Lama
Lama glama
Ruhige, trittsichere Lasttiere und schützende Wächter mit gelassenem Wesen.
View Lama breedsScientific classification
The Lama's place in the tree of life, from domain down to species.
- DomäneEukaryotaEukaryoten
- ReichAnimaliaTiere
- StammChordataChordatiere
- KlasseMammaliaSäugetiere
- OrdnungArtiodactylaPaarhufer
- FamilieCamelidaeKamele
- GattungLamaLamas & Guanakos
- ArtLama glamaLama
Lama colors, patterns and markings
Every color, pattern and marking the taxonomy records for Lama, by part of the body. Each breed page shows which clubs accept which ones.
Über das Lama
Das Lama (Lama glama) ist ein domestiziertes südamerikanisches Kamelid, das für Faser, als Tragtier, zur Bewachung und als Begleittier gehalten wird. Ausgewachsene Tiere sind etwa 1,7 bis 1,8 Meter hoch am Kopf und werden rund 15 bis 25 Jahre alt.
Das Lama ist das größte der vier südamerikanischen Kamelide und eines der ältesten domestizierten Tiere Amerikas. Es ist ein Herdentier, von Natur aus ruhig und klug genug, um Aufgaben wie das Tragen von Lasten auf Wegen zu erlernen. Anders als viele andere Nutztierarten werden Lamas oft in kleiner Zahl auf Kleinbetrieben und Hobbyhöfen gehalten, wo ihr ruhiges Wesen und der bescheidene Futterbedarf die Haltung praktikabel machen.
Lamas haben einen langen Hals, aufrecht stehende, bananenförmige Ohren, eine gespaltene Oberlippe und weiche, gepolsterte Füße mit zwei Zehen. Hörner oder Hufe besitzen sie nicht. Die Art verständigt sich über Körperhaltung, Ohrenstellung und verschiedene leise Summlaute und ist dafür bekannt, bei Ärger oder zur Klärung der Rangordnung innerhalb der Herde zu spucken. Gespuckt wird dabei meist auf andere Lamas und nur selten auf Menschen.
Als Begleittiere eignen sich Lamas für Halter, die Weide, Unterstand und die Gesellschaft mindestens eines weiteren Kamelids bieten können. Sie sind keine Haustiere für die Wohnung und vertragen Einzelhaltung schlecht. Werden sie von klein auf regelmäßig und behutsam gehandhabt, lassen sie sich leicht führen, halftern und beladen, weshalb sie auch als Tragtiere sowie zum Schutz von Schaf- und Ziegenherden eingesetzt werden.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Lama glama |
| Familie | Kamelide (Camelidae) |
| Größe (ausgewachsen) | 1,7 bis 1,8 m Kopfhöhe; 1,0 bis 1,3 m Schulterhöhe |
| Lebenserwartung | 15 bis 25 Jahre |
| Ernährung | Pflanzenfresser (Gras, Heu, Gehölzäsung) |
| Pflegeaufwand | Mittel |
| Geeignet für | Halter mit Weide, Unterstand und Platz für eine kleine Herde |
Für wen sich das Lama eignet
Lamas passen zu Menschen mit eigenem Grund, Zeit für die tägliche Kontrolle und Interesse daran, mehr als ein Tier zu halten. Geduldiger, konsequenter Umgang zahlt sich aus, während sie für alle, die ein einzelnes Tier oder ein reines Wohnungstier suchen, keine gute Wahl sind.
Lamarassen und -typen
Es gibt rund vier anerkannte Lamatypen, die sich vor allem durch Länge und Beschaffenheit ihrer Faser unterscheiden, weniger durch Körpergröße oder Nutzung.
Lamas werden im Allgemeinen eher nach Felltyp als nach streng getrennten Rassen eingeteilt. Üblicherweise werden rund vier Typen unterschieden, wobei sich die Hauptunterschiede in Länge, Dichte und Beschaffenheit der Faser zeigen. Körperbau, Größe und Wesen sind bei allen Typen weitgehend ähnlich, sodass die Wahl meist davon abhängt, wie viel Fellpflege nötig ist und ob das Tier für die Faserproduktion oder für Arbeit gedacht ist.
| Rasse oder Typ | Bekannt für |
|---|---|
| Classic (Ccara) | Kurzes bis mittellanges Fell mit geringerer Wollmenge; der traditionelle Trag- und Arbeitstyp |
| Wooly | Dichteres, schwereres Vlies, das mehr vom Körper und den Beinen bedeckt |
| Suri | Lange Faser, die in klar erkennbaren Strähnen herabhängt statt zu kräuseln |
| Silky | Feine, weiche Faser mit glattem Griff |
Wie die Typen eingeteilt werden
Die Einteilung beruht auf Fasereigenschaften, die sich mit Auge und Hand beurteilen lassen. Dichter befellte Typen wie das Wooly-Lama benötigen mehr Pflege und bei Hitze besondere Aufmerksamkeit, während der Classic-Typ weniger Wolle trägt und häufig bevorzugt wird, wenn das Tier als Tragtier eingesetzt werden soll. Suri und Silky werden vor allem von Faserproduzenten wegen Qualität und Griff ihres Vlieses geschätzt.
Geschichte und Domestikation des Lamas
Das Lama wurde vor rund 4.000 bis 5.000 Jahren im Hochland der Anden aus dem wilden Guanako domestiziert und zählt damit zu den ältesten Haustieren Amerikas.
Das Lama stammt vom Guanako ab, einem wilden Kamelid, das noch heute in Teilen Südamerikas vorkommt. Die Domestikation fand im andinen Hochland des heutigen Peru und Bolivien statt; archäologische Funde deuten darauf hin, dass dieser Prozess vor rund 4.000 bis 5.000 Jahren bereits weit fortgeschritten war. Frühe Hirten wählten Tiere nach Fügsamkeit und ihrer Fähigkeit, Lasten über steiles Hochgebirgsgelände zu tragen.
In den Jahrhunderten vor dem Kontakt mit Europa waren Lamas fester Bestandteil der andinen Gesellschaften. Sie waren die wichtigsten Lasttiere einer Region ohne große Zugtiere oder das Rad und beförderten Waren über die Gebirgsrouten. Außerdem lieferten sie Faser für Textilien, Häute, Fleisch sowie Dung, der als Brennstoff und Dünger diente. Herdengröße galt als Maß für Wohlstand, und Lamas spielten auch im religiösen und zeremoniellen Leben eine Rolle.
Nach der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert verdrängten eingeführte Tiere wie Pferde, Esel und Schafe das Lama teilweise aus seinen traditionellen Rollen, und die Herdenbestände gingen in Teilen der Anden zurück. Für die ländliche Bevölkerung der Anden blieb die Art dennoch wichtig; sie hielt die Herden und bewahrte das Wissen um ihre Haltung.
Ab dem späten 20. Jahrhundert wurden Lamas nach Nordamerika, Europa und Australien exportiert und dort gezüchtet, wo man sie für die Faserproduktion, als Tragtiere, als Herdenschutztiere und als Begleittiere hält. Heute ist die Art weit über ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet hinaus zu finden, wobei die meisten Tiere nach wie vor im Hochland der Anden leben.
Aussehen und körperliche Merkmale des Lamas
Lamas sind große, langhalsige Kamelide mit 1,0 bis 1,3 Meter Schulterhöhe und rund 130 bis 200 Kilogramm Gewicht; ihr wolliges Fell kommt in vielen natürlichen Farben vor.
Lamas haben einen langen, aufrechten Hals, einen kleinen Kopf mit gespaltener Oberlippe sowie hohe, gebogene Ohren, die oft als bananenförmig beschrieben werden. Der Körper ist je nach Typ mit unterschiedlich langer Faser bedeckt, und die Beine enden in gepolsterten Füßen mit zwei Zehen statt in Hufen, was sowohl weichem als auch steinigem Untergrund gerecht wird. Einen Höcker gibt es nicht. Die Fellfarbe reicht von einfarbigem Weiß, Braun, Grau und Schwarz bis zu gemischten und gefleckten Mustern.
| Merkmal | Typischer Bereich |
|---|---|
| Größe | 1,0 bis 1,3 m Schulterhöhe; etwa 1,7 bis 1,8 m bis zum Kopf |
| Gewicht | 130 bis 200 kg |
| Fell | Wollige Faser, je nach Typ kurz bis lang |
| Farben | Weiß, Braun, Grau, Schwarz sowie gemischte oder gefleckte Muster |
| Besondere Merkmale | Langer Hals, gebogene aufrechte Ohren, gespaltene Oberlippe, gepolsterte Füße mit zwei Zehen, keine Hörner oder Hufe |
Wie sich das Aussehen zwischen den Typen unterscheidet
Der deutlichste sichtbare Unterschied zwischen den Lamatypen liegt im Fell. Der Classic-Typ trägt ein leichteres, kürzeres Vlies, während der Wooly-Typ ein dichteres Fell hat, das bis zu den Beinen reicht. Die Faser des Suri hängt in langen, einzelnen Strähnen herab, jene des Silky ist fein und glatt. Körpergröße und Gesamtform bleiben bei allen Typen weitgehend gleich.
Verhalten und Wesen des Lamas
Lamas sind ruhige, gesellige Herdentiere, die über Körperhaltung, Ohrenstellung und leise Summlaute kommunizieren und eine klare Rangordnung innerhalb der Gruppe bilden. Gespuckt wird vor allem, um Streit unter Lamas zu klären.
Lamas sind Herdentiere und brauchen die Gesellschaft anderer Kamelide, um sich sicher zu fühlen. Innerhalb einer Gruppe bildet sich eine Rangordnung, wobei rangniedere Tiere ranghöheren normalerweise ausweichen. Die Verständigung erfolgt größtenteils lautlos über Körpersprache: Ohrenstellung, Halshaltung und die Art, wie ein Tier den Schwanz trägt, haben jeweils eine Bedeutung. Das leise Summen der Lamas kann Neugier, Zufriedenheit oder leichten Stress anzeigen.
Werden Lamas von klein auf regelmäßig gehandhabt, sind sie Menschen gegenüber meist sanft. Das Spucken, für das Lamas am bekanntesten sind, richtet sich normalerweise gegen andere Lamas bei Streit ums Futter oder um die Rangordnung; gegen Menschen kommt es deutlich seltener vor, meist dann, wenn sich ein Tier in die Enge getrieben oder bedrängt fühlt. Lamas sind wachsam gegenüber Gefahren, weshalb manche zum Schutz von Schaf- oder Ziegenherden vor kleineren Raubtieren gehalten werden.
Lamas sind neugierig und lernen Abläufe schnell. Sind sie erst daran gewöhnt, vertragen sie Handling, Halftern und Führen gut, und bei ruhiger Annäherung neigen sie nicht zur Panik.
| Aspekt | Typisch |
|---|---|
| Geselligkeit | Hoch; braucht Gesellschaft anderer Kamelide |
| Aktivitätsniveau | Mittel; grast und ruht über den Tag verteilt |
| Lautäußerungen | Gering; leises Summen und gelegentliche Warnrufe |
| Gegenüber Menschen | Ruhig und verträglich bei regelmäßigem Umgang |
| Gegenüber anderen Tieren | Gut; wird oft zum Schutz von Schafen und Ziegen eingesetzt |
Haltung und Pflege des Lamas
Bei der Lamahaltung stehen Weide, Unterstand, sauberes Wasser, die Gesellschaft anderer Kamelide sowie die regelmäßige Kontrolle von Füßen und Fell im Mittelpunkt. Lamas sind robust, brauchen aber tägliche Kontrolle.
Tägliche Pflege
- Jedes Tier auf Anzeichen von Krankheit, Verletzung oder Stress kontrollieren
- Ständigen Zugang zu sauberem, frischem Wasser sicherstellen
- Für ausreichend Gras oder Heu guter Qualität sorgen
- Zäune und Unterstand auf Unversehrtheit und Sicherheit prüfen
- Das Verhalten innerhalb der Herde beobachten, besonders bei der Fütterung
Umgebung
- Sichere Weideflächen mit ausreichend Platz zum Grasen und Bewegen bieten
- Schutz vor Sonne, Wind, Regen und Schnee bieten
- Mindestens zwei Kamelide zusammen halten; niemals ein Tier allein unterbringen
- Trockenen, gut entwässerten Untergrund erhalten, um die Füße zu schonen
- Einzäunen, um die Herde zu sichern und Raubtiere fernzuhalten
Fellpflege und Handling
Der Pflegeaufwand hängt vom Felltyp ab. Dichter befellte Lamas brauchen regelmäßiges Bürsten, um Verfilzungen vorzubeugen, und profitieren von einer jährlichen Schur, besonders vor der heißen Jahreszeit. Die Krallen wachsen kontinuierlich und müssen bei Bedarf geschnitten werden. Durch regelmäßiges, ruhiges Handling lassen sich die Tiere leicht halftern, führen und untersuchen, was routinemäßige Gesundheitschecks deutlich erleichtert.
Ernährung und Fütterung des Lamas
Lamas sind grasende Pflanzenfresser, die vor allem von Gras, Heu und Gehölzäsung leben; Zufütterung ist nur bei schlechtem Futterangebot nötig. Sie verwerten Futter effizient und neigen bei Überfütterung zu Übergewicht.
Lamas sind Pflanzenfresser, die auch mit vergleichsweise magerem Futter gut zurechtkommen. Den Großteil der Nahrung bilden Gras und gutes Heu, ergänzt durch Gehölzäsung, sofern verfügbar. Da sie Nährstoffe sehr effizient verwerten, können Lamas auf fettem Weideland oder bei zu viel Kraftfutter übergewichtig werden; die Menge sollte daher an Körperkondition und Arbeitsbelastung angepasst werden. Ein ständiger Zugang zu sauberem Wasser ist unerlässlich.
| Lebensphase | Ernährung | Hinweise |
|---|---|---|
| Cria (Jungtier) | Muttermilch, danach Gras und Heu | Wird über mehrere Monate schrittweise entwöhnt |
| Erwachsen | Gras, Heu und Gehölzäsung | Menge an Körperkondition anpassen; Überfütterung vermeiden |
| Trächtig oder säugend | Gras, Heu plus zusätzliches Futter | Höherer Bedarf in der späten Trächtigkeit und während der Säugezeit |
| Arbeitend oder älter | Gras, Heu, bei Bedarf dosiertes Zusatzfutter | Gewicht beobachten und Fütterung anpassen |
Leckerlis, Zusatzfutter und Wasser
Leckerlis sollten sparsam und mit Vorsicht aus der Hand gegeben werden, da zu häufiges Handfüttern aufdringliches Verhalten fördern kann. Mineralstoffergänzung kann nötig sein, wenn Böden oder Futterpflanzen der Region defizitär sind; hier beraten Tierarzt oder erfahrene Halter. Frisches Wasser muss jederzeit verfügbar sein, mit besonderer Aufmerksamkeit bei Hitze und Schutz vor dem Einfrieren im Winter.
Gesundheit und häufige Erkrankungen beim Lama
Lamas sind robust und werden bei guter Haltung meist 15 bis 25 Jahre alt. Häufige Probleme sind innere Parasiten, Fußprobleme, Hitzestress und Zahnabnutzung.
Lamas sind robuste Tiere, die bei guter Haltung meist zwischen 15 und 25 Jahren alt werden. Die meisten Gesundheitsprobleme entstehen durch Parasiten, mangelhafte Fußpflege, Hitze in warmen Klimazonen oder Fütterungsfehler und nicht durch typspezifische Erkrankungen. Regelmäßige Beobachtung ist das beste Frühwarnsystem, da Lamas Krankheiten oft bis in ein fortgeschrittenes Stadium verbergen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Innere Parasiten | Gewichtsverlust, stumpfes Fell, Mattigkeit | Über Monitoring und gezielte Entwurmung nach Bedarf steuern |
| Hitzestress | Atmen mit offenem Maul, Mattigkeit bei Hitze | Dichtes Fell scheren; Schatten und Wasser bereitstellen |
| Fuß- und Krallenprobleme | Lahmheit, überlange Krallen | Krallen regelmäßig schneiden; Untergrund trocken halten |
| Zahnabnutzung oder -überwuchs | Fressschwierigkeiten, Gewichtsverlust | Zähne beim routinemäßigen Handling kontrollieren |
Vorbeugende Gesundheitsvorsorge
- Regelmäßige Kontrollen bei einem mit Kameliden erfahrenen Tierarzt einplanen
- Einen an die Region angepassten Entwurmungsplan einhalten
- Krallen in regelmäßigen Abständen schneiden
- Dicht befellte Tiere vor der heißen Jahreszeit scheren
- Körperkondition beobachten und Fütterung entsprechend anpassen
Zucht und Aufzucht beim Lama
Weibliche Lamas können ab etwa 1 bis 2 Jahren gedeckt werden. Die Trächtigkeit dauert rund 11 bis 12 Monate und endet fast immer mit einem einzelnen Cria, das meist schon Stunden nach der Geburt steht und trinkt.
Weibliche Lamas erreichen die Zuchtreife meist zwischen etwa einem und zwei Jahren, männliche Tiere werden in der Regel etwas später geschlechtsreif. Lamas sind induzierte Ovulatoren, das heißt, die Stute gibt eine Eizelle als Reaktion auf die Paarung frei und nicht nach einem festen Zyklus. Die Trächtigkeit ist mit rund 11 bis 12 Monaten lang, und eine gesunde Stute bringt fast immer ein einzelnes Cria zur Welt; Zwillinge sind sehr selten.
Geburten finden meist tagsüber statt. Das neugeborene Cria steht und trinkt in der Regel schon innerhalb weniger Stunden und wird über mehrere Monate schrittweise entwöhnt. Junge Lamas sollten innerhalb der Herde aufwachsen, damit sie normales Sozialverhalten erlernen; Crias mit zu engem menschlichem Kontakt können als erwachsene Tiere Probleme im Umgang entwickeln.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife (weiblich) | Etwa 1 bis 2 Jahre |
| Ovulation | Durch die Paarung ausgelöst |
| Trächtigkeit | Etwa 11 bis 12 Monate |
| Wurfgröße | Meist 1 Cria; Zwillinge sehr selten |
| Entwöhnung | Schrittweise über mehrere Monate |
Ein Lama anschaffen
Ein Lama ist eine langfristige Verpflichtung von 15 bis 25 Jahren und braucht Land, Unterstand, die Gesellschaft mindestens eines weiteren Kamelids sowie laufende Kosten für Futter und Tierarzt. Es eignet sich für Halter mit Platz, nicht für ein einzelnes Wohnungstier.
Ist ein Lama das richtige Tier für Sie?
Vor der Anschaffung eines Lamas sollten Zeitaufwand, Platzbedarf und Kosten sorgfältig abgewogen werden. Lamas brauchen sichere Weideflächen, ganzjährigen Unterstand und mindestens ein weiteres Kamelid als Gesellschaft, sodass realistischerweise mindestens zwei Tiere nötig sind. Tägliche Kontrollen, regelmäßige Fuß- und Fellpflege sowie der Zugang zu einem mit Kameliden erfahrenen Tierarzt gehören ebenfalls zur Haltung. Da die Art 15 bis 25 Jahre alt werden kann, handelt es sich um eine Verpflichtung, die in Jahrzehnten und nicht in Jahreszeiten gemessen wird.
| Posten | Typische Kosten |
|---|---|
| Anschaffung | Je nach Typ, Alter und Qualität stark unterschiedlich |
| Unterstand und Zäune | Einmalige Errichtungskosten, danach laufende Instandhaltung |
| Futter (Heu und Zusatzfutter) | Laufend, höher bei schlechtem Weideangebot |
| Routinetierarzt und Entwurmung | Laufende jährliche Kosten |
| Schur und Krallenschnitt | Regelmäßig, abhängig vom Felltyp |
Wo man ein Lama bekommt
Lamas sind bei etablierten Züchtern, bei Betrieben, die ihre Herde verkleinern, sowie über Kamelid-Rettungsorganisationen und Vermittlungsstellen erhältlich. Eine seriöse Quelle lässt Sie die Tiere besichtigen, gibt Auskunft über Gesundheits- und Umgangshistorie und beantwortet Fragen zu Wesen und Pflege. Mindestens zwei Tiere zusammen zu kaufen erleichtert die Eingewöhnung, da ein einzelnes Lama gestresst wäre.
Häufig gestellte Fragen zum Lama
Häufige Fragen zur Lamahaltung: Eignung als Haustier, Lebenserwartung, Kosten, Pflegeaufwand sowie Eignung für Familien und Einsteiger.
Sind Lamas gute Haustiere?
Für Halter mit eigenem Grund, die ein ruhiges, kluges Herdentier möchten, können Lamas eine erfüllende Wahl sein. Sie sind keine Wohnungstiere und müssen mit mindestens einem weiteren Kamelid gehalten werden, weshalb sie eher zu Kleinbetrieben als zum typischen Haushalt passen.
Wie alt werden Lamas?
Bei guter Pflege werden Lamas meist zwischen 15 und 25 Jahre alt, ihre Haltung ist also eine Verpflichtung über Jahrzehnte.
Wie viel kostet die Haltung eines Lamas?
Die Kosten schwanken je nach Region und Typ stark. Neben dem Kaufpreis sollten Halter mit Ausgaben für Unterstand und Zäune, Heu und Zusatzfutter, routinemäßige Tierarztbesuche und Entwurmung sowie regelmäßige Schur und Krallenschnitt rechnen.
Sind Lamas schwierig zu pflegen?
Der Pflegeaufwand ist mittel. Lamas sind robust und fressen vor allem Gras und Heu, brauchen aber tägliche Kontrollen, sichere Weideflächen, Unterstand, Gesellschaft, regelmäßige Fußpflege und eine dem Felltyp entsprechende Fellpflege.
Sind Lamas gut für Familien mit Kindern geeignet?
Lamas, die sanft und regelmäßig gehandhabt werden, sind in der Regel ruhig und verträglich. Kleine Kinder sollten beaufsichtigt werden, und die Tiere sollten nicht zu oft aus der Hand gefüttert werden, da dies aufdringliches Verhalten fördern kann.
Spucken Lamas wirklich?
Ja, allerdings richtet sich das Spucken meist gegen andere Lamas bei Streit ums Futter oder um die Rangordnung. Gegen Menschen spucken sie deutlich seltener, meist nur, wenn sie sich in die Enge getrieben oder bedrängt fühlen.
Kann ein Lama allein gehalten werden?
Nein. Lamas sind Herdentiere und geraten in Isolation unter Stress. Sie sollten stets mit mindestens einem weiteren Kamelid zusammen gehalten werden.