Perückentaube
Die Jakobinertaube ist eine spektakuläre Ziertaube, bekannt für die eindrucksvolle Federhaube, die ihren Kopf umrahmt, gepaart mit einem ruhigen, würdevollen Auftreten.
- Size
- Mittel
- Lifespan
- 8–12 years
- Origin
- Frankreich
- Temperament
- Würdevoll
- Standard colors
- Schwarz, Weiß und Blau and 6 more
Characteristics
Perückentaube colors and patterns
What each club's breed standard says about every Perückentaube color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Perückentaube in Schwarz, Weiß, Blau, Silber, Braunfalbe, Rot, Rotfahl, Gelb und Creme. Standard patterns: Einfarbig, Weißgetupft, Mit Binden, Hohlig, Schecke und Weißkopf.
| Color or pattern | NPA | BDRG |
|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Blacks; Blue”) | Standardgemäß (“Schwarz; Schwarz-getigert; Blau mit Binden; Blau ohne Binden”) |
| Weiß | Standardgemäß (“Whites; Blacks; Reds; Yellow; Blue; The silver”) | Standardgemäß (“Einfarbig Weiß; Schwarz; Rot; Gelb; Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blaufahl mit Binden; Rotfahl mit Binden; Gelbfahl mit Binden; Schwarz-getigert”) |
| Blau | Standardgemäß (“Blue”) | Standardgemäß (“Blau mit Binden; Blau ohne Binden”) |
| Silber | Standardgemäß (“The silver”) | Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”) |
| Braunfalbe | Standardgemäß (“The silver”) | Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”) |
| Rot | Standardgemäß (“Reds”) | Standardgemäß (“Rot; Rot-getigert”) |
| Rotfahl | Alternativ (“The AOC class”) | Standardgemäß (“Rotfahl mit Binden”) |
| Gelb | Standardgemäß (“Yellow”) | Standardgemäß (“Gelb; Gelb-getigert; Gelbfahl mit Binden”) |
| Creme | Alternativ (“The AOC class”) | Standardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”) |
| Bronzefarben | Alternativ (“Kites are not considered true blacks and are given to the AOC class.”) | No ruling |
| Patterns | ||
| Einfarbig | Standardgemäß (“Whites”) | Standardgemäß (“Einfarbig Weiß”) |
| Weißgetupft | Alternativ (“The AOC class”) | Standardgemäß (“Schwarz-getigert; Rot-getigert; Gelb-getigert”) |
| Mit Binden | Standardgemäß (“Blue; The silver”) | Standardgemäß (“Blau mit Binden; Blaufahl mit Binden; Rotfahl mit Binden; Gelbfahl mit Binden”) |
| Hohlig | Alternativ (“The AOC class”) | Standardgemäß (“Blau ohne Binden”) |
| Schecke | Standardgemäß (“Blacks; Reds; Yellow; Blue; The silver”) | Standardgemäß (“Schwarz; Rot; Gelb; Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blaufahl mit Binden; Rotfahl mit Binden; Gelbfahl mit Binden; Schwarz-getigert; Rot-getigert”) |
| Weißkopf | Standardgemäß (“Blacks; Reds; Yellow; Blue; The silver”) | Standardgemäß (“Schwarz; Rot; Gelb; Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blaufahl mit Binden; Rotfahl mit Binden; Gelbfahl mit Binden; Schwarz-getigert; Rot-getigert”) |
| Splash | Alternativ (“The AOC class”) | No ruling |
| Color or pattern | NPA |
|---|---|
| Perlweiß | Standardgemäß (“two pearl or white eyes, possessing small, well defined pupils”) |
| Dunkelbraun | Alternativ (“Double bull eyes are admitted in the AOC class or cut three points for lack of color.”) |
| Patterns | |
| Verschiedenfarbige Augen | Fehler (“A single bull eye penalizes the Jacobin one point.”) |
| Color or pattern | NPA |
|---|---|
| Weiß | Standardgemäß (“Beak, white or flesh color in all colors.”) |
| Rosa | Standardgemäß (“Beak, white or flesh color in all colors.”) |
| Color or pattern |
|---|
| Rot |
Blau
| Color or pattern | NPA | BDRG |
|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Blue”) | Standardgemäß (“Blau mit Binden”) |
| Weiß | Standardgemäß (“Blue”) | Standardgemäß (“Blau mit Binden”) |
| Blau | Standardgemäß (“Blue”) | Standardgemäß (“Blau mit Binden”) |
| Patterns | ||
| Mit Binden | Standardgemäß (“Blue”) | Standardgemäß (“Blau mit Binden”) |
| Schecke | Standardgemäß (“Blue”) | Standardgemäß (“Blau mit Binden”) |
| Weißkopf | Standardgemäß (“Blue”) | Standardgemäß (“Blau mit Binden”) |
Blau ohne Binden
Blaufahl mit Binden
| Color or pattern | NPA |
|---|---|
| Weiß | Standardgemäß (“The silver”) |
| Silber | Standardgemäß (“The silver”) |
| Braunfalbe | Standardgemäß (“The silver”) |
| Patterns | |
| Mit Binden | Standardgemäß (“The silver”) |
| Schecke | Standardgemäß (“The silver”) |
| Weißkopf | Standardgemäß (“The silver”) |
Gelb
Gelb-getigert
| Color or pattern | BDRG |
|---|---|
| Weiß | Standardgemäß (“Gelb-getigert”) |
| Gelb | Standardgemäß (“Gelb-getigert”) |
| Patterns | |
| Weißgetupft | Standardgemäß (“Gelb-getigert”) |
| Schecke | Standardgemäß (“Gelb-getigert”) |
| Weißkopf | Standardgemäß (“Gelb-getigert”) |
Gelbfahl mit Binden
| Color or pattern | BDRG |
|---|---|
| Weiß | Standardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”) |
| Gelb | Standardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”) |
| Creme | Standardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”) |
| Patterns | |
| Mit Binden | Standardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”) |
| Schecke | Standardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”) |
| Weißkopf | Standardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”) |
Rot
Rot mit weißen Tupfen
| Color or pattern | BDRG |
|---|---|
| Weiß | Standardgemäß (“Rot-getigert”) |
| Rot | Standardgemäß (“Rot-getigert”) |
| Patterns | |
| Weißgetupft | Standardgemäß (“Rot-getigert”) |
| Schecke | Standardgemäß (“Rot-getigert”) |
| Weißkopf | Standardgemäß (“Rot-getigert”) |
Rotfahl mit Binden
| Color or pattern | BDRG |
|---|---|
| Weiß | Standardgemäß (“Rotfahl mit Binden”) |
| Rotfahl | Standardgemäß (“Rotfahl mit Binden”) |
| Patterns | |
| Mit Binden | Standardgemäß (“Rotfahl mit Binden”) |
| Schecke | Standardgemäß (“Rotfahl mit Binden”) |
| Weißkopf | Standardgemäß (“Rotfahl mit Binden”) |
Schwarz
Schwarz-weißgescheckt
| Color or pattern | BDRG |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Schwarz-getigert”) |
| Weiß | Standardgemäß (“Schwarz-getigert”) |
| Patterns | |
| Weißgetupft | Standardgemäß (“Schwarz-getigert”) |
| Schecke | Standardgemäß (“Schwarz-getigert”) |
| Weißkopf | Standardgemäß (“Schwarz-getigert”) |
Silber
| Color or pattern | NPA | BDRG |
|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Silver”) | No ruling |
| Weiß | Standardgemäß (“Silver”) | Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”) |
| Silber | Standardgemäß (“Silver”) | Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”) |
| Braunfalbe | No ruling | Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”) |
| Patterns | ||
| Mit Binden | Standardgemäß (“Silver”) | Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”) |
| Schecke | Standardgemäß (“Silver”) | Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”) |
| Weißkopf | Standardgemäß (“Silver”) | Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”) |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Alternativ
- Registrable with the club but not described by its breed standard, such as an AKC alternate color.
- Fehler
- Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.
Color changes
How a Perückentaube's colors can change over its life.
Rotchanges toBlau
Gefieder · Mit dem Alter
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Über die Jakobinertaube
Die Jakobinertaube ist eine mittelgroße Ziertaube aus Frankreich mit einer nach vorne gewachsenen Federhaube und einem ruhigen, gutmütigen Wesen.
Die Jakobinertaube zählt zu den ältesten und auffälligsten Rassetauben überhaupt. Ihr Markenzeichen ist eine Haube aus Federn, die sich am Hals und Kopf nach oben und vorne rollt, weil die Federn hier in umgekehrter Richtung wachsen. Bei gut ausgeprägten Tieren umschließt diese Haube den Kopf fast zur Gänze, sodass nur Schnabel und ein Teil des Gesichts frei bleiben. Gezüchtet wird die Rasse für Ausstellungen und als Ziertaube, nicht für den Flug oder die Nutzung als Speisetaube.
Vom Körperbau her ist die Jakobinertaube schlank, aufrecht und mittelgroß. Das Gewicht liegt üblicherweise zwischen 280 und 340 Gramm. Neben der Haube bilden die langen Halsfedern drei eigene Strukturen aus: die Mähne im Nacken, die Kette an den Seiten und die Rose vorne an der Brust. Preisrichter bewerten Länge, Dichte und Ebenmaß dieser Befiederung mindestens genauso streng wie die Körperform.
Vom Wesen her ist die Jakobinertaube ruhig und ausgeglichen. Sie lässt sich gut handhaben und erträgt die enge Betreuung, die Ausstellungstiere brauchen, ohne Stress. Weil die Haube das Sichtfeld nach vorne einschränkt, ist die Rasse auf aufmerksame Pflege angewiesen und für freien Flug oder offene Schläge nicht geeignet.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Frankreich |
| Größe | Mittelgroß (rund 280-340 g) |
| Lebenserwartung | 8 bis 12 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Rassetaube, Zier- und Ausstellungstaube |
| Verträglich mit | Ruhigen Volierenpartnern und erfahrenen Haltern |
Für wen sie sich eignet
Die Jakobinertaube passt zu Haltern, die eine Ziertaube zum Vorzeigen möchten und bereit sind, ihr einen geschützten, raubtiersicheren Schlag zu bieten. Das eingeschränkte Sichtfeld und die aufwendige Befiederung sprechen gegen die Anschaffung durch Einsteiger oder durch alle, die ihre Tauben frei fliegen lassen wollen. Geduldige Pfleger, denen die genaue Federpflege Freude macht, finden in ihr eine ruhige und gut zu handhabende Taube.
Geschichte und Herkunft
Die Jakobinertaube ist eine alte Ziertaube mit Bezug zu Frankreich, die sich über mehrere Jahrhunderte in Europa aus früheren, über Handelswege eingeführten Haubentauben entwickelt hat.
Die Jakobinertaube geht auf Haubentauben zurück, die über den Mittelmeerraum und aus Asien nach Europa gelangten. Bereits im 16. Jahrhundert sind Haubentauben in Kontinentaleuropa belegt, und Autoren jener Zeit beschrieben Tauben mit einem zurückgeschlagenen Federkragen um den Kopf. Als Ursprungsland der modernen Rasse gilt meist Frankreich, und der Name wird gewöhnlich auf die Ähnlichkeit der Haube mit der Kapuze eines Mönchs zurückgeführt.
In den folgenden Jahrhunderten verfeinerten Züchter in Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien die Haube von einer bescheidenen Krause zu jener voll umschließenden Form, die man heute kennt. Die Zuchtauswahl zielte darauf ab, Mähne, Kette und Rose zu verlängern und die Haube eng um den Kopf zu schließen. Aus einer allgemeinen Haubentaube wurde auf diese Weise eine hochspezialisierte Ausstellungsform.
Im 19. Jahrhundert war die Jakobinertaube bereits eine anerkannte Ausstellungsrasse in Europa und wurde von Liebhabern gehalten, die um die Qualität ihrer Befiederung wetteiferten. Charles Darwin zählte die Jakobinertaube zu den stark veränderten Haustaubenrassen, als er die Variation unter der Domestikation beschrieb, was die Rasse eindeutig dem anerkannten Rassetaubenbestand jener Zeit zuordnet.
Bis heute bleibt die Jakobinertaube eine reine Ausstellungsrasse, die von Spezialclubs betreut und in Standardfarben gezeigt wird. Sie wird ausschließlich nach dem Aussehen gezüchtet und hat keinerlei Bezug mehr zu Arbeits- oder Nutzzwecken.
Aussehen und Rassestandard
Die Jakobinertaube ist eine schlanke, aufrecht stehende, mittelgroße Taube, die von einer den Kopf umschließenden Federhaube geprägt ist, ergänzt durch Mähne, Kette und Rose am Hals.
Der Gesamteindruck einer Jakobinertaube ist der einer schlanken, hoch aufgerichteten Taube, bei der Kopf und Hals das Bild bestimmen. Der eigentliche Körper ist eher klein und wird auf mittellangen Beinen aufrecht getragen. Am auffälligsten ist die Haube, die vom Hals aus nach vorne schwingt und den Kopf einrahmt oder teilweise verdeckt. Je länger die Federn sind und je vollständiger sie sich vorne schließen, desto höher wird das Tier bei Bewertungen eingestuft.
Die Halsbefiederung gliedert sich in drei Teile. Die Mähne verläuft am Nacken hinunter, die Kette zieht sich an beiden Seiten entlang, und die Rose sitzt vorne an der Brust dort, wo die seitlichen Federn zusammentreffen. Ein sauberer Übergang zwischen Haube und Kette, die sogenannte Spreizung, zählt zu den festen Bewertungspunkten.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Statur | Hoch und aufrecht im Verhältnis zur Körpergröße |
| Gewicht | Rund 280-340 g |
| Gefieder | Lange Mähnen-, Ketten- und Rosenfedern, die eine geschlossene Haube bilden |
| Farben | Schwarz, Rot, Gelb, Blau, Silber und Weiß |
| Augen | Meist dunkle Augen, von der Haube oft verdeckt |
Gefieder und Farben
Gezeigt wird die Jakobinertaube in einfarbigen Schlägen wie Schwarz, Rot, Gelb, Blau und Silber sowie in Weiß. Farbige Tiere tragen einen weißen Kopf und weiße Handschwingen, während die übrige Körperfarbe rein und gleichmäßig bleibt. Der weiße Kopf hebt die farbige Haube hervor und gilt in vielen Standards als anerkannte Zeichnung. Das Gefieder soll fest und glänzend sein, und die langen Zierfedern dürfen keine Schäden aufweisen, denn gebrochene oder verschmutzte Haubenfedern werden bei Ausstellungen streng abgewertet.
Wesen und Verhalten
Die Jakobinertaube ist ruhig und gutmütig, lässt sich problemlos handhaben und verträgt enge Betreuung, ist wegen der eingeschränkten Sicht aber stark auf ihren Halter angewiesen.
Das Wesen der Jakobinertaube ist sanft und würdevoll. Sie zählt zu den ruhigeren Rassetauben und zeigt selten die Nervosität aktiverer Typen. Diese Gelassenheit rührt zum einen von der Zucht für die Ausstellungsbahn her, wo die Tiere während der Bewertung still stehen müssen, zum anderen von der Haube, die das Sichtfeld einschränkt.
Menschen gegenüber ist die Jakobinertaube fügsam und verträgt regelmäßiges Handling gut, was für die notwendige Federpflege unverzichtbar ist. Mit anderen Tauben kommt sie meist friedlich aus und konkurriert nicht aggressiv um Platz oder Futter, weshalb sie sich gut in eine ruhige Voliere mit ähnlichen Tieren einfügt. Da ihr Blick nach vorne versperrt ist, kann sie von plötzlichen Bewegungen, die sie nicht kommen sieht, erschreckt werden, weshalb sich Pfleger ihr stets ruhig nähern sollten.
Zum sportlichen Fliegen ist die Rasse nicht gebaut und hält sich meist in der Nähe von Sitzstangen und Futterstellen auf. Paare verbinden sich dauerhaft, und die Tiere sind verlässliche, unauffällige Bewohner eines Schlags.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 3 |
| Energie | 2 |
| Trainierbarkeit | 2 |
| Lautstärke | 2 |
| Federverlust | 3 |
Pflege und Haltung
Die Jakobinertaube braucht einen geschützten Schlag, regelmäßige Federpflege und aufmerksame Betreuung, weil die Haube die Sicht nach vorne blockiert und leicht verschmutzt.
Die tägliche Pflege einer Jakobinertaube dreht sich vor allem um den Schutz des Gefieders und den Umgang mit der eingeschränkten Sicht. Die langen Haubenfedern nehmen leicht Schmutz und Kot auf, daher gehören ein sauberer, trockener Schlag und häufige Kontrollen zur Routine.
Federpflege
- Haube, Mähne, Kette und Rose regelmäßig auf Verschmutzung und Schäden prüfen
- Zwei- bis dreimal pro Woche ein flaches Badebecken anbieten, damit sich das Tier selbst sauber halten kann
- Bei Zuchttieren mit völlig verdeckter Sicht die Federn rund um die Augen bei Bedarf kürzen oder scheiteln
- Nistplätze und Sitzstangen sauber halten, um Federverfärbungen zu vermeiden
Bewegung
- Einen geschützten Schlag oder eine Voliere mit niedrigen, leicht erreichbaren Sitzstangen bereitstellen
- Die Rasse nicht frei fliegen lassen, da die eingeschränkte Sicht sie Fressfeinden und anderen Gefahren aussetzt
- Innerhalb der Voliere Platz für kurze Flüge und für Bewegung am Boden lassen
Umgebung
Die Jakobinertaube gehört in einen trockenen, zugfreien und raubtiersicheren Schlag oder in eine ebensolche Voliere. Feuchte und schmutzige Bedingungen verträgt sie schlecht, weil verschmutzte Haubenfedern verkleben und dem Tier Beschwerden bereiten können. Eine stabile, geschützte Umgebung mit festen Futter- und Tränkestellen hilft dem Tier, sich trotz der eingeschränkten Sicht zurechtzufinden.
Ernährung und Fütterung
Die Jakobinertaube frisst eine übliche Körnermischung für Tauben mit Grit und frischem Wasser, an festen Plätzen serviert, damit die Haubentaube sie verlässlich findet.
Die Jakobinertaube kommt mit einer ausgewogenen Körner- und Sämereienmischung für Tauben gut zurecht. Eine übliche Ration besteht aus mehreren Getreidesorten und Hülsenfrüchten wie Mais, Weizen, Sorghum und Erbsen, dazu kleine Mengen Ölsaaten. Unlöslicher Grit sowie eine Mineral- oder Pickstein-Quelle müssen jederzeit zur Verfügung stehen, um die Verdauung und bei Zuchthennen die Eischalenbildung zu unterstützen. Sauberes, frisches Wasser sollte täglich in einer Tränke angeboten werden, die das Tier erreicht, ohne die Haubenfedern eintauchen zu müssen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Erwachsen, Erhaltung | Rund 30-35 g Körnermischung | 1 bis 2 |
| Zuchtpaar | Ration erhöhen, dazu eiweißreiche Hülsenfrüchte | 2 |
| Wachsender Nestling | Zuerst Kropfmilch der Eltern, dann Körner | Von den Eltern gesteuert |
Leckerlis und Nahrungsergänzung
Kleine Mengen unbedenklichen Grünfutters und gelegentlich ein paar Körner als Leckerli können die Hauptration ergänzen. Während Zucht und Mauser ist ein Vitamin- und Mineralstoffpräparat sinnvoll. Grit bleibt das ganze Jahr über unverzichtbar. Leckerlis sollten sparsam bleiben, damit sie die ausgewogene Körnerration nicht verdrängen und den schlanken Körperbau des Tieres nicht durch Übergewicht belasten.
Gesundheit und Lebenserwartung
Jakobinertauben werden etwa 8 bis 12 Jahre alt und sind grundsätzlich robust, doch die Haubenfedern verursachen Augen- und Pflegeprobleme, dazu kommen die üblichen Taubenkrankheiten.
Bei guter Haltung ist die Jakobinertaube eine recht robuste Taube mit einer typischen Lebenserwartung von 8 bis 12 Jahren. Die wichtigsten rassespezifischen Probleme hängen mit der Haube zusammen. Federn im Augenbereich können Reizungen, Tränenflecken oder Augenentzündungen verursachen, und das lange Gefieder verschmutzt leicht und kann bei mangelnder Hygiene verkleben. Darüber hinaus ist die Jakobinertaube denselben Krankheiten ausgesetzt wie andere Haustauben.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Augenreizung oder -entzündung | Tränende oder verkrustete Augen, Tränenflecken | Hängt mit Federkontakt am Auge zusammen |
| Trichomoniasis (Gelber Knopf) | Gelbe Beläge im Rachen, Schluckbeschwerden | Verbreitete parasitäre Taubenkrankheit |
| Kokzidiose | Dünner Kot, Gewichtsverlust, Mattigkeit | Darmparasit, verschlimmert sich in schmutzigen Schlägen |
| Atemwegsinfektion | Nasenausfluss, Niesen, erschwerte Atmung | Tritt oft nach feuchter oder überfüllter Haltung auf |
| Äußere Parasiten | Unruhe, Federschäden, Milben oder Läuse | Schädigt die wertvolle Haubenbefiederung |
Vorbeugende Pflege
- Den Schlag sauber, trocken und gut belüftet halten
- Augen und Haubenfedern regelmäßig kontrollieren und Verschmutzungen entfernen
- Ganzjährig Grit, sauberes Wasser und eine ausgewogene Ernährung bereitstellen
- Neue oder zurückkehrende Tiere vor dem Zusammenführen in Quarantäne halten
- Nach tierärztlicher Beratung eine regelmäßige Entwurmung und Parasitenkontrolle durchführen
Training und Handling
Die Jakobinertaube ist keine Leistungstaube; Training beschränkt sich auf behutsames Handling und Ausstellungsgewöhnung, damit sie ruhig steht und Pflege duldet.
Bei der Jakobinertaube geht es beim Training um Gewöhnung, nicht um Leistung. Die Rasse wird weder für Wettflüge noch für Kunstflug eingesetzt, und die eingeschränkte Sicht schließt freien Flug ohnehin aus. Wichtig ist stattdessen, dass sie Handling, Pflege und den Ausstellungskäfig ruhig hinnimmt. Ein Tier, das von klein auf regelmäßigen, sanften Kontakt gewohnt ist, steht bei der Bewertung still und lässt die notwendige Federpflege gelassen über sich ergehen.
Grundlagen
- Nestlinge sanft und häufig anfassen, sobald sie befiedert sind, damit sie Kontakt gewöhnt sind
- Den Ausstellungskäfig schon zu Hause einführen, damit das Tier lernt, auf engem Raum ruhig zu stehen
- Das Anheben, Untersuchen und Ordnen von Haube, Mähne und Rose üben, ohne das Tier zu stressen
- Futter und Wasser an festen Plätzen belassen, damit sich das Tier trotz eingeschränkter Sicht orientieren kann
- Ruhiges Verhalten mit gelassenem Handling und einer gleichbleibenden Routine belohnen
Lebensraum und Unterbringung
Die Jakobinertaube braucht einen trockenen, raubtiersicheren Schlag oder eine Voliere mit niedrigen Sitzstangen, festen Futterplätzen und sauberen Flächen zum Schutz von Gefieder und Sicht.
Die Jakobinertaube ist eine Rasse für geschlossene Unterbringung. Weil sie nicht gefahrlos frei fliegen kann und ihr Gefieder leicht verschmutzt, gedeiht sie am besten in einem sauberen, geschützten Schlag oder einer überdachten Voliere. Der Raum sollte trocken und zugfrei sein, mit guter Durchlüftung, die aber keine direkte Zugluft auf die Tiere erzeugt. Niedrige Sitzstangen und ein leicht zugänglicher Boden passen zu einer Taube, die sich teils nach Gewohnheit und weniger nach Sicht orientiert.
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Art der Unterbringung | Überdachter Schlag oder raubtiersichere Voliere |
| Sitzstangen | Niedrig, breit, leicht erreichbar |
| Boden | Sauberes, trockenes Streu, regelmäßig gewechselt |
| Belüftung | Gute Luftzirkulation ohne direkte Zugluft |
| Futterplätze | Feste Stellen, die das Tier gewohnheitsmäßig findet |
| Nistplätze | Geschützte Nistkästen für Zuchtpaare |
Checkliste zur Einrichtung
- Die Voliere lückenlos gegen Katzen, Ratten und Greifvögel sichern
- Niedrige Sitzstangen und Rampen statt hoher Simse anbieten
- Futter, Wasser und Grit jeden Tag an denselben Plätzen bereitstellen
- Sauberes, trockenes Streu verwenden und häufig wechseln, um die Haubenfedern zu schützen
- Ein flaches Badebecken anbieten und nach dem Baden wieder entfernen
- Geschützte Nistkästen ohne Zugluft für Zuchtpaare bereitstellen
Schlupf und Aufzucht der Jungtiere
Jakobinertauben-Eier schlüpfen nach rund 17 bis 19 Tagen, bebrütet von beiden Eltern; Nestlinge erhalten Kropfmilch, und die Haube entwickelt sich mit dem Federkleid.
Bei Jakobinertauben überlässt man das Brüten und Aufziehen meist den Elterntieren selbst. Eine Henne legt üblicherweise zwei Eier pro Gelege, und beide Eltern teilen sich die Brut, die etwa 17 bis 19 Tage dauert. Nach dem Schlüpfen füttern die Eltern die Nestlinge in den ersten Tagen mit Kropfmilch, bevor sie allmählich zu Körnern übergehen. Weil erwachsene Jakobinertauben eine schwere Haubenbefiederung tragen, die die Fütterung der Küken behindern kann, setzen manche Züchter schlichtere Ammentauben wie Brieftauben ein, um Jakobiner-Nestlinge verlässlich aufzuziehen.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Temperatur | Rund 37,5 °C im Brutautomaten |
| Luftfeuchtigkeit | Etwa 55-60 Prozent, kurz vor dem Schlupf höher |
| Tage | Rund 17-19 |
| Wenden | Bei Maschinenbrut mehrmals täglich bis zum Schlupftermin |
Schritte beim Schlupf
- Das Paar legen und auf dem Gelege sitzen lassen, üblicherweise zwei Eier
- Beide Eltern gemeinsam brüten lassen oder die Eier bei Bedarf unter Ammentauben legen
- Nistkästen während der Brutzeit sauber, trocken und ungestört halten
- Mit dem Schlupf nach etwa 17 bis 19 Tagen rechnen
- Sicherstellen, dass Eltern oder Ammen in den ersten Tagen Kropfmilch verfüttern
- Die Befiederung der Nestlinge beobachten und prüfen, ob sich die Haube gleichmäßig entwickelt
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung und Bezugsquellen der Jakobinertaube.
Wie groß wird eine Jakobinertaube?
Die Jakobinertaube ist eine mittelgroße Taube und wiegt im Allgemeinen etwa 280 bis 340 Gramm. Durch ihre aufrechte Haltung und die große Federhaube um den Kopf wirkt sie größer, als es ihr Gewicht vermuten lässt.
Wie ist das Wesen der Jakobinertaube?
Es ist ruhig, sanft und gutmütig. Die Rasse lässt sich problemlos handhaben und kommt mit anderen Tauben friedlich aus, was teils an der Zucht für Ausstellungen und teils an der sichteinschränkenden Haube liegt, die beide ein gelassenes Tier begünstigen.
Ist die Jakobinertaube schwierig zu halten?
Sie ist anspruchsvoller als eine gewöhnliche Taube. Die Haube blockiert die Sicht nach vorne und verschmutzt leicht, weshalb die Rasse einen geschützten Schlag, feste Futterplätze und regelmäßige Federpflege braucht. Erfahrenen Haltern liegt sie besser als Einsteigern.
Wie alt werden Jakobinertauben?
Bei guter Unterbringung und Pflege erreicht eine Jakobinertaube üblicherweise ein Alter von 8 bis 12 Jahren.
Ist die Jakobinertaube als Einsteigertaube geeignet?
Als erste Taube taugt sie kaum. Die eingeschränkte Sicht, das pflegeintensive Gefieder und der Bedarf an sicherer, geschlossener Unterbringung passen eher zu Liebhabern, die sich intensiv kümmern wollen, als zu Anfängern.
Können Jakobinertauben frei fliegen?
Nein. Die Haube blockiert die Sicht nach vorne, sodass das Tier Fressfeinden und Hindernissen nicht ausweichen kann. Jakobinertauben gehören daher jederzeit in einen sicheren Schlag oder eine sichere Voliere.
Wo bekomme ich eine Jakobinertaube her?
Jakobinertauben sind über Rassetaubenzüchter und Zuchtvereine erhältlich, die sich auf Ausstellungstauben spezialisieren. Es handelt sich um Ausstellungstiere und nicht um gewöhnliche Haustiere, weshalb der Bezug von einem spezialisierten Züchter der übliche Weg ist.