United Pet Club
Huhn

New Hampshire

Das New Hampshire ist eine gutmütige amerikanische Zweinutzungsrasse, geschätzt für ihr schnelles Wachstum und ihre verlässliche Legeleistung.

Size
Mittel
Lifespan
6–10 years
Origin
Vereinigte Staaten
Temperament
Gutmütig
Standard colors
Schwarz, Weiss, Blau und Rot
Key Traits
GutmütigFreundlichAktivArbeitsam

Characteristics

Energy Level3
Trainability5
Good With Kids3
Good With Pets3
Grooming Needs5

New Hampshire colors and patterns

What each club's breed standard says about every New Hampshire color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the New Hampshire in Schwarz, Weiss, Blau und Rot. Standard patterns: Einfarbig.

Gefieder: rulings by club
Color or patternAPAPCGBABAEE
SchwarzStandardgemäss (“Only One Variety”)Standardgemäss (“(single colour) male”)Standardgemäss (“Black Tailed Red New Hampshire”)No ruling
WeissNo rulingNo rulingNo rulingStandardgemäss (“weiß”)
BlauNo rulingNo rulingNo rulingStandardgemäss (“goldbraun-blaugezeichnet; blau-goldbraun”)
RotStandardgemäss (“Only One Variety”)Standardgemäss (“(single colour) male”)Standardgemäss (“Black Tailed Red New Hampshire”)Standardgemäss (“goldbraun; goldbraun-blaugezeichnet; blau-goldbraun”)
Patterns
EinfarbigNo rulingStandardgemäss (“(single colour) male”)No rulingStandardgemäss (“goldbraun; goldbraun-blaugezeichnet; blau-goldbraun; weiß”)
Haut und Schuppen: rulings by club
Color or pattern
Gelb
Augen: rulings by club
Color or patternPCGB
RotStandardgemäss (“Eyes rich orange-red”)
OrangeStandardgemäss (“Eyes rich orange-red”)
Schnabel: rulings by club
Color or patternPCGB
HornfarbenStandardgemäss (“Beak reddish-brown”)
Beine und Füsse: rulings by club
Color or patternPCGB
GelbStandardgemäss (“Legs and toes rich yellow, tinged with reddish-horn. Line of reddish pigment down sides of shanks extending to tips of toes desirable in [males]”)
Kamm und Kehllappen: rulings by club
Color or patternPCGB
RotStandardgemäss (“Comb, face, wattles and ear-lobes bright red”)
Ohrlappen: rulings by club
Color or patternPCGB
RotStandardgemäss (“...ear-lobes bright red”)
Eierschale: rulings by club
Color or patternPCGB
BraunStandardgemäss (“Egg colour: Brown”)

What the rulings mean

Standardgemäss
Described by the club's breed standard.

Color changes

How a New Hampshire's colors can change over its life.

  • Schwarzchanges toGesperbert

    Gefieder · Mit dem Alter · males only

  • Rotchanges toOrange

    Gefieder · In der Sonne · can change back

  • Gelbchanges toWeiss

    Beine und Füsse · Mit dem Körperzustand · can change back · females only

  • Braunchanges toHellbraun

    Eierschale · Fortschreitend · from 25 weeks · females only

Über das New-Hampshire-Huhn

Das New-Hampshire-Huhn ist eine gutmütige, schnellwüchsige Zweinutzungsrasse aus den USA: verlässliche Legeleistung, mittelgrosser Körperbau, Lebenserwartung von 6 bis 10 Jahren.

Das New-Hampshire-Huhn ist ein mittelgrosses amerikanisches Rassehuhn, gezüchtet sowohl für Fleisch als auch für Eier. Es entstand zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts aus dem Rhode Island Red und wurde gezielt auf schnellere Reife, frühere Befiederung und eine kräftige Legelust selektiert. Daraus wurde ein praktisches Hofhuhn, das Bratpfanne und Eierkorb gleichermassen füllt, ohne besondere Ansprüche an die Haltung zu stellen.

Im Auslauf zeigen sich New Hampshires als aktive Futtersucher. Menschen gegenüber sind sie zutraulich und finden rasch ihren Platz in der Herde. Kastanienrotes Gefieder und ein ruhiges Wesen erklären, warum Hobbyhalter und kleine Betriebe mit gemischter Nutzung häufig zu dieser Rasse greifen.

Die Rasse legt braune Eier und wächst rasch genug, um auch als Fleischlieferant zu taugen, genau das kennzeichnet ein Zweinutzungshuhn. Hennen brüten häufig, sodass die Rasse ihre Küken unter natürlichen Bedingungen selbst aufziehen kann.

Auf einen Blick
MerkmalDetail
HerkunftVereinigte Staaten
GrösseMittelgross
Lebenserwartung6 bis 10 Jahre
Gruppe/RolleZweinutzungshuhn (Fleisch und Eier)
Geeignet fürHobbyherden, Familien, kleine Betriebe

Für wen sich die Rasse eignet

Das New-Hampshire-Huhn passt zu Haltern, die von einer einzigen Rasse sowohl eine stetige Versorgung mit braunen Eiern als auch ein brauchbares Schlachtgewicht erwarten. Es verträgt Kälte gut, sucht aktiv nach Futter und kommt auch mit Auslaufbeschränkung zurecht, sofern genügend Platz vorhanden ist. Wer eine ruhige, unkomplizierte Herde mit nützlichem Brutinstinkt sucht, liegt mit dieser Rasse richtig. Weniger geeignet ist sie für Halter, die von einer reinen Legerasse die höchstmögliche Eierzahl erwarten.

Geschichte und Herkunft

Das New-Hampshire-Huhn wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts in den USA aus Rhode-Island-Red-Linien entwickelt, auf rasches Wachstum und frühe Reife selektiert und 1935 als eigene Rasse anerkannt.

Das New-Hampshire-Huhn begann als gezielte Abzweigung des Rhode Island Red. Ab etwa 1910 arbeiteten Geflügelhalter im US-Bundesstaat New Hampshire mit Rhode-Island-Red-Tieren, verfolgten dabei aber ein anderes Ziel als die Ausgangszüchter. Statt auf Gefieder und Ausstellungstyp zu setzen, selektierten sie auf Nutzeigenschaften: rasches Wachstum, frühe Befiederung, frühe Reife und kräftige Vitalität.

Nach rund zwei Jahrzehnten gezielter Zucht hatte sich die Linie so weit von ihrem Ursprung entfernt, dass sie als eigenständige Rasse galt. 1935 wurde das New-Hampshire-Huhn in den amerikanischen Rassestandard, die Standard of Perfection der American Poultry Association, aufgenommen.

Die Rasse setzte sich durch, weil sie schneller zur Reife kam als ihre Elternlinie. Das war für Mast- und Legebetriebe auf demselben Hof gleichermassen von Vorteil. Ab Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde sie in der kommerziellen Geflügelzucht breit eingesetzt und floss in mehrere Hybrid-Mastkreuzungen ein.

Mit dem Aufstieg spezialisierter Hybridlinien verlor das reinrassige New-Hampshire-Huhn in der Grossproduktion an Bedeutung. In Hobbyherden und bei Züchtern, die eine traditionelle Zweinutzungsrasse schätzen, darunter auch Mitglieder von Kleintiere Schweiz, hat es sich dagegen gehalten.

Erscheinungsbild

Das New-Hampshire-Huhn ist mittelgross, mit kastanienrotem Gefieder, einfachem Stehkamm und einem tiefen, kompakten Körperbau für Fleisch und Eier.

Das New-Hampshire-Huhn hat einen breiten, tiefen Körper, der etwas niedriger und runder wirkt als beim Rhode Island Red. Das Gefieder reicht von Kastanienbraun bis Mittelrot und ist oft heller und goldener als das tiefe Mahagoni der Elternrasse. Hähne zeigen dunklere, kräftigere Farbtöne, beide Geschlechter tragen einen roten Einfachkamm, rote Kehllappen und rote Ohrscheiben. Haut und Läufe sind gelb, der Schnabel ist rötlich-hornfarben.

Rassestandard
MerkmalDetail
GrösseMittelgross, etwa 40 bis 50 cm Standhöhe
GewichtHähne rund 3.6 kg, Hennen rund 2.9 kg
GefiederEinlagige Befiederung, glatt anliegend
FarbenKastanienbraun bis Mittelrot, dunklere Schwanzpartie
AugenKastanienrot bis orange

Gefieder und Farben

Der Standard sieht eine einheitliche Farbe vor, beschrieben als Kastanienrot. Hals- und Schwanzfedern zeigen oft Schwarzanteile, die Hauptschwanzfedern sind schwarz mit grünlichem Glanz. Bei manchen Tieren schimmert nahe am Körper ein hellerer Unterton durch. Daneben gibt es eine Zwergform (Bantam) mit einem Bruchteil des Standardgewichts, gleicher Farbgebung und gleichem, verkleinertem Körperbau. Der Schweizer Rassestandard von Kleintiere Schweiz orientiert sich an diesen Vorgaben.

Wesen und Verhalten

Das New-Hampshire-Huhn ist freundlich, gutmütig und aktiv, findet rasch Anschluss in der Herde und bleibt dabei ein selbstbewusster Futtersucher.

Das New-Hampshire-Huhn hat ein ruhiges, gutmütiges Wesen, das die Haltung erleichtert. Die Tiere sind Menschen, die sie versorgen, gegenüber meist zugetan und ertragen die tägliche Pflege ohne grosses Aufheben. Sie sind aktiv und suchen bei Freilauf gerne nach Futter, kommen aber auch mit Auslaufbeschränkung zurecht, solange der Auslauf genug Bewegungsraum bietet.

In einer gemischten Herde treten New Hampshires selbstbewusst auf und behaupten sich am Futterplatz, sodass sie ihren Platz unter anderen Rassen halten, ohne andere Tiere zu drangsalieren. Besonders schreckhaft sind sie nicht, und bei regelmässigem, sanftem Umgang werden viele Tiere zahm genug, dass auch Kinder mit ihnen umgehen können. Hennen werden häufig brütig. Das kommt Haltern entgegen, die natürliche Nachzucht wünschen, unterbricht aber vorübergehend die Legeleistung.

Die Rasse ist mässig lautstark. Hennen kündigen ein gelegtes Ei lautstark an und reagieren auf Störungen, gehören aber nicht zu den lautesten Hühnerrassen. Fremden gegenüber zeigen sich die Tiere anfangs meist zurückhaltend und entspannen sich, sobald sich eine feste Routine eingespielt hat.

Wesensmerkmale (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Zuneigung3
Energie4
Trainierbarkeit3
Lautstärke3
Mauser3

Pflege und Hygiene

Das New-Hampshire-Huhn ist robust und pflegeleicht, braucht aber sauberen Stall, tägliche Fütterung, Auslauf zum Scharren und regelmässige Gesundheitskontrollen.

Das New-Hampshire-Huhn ist eine praktische Rasse ohne besondere Pflegeansprüche. Das glatt anliegende, einlagige Gefieder hält sich weitgehend von selbst in Ordnung, und die übliche Herdenpflege deckt die meisten Bedürfnisse ab. Die Tiere vertragen Kälte gut, wobei der einfache Stehkamm bei starkem Frost empfindlich sein kann.

Gefiederpflege

  • Ein trockener Sandbadeplatz hilft den Tieren, Milben und Läuse selbst in Schach zu halten
  • Kloake, Füsse und Bereich unter den Flügeln monatlich auf Parasiten prüfen
  • Krallen nur bei Bedarf kürzen, Schnabel nur bei erkennbarem Überwuchs kontrollieren
  • Gefieder durch trockene Einstreu sauber halten statt das Tier zu baden

Bewegung

  • Täglichen Zugang zu Auslauf oder beaufsichtigtem Freilauf zum Scharren ermöglichen
  • Wo möglich mindestens 1 Quadratmeter Auslauffläche pro Tier einplanen
  • Futter oder Grünzeug verstreuen, um natürliches Scharren zu fördern
  • Sitzstangen in unterschiedlichen Höhen für Bewegung und zum Schlafen anbieten

Umgebung

Dank ihrer Körpermasse und dichten Befiederung kommen New Hampshires gut mit gemässigtem und kaltem Klima zurecht, auch in höher gelegenen Regionen der Schweiz. Der Stall sollte zugluftfrei und gut belüftet sein, mit trockener Einstreu; bei starkem Frost schützt eine dünne Schicht Vaseline den Kamm. In heissen Phasen sind Schatten und ständig frisches Wasser wichtig, damit die Tiere keinen Hitzestress bekommen.

Ernährung und Fütterung

New Hampshires brauchen ein ausgewogenes Geflügelfutter passend zur Altersstufe, dazu Grit, sauberes Wasser und wenig Leckerli für Wachstum und Legeleistung.

Als Zweinutzungsrasse mit raschem Wachstum profitiert das New-Hampshire-Huhn von einem vollwertigen Fertigfutter, das auf die jeweilige Altersstufe abgestimmt ist. Küken brauchen ein eiweissreiches Starterfutter, Junghennen eine Übergangsration, und Legehennen benötigen ein Legefutter mit zusätzlichem Kalzium für eine stabile Schalenqualität. Tiere, die für die Fleischproduktion (Poulet) aufgezogen werden, können länger auf einer eiweissreicheren Aufzuchtration bleiben. Sauberes Wasser muss jederzeit verfügbar sein, und unlöslicher Grit ist nötig, sobald die Tiere etwas anderes als Fertigfutter fressen.

Allgemeine Fütterungsrichtlinie
AltersstufeMenge pro TagMahlzeiten
Küken (0 bis 8 Wochen)Freier Zugang zu StarterfutterJederzeit verfügbar
Junghenne (8 bis 18 Wochen)Freier Zugang zu AufzuchtfutterJederzeit verfügbar
LegehenneEtwa 120 bis 130 g Legefutter1 bis 2
Ausgewachsen (nicht legend)Etwa 100 bis 120 g Erhaltungsfutter1 bis 2

Leckerli und Ergänzungsfutter

Grünzeug, Mehlwürmer und Körnermischungen sind in kleinen Mengen sinnvoll, sollten aber das Fertigfutter nicht ersetzen. Für Legehennen zerkleinerte Austernschalen zur freien Aufnahme anbieten, damit jedes Tier die benötigte Kalziummenge selbst reguliert. Grit anbieten, sobald die Tiere Freilauf haben oder ganze Körner fressen. An heissen Tagen können Elektrolyte im Trinkwasser gegen Hitzestress helfen.

Gesundheit und Lebenserwartung

Das New-Hampshire-Huhn ist robust und wird bei guter Haltung 6 bis 10 Jahre alt, ist aber wie jedes Huhn anfällig für Parasiten, Atemwegsinfekte und Legeprobleme bei älteren Hennen.

Das New-Hampshire-Huhn ist eine widerstandsfähige Rasse ohne bekannte erbliche Erkrankungen. Bei sauberer Haltung, konsequenter Parasitenkontrolle und guter Fütterung erreichen die Tiere häufig ein Alter von 6 bis 10 Jahren, wobei stark legende Hennen eine kürzere produktive Lebensspanne haben können. Die meisten Gesundheitsprobleme sind allgemeine Geflügelthemen und keine rassespezifischen Schwächen.

Häufige Probleme
ProblemAnzeichenHinweis
Aussenparasiten (Milben, Läuse)Scharren, Federverlust, blasser KammSandbad anbieten und monatlich kontrollieren
AtemwegsinfektNiesen, Nasenausfluss, rasselnde AtmungBelüftung verbessern, kranke Tiere isolieren, Tierarzt beiziehen
KokzidioseBlutiger Kot, Mattigkeit bei JungtierenEinstreu trocken halten; medikiertes Starterfutter hilft bei Küken
LegenotPressen, Mattigkeit bei LegehennenKalziumversorgung und Flüssigkeitszufuhr sichern; bei Anhalten Tierarzt beiziehen
ErfrierungenGeschwärzte Kammspitzen bei KälteEinfachkamm bei starkem Frost schützen

Vorbeugende Massnahmen

  • Stall trocken, belüftet und frei von Kotansammlungen halten
  • Sandbadeplatz anbieten und monatlich auf Parasiten kontrollieren
  • Neue Tiere vor der Eingliederung in die Herde in Quarantäne halten
  • Frisches Wasser und ein vollwertiges, altersgerechtes Futter bereitstellen
  • Einen regionalen Entwurmungs- und Impfplan mit der Tierärztin oder dem Tierarzt abstimmen

Lebensraum und Unterbringung

New Hampshires brauchen einen trockenen, belüfteten Stall mit sicheren Nist- und Schlafplätzen sowie einen Auslauf zum Scharren, und sie vertragen kaltes Klima gut.

Das New-Hampshire-Huhn passt sich der Haltung im Hobbybereich und auf Kleinbetrieben gut an. Am besten fährt es mit einem raubtiersicheren Stall als Nachtunterkunft und einem eingezäunten Auslauf oder Freilaufbereich für die Futtersuche tagsüber. Dank ihrer Körpermasse und dichten Befiederung eignet sich die Rasse gut für kalte Regionen, etwa im Berner Oberland oder in höher gelegenen Voralpentälern, braucht aber dennoch gute Belüftung, damit die Stallluft trocken und frei von Ammoniak bleibt. In heissen Regionen zählen vor allem Schatten und Luftzirkulation.

Vorgaben zur Unterbringung
ParameterEmpfehlung
Stallfläche pro TierEtwa 0.3 bis 0.4 Quadratmeter
Auslauffläche pro TierMindestens 1 Quadratmeter, mehr wenn möglich
Sitzstangenlänge pro TierEtwa 20 bis 25 cm
Nistkästen1 Kasten pro 3 bis 4 Hennen
BelüftungGrosse, zugluftfreie Öffnungen oberhalb der Sitzstangen

Checkliste zur Einrichtung

  • Raubtiersicherer Stall mit stabilen Verschlüssen und eingegrabenem oder ausgestelltem Zaun
  • Trockene, saugfähige Einstreu wie Holzspäne oder Stroh
  • Sitzstangen oberhalb der Nistkästen anbringen
  • Saubere Nistkästen mit weicher Einstreu für die Eiablage
  • Ständig frisches Wasser und schattige Aussenfläche
  • Ein Sandbadeplatz aus trockener Erde oder Sand

Wer in der Schweiz auch nur wenige Hühner hält, muss den Bestand bei der zuständigen kantonalen Stelle über die Tierverkehrsdatenbank (TVD) melden.

Brüten und Schlupf

New-Hampshire-Eier schlüpfen nach etwa 21 Tagen, entweder bei einer brütigen Henne oder im Brutapparat bei rund 37.5 °C mit kontrollierter Luftfeuchtigkeit und regelmässigem Wenden.

New-Hampshire-Eier folgen der für Hühner üblichen Brutdauer von etwa 21 Tagen. Die Rasse behält einen ausgeprägten Bruttrieb, sodass eine brütige Henne Küken selbst ausbrüten und aufziehen kann. Für grössere Stückzahlen oder mehr Kontrolle liefert ein Brutapparat gleichmässigere Ergebnisse. Ein erfolgreicher Schlupf hängt von konstanter Temperatur, richtiger Luftfeuchtigkeit und regelmässigem Wenden während der ersten 18 Tage ab.

Brutanleitung
ParameterEinstellung
Temperatur37.5 °C im Brutapparat mit Umluft
LuftfeuchtigkeitEtwa 45 bis 50 Prozent an den Tagen 1 bis 18, 65 bis 70 Prozent an den Tagen 19 bis 21
DauerEtwa 21 Tage
WendenMindestens 3 bis 5 Mal täglich bis Tag 18, danach stoppen

Ablauf des Schlupfs

  1. Saubere, gut geformte, befruchtete Eier auswählen und mit der Spitze nach unten bei unter 18 °C höchstens 7 Tage lagern
  2. Den Brutapparat vor dem Einlegen der Eier auf konstante 37.5 °C vorheizen
  3. Eier bis Tag 18 dreimal bis fünfmal täglich wenden, damit der Embryo nicht anklebt
  4. Am Tag 18 das Wenden einstellen und die Luftfeuchtigkeit für die Schlupfphase erhöhen
  5. Geschlüpfte Küken bis zum vollständigen Trocknen und Aufflaumen im Brutapparat belassen, bevor sie in eine warme Kükenaufzucht umgesetzt werden

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zum New-Hampshire-Huhn betreffen Grösse, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung für Einsteiger und Verfügbarkeit.

Wie gross wird ein New-Hampshire-Huhn?

Es handelt sich um eine mittelgrosse Rasse. Hähne erreichen etwa 3.6 kg, Hennen etwa 2.9 kg, bei breitem, tiefem Körperbau. Daneben gibt es eine deutlich leichtere Zwergform.

Wie ist das Wesen des New-Hampshire-Huhns?

Freundlich, gutmütig und aktiv. Die Tiere finden rasch Anschluss in der Herde, suchen selbstbewusst nach Futter und lassen sich gut handhaben, das erleichtert die tägliche Haltung.

Ist das New-Hampshire-Huhn aufwendig in der Pflege?

Nein. Es ist eine robuste, pflegeleichte Zweinutzungsrasse. Sie braucht sauberen, trockenen Stall, altersgerechtes Futter, Auslauf zum Scharren und regelmässige Parasitenkontrolle, aber keine besondere Spezialpflege.

Wie alt wird ein New-Hampshire-Huhn?

Bei guter Haltung 6 bis 10 Jahre. Stark legende Hennen können eine kürzere produktive Phase haben, leben aber auch nach den besten Legejahren oft noch lange als Haustiere weiter.

Eignet sich das New-Hampshire-Huhn für Einsteiger und Familien?

Ja. Ruhiges Wesen, Kältetoleranz und der Nutzen als Zweinutzungsrasse sprechen für Hobbyhalter, Kleinbetriebe und Familien, die regelmässig mit ihren Tieren umgehen.

Werden New-Hampshire-Hennen brütig?

Häufig, ja. Die Rasse behält einen zuverlässigen Bruttrieb, Hennen brüten also gern und ziehen ihre Küken selbst auf. Das kommt Haltern mit Wunsch nach natürlicher Nachzucht entgegen, verringert aber währenddessen die Legeleistung.

Wie leicht ist die Rasse erhältlich?

Das reinrassige New-Hampshire-Huhn ist in der kommerziellen Geflügelzucht seltener geworden, wird aber weiterhin von Brütereien und Hobbyzüchtern gehalten. Die Verfügbarkeit unterscheidet sich je nach Region, am besten bei lokalen Züchtern oder Kleintiere Schweiz nachfragen.

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