United Pet Club
Kaninchen

Rheinländer

Das Rhinländer ist ein farbenfrohes dreifarbiges Bogenkaninchen, die einzige Rasse mit dreifarbiger Zeichnung, geschätzt für sein ruhiges und freundliches Wesen.

Size
Groß
Lifespan
5–8 years
Origin
Deutschland
Temperament
Ruhig
Standard colors
Schwarz, Weiß und Blau and 2 more
Key Traits
RuhigFreundlichGutmütigFügsamAktiv

Characteristics

Energy Level2
Trainability2
Good With Kids3
Good With Pets2
Grooming Needs3

Coat and grooming

How the Rheinländer coat is built, and what that means when you groom it.

Fellschichten
Doppeltes Fell
Fellstruktur
Glatt
Fellänge
Kurz
Haarwechsel
Mäßiger Haarverlust

Grooming guidance

  • Kritisch: A Rheinländer should not be shaved.

    Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.

  • Vorsicht: A Rheinländer should only be clipped by someone experienced with the species.

    Die Haut ist hier dünn genug, um unter dem Scherblatt einzureißen, und das Tier kann beim Festhalten in Panik geraten. Schneiden oder das Entfernen von Filzknoten gehört in die Hände einer Tierärztin oder eines Groomers mit Erfahrung mit dieser Tierart.

Rheinländer colors and patterns

What each club's breed standard says about every Rheinländer color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Rheinländer in Schwarz, Weiß, Blau, Orange und Rehfarben. Standard patterns: Schildpatt-Weiß.

Fell: rulings by club
Color or patternARBABRC
SchwarzStandardgemäß (“Black”)Standardgemäß (“Black”)
WeißStandardgemäß (“White ground”)Standardgemäß (“Base colour white”)
BlauStandardgemäß (“Blue”)Nicht anerkannt (“No other colours”)
OrangeStandardgemäß (“Black (orange markings)”)Standardgemäß (“Yellow”)
RehfarbenStandardgemäß (“Blue (fawn markings)”)Nicht anerkannt (“No other colours”)
ThüringerfarbigNicht anerkanntDisqualifizierend (“Sooty fawn coloured markings”)
Patterns
Schildpatt-WeißStandardgemäß (“Rhinelander”)Standardgemäß (“Rhinelander”)
Augen: rulings by club
Color or patternBRC
BraunStandardgemäß (“Brown”)
GrauNo ruling

Blau

Fell: rulings by club
Color or pattern
Weiß
Blau
Rehfarben
Patterns
Schildpatt-Weiß

Schwarz

Fell: rulings by club
Color or pattern
Schwarz
Weiß
Orange
Patterns
Schildpatt-Weiß

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.
Disqualifizierend
The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Nicht anerkannt
The club does not accept this color or pattern for the breed.

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Der Rheinländer im Porträt

Der Rheinländer ist ein großes Kaninchen aus Deutschland mit einzigartiger Dreifarbzeichnung und einem ruhigen, umgänglichen Wesen.

Der Rheinländer zählt zu den großen deutschen Kaninchenrassen und ist an seiner dreifarbigen Zeichnung sofort zu erkennen. Als einzige Rasse trägt er einen Standard mit drei Farben: weiße Grundfarbe, dazu schwarze und orange Abzeichen, bei der blauen Variante Blau und Falb. Das Muster folgt genauen Vorgaben, dazu zählen die Schmetterlingszeichnung auf der Nase, farbige Augenringe, farbige Ohren, ein durchgehender Rückenstreifen und mehrere runde Flecken entlang beider Flanken.

Kennzeichnend ist außerdem der vollbogige Körperbau. Steht das Tier wachsam da, fällt zwischen Vorder- und Hinterläufen Licht unter dem Bauch durch, und der Rücken zieht sich in einer durchgehenden Wölbung von den Ohren bis zur Schwanzspitze. Ausgewachsene Tiere bringen üblicherweise 2,9 bis 4,5 kg auf die Waage, damit zählt der Rheinländer eindeutig zu den großen Rassen.

Neben der Optik zählt vor allem das Wesen zu den Stärken der Rasse. Rheinländer gelten als ruhig, gutmütig und ausgeglichen, ohne dabei träge zu wirken, Bewegung und Spiel gehören für sie dazu. Deshalb eignen sie sich sowohl als verlässliche Begleittiere als auch als gefragte Ausstellungstiere.

Der Rheinländer auf einen Blick
MerkmalDetail
HerkunftDeutschland
GrößeGroß (etwa 2,9 bis 4,5 kg)
Lebenserwartung5 bis 8 Jahre
Gruppe/RolleRasse- und Ausstellungskaninchen, auch als Begleittier gehalten
Geeignet fürFamilien mit ruhigem, beaufsichtigtem Umgang

Für wen sich der Rheinländer eignet

Der Rheinländer passt zu Haltern, die ein kräftig gebautes, ausgeglichenes Kaninchen suchen und über ein großzügiges Gehege sowie täglichen Auslaufplatz verfügen. Sein ruhiges Wesen kommt einem behutsamen Umgang entgegen, und Ausstellungsfans schätzen die anspruchsvolle Dreifarbzeichnung. Bei sehr beengten Platzverhältnissen oder dem Wunsch nach einem kleinen Schoßkaninchen ist eine kleinere Rasse die bessere Wahl.

Geschichte und Ursprung

Der Rheinländer entstand Anfang des 20. Jahrhunderts im deutschen Rheinland und ist bis heute die einzige Kaninchenrasse mit einem Standard für drei Farben.

Seinen Namen verdankt der Rheinländer dem Rheinland im Westen Deutschlands, wo die Rasse in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts entstand. Als Begründer gilt gewöhnlich Josef Heintz aus Grevenbroich, der zwischen etwa 1900 und 1905 an einer stabilen Dreifarbzeichnung arbeitete.

Am Anfang stand die Kreuzung von geschecktfarbigen Kaninchen mit Tieren, die gelbe oder orange Farbanteile trugen. Ziel war ein einziges Tier, das Weiß, Schwarz und Orange gemeinsam zeigt. Eine verlässliche Dreifarbzeichnung zu erreichen erwies sich als schwierig, denn die Vererbung des Scheckungsmusters folgt keinen einfachen Regeln.

Erstmals gezeigt wurde die Rasse in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dort erhielt sie auch einen schriftlichen Standard. In den Jahrzehnten danach verbreitete sich der Rheinländer in weitere Teile Europas. Später kam die Rasse nach Nordamerika, wo sie von der American Rabbit Breeders Association anerkannt wird.

Bis heute ist der Rheinländer eine eher seltene Rasse geblieben, unter anderem weil sich die exakte Zeichnung nur schwer zuverlässig weitergibt. Selbst bei zwei gut gezeichneten Elterntieren erfüllt ein erheblicher Teil der Jungtiere eines Wurfs die Ausstellungsanforderungen nicht. Die Bestände bleiben dadurch überschaubar, gut gezeichnete Tiere sind unter Züchtern entsprechend gefragt.

Aussehen und Rassestandard

Der Rheinländer ist ein großes, vollbogiges Kaninchen mit weißer Grundfarbe und symmetrischer Dreifarbzeichnung in Schwarz und Orange, die einzige Rasse mit diesem Standard.

Der Körper des Rheinländers ist vollbogig und gut gerundet, die Linie verläuft gleichmäßig von den Ohren bis zur Schwanzspitze. Das Tier steht auf den Zehenspitzen, wodurch unter dem Körper Licht sichtbar wird. Der Bau wirkt muskulös und ausgewogen, nicht schwer, das ergibt eine wache, sportliche Silhouette.

Das wichtigste Merkmal bleibt die Zeichnung. Auf weißem Grund zeigt sich eine Schmetterlingszeichnung über der Nase, dazu farbige Augenringe, farbige Ohren, ein ununterbrochener Rückenstreifen, farbige Backenflecken und eine Reihe seitlicher Flecken. Die Zeichnung soll symmetrisch ausfallen, die beiden nichtweißen Farben sollen dabei etwa gleich viel Fläche einnehmen und gleichmäßig verteilt sein.

Rassestandard im Überblick
MerkmalStandard
GewichtEtwa 2,9 bis 4,5 kg (ausgewachsene Rammler und Häsinnen)
KörperbauVollbogig, muskulös, Licht unter dem Körper sichtbar
FellKurz, dicht, Flyback
FarbenWeiße Grundfarbe mit Schwarz und Orange, blaue Variante mit Blau und Falb
AugenBraun

Fell und Farben

Das Fell liegt kurz und dicht an und hat eine sogenannte Flyback-Struktur: Streicht man gegen den Strich, legt es sich von selbst wieder zurück. Standard ist die Kombination Weiß mit Schwarz und Orange, bei der blauen Variante treten Blau und Falb an deren Stelle. Preisrichter bewerten eine klare Trennung der Farben, eine ausgewogene Verteilung der seitlichen Flecken und einen vollständigen, gleichmäßigen Rückenstreifen.

Wesen und Verhalten

Rheinländer sind ruhige, freundliche Kaninchen, die Handling gelassen hinnehmen und dabei aktiv und neugierig bleiben.

Dem Rheinländer wird ein ausgesprochen gutmütiges Wesen nachgesagt. Er zeigt sich meist ruhig, gelassen und freundlich, wodurch Pflege und regelmäßiger Kontakt entspannter verlaufen als bei schreckhafteren Rassen. Gleichzeitig bleibt er aufgeweckt und nutzt gerne Zeit außerhalb des Geheges, um sich zu bewegen und die Umgebung zu erkunden.

Innerhalb der Familie zeigt sich die Rasse freundlich und tolerant, sobald sie ihre Menschen kennt. Kinder können unter Aufsicht mit einem Rheinländer umgehen, sofern sie lernen, das Tier richtig zu stützen und nicht plötzlich zuzugreifen. Fremden gegenüber verhält er sich anfangs zurückhaltend, gewöhnt sich aber meist rasch an ruhigen, geduldigen Kontakt.

Mit anderen Haustieren kann ein Rheinländer nach schrittweiser Eingewöhnung und, falls sinnvoll, nach einer Kastration den Lebensraum mit einem verträglichen Artgenossen teilen. Hunde und Katzen gehören nur unter strenger Aufsicht in seine Nähe, denn schon ein spielerisches Hinterherjagen kann das Tier erschrecken oder verletzen. Das ruhige Naturell hilft zwar, ändert aber nichts daran, dass ein Kaninchen ein Beutetier bleibt und eine sichere, stressarme Umgebung braucht.

Wesensmerkmale (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Zuneigung4
Energie3
Trainierbarkeit3
Lautstärke1
Fellwechsel3

Pflege und Fellpflege

Rheinländer brauchen wöchentliches Bürsten, täglichen Auslauf und eine saubere, temperaturstabile Umgebung, um gesund zu bleiben.

Zur täglichen Pflege eines Rheinländers gehören Fellpflege, Bewegung und ein sicherer Lebensraum. Das kurze Flyback-Fell braucht die meiste Zeit des Jahres wenig Aufwand, während der saisonalen Haarung ist mehr Aufmerksamkeit gefragt.

Fellpflege

  • Einmal wöchentlich bürsten, um lose Haare zu entfernen, während der Haarung öfter.
  • Krallen alle paar Wochen kontrollieren und bei Bedarf kürzen.
  • Ohren und Zähne regelmäßig prüfen, die Schneidezähne wachsen ständig nach und werden durch Heu abgenützt.
  • Auf vollständige Bäder verzichten, sie belasten Kaninchen stark. Verschmutztes Fell stattdessen punktuell mit einem feuchten Tuch reinigen.

Auslauf

  • Täglich mehrere Stunden beaufsichtigten Auslauf außerhalb des Geheges einplanen.
  • Einen kaninchensicheren Raum oder gesicherten Auslauf nutzen, in dem das Tier laufen, hüpfen und sich strecken kann.
  • Tunnel, Kisten und sicheres Nagematerial anbieten, damit der wache Geist beschäftigt bleibt.

Umgebung

Der Rheinländer gehört in eine saubere, trockene und gut belüftete Umgebung, geschützt vor direkter Sonne und Zugluft. Kaninchen kommen mit Kühle besser zurecht als mit Hitze, daher sollte die Raumtemperatur angenehm bleiben, bei warmem Wetter sind Schatten und Luftbewegung wichtig. Das Gehege wird täglich punktuell und einmal pro Woche gründlich gereinigt.

Ernährung und Fütterung

Die Ernährung eines Rheinländers besteht vor allem aus Heu, ergänzt durch eine abgemessene Menge Pellets, frisches Blattgrün und ständig frisches Wasser.

Grasheu bildet die Basis der Ernährung eines Rheinländers und sollte ständig zur Verfügung stehen. Heu wie Timothee oder Knaulgras liefert die Fasern, die die Verdauung in Schwung halten und die ständig nachwachsenden Zähne abnützen. Eine abgemessene Menge reiner Pellets sowie eine tägliche Portion frisches Blattgrün runden die Ernährung ab.

Allgemeine Fütterungsrichtlinie für ein großes Kaninchen
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Jungtier (unter 7 Monaten)Unbegrenzt Luzerneheu plus Pellets zur freien AufnahmeFreie Verfügbarkeit
ErwachsenUnbegrenzt Grasheu, etwa 30 bis 60 g Pellets, 1 bis 2 Tassen Blattgrün1 bis 2 Pelletmahlzeiten
SeniorUnbegrenzt Grasheu, Pellets und Blattgrün nach Gewicht und Gesundheit angepasst1 bis 2 Mahlzeiten

Leckerlis und Nahrungsergänzung

Leckerlis gehören nur sparsam auf den Speiseplan. Kleine Stücke Karotte, Apfel ohne Kerne oder Kräuter eignen sich wegen des Zuckergehalts nur in kleinen Mengen. Ein gesundes Kaninchen mit heubasierter Ernährung braucht in der Regel keine zusätzlichen Nahrungsergänzungsmittel, neues Futter sollte langsam eingeführt werden, dabei Kot und Appetit im Auge behalten.

Gesundheit und häufige Beschwerden

Rheinländer gelten als robust und werden meist 5 bis 8 Jahre alt, die größten Risiken sind Zahnprobleme, Darmträgheit und zu lange Krallen.

Der Rheinländer gilt insgesamt als robuste Rasse mit einer üblichen Lebenserwartung von 5 bis 8 Jahren. Wie bei allen Kaninchen hängen die meisten Gesundheitsprobleme mit Ernährung, Zahnabnützung und Verdauung zusammen, viele davon lassen sich durch gute Haltung vermeiden. Eine heubasierte Ernährung, saubere Unterbringung und tägliche Beobachtung decken die meisten Probleme frühzeitig auf.

Häufige Beschwerden
BeschwerdeAnzeichenHinweis
Zahnerkrankung (Fehlstellung)Speicheln, Gewichtsverlust, fallengelassenes FutterStändiger Heuzugang nützt die Zähne gleichmäßig ab
Magen-Darm-StaseKein Kot, gekrümmte Haltung, FressunlustAls Notfall behandeln, rasch zum Tierarzt
Zu lange KrallenLange, gebogene Krallen, BewegungsproblemeAlle paar Wochen kürzen
FliegenmadenbefallMaden nahe verschmutztem Hinterteil, plötzliche MattigkeitHinterteil sauber halten, besonders in warmen Monaten
HitzestressSchnelle Atmung, Mattigkeit bei warmem WetterSchatten, Luftbewegung und kühle Bedingungen bieten

Vorsorge

  • Unbegrenzt Grasheu füttern, das unterstützt Zähne und Darmfunktion.
  • Appetit und Kotabsatz täglich kontrollieren.
  • Das Gehege sauber und trocken halten, das beugt Fliegenmadenbefall vor.
  • Regelmäßige Kontrollen in der Ordination eines kaninchenerfahrenen Tierarztes einplanen.
  • Eine Kastration erwägen, sie kann bestimmte Gesundheits- und Verhaltensprobleme verringern.

Haltung und Unterbringung

Ein Rheinländer braucht ein großes, sicheres, gut belüftetes Gehege mit festem Boden sowie täglich Zugang zu einem sicheren Auslaufbereich.

Als große Rasse braucht der Rheinländer ein geräumiges Gehege. Der Platz muss reichen, damit sich das Tier vollständig ausstrecken, auf die Hinterläufe stellen und mehrere Sprünge hintereinander machen kann. Ein fester Boden schont die Pfoten, Einstreu wie Papierstreu oder Stroh hält den Bereich trocken und angenehm. Sobald ein Teil der Unterbringung im Freien liegt, muss sie räubersicher sein.

Angaben zur Unterbringung
ParameterEmpfehlung
GehegegrößeMindestens das Vierfache der ausgestreckten Körperlänge, größer ist immer besser
BodenFest, kein Gitterboden, mit weicher Einstreu
TemperaturKühl bis mäßig, Hitze über angenehmer Raumtemperatur vermeiden
BelüftungGute Luftzirkulation, keine Zugluft
AuslaufbereichGesicherter Auslauf oder kaninchensicherer Raum für tägliche Freizeit

Checkliste für die Einrichtung

  • Großes Gehege mit festem, eingestreutem Boden
  • Heuraufe oder Futterstelle, ständig gefüllt
  • Schwere Wasserschale oder Trinkflasche, täglich kontrolliert
  • Katzenklo mit Papierstreu
  • Rückzugsbox oder überdachter Unterschlupf
  • Sicheres Nagespielzeug und ein bis zwei Tunnel

Zucht des Rheinländers

Rheinländer werden mit etwa 6 bis 8 Monaten zuchtreif, die Trächtigkeit dauert rund 31 Tage, und nur ein Teil der Jungtiere zeigt die ausstellungsfähige Dreifarbzeichnung.

Rheinländer erreichen die Geschlechtsreife mit etwa 6 bis 8 Monaten, große Rassen reifen dabei etwas später als kleine. Die Häsin wird zum Gehege des Rammlers gebracht und nicht umgekehrt, da Häsinnen ihr eigenes Revier verteidigen können. Kaninchen haben keinen festen Zyklus wie manche andere Tiere, der Eisprung wird erst durch die Paarung selbst ausgelöst.

Die Trächtigkeit dauert etwa 31 Tage. Kurz vor der Geburt baut die Häsin aus Einstreu und eigenem Fell ein Nest. Ein Wurf umfasst üblicherweise 4 bis 10 Jungtiere. Die Neugeborenen kommen nackt und mit geschlossenen Augen zur Welt und sind zunächst vollständig auf die Häsin angewiesen. Die Augen öffnen sich nach rund 10 Tagen, in den folgenden Wochen probieren die Jungtiere erstes Heu und Pellets, entwöhnt wird meist mit etwa 6 bis 8 Wochen.

Die Dreifarbzeichnung stellt bei dieser Rasse die größte Zuchtherausforderung dar. Aufgrund der Vererbung bringen selbst zwei gut gezeichnete Elterntiere zahlreiche Jungtiere hervor, denen die ausgewogene, symmetrische Zeichnung für die Ausstellung fehlt. Das erklärt, warum der Rheinländer selten geblieben ist, und warum Züchter genau festhalten, welche Verpaarungen die bestgezeichneten Jungtiere liefern.

Zuchtdaten
KennzahlWert
ZuchtreifeEtwa 6 bis 8 Monate
TrächtigkeitEtwa 31 Tage
WurfgrößeEtwa 4 bis 10 Jungtiere
AugenöffnungNach etwa 10 Tagen
EntwöhnungEtwa 6 bis 8 Wochen

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zum Rheinländer betreffen Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung für Familien und seine Seltenheit.

Wie groß wird ein Rheinländer-Kaninchen?

Der Rheinländer zählt zu den großen Rassen, ausgewachsene Tiere wiegen meist etwa 2,9 bis 4,5 kg. Der Körper ist lang und vollbogig, im aufmerksamen Stand steht das Tier auf den Zehenspitzen.

Wie ist das Wesen eines Rheinländers?

Rheinländer sind meist ruhig, freundlich, gutmütig und ausgeglichen, bleiben dabei aber aktiv und neugierig. Bei regelmäßigem, sanftem Kontakt vertragen sie Handling gut.

Ist ein Rheinländer aufwendig in der Haltung?

Der Pflegeaufwand liegt im mittleren Bereich. Das kurze Fell braucht außerhalb der Haarung nur wöchentliches Bürsten, doch die Rasse benötigt ein großes Gehege, täglichen Auslauf, eine heubasierte Ernährung und Schutz vor Hitze.

Wie alt werden Rheinländer-Kaninchen?

Bei guter Ernährung, Unterbringung und tierärztlicher Betreuung erreicht ein Rheinländer meist 5 bis 8 Jahre.

Sind Rheinländer gute Haustiere für Familien?

Ja. Das ruhige, freundliche Wesen passt zu Familien, auch mit sanften Kindern, solange der Umgang beaufsichtigt wird und das Kaninchen einen ruhigen, sicheren Rückzugsort hat.

Warum gilt der Rheinländer als seltene Rasse?

Die dreifarbige Zeichnung lässt sich genetisch nur schwer zuverlässig weitergeben. Selbst gut gezeichnete Elterntiere bringen viele Jungtiere hervor, die die Ausstellungsanforderungen verfehlen. Dadurch bleiben die Bestände klein, gut gezeichnete Tiere sind entsprechend gesucht.

Wodurch unterscheidet sich der Rheinländer von anderen Kaninchen?

Er ist die einzige Kaninchenrasse mit einem Standard für drei Farben, weiß mit Schwarz und Orange, bei der blauen Variante Blau und Falb, in einem symmetrischen, gefleckten Muster.