfestem Fell, gefalteten Klappohren und meist roter, weizenfarbener oder Grizzle-Färbung.
Der Norfolk Terrier ist ein niedrig gebauter, kompakter Hund mit kräftigem, leicht gewölbtem Schädel und keilförmiger Schnauze. Der Rumpf ist kurz, der Rücken gerade, getragen von kurzen, stämmigen Beinen. Die kleinen Klappohren liegen sauber nach vorne an der Wange an. Der Gesamteindruck ist der eines kleinen, arbeitstauglichen Hundes und nicht einer zerbrechlichen Schosshundrasse.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Grösse | Etwa 23 bis 25 cm Schulterhöhe |
| Gewicht | Etwa 5 bis 5,5 kg |
| Fell | Hart, drahtig, glatt liegend; wetterfest, mit weicher Unterwolle |
| Farben | Rot, weizenfarben, schwarz-loh oder Grizzle |
| Augen | Klein, oval, dunkel, mit wachem Ausdruck |
Das Fell ist hart und drahtig über einer weicheren Unterwolle, mit längerem, raueren Haar, das am Hals und rund ums Gesicht eine leichte Halskrause bildet. Dieses doppelte Fell schützt den Hund bei Kälte und Nässe. Anerkannt sind die Farben Rot, Weizenfarben, Schwarz-Loh und Grizzle. Die drahtige Struktur bleibt durch Trimmen von Hand erhalten, nicht durch Scheren. So bleiben das raue Deckhaar und seine Farbe erhalten. Scheren ist möglich, weicht das Fell aber mit der Zeit auf und lässt die Farbe verblassen.
Der Norfolk Terrier ist anhänglich und menschenbezogen, bewahrt aber einen temperamentvollen, wachen Terriercharakter und ist gegenüber anderen Hunden meist umgänglicher als viele Terrier.
Der Norfolk Terrier ist ein aktiver, selbstsicherer Hund, der die Nähe seiner Bezugspersonen sucht. Zu Hause zeigt er sich anhänglich und ist gerne Teil des Familienlebens, statt über längere Zeit allein gelassen zu werden. Die Rasse hat ein temperamentvolles, geschäftiges Wesen und untersucht Geräusche, Gerüche und Bewegungen im Haus und im Garten.
Im Kreis der Familie ist der Norfolk treu und freundlich und kommt in der Regel gut mit Kindern zurecht, die respektvoll mit Hunden umgehen. Fremden gegenüber zeigt er sich wachsam und meldet Besuch, ist aber selten ängstlich oder aggressiv. Verglichen mit vielen anderen Terriern ist der Norfolk auffallend verträglich mit Artgenossen, ein Zug, der auf seine Geschichte als Meutehund zurückgeht. Sein Jagdtrieb bleibt jedoch ausgeprägt, weshalb kleine Tiere wie Nager oder Kaninchen ihn zum Hetzen verleiten können.
Norfolks sind für ihre Grösse wachsam und furchtlos und können sich bemerkbar machen, wenn ihnen etwas auffällt. Frühe Sozialisierung und klare Regeln helfen dabei, die Terrierenergie in gutes Hausbenehmen zu lenken.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 4 |
| Erziehbarkeit | 3 |
| Lautstärke | 3 |
| Fellwechsel | 2 |
Der Norfolk Terrier braucht regelmässiges Bürsten mit gelegentlichem Trimmen von Hand, tägliche Bewegung und ein Umfeld mit Gesellschaft und sicherem Auslauf.
Der Norfolk Terrier ist eine robuste Rasse, die sich an die meisten Haushalte anpasst. Sein drahtiges Fell und sein reger Verstand brauchen jedoch beide regelmässige Aufmerksamkeit.
Der Norfolk kommt sowohl in Häusern als auch in Wohnungen zurecht, solange er täglich Bewegung und Gesellschaft erhält. Er ist menschenbezogen und kann sich langweilen oder laut werden, wenn er über längere Zeit allein bleibt. Ein sicherer Garten ist nützlich, doch die Einzäunung muss stabil und tief im Boden verankert sein, denn Terrier graben und zwängen sich durch Lücken.
Der Norfolk Terrier kommt mit einer vollwertigen, auf einen kleinen, aktiven Hund abgestimmten Ernährung gut zurecht, aufgeteilt in abgemessene Tagesportionen gegen Übergewicht.
Der Norfolk Terrier braucht ein vollwertiges, ausgewogenes Futter, das für kleine Rassen entwickelt und auf Lebensphase sowie Aktivitätslevel abgestimmt ist. Da er klein und futtermotiviert ist, summieren sich Portionen schnell, und Übergewicht belastet Gelenke und Rücken. Mahlzeiten sollten abgemessen statt frei zur Verfügung gestellt werden, wobei die Menge nach dem Körperzustand des Hundes und nicht nur nach der Verpackungsangabe angepasst wird.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Etwa 120 bis 240 ml | 3 bis 4 |
| Welpe (6 bis 12 Monate) | Etwa 120 bis 180 ml | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 120 bis 180 ml | 2 |
| Senior | Leicht reduziert; an Aktivität anpassen | 2 |
Leckerlis sollten höchstens 10 Prozent der Tageskalorien ausmachen und von der Futterportion abgezogen werden. Die meisten Norfolks auf einem vollwertigen Fertigfutter brauchen keine zusätzlichen Präparate. Besprechen Sie jede Ergänzung, auch Gelenk- oder Hautpräparate, vorher mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.
Der Norfolk Terrier ist meist gesund und wird 12 bis 16 Jahre alt, kann aber von Mitralklappenerkrankung, Patellaluxation und HĂĽftproblemen betroffen sein.
Der Norfolk Terrier ist eine im Allgemeinen robuste kleine Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 12 bis 16 Jahren. Verantwortungsvolle Züchter untersuchen Zuchttiere auf Herz- und Gelenkprobleme, was das Risiko erblicher Erkrankungen senkt. Wie bei jeder Rasse hängt die individuelle Gesundheit von Genetik, Ernährung, Gewicht, Zahnpflege und regelmässiger tierärztlicher Betreuung ab.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Mitralklappenerkrankung | Herzgeräusch, Husten, verminderte Ausdauer | Häufiger im Alter; wird bei der Untersuchung festgestellt |
| Patellaluxation | Hüpfender Gang, zeitweise Lahmheit der Hinterbeine | Häufig bei kleinen Rassen; reicht von leicht bis operationsbedürftig |
| HĂĽftdysplasie | Steifheit, Sprungunlust, Lahmheit | Untersuchung der Zuchttiere senkt das Risiko |
| Zahnerkrankungen | Zahnstein, Mundgeruch, wundes Zahnfleisch | Kleine Kiefer drängen die Zähne zusammen; regelmässige Pflege hilft |
| Ăśbergewicht | Gewichtszunahme, wenig Energie | Mit abgemessener FĂĽtterung und Bewegung beherrschbar |
Der Norfolk Terrier ist intelligent und lernwillig, hat aber einen eigenständigen Terrierzug, weshalb kurze, belohnungsbasierte Einheiten von klein auf am besten wirken.
Der Norfolk Terrier ist clever und lernt schnell, besitzt aber auch den eigenständigen, selbstbestimmten Charakter, der vielen Terriern gemeinsam ist. Bei eintönigen Wiederholungen verliert er rasch das Interesse und verfolgt lieber seine eigene Agenda, sobald eine Spur oder ein kleines Tier auftaucht. Erziehung gelingt am besten konsequent, positiv und in Einheiten, die kurz genug sind, um die Aufmerksamkeit des Hundes zu halten. Ein zuverlässiger Rückruf und solide Leinenführigkeit haben angesichts des Jagdtriebs der Rasse Priorität. In einigen Kantonen ist für Ersthundehalter zudem nach wie vor ein obligatorischer Kurs vorgeschrieben, dessen Inhalte sich gut mit den frühen Erziehungsschritten des Norfolk kombinieren lassen.
Norfolk Terrier erreichen die Zuchtreife mit etwa ein bis zwei Jahren, tragen kleine WĂĽrfe aus und werden wegen teils schwieriger Geburten mit Gesundheitschecks gezĂĽchtet.
Norfolk Terrier werden im ersten Lebensjahr geschlechtsreif, doch verantwortungsvolle Züchter warten mit der Verpaarung, bis körperliche und wesensmässige Reife erreicht ist, meist im Alter von 18 bis 24 Monaten. Zuchttiere sollten vor jeder geplanten Verpaarung auf Herz- und Gelenkprobleme untersucht und auf ein solides Wesen geprüft werden, etwa im Rahmen der von der SKG anerkannten Zuchtprogramme.
Die Tragzeit dauert rund 63 Tage. Die Würfe sind klein, meist zwei bis vier Welpen, was für einen kleinen Terrier typisch ist. Wegen der geringen Grösse der Rasse haben manche Hündinnen Mühe beim Werfen, weshalb die Trächtigkeit engmaschig überwacht und tierärztliche Unterstützung im Voraus organisiert wird. Gelegentlich ist ein Kaiserschnitt nötig.
Neugeborene Welpen wachsen bei der Mutter in einer warmen, ruhigen Wurfbox auf. Mit etwa drei bis vier Wochen beginnt die Entwöhnung, und die Welpen werden schrittweise an feste Nahrung gewöhnt. Früher Umgang und behutsame Sozialisierung durch die Züchterin oder den Züchter prägen selbstsichere erwachsene Hunde. Welpen ziehen üblicherweise ab etwa acht Wochen in ihr neues Zuhause um, sobald sie entwöhnt, tierärztlich untersucht sowie geimpft und entwurmt sind.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate |
| Empfohlenes Zuchtalter | Etwa 18 bis 24 Monate |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Typische Wurfgrösse | 2 bis 4 Welpen |
| Entwöhnung | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Abgabealter | Ab etwa 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Norfolk Terrier betreffen Grösse, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Familientauglichkeit und Verfügbarkeit.
Er zählt zu den kleinsten Arbeitsterriern und erreicht etwa 23 bis 25 cm Schulterhöhe bei einem Gewicht von rund 5 bis 5,5 kg.
Er ist anhänglich und menschenbezogen, bewahrt dabei aber einen temperamentvollen, wachen Terriercharakter. Gegenüber anderen Hunden ist er meist umgänglicher als viele Terrier, ein Erbe seiner Geschichte als Meutehund.
Der Aufwand ist mässig. Das drahtige Fell braucht wöchentliches Bürsten und einige Male im Jahr Trimmen von Hand, dazu tägliche Bewegung und Gesellschaft. Ansonsten ist die Rasse robust und anpassungsfähig.
Die typische Lebenserwartung liegt bei 12 bis 16 Jahren. Gute Pflege, ein gesundes Gewicht und regelmässige tierärztliche Betreuung begünstigen das obere Ende dieser Spanne.
Ja. Zu Hause ist er treu und freundlich und kommt in der Regel gut mit Kindern zurecht, die respektvoll mit Hunden umgehen. Auch mit anderen Hunden versteht er sich meist gut.
Der Hauptunterschied liegt bei den Ohren. Der Norfolk hat gefaltete Klappohren, der Norwich stehende Ohren. 1964 wurden sie in England als eigenständige Rassen anerkannt.
Sie sind eher selten. Da die WĂĽrfe klein ausfallen und die Rasse nicht zahlreich ist, kann die Suche nach einem Welpen bei einer Zucht mit Gesundheitschecks mit einer Warteliste verbunden sein.