
Der Bearded Collie ist ein gutmütiger, sprunghafter Hütehund, bekannt für sein zotteliges Fell und seinen überschwänglichen, freundlichen Geist.
Wie das Fell des Bearded Collie aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Bearded Collie sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Vorsicht: Das Fell eines Bearded Collie verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
Hinweis: Ein Bearded Collie stößt seine Unterwolle in starken Schüben ab.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
Der Bearded Collie ist ein mittelgrosser HĂĽtehund aus Schottland mit langem, zottigem Fell und einem freundlichen, lebhaften Wesen.
Der Bearded Collie ist eine mittelgrosse Hüterasse, die in Schottland entstand, um Schafe und Rinder über offenes Hügelland zu treiben. Erkennen lässt sich der Hund an seinem langen, zottigen Doppelfell, dem buschigen Behang über den Augen und dem Bart am Unterkiefer, der ihm seinen Namen gibt.
Im Wesen zeigt sich der Bearded Collie freundlich, verspielt und gutmütig. Er bringt viel Energie mit und bewegt sich auf eine hüpfende, ausdrucksstarke Art, die Halterinnen und Halter gerne als übermütig beschreiben. Der Hund ist klug und erfasst Situationen rasch, eine Eigenschaft aus Generationen selbständiger Arbeit in den Hügeln.
Ein typischer Bearded Collie bleibt bis ins Erwachsenenalter lebhaft und verhält sich gegenüber vertrauten Personen gesellig. Fell und Bewegungsdrang verlangen beide regelmässige Zuwendung, weshalb sich diese Rasse für Halterinnen und Halter eignet, die Zeit für Fellpflege und Auslauf einplanen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Schottland |
| Grösse | Mittelgross |
| Lebenserwartung | 12 bis 14 Jahre |
| Gruppe/Einsatz | HĂĽten (Treiben von Schafen und Rindern) |
| Geeignet fĂĽr | Familien, Kinder und andere Hunde bei guter Sozialisierung |
Der Bearded Collie passt zu einem aktiven Haushalt, der ihm täglichen Auslauf und regelmässige Fellpflege ermöglicht. Er kommt gut mit Menschen zurecht, die gerne trainieren und sich draussen bewegen, und versteht sich meist auch mit Kindern und anderen Hunden. Für einen ruhigen Haushalt oder für Halter, die das häufige Bürsten nicht leisten können, eignet er sich weniger.
Der Bearded Collie entstand in Schottland als Arbeitshund für Schafe und Rinder und wurde im 20. Jahrhundert als eigenständige Rasse anerkannt.
Der Bearded Collie stammt aus Schottland, wo er über Jahrhunderte als Treib- und Hütehund im Einsatz stand. Schottische Schäfer setzten zottelige Hunde ein, um Schafe und Rinder durch raues Hügelland zu treiben, oft bei Kälte und Nässe. Das lange, wetterfeste Fell passte zu diesem Klima, und die Selbständigkeit der Rasse eignete sich für Arbeit in grosser Distanz zum Hirten.
Über weite Strecken seiner frühen Geschichte wurde der Typ von Bauern für die Arbeit gezüchtet, nicht von Zuchtvereinen für die Ausstellung, weshalb schriftliche Aufzeichnungen aus dieser Zeit rar sind. Man schätzte die Hunde für ihre Fähigkeiten und nicht für ein festgelegtes Erscheinungsbild, und regionale Unterschiede waren in den schottischen Hügeln und im Tiefland verbreitet.
Eine organisierte Zucht nach schriftlichem Standard bildete sich im 20. Jahrhundert heraus. Liebhaberinnen und Liebhaber der Rasse arbeiteten daran, aus dem Arbeitsschlag einen einheitlichen Typ zu formen, und der Bearded Collie fand seinen Weg vom Bauernhof in den Ausstellungsring und ins Familienheim. Von dort verbreitete sich die Rasse über Schottland hinaus in andere Länder.
Heute lebt der Bearded Collie vor allem als Begleithund und als Teilnehmer im Hundesport, auch wenn einzelne Linien einen ausgeprägten Hütetrieb bewahrt haben. Seine Vergangenheit als Arbeitshund zeigt sich weiterhin in seiner Energie, seiner Wachsamkeit und seiner Bewegungsfreude. In der Schweiz wird die Rasse nach dem FCI-Standard geführt, betreut durch die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG).
Der Bearded Collie ist schlank und mittelgross, mit langem, zottigem Doppelfell, einem markanten Bart am Unterkiefer und einer Fellfarbe, die sich mit dem Alter oft verändert.
Unter dem langen Fell verbirgt sich ein schlanker, kräftiger Körperbau. Der Rumpf ist etwas länger als der Hund hoch ist, was ihm ein bodennahes, raumgreifendes Bewegungsbild verleiht, wie es für aktive Hütearbeit gebraucht wird. Der Kopf ist breit und flach, und das lange Gesichtshaar bildet den namensgebenden Bart sowie den Behang über den Augen.
Das Gesamtbild wirkt zottig und natĂĽrlich. Das Fell wird nicht in Form geschnitten, der Hund soll eher funktional als dekorativ wirken. Der Rassestandard wird international von der FCI verwaltet; in der Schweiz betreut die SKG die Zucht nach diesem Standard.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Höhe | Etwa 51 bis 56 cm Widerristhöhe, Rüden grösser als Hündinnen |
| Gewicht | Rund 18 bis 27 kg |
| Fell | Langes, flach anliegendes, raues Deckhaar ĂĽber weicher, dichter Unterwolle |
| Farben | Bei der Geburt schwarz, braun, blau oder falbfarben, meist mit weissen Abzeichen; viele hellen mit dem Alter auf |
| Augen | Weit gestellt, farblich auf das Fell abgestimmt, mit sanftem, aufmerksamem Ausdruck |
Der Bearded Collie trägt ein Doppelfell. Das Deckhaar liegt flach an, ist rau und wetterfest, die Unterwolle darunter weich und dicht. Welpen kommen meist in einem dunklen, einheitlichen Farbton zur Welt und hellen beim Heranwachsen oft auf, manche dunkeln später wieder nach. Verbreitete Grundfarben sind Schwarz, Braun, Blau und Falb, dazu kommen häufig weisse Abzeichen an Kopf, Brust, Beinen und Rutenspitze. Die volle Felllänge erreicht der Hund erst als erwachsenes Tier, und regelmässige Pflege hält es frei von Verfilzungen.
Der Bearded Collie ist freundlich, verspielt und gutmĂĽtig, mit viel Energie und einer offenen Art gegenĂĽber Familie, Besuch und anderen Hunden.
Der Bearded Collie ist für sein fröhliches, hüpfendes Wesen bekannt. Zuhause zeigt er sich freundlich und gutmütig und bleibt weit über die Welpenzeit hinaus verspielt. Familien beschreiben ihn oft als anhänglich und ausdrucksstark gegenüber den Menschen, mit denen er lebt.
Fremden gegenüber verhält sich der Bearded Collie meist offen statt zurückhaltend und begrüsst Besuch häufig mit spürbarer Begeisterung. Frühe Sozialisierung hilft dabei, diese Aufgeschlossenheit in ruhige Begrüssungen zu lenken. Mit anderen Hunden kommt die Rasse in der Regel gut aus, und auch mit anderen Haustieren klappt das Zusammenleben, wenn er damit aufwächst.
Die Herkunft als Hütehund zeigt sich in einer wachen, geschäftigen Art. Bekommt ein Bearded Collie zu wenig Beschäftigung oder Gesellschaft, wird er leicht unruhig, bellt womöglich oder sucht sich selbst eine Aufgabe. Er ist klug und lässt sich von Menschen, die ihn fordern, gut einbinden. Als Begleiter ist er eher aktiv und involviert als ruhig, am wohlsten fühlt er sich, wenn er am täglichen Familienleben teilnimmt.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 5 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Stimmfreudigkeit | 4 |
| Fellwechsel | 3 |
Der Bearded Collie braucht häufiges Bürsten für sein langes Doppelfell und täglichen Auslauf, um seine hohe Energie und seinen Arbeitswillen auszulasten.
Beim Bearded Collie ist der Aufwand bei Fell und Bewegung überdurchschnittlich hoch. Das lange Doppelfell verfilzt rasch, und seine Arbeitsenergie verlangt nach echtem täglichem Auslauf statt einer kurzen Runde um den Block.
Am wohlsten fühlt sich der Bearded Collie in einem Zuhause mit sicherem Aussenbereich und einem aktiven Tagesablauf. An verschiedene Wohnsituationen kann er sich anpassen, solange Bewegung und Fellpflege stimmen, doch für lange Stunden allein oder einen Haushalt ohne genug Beschäftigung eignet er sich nicht. Dank seines wetterfesten Fells kommt er auch mit kühler, feuchter Witterung gut zurecht.
Als aktiver, mittelgrosser Hund braucht der Bearded Collie ausgewogenes Futter im richtigen Verhältnis zu Gewicht und Bewegung, angepasst an die jeweilige Lebensphase.
Ein vollwertiges, ausgewogenes Hundefutter, das zu Alter und Aktivitätslevel passt, eignet sich gut für den Bearded Collie. Als aktive, mittelgrosse Rasse hat er einen echten Energiebedarf, die Menge sollte aber auf den einzelnen Hund abgestimmt und so angepasst werden, dass er schlank bleibt. Statt freier Fütterung empfiehlt sich abgemessenes Futter, aufgeteilt auf mehr als eine Mahlzeit pro Tag, was der Verdauung zugutekommt.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Gemäss Angabe auf dem Welpenfutter, über den Tag verteilt | 3 bis 4 |
| Junior (6 bis 12 Monate) | Gemäss Angabe für heranwachsende Hunde | 2 bis 3 |
| Erwachsen (1 bis 7 Jahre) | Rund 1,5 bis 2,5 Tassen hochwertiges Trockenfutter | 2 |
| Senior (ab 8 Jahren) | Reduzierte Kalorienmenge bei geringerer Aktivität | 2 |
Leckerlis sollten nur einen kleinen Teil der Tageskalorien ausmachen, damit der Hund sein gesundes Gewicht hält. Bei einem vollwertigen Fertigfutter braucht es in der Regel keine zusätzlichen Nahrungsergänzungen, diese nur nach Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt geben. Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein, und für Hunde mit viel Bewegung oder im Sport lohnt sich ein Futter für aktive Arbeitshunde.
Der Bearded Collie gilt als robuste Rasse mit einer Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren, kann aber von HĂĽftdysplasie, Augenerkrankungen und gewissen Autoimmunerkrankungen betroffen sein.
Der Bearded Collie gilt allgemein als robuste, langlebige Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren. Wie bei allen reinrassigen Hunden treten auch bei ihm gewisse Erkrankungen gehäuft auf, und verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter testen ihre Zuchttiere, um das Risiko zu senken. Regelmässige tierärztliche Kontrollen und ein gesundes Gewicht unterstützen ein langes Leben.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| HĂĽftdysplasie | Steifheit, Hinken, MĂĽhe beim Aufstehen | Zuchttiere testen; Hund schlank halten |
| Erbliche Augenerkrankungen | Trübung, verminderte Sehkraft, gereizte Augen | Regelmässige Augenuntersuchung empfohlen |
| Autoimmunerkrankungen | Unterschiedlich; Haut- oder Allgemeinsymptome möglich | Dazu zählen Schilddrüsenunterfunktion und Morbus Addison |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, wenig Energie, Fellveränderungen | Diagnose per Bluttest, Behandlung mit Medikamenten |
Der Bearded Collie ist klug und lernfähig, aber eigenständig, weshalb er auf konsequente, belohnungsbasierte Erziehung am besten anspricht.
Der Bearded Collie ist klug und lernt schnell, was ihn zu einem fähigen Schüler macht. Seine Herkunft als Hütehund bringt aber auch eine eigenständige Ader mit sich, sodass er selbst entscheidet, wenn ihm eine Aufgabe sinnlos erscheint. Kurze, abwechslungsreiche und positive Einheiten halten seine Aufmerksamkeit besser als lange, sich wiederholende Übungen. Energie und wacher Verstand passen gut zu Gehorsam, Agility und Hütewettbewerben, in denen die Rasse oft erfolgreich ist.
Bearded Collies werden in den ersten Lebensjahren zuchtreif, bringen durchschnittliche WĂĽrfe zur Welt und brauchen gesundheitlich getestete Elterntiere fĂĽr gesunde Welpen.
Die Zucht von Bearded Collies verlangt Sorgfalt und eine gesundheitliche Untersuchung beider Elterntiere. Geschlechtsreif werden die Hunde bereits im ersten Lebensjahr, verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter warten aber, bis der Hund körperlich ausgereift ist und die Gesundheitstests bestanden hat, bevor sie ihn zur Zucht einsetzen. Hündinnen kommen etwa zweimal jährlich in die Läufigkeit.
Die Tragzeit dauert bei Hunden rund 63 Tage. Ein Wurf Bearded Collies umfasst üblicherweise mehrere Welpen, um die sich die Mutter mit dem arttypischen Fürsorgeverhalten kümmert. Die Welpen kommen dunkel zur Welt und hellen beim Heranwachsen häufig auf.
Für die Aufzucht braucht es eine saubere, warme Wurfkiste, sorgfältige Beobachtung in den ersten Wochen und frühe Sozialisierung, sobald die Welpen aktiv werden. Sanfter Kontakt mit Menschen, Handling sowie die Gewöhnung an Geräusche und Eindrücke des Haushalts von klein auf fördern ausgeglichene, freundliche erwachsene Hunde. Werden Hüfte und Augen der Elterntiere untersucht, sinkt das Risiko, die rassetypischen Erkrankungen weiterzugeben.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate (Zuchteinsatz erst bei körperlicher Reife) |
| Läufigkeit | Rund zweimal pro Jahr |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittlicher Wurf | Meist mehrere Welpen |
| Absetzen | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Empfohlene Untersuchung | HĂĽft- und Augenuntersuchung beider Elterntiere |
AMICUS deckt die Meldepflicht ab; das Gratis-Profil von United Pet Club haelt Ihren Hund der Rasse Bearded Collie auch jenseits der Grenze auffindbar.
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Häufige Fragen zum Bearded Collie betreffen seine Grösse, sein Wesen, den Pflegeaufwand, die Lebenserwartung, die Eignung für Familien und die Verfügbarkeit.
Er ist mittelgross: Die Widerristhöhe liegt bei etwa 51 bis 56 cm, das Gewicht bei rund 18 bis 27 kg. Rüden sind in der Regel grösser als Hündinnen.
Die Rasse ist freundlich, verspielt und gutmĂĽtig, mit viel Energie und einer offenen Art gegenĂĽber Familie, Besuch und anderen Hunden. Ihre hĂĽpfende, lebhafte Art bleibt meist bis ins Erwachsenenalter erhalten.
Ja, ziemlich. Das lange Doppelfell muss mehrmals wöchentlich gebürstet werden, damit es nicht verfilzt, und der Hund braucht täglich ein bis zwei Stunden Auslauf. Er passt zu aktiven Haltern, die Zeit für die Fellpflege mitbringen.
Die meisten werden 12 bis 14 Jahre alt. Regelmässige tierärztliche Betreuung, ein gesundes Gewicht und Welpen von gesundheitlich getesteten Elterntieren unterstützen eine volle Lebenserwartung.
Ja. Die Rasse ist gegenüber Kindern in der Regel gesellig und gutmütig und kommt meist auch mit anderen Hunden und Haustieren zurecht, besonders wenn sie schon jung daran gewöhnt wurde.
Er haart mässig, mit Phasen von stärkerem Fellwechsel. Regelmässiges Bürsten hält lose Haare in Schach und beugt Verfilzungen vor.
Die Rasse ist weniger verbreitet als manche beliebten Hütehunde, weshalb die Suche nach einem Welpen etwas dauern kann. Am besten hält man Ausschau nach Züchterinnen und Züchtern, die auf Hüft- und Augenerkrankungen testen, oder wendet sich an eine Auffangstation, die sich auf diese Rasse spezialisiert hat.