Jersey-Riese
Das Jersey Giant ist das grösste reinrassige Huhn, eine sanfte und ruhige amerikanische Rasse, geschätzt als schweres Tafelgeflügel.
- Size
- Riesig
- Lifespan
- 6–10 years
- Origin
- Vereinigte Staaten
- Temperament
- Sanft
- Standard colors
- Schwarz, Weiss und Blau
Characteristics
Jersey-Riese colors and patterns
What each club's breed standard says about every Jersey-Riese color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Jersey-Riese in Schwarz, Weiss und Blau. Standard patterns: Einfarbig und Gesäumt.
| Color or pattern | APA | PCGB | EE |
|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“Black”) | Standardgemäss (“The black”) | Standardgemäss (“schwarz”) |
| Weiss | Standardgemäss (“White”) | Standardgemäss (“The white”) | Standardgemäss (“weiß”) |
| Blau | Standardgemäss (“Blue”) | Standardgemäss (“The blue”) | Standardgemäss (“blau-gesäumt”) |
| Patterns | |||
| Einfarbig | Standardgemäss (“Black; White”) | Standardgemäss (“The black; The white”) | Standardgemäss (“schwarz; weiß”) |
| Gesäumt | Standardgemäss (“Blue”) | Standardgemäss (“The blue”) | Standardgemäss (“blau-gesäumt”) |
| Color or pattern | PCGB |
|---|---|
| Weiss | Standardgemäss (“Skin nearly white”) |
| Gelb | No ruling |
| Color or pattern | PCGB |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“In both sexes and all colours... Eyes brown to black”) |
| Braun | Standardgemäss (“In both sexes and all colours... Eyes brown to black”) |
| Color or pattern | PCGB |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“Beak black, shading to yellow towards the [tip]”) |
| Gelb | Standardgemäss (“Beak willow (some yellow permissible at present); Beak black, shading to yellow towards the [tip]”) |
| Weidengrün | Standardgemäss (“Beak willow (some yellow permissible at present)”) |
| Color or pattern | PCGB |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“Legs and feet black, with a tendency towards willow in adult birds, the underpart of the feet being yellow”) |
| Gelb | Standardgemäss (“Legs and feet willow, i.e. dark greenish-yellow, soles yellow”) |
| Weidengrün | Standardgemäss (“Legs and feet willow, i.e. dark greenish-yellow, soles yellow”) |
| Color or pattern | PCGB |
|---|---|
| Rot | Standardgemäss (“Comb, face, wattles and ear-lobes red”) |
| Color or pattern | PCGB |
|---|---|
| Rot | Standardgemäss (“...ear-lobes red”) |
Blau
Schwarz
What the rulings mean
- Standardgemäss
- Described by the club's breed standard.
Color changes
How a Jersey-Riese's colors can change over its life.
Schwarzchanges toGesperbert
Gefieder · Mit dem Alter · males only
Gelbchanges toWeiss
Schnabel · Mit dem Körperzustand · can change back · females only
Gelbchanges toWeiss
Beine und Füsse · Mit dem Körperzustand · can change back · females only
Braunchanges toHellbraun
Eierschale · Fortschreitend · from 25 weeks · females only
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Jersey Giant: das Grosshuhn im Porträt
Der Jersey Giant ist das schwerste Rassehuhn überhaupt: eine gelassene amerikanische Zweinutzungsrasse, ursprünglich als Fleischlieferant gezüchtet, die zugleich ordentlich Eier legt.
Unter den Rassehühnern gibt es keines, das mehr auf die Waage bringt als der Jersey Giant. Ausgewachsene Hähne wiegen rund 5,9 Kilogramm, Hennen etwa 4,5 Kilogramm, womit die Rasse die meisten Hofhühner klar übertrifft. Der Rumpf ist tief, breit und aufrecht angelegt und entsprechend fleischig.
Trotz der ungewöhnlichen Grösse bleibt das Wesen ausgesprochen ruhig. Jersey Giants gelten als gutmütig, gelassen und friedlich, lassen sich anfassen, ohne sich zu wehren, und werden nur selten angriffig. Entstanden ist die Rasse Ende des 19. Jahrhunderts in den USA als Fleischhuhn; sie sollte die Truthenne auf dem Tisch ablösen, und die Grösse geht direkt auf diesen Zweck zurück.
Das Wachstum verläuft langsam. Bis ein Tier seinen grossen Rahmen ausgefüllt hat, dauert es einige Monate länger als bei kommerziellen Masthybriden, was mit ein Grund ist, weshalb sich die Rasse in der industriellen Haltung nicht durchsetzte. Heute findet man den Jersey Giant vor allem bei Kleintierzüchtern und Hobbyhaltern, die ein robustes Zweinutzungshuhn mit braunen Eiern und einem stattlichen Schlachtgewicht schätzen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Vereinigte Staaten |
| Grösse | Riesenrasse (schwerstes Rassehuhn) |
| Lebenserwartung | 6 bis 10 Jahre |
| Gruppe / Nutzung | Zweinutzungsrasse (Fleisch und Eier) |
| Geeignet für | Familien, gemischte Herden, ruhigen Umgang |
Für wen sich die Rasse eignet
Der Jersey Giant passt zu Haltern mit genügend Auslauf, die ein friedfertiges, kältetaugliches Huhn suchen. Das ruhige Wesen macht ihn zu einer vertretbaren Wahl auch dort, wo Kinder mit den Tieren umgehen. Wer rasche Fleischproduktion oder eine platzsparende Kleinsthaltung im Sinn hat, ist mit einer anderen Rasse besser bedient, denn der Jersey Giant frisst viel und braucht Zeit, bis er ausgewachsen ist.
Herkunft und Zuchtgeschichte
Die Brüder Black entwickelten den Jersey Giant in den 1870er- und 1880er-Jahren in New Jersey, mit dem Ziel, ein Huhn zu züchten, das gross genug war, um die Truthenne als Tafelgeflügel zu ersetzen.
Entwickelt wurde die Rasse in Burlington County, New Jersey, in den 1870er- und 1880er-Jahren. Als Züchter gelten die Brüder John und Thomas Black; der Rassename verbindet den Familiennamen mit dem Bundesstaat.
Ihr Ziel war ein besonders grosses Fleischhuhn, das die Truthenne auf dem amerikanischen Esstisch ablösen sollte. Um dieses Gewicht zu erreichen, kreuzten die Brüder Black gemäss Überlieferung grossrahmige dunkle Rassen jener Zeit, darunter Schwarze Java, Dunkle Brahma und Schwarze Langshan. Daraus entstand ein schweres, tiefrumpfiges Huhn mit dunklem Gefieder.
1922 wurde die schwarze Farbvarietät in den amerikanischen Rassestandard, die Standard of Perfection der American Poultry Association, aufgenommen. Später kam eine weisse Varietät dazu, ausserdem wurde eine blaue anerkannt. Schwarz ist bis heute die ursprüngliche und die am weitesten verbreitete Farbe.
Als sich die kommerzielle Geflügelwirtschaft im 20. Jahrhundert auf schnellwüchsige Masthybriden verlegte, verlor der langsam heranwachsende Jersey Giant seinen Platz in der Fleischproduktion im grossen Stil. Erhalten blieb die Rasse dank kleiner Züchter, gehalten wird sie heute vor allem von Liebhaber- und Rassegeflügelzüchtern.
Erscheinungsbild und Rassestandard
Der Jersey Giant ist ein hochgestelltes, tiefrumpfiges Huhn mit breitem Rücken, Einfachkamm und gelben Fusssohlen. Hähne bringen rund 5,9 kg auf die Waage, Hennen etwa 4,5 kg.
Der Körperbau des Jersey Giant ist gross, kastenförmig und aufrecht. Der Rücken verläuft breit und flach, die Brust ist voll, und das Tier steht hoch auf kräftigen, unbefiederten Läufen. Der Einfachkamm ist mittelgross bis gross und trägt sechs Zacken, Kehllappen und Ohrscheiben sind rot gefärbt. Die dunklen Läufe tragen gelbe Sohlen, ein Merkmal, an dem sich die Rasse von ähnlichen grossen, dunkel gefiederten Hühnern unterscheiden lässt.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Grösse | Bis rund 60 cm |
| Gewicht | Hähne rund 5,9 kg; Hennen rund 4,5 kg |
| Gefieder | Eng anliegend, glänzend |
| Farbschläge | Schwarz, Weiss, Blau |
| Augen | Dunkelbraun |
Gefieder und Farbschläge
Bei gutem Licht schimmert das Gefieder der schwarzen Varietät grünlich; sie ist die ursprüngliche und häufigste Farbe. Die weisse Varietät trägt reinweisse Federn, die blaue eine schiefergraue Zeichnung mit dunklerem Saum. Schwarze Tiere haben dunkle Läufe mit gelben Sohlen, weisse eher weidenfarbene bis dunkle Beine. Das Gefieder liegt eng am Körper an, nicht locker und flauschig.
Wesen und Verhalten
Der Jersey Giant gilt als gutmütig und gelassen, kommt mit engeren Verhältnissen und dem Familienalltag gut zurecht und lässt sich kaum aus der Ruhe bringen.
Kaum eine grosse Hühnerrasse bringt so viel Gelassenheit mit wie der Jersey Giant. Die Tiere bewegen sich ruhig und bedächtig und lassen sich in aller Regel anfassen, ohne in Panik zu geraten. Auch Hähne verhalten sich für ihre Grösse meist mild, wobei das Wesen von Tier zu Tier unterschiedlich ausfällt.
Im Familienalltag zeigt sich die Rasse zugänglich und pflegeleicht, was sie zu einer verbreiteten Wahl in Haushalten mit Kindern macht. Fremden gegenüber sind die Tiere eher zurückhaltend, aber nicht angriffig. In einer gemischten Herde verhalten sich Jersey Giants meist friedlich; ihre Masse sorgt dafür, dass kleinere Rassen sie kaum bedrängen, auch wenn ihre Grösse umgekehrt leichtere Hühner unbeabsichtigt verdrängen kann.
Fliegen liegt den Tieren aufgrund ihres Gewichts kaum, weshalb der Zaun nicht hoch sein muss. Hennen werden gelegentlich brütig und kümmern sich aufmerksam um ihre Küken. In der Lautstärke halten sich die Tiere zurück, für ihre Grösse fallen sie kaum durch Lärm auf.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 3 |
| Energie | 2 |
| Erziehbarkeit | 3 |
| Lautstärke | 2 |
| Mauser | 3 |
Pflege und tägliche Bedürfnisse
Jersey Giants brauchen geräumige Ställe, stabile, niedrige Sitzstangen und eine gleichmässige Fütterung für ihren grossen Rahmen, kommen mit Kälte aber gut zurecht.
Pflege
- Füsse und gelbe Sohlen regelmässig auf Ballengeschwulst prüfen, wofür schwere Tiere anfällig sind
- Krallen und Sporen kürzen, sobald sie zu lang werden
- Gefieder beim Handling auf Milben und Läuse kontrollieren
- Einen trockenen Platz zum Sandbaden bereitstellen, damit sich die Tiere selbst pflegen können
Bewegung
- Freilauf oder einen grossen Auslauf ermöglichen; die Tiere bewegen sich zwar langsam, brauchen aber Platz, um fit zu bleiben
- Sitzstangen niedrig halten (rund 45 cm), damit beim Herunterspringen keine Bein- oder Fussverletzungen entstehen
- Die Tiere wegen ihres Gewichts nicht aus grosser Höhe springen lassen
- Beschäftigung auf Bodenhöhe anbieten, etwa Scharrflächen, anstelle hoher Aufbauten
Umgebung
Die Rasse verträgt Kälte gut, doch der grosse Einfachkamm neigt zu Erfrierungen, weshalb eine trockene, zugfreie Unterkunft wichtig ist. Bei Hitze braucht es Schatten und durchgehend Wasser, denn schwere Tiere kommen mit warmen Temperaturen schlechter zurecht. Boden- und Sitzstangenfläche sollten grosszügig bemessen sein: Enge führt bei schweren Hühnern zu Verletzungen und Federpicken, und wer sich beim Platzbedarf unsicher ist, orientiert sich am besten an den kantonalen Vorgaben zur Kleintierhaltung.
Ernährung und Fütterung
Jersey Giants fressen mehr als durchschnittliche Hühner und brauchen als Jungtiere durchgehend ein proteinreiches Aufzuchtfutter, später Legemehl oder ein Erhaltungsfutter.
Wegen ihrer Grösse und des langsamen Wachstums verbrauchen Jersey Giants mehr Futter als leichtere Rassen und benötigen mehr Zeit, bis sie ihr Endgewicht erreicht haben. Junge Tiere sind auf ein proteinreicheres Aufzuchtfutter angewiesen, um ihren grossen Rahmen aufzubauen, und das über eine längere Phase als bei schnellwüchsigen Hybriden. Legehennen kommen mit einem vollwertigen Legefutter von rund 16 Prozent Eiweiss gut zurecht, ergänzt durch Austernschalengranulat als Kalziumquelle. Durchgehender Zugang zu sauberem Wasser und Grit unterstützt die Verdauung.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Küken (0 bis 8 Wochen) | Startfutter zur freien Verfügung (20 bis 22 % Eiweiss) | Freie Verfügung |
| Aufzucht (8 bis 20 Wochen) | Aufzuchtfutter zur freien Verfügung (16 bis 18 % Eiweiss) | Freie Verfügung |
| Legehenne | Rund 150 g Legefutter | Freie Verfügung plus Küchenreste |
| Erwachsener Hahn / Erhaltung | Rund 120 bis 150 g | 1 bis 2 |
Leckerlis und Ergänzungsfutter
Körnermischungen, Blattgrün und Mehlwürmer sind in Massen sinnvoll, sollten aber unter rund 10 Prozent der Futtermenge bleiben. Legehennen profitieren von frei verfügbarem Austernschalengranulat für eine stabile Eierschale sowie von Grit, wenn ihnen kein offener Boden zur Futtersuche zur Verfügung steht. Zu viele Leckerlis sind zu vermeiden, denn Übergewicht ist bei schweren Rassen ein reales Risiko.
Gesundheit und Lebenserwartung
Jersey Giants gelten als robust und werden 6 bis 10 Jahre alt, wobei ihr Gewicht Probleme an Beinen, Füssen und Gelenken zum Hauptthema macht.
Der Jersey Giant ist eine robuste, kältetaugliche Rasse mit einer üblichen Lebenserwartung von 6 bis 10 Jahren. Die grössten gesundheitlichen Risiken hängen unmittelbar mit der Körpergrösse zusammen. Das Gewicht belastet Beine und Füsse, weshalb Beinschwäche, Gelenkbelastung und Fussverletzungen häufiger auftreten als bei leichteren Rassen. Das langsame Wachstum bedeutet zudem, dass die Tiere über eine längere Aufzuchtzeit gut versorgt werden müssen, damit sich ein stabiles Skelett bildet.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Ballengeschwulst | Schwellung, Kruste oder Hinken an der Fusssohle | Schwere Tiere sind anfällig; Sitzstangen niedrig halten, Einstreu sauber halten |
| Bein- und Gelenkbelastung | Hinken, Bewegungsunlust, gespreizte Stellung | Hängt mit Gewicht und hohen Sitzstangen zusammen |
| Erfrierung am Kamm | Geschwärzte Kammspitzen bei Kälte | Der grosse Einfachkamm ist gefährdet; Stall trocken halten |
| Aussenparasiten | Milben, Läuse, Federverlust, Reizung | Regelmässige Kontrolle und Sandbäder helfen |
| Übergewicht | Überschüssiges Fett, verringerte Legeleistung | Leckerlis begrenzen, Tiere aktiv halten |
Vorbeugende Pflege
- Niedrige, breite Sitzstangen und tiefe, trockene Einstreu für gesunde Füsse und Beine bereitstellen
- Füsse und Kämme regelmässig kontrollieren, besonders im Winter
- Stall trocken und zugfrei halten, um Erfrierungen und Atemwegsproblemen vorzubeugen
- Eine feste Parasitenkontrolle einhalten und den Stall nach Plan reinigen
- Ausgewogen füttern und Übergewicht vermeiden
Lebensraum und Unterbringung
Jersey Giants brauchen mehr Stall- und Auslauffläche als durchschnittliche Hühner, dazu niedrige Sitzstangen und eine erfrierungssichere Belüftung für ihren grossen Körperbau.
Die Unterbringung muss der Körpermasse des Jersey Giant Rechnung tragen. Jedes Tier braucht mehr Boden- und Sitzstangenfläche als eine gewöhnliche Legehenne, und Enge führt bei schweren Tieren rasch zu Fussverletzungen und Federpicken. Der Stall sollte trocken und gut belüftet sein, ohne Zugluft, und über stabile, niedrige Sitzstangen verfügen, die ohne weiten Sprung erreichbar sind. Weil die Tiere schwer sind und kaum fliegen, muss der Auslaufzaun nicht hoch sein, wohl aber sicher vor Raubtieren.
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Bodenfläche im Stall | Mindestens 0,4 m² pro Tier |
| Auslauffläche | Mindestens 1 bis 1,4 m² pro Tier |
| Höhe der Sitzstangen | Niedrig, rund 45 cm |
| Breite der Sitzstangen | Flache Latte, breite Seite oben |
| Legenester | Geräumig, rund 35 x 35 cm, eines pro 3 bis 4 Hennen |
| Belüftung | Kräftige, zugfreie Luftzirkulation oberhalb der Sitzstangen |
Checkliste für die Einrichtung
- Geräumiger Stall, ausgelegt für schwere Tiere statt für Standardlegehennen
- Niedrige, breite Sitzstangen zum Schutz von Füssen und Beinen
- Tiefe, trockene Einstreu über festem Boden
- Grosse Legenester für grosse Hennen
- Schatten und durchgehend Wasser im Auslauf
- Raubtiersicherer, aber niedriger Zaun
Brut und Schlupf
Jersey-Giant-Eier brauchen bei üblichen Einstellungen rund 21 Tage bis zum Schlupf, und die Küken wachsen langsam, weshalb sie länger Wärme und Aufzuchtzeit brauchen als leichte Rassen.
Für Jersey-Giant-Eier gilt die übliche Bebrütungsdauer von Hühnereiern, rund 21 Tage. Hennen werden gelegentlich brütig und sind gute natürliche Mütter, doch viele Halterinnen und Halter greifen für mehr Kontrolle zum Brutapparat. Grosse, saubere Eier von gesunden Elterntieren einlegen; die Küken kommen bereits gross zur Welt, wachsen im Vergleich zu leichten Rassen aber langsamer heran. Das langsame Wachstum bedeutet eine längere Kükenphase und etwas Geduld, bis die Tiere ihre volle Grösse erreichen.
| Parameter | Einstellung |
|---|---|
| Temperatur | 37,5 °C bei Umluft |
| Luftfeuchtigkeit | 45 bis 55 % an den Tagen 1 bis 18; 65 bis 70 % während des Schlupfs |
| Bebrütungsdauer | Rund 21 Tage |
| Wenden | Mindestens 3 bis 5 Mal täglich bis Tag 18, danach einstellen |
Schritte zum Schlupf
- Grosse, saubere und gut geformte Eier von gesunden Elterntieren auswählen
- Den Brutapparat vor dem Einlegen auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit stabilisieren
- Die Eier bis Tag 18 mehrmals täglich wenden
- Am Tag 18 das Wenden einstellen und die Luftfeuchtigkeit für den Schlupf erhöhen
- Die Küken im Brutapparat schlüpfen und abtrocknen lassen, bevor sie in eine warme Aufzuchtbox umziehen
- In der ersten Woche bei rund 35 °C aufziehen und die Temperatur wöchentlich um etwa 3 °C senken
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Jersey Giant drehen sich um Grösse, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung für Familien und Verfügbarkeit.
Wie gross wird ein Jersey Giant?
Der Jersey Giant ist das schwerste Rassehuhn überhaupt. Hähne bringen rund 5,9 kg auf die Waage, Hennen etwa 4,5 kg, und die Tiere stehen bis zu rund 60 cm hoch.
Sind Jersey Giants zutraulich?
Ja. Sie gelten als gutmütig, ruhig und friedlich, lassen sich gut anfassen, und selbst die Hähne verhalten sich für ihre Grösse meist mild, was die Rasse familientauglich macht.
Ist die Haltung von Jersey Giants anspruchsvoll?
Vom Wesen her sind sie robust und pflegeleicht, stellen aber hohe Ansprüche an Platz und Futter. Sie fressen mehr als durchschnittliche Hühner, wachsen langsam und brauchen geräumige Ställe mit niedrigen Sitzstangen zum Schutz von Beinen und Füssen.
Wie alt werden Jersey Giants?
Bei guter Pflege, Unterbringung und Parasitenkontrolle wird ein Jersey Giant meist 6 bis 10 Jahre alt.
Eignen sich Jersey Giants für Einsteiger und Familien?
Ja, sofern genügend Platz vorhanden ist. Das ruhige Wesen und die Kältetauglichkeit passen zu Einsteigern und Familien, wobei mit hohen Futterkosten und langsamem Wachstum zu rechnen ist.
Legen Jersey Giants gut?
Als Zweinutzungsrasse legen sie eine ordentliche Zahl grosser brauner Eier, wurden aber in erster Linie für die Fleischproduktion gezüchtet und legen weniger als reine Legerassen.
Wo findet man Jersey Giants?
Sie werden vor allem von Rassegeflügel- und Hobbyzüchtern gehalten und sind über Brütereien und Geflügelhalter erhältlich; die schwarze Varietät ist am häufigsten, Weiss und Blau sind weniger verbreitet.
From the community
Ask about the Jersey-RieseNo questions about the Jersey-Riese yet. Be the first to ask.