Farbratte
Rattus norvegicus domestica
Klug, anhänglich und bemerkenswert lernfähig – gesellige Gefährten, die Menschen wirklich mögen.
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The Farbratte's place in the tree of life, from domain down to species.
- DomäneEukaryotaEukaryoten
- ReichAnimaliaTiere
- StammChordataChordatiere
- KlasseMammaliaSäugetiere
- OrdnungRodentiaNagetiere
- FamilieMuridaeLangschwanzmäuse
- GattungRattusRatten
- ArtRattus norvegicusFarbratte
Farbratte colors, patterns and markings
Every color, pattern and marking the taxonomy records for Farbratte, by part of the body. Each breed page shows which clubs accept which ones.
Fell
Color of the fur or hair.
Colors
Die Farbratte im Überblick
Die Farbratte ist die domestizierte Form der Wanderratte, ein kluges, geselliges Haustier mit einer Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren, das tägliche Zuwendung braucht.
Die Farbratte ist die domestizierte Wanderratte (Rattus norvegicus domestica), die als Haustier und nicht für Labor- oder Schädlingsbekämpfungszwecke gehalten wird. Sie zählt zu den geselligsten Kleinsäugern, die zu Hause gehalten werden. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 23 bis 28 Zentimetern, dazu kommt ein etwa gleich langer Schwanz. Männchen sind in der Regel größer und schwerer als Weibchen.
Farbratten sind für ihre Größe außerordentlich intelligent. Sie lernen ihren Namen, erkennen die Personen, die mit ihnen umgehen, und lassen sich einfache Aufgaben beibringen. Sie sind aktiv, neugierig und auf Gesellschaft angewiesen, weshalb sie normalerweise in gleichgeschlechtlichen Gruppen ab zwei Tieren gehalten werden und nicht einzeln. Eine allein gehaltene Ratte zieht sich mit der Zeit häufig zurück.
Ihre kurze Lebensspanne von meist zwei bis drei Jahren ist der Hauptpunkt, den künftige Halterinnen und Halter gegen ihr ausgeprägtes Wesen und ihre Zutraulichkeit abwägen müssen. Sie sind reinliche Tiere, die sich häufig putzen und sich bis zu einem gewissen Grad stubenrein gewöhnen lassen.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Rattus norvegicus domestica |
| Familie | Muridae (Langschwanzmäuse) |
| Größe (ausgewachsen) | 23 bis 28 cm Körperlänge, dazu ein etwa gleich langer Schwanz |
| Lebenserwartung | 2 bis 3 Jahre |
| Ernährung | Allesfresser (Rattenfutter-Pellets plus frische Kost) |
| Pflegeaufwand | Für Einsteiger bis Fortgeschrittene geeignet |
| Geeignet für | Halterinnen und Halter, die täglichen Umgang bieten und Ratten in Gruppen halten |
Für wen sich dieses Tier eignet
Farbratten eignen sich für Menschen, die ein interaktives, lernfähiges Haustier möchten und an den meisten Tagen Zeit dafür aufbringen können. Sie passen zu Haushalten, die mit einer kurzen Lebensspanne und der Notwendigkeit, mehrere Tiere zu halten, zurechtkommen. Unter Aufsicht Erwachsener sind sie ein vertretbares erstes Nagetier für ältere Kinder, wobei ihre nachtaktive Neigung bedeutet, dass die Hauptaktivität am Abend liegt.
Farbratten-Typen und Varianten
Die Farbratte ist ein einzelnes domestiziertes Tier und keine Gruppe eigenständiger Rassen; Unterschiede zeigen sich in Fellart, Farbe, Zeichnung und Ohrform.
Die Farbratte gilt als ein einziges domestiziertes Tier. Anstelle eigenständiger Rassen beschreiben Halterinnen, Halter und Vereine Varianten, die sich über Felltyp, Ohrstellung, Körperbau, Farbe und Zeichnung definieren. Diese Merkmale lassen sich kombinieren, sodass eine einzelne Ratte oft durch mehrere Eigenschaften gleichzeitig beschrieben wird.
Unterschiede zeigen sich im Fell (Standard, Rex, haarlos), in der Ohrstellung (hochstehend oder Dumbo) und in den Zeichnungsmustern, dazu kommt eine große Bandbreite an Farben. Keines dieser Merkmale verändert das zugrunde liegende Tier, sie sind Ausprägungen des Aussehens innerhalb desselben Typs.
| Rasse oder Typ | Bekannt für |
|---|---|
| Farbratte | Die domestizierte Wanderratte, die als Gesellschaftstier gehalten wird; gesellig, klug und in vielen Fell-, Farb- und Ohrvarianten anzutreffen |
Wie Varianten eingeteilt werden
Zuchtstandards gliedern Ratten nach Fell, Zeichnung und Farbe und danach nach Varianten wie Ohrform und Körperbau. Bei der Auswahl durch Hobbyzüchterinnen und -züchter stehen Wesen und Gesundheit neben dem Aussehen im Vordergrund, da das Tier in erster Linie als Gesellschaftstier gehalten wird.
Geschichte der Farbratte
Die Farbratte stammt von der wilden Wanderratte ab und wurde im 19. Jahrhundert in Europa domestiziert, nachdem für die Rattenhatz gefangene Tiere gezielt auf Farbe und Zahmheit gezüchtet wurden.
Die Farbratte geht auf die wilde Wanderratte zurück, die sich im 18. Jahrhundert in weiten Teilen Europas ausbreitete. Wanderratten wurden in großer Zahl als Schädlinge gefangen und im England des 19. Jahrhunderts für die Rattenhatz eingesetzt, einen heute verbotenen blutigen Sport, bei dem Hunde darauf abgerichtet wurden, in einer Grube möglichst viele Ratten in kurzer Zeit zu töten.
Rattenfängern, die diese Tiere lieferten, fielen unter den gefangenen Ratten ungewöhnliche Farb- und Zeichnungsvarianten auf, darunter weiße und gescheckte Exemplare. Anstatt jedes Tier zu verkaufen, behielten manche die auffälligeren und zutraulicheren Exemplare und züchteten mit ihnen weiter. Darin liegt der eigentliche Ursprung der Domestizierung: Auswahl nach Zahmheit und Aussehen aus einer als Schädling gejagten Population.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich die Haltung und Ausstellung dieser gezüchteten Ratten in England zu einem etablierten Hobby entwickelt. Organisierte Ausstellungen von Farbratten folgten, und mit der Zeit wurden Vereine gegründet, um Standards für die gehaltenen Varianten festzulegen.
Von Großbritannien aus verbreitete sich das Hobby im Lauf des 20. Jahrhunderts in andere Länder. Dieselbe Art hatte parallel dazu eine eigene Geschichte als Standardtier in der Labortierhaltung, doch die als Haustier gehaltene Farbratte wurde von Hobbyzüchterinnen und -züchtern auf Wesen und Farbe hin entwickelt, nicht für die Forschung.
Aussehen der Farbratte
Farbratten haben einen langgestreckten Körper, einen langen schuppigen Schwanz und große Ohren, das Fell zeigt viele Farben und Zeichnungen, ausgewachsene Tiere erreichen etwa 23 bis 28 cm Körperlänge.
Farbratten haben einen langen, schlanken Körper, eine spitze Schnauze, dunkle, hervortretende Augen und einen haarlosen, schuppigen Schwanz, der etwa so lang ist wie der Körper. Der Schwanz unterstützt das Gleichgewicht und hilft bei der Wärmeregulierung. Die Tasthaare sind lang und ständig in Bewegung, was die Orientierung bei schlechten Lichtverhältnissen erleichtert.
Die Körperlänge ausgewachsener Tiere beträgt etwa 23 bis 28 cm, dazu kommt ein etwa gleich langer Schwanz. Männchen sind meist größer und schwerer als Weibchen und haben tendenziell ein gröberes Fell. Gesunde ausgewachsene Tiere wiegen je nach Geschlecht und Statur üblicherweise zwischen etwa 250 und 500 Gramm.
| Merkmal | Typischer Bereich |
|---|---|
| Größe | 23 bis 28 cm Körperlänge, dazu ein etwa gleich langer Schwanz |
| Gewicht | Etwa 250 bis 500 g (Männchen schwerer als Weibchen) |
| Fell | Kurzes Fell; Varianten umfassen Standard, Rex (lockig) und haarlos |
| Farben | Große Bandbreite, unter anderem Schwarz, Agouti, Weiß, Falbfarben und Grau |
| Besondere Merkmale | Langer schuppiger Schwanz, große Ohren, ausgeprägte Tasthaare, dunkle Augen |
Wie das Aussehen variiert
Innerhalb des einen Typs reicht das Fell von glattem Standardfell über lockiges Rexfell bis zu nahezu haarlosen Varianten. Die Ohren können hoch am Kopf sitzen (hochstehend) oder tiefer und runder wirken (Dumbo). Die Zeichnung reicht von einfarbigem Fell bis zu Mustern wie Capped, Hooded und Patched.
Verhalten der Farbratte
Farbratten sind ausgesprochen sozial, leben in Gruppen, verständigen sich über Körpersprache und hohe Laute und binden sich eng an die Menschen, die mit ihnen umgehen.
Farbratten sind stark sozial veranlagt und bilden Gruppenhierarchien. In freier Wildbahn lebt die Wanderratte in Kolonien, und die domestizierte Form hat dieses Bedürfnis nach Gesellschaft beibehalten. Gemeinsam gehaltene Ratten putzen einander, schlafen im Haufen und spielen miteinander, weshalb von Einzelhaltung abgeraten wird.
Sie sind vor allem in der Dämmerung und am Abend aktiv, passen sich aber teilweise an den Tagesablauf des Haushalts an. Sie erkunden ständig ihre Umgebung, nagen, um ihre nachwachsenden Schneidezähne kurz zu halten, und verlassen sich stark auf Geruchs- und Tastsinn. Zur Kommunikation gehören Körperhaltung, Zähneknirschen (Bruxing) bei Wohlbefinden und hohe Laute, von denen viele außerhalb des menschlichen Hörbereichs liegen.
Mit regelmäßigem, behutsamem Umgang werden Ratten zutraulich und suchen häufig selbst die Nähe ihrer Halterinnen und Halter. Sie zeigen individuelle Charaktere, von mutig bis vorsichtig. Das Zusammenführen mit fremden Ratten erfordert Vorsicht, da etablierte Gruppen auf Neuankömmlinge reagieren können.
| Aspekt | Typisch |
|---|---|
| Geselligkeit | Sehr hoch; benötigt gleichgeschlechtliche Gesellschaft |
| Aktivitätslevel | Hoch, mit Höhepunkten am Abend |
| Lautäußerungen | Für Menschen gering hörbar; die meisten Laute liegen im Ultraschallbereich |
| Umgang mit Menschen | Anhänglich und lernfähig, sobald zutraulich |
| Umgang mit anderen Tieren | Am besten mit anderen Ratten; nicht sicher mit Katzen, Hunden oder kleinen Beutetieren |
Pflege der Farbratte
Farbratten brauchen tägliche Fütterung und Zuwendung, einen großen, sauberen Käfig und regelmäßigen Umgang; das kurze Fell braucht wenig Pflege, das Gehege muss aber oft gereinigt werden.
Tägliche Pflege
- Frisches Wasser bereitstellen und die Flasche oder Schale täglich kontrollieren
- Eine abgemessene Portion vollwertiges Rattenfutter füttern, ergänzt durch kleine Mengen frischer Kost
- Verschmutzte Einstreu und den Toilettenbereich punktuell reinigen
- Zeit für Umgang einplanen und unter Aufsicht kontrollierten Freilauf außerhalb des Käfigs ermöglichen
- Jede Ratte kurz auf Veränderungen bei Augen, Atmung, Gewicht oder Verhalten überprüfen
Umgebung
- Den Käfig vor direkter Sonne, Zugluft und Feuchtigkeit geschützt aufstellen
- Eine stabile, gemäßigte Raumtemperatur einhalten
- Kletterebenen, Verstecke und Nagematerial anbieten
- Gruppen zusammenlassen, um dem sozialen Bedürfnis gerecht zu werden
- Käfig und Einstreu in regelmäßigen Abständen vollständig reinigen und wechseln
Fellpflege und Umgang
Ratten putzen sich selbst und müssen kaum gebadet werden. Beim Hochheben unter den Körper greifen, nie am Schwanz anheben. Häufiger, ruhiger Kontakt von klein auf hält sie zutraulich. Routinemäßig muss nichts geschnitten werden, doch Schneidezähne und Krallenlänge sollten beobachtet werden; bei übermäßigem Wachstum eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen.
Ernährung der Farbratte
Farbratten sind Allesfresser, die hauptsächlich vollwertiges Rattenfutter erhalten, ergänzt durch kleine Mengen frisches Gemüse, Obst und Eiweiß, dazu ständig frisches Wasser.
Farbratten sind Allesfresser. Die Grundlage der Ernährung sollte ein vollwertiges kommerzielles Rattenfutter sein, idealerweise in Pellet- oder Blockform, das selektives Fressen verhindert, da Ratten bei loser Mischfütterung häufig nur ihre Lieblingsstücke herauspicken und eine unausgewogene Ernährung übrig bleibt. Frische Kost wird nur in kleinen Mengen als Ergänzung gegeben, nicht als Hauptnahrung.
Geeignete frische Lebensmittel sind zahlreiche Gemüsesorten, kleine Mengen Obst und gelegentlich gekochtes Eiweiß wie Ei. Die Portionen sind angesichts der Größe des Tieres klein, fett- und zuckerreiche Speisen werden begrenzt, um Übergewicht zu vermeiden.
| Lebensphase | Ernährung | Hinweise |
|---|---|---|
| Jungtier, im Wachstum | Vollwertiges Rattenfutter mit etwas höherem Eiweißgehalt | Fütterung unterstützt das Wachstum; frische Ergänzung klein halten |
| Erwachsen | Vollwertiges Rattenfutter plus abgemessene frische Kost | Gewicht beobachten; fettreiche Leckerlis reduzieren |
| Älter oder in Genesung | Vollwertige Ernährung, bei Bedarf weiche Kost | Appetit und Gewicht genau beobachten |
Leckerlis sollten nur einen kleinen Teil der Ernährung ausmachen und für Training und Bindung genutzt werden. Frisches Wasser muss jederzeit verfügbar sein, meist aus einer täglich kontrollierten Nippeltränke. Die meisten Ratten mit vollwertiger Ernährung benötigen keine routinemäßigen Nahrungsergänzungen, sofern nicht tierärztlich angeraten.
Gesundheit der Farbratte
Farbratten leben meist zwei bis drei Jahre und neigen zu Atemwegsinfektionen und Tumoren, weshalb sie eine saubere Umgebung, Gruppenhaltung und rasche tierärztliche Betreuung brauchen.
Farbratten sind im Allgemeinen robust, haben aber eine kurze Lebenserwartung von etwa zwei bis drei Jahren. Ihre häufigsten Gesundheitsprobleme sind Atemwegsinfektionen sowie, besonders bei älteren Tieren, Milchdrüsen- und andere Tumoren. Beide Probleme treten häufig genug auf, dass Halterinnen und Halter auf frühe Anzeichen achten sollten.
Eine saubere, staubarme Umgebung, gute Belüftung, eine ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Überbelegung senken das Erkrankungsrisiko. Da Ratten Schwäche verbergen, sind bereits kleine Veränderungen bei Atmung, Gewicht oder Aktivität von Bedeutung.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Atemwegsinfektion | Niesen, angestrengte Atmung, Rasselgeräusche | Häufig; erfordert rasche tierärztliche Behandlung |
| Milchdrüsen- oder andere Tumoren | Knoten unter der Haut, häufig bei älteren Tieren | Bei alternden Ratten häufig; tierärztliche Abklärung empfohlen |
| Überwachsene Schneidezähne | Fressschwierigkeiten, Speicheln | Nagematerial anbieten; bei Bedarf tierärztlich kürzen lassen |
| Porphyrin-Ausfluss | Rotbrauner Ausfluss um Augen oder Nase | Oft ein Zeichen von Stress oder Krankheit, kein Blut |
Vorbeugende Maßnahmen
- Käfig sauber und gut belüftet halten
- Staubarme, unparfümierte Einstreu verwenden
- Ausgewogen und vollwertig füttern und Übergewicht vermeiden
- Neue Ratten in Quarantäne halten und behutsam eingewöhnen
- Ratten regelmäßig wiegen und anfassen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen
Lebensraum und Haltung der Farbratte
Farbratten brauchen einen hohen, gut belüfteten Gitterkäfig mit mehreren Ebenen, festen Böden, Verstecken und Nagematerial, bei stabiler Raumtemperatur ohne Zugluft und direkte Sonne.
Farbratten benötigen einen großen, hohen Käfig mit waagrechten Gitterstäben zum Klettern und mehreren Ebenen für Bewegung. Gitterkäfige mit festen Böden eignen sich besser als Glasterrarien, da eine gute Belüftung für ihre empfindlichen Atemwege wichtig ist. Der Stababstand muss eng genug sein, um Ausbrüche zu verhindern, besonders bei jungen oder kleineren Tieren.
Im Inneren sollten Verstecke, Hängematten, Seile oder Leitern sowie sicheres Nagematerial vorhanden sein. Der Boden sollte fest sein statt aus blankem Gitter, um die Pfoten zu schonen, und mit staubarmer Einstreu bedeckt sein.
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Platz | Großer, mehrstöckiger Käfig; bei Gruppen mehr Platz und Ebenen |
| Temperatur | Stabile, gemäßigte Raumtemperatur; Extreme vermeiden |
| Luftfeuchtigkeit | Mäßig; Feuchtigkeit vermeiden |
| Substrat/Einstreu | Staubarme, unparfümierte Einstreu; Kiefer und Zeder vermeiden |
| Beleuchtung | Normales Raumlicht; direkte Sonne und starke Blendung vermeiden |
Checkliste für die Einrichtung
- Hoher Gitterkäfig mit engem Stababstand und festen Ebenen
- Staubarme Einstreu und ein Toilettenbereich
- Zwei oder mehr Verstecke sowie Hängematten oder Plattformen
- Nagematerial und Klettermöglichkeiten
- Nippeltränke und eine verlässliche Futterquelle
- Ein ruhiger, zugluftfreier Standort
Zucht der Farbratte
Farbratten werden schon mit fünf bis sechs Wochen geschlechtsreif, die Tragzeit beträgt etwa drei Wochen und Würfe zählen meist sechs bis zwölf Junge, weshalb frühe Geschlechtertrennung wichtig ist.
Farbratten werden bereits sehr früh geschlechtsreif, häufig mit etwa fünf bis sechs Wochen, weshalb Männchen und Weibchen davor getrennt werden müssen, um ungeplante Würfe zu verhindern. Weibchen kommen häufig in Rolligkeit. Die Tragzeit ist kurz und dauert etwa 21 bis 23 Tage.
Die Würfe sind groß und zählen meist sechs bis zwölf Junge, mitunter mehr. Die Jungen kommen haarlos und mit geschlossenen Augen zur Welt, die Mutter zieht sie bei ruhigem Wesen und guter Versorgung weitgehend ohne Eingreifen groß. Der Nachwuchs wird üblicherweise mit etwa vier bis fünf Wochen entwöhnt. Da sich Ratten sehr bereitwillig vermehren und viele Junge bekommen, erfordert verantwortungsvolle Zucht eine Planung, wo jedes Tier unterkommen soll, sowie Aufmerksamkeit für Gesundheit und Wesen der Elterntiere.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 5 bis 6 Wochen |
| Tragzeit | Etwa 21 bis 23 Tage |
| Wurfgröße | Meist 6 bis 12 Junge |
| Augen öffnen sich | Etwa 2 Wochen |
| Entwöhnung | Etwa 4 bis 5 Wochen |
Die richtige Farbratte auswählen
Eine Farbratte passt zu Halterinnen und Haltern, die zwei oder mehr Tiere zusammen halten, täglich Zeit einplanen und eine Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren akzeptieren können.
Passt eine Farbratte zu Ihnen?
Farbratten brauchen tägliche Zuwendung und die Gesellschaft ihrer Artgenossen, daher sollte man von Anfang an mindestens zwei Tiere einplanen und Zeit für den Umgang einrechnen. Der Käfig nimmt einiges an vertikalem Raum ein. Zu den laufenden Kosten zählen Futter, Einstreu und mögliche tierärztliche Behandlungen, wobei Besuche bei einer auf Kleintiere spezialisierten Ordination oft den größten Einzelposten ausmachen. Für viele Halterinnen und Halter ist die kurze Lebensspanne von zwei bis drei Jahren der schwierigste Punkt, da der Abschied deutlich früher kommt als bei größeren Haustieren.
| Posten | Typische Kosten |
|---|---|
| Ratte (pro Tier) | Gering; meist eine überschaubare einmalige Ausgabe |
| Käfig und Zubehör | Mittlere einmalige Ausgabe |
| Futter und Einstreu | Laufend, gering bis mittel pro Monat |
| Tierärztliche Versorgung | Unterschiedlich; kann bei Erkrankung erheblich sein |
Wo man eine Farbratte bekommt
Nach verantwortungsvollen Züchterinnen und Züchtern Ausschau halten, die auf Gesundheit und Wesen achten und ihre Gruppen gut betreuen. Tierheime und Kleintierauffangstationen haben häufig Ratten, die ein neues Zuhause suchen, manchmal in eingespielten Paaren. Wo auch immer man sie bekommt: Auf muntere, aufmerksame Tiere mit klaren Augen, ungestörter Atmung und gepflegtem Fell achten und Spontankäufe einzelner Ratten vermeiden.
Häufig gestellte Fragen zur Farbratte
Häufige Fragen zur Haltung von Farbratten betreffen ihre Eignung als Haustier, ihre Lebenserwartung, die Kosten, den Pflegeaufwand sowie ihre Eignung für Familien und Einsteiger.
Sind Farbratten gute Haustiere?
Ja. Sie sind klug, gesellig und lernfähig und binden sich an die Menschen, die mit ihnen umgehen. Sie eignen sich für Halterinnen und Halter, die täglich Zeit für sie haben und mehr als eine Ratte halten.
Wie alt werden Farbratten?
Die meisten werden etwa zwei bis drei Jahre alt. Eine gute Ernährung, ein sauberer, gut belüfteter Käfig und rasche tierärztliche Betreuung helfen ihnen, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.
Wie viel kostet die Haltung einer Farbratte?
Die Ratte selbst ist meist günstig, für Käfig und Ausstattung fallen mittlere einmalige Kosten an, dazu kommen laufende Kosten für Futter und Einstreu. Die tierärztliche Versorgung ist der am stärksten schwankende Kostenpunkt und kann erheblich ausfallen.
Sind Farbratten schwer zu pflegen?
Der Pflegeaufwand liegt zwischen Einsteiger- und Fortgeschrittenenniveau. Tägliches Füttern, Umgang und Käfigpflege sind unkompliziert, allerdings müssen die Tiere in Gruppen gehalten werden und benötigen eine mit Kleinsäugern vertraute Ordination.
Sind Farbratten für Familien und Einsteiger geeignet?
Unter Aufsicht Erwachsener eignen sie sich für ältere Kinder und sind ein vertretbares erstes Nagetier. Sie sind vor allem abends aktiv, was zu Haushalten passt, die am Nachmittag und Abend zu Hause sind.
Müssen Farbratten paarweise oder in Gruppen gehalten werden?
Ja. Sie sind ausgesprochen sozial und sollten mit mindestens einer gleichgeschlechtlichen Ratte zusammenleben. Eine allein gehaltene Ratte zieht sich mit der Zeit häufig zurück.
Riechen Farbratten oder machen sie viel Reinigungsaufwand?
Ratten putzen sich selbst und bleiben dadurch sauber, ihre Einstreu muss aber regelmäßig punktuell und vollständig gewechselt werden. Gute Belüftung und häufige Reinigung halten den Geruch gering.