
Der Gordon Setter ist ein selbstbewusster, treuer Vorstehhund, der sich durch sein auffälliges schwarz-loh Fell und seine standhafte Ergebenheit auszeichnet.
Wie das Fell des Gordon Setter aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Gordon Setter verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
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Der Gordon Setter ist ein grosser schottischer Vorstehhund mit schwarz-lohfarbenem Fell, der viel Bewegung braucht und meist 10 bis 12 Jahre alt wird.
Der Gordon Setter stammt aus Schottland, wo er zum Anzeigen und Apportieren von Federwild gezüchtet wurde. Unter den Settern ist er der schwerste und kräftigste Typ, gebaut für Ausdauer auf unwegsamem Gelände und nicht in erster Linie für Tempo.
Kennzeichnend ist das glänzend schwarze Fell mit klar abgegrenzten lohfarbenen oder kastanienbraunen Abzeichen an Fang, Läufen, Brust und über den Augen. Der Hund wirkt aufmerksam und selbstbewusst und bleibt eng an seine Bezugspersonen gebunden.
Gordon Setter sind treu und klug. Oft hängen sie stark an einem einzigen Haushalt und zeigen sich Fremden gegenüber zunächst zurückhaltend, bis sie diese eingeschätzt haben. Fehlt die nötige körperliche und geistige Auslastung, werden sie unruhig und entwickeln mitunter störende Angewohnheiten.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Schottland |
| Grösse | Gross |
| Lebenserwartung | 10 bis 12 Jahre |
| Gruppe/Einsatz | Vorstehhund (Jagdgebrauchshund), eingesetzt zum Anzeigen und Apportieren von Federwild |
| Verträglichkeit | Gut mit Familien und älteren Kindern; kann mit anderen Hunden und Haustieren zusammenleben, wenn er damit aufwächst |
Der Gordon Setter passt zu aktiven Haltern, die täglich Zeit für Bewegung einplanen. Gut geeignet ist er für Menschen, die jagen, joggen, wandern oder Hundesport betreiben. Für eine Wohnung ohne ausreichenden Auslauf im Freien eignet er sich weniger, ebenso wenig für Haushalte, die tagsüber lange abwesend sind, denn der Hund verträgt es schlecht, längere Zeit allein gelassen zu werden.
Der Name geht auf die Zwinger der Herzöge von Gordon auf Gordon Castle in Schottland zurück, wo der schwarz-lohfarbene Typ Anfang des 19. Jahrhunderts entstand.
Setter als Arbeitstyp gab es in Grossbritannien schon Jahrhunderte, bevor sich der Gordon Setter als eigenständige Rasse herausbildete. Diese Hunde spürten Federwild auf und legten sich dann hin, sie "setzten", damit die Jäger mit Netzen oder später mit dem Gewehr zum Zug kamen.
Der schwarz-lohfarbene Setter wurde mit den Zwingern der Herzöge von Gordon auf Gordon Castle in der schottischen Grafschaft Banffshire in Verbindung gebracht. Der vierte Herzog von Gordon hielt und förderte diese Hunde um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, und die Rasse übernahm mit der Zeit den Familiennamen.
Frühe Gordon Setter wurden für ruhige, systematische Arbeit und eine gute Nase geschätzt, weniger für auffällige Schnelligkeit. Zeitweise hiess die Rasse Gordon Castle Setter, bevor sich der kürzere Name durchsetzte. Die Fellfarbe variierte im frühen Zuchtbestand, doch die schwarz-lohfarbene Zeichnung setzte sich mit der Zeit als Standard durch.
Im 19. Jahrhundert erreichte die Rasse Nordamerika und gehörte zu den ersten Rassen, die der American Kennel Club bei Einführung der Zuchtbuchführung in den 1870er und 1880er Jahren anerkannte. Später entstand der Gordon Setter Club of America zur Förderung der Rasse, die bis heute sowohl als Jagdgebrauchshund als auch als Begleithund gehalten wird. In der Schweiz betreut die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) als FCI-Mitglied die Rasse, deren Standard über den englischen Zuchtverband an die FCI weitergegeben wird.
Der Gordon Setter ist kräftig gebaut, mit schwarzem Fell und lohfarbenen Abzeichen. Rüden erreichen etwa 61 bis 69 cm Schulterhöhe, das Fell ist lang, glatt bis leicht gewellt.
Der Gordon Setter ist der kräftigste unter den Settern, mit stärkerem Knochenbau und tieferem Brustkorb als der English Setter oder Irish Setter. Die Linienführung wirkt ausgewogen: gerader Rücken, tiefe Brust und ein stolz getragener Kopf. Die Rute ist eher kurz und wird ungefähr auf Rückenhöhe getragen, oft als fahnenartig beschrieben.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Grösse | Rüden etwa 61 bis 69 cm (24 bis 27 in); Hündinnen etwa 58 bis 66 cm (23 bis 26 in) Schulterhöhe |
| Gewicht | Rüden etwa 25 bis 36 kg (55 bis 80 lb); Hündinnen etwa 20 bis 32 kg (45 bis 70 lb) |
| Fell | Weich und glänzend, glatt oder leicht gewellt, mit längerem Behang an Ohren, Brust, Läufen, Unterseite und Rute |
| Farben | Schwarz mit lohfarbenen oder kastanienbraunen Abzeichen (schwarz-loh) |
| Augen | Dunkelbraun, oval, recht weit auseinanderstehend, was einen aufmerksamen, klugen Ausdruck ergibt |
Kennzeichnend für die Rasse ist das tiefschwarze Fell mit klar abgegrenzten lohfarbenen Abzeichen. Das Loh zeigt sich über den Augen, an den Fangseiten, an Kehle und Brust, an den unteren Läufen und Pfoten sowie unter der Rute. Ein kleiner weisser Fleck auf der Brust ist gemäss Standard zulässig, grössere weisse Flächen sind dagegen untypisch. Der Behang an Ohren, Läufen und Rute prägt die elegante Linie der Rasse und braucht regelmässige Pflege, damit sich keine Verfilzungen bilden.
Der Gordon Setter ist treu, klug und energiegeladen und hängt stark an seiner Familie. Fremden gegenüber zeigt er sich wachsam, manchmal zurückhaltend, und braucht konsequente Erziehung sowie viel Auslauf.
Gordon Setter bauen eine enge Bindung zu ihrem Haushalt auf und halten sich gern in der Nähe ihrer Menschen auf. Zuhause zeigen sie sich anhänglich und folgen Familienmitgliedern oft von Zimmer zu Zimmer. Mit Kindern, mit denen sie aufwachsen, kommen sie in der Regel gut zurecht, wobei das Spiel mit sehr jungen Kindern wegen Grösse und Temperament beaufsichtigt werden sollte.
Fremden gegenüber verhält sich der Gordon meist wachsam und aufmerksam. Viele Hunde dieser Rasse sind zunächst zurückhaltend und bellen, wenn Besuch kommt, was sie zu brauchbaren Wachhunden macht. Frühe und fortlaufende Sozialisierung hilft, dass sie selbstsicher bleiben statt misstrauisch zu werden.
Mit anderen Hunden und mit Haustieren, mit denen er aufgewachsen ist, kommt die Rasse meist gut aus. Als Vorstehhund kann er draussen kleinere Tiere jagen, weshalb die Begegnung mit Katzen oder kleinen Haustieren behutsam gestaltet werden sollte. Gordon Setter sind intelligent und lernen schnell, können aber eigenständig handeln und brauchen eine konsequente Führung. Langeweile und zu wenig Bewegung führen häufig zu Kauen, Graben oder Bellen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 5 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Bellfreude | 3 |
| Fellwechsel | 3 |
Der Gordon Setter braucht regelmässiges Bürsten des langen Fells, viel tägliche Bewegung und ausreichend Platz. Zu wenig Auslauf oder langes Alleinsein bekommen ihm schlecht.
Am besten kommt der Gordon Setter in einem Zuhause mit Garten und einem aktiven Tagesablauf zurecht. Er passt sich verschiedenen Klimazonen an, sollte aber nicht über längere Zeit allein draussen bleiben, denn er möchte bei seiner Familie sein. Leben in der Wohnung ist nur möglich, wenn der Hund täglich genügend Auslauf im Freien bekommt. Die Rasse verträgt Alleinsein schlecht und kann bei häufiger Isolation destruktiv oder ängstlich werden.
Der Gordon Setter braucht ausgewogenes Futter für einen grossen, aktiven Hund, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten täglich, um das Magendrehungsrisiko zu senken.
Ein vollwertiges, auf Lebensphase und Grösse abgestimmtes Futter deckt den Bedarf am besten. Aktive und arbeitende Gordon Setter verbrennen mehr Kalorien als reine Begleithunde, die Portionen sollten sich also nach Arbeitspensum und Körperzustand des einzelnen Hundes richten. Der Hund sollte schlank und gesund bleiben, denn Übergewicht belastet die Gelenke und verschlimmert Hüftprobleme. Als tiefbrüstige Rasse trägt der Gordon Setter ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung (gastrische Dilatation-Volvulus), deshalb werden die Mahlzeiten meist über den Tag verteilt und intensive Bewegung kurz vor und nach dem Fressen vermieden.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten pro Tag |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Gemäss Angabe auf dem Welpenfutter, aufgeteilt in kleinere Portionen | 3 bis 4 |
| Welpe (6 bis 12 Monate) | Gemäss Angabe auf dem Futter für grosse Rassen | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 2 bis 3 Tassen Trockenfutter, je nach Gewicht und Aktivität | 2 |
| Senior oder wenig aktiv | Reduzierte Portion, um das Gewicht im gesunden Bereich zu halten | 2 |
Leckerlis sollten nicht mehr als etwa 10 Prozent der Tageskalorien ausmachen, sonst drohen Übergewicht. Ein vollwertiges Fertigfutter liefert einem gesunden Gordon in der Regel alle nötigen Nährstoffe, Nahrungsergänzung ist daher meist unnötig. Manche Halter geben älteren oder arbeitenden Hunden nach Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt Gelenkpräparate. Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein, besonders rund um die Bewegungseinheiten.
Der Gordon Setter ist meist robust und wird typischerweise 10 bis 12 Jahre alt. Bekannte Risiken sind Hüftdysplasie, Magendrehung, Augenerkrankungen und Schilddrüsenunterfunktion.
Die meisten Gordon Setter werden 10 bis 12 Jahre alt. Die Rasse gilt als robust, trägt aber wie viele grosse Hunde einige erblich und anatomisch bedingte Gesundheitsrisiken. Welpen von Züchtern zu beziehen, die ihre Zuchttiere untersuchen lassen, und den Hund auf gesundem Gewicht zu halten, senkt das Risiko für mehrere dieser Probleme.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Hinken, Steifheit, Mühe beim Aufstehen oder Treppensteigen | Erbliche Fehlbildung des Gelenks; Zuchttiere sollten auf die Hüfte untersucht werden |
| Magendrehung (gastrische Dilatation-Volvulus) | Aufgeblähter Bauch, Würgen ohne Erbrechen, Unruhe, sichtliches Leiden | Medizinischer Notfall; tiefbrüstige Rassen tragen ein höheres Risiko |
| Progressive Retinaatrophie | Nachtblindheit, mit der Zeit abnehmendes Sehvermögen | Erbliche Augenerkrankung; DNA- und Augentests sind verfügbar |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, wenig Energie, Veränderungen an Fell und Haut | Nach der Diagnose mit täglicher Medikation gut behandelbar |
| Ohrenentzündungen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen an den Ohren | Lange Hängeohren stauen Feuchtigkeit; regelmässige Reinigung hilft |
Der Gordon Setter ist klug und lernfähig, kann aber eigenständig handeln, deshalb wirkt konsequentes, belohnungsbasiertes Training am besten. Sozialisierung mildert seine natürliche Zurückhaltung gegenüber Fremden.
Gordon Setter lernen schnell und arbeiten gern für eine Aufgabe. Sie sind feinfühlige Hunde, die gut auf Lob, Futter und Spiel reagieren, harte Methoden vertragen sie schlecht. Die Rasse kann stur sein oder sich von Gerüchen ablenken lassen, weshalb kurze, abwechslungsreiche Einheiten am besten funktionieren, die den Hund bei der Sache halten. Frühe Sozialisierung mit Menschen, Orten und anderen Tieren ist wichtig für einen selbstsicheren erwachsenen Hund, denn die Rasse neigt dazu, Fremden gegenüber zurückhaltend zu sein.
Gordon Setter werden mit etwa 1 bis 2 Jahren geschlechtsreif, die Trächtigkeit dauert rund 63 Tage, Würfe zählen meist 6 bis 10 Welpen. Gesundheitstests der Elterntiere sind vor der Zucht wichtig.
Hündinnen werden meist zwischen etwa 6 und 12 Monaten geschlechtsreif, verantwortungsvolle Züchter warten mit der Verpaarung jedoch, bis der Hund körperlich und geistig ausgereift ist, in der Regel mit etwa 2 Jahren, und die Gesundheitstests bestanden hat. Die Trächtigkeit dauert ab der Befruchtung rund 63 Tage. Ein Wurf umfasst typischerweise etwa 6 bis 10 Welpen, die Zahl schwankt jedoch.
In den ersten Wochen sind neugeborene Welpen für Wärme und Milch vollständig auf die Mutter angewiesen. Das Absetzen beginnt meist mit 3 bis 4 Wochen und ist mit etwa 7 bis 8 Wochen abgeschlossen. Behutsamer Kontakt und frühe Gewöhnung an die Geräusche und Eindrücke im Haushalt helfen in dieser Zeit, ein stabiles Wesen zu formen. Welpen sollten mindestens bis zur 8. Lebenswoche bei Mutter und Wurfgeschwistern bleiben. Zuchttiere sollten auf Hüfte, Augen und Schilddrüse untersucht werden, um das Risiko erblicher Erkrankungen bei den Nachkommen zu senken.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate (Verpaarung meist erst ab etwa 2 Jahren) |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | Etwa 6 bis 10 Welpen |
| Absetzalter | Etwa 7 bis 8 Wochen |
| Empfohlenes Alter beim Verlassen der Mutter | 8 Wochen oder älter |
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Häufig gestellte Fragen zum Gordon Setter betreffen Grösse, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung für Familien und Verfügbarkeit von Welpen.
Er ist eine grosse Rasse. Rüden erreichen meist etwa 61 bis 69 cm Schulterhöhe und wiegen rund 25 bis 36 kg. Hündinnen sind etwas kleiner, mit etwa 58 bis 66 cm und 20 bis 32 kg.
Für aktive Familien ja. Zuhause zeigen sie sich treu und anhänglich und kommen mit Kindern, mit denen sie aufgewachsen sind, in der Regel gut zurecht. Wegen Grösse und Temperament sollte das Spiel mit sehr jungen Kindern beaufsichtigt werden.
Der Pflegeaufwand ist mässig hoch. Das lange Fell braucht zwei- bis dreimal wöchentlich eine Bürste, die Ohren müssen regelmässig gereinigt werden, und der Hund braucht viel tägliche Bewegung. Halter, die den Bewegungsbedarf nicht decken können, erleben häufig Verhaltensprobleme aus Langeweile.
Die meisten Hunde werden etwa 10 bis 12 Jahre alt. Gute Ernährung, regelmässige tierärztliche Betreuung und ein gesundes Gewicht unterstützen eine volle Lebenserwartung.
Mit anderen Hunden und mit Haustieren, mit denen er aufgewachsen ist, kommt er meist gut zurecht. Da es sich um einen Vorstehhund mit Jagdtrieb handelt, sollte die Begegnung mit Katzen oder kleinen Tieren behutsam gestaltet werden, ein zuverlässiger Rückruf ist im Freien wichtig.
Die Rasse ist seltener als viele populäre Rassen, deshalb kann die Wartezeit auf einen Welpen bei einer seriösen Zuchtstätte länger sein. Rasseklubs und Tierschutzorganisationen helfen bei der Suche nach Welpen oder erwachsenen Hunden, die ein neues Zuhause brauchen.
Sie sind wachsam und bellen, wenn Fremde oder ungewohnte Aktivität auftauchen, das macht sie zu brauchbaren Wachhunden. Übermässiges Bellen ist meist ein Zeichen von Langeweile oder zu wenig Bewegung und keine feste Eigenschaft der Rasse.