Bronzepute
Der Bronzeputer ist eine klassische traditionsreiche Rasse, bewundert für ihr schillernd kupferfarbenes Gefieder, ihre robuste Futtersuchfähigkeit und ihr ruhiges, widerstandsfähiges Wesen.
- Size
- Groß
- Lifespan
- 5–10 years
- Origin
- Vereinigte Staaten
- Temperament
- Ruhig
- Standard colors
- Schwarz, Weiß und Bronzefarben
Characteristics
Bronzepute colors and patterns
What each club's breed standard says about every Bronzepute color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Bronzepute in Schwarz, Weiß und Bronzefarben. Standard patterns: Einfarbig.
| Color or pattern | APA | PCGB | EE |
|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Bronze”) | Standardgemäß (“Bronze”) | Standardgemäß (“Amerikanische Bronzeputen”) |
| Weiß | Standardgemäß (“Bronze”) | Standardgemäß (“Bronze”) | Standardgemäß (“Amerikanische Bronzeputen”) |
| Bronzefarben | Standardgemäß (“Bronze”) | Standardgemäß (“Bronze”) | Standardgemäß (“Amerikanische Bronzeputen”) |
| Patterns | |||
| Einfarbig | Standardgemäß (“Bronze”) | Standardgemäß (“Bronze”) | Standardgemäß (“Amerikanische Bronzeputen”) |
| Color or pattern |
|---|
| Braun |
| Color or pattern |
|---|
| Schwarz |
| Hornfarben |
| Color or pattern |
|---|
| Hellbraun |
| Creme |
| Getönt |
| Patterns |
| Gesprenkelt |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
Color changes
How a Bronzepute's colors can change over its life.
Schwarzchanges toRosa
Beine und Füße · Mit dem Alter
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Der Bronzetruthahn: ein Überblick
Der Bronzetruthahn ist eine schwere, alte amerikanische Nutzgeflügelrasse mit kupferglänzendem Gefieder und einem ruhigen, wetterresistenten Naturell für Freilandhaltung.
Der Bronzetruthahn ist eine grosse Hausgeflügelrasse, die in den Vereinigten Staaten entstanden ist. Die Bezeichnung nimmt Bezug auf den kupfermetallig schimmernden Glanz, den das dunkle Körpergefieder bei Sonnenlicht zeigt. Über das 19. und den Anfang des 20. Jahrhunderts war er der verbreitetste Wirtschaftstruthahn in Nordamerika: geschätzt für seine Körpermasse, die Weidefähigkeit und ein ausgeglichenes Temperament.
Zwei unterschiedliche Typen führen diesen Namen. Der ursprüngliche Bronzetruthahn in Heritage-Form paart sich auf natürlichem Weg und wächst langsamer heran. Die später für den Markt entwickelte breitbrüstige Variante erbringt erheblich mehr Brustfleisch, ist aber in der Regel auf künstliche Besamung angewiesen. Die Naturform ist es, die in Kleinhaltungen und Erhaltungsprojekten weitergepflegt wird.
Ausgewachsene Tiere sind schwer, breit gebaut, mit kräftigen Ständern und aufrechter Körperhaltung. Sie weiden gut auf der Weide, vertragen Kälte und zeigen ein ruhiges, gelassenes Wesen, das den Umgang auf dem Hof oder im Hausgarten erleichtert.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Vereinigte Staaten |
| Grösse | Gross |
| Lebenserwartung | 5 bis 10 Jahre |
| Nutzungsrichtung | Erhaltungszucht, Fleisch, Ausstellung; Freilandgeflügel |
| Geeignet für | Gemischte Geflügelbestände und erfahrene Halter |
Für wen eignet sich die Rasse?
Der Bronzetruthahn passt zu Halterinnen und Haltern, die Platz für einen grossen, bewegungsfreudigen Vogel haben und eine robuste Heritage-Rasse für Fleisch, Zucht oder Schau anstreben. Er braucht ausreichend Auslauf und ist für beengte Haltungsbedingungen wenig geeignet. Anfänger können die Heritage-Form halten, wenn Unterkunft und Schutz vor Raubtieren gewährleistet sind.
Geschichte und Herkunft des Bronzetruthahns
Der Bronzetruthahn entstand in den USA aus Kreuzungen zwischen importierten Hausgeflügelputen und einheimischen Wildputen und war über Generationen der bedeutendste Nutztruthahn.
Der Bronzetruthahn geht auf zwei unterschiedliche Ausgangspopulationen zurück. Europäische Siedler brachten domestizierte Truthähne mit, die ihrerseits von Vögeln abstammten, die Jahrhunderte zuvor aus den Amerikas nach Europa gebracht worden waren. Sobald diese Haustiere erneut in Nordamerika lebten, kreuzten sie sich mit dem einheimischen Wildtruthahn. Dieser Wildvogeleinfluss schenkte dem Bronzetruthahn seine Körpergrösse, Vitalität und das kupferglänzende Gefieder, das der Rasse den Namen verlieh.
Im Lauf des 19. Jahrhunderts setzte sich der Bronzetruthahn als führende Marktgeflügelrasse in den USA durch. Seine Robustheit auf der Weide und sein grosser Körperrahmen machten ihn zur wirtschaftlichen Wahl für Bauernhöfe, die auf Fleischproduktion ausgerichtet waren.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts selektierten Züchter auf schwerere, breitbrüstigere Linien, um den gestiegenen Marktanforderungen zu entsprechen. Der daraus hervorgegangene breitbrüstige Typ lieferte mehr Brustfleisch, verlor jedoch die Fähigkeit zur natürlichen Paarung und benötigt künstliche Besamung. Die kommerzielle Produktion wechselte danach weitgehend zu weissbefiedertem Geflügel, das nach dem Rupfen ein saubereres Schlachtkörperbild aufweist.
Mit dem Rückgang in der Industriegeflügelhaltung nahm der Bestand der Heritage-Standardbronze deutlich ab. Heute wird sie hauptsächlich von Kleinhaltungen, Zuchtverbänden und Erhaltungsprojekten weitergeführt, die auf naturgemässe Fortpflanzung setzen.
Äusseres und Rassestandard des Bronzetruthahns
Der Bronzetruthahn ist ein grosser, breiter Vogel mit dunkel schimmerndem Gefieder in Bronze-, Kupfer- und Grüntönen, nacktem Kopf und dunklen Ständern.
Der Bronzetruthahn ist ein schwerer Vogel mit breitem Rücken und voller Brust. Aus der Distanz wirkt das Gefieder dunkel, entfaltet aber im guten Licht ein metallisches Bronze-, Kupfer- und Grünspiel, das über Rücken und Brust am ausgeprägtesten ist. Die Flügel zeigen weisse Querbinden, der Schwanz ist dunkel mit einem helleren Band nahe der Spitze.
Kopf und oberer Hals sind nackt und wechseln die Farbe in Abhängigkeit von Erregung und Temperatur zwischen Rot, Weiss und Blau. Hähne tragen einen fleischigen Zapfen über dem Schnabel, einen Kehllappen und Fleischwarzen an Kopf und Hals. Zudem wächst ihnen ein Bart aus Borsten auf der Brust. Ständer und Zehen sind dunkel, bei Jungvögeln fast schwarz, und hellen im Alter auf.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Lebendgewicht (Hahn) | Etwa 11 bis 16 kg (25 bis 36 lb) |
| Lebendgewicht (Henne) | Etwa 7 bis 10 kg (16 bis 22 lb) |
| Gefieder | Dicht, mit metallisch-bronzefarbendem und grünem Glanz |
| Farben | Dunkler Körper mit Kupferglanz, weisse Flügelquerbinden |
| Augen | Dunkelbraun |
Gefieder und Färbung
Das kennzeichnende Merkmal ist der Metallglanz des Gefieders. Jede Körperfeder ist dunkel und trägt ein helles Bronze- oder Kupferband, das Licht auffängt und dem Vogel ein wechselhaft schimmerndes Aussehen verleiht. Schwungfedern sind schwarz-weiss gestreift, Schwanzfedern enden in einem hellen Band. Heritage- und breitbrüstige Linien teilen dieses Farbmuster; sie unterscheiden sich hauptsächlich in Körperbreite und Gewicht, nicht im Federbild.
Wesen und Verhalten des Bronzetruthahns
Bronzetruthähne sind ausgeglichen, aufgeweckt und gesellig, scharren gern auf der Weide und kommen in gemischten Beständen gut zurecht, obwohl Hähne zur Balzzeit bestimmend auftreten können.
Der Bronzetruthahn zeigt ein ausgeglichenes, umgängliches Naturell. Die Tiere sind neugierig und folgen ihren Haltern gerne über den Hof; viele lassen sich berühren, ohne gross zu reagieren. Sie sind aufmerksam und warnen bei Greifvögeln, Hunden oder Fremden lautstark, was sie zu nützlichen Mitbewohnern in einem gemischten Geflügelbestand macht.
Hennen sind meist ruhig, neigen häufig zum Brüten, sitzen ausdauernd und führen ihre Küken zuverlässig. Hähne balzen ab dem Frühjahr intensiv, breiten ihr Schwanzrad aus und stolzieren; ein ausgewachsener Hahn kann in der Brutzeit gegenüber Menschen und anderen Männchen territorial werden. Frühzeitiges, geduldiges Gewöhnen hält dieses Verhalten in Grenzen.
Die Rasse lässt sich gut gemeinsam mit Hühnern, Enten und anderen Puten halten, sofern ausreichend Raum vorhanden ist. Grosse Hähne sind im Beisein kleinerer Vögel zu beobachten. Bronzetruthähne bewegen sich viel und suchen weiträumig nach Insekten, Sämereien und Grünfutter.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zutraulichkeit | 3 |
| Aktivität | 4 |
| Lernbereitschaft | 3 |
| Lautstärke | 3 |
| Mauser (Federverlust) | 3 |
Haltung und Pflege des Bronzetruthahns
Bronzetruthähne brauchen Auslauf, trockene und raubtiersichere Unterkunft sowie regelmässige Kontrolle von Ständern, Gefieder und Parasiten; Hitze ist belastender als Kälte.
Körperpflege und Gesundheitskontrolle
- Ständer und Zehen regelmässig auf Räude, Verletzungen oder Bumblefoot prüfen
- Gefieder und Haut, besonders im Kloakenbereich, auf Läuse und Milben kontrollieren
- Sandbäder zugänglich machen, damit die Tiere sich selbst reinigen können
- Überlange Zehennägel oder Schnabelspitze nur kürzen, wenn sie beim Fressen oder Laufen stören
- Nackte Kopfhaut nach Rangeleien auf Kratzer oder Schwellungen untersuchen
Bewegung
- Täglichen Zugang zu einer Weide oder einem grossen Auslaufbereich sicherstellen
- Genug Platz zum Laufen, Balzen und Spreizen des Schwanzfächers bieten, vor allem für Hähne
- Auslaufbereiche rotieren, damit der Boden nicht kahl und schlammig wird
- Längere Aufstallung vermeiden, da sie zu Langeweile, Federpicken und Übergewicht führen kann
Haltungsumgebung
Bronzetruthähne sind kälteresistent und verkraften Frost gut, benötigen aber trockene, zugluftfreie Unterkunft und Schutz vor Wind und Regen. Stabile, niedrig montierte Sitzstangen schützen schwere Vögel vor Verletzungen beim Abspringen. Bei Hitze sind Beschattung und stets frisches Wasser unverzichtbar, da grosse Tiere rasch überhitzen. Unterkunft und Auslauf müssen gegen Füchse, Marder, Hunde und Greifvögel gesichert sein, da Truthähne in der Nacht besonders gefährdet sind.
Ernährung und Fütterung des Bronzetruthahns
Bronzetruthähne benötigen eiweissreiches Geflügelfutter; Küken starten mit einem Starterfutter mit rund 28 % Rohprotein, dazu Weidegang, Grit und ständig frisches Wasser.
Truthähne brauchen mehr Eiweiss als Hühner, besonders in der Aufzucht. Küken gedeihen am besten auf einem Puten- oder Fasanenstarter mit etwa 28 Prozent Rohprotein in den ersten Lebenswochen; danach wird schrittweise auf ein Aufzucht- und schliesslich auf ein Erhaltungs- oder Zuchthennenfutter umgestellt. Weidegang mit Insekten, Sämereien und Grünfutter ergänzt die Grundration, kann sie für wachsende oder legende Tiere aber nicht ersetzen.
Unlöslicher Grit muss stets vorhanden sein, damit die Tiere das Futter im Muskelmagen zerkleinern können. Frisches Wasser steht jederzeit zur Verfügung. Zuchthennen profitieren während der Legezeit von einem kalziumreicheren Zuchthennenfutter.
| Lebensabschnitt | Futter / Protein | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Küken (0 bis 8 Wochen) | Truthahnstarter, ca. 28 % | Ad libitum |
| Aufzucht (8 bis 20 Wochen) | Truthahnaufzucht, 20 bis 24 % | Ad libitum |
| Ausgewachsen, Erhaltung | Erhaltungsfutter, 14 bis 16 % | 1 bis 2 plus Weide |
| Zuchthenne | Zuchthennenfutter mit Kalzium | Ad libitum in der Saison |
Zufütterung und Ergänzungsmittel
Grünfutter, Gartenabschnitte, Mehlwürmer und Schrotgetreide sind in Massen sinnvoll, sollten aber nur einen kleinen Teil der Gesamtration ausmachen, um den Eiweissgehalt nicht zu verdünnen. Grit ist bereitzuhalten, sobald die Tiere etwas anderes als Fertigfutter erhalten. Legenden Hennen wird ausserdem getrennt Austernkalkpulver angeboten.
Gesundheit und häufige Erkrankungen beim Bronzetruthahn
Bronzetruthähne sind robust und werden meist 5 bis 10 Jahre alt, sind aber anfällig für Schwarzkopfkrankheit, Parasiten und Atemwegsinfektionen; saubere Haltung ist das Fundament.
Der Heritage-Bronzetruthahn ist ein robuster, langlebiger Vogel. Bei Haltung als Zuchttier oder Haustier sind 5 bis 10 Jahre keine Seltenheit. Die meisten Gesundheitsprobleme entstehen durch Parasiten, nassen oder schmutzigen Untergrund und Infektionskrankheiten, nicht durch erbliche Schwäche. Breitbrüstige Linien belasten aufgrund ihres Körpergewichts Gelenke und Beine stärker.
Gute Haltungsbedingungen beugen den meisten Problemen vor: trockener Stall, sauberes Wasser, wechselnder Weidegang und Trennung von Hühnern, wo die Schwarzkopfkrankheit (Histomoniasis) verbreitet ist.
| Erkrankung | Symptome | Hinweis |
|---|---|---|
| Schwarzkopfkrankheit (Histomoniasis) | Mattigkeit, gelblicher Kot, hängende Körperhaltung | Übertragung über Blinddarmwürmer; Trennung von Hühnern empfohlen |
| Innere/äussere Parasiten | Gewichtsverlust, schlechtes Gefieder, Juckreiz | Regelmässige Entwurmung und Milbenkontrolle |
| Atemwegsinfektionen | Niesen, Nasenausfluss, geschwollene Nasennebenhöhlen | Feuchte, überfüllte und zugige Haltung vermeiden |
| Bumblefoot | Hinken, geschwollener Fussballen | Entsteht durch Absprünge von harten Flächen oder raue Sitzstangen |
Vorbeugung
- Weide regelmässig wechseln und Haltung auf hühnerbelastetem Boden vermeiden
- Trockenen, gut durchlüfteten Stall ohne Zugluft bereitstellen
- Ein regelmässiges Parasitenkontroll- und Entwurmungsprogramm durchführen
- Futter und Wasser sauber halten und vom Boden fernhalten
- Neue oder kranke Tiere vor dem Eingliedern in den Bestand quarantänisieren
Unterkunft und Lebensraum des Bronzetruthahns
Bronzetruthähne brauchen eine trockene, raubtiersichere Unterkunft mit niedrigen breiten Sitzstangen und einer grossen eingezäunten Auslauffläche; ältere Tiere fliegen kaum, Jungtiere hingegen noch.
Bronzetruthähne gedeihen am besten mit sicherer Nachtunterkunft und einem grosszügigen Tagesauslauf. Ausgewachsene Heritage-Tiere sind schwer und fliegen nur kurze Strecken; der Zaun muss daher vor allem Bodenpredatoren fernhalten. Jungtiere können dagegen noch fliegen und benötigen höhere Zäune oder überdachte Ausläufe.
Der Stall muss trocken, gut belüftet, aber zugfrei sein und mit stabilen, niedrig angebrachten Sitzstangen ausgestattet werden, die das Gewicht schwerer Tiere tragen. Tiefe, trockene Einstreu ist in der kalten Jahreszeit vorteilhaft. Im Auslauf sind Schatten, Sandbadeplätze und Witterungsschutz bereitzustellen.
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Stallfläche | Ca. 0,9 bis 1,4 m² (10 bis 15 sq ft) pro ausgewachsenem Tier |
| Auslauffläche | So viel wie möglich; mindestens mehrere Quadratmeter pro Tier |
| Sitzhöhe | Niedrig und breit, etwa auf Kniehöhe für schwere Tiere |
| Einzäunung | Raubtiersicher; Abdeckung oder erhöhte Zäune für Jungtiere |
| Einstreu | Tiefe, trockene Streu wie Stroh oder Hobelspäne |
Einrichtungscheckliste
- Trockener, belüfteter Stall mit niedrigen, stabilen Sitzstangen
- Raubtiersichere Einzäunung und ein sicheres Nachttor
- Beschatteter Auslauf mit Gras, Insekten und Sandbademöglichkeiten
- Saubere Tränken und Futtertröge, vom Boden abgehoben
- Legenester oder ruhige Bereiche für brütende Hennen
Brut und Aufzucht beim Bronzetruthahn
Eier des Bronzetruthahns schlüpfen nach rund 28 Tagen, ob unter einer Glucke oder im Brutapparat bei ca. 37,5 °C mit geregelter Luftfeuchte und regelmässigem Drehen.
Eier des Bronzetruthahns benötigen rund 28 Tage bis zum Schlupf, einige Tage länger als Hühnereier. Heritage-Hennen neigen häufig zum Brüten und sind verlässliche Muttertiere: Sie sitzen ausdauernd und ziehen Küken gut auf. Für grössere Mengen oder um die Henne zu schonen, können Eier auch im Brutapparat mit gleichmässiger Temperatur, Luftfeuchte und regelmässigem Drehen ausgebrütet werden.
Eier täglich einsammeln, spitz nach unten bei kühler Raumtemperatur lagern und innerhalb von etwa einer Woche einlegen, um beste Schlupfresultate zu erzielen. Eier etwa in der Mitte der Brutzeit durchleuchten und klare oder abgestorbene Eier entnehmen.
| Parameter | Einstellung |
|---|---|
| Temperatur | Ca. 37,5 °C (99,5 °F) im Brutapparat mit Umluft |
| Luftfeuchte | Ca. 55 bis 60 %, steigend auf 65 bis 70 % beim Schlupf |
| Brutdauer | Ca. 28 Tage |
| Drehen | Mindestens 3 bis 5 Mal täglich bis zum Lockdown |
Brutablauf
- Saubere, gut geformte Eier auswählen und kühl mit der Spitze nach unten lagern
- Eier einlegen und Brutapparat auf ca. 37,5 °C mit gleichmässiger Luftfeuchte einstellen
- Eier die ersten 25 Tage mehrmals täglich drehen
- Etwa an Tag 10 bis 14 durchleuchten und nicht entwickelte Eier entfernen
- In den letzten 3 Tagen Drehen einstellen und Luftfeuchte erhöhen (Lockdown)
- Küken vollständig schlüpfen und abtrocknen lassen, bevor sie in einen warmen Aufzuchtbehälter umgesetzt werden
Häufig gestellte Fragen zum Bronzetruthahn
Antworten auf gängige Fragen zu Grösse, Wesen, Pflege, Lebenserwartung, Anfängereignung und Bezugsmöglichkeiten des Bronzetruthahns.
Wie gross wird ein Bronzetruthahn?
Es handelt sich um eine grosse Rasse. Ausgewachsene Hähne erreichen üblicherweise 11 bis 16 kg (25 bis 36 lb), Hennen etwa 7 bis 10 kg (16 bis 22 lb), wobei breitbrüstige Linien schwerer ausfallen als Heritage-Tiere.
Sind Bronzetruthähne zahm?
Ja, sie sind im Allgemeinen ruhig und umgänglich; viele dulden Berühren und folgen ihren Haltern. Ausgewachsene Hähne können in der Frühjahrsbalzzeit bestimmend auftreten, daher hilft frühzeitiges, geduldiges Gewöhnen.
Sind Bronzetruthähne schwierig zu halten?
Für Halter mit ausreichend Platz sind sie gut beherrschbar. Die Hauptanforderungen sind ein grosser Weideauslauf, trockene und raubtiersichere Unterkunft, eiweissreiches Futter und Parasitenvorsorge. Für enge Haltungssysteme sind sie weniger geeignet.
Wie alt werden Bronzetruthähne?
Als Zuchttiere oder Haustiere gehalten, werden sie üblicherweise 5 bis 10 Jahre alt. Heritage-Tiere sind in der Regel langlebiger und robuster als schwere breitbrüstige Linien.
Sind Bronzetruthähne für Anfänger geeignet?
Die Heritage-Form eignet sich für Anfänger, die genug Platz und sichere Unterbringung bieten können. Ihr ruhiges Wesen und der starke Mutterinstinkt der Hennen machen sie zugänglicher als manches andere Geflügel, wobei die Körpergrösse stabile Zäune und Sitzstangen verlangt.
Können sich Bronzetruthähne auf natürlichem Weg fortpflanzen?
Heritage Standard-Bronzetruthähne paaren sich auf natürlichem Weg; Hennen brüten und führen ihre Küken oft selbst. Die breitbrüstige Variante kann aufgrund ihres Körpergewichts in der Regel nicht ohne künstliche Besamung vermehrt werden.
Wo bekomme ich Bronzetruthähne in Österreich?
Heritage-Bronzetruthähne sind bei Kleinhaltungen, Rassegeflügelvereinen und auf Erhaltungszucht spezialisierten Brütereien erhältlich. Das Angebot variiert saisonal; Heritage-Tiere sollten daher rechtzeitig vor der Brutsaison angefragt werden.