
Der Finnische Lapphund ist ein freundlicher, robuster RentierhĂĽter, bekannt fĂĽr sein dichtes Fell, seine Intelligenz und sein sanftes, geselliges Wesen.
Wie das Fell des Finnischer Lapphund aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Finnischer Lapphund sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Vorsicht: Das Fell eines Finnischer Lapphund verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
Hinweis: Ein Finnischer Lapphund stößt seine Unterwolle in starken Schüben ab.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
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Der Finnische Lapphund ist ein mittelgrosser finnischer HĂĽtehund mit dichtem Doppelfell, freundlichem Wesen und einer Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren.
Der Finnische Lapphund ist ein mittelgrosser Spitz, der im hohen Norden Finnlands entstanden ist. Er begleitete die Sámi bei der Arbeit und half, halbdomestizierte Rentiere über weite, offene Flächen zu treiben. Das dichte, wetterfeste Doppelfell verbindet sich mit einem ruhigen, kooperativen Wesen, das die Rasse sowohl für die Arbeit als auch für das Familienleben geeignet macht.
Hunde dieser Rasse sind gesellig und suchen die Nähe des Menschen. Zu Kindern zeigen sie sich meist sanft, und zu ihrer Familie bauen sie eine enge Bindung auf. Am häufigsten werden ihnen diese Eigenschaften zugeschrieben: freundlich, gutmütig, intelligent, energiegeladen und wachsam. Die Wachsamkeit zeigt sich in einer ausgeprägten Bellfreude, ein Überbleibsel aus der Zeit als Hütehund, als Lautäusserungen halfen, die Rentierherde zu lenken.
Der Finnische Lapphund ist auf Ausdauer gebaut, nicht auf Tempo. Sein ĂĽppiges Fell kommt in vielen Farben vor, dazu kommen ein fuchsartiger Kopf und eine Rute, die sich ĂĽber dem RĂĽcken einrollt. Ausgewachsene Tiere erreichen in der Regel ein Alter von 12 bis 15 Jahren.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Finnland |
| Grösse | Mittelgross |
| Lebenserwartung | 12 bis 15 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | HĂĽtehund (RentierhĂĽter, Spitz-Typ) |
| Verträgt sich gut mit | Kindern, Familien, anderen Hunden |
Der Finnische Lapphund passt zu aktiven Haushalten, die ihm täglich Bewegung und regelmässige Gesellschaft bieten können. Er kommt gut mit Kindern oder anderen Hunden zurecht und verträgt kaltes Klima mühelos. Wer empfindlich auf Lärm oder auf starken saisonalen Fellwechsel reagiert, sollte diese Eigenschaften vor der Anschaffung bedenken. Auch Ersthalter, die sich auf konsequentes Training und regelmässige Fellpflege einlassen, kommen mit dem Finnischen Lapphund meist gut zurecht.
Der Finnische Lapphund stammt von den Hütehunden der Sámi im Norden Finnlands ab und wurde Mitte des 20. Jahrhunderts offiziell als eigene Rasse anerkannt.
Die Wurzeln der Rasse liegen in Lappland, der nördlichen Region, die sich über Finnland und die Nachbarländer erstreckt. Über Jahrhunderte hielten die Sámi Hunde vom Spitz-Typ, um ihre Rentiere zu hüten und zu bewachen. Diese Hunde brauchten ein dichtes Fell, um arktische Winter zu überstehen, dazu ein Wesen, das ruhig genug war, um nahe an der Herde zu arbeiten.
Über weite Strecken ihrer Geschichte bildeten diese Hütehunde keine einheitliche Rasse. Sie unterschieden sich von Region zu Region und wurden nach Arbeitsleistung ausgewählt, nicht nach Aussehen. Mit dem Wandel von der Rentierjagd zur Rentierhaltung gewannen Hunde an Bedeutung, die Tiere über lange Distanzen bewegen und lenken konnten.
Die eigentliche Zuchtarbeit begann in Finnland im 20. Jahrhundert. Der Finnische Kennelclub definierte und stabilisierte den Typ, und die Rasse wurde Mitte des Jahrhunderts unter ihrem heutigen Standard anerkannt. Frühere Standards fassten mehrere nordische Hütehunde zusammen, bevor sie in eigenständige Rassen aufgeteilt wurden. Der Rassestandard wird bei der FCI geführt; in der Schweiz ist die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) die für die Rassehundezucht zuständige Dachorganisation.
Die Mechanisierung veränderte die Rentierhaltung in den folgenden Jahrzehnten und verringerte die frühere Arbeitsrolle dieser Hunde. Der Finnische Lapphund fand eine zweite Bestimmung als Begleit- und Ausstellungshund. In Finnland gehört er weiterhin zu den beliebteren einheimischen Rassen, während er sich im Ausland, auch in der Schweiz, allmählich einen Namen macht.
Der Finnische Lapphund ist ein mittelgrosser Spitz mit ĂĽppigem Doppelfell, eingerollter Rute, aufrechten Ohren und einer breiten Palette anerkannter Farben.
Der Finnische Lapphund ist ein kräftig gebauter, mittelgrosser Hund, der etwas länger als hoch wirkt. Er hat einen breiten Kopf, einen fuchsartigen Fang, ovale Augen sowie aufrechte oder halbaufrechte Ohren, die beweglich und ausdrucksstark sind. Die Rute ist hoch angesetzt und wird in der Bewegung über dem Rücken eingerollt getragen. Der Gesamteindruck ist der eines robusten Arbeitshundes, nicht der eines feingliedrigen Begleithunds.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Grösse | Rüden etwa 46 bis 52 cm, Hündinnen etwa 41 bis 47 cm Widerristhöhe |
| Gewicht | Je nach Geschlecht und Statur rund 15 bis 24 kg |
| Fell | Ăśppiges Doppelfell: grobes, wasserabweisendes Deckhaar ĂĽber weicher, dichter Unterwolle |
| Farben | Alle Farben zugelassen; eine Grundfarbe soll ĂĽberwiegen, Abzeichen sind ĂĽblich |
| Augen | Oval, dunkel bevorzugt, mit freundlichem Ausdruck |
Das Doppelfell ist das prägende Merkmal der Rasse. Das Deckhaar ist lang und robust genug, um Wasser abzuweisen, während die dichte Unterwolle vor Kälte schützt. Rüden tragen meist eine ausgeprägtere Mähne um Hals und Schultern. Der Standard lässt alle Farben zu, wobei eine Grundfarbe überwiegen sollte. Häufige Muster sind Schwarz, Braun, Wolfsfarben (Sable), Cremefarben sowie verschiedene Kombinationen, oft mit helleren Abzeichen an Gesicht, Beinen und Unterseite. Während des Fellwechsels verliert der Hund stark an Unterwolle.
Der Finnische Lapphund ist freundlich, sanft und intelligent, meist gut verträglich mit Kindern und anderen Tieren, neigt aber zum Bellen und bleibt aufmerksam gegenüber seiner Umgebung.
Das Wesen des Finnischen Lapphunds ist ruhig und freundlich, geprägt von der engen Zusammenarbeit mit Menschen und Nutztieren. Innerhalb der Familie zeigt er sich anhänglich und nimmt gerne am Alltag teil. Zu Kindern ist die Rasse meist sanft und von Natur aus geduldig. Als Familienbegleiter ist sie entsprechend verlässlich.
Fremden gegenüber verhält sich die Rasse in der Regel zurückhaltend und höflich, nicht aggressiv. Viele Hunde sind anfangs reserviert, tauen aber rasch auf. Die Vergangenheit als Hütehund lässt die meisten Vertreter aufmerksam bleiben und Besuch prompt ankündigen, weshalb die Rasse zu häufigem Bellen neigt. Frühe Sozialisierung hilft, diese Wachsamkeit in vernünftigen Grenzen zu halten.
Mit anderen Haustieren zeigt sich der Finnische Lapphund meist gesellig und kommt gut mit anderen Hunden aus. Sein Hütetrieb kann sich als Neigung zeigen, sich bewegende Tiere zu jagen oder zusammenzutreiben, was in der Nähe kleinerer Haustiere Aufmerksamkeit verlangt. Die Rasse ist intelligent und lernt schnell, kann aber, wie viele Spitz-Typen, auch einen eigenen Kopf haben.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 4 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Bellfreude | 4 |
| Fellwechsel | 5 |
Der Finnische Lapphund braucht regelmässiges Bürsten für sein dichtes Doppelfell, täglichen Auslauf und Gesellschaft, verträgt Kälte aber deutlich besser als Hitze.
Das Doppelfell braucht laufende Pflege, ist zwischen den Fellwechseln aber nicht aufwendig.
Der Finnische Lapphund fühlt sich in kühlem bis kaltem Klima am wohlsten und kommt mit anhaltender Hitze schlecht zurecht. Er passt sich den meisten Haushalten mit Garten an, braucht aber tägliche Gesellschaft und mag es nicht, über längere Zeit allein gelassen zu werden. Im Sommer sind Schatten und Wasser jederzeit unerlässlich. In der Schweiz müssen Hunde zudem gechipt und in der Tierdatenbank ANIS registriert werden.
Den Finnischen Lapphund altersgerecht und aktivitätsgerecht vollwertig füttern, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten täglich, und für Hunde giftige Lebensmittel meiden.
Ein Finnischer Lapphund kommt mit einem vollwertigen, ausgewogenen Hundefutter gut zurecht, das auf Lebensphase und Aktivitätsniveau abgestimmt ist. Als mittelgrosse Arbeitsrasse braucht er genügend Protein und Fett, um seine Energie zu decken, ohne Übergewicht anzusetzen. Die Portionsgrösse hängt von Alter, Grösse, Stoffwechsel und Bewegungspensum ab; sie sollte daher nach dem Körperzustand angepasst werden und nicht allein nach der Angabe auf der Verpackung. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Gemäss Angaben des Welpenfutters, aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Rund 200 bis 300 g hochwertiges Futter | 2 bis 3 |
| Erwachsen (1 bis 7 Jahre) | Je nach Aktivität rund 180 bis 300 g | 2 |
| Senior (ab 8 Jahren) | Reduzierte Kalorien, Gewicht im Blick behalten | 2 |
Leckerli sollten höchstens rund 10 Prozent der Tagesenergie ausmachen und in die Gesamtration eingerechnet werden. Die meisten Hunde brauchen bei vollwertiger Ernährung keine zusätzlichen Ergänzungsmittel. Nahrungsergänzung für Gelenke oder Fell vorher mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprechen, besonders bei aktiven oder älteren Hunden.
Der Finnische Lapphund gilt als robuste Rasse mit 12 bis 15 Jahren Lebenserwartung, kann aber von HĂĽftdysplasie und vererbten Augenerkrankungen betroffen sein.
Der Finnische Lapphund ist eine robuste Rasse, geformt durch das Überleben in einem rauen Klima. Bei guter Haltung erreichen die meisten Hunde ein Alter von 12 bis 15 Jahren. Wie viele reinrassige Hunde trägt er eine kleine Zahl erblicher Gesundheitsrisiken in sich; verantwortungsvolle Zuchtstätten untersuchen ihre Zuchttiere, um diese Risiken zu senken.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| HĂĽftdysplasie | Steifheit, Lahmheit, Sprungunlust | Bei Zuchttieren durch HĂĽft-Screening kontrolliert |
| Progressive Retinaatrophie | Nachtblindheit, nachlassendes Sehvermögen | Für Zuchtlinien ist ein DNA-Test verfügbar |
| Katarakt (grauer Star) | Trübe Augen, Sehveränderungen | Kann erblich sein; Augenuntersuchungen helfen bei früher Erkennung |
| Ellbogendysplasie | Lahmheit der Vorderläufe | Seltener; wird tierärztlich betreut |
Der Finnische Lapphund ist intelligent und lernwillig, kann aber eigenständig handeln, darum wirkt frühes, positives und konsequentes Training am besten.
Der Finnische Lapphund lernt rasch und arbeitet gerne mit seiner Bezugsperson zusammen, was die Grunderziehung erleichtert. Die Abstammung vom Spitz bringt zugleich einen eigenständigen Zug mit sich: Wird eine Übung zu eintönig, entscheidet der Hund mitunter selbst, dass sie sich nicht mehr lohnt. Kurze, abwechslungsreiche, belohnungsbasierte Einheiten halten seine Aufmerksamkeit besser als lange Wiederholungen. Frühe Sozialisierung mit Menschen, anderen Hunden und Alltagssituationen ist wichtig, ebenso ein zuverlässiger Rückruf angesichts der Neigung zum Jagen. Auch das Bellen gezielt zu trainieren lohnt sich, da die Rasse von Natur aus sehr lautfreudig ist.
Finnische Lapphunde erreichen die Zuchtreife mit ein bis zwei Jahren, tragen rund neun Wochen und bringen meist mittelgrosse WĂĽrfe zur Welt.
Verantwortungsvolle Zucht des Finnischen Lapphunds beginnt mit gesundheitlich untersuchten Elterntieren und fundierter Kenntnis des Rassestandards. Hündinnen sollten die volle körperliche und geistige Reife erreicht haben, bevor sie das erste Mal gedeckt werden, in der Regel nach der zweiten Läufigkeit und nicht vor einem Alter von etwa zwei Jahren. Gesundheitsuntersuchungen auf Hüft- und Augenerkrankungen gehören bei sorgfältigen Zuchtstätten zur Standardpraxis, orientiert an den Zuchtreglementen der SKG beziehungsweise der FCI.
Die Tragzeit dauert etwa 63 Tage, also rund neun Wochen. Als mittelgrosse Rasse bringt der Finnische Lapphund meist mittelgrosse Würfe zur Welt. Die Geburt verläuft in der Regel unkompliziert, dennoch sollten ein ruhiger, warmer Wurfplatz und tierärztliche Unterstützung im Voraus organisiert sein.
Die Aufzucht der Welpen verlangt Aufmerksamkeit von Geburt an. In den ersten Wochen sind die Welpen vollständig auf die Mutter angewiesen, bevor ab der dritten bis vierten Woche die Umstellung auf feste Nahrung beginnt. Früher Kontakt und die Gewöhnung an häusliche Geräusche und Eindrücke während der Sozialisierungsphase prägen das freundliche Wesen der erwachsenen Hunde massgeblich. Welpen ziehen in der Regel ab der achten Lebenswoche in ihr neues Zuhause.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 1 bis 2 Jahre |
| Tragzeit | Rund 63 Tage |
| Wurfgrösse | Typischerweise 4 bis 6 Welpen |
| Entwöhnung | Etwa 3 bis 4 Wochen |
| Abgabe ins neue Zuhause | Ab der 8. Woche |
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Häufige Fragen zu Grösse, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung und Eignung des Finnischen Lapphunds als Familienhund.
Er zählt zu den mittelgrossen Rassen. Rüden erreichen etwa 46 bis 52 cm Widerristhöhe, Hündinnen etwa 41 bis 47 cm, das Gewicht liegt je nach Geschlecht und Statur meist zwischen 15 und 24 kg.
Ja. Die Rasse ist freundlich und sanft, meist geduldig mit Kindern und gesellig mit anderen Hunden, was sie zu einer guten Wahl fĂĽr aktive Familien macht.
Der Pflegeaufwand ist moderat. Wichtig sind wöchentliches Bürsten, das während des starken saisonalen Fellwechsels zunimmt, dazu täglicher Auslauf und regelmässige Gesellschaft. Kälte verträgt die Rasse gut, mit Hitze tut sie sich schwerer.
Die meisten erreichen 12 bis 15 Jahre. Sie gelten als robust, wobei Hüftdysplasie und vererbte Augenerkrankungen zu den Risiken zählen, auf die verantwortungsvolle Zuchtstätten untersuchen.
Aufgrund ihrer Vergangenheit als Hütehund neigen sie zu häufigem Bellen. Frühes Training, einschliesslich eines Ruhesignals, hilft, das Bellen in vernünftigen Grenzen zu halten.
Das ist möglich, sofern die Halterin oder der Halter sich auf Sozialisierung, konsequentes, positives Training und Fellpflege einlässt. Intelligenz und freundliches Wesen machen ihn zugänglicher als manch andere eigenständige Spitz-Rasse.
In Finnland zählt er zu den beliebteren einheimischen Rassen, ausserhalb Skandinaviens ist er dagegen seltener. In der Schweiz vermitteln vor allem SKG-angeschlossene Klubs und Züchter die Rasse, häufig mit Wartezeit.