
Riesenschnauzer
Der Riesenschnauzer ist ein kühner, intelligenter Arbeitshund, bekannt für seine Treue, seine Ausbildbarkeit und seine kraftvolle, schützende Erscheinung.
- Size
- Gross
- Lifespan
- 10–12 years
- Origin
- Deutschland
- Temperament
- Intelligent
- Standard colors
- Schwarz, Weiss, Silber und Pfeffer-Salz
Characteristics
Coat and grooming
How the Riesenschnauzer coat is built, and what that means when you groom it.
- Fellschichten
- Doppeltes Fell
- Fellstruktur
- Drahthaar
- Fellänge
- Mittellang
- Haarwechsel
- Geringer Haarverlust
Grooming guidance
Vorsicht: A Riesenschnauzer coat should be hand-stripped rather than clipped.
Ein Drahthaarfell soll an der Wurzel ausgezupft werden, sobald das Haar reif zum Lösen ist. Eine Schermaschine kappt es stattdessen auf halber Länge und lässt die weiche Unterwolle stehen. Das Ergebnis ist ein Fell, das schlaff und verblasst nachwächst; die wetterfeste Struktur kehrt erst zurück, wenn das Haar erneut getrimmt wird.
Riesenschnauzer colors and patterns
What each club's breed standard says about every Riesenschnauzer color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Riesenschnauzer in Schwarz, Weiss, Silber und Pfeffer-Salz. Standard patterns: Einfarbig und Lohzeichnung.
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“Pure black with black undercoat”) | Standardgemäss (“Black”) | Standardgemäss (“Pure black (with black undercoat)”) | Standardgemäss (“Pure black”) | Standardgemäss (“Pure black with black undercoat”) |
| Weiss | Standardgemäss (“Black/Silver: white markings over the eyes, on the cheeks, at the beard”) | Standardgemäss (“A small white spot on the breast is permitted”) | Nicht anerkannt | Nicht anerkannt | Standardgemäss (“Black and silver: white markings over the eyes, on the cheeks, at the beard”) |
| Silber | Standardgemäss (“Black/Silver”) | Disqualifizierend (“Markings other than specified”) | Nicht anerkannt | Standardgemäss (“Black and silver”) | Standardgemäss (“Black and silver”) |
| Pfeffer-Salz | Standardgemäss (“Pepper and Salt”) | Standardgemäss (“Pepper & Salt”) | Standardgemäss (“salt and pepper”) | Standardgemäss (“Pepper and salt”) | Standardgemäss (“Pepper and salt”) |
| Lohfarben | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“Black & Tan”) | Nicht anerkannt | Nicht anerkannt | Nicht anerkannt |
| Rehfarben | Nicht anerkannt | Nicht anerkannt (“Fawn”) | Nicht anerkannt | Nicht anerkannt | Nicht anerkannt |
| Patterns | |||||
| Einfarbig | Standardgemäss (“Pure black”) | Standardgemäss (“Solid black”) | Standardgemäss (“Pure black”) | Standardgemäss (“Pure black”) | Standardgemäss (“Pure black”) |
| Lohzeichnung | Standardgemäss (“Black/Silver”) | Disqualifizierend (“Black & Tan”) | No ruling | Standardgemäss (“Black and silver: solid black with silver markings”) | Standardgemäss (“Black and silver”) |
| Gefleckt | Fehler (“white or spotted coat”) | Disqualifizierend | No ruling | Nicht anerkannt | Fehler (“white or spotted coat”) |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Dunkelbraun | Standardgemäss (“dark”) | Standardgemäss (“dark brown”) | Standardgemäss (“Eye color is dark”) | Standardgemäss (“dark”) | Standardgemäss (“dark”) |
| Hellbraun | Fehler (“Light, too large or round eyes”) | No ruling | No ruling | No ruling | Fehler (“Light, too large or round eyes”) |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“always black”) | Standardgemäss (“The nose is large, black, and full”) | Standardgemäss (“The nose is large, full and black”) | Standardgemäss (“Nose black”) | Standardgemäss (“always black”) |
What the rulings mean
- Standardgemäss
- Described by the club's breed standard.
- Fehler
- Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
- Nicht anerkannt
- The club does not accept this color or pattern for the breed.
Color changes
How a Riesenschnauzer's colors can change over its life.
Schwarzchanges toRostrot
Fell · Mit dem Körperzustand · can change back
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Weisschanges toStichelschimmel
Fell · Mit dem Alter · from 2 weeks
Lohzeichnungchanges toSattelzeichnung
Fell · Mit dem Alter · from 6 to 156 weeks
Schwarzchanges toSchneenase
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Schwarzchanges toRosa
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Riesenschnauzer breed standard
What each club's standard asks of the Riesenschnauzer: size, build and forms. A club speaks only for itself, and a figure no club published is left out.
Measurements
Conformation
Schnauzenform
Stumpf
“Muzzle: Ending in a blunt wedge”
Biss
Scherengebiss
“The complete scissor bite”
Biss
ZangengebissFehler
“Pincer bite”
Biss
RückbissDisqualifizierend
“Faulty mouth, such as over- or undershot or wry mouth”
Biss
VorbissDisqualifizierend
“Faulty mouth, such as over- or undershot or wry mouth”
Biss
Schiefes GebissDisqualifizierend
“Faulty mouth, such as over- or undershot or wry mouth”
Bezahnung
Vollzahnig
“42 pure white teeth, according to the dentition formula”
Augenform
Oval
“Medium sized, oval, facing forward”
Augenform
RundFehler
“Light, too large or round eyes”
Ohrhaltung
Hängend (Hängeohr)
“Drop ears, set high, V-shaped”
Ohransatz
Hoch
“Drop ears, set high”
Ohransatz
NiedrigFehler
“Low set, too long or unevenly carried ears”
Rückenlinie
Nach hinten abfallend
“Topline: Slightly sloping from withers towards rear”
Brust
Mässig
“Chest: Moderately broad, oval in diameter”
Pfoten
Katzenpfote
“toes well-knit and arched (cat foot)”
Schwanzhaltung
Säbelförmig
“a sabre or sickle carriage is sought after”
Schwanzhaltung
Sichelförmig
“a sabre or sickle carriage is sought after”
Markings
Parts of the body
Meet some of our Riesenschnauzer
A few of the Riesenschnauzer profiles members have added to United Pet Club.
Der Riesenschnauzer im Überblick
Der Riesenschnauzer ist ein grosser deutscher Gebrauchshund mit starkem Schutztrieb. Er passt zu erfahrenen, aktiven Halterinnen und Haltern mit Zeit für Auslauf und Training.
Der Riesenschnauzer ist die grösste der drei Schnauzer-Rassen und überragt die meisten erwachsenen Menschen deutlich über Kniehöhe. Gezüchtet wurde er in Deutschland als Gebrauchshund; er trägt denselben quadratischen Körperbau, das raue Fell sowie den markanten Bart und die buschigen Augenbrauen seiner kleineren Verwandten, nur in kräftigerem Format.
Die Rasse ist wachsam, selbstbewusst und eng an ihre Familie gebunden. Sie baut zu den Menschen, mit denen sie zusammenlebt, eine enge Bindung auf und verhält sich Fremden gegenüber eher zurückhaltend, was ihr die natürliche Rolle als Wach- und Schutzhund verleiht. Ein Riesenschnauzer, der seinen Haushalt kennt, stellt sich häufig zwischen die Familie und alles Unbekannte.
Hohe Intelligenz und ein starker Arbeitswille prägen die Rasse. Diese Hunde lernen schnell und wollen eine Aufgabe erfüllen, sei es im Gehorsam, im Schutzdienst, beim Hüten oder bei täglicher, strukturierter Bewegung. Fehlt die geistige und körperliche Auslastung, wird ein Riesenschnauzer schnell gelangweilt und schwer zu führen.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Deutschland |
| Grösse | Gross |
| Lebenserwartung | 10 bis 12 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Gebrauchshund, Wachhund |
| Verträglichkeit | Vertraute Familienmitglieder und Kinder bei gemeinsamem Aufwachsen und Aufsicht |
Für wen er sich eignet
Der Riesenschnauzer passt zu erfahrenen, aktiven Halterinnen und Haltern, die täglich Zeit für Training und Bewegung einplanen. Am besten kommt er in einem Zuhause mit sicher eingezäuntem Aussenbereich zurecht, bei Menschen, die einen präsenten, aufmerksamen Hund schätzen. Für Ersthalter, wenig aktive Haushalte oder Situationen, in denen der Hund über längere Zeit allein bliebe, eignet er sich schlecht.
Geschichte und Herkunft des Riesenschnauzers
Der Riesenschnauzer entstand in Süddeutschland als grössere Ausführung des Mittelschnauzers und diente zunächst dem Treiben von Vieh, später als Wach- und Gebrauchshund.
Die Rasse stammt aus den süddeutschen Regionen Bayern und Württemberg. Bauern und Viehhändler suchten dort einen grösseren Hund als den Mittelschnauzer, kräftig genug, um Vieh zum Markt zu treiben und Höfe zu bewachen. Entstanden ist ein kräftiger, wetterfester Gebrauchshund nach dem Vorbild des Schnauzers.
Frühe Züchter kreuzten vermutlich den Mittelschnauzer mit grösseren, glatt- und rauhaarigen Bauernhunden; die Rasse teilt ihre Abstammung mit der breiteren Familie europäischer Treib- und Wachhunde. Über weite Strecken ihrer frühen Geschichte war die Rasse ein regionaler Arbeitshund und kein Ausstellungshund, geschätzt für ihren Nutzen auf Höfen und Viehmärkten.
Mit dem Ausbau der Eisenbahn verringerte sich der Bedarf, Vieh über weite Strecken zu treiben, und der Riesenschnauzer fand neue Aufgaben in den Städten. Er bewachte Brauereien, Viehhöfe und Metzgereien; seine Grösse und sein Wesen machten ihn zu einem fähigen Wächter. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts weckte die Rasse das Interesse deutscher Hundezüchter.
Während und nach den Weltkriegen wurde der Riesenschnauzer für den Polizei- und Militärdienst ausgebildet, was seinen Ruf als zuverlässiger Gebrauchshund festigte. Von Deutschland aus verbreitete sich die Rasse in weitere Länder; auch in der Schweiz wird sie heute als Wach-, Gebrauchs- und Begleithund gehalten.
Aussehen und Rassestandard des Riesenschnauzers
Der Riesenschnauzer ist gross, quadratisch gebaut, mit rauem Drahthaarkleid, ausgeprägtem Bart und Augenbrauen sowie einem kräftigen, muskulösen Körperbau.
Der Riesenschnauzer wirkt wie eine grössere, kräftigere Ausgabe des Mittelschnauzers. Der Körper ist quadratisch, das heisst, die Länge von der Brust bis zum Rutenansatz entspricht ungefähr der Widerristhöhe. Der Bau ist stark und muskulös, ohne grob zu wirken; der Gesamteindruck vermittelt Substanz und Arbeitsfähigkeit.
Der Kopf ist rechteckig und kräftig, geprägt von den charakteristischen buschigen Augenbrauen und dem langen Bart der Rasse. Die Ohren werden naturbelassen getragen und fallen seitlich herab; das Kupieren von Ohren ist in der Schweiz aus Tierschutzgründen verboten. Der Ausdruck ist wach und aufmerksam. Der Rassestandard richtet sich nach den Vorgaben der Fédération Cynologique Internationale (FCI), wie sie in der Schweiz von der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) übernommen werden.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Grösse | Etwa 60 bis 70 cm Widerristhöhe |
| Gewicht | Etwa 25 bis 48 kg |
| Fell | Dichtes, raues Drahthaar mit weicher Unterwolle |
| Farben | Einfarbig Schwarz sowie Pfeffer und Salz |
| Augen | Mittelgross, oval, dunkelbraun |
Fell und Farben
Das Deckhaar ist rau und drahtig, darunter liegt eine weichere Unterwolle. Zugelassen sind die beiden Farben Einfarbig Schwarz sowie Pfeffer und Salz, wobei Letzteres durch einzelne Haare mit hellen und dunklen Abschnitten ein gebändertes Grau ergibt. Das Fell braucht regelmässige Pflege und wird bei Ausstellungshunden traditionell von Hand getrimmt, um die korrekte raue Struktur zu erhalten; bei reinen Begleithunden wird stattdessen häufig geschoren.
Was der Standard der Rasse Riesenschnauzer sagt, Verband für Verband
Widerristhöhe bei der Rasse Riesenschnauzer: AKC 64.8-69.9 cm; CKC 64.8-69.8 cm; KC 65-70 cm.
Die Verbände legen eigene Werte für die Rasse Riesenschnauzer fest. Diese stammen aus dem veröffentlichten Standard des jeweiligen Verbands: AKC, CKC, FCI, KC, UKC.
Grösse
- Widerristhöhe, männlich: AKC 64.8-69.9 cm; CKC 64.8-69.8 cm; KC 65-70 cm
- Widerristhöhe, weiblich: AKC 59.7-64.8 cm; CKC 59.8-64.8 cm; KC 60-65 cm
- Widerristhöhe: FCI 60-70 cm; UKC 59.7-69.9 cm
- Schwanzlänge: AKC 3.8-7.6 cm; CKC 5-10 cm
- Gewicht: FCI 35-47 kg; UKC 34-45.4 kg
- Verhältnis Höhe zu Länge: AKC 1; CKC 1; FCI 1; KC 1; UKC 1
Körperbau und Formen
Jede dieser Formen erkennt mindestens ein Verband an:
- Stop: Gering, Mässig
- Schnauzenform: Stumpf
- Biss: Scherengebiss
- Bezahnung: Vollzahnig
- Zungenpigment: Rosa, Gefleckt
- Augenform: Oval
- Ohrhaltung: Hängend (Hängeohr), Knopfohr, Stehend (Stehohr)
- Ohransatz: Hoch
- Halslänge: Mittel
- Rückenlinie: Nach hinten abfallend
Formen, die die Verbände abwerten
Ein Fehler oder eine Disqualifikation ist eine Bewertung nach einem Ausstellungsstandard. Sie kann die Platzierung beeinflussen und bei manchen Verbänden auch die Eintragung.
- Disqualifizierend: Biss: Rückbiss (AKC, CKC, FCI); Biss: Vorbiss (AKC, CKC, FCI); Biss: Schiefes Gebiss (FCI)
- Fehler: Biss: Zangengebiss (FCI); Augenform: Rund (FCI); Ohransatz: Niedrig (FCI)
Kupieren und andere Eingriffe
- Kupieren der Ohren: Alternativ (AKC, CKC, UKC)
- Kupieren des Schwanzes: Standardgemäss (AKC, CKC); Alternativ (KC, UKC)
- Entfernen der Wolfskrallen: Standardgemäss (AKC, UKC)
Das ist die Haltung des jeweiligen Verbands für den Ausstellungsring, nicht das Gesetz. Die Rechtslage zu diesen Eingriffen ist von Land zu Land verschieden.
Alle Punkte nebeneinander sehen: Verbände vergleichen.
Die Angaben stammen aus dem veröffentlichten Rassestandard des jeweiligen Verbands, und Verbände überarbeiten ihre Standards. Prüfen Sie vor einer Ausstellung oder Eintragung den aktuellen Text beim Verband.
Widerristhöhe bei der Rasse Riesenschnauzer: Was gibt jeder Verband an?
Widerristhöhe, männlich: AKC 64.8-69.9 cm; CKC 64.8-69.8 cm; KC 65-70 cm; Widerristhöhe, weiblich: AKC 59.7-64.8 cm; CKC 59.8-64.8 cm; KC 60-65 cm; Widerristhöhe: FCI 60-70 cm; UKC 59.7-69.9 cm.
Welche Formen werten die Verbände bei der Rasse Riesenschnauzer ab?
Disqualifizierend: Biss: Rückbiss (AKC, CKC, FCI); Biss: Vorbiss (AKC, CKC, FCI); Biss: Schiefes Gebiss (FCI). Fehler: Biss: Zangengebiss (FCI); Augenform: Rund (FCI); Ohransatz: Niedrig (FCI).
Welche Farben der Rasse Riesenschnauzer die Verbände anerkennen
Anerkannt bei der Rasse Riesenschnauzer von allen Verbänden, die wir erfassen: Schwarz, Pfeffer-Salz.
Bei der Rasse Riesenschnauzer sind sich alle von uns erfassten Verbände einig: Schwarz, Pfeffer-Salz. Verglichene Verbände: AKC, FCI, KC, KUSA, UKC.
Als Standard geführte Zeichnungen der Rasse Riesenschnauzer: Einfarbig, Lohzeichnung.
Wo die Verbände uneins sind
Jeden dieser Einträge erkennt mindestens ein Verband an, während mindestens ein anderer ihn abwertet oder ablehnt.
- Weiss: Standardgemäss (AKC, FCI, KUSA); Nicht anerkannt (KC, UKC)
- Lohzeichnung: Standardgemäss (FCI, KC, KUSA); Disqualifizierend (AKC)
- Silber: Standardgemäss (FCI, KC, KUSA); Disqualifizierend (AKC); Nicht anerkannt (UKC)
Farben, die im Ausstellungsring abgewertet werden
Ein Fehler oder eine Disqualifikation ist eine Bewertung nach einem Ausstellungsstandard. Sie kann die Platzierung beeinflussen und bei manchen Verbänden auch die Eintragung.
- Disqualifizierend: Gefleckt (AKC), Lohzeichnung (AKC), Silber (AKC), Lohfarben (AKC)
- Fehler: Gefleckt (FCI, KUSA)
Über die Hauptfarbe hinaus
Standards regeln mehr als die Hauptfarbe. Als Standard geführt sind:
- Augen: Dunkelbraun
- Nase: Schwarz
Die Angaben stammen aus dem veröffentlichten Rassestandard des jeweiligen Verbands, und Verbände überarbeiten ihre Standards. Prüfen Sie vor einer Ausstellung oder Eintragung den aktuellen Text beim Verband.
Welche Farben der Rasse Riesenschnauzer erkennen alle Verbände an?
Anerkannt von allen genannten Verbänden (AKC, FCI, KC, KUSA, UKC): Schwarz, Pfeffer-Salz.
Sind sich die Verbände bei den Farben der Rasse Riesenschnauzer uneinig?
Ja. Unterschiedlich geregelt: Weiss, Lohzeichnung, Silber.
Welche Farben gelten bei der Rasse Riesenschnauzer als Fehler oder führen zur Disqualifikation?
Disqualifizierend: Gefleckt (AKC), Lohzeichnung (AKC), Silber (AKC), Lohfarben (AKC). Fehler: Gefleckt (FCI, KUSA).
Wesen und Verhalten des Riesenschnauzers
Der Riesenschnauzer ist treu, intelligent und schutzbereit. Er hängt an seiner Familie, bleibt Fremden gegenüber zurückhaltend und braucht frühe Sozialisierung.
Der Riesenschnauzer ist ein selbstbewusster, eigenwilliger Hund mit enger Bindung an seine Familie. Menschen, denen er vertraut, gegenüber zeigt er sich anhänglich und verspielt und folgt seinen Bezugspersonen oft durchs ganze Haus. Mit Kindern aus dem eigenen Haushalt kann er sanft und geduldig sein, wobei sein Format bedeutet, dass Spiel mit kleinen Kindern beaufsichtigt werden sollte.
Fremden gegenüber ist die Rasse von Natur aus zurückhaltend und wachsam. Dieser Schutztrieb macht sie zu einem wirksamen Wächter, weshalb eine frühe und fortlaufende Sozialisierung wichtig ist, damit der Hund eine echte Bedrohung von einem gewöhnlichen Besuch unterscheiden lernt. Ein gut erzogener Riesenschnauzer bleibt gelassen statt nervös oder aggressiv zu reagieren.
Mit anderen Haustieren hängt das Ergebnis von der Aufzucht ab. Ein Riesenschnauzer, der mit anderen Hunden und Katzen aufwächst, kann friedlich mit ihnen zusammenleben, besitzt jedoch einen starken Jagdtrieb und kann kleinere Tiere hetzen. Aggression gegenüber gleichgeschlechtlichen Hunden kommt vor. Die Rasse ist hoch intelligent und lernt gute wie schlechte Gewohnheiten rasch, weshalb von Anfang an klare Regeln wichtig sind.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 4 |
| Energie | 5 |
| Erziehbarkeit | 5 |
| Lautstärke | 3 |
| Fellwechsel | 2 |
Pflege und Fellpflege beim Riesenschnauzer
Der Riesenschnauzer braucht regelmässige Fellpflege, viel tägliche Bewegung und ein Zuhause mit genug Platz und Beschäftigung für seinen wachen Verstand.
Die Haltung eines Riesenschnauzers verlangt kontinuierlichen Zeitaufwand. Das Drahthaar, die hohe Energie und der aktive Verstand brauchen alle regelmässige Aufmerksamkeit.
Fellpflege
- Das Fell zwei- bis dreimal wöchentlich bürsten, um Verfilzungen vorzubeugen, mit besonderem Augenmerk auf Bart, Beine und Unterbauch
- Das Fell je nach Ausstellungsanspruch alle paar Monate scheren oder von Hand trimmen
- Den Bart regelmässig reinigen, da sich dort Futter und Wasser sammeln
- Krallen alle paar Wochen kürzen und Ohren auf Schmutz oder Feuchtigkeit kontrollieren
- Nach Bedarf baden, in der Regel alle ein bis zwei Monate
Bewegung
- Mindestens ein bis zwei Stunden Aktivität pro Tag einplanen
- Körperliche Bewegung mit Trainingsspielen, Nasenarbeit oder Hundesport für die geistige Auslastung kombinieren
- Für den Freilauf einen sicher eingezäunten Bereich nutzen, da der Jagdtrieb ausgeprägt ist
- Den Hund nicht über längere Zeit sich selbst überlassen, da dies zu Verhaltensproblemen aus Langeweile führen kann
Umgebung
Ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten eignet sich für den Riesenschnauzer besser als eine kleine Wohnung, wobei er sich bei vollständig gedecktem Bewegungsbedarf auch an das Leben in Innenräumen anpassen kann. Er möchte in der Nähe seiner Familie sein und kommt mit isolierter Haltung im Freien schlecht zurecht.
Fellpflege bei der Rasse Riesenschnauzer
Das Fell der Rasse Riesenschnauzer: Doppeltes Fell, Drahthaar, Mittellang, Geringer Haarverlust.
Was die Rasse Riesenschnauzer an Pflege braucht, ergibt sich grösstenteils aus dem Fell.
- Fellschichten: Doppeltes Fell
- Fellstruktur: Drahthaar
- Fellänge: Mittellang
- Haarwechsel: Geringer Haarverlust
Was dieses Fell von Ihnen verlangt
- Ein doppeltes Fell besteht aus weicher Unterwolle und längerem Deckhaar darüber. Bürsten Sie bis in die Unterwolle, denn diese Schicht verdichtet sich und hält lose Haare fest.
- Drahthaar fühlt sich hart an und behält seine Struktur am besten, wenn abgestorbenes Haar getrimmt, also ausgezupft, statt geschnitten wird.
- Mittellanges Haar verknotet gern an Reibestellen. Achten Sie besonders auf diese Bereiche.
- Wenig Haaren heisst nicht wenig Pflege. Haar, das im Fell bleibt, kann trotzdem verknoten, wenn es nicht ausgebürstet wird.
Was Sie beim Tierfriseur ansprechen sollten
Sprechen Sie diese Punkte bei der Terminbuchung an. Die Fellhinweise auf dieser Seite erklären jeden einzelnen.
- Trimmen statt scheren
Ein Tierfriseur, der die Rasse kennt, kann all das auf das einzelne Tier abstimmen. Wunde Haut, hautnahe Verfilzungen oder eine plötzliche Veränderung des Fells sollten Sie einem Tierarzt zeigen.
Welche Art von Fell hat die Rasse Riesenschnauzer?
Laut unseren Daten: Fellschichten: Doppeltes Fell; Fellstruktur: Drahthaar; Fellänge: Mittellang; Haarwechsel: Geringer Haarverlust.
Wie stark haart die Rasse Riesenschnauzer?
Wenig Haaren heisst nicht wenig Pflege. Haar, das im Fell bleibt, kann trotzdem verknoten, wenn es nicht ausgebürstet wird.
Was sollte ein Tierfriseur über die Rasse Riesenschnauzer wissen?
Zu beachten bei der Pflege: Trimmen statt scheren.
Ernährung und Fütterung des Riesenschnauzers
Ein Riesenschnauzer braucht eine vollwertige, ausgewogene Ernährung passend zu seiner Grösse und Aktivität, aufgeteilt auf abgemessene Mahlzeiten für gesunde Gelenke.
Füttern Sie eine vollwertige und ausgewogene Ration, die für grosse, aktive Hunde formuliert ist. Protein- und Fettgehalt sollten zur Arbeitsbelastung des Hundes passen, und die Portionen sollten abgemessen statt frei verfügbar sein, um Übergewicht vorzubeugen, das die Gelenke belastet. Welpen grosser Rassen profitieren von einem Wachstumsfutter, das auf eine kontrollierte, gleichmässige Entwicklung abgestimmt ist.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Gemäss Angabe auf dem Wachstumsfutter, aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Welpe (6 bis 12 Monate) | Gemäss Angabe auf dem Wachstumsfutter | 2 bis 3 |
| Ausgewachsen | Etwa 350 bis 600 g hochwertiges Trockenfutter | 2 |
| Senior | Nach unten angepasst bei geringerer Aktivität | 2 |
Leckerlis und Nahrungsergänzung
Leckerlis sollten nur einen kleinen Anteil der täglichen Kalorien ausmachen und für das Training statt zur freien Verfügung eingesetzt werden. Die meisten Hunde brauchen bei vollwertiger Ernährung keine Nahrungsergänzung, doch eine Tierärztin oder ein Tierarzt kann bei einer grossen, aktiven Rasse Gelenkpräparate empfehlen. Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein; frisst der Hund sehr hastig, kann ein erhöhter Napf oder ein Anti-Schling-Napf helfen.
Gesundheit und typische Krankheiten des Riesenschnauzers
Der Riesenschnauzer ist meist robust und wird 10 bis 12 Jahre alt, neigt jedoch zu Hüftdysplasie, Magendrehung sowie bestimmten Augen- und Autoimmunerkrankungen.
Der Riesenschnauzer ist eine im Allgemeinen gesunde grosse Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren. Wie bei den meisten grossen Hunden betreffen die Hauptrisiken die Gelenke und die Gefahr einer Magendrehung, dazu kommen einige erblich bedingte Erkrankungen. Der Kauf bei Züchterinnen und Züchtern, die ihre Zuchttiere gesundheitlich testen lassen, senkt das Risiko erblicher Krankheiten.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Steifheit, Hinken, Mühe beim Aufstehen | Zuchttiere untersuchen lassen; Gewicht und Gelenkbelastung kontrollieren |
| Magendrehung (GDV) | Aufgeblähter Bauch, Würgen, Unruhe | Medizinischer Notfall; sofort handeln |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, Antriebslosigkeit, Fellveränderungen | Wird mit täglicher Medikation behandelt |
| Augenerkrankungen | Trübungen, Sehveränderungen | Regelmässige Augenkontrollen helfen bei früher Erkennung |
| Autoimmunerkrankungen | Unterschiedlich, oft Haut oder Blut betreffend | Diagnose und Behandlung durch die Tierärztin oder den Tierarzt |
Vorsorge
- Impfungen und Parasitenschutz auf dem aktuellen Stand halten
- Ein schlankes Körpergewicht halten, um die Gelenke zu schonen
- Abgemessene Mahlzeiten füttern und starke Bewegung direkt nach dem Fressen vermeiden, um das Risiko einer Magendrehung zu senken
- Regelmässige tierärztliche Kontrollen einplanen, mit zunehmendem Alter auch Gelenke und Augen prüfen lassen
- Zähne regelmässig putzen, um die Zahngesundheit zu unterstützen
Erziehung und Training des Riesenschnauzers
Der Riesenschnauzer ist gut erziehbar und arbeitsfreudig, doch seine Intelligenz und sein starker Wille verlangen frühes, konsequentes Training von einer sicheren Bezugsperson.
Der Riesenschnauzer gehört zu den besser erziehbaren Rassen. Er lernt schnell, mag eine Aufgabe und zeigt sich stark im Gehorsam, in der Fährtenarbeit, im Schutzdienst und in weiteren Arbeitsdisziplinen. Dieselbe Intelligenz bedeutet aber auch, dass der Hund Grenzen prüft und Unstimmigkeiten ausnutzt, weshalb Training am besten klar, fair und früh begonnen wirkt. Ein gelangweilter oder schlecht geführter Riesenschnauzer kann stur oder aufdringlich werden.
Grundlagen
- Mit der Sozialisierung bereits im Welpenalter beginnen und den Hund verschiedenen Menschen, Tieren und Umgebungen aussetzen
- Grundlegende Gehorsamssignale wie Sitz, Platz, Bleib und Rückruf vermitteln
- Konsequente Hausregeln festlegen, an die sich alle Familienmitglieder halten
- Tägliches Training in kurzen, fokussierten Einheiten zur Gewohnheit machen
- Nach gefestigten Grundlagen zu weiterführender Arbeit oder einer Hundesportart übergehen
Zucht des Riesenschnauzers
Verantwortungsvolle Riesenschnauzer-Zucht setzt auf gesundheitlich getestete Elterntiere, dauert rund neun Wochen bis zum Wurf und bringt Würfe hervor, die frühe Sozialisierung brauchen.
Die Zucht eines Riesenschnauzers ist eine ernsthafte Aufgabe, bei der Gesundheit und Wesen im Mittelpunkt stehen sollten. Beide Elterntiere sollten körperlich ausgewachsen, vollständig auf Erkrankungen wie Hüftdysplasie und erbliche Augenkrankheiten getestet und im Wesen gefestigt sein, bevor eine Verpaarung stattfindet. Hündinnen sollten in der Regel nicht bereits bei ihrer ersten Läufigkeit gedeckt werden; die Tierärztin oder der Tierarzt kann zum passenden Zeitpunkt beraten.
Die Tragzeit beim Hund dauert etwa 63 Tage, also rund neun Wochen. Kurz vor der Geburt braucht die Hündin einen ruhigen, sauberen Platz und engmaschige Betreuung, da es bei grossen Rassen gelegentlich zu Komplikationen bei der Geburt kommen kann. Nach der Geburt sind die Welpen in den ersten Wochen vollständig auf die Hündin für Wärme und Nahrung angewiesen.
Für diese Wach- und Schutzrasse ist frühe Sozialisierung entscheidend. Von den ersten Wochen an sollten Welpen behutsam gehandhabt und alltäglichen Bildern und Geräuschen ausgesetzt werden, damit aus ihnen stabile, selbstbewusste erwachsene Hunde werden. Verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter lassen die Welpen bei der Hündin und den Wurfgeschwistern, bis sie alt genug für ein neues Zuhause sind, und prüfen künftige Halterinnen und Halter sorgfältig.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 1 bis 2 Jahre bis zur Zuchtreife |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage (rund 9 Wochen) |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | Etwa 5 bis 8 Welpen |
| Absetzalter | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Empfohlenes Abgabealter | Ab etwa 8 Wochen |
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Ist der Chip fuer einen Riesenschnauzer in der Schweiz Pflicht?
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Was kostet die Registrierung eines Riesenschnauzer?
Nichts, keinen Rappen. Profil, Chip-Meldung und alle Nachfuehrungen sind im Gratis-Lebenszeitplan enthalten.
Häufig gestellte Fragen zum Riesenschnauzer
Häufige Fragen zum Riesenschnauzer betreffen seine Grösse, sein Wesen, den Pflegeaufwand, die Lebenserwartung, seine Eignung und Verfügbarkeit.
Wie gross wird ein Riesenschnauzer?
Es handelt sich um eine grosse Rasse mit einer Widerristhöhe von etwa 60 bis 70 cm und einem Gewicht von etwa 25 bis 48 kg, wobei Rüden meist grösser sind als Hündinnen.
Wie ist das Wesen des Riesenschnauzers?
Er ist treu, intelligent, energiegeladen und schutzbereit. Die Rasse bindet sich eng an ihre Familie, bleibt Fremden gegenüber zurückhaltend und wird bei guter Sozialisierung zu einem natürlichen Wachhund.
Ist der Riesenschnauzer aufwendig in der Haltung?
Es ist eine anspruchsvolle Rasse. Sie braucht tägliche Bewegung und Training, regelmässige Fellpflege sowie eine Halterin oder einen Halter mit Zeit und Erfahrung. Für Ersthalter oder wenig aktive Haushalte eignet sie sich kaum.
Wie alt werden Riesenschnauzer?
Die typische Lebenserwartung liegt bei 10 bis 12 Jahren. Ein gutes Gewichtsmanagement, tierärztliche Vorsorge und der Kauf aus gesundheitlich getesteten Linien unterstützen ein langes, gesundes Leben.
Ist der Riesenschnauzer familienfreundlich?
Er kann ein hingebungsvoller Familienhund sein und zeigt sich mit Kindern aus dem eigenen Haushalt sanft, wenn er mit ihnen aufwächst. Wegen seiner Grösse sollte das Spiel beaufsichtigt werden, und für einen verlässlichen Umgang mit Besuchern braucht er frühe Sozialisierung.
Haart der Riesenschnauzer stark?
Dank seines drahtigen Doppelfells haart er vergleichsweise wenig, braucht aber trotzdem häufiges Bürsten sowie gelegentliches Scheren oder Trimmen von Hand, um in gutem Zustand zu bleiben.
Wo finde ich einen Riesenschnauzer?
Suchen Sie nach Züchterinnen und Züchtern, die ihre Hunde gesundheitlich testen lassen und Welpen mit früher Sozialisierung aufziehen, oder wenden Sie sich an eine rassespezifische Vermittlungsstelle. Rechnen Sie mit Wartelisten, da die Rasse seltener ist als viele beliebte Begleithunderassen.
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