Welsumer
Das Welsumer ist eine freundliche niederländische Rasse, berühmt für ihre satt gesprenkelten, tiefbraunen 'Blumentopf'-Eier und ihr umgängliches Wesen.
- Size
- Mittel
- Lifespan
- 6–9 years
- Origin
- Niederlande
- Temperament
- Freundlich
- Standard colors
- Schwarz, Blau und Lavendel and 4 more
Characteristics
Welsumer colors and patterns
What each club's breed standard says about every Welsumer color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Welsumer in Schwarz, Blau, Lavendel, Silber, Braun, Rot und Orange. Standard patterns: Rebhuhnfarbig und Gold- oder silberhalsig.
| Color or pattern | APA | EE | ABA |
|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“Only One Variety; Partridge”) | Standardgemäss (“orangefarbig; rost-rebhuhnfarbig; silberfarbig”) | Standardgemäss (“Welsummer plumage; Silver Duckwing”) |
| Blau | No ruling | Standardgemäss (“blau-orangefarbig; blau-rostrebhuhnfarbig”) | No ruling |
| Lavendel | No ruling | Standardgemäss (“perlgrau-orangefarbig”) | No ruling |
| Silber | No ruling | Standardgemäss (“silberfarbig”) | Standardgemäss (“Silver Duckwing”) |
| Braun | Standardgemäss (“Only One Variety; Partridge”) | Standardgemäss (“blau-rostrebhuhnfarbig; rost-rebhuhnfarbig”) | Standardgemäss (“Welsummer plumage”) |
| Rot | Standardgemäss (“Only One Variety; Partridge”) | Standardgemäss (“blau-rostrebhuhnfarbig; rost-rebhuhnfarbig”) | Standardgemäss (“Welsummer plumage”) |
| Orange | No ruling | Standardgemäss (“blau-orangefarbig; orangefarbig; perlgrau-orangefarbig”) | No ruling |
| Weiss | No ruling | No ruling | No ruling |
| Gold | No ruling | No ruling | No ruling |
| Lachsfarben | No ruling | No ruling | No ruling |
| Patterns | |||
| Rebhuhnfarbig | Standardgemäss (“Only One Variety; Partridge”) | Standardgemäss (“blau-orangefarbig; blau-rostrebhuhnfarbig; orangefarbig; perlgrau-orangefarbig; rost-rebhuhnfarbig”) | Standardgemäss (“Welsummer plumage”) |
| Gold- oder silberhalsig | No ruling | Standardgemäss (“silberfarbig”) | Standardgemäss (“Silver Duckwing”) |
| Color or pattern |
|---|
| Rot |
| Color or pattern |
|---|
| Hornfarben |
| Gelb |
| Color or pattern |
|---|
| Gelb |
| Color or pattern |
|---|
| Rot |
| Color or pattern |
|---|
| Dunkelbraun |
| Patterns |
| Gesprenkelt |
What the rulings mean
- Standardgemäss
- Described by the club's breed standard.
Color changes
How a Welsumer's colors can change over its life.
Schwarzchanges toGesperbert
Gefieder · Mit dem Alter · males only
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Welsummer Huhn: Rasseporträt
Der Welsummer ist ein niederländisches Zweinutzungshuhn mit tiefbraunen, oft gesprenkelten Eiern und einem ruhigen, zutraulichen Wesen.
Der Welsummer entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in den Niederlanden als Zweinutzungshuhn. Er gehört zu den leichten bis mittelschweren Rassen: Hennen bringen zirka 2 bis 2,7 kg auf die Waage, Hähne 2,7 bis 3,2 kg. Gehalten wird die Rasse vor allem wegen der Eier, die tief terrakottabraun sind und häufig dunklere Sprenkel zeigen. Diese Färbung hat den Welsummer weit über die niederländischen Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht.
Welsummer suchen eifrig nach Futter und gedeihen, wenn ihnen genügend Fläche zum Scharren zur Verfügung steht. Sie behalten ihre Umgebung aufmerksam im Blick, lassen sich aber ruhig anfassen und verhalten sich im Umgang mit Menschen gelassen. Eine Henne legt pro Jahr rund 160 bis 200 Eier, wobei die Legeleistung in den ersten beiden Jahren am höchsten ausfällt. Die Eifarbe ist zu Beginn eines Legezyklus am dunkelsten und hellt im weiteren Verlauf etwas auf.
Der Hahn entspricht dem klassischen Bild des Bauernhof-Hahns: ein tiefrot-brauner Körper, eine schwarze Brust und eine aufrechte Haltung. Beide Geschlechter tragen einen Einfachkamm sowie saubere, unbefiederte gelbe Läufe.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Niederlande |
| Grösse | Mittelgross |
| Lebenserwartung | 6 bis 9 Jahre |
| Nutzungsart | Zweinutzungshuhn, vorwiegend für Eier gehalten |
| Geeignet für | Familien, gemischte Herden, Freilandhaltung |
Für wen sich die Rasse eignet
Wer ein robustes, gutmütiges Huhn schätzt und mehr Wert auf die Eifarbe legt als auf eine Höchstleistung beim Legen, findet im Welsummer eine gute Wahl. Die Rasse passt zu Gärten und kleinen Landwirtschaftsbetrieben, in denen die Tiere Auslauf zum Scharren haben. Auch wer eine ruhige, einfach zu handhabende Henne sucht und sich mit einer moderaten statt maximalen Legeleistung zufriedengibt, kommt beim Welsummer auf seine Kosten. Weniger geeignet ist die Rasse für alle, die eine sehr hohe Eierzahl benötigen oder Hühner ohne Beschäftigungsmöglichkeiten auf engstem Raum halten.
Welsummer: Geschichte und Herkunft
Der Welsummer entstand Anfang des 20. Jahrhunderts im Dorf Welsum im Osten der Niederlande und wurde in den 1920er-Jahren erstmals international gezeigt.
Die Rasse trägt den Namen des Dorfs Welsum in der niederländischen Provinz Gelderland. Örtliche Züchter entwickelten sie in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, indem sie mehrere bestehende Rassen kreuzten, um ein ertragreiches Hofhuhn mit auffallend dunklen Eiern zu schaffen.
Zur Ausgangsbasis zählten meist Partridge Cochin, Partridge Wyandotte, Partridge Leghorn, Barnevelder und Rhode Island Red. Über mehrere Generationen selektionierten die Züchter gezielt auf die tiefbraune Eifarbe und auf eine gleichmässige Legeleistung.
In den 1920er-Jahren wurde der Welsummer an landwirtschaftlichen Ausstellungen einem breiteren Publikum vorgestellt, und die dunkle Eifarbe weckte in ganz Europa und später auch in Grossbritannien und Nordamerika Interesse an der Rasse. Später entstand zudem eine Zwergform, die Typ und Farbe des Grosshuhns im kleineren Massstab nachbildet.
Seit seiner Entstehung wird der Welsummer sowohl als praktisches Legehuhn wie auch als Ausstellungstier gehalten. Sein Erscheinungsbild, insbesondere die rebhuhnfarbene Henne und der kräftig gezeichnete Hahn, ist in Rassestandards und auf Kleintierbetrieben bis heute vertraut.
Welsummer: Aussehen und Gefieder
Der Welsummer ist ein mittelgrosses, aufrecht stehendes Huhn mit Einfachkamm, gelben Läufen und einer rötlich-braun rebhuhnfarbenen Henne im Kontrast zum kräftiger gezeichneten Hahn.
Der Welsummer hat einen breiten, vollen Körper, der recht aufrecht getragen wird, was der Rasse eine selbstbewusste Silhouette verleiht. Der Kopf trägt einen mittelgrossen Einfachkamm sowie rote Ohrlappen und rote Kehllappen. Die Läufe sind sauber, unbefiedert und gelb gefärbt, jeder Fuss zeigt vier Zehen. Der Schnabel ist gelb bis hornfarben.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Statur | Mittelgross, aufrecht, breiter Körper |
| Gewicht | Henne 2 bis 2,7 kg, Hahn 2,7 bis 3,2 kg |
| Gefieder | Eng anliegend, glänzend |
| Farben | Henne rebhuhnbraun; Hahn rot, braun und schwarz |
| Augen | Rötlich kastanienbraun |
Gefieder und Farbschlag
Die Henne zeigt die rebhuhnfarbene Zeichnung, für die die Rasse vor allem bekannt ist. Der Körper ist warm rötlich-braun, jede Feder fein gesprenkelt, mit goldbraunem, schwarz gestreiftem Halsbehang und lachsfarbener Brust. Der Hahn wirkt kontrastreicher: Rücken und Schultern sind tief rotbraun, Hals- und Sattelbehang golden, Brust und Schwanz schwarz und oft grün schimmernd. Bei beiden Geschlechtern dominieren weiche Brauntöne statt harter, greller Zeichnung. Es gibt zudem eine Zwergform, die denselben Farbschlag in kleinerem Massstab zeigt.
Welsummer: Wesen und Charakter
Welsummer sind freundliche, gutmütige und aktive Hühner, die ihre Umgebung aufmerksam im Blick behalten und dabei ruhig und einfach zu handhaben bleiben.
Der Welsummer gilt als freundliches Huhn mit ausgeglichenem Wesen. Die Tiere verhalten sich ihren Halterinnen und Haltern gegenüber meist ruhig und lassen sich gut anfassen. Deshalb passt die Rasse gut zu Familien und zu Neueinsteigern in die Hühnerhaltung. Sie sind nicht so schreckhaft, wie es bei manchen leichten Legerassen vorkommt.
Gleichzeitig sind es aktive, wache Tiere. Sie scharren mit Eifer nach Futter, beobachten ihre Umgebung und bemerken Fressfeinde rasch. Hähne verhalten sich meist aufmerksam und beschützen ihre Herde, ohne dabei ungewöhnlich aggressiv zu sein.
In einer gemischten Herde finden sich Welsummer in der Regel problemlos ein und stehen selten mit Gewalt an der Spitze oder am Ende der Rangordnung. Hennen brüten kaum, weshalb sie selten mit dem Legen aussetzen, um auf den Eiern zu sitzen. Ihre Stimme ist gemässigt: präsent und mitteilsam, aber nicht unter den lautesten Rassen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 3 |
| Energie | 4 |
| Lernfähigkeit | 3 |
| Stimmfreude | 3 |
| Mauser | 3 |
Welsummer halten: Pflege im Alltag
Welsummer sind robuste, pflegeleichte Hühner, die einen sauberen Stall, täglichen Auslauf zum Scharren und regelmässige Gesundheitskontrollen brauchen.
Der Welsummer ist eine robuste Rasse, die mit kühlem, feuchtem Wetter gut zurechtkommt, was ihre niederländische Herkunft widerspiegelt. Die tägliche Pflege dreht sich um einen sauberen Stall, frisches Wasser, sicheren Auslauf und regelmässige Kontrollen der Tiere und ihrer Umgebung. In der Schweiz verlangt die Tierschutzverordnung zudem, dass Hühner tagsüber Zugang zu einem Aussenklimabereich oder Auslauf haben, und wer Hühner hält, muss den Bestand beim kantonalen Veterinäramt beziehungsweise in der Tierverkehrsdatenbank melden.
Gefiederpflege
- Läufe und Füsse auf Kalkbeine (Milbenbefall) kontrollieren und Sitzstangen sauber halten
- Gefieder und Kloake auf Läuse und Rote Vogelmilbe untersuchen, besonders in den warmen Monaten
- Eine trockene Sandbadestelle anbieten, damit sich die Tiere selbst pflegen können
- Krallen oder Schnabel nur bei übermässigem Wachstum kürzen, was bei aktiven Tieren selten vorkommt
Bewegung
- Täglichen Freilauf oder Auslauf ermöglichen, da diese Rasse gerne scharrt und sucht
- Mindestens 1 Quadratmeter Auslauf pro Tier bieten, nach Möglichkeit mehr
- Verstreutes Getreide, Grünfutter und Sitzstangen bereitstellen, damit die Tiere beschäftigt bleiben
- Zaun oder Netz einsetzen, denn Welsummer sind zwar wachsam, fallen aber trotzdem Fressfeinden zum Opfer
Umgebung
Welsummer vertragen Kälte besser als grosse Hitze. Ein zugluftfreier, gut belüfteter Stall mit trockener Einstreu und Legenestern ist wichtig. Bei heissem Wetter braucht es Schatten und durchgehend Wasser. Der Einfachkamm neigt bei strenger Kälte zu Erfrierungen, daher sollte der Stall trocken gehalten werden statt luftdicht verschlossen und feucht. In manchen Kantonen ordnen die Behörden bei erhöhter Vogelgrippegefahr zudem eine vorübergehende Stallpflicht an, die Halterinnen und Halter beachten müssen.
Welsummer füttern: Ernährung und Futterplan
Welsummer kommen mit einem vollwertigen Legefutter gut zurecht, ergänzt durch Auslauf, Grit und Kalzium, während Leckerlis nur einen kleinen Anteil der Ration ausmachen sollten.
Ein ausgewogenes Fertigfutter sollte die Basis der Ernährung bilden. Küken brauchen ein eiweissreiches Anfangsfutter, Junghühner wechseln zu einem Aufzuchtfutter, und Legehennen benötigen ein Legefutter mit zusätzlichem Kalzium für eine gute Schalenqualität. Als eifrige Futtersucher ergänzen Welsummer dies bei Auslauf durch Insekten, Sämereien und Grünzeug, doch das Fertigfutter sorgt für eine gleichbleibende Nährstoffversorgung.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Küken (0 bis 8 Wochen) | Freier Zugang zu Anfangsfutter | Immer verfügbar |
| Junghuhn (8 bis 18 Wochen) | Freier Zugang zu Aufzuchtfutter | Immer verfügbar |
| Legehenne | Zirka 120 bis 150 g Legefutter | Freier Zugang, morgens und abends nachgefüllt |
Leckerlis und Nahrungsergänzung
Unlöslicher Grit hilft den Tieren, Futter im Muskelmagen zu zerkleinern. Zerkleinerte Austernschalen oder eine andere Kalziumquelle sollten Legehennen zusätzlich zur Verfügung stehen. Grünzeug, Mehlwürmer und Getreide eignen sich als gelegentliche Leckerlis, sollten aber unter zirka 10 Prozent der Ration bleiben, damit das Fertigfutter weiterhin für eine ausgewogene Versorgung sorgt. Sauberes Wasser muss jederzeit verfügbar sein.
Welsummer: Gesundheit und Lebenserwartung
Der Welsummer ist eine robuste Rasse mit einer Lebenserwartung von 6 bis 9 Jahren, wobei äussere Parasiten, Würmer und verbreitete Geflügelkrankheiten die grössten Risiken darstellen.
Welsummer sind im Allgemeinen gesunde, widerstandsfähige Tiere und neigen nicht zu rassetypischen Erkrankungen. Bei guter Haltung erreichen viele ein Alter von 6 bis 9 Jahren, auch wenn die Legeleistung bei starken Legerinnen nach den ersten Saisons nachlassen kann. Die meisten Gesundheitsprobleme gehen auf Parasiten, die Fütterung oder allgemeine Geflügelkrankheiten zurück und nicht auf die Rasse selbst.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Rote Vogelmilbe und Läuse | Unruhe, blasser Kamm, Gefiederverlust | Stall und Tiere behandeln; Enden der Sitzstangen kontrollieren |
| Darmwürmer | Gewichtsverlust, verschmutzte Kloake, sinkende Legeleistung | Regelmässig entwurmen und Auslaufflächen wechseln |
| Kalkbeine (Milbenbefall) | Aufgeworfene, krustige Beinschuppen | Früh behandeln; Sitzstangen sauber halten |
| Legenot | Pressen, Unruhe, kein Ei wird gelegt | Oft mit Kalziummangel verbunden; tierärztliche Hilfe holen |
| Atemwegsinfektion | Niesen, Nasenausfluss, Rasselatmung | Betroffene Tiere isolieren; Belüftung verbessern |
Vorbeugende Massnahmen
- Nach einem festen Plan entwurmen und Auslaufflächen abwechseln
- Regelmässig auf Milben und Läuse kontrollieren, besonders in den warmen Monaten
- Futter- und Wasserstellen sauber halten, um die Krankheitsausbreitung einzudämmen
- Kalzium in Legefutterqualität anbieten, um die Schalenqualität zu unterstützen und Legenot vorzubeugen
- Neu zugekaufte Tiere vor der Eingliederung in die Herde in Quarantäne halten
Welsummer: Stall und Auslauf
Welsummer brauchen einen trockenen, belüfteten Stall mit Legenestern und Sitzstangen sowie einen sicheren Auslauf, und sie gedeihen besonders gut mit Freilandzugang.
Der Welsummer lässt sich am besten in einem Stall mit angeschlossenem Auslauf oder mit Zugang zu Freiland halten. Der Stall schützt die Tiere nachts und bei schlechtem Wetter, während der Auslauf oder das offene Gelände tagsüber den Bewegungsraum bietet, den diese aktive Futtersucher-Rasse braucht. Die Unterkunft sollte räubersicher, trocken und gut belüftet sein, ohne zugig zu wirken. Nach der Schweizer Tierschutzverordnung ist ein Aussenklimabereich oder täglicher Auslauf ohnehin vorgeschrieben.
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Stallfläche pro Tier | Mindestens 0,3 bis 0,4 Quadratmeter |
| Auslauffläche pro Tier | Mindestens 1 Quadratmeter, nach Möglichkeit mehr |
| Sitzstangenlänge pro Tier | Zirka 20 bis 25 cm |
| Legenester | Ein Nest pro 3 bis 4 Hennen |
| Belüftung | Hoch angebrachte Lüftungsöffnungen, keine direkte Zugluft auf Sitzstangenhöhe |
Checkliste für die Einrichtung
- Sicherer Stall mit verriegelbarer Auslaufklappe und räubersicherem Gitter
- Erhöhte Sitzstangen über dem Bodenniveau
- Trockene Einstreu wie Holzspäne oder Stroh
- Legenester in einem ruhigen, dunkleren Bereich des Stalls
- Sauberes Wasser und Futter unter Dach
- Eine Sandbadestelle im Auslauf
Welsummer Eier ausbrüten: Brutanleitung
Welsummer-Eier schlüpfen nach zirka 21 Tagen bei rund 37,5 °C, wobei die dunkle Schale das Schieren schwieriger macht als bei helleren Eiern.
Welsummer-Hennen brüten kaum, weshalb Eier häufig im Brutapparat ausgebrütet werden. Die tiefbraune Schale gehört zu den prägenden Merkmalen der Rasse, macht das Ei aber auch schwerer zu schieren, weil Licht das Pigment nur eingeschränkt durchdringt. Wählen Sie saubere, gleichmässig geformte Eier von einheitlicher Farbe und legen Sie diese innerhalb von rund einer Woche nach dem Legen in den Brutapparat.
| Parameter | Einstellung |
|---|---|
| Temperatur | Zirka 37,5 °C (99,5 °F) im Ventilationsbrüter |
| Luftfeuchtigkeit | Zirka 45 bis 55 Prozent an den Tagen 1 bis 18 |
| Brutdauer | Zirka 21 Tage |
| Wenden | Mehrmals täglich bis Tag 18, danach einstellen |
Ablauf der Brut
- Saubere, frische Eier bei Raumtemperatur in den vorgewärmten Brutapparat legen
- Temperatur konstant halten und Eier bis Tag 18 wenden
- Zwischen Tag 7 und 10 schieren, um die Entwicklung zu prüfen, bei den dunklen Schalen mit einer starken Lichtquelle
- Luftfeuchtigkeit ab Tag 18 auf zirka 65 Prozent erhöhen und das Wenden einstellen (Schlupfvorbereitung)
- Den Deckel geschlossen halten, während die Küken um Tag 21 schlüpfen
- Trockene, flauschige Küken in einen warmen Aufzuchtbereich mit Anfangsfutter und Wasser umsetzen
Welsummer: Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Welsummer betreffen Grösse, Wesen, Pflege, Lebenserwartung, Eignung für Einsteiger und Legeleistung.
Wie gross wird ein Welsummer?
Es handelt sich um eine mittelgrosse Rasse. Hennen wiegen etwa 2 bis 2,7 kg, Hähne zirka 2,7 bis 3,2 kg. Daneben gibt es eine deutlich kleinere Zwergform.
Wie ist das Wesen des Welsummers?
Welsummer sind freundlich und gutmütig, verhalten sich ihren Halterinnen und Haltern gegenüber ruhig und lassen sich gut anfassen, bleiben dabei aber aktive und aufmerksame Futtersucher.
Ist der Welsummer pflegeleicht?
Ja. Es ist eine robuste Rasse ohne rassetypische Erkrankungen. Sie braucht einen sauberen Stall, Auslauf zum Scharren, ein vollwertiges Futter und eine regelmässige Parasitenkontrolle.
Wie alt werden Welsummer?
Bei guter Pflege erreichen die meisten ein Alter von 6 bis 9 Jahren, wobei die Legeleistung nach den ersten Legesaisons meist nachlässt.
Sind Welsummer für Einsteiger geeignet?
Dank ihrem ruhigen Wesen, ihrer Robustheit und ihrer Toleranz gegenüber dem Anfassen eignen sie sich gut für Einsteiger. Wer Auslauf zum Scharren bieten kann, wird mit der Rasse besonders zufrieden sein.
Wie viele Eier legt ein Welsummer?
Eine Henne legt pro Jahr rund 160 bis 200 Eier. Die Eier sind tief terrakottabraun und häufig gesprenkelt, was das bekannteste Merkmal der Rasse ist.
Warum sind Welsummer-Eier so dunkel?
Die Rasse wurde über Generationen hinweg gezielt auf ein kräftiges braunes Pigment auf der Schale selektioniert. Die Eifarbe ist zu Beginn eines Legezyklus am dunkelsten und hellt im weiteren Verlauf etwas auf.
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