United Pet Club
Taube

Mondaine

Die Mondaine ist eine große, sanfte französische Nutztaube, lange gezüchtet für ihren fleischigen Körperbau und ihr gelassenes, sanftmütiges Wesen.

Size
Mittel
Lifespan
8–12 years
Origin
Frankreich
Temperament
Ruhig
Standard colors
Schwarz, Weiß und Blau and 9 more
Key Traits
RuhigFügsamSanftGutmütig

Characteristics

Energy Level2
Trainability2
Good With Kids3
Good With Pets2
Grooming Needs2

Mondaine colors and patterns

What each club's breed standard says about every Mondaine color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Mondaine in Schwarz, Weiß, Blau, Silber, Braun, Braunfalbe, Khakifarben, Rot, Rotfahl, Gelb, Creme und Indigo. Standard patterns: Einfarbig, Grizzle, Weißgetupft, Gehämmert, Mit Binden, Hohlig, Ausbreitungsfaktor und Schecke.

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPABDRG
SchwarzStandardgemäß (“Black - Spread.; Blue - Bar or Check.”)Standardgemäß (“Schwarz; Schwarz-getigert; Schwarz-gescheckt; Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blau-gehämmert; Blau-schimmel mit Binden”)
WeißStandardgemäß (“White - Must have bull eye.”)Standardgemäß (“Weiß; Blau-schimmel mit Binden; Rotfahl-schimmel mit Binden; Gelbfahl-schimmel mit Binden; Schwarz-getigert; Rot-getigert; Gelb-getigert”)
BlauStandardgemäß (“Blue - Bar or Check.”)Standardgemäß (“Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blau-gehämmert; Blau-schimmel mit Binden”)
SilberStandardgemäß (“True Silver - Dilute of Blue Bar or Check.”)No ruling
BraunStandardgemäß (“Brown - Spread. Bar or Check.”)No ruling
BraunfalbeStandardgemäß (“True Silver - Dilute of Blue Bar or Check.”)No ruling
KhakifarbenStandardgemäß (“Khaki - Dilute of Brown”)No ruling
RotStandardgemäß (“Recessive Red - Spread.”)Standardgemäß (“Rot; Rot-getigert; Rot-gescheckt”)
RotfahlStandardgemäß (“Ash Red - Check or Bar, or Ash with no Red feathers.”)Standardgemäß (“Rotfahl mit Binden; Rotfahl-gehämmert; Rotfahl-schimmel mit Binden”)
GelbStandardgemäß (“Yellow - Spread in Recessive, Bar or Check in Dominant.”)Standardgemäß (“Gelb; Gelb-getigert; Gelb-gescheckt; Gelbfahl mit Binden; Gelbfahl-gehämmert; Gelbfahl-schimmel mit Binden”)
CremeStandardgemäß (“Yellow - Spread in Recessive, Bar or Check in Dominant.”)Standardgemäß (“Gelbfahl mit Binden; Gelbfahl-gehämmert; Gelbfahl-schimmel mit Binden”)
IndigoStandardgemäß (“Indigo - Spread, Check or Bar.”)No ruling
Patterns
EinfarbigStandardgemäß (“White - Must have bull eye.; Yellow - Spread in Recessive, Bar or Check in Dominant.; Recessive Red - Spread.”)Standardgemäß (“Weiß; Schwarz; Rot; Gelb”)
GrizzleAlternativ (“A.O.C. - Mixed color”)Standardgemäß (“Blau-schimmel mit Binden; Rotfahl-schimmel mit Binden; Gelbfahl-schimmel mit Binden”)
WeißgetupftAlternativ (“A.O.C. - Mixed color”)Standardgemäß (“Schwarz-getigert; Rot-getigert; Gelb-getigert”)
GehämmertStandardgemäß (“Ash Red - Check or Bar, or Ash with no Red feathers.; Yellow - Spread in Recessive, Bar or Check in Dominant.”)Standardgemäß (“Blau-gehämmert; Rotfahl-gehämmert; Gelbfahl-gehämmert”)
Mit BindenStandardgemäß (“True Silver - Dilute of Blue Bar or Check.; Blue - Bar or Check.; Yellow - Spread in Recessive, Bar or Check in Dominant.”)Standardgemäß (“Blau mit Binden; Rotfahl mit Binden; Gelbfahl mit Binden; Blau-schimmel mit Binden; Rotfahl-schimmel mit Binden; Gelbfahl-schimmel mit Binden”)
HohligAlternativ (“Rare - Colors not recognized in Color Classes (Not A.O.C.)”)Standardgemäß (“Blau ohne Binden”)
AusbreitungsfaktorStandardgemäß (“Brown - Spread. Bar or Check.; Black - Spread.; Indigo - Spread, Check or Bar.”)No ruling
ScheckeAlternativ (“A.O.C. - Mixed color”)Standardgemäß (“Schwarz-gescheckt; Rot-gescheckt; Gelb-gescheckt”)
Augen: rulings by club
Color or patternNPA
DunkelbraunStandardgemäß (“White - Must have bull eye.”)
Beine und Füße: rulings by club
Color or pattern
Rot

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.
Alternativ
Registrable with the club but not described by its breed standard, such as an AKC alternate color.

Color changes

How a Mondaine's colors can change over its life.

  • Rotchanges toBlau

    Gefieder · Mit dem Alter

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Über die Mondaintaube

Die Mondaintaube ist eine mittelgroße bis große französische Nutztaube mit kräftigem Körperbau und ruhigem, gutmütigem Wesen; sie wird üblicherweise 8 bis 12 Jahre alt.

Die Mondaintaube ist eine Haustaube aus Frankreich, die als Nutztaube gezüchtet wurde und für ihren kräftigen Körper und ihr ruhiges, ausgeglichenes Wesen geschätzt wird. Sie zählt zur breiten Gruppe der Fleisch- und Doppelnutzungstauben und nicht zu den Flug- oder Hochflugrassen. Ausgewachsene Tiere haben einen breiten, tiefen Kiel und einen für eine Taube ungewöhnlich schweren Rahmen, wodurch der Vogel im Stand gedrungen und rund wirkt.

Die Rasse wirkt gesetzt und keineswegs hektisch. Mondaintauben sitzen beim Hantieren meist still und geraten im Schlag selten in Panik; genau deshalb gelten sie seit jeher als verlässliche Wahl für Halter, die ein gelassenes Tier wollen. Ihr Wesen wird gern als sanft, ruhig, gutmütig und fügsam beschrieben, und das gilt für Tauber wie Täubin gleichermaßen.

Heute halten vor allem Hobbyzüchter und Aussteller die Mondaintaube, nicht in erster Linie Betriebe, die für den Tisch züchten. Sie fügt sich gut in einen betreuten Schlag ein, kommt mit anderen Tauben zurecht und braucht dieselbe Grundpflege wie die meisten Haustaubenrassen: sauberes Quartier, Körnerfutter, Grit und frisches Wasser.

Mondaintaube: Steckbrief
MerkmalDetail
HerkunftFrankreich
GrößeMittelgroß bis groß
Lebenserwartung8 bis 12 Jahre
Gruppe / RolleNutztaube (Fleisch- / Doppelnutzung)
VerträglichkeitAndere Tauben; ruhig auch in gemischten Schlägen

Für wen sich die Mondaintaube eignet

Die Rasse passt zu Haltern, die eine schwere, ruhige Taube suchen, die sich ohne großes Aufheben handhaben und in den Schlagalltag einfügen lässt. Sie eignet sich für Aussteller, für Hobbyzüchter, die eine Fleisch- oder Doppelnutzungslinie aufbauen, und für Einsteiger in die Taubenhaltung, die ein gelassenes Tier bevorzugen. Eine Flug- oder Brieftaubenrasse ist sie nicht. Wer sportliche Flugleistung sucht, sollte sich anderswo umsehen.

Geschichte und Herkunft

Die Mondaintaube stammt aus Frankreich, wo sie als Nutztaube auf Größe und Fleischertrag gezüchtet wurde, und verbreitete sich später in andere Länder als Hobby- und Ausstellungsrasse.

Die Mondaintaube ist ursprünglich in Frankreich beheimatet, wo sie gezielt als Nutztaube entwickelt wurde. Wie andere französische Nutztaubenrassen wurde sie über Generationen auf Körpergröße, eine tiefe, breite Brust und ein ruhiges Wesen selektiert, das die Haltung in größerer Zahl erleichterte. Der Name verweist auf die französische Herkunft und auf jenen Typ der großen Tischtaube, den das Land hervorgebracht hat.

Die Nutztaubenzucht in Frankreich und den Nachbarregionen war auf die Erzeugung von Jungtauben ausgerichtet, die im Alter von wenigen Wochen, noch vor dem ersten Ausfliegen, entnommen wurden. Züchter bevorzugten Tiere, die rasch wuchsen und Fleisch am Kiel ansetzten, und genau darauf wurde die Mondaintaube hin geformt. Auch ruhige Elterntiere, die zuverlässig brüteten und fütterten, waren gefragt, was das gutmütige Wesen der Rasse zusätzlich festigte.

Von Frankreich aus gelangte die Rasse zu Haltern in anderen Ländern, wo man sie sowohl für den Tisch als auch für Ausstellungen züchtete. Mit der Verlagerung der Taubenhaltung hin zu Hobby und Schauwesen blieb die Mondaintaube ein anerkannter Ausstellungstyp, beurteilt nach Größe, Körperform und Kondition.

Heute wird die Mondaintaube vor allem von Hobbyzüchtern und Ausstellern gehalten. Der ursprüngliche Nutzzweck prägt die Rasse bis heute mit, auch wenn die meisten Tiere inzwischen in betreuten Schlägen als Haustier, Zuchttier oder Ausstellungstaube leben und nicht mehr als Fleischlieferant für den Handel.

Erscheinungsbild und Rassestandard

Die Mondaintaube ist eine schwere, breit gebaute Taube mit tiefem Kiel, rundlicher Form und glattem, eng anliegendem Gefieder in mehreren Farben.

Die Mondaintaube hat das Erscheinungsbild einer schweren Nutztaube: einen großen, kräftigen Körper, eine breite, tiefe Brust und insgesamt einen kurzen, vollen Eindruck. Der Vogel steht nahezu waagrecht und zeigt eine breite, runde Brust, die den fleischbetonten Körperbau widerspiegelt, auf den die Rasse hin gezüchtet wurde. Der Kopf ist recht groß und glatt, der Schnabel mittellang und kräftig, die Beine kurz und weit auseinander gestellt, um das Gewicht zu tragen.

Rassestandard der Mondaintaube (übliche Werte)
MerkmalStandard
LängeEtwa 32 bis 36 cm von Kopf bis Schwanz
GewichtEtwa 600 bis 900 g (schwer für eine Taube)
GefiederGlatt, eng anliegend; einfach (beim gewöhnlichen Typ ohne Haube oder Fußbefiederung)
FarbenMehrere, darunter Weiß, Schwarz, Blau, Rot und Falb
AugenOrange bis rötlich bei den meisten Farbschlägen; dunkel bei weißen Tieren

Gefieder und Farben

Das Gefieder liegt glatt und straff am Körper an und ergibt eine klare Silhouette, die die breite Brust betont. Die Mondaintaube kommt in mehreren Farbschlägen vor, darunter einfarbig Weiß, Schwarz, Blau, Rot und Falb, wobei manche Linien sowohl einfarbige als auch gezeichnete Tiere zeigen. Die Gefiederqualität fließt in die Ausstellungsbewertung ein, weshalb gut gehaltene Tiere ein glänzendes, unversehrtes Gefieder mit kräftigem Schimmer am Hals zeigen.

Wesen und Verhalten

Die Mondaintaube ist sanft, ruhig und fügsam, lässt sich gut handhaben, gewöhnt sich rasch an den Schlag und verträgt sich friedlich mit anderen Tauben.

Die Mondaintaube gilt als unkompliziert und gelassen. Die Tiere sind sanft, ruhig, gutmütig und fügsam und ertragen das Handling besser als viele leichtere, nervösere Rassen. Im Schlag sitzen sie meist ruhig und flattern nicht ziellos umher. Reinigen, Füttern und Gesundheitskontrollen lassen sich dadurch ohne große Umstände erledigen.

Im Umgang mit Menschen wird eine regelmäßig gehandhabte Mondaintaube ruhig und gelassen, bleibt dabei aber ein Vogel und kein Schoßtier, das auf Zuneigung im Sinne von Hund oder Katze aus ist. Fremden gegenüber zeigt sie sich anfangs zurückhaltend, wie Tauben das grundsätzlich tun, neigt aber nicht zur Panik. Mit anderen Tauben ist die Mondaintaube friedlich und verträgt sich gut in einem gemeinsamen Schlag, abgesehen von den üblichen kleinen Rangeleien um Nistkästen zur Brutzeit. Sie ist schwer und nicht für ausdauernden Flug gebaut, weshalb sie mehr Zeit am Boden und auf der Sitzstange verbringt als in der Luft.

Wesensmerkmale der Mondaintaube (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalWert
Zuneigung (zum Halter)2
Energie2
Trainierbarkeit3
Stimmfreude2
Federverlust (Mauser)3

Pflege und Alltagsbedürfnisse

Die Mondaintaube braucht einen sauberen, trockenen Schlag, täglich frisches Korn und Wasser, Grit und Badegelegenheit, dazu ruhiges Handling für ein ausgeglichenes Tier.

Die tägliche Pflege der Mondaintaube folgt der üblichen Praxis für Haustauben. Im Vordergrund stehen ein trockener, zugfreier Schlag, täglich frisches Futter und Wasser sowie eine regelmäßige Reinigung, damit Kot und Feuchtigkeit nicht überhandnehmen.

Gefiederpflege

  • Einmal oder zweimal wöchentlich ein flaches Gefäß mit sauberem Wasser zum Baden anbieten, damit sich der Vogel das Gefieder waschen kann.
  • Nistkästen und Sitzstangen sauber halten, um die Gefiederqualität zu schützen.
  • Füße und Krallen regelmäßig kontrollieren; zu lange Krallen vorsichtig kürzen.
  • Bürzel und Gefieder auf Anzeichen von Milben oder Federlingen prüfen und den Schlag bei Bedarf behandeln.

Bewegung

  • Platz zum Gehen, Strecken und kurzen Flügen zwischen Sitzstangen bieten; die Rasse ist schwer und keine ausdauernde Fliegerin.
  • Eine offene Voliere oder ein gesicherter Freiflugbereich lässt die Tiere sich bewegen, ohne dem Risiko des freien Fluges ausgesetzt zu sein.
  • Keinen langen Flug erzwingen; es handelt sich um eine Nutzrasse und keinen Flugsportvogel.

Umfeld

Mondaintauben gehören in einen geschützten Schlag mit sicheren Sitzstangen und eigenen Nistkästen für jedes Zuchtpaar. Der Schlag sollte trocken und belüftet sein, ohne dass Zugluft entsteht, und vor Ratten, Katzen und Greifvögeln geschützt sein. Grit und sauberes Trinkwasser in Behältern, die die Tiere nicht verschmutzen können, gehören ständig dazu.

Ernährung und Fütterung

Die Mondaintaube frisst ein körnerbasiertes Taubenfutter mit ständigem Zugang zu Grit und frischem Wasser, dazu abgemessene Mengen, die in Brut- und Mauserzeit steigen.

Die Mondaintaube frisst die für Tauben übliche Kost aus Getreidekörnern und Hülsenfrüchten, etwa eine Mischung aus Kukuruz, Weizen, Sorghum, Erbsen und weiteren Sämereien. Eine handelsübliche Taubenmischung für Nutz- oder Zuchttauben deckt die meisten Bedürfnisse ab. Da es sich um eine schwere Rasse handelt, sollte das Futter abgemessen zugeteilt werden, statt es ständig zur freien Verfügung stehen zu lassen, damit die Tiere in guter Kondition bleiben und nicht verfetten. Harter, unlöslicher Grit muss jederzeit verfügbar sein, damit die Körner im Muskelmagen zerrieben werden können, und viele Halter bieten zusätzlich einen Mineral- oder Pickstein für den Kalziumbedarf an.

Fütterungsrichtwerte (an die Kondition anpassen)
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Erwachsen, ErhaltungEtwa 30 bis 40 g Körnermischung pro Vogel1 bis 2
Zuchtpaar mit JungtaubenErhöhte Ration, nach Appetit gefüttert2
MauserLeicht erhöht, eiweißreiche Mischung2

Leckerlis und Ergänzungsfutter

Kleine Mengen unbedenklicher Sämereien wie Hanf- oder Kanariensaat eignen sich als Leckerli, besonders um Tiere zu beruhigen oder beim Training, sollten aber nur einen kleinen Teil der Ration ausmachen. Während Brut und Mauser unterstützen eine eiweißreichere Mischung sowie verlässlicher Zugang zu Grit und einer Kalziumquelle die Eiablage, das Wachstum der Jungtauben und das Nachwachsen des Gefieders. Frisches Wasser sollte täglich gewechselt und frei von Kot gehalten werden.

Gesundheit und Lebenserwartung

Die Mondaintaube ist robust und wird meist 8 bis 12 Jahre alt; wie bei anderen Tauben zählen Trichomoniasis, Würmer, Atemwegsinfekte und äußere Parasiten zu den üblichen Risiken.

Bei guter Haltung und Fütterung ist die Mondaintaube eine robuste, im Allgemeinen gesunde Taube. Die Lebenserwartung liegt typischerweise bei 8 bis 12 Jahren, und Tiere in einem sauberen, trockenen Schlag mit guter Fütterung erreichen oft das obere Ende dieser Spanne. Die meisten Gesundheitsprobleme der Rasse sind die üblichen Beschwerden von Haustauben und nichts, das spezifisch die Mondaintaube betrifft; viele davon lassen sich durch Schlaghygiene und regelmäßige Kontrollen vermeiden. Als schwere Rasse sollten die Tiere auf Arbeitsgewicht gehalten werden, statt Übergewicht zu entwickeln.

Häufige Gesundheitsprobleme bei Tauben
ErkrankungAnzeichenHinweis
Gelber Knopf (Trichomoniasis)Gelbliche Beläge im Rachen, SchluckbeschwerdenHäufig bei Jungtauben; bei früher Behandlung heilbar
WürmerGewichtsverlust, schlechte Kondition, dünner KotRegelmäßiges Entwurmen und saubere Schläge senken das Risiko
AtemwegsinfektNiesen, Nasenausfluss, erschwerte AtmungOft durch Feuchtigkeit oder schlechte Belüftung bedingt
Äußere Parasiten (Milben, Federlinge)Unruhe, Gefiederschäden, sichtbare InsektenVogel und Schlag gemeinsam behandeln
Paramyxovirus / TaubenpockenJe nach Krankheit Nervenstörungen oder HautläsionenIn vielen Regionen ist eine Impfung möglich

Vorsorge

  • Den Schlag trocken, belüftet und regelmäßig gereinigt halten, um Krankheiten und Parasiten einzudämmen.
  • Täglich frisches Wasser und einwandfreies Futter bereitstellen.
  • Nach festem Plan entwurmen und gegen äußere Parasiten behandeln.
  • Wo üblich, gegen regional relevante Krankheiten wie Paramyxovirose impfen.
  • Neue oder zurückkehrende Tiere in Quarantäne halten, bevor sie in den Hauptschlag kommen.

Training und Handling

Die Mondaintaube ist ruhig und gewöhnt sich rasch an Handling und Schlagroutine, wird aber als schwere Nutzrasse nicht auf Flug oder Heimfinden trainiert.

Beim Training der Mondaintaube geht es um Zähmung und Schlagmanagement, nicht um Flugtraining. Das fügsame Wesen der Rasse zählt zu den einfacheren unter den Tauben: sanft und regelmäßig gehandhabte Tiere gewöhnen sich daran, hochgehoben, untersucht und umgesetzt zu werden, ohne Stress zu zeigen. Diese ruhige Handhabung zählt vor allem bei Gesundheitskontrollen, bei Ausstellungen und bei der Betreuung von Zuchtpaaren. Die Mondaintaube ist schwer und keine kräftige oder heimfindende Fliegerin, weshalb sie nicht wie leichte Rassen auf Wettflüge oder Heimkehr trainiert wird.

Grundlagen

  1. Neu eingesetzte Tiere einige Tage im Schlag ankommen lassen, bevor viel gehandhabt wird.
  2. Sich ruhig und zur gleichen Tageszeit nähern, damit der Vogel die Routine lernt.
  3. Vor dem Hochheben ein kleines Leckerli aus der Hand anbieten, um Vertrauen aufzubauen.
  4. Den Körper beim Hochnehmen mit beiden Händen stützen und die Flügel dabei angelegt halten.
  5. Die ersten Einheiten kurz und ruhig halten und beenden, bevor der Vogel gestresst wirkt.
  6. Täglich wiederholen, damit das Handling zur Gewohnheit wird und der Vogel entspannt bleibt.

Haltung und Lebensraum

Die Mondaintaube braucht einen trockenen, belüfteten, raubtiersicheren Schlag mit sicheren Sitzstangen, eigenen Nistkästen und ständigem Zugang zu Grit, Wasser und Badegelegenheit.

Die Mondaintaube wird im Schlag gehalten, der üblichen Unterbringung für Haustauben. Der Schlag sollte trocken, gut belüftet ohne Zugluft und vollständig gegen Raubtiere und Ungeziefer gesichert sein. Da es sich um eine schwere Rasse handelt, die nicht kräftig fliegt, profitiert sie von niedrigen, stabilen Sitzstangen und leichtem Zugang zwischen den Ebenen statt hoher Sprünge. Jedes Zuchtpaar braucht einen eigenen Nistkasten, damit sich die Tiere verpaaren, nisten und Junge aufziehen können, ohne sich gegenseitig ins Gehege zu kommen.

Angaben zur Unterbringung
ParameterEmpfehlung
SchlagtypGeschlossener, trockener, belüfteter Taubenschlag
Platz pro VogelGroßzügig; Raum zum Gehen und Strecken (schwere Rasse)
SitzstangenNiedrig, breit, stabil; hohe Sprünge vermeiden
NistkästenEiner pro Zuchtpaar
BodenLeicht zu reinigen, trocken gehalten; Kot regelmäßig entfernen
TemperaturGeschützt vor extremer Kälte, Hitze und Nässe

Checkliste für die Einrichtung

  • Raubtiersichere Wände, Dach und Gitter gegen Ratten, Katzen und Greifvögel.
  • Trockenes, belüftetes Inneres ohne direkte Zugluft auf die Tiere.
  • Niedrige, breite Sitzstangen und ein Nistkasten pro Paar.
  • Ständig Grit, frisches Wasser und eine Kalziumquelle.
  • Regelmäßig ein flaches Bad zum Waschen anbieten.
  • Ein leicht zu reinigender Boden und eine feste Routine zum Entfernen von Kot.

Brüten und Aufzucht der Jungtauben

Mondain-Eier schlüpfen nach etwa 17 bis 19 Tagen Brutzeit; beide Elterntiere teilen sich das Brüten und füttern die Jungtauben in den ersten Tagen mit Kropfmilch.

Wie andere Haustauben ziehen Mondaintauben ihre Jungen meist selbst auf, sodass die meisten Eier bei den Elterntieren schlüpfen und nicht im Brutapparat. Eine Täubin legt in der Regel zwei Eier im Abstand von wenigen Tagen, und beide Elterntiere teilen sich das Brüten; oft sitzt der Tauber tagsüber und die Täubin über Nacht. Die Eier schlüpfen nach etwa 17 bis 19 Tagen. In den ersten Tagen erhalten die Jungtauben Kropfmilch, ein nährstoffreiches Sekret, das beide Elterntiere bilden, bevor sie auf aufgeweichtes Korn umgestellt werden. Kann ein Paar seine Jungen nicht selbst aufziehen, lassen sich die Eier anderen Tauben unterlegen oder bei den unten angegebenen Werten für Temperatur und Feuchtigkeit künstlich ausbrüten.

Bebrütungswerte (künstlich, als Rückfalloption zur natürlichen Aufzucht)
ParameterWert
TemperaturEtwa 37,5 °C (99 bis 100 °F) im Umluftbrüter
LuftfeuchtigkeitEtwa 55 bis 60 Prozent, gegen Ende des Schlupfs erhöht
TageEtwa 17 bis 19 Tage
WendenMehrmals täglich bis zu den letzten 2 bis 3 Tagen, danach einstellen

Ablauf des Schlüpfens

  1. Ein gesundes, zuverlässig brütendes Paar das Gelege selbst ausbrüten lassen.
  2. Bei künstlicher Bebrütung eine gleichbleibende Temperatur und Feuchtigkeit halten und die Eier mehrmals täglich wenden.
  3. Die Eier nach etwa einer Woche durchleuchten, um die Entwicklung zu prüfen.
  4. In den letzten 2 bis 3 Tagen vor dem erwarteten Schlupf das Wenden einstellen und die Feuchtigkeit erhöhen.
  5. Schlüpfende Jungtauben nicht stören und ihnen nicht aus der Schale helfen.
  6. Jungtauben zu fütternden Elterntieren oder Ammenpaaren geben, damit sie Kropfmilch bekommen.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zur Mondaintaube: Größe, Wesen, Pflege, Lebenserwartung, Eignung und Bezugsmöglichkeiten.

Wie groß wird eine Mondaintaube?

Die Mondaintaube ist eine mittelgroße bis große, schwer gebaute Taube, meist etwa 32 bis 36 cm lang und rund 600 bis 900 g schwer, was für eine Taube viel ist. Sie hat eine breite, tiefe Brust und einen gedrungenen, runden Körperbau.

Wie ist das Wesen der Mondaintaube?

Sanft, ruhig, gutmütig und fügsam. Die Rasse lässt sich gut handhaben, gewöhnt sich rasch an den Schlag und verträgt sich friedlich mit anderen Tauben. Das zählt zu den einfacher zu haltenden Taubenrassen.

Ist die Mondaintaube pflegeaufwendig?

Nein. Sie braucht die übliche Taubenpflege: einen trockenen, belüfteten, raubtiersicheren Schlag, täglich Körnerfutter und frisches Wasser, ständig Grit und regelmäßige Reinigung. Dank ihres ruhigen Wesens bleiben Handling und Gesundheitskontrollen unkompliziert.

Wie alt wird eine Mondaintaube?

Die Lebenserwartung liegt typischerweise bei 8 bis 12 Jahren. Tiere in sauberen, trockenen Schlägen mit guter Fütterung sowie regelmäßiger Parasiten- und Krankheitskontrolle erreichen tendenziell das obere Ende dieser Spanne.

Eignet sich die Mondaintaube für Einsteiger?

Ja. Ihr fügsames Wesen, die Toleranz gegenüber Handling und der gewöhnliche Pflegeaufwand passen zu Einsteigern in die Taubenhaltung, zu Hobbyzüchtern und zu Ausstellern. Eine Flug- oder Brieftaubenrasse ist sie nicht, für sportliche Flugleistung ist sie also nicht die richtige Wahl.

Können Mondaintauben gut fliegen?

Nicht besonders gut. Die Mondaintaube ist eine schwere Nutzrasse, gezüchtet für Körpergröße und nicht für den Flug, weshalb sie mehr geht und sitzt, als dass sie fliegt, und weder für Wettflüge noch fürs Heimfinden eingesetzt wird.

Wo bekomme ich eine Mondaintaube?

Mondaintauben werden von Hobbyzüchtern und Ausstellern gehalten und finden sich am zuverlässigsten über Taubenzüchter, Rasseklubs sowie Geflügel- oder Taubenschauen. Das Angebot ist regional unterschiedlich, weshalb der Kontakt zu örtlichen Züchtern oder Vereinen der übliche Weg ist.