United Pet Club
Schwein

Hereford

Das Hereford-Schwein ist eine auffällige rot-weiße amerikanische Rasse, die für ihr gutmütiges Wesen und ihr effizientes, gleichmäßiges Wachstum bekannt ist.

Size
Groß
Lifespan
6–10 years
Origin
Vereinigte Staaten
Temperament
Gutmütig
Standard colors
Weiß und Rot
Key Traits
GutmütigFügsamRuhigArbeitsam

Characteristics

Energy Level5
Trainability3
Good With Kids3
Good With Pets5
Grooming Needs4

Hereford colors and patterns

What each club's breed standard says about every Hereford color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Hereford in Weiß und Rot. Standard patterns: Hereford-Zeichnung.

Fell: rulings by club
Color or patternCPS
WeißStandardgemäß (“white head, white ears and four white legs”)
RotStandardgemäß (“deep red or light red”)
Patterns
Hereford-ZeichnungStandardgemäß (“deep red or light red with a white head, white ears and four white legs”)
Haut und Schuppen: rulings by club
Color or patternCPS
GeflecktDisqualifizierend (“black spots”)

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.
Disqualifizierend
The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Über das Hereford-Schwein

Das Hereford ist eine große amerikanische Schweinerasse mit rotem Körper und weißem Kopf, bekannt für ruhiges Wesen und stetigen, effizienten Wuchs.

Das Hereford-Schwein wurde in den Vereinigten Staaten gezüchtet und verdankt seinen Namen der Farbzeichnung, die jener des Hereford-Rindes gleicht: ein roter Körper mit weißem Kopf und weißen Abzeichen. Es ist ein großrahmiges Fleischschwein, das bei Kleinbetrieben und Hobbyhaltern wegen seines ausgeglichenen Wesens und der verlässlichen Gewichtszunahme geschätzt wird.

Ausgewachsene Tiere sind schwer. Eber und Sauen bringen im reifen Alter meist 270 bis 360 kg auf die Waage, einzelne Tiere werden bei guter Fütterung noch schwerer. Die Rasse wächst gemäßigt und setzt das Gewicht gleichmäßig an statt in Schüben, was einheitliche Schlachtkörper ergibt.

Das Hereford gilt als gutmütig und leicht zu handhaben. Zusammen mit der Widerstandsfähigkeit auf der Weide eignet sich die Rasse deshalb gut für die Haltung im Freien oder in halboffenen Systemen.

Hereford-Schwein auf einen Blick
MerkmalDetail
HerkunftVereinigte Staaten
GrößeGroß (270 bis 360 kg im reifen Alter)
Lebenserwartung6 bis 10 Jahre
Gruppe/RolleDomestiziertes Fleischschwein
Geeignet fürKleinbetriebe, Weide- und Freilandhaltung

Für wen es sich eignet

Das Hereford passt zu Haltern, die ein gutmütiges, gut handhabbares Schwein für die Fleischerzeugung auf einem kleinen bis mittleren Betrieb suchen. Es verträgt Freilandhaltung und die Betreuung durch weniger erfahrene Halter besser als so manche nervösere Rasse. Ein Tier für Wohnung oder Kleingarten ist es nicht: Die Größe im Erwachsenenalter und der Futterbedarf verlangen solide Umzäunung, Unterstand und ausreichend Platz.

Geschichte und Herkunft

Das Hereford-Schwein entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten und wurde auf die rot-weiße Farbzeichnung des Hereford-Rindes gezüchtet.

Das Hereford-Schwein hat seinen Ursprung in den Vereinigten Staaten, in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Züchter wollten ein Hausschwein mit einer festen, gut erkennbaren Farbzeichnung schaffen, die dem Hereford-Rind mit seinem roten Körper und weißen Kopf nachempfunden ist.

Die Rasse entstand aus Kreuzungen bestehender amerikanischer Schweinerassen jener Zeit, darunter Duroc, Poland China und Chester White. Über mehrere Generationen wurde gezielt auf die rot-weiße Zeichnung selektiert. Die Zuchtarbeit fand vor allem im Mittleren Westen der USA statt, wo diese Ausgangsrassen verbreitet waren.

In den Vereinigten Staaten wurde ein Zuchtverband gegründet, der Hereford-Schweine registrierte und den Farbstandard festlegte, der die Rasse bis heute kennzeichnet. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts hatte das Hereford eine treue Anhängerschaft unter Landwirten, die ein einheitliches, ansehnliches Zweinutzungsschwein halten wollten.

Mit der Verlagerung der kommerziellen Schweinefleischproduktion auf wenige, hochleistungsfähige Industrielinien gingen die Bestandszahlen des Hereford zurück. Heute wird die Rasse vor allem von Kleinbetrieben, Liebhabern alter Haustierrassen und Jugendprogrammen in der Tierzucht gehalten und gilt als seltene Rasse beziehungsweise Erhaltungsrasse, nicht als Rasse der kommerziellen Massenproduktion.

Aussehen

Das Hereford ist ein großes Schwein mit tiefrotem Körper, weißem Kopf und weißen Abzeichen an Beinen und Unterlinie, die Ohren stehen aufrecht bis leicht hängend.

Das Hereford ist an seiner Farbe sofort zu erkennen. Der Körper ist tiefrot, der Kopf weiß, häufig mit Weiß an den unteren Beinen, an der Unterlinie und an der Schwanzspitze. Der Kontrast zwischen dem weißen Kopf und dem roten Fell ist das prägende Merkmal der Rasse.

Der Körperbau entspricht dem eines Fleischschweins: lang, tief, mit breitem Rücken, gut bemuskelten Schinken und kräftigen Beinen, die das Gewicht des Tieres auf der Weide tragen. Der Kopf ist mittellang mit mäßig ausgeprägtem Rüssel, die Ohren werden meist nach vorne und leicht hängend getragen statt vollständig aufrecht.

Rassestandard im Überblick
MerkmalBeschreibung
WiderristhöheEtwa 70 bis 90 cm
Gewicht270 bis 360 kg im reifen Alter
FellKurzes, grobes Haar über dicker Haut
FarbenRoter Körper mit weißem Kopf und weißen Abzeichen
AugenDunkel, in der weißen Gesichtszeichnung liegend

Fell und Farben

Das Fell ist kurz und grob, typisch für ein im Freien gehaltenes Schwein, und liegt über dicker, pigmentierter Haut. Der Standard verlangt einen roten Körper mit weißem Kopf. Die meisten Tiere zeigen zusätzlich Weiß an mindestens zwei Beinen und an der Unterlinie. Breitet sich das Weiß zu stark über den Körper aus, oder ist der Kopf nicht überwiegend weiß, gilt das als Fehler gegenüber dem Farbstandard. Der Rotton reicht von einem hellen bis zu einem tiefen Mahagonirot, je nach Tier.

Wesen

Das Hereford-Schwein ist ruhig, gutmütig und ausgeglichen, wodurch der Umgang leichter fällt als bei vielen anderen Produktionsschweinen.

Das Hereford hat den Ruf eines sanften, ausgeglichenen Wesens. Die Tiere bleiben in der Nähe von Menschen meist ruhig, geraten selten in Panik und wirken bei alltäglichen Handgriffen wie Füttern, dem Wechsel zwischen Buchten und dem Verladen kooperativ. Dieses Wesen zählt zu den Hauptgründen, warum die Rasse bei Kleinbetrieben und bei Jugendprojekten in der Tierzucht beliebt ist.

Bei vertrauten Betreuern zeigt sich die Rasse freundlich und neugierig. Fremden gegenüber verhält sie sich meist gelassen statt aggressiv, wobei jedem großen Schwein mit Respekt zu begegnen ist. Hereford-Schweine gewöhnen sich in der Regel gut an die Gruppenhaltung und vertragen sich mit Artgenossen, sofern genug Platz und Zugang zum Trog vorhanden sind, um Futterkonkurrenz zu vermeiden.

Wie bei allen Schweinen werden Sauen mit frischem Wurf beschützend und sollten während des Abferkelns Ruhe und Abstand bekommen. Eber sind groß und kräftig und verlangen unabhängig von ihrem meist ruhigen Wesen einen sicheren Umgang. Gelangweilte oder unterforderte Schweine wühlen mitunter verstärkt und testen Zäune, ausreichend Platz und Beschäftigung halten das Verhalten dagegen ausgeglichen.

Wesensmerkmale (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Zuneigung4
Energie2
Trainierbarkeit3
Lautstärke2
Fellwechsel2

Pflege und Haltung

Hereford-Schweine brauchen Auslauf im Freien mit Unterstand, sicherer Umzäunung, Schatten und einer Suhle, dazu regelmäßigen Umgang und Parasitenkontrolle.

Fellpflege

  • Schweine pflegen sich weitgehend selbst und müssen nicht gebürstet werden.
  • Bei warmem Wetter eine Suhle oder Berieselung anbieten, denn Schweine können nicht schwitzen und nutzen Schlamm zur Kühlung und zum Hautschutz.
  • Haut, Ohren und Klauen regelmäßig auf Parasiten, Sonnenbrand an weißen Stellen und übermäßig gewachsene Klauen kontrollieren.
  • Klauen nur bei Bedarf schneiden, auf festem Untergrund nutzen sich Schweine die Klauen meist von selbst ab.

Bewegung

  • Zugang zu einem Auslauf oder einer Weide zum Wühlen, Grasen und Bewegen bieten.
  • Die Weidefläche nach Möglichkeit wechseln, um Parasitenbefall zu begrenzen und den Bewuchs zu schonen.
  • Ein großes, aktives Schwein nicht über längere Zeit in einer kleinen Bucht halten.

Umgebung

Das Hereford kommt in Freiland- und Halbfreilandhaltung gut zurecht. Bei kaltem und nassem Wetter braucht es einen trockenen, zugfreien Unterstand mit sauberer Einstreu, bei Hitze Schatten und eine Suhle. Die weißen Stellen an Kopf und Körper können einen Sonnenbrand bekommen, im Sommer ist Schatten deshalb wichtig. Die Umzäunung muss stabil und bodennah sein, da Schweine wühlen und drücken. Elektrozäune oder feste Schweinegitter haben sich bewährt.

Ernährung und Fütterung

Hereford-Schweine erhalten eine ausgewogene, getreidebasierte Ration je nach Lebensphase, dazu Weidefutter, frisches Wasser und den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel.

Hereford-Schweine werden meist mit einer ausgewogenen handelsüblichen Schweineration gefüttert, die auf Getreide wie Mais und einer Eiweißquelle wie Sojaschrot beruht, ergänzt um Vitamine und Mineralstoffe. Der Eiweißbedarf ist bei jungen, wachsenden Tieren am höchsten und sinkt zur Reife hin. Auf der Weide sucht die Rasse gut nach Futter und frisst Gras, Wurzeln und andere Pflanzenteile, was die formulierte Ration ergänzen, aber nicht vollständig ersetzen kann. Sauberes, frisches Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen, besonders bei Hitze.

Allgemeiner Fütterungsleitfaden
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Abgesetztes Ferkel0,5 bis 1,5 kg Ration2 bis 3
Aufzuchtschwein (23 bis 68 kg)1,8 bis 2,7 kg Ration2
Mastschwein (ab 68 kg)2,7 bis 3,6 kg Ration2
Erwachsenes Tier/Zuchtsau1,8 bis 2,7 kg, je nach Körperzustand angepasst1 bis 2

Leckerlis und Ergänzungsfutter

Gemüse- und Obstreste können in Maßen als Leckerli angeboten werden, sofern die örtlichen Vorschriften das erlauben. Freie Mineralstoffgabe und sauberes Wasser unterstützen Wachstum und Knochenaufbau. Die Futtermenge bei Zuchttieren so anpassen, dass ein mittlerer Körperzustand erhalten bleibt, denn überkonditionierte Sauen und Eber können unter verminderter Fruchtbarkeit und Gelenkproblemen leiden.

Gesundheit

Das Hereford ist eine robuste Rasse mit einer Lebenserwartung von etwa 6 bis 10 Jahren, häufige Themen sind Parasiten, Sonnenbrand, Gelenkbelastung und Atemwegsprobleme.

Das Hereford gilt als robuste, widerstandsfähige Rasse, die sich gut an die Freilandhaltung anpasst. Bei guter Betreuung erreichen Zuchttiere etwa 6 bis 10 Jahre, während für die Fleischerzeugung gehaltene Schweine deutlich früher geschlachtet werden. Die meisten Gesundheitsprobleme der Rasse hängen mit der Haltung zusammen und sind nicht erblich bedingt, sie lassen sich durch guten Unterstand, sauberen Untergrund, Parasitenkontrolle und ausgewogene Fütterung gut in den Griff bekommen.

Häufige Gesundheitsthemen
ErkrankungAnzeichenHinweis
Innere/äußere ParasitenSchlechtes Wachstum, Juckreiz, stumpfes FellMit Weidewechsel und tierärztlich begleitetem Programm behandeln
SonnenbrandGerötete, sich schälende weiße HautSchatten und Suhle bereitstellen
AtemwegserkrankungenHusten, erschwerte AtmungBelüftung verbessern und Überbelegung verringern
Gelenk- und BeinbelastungSteifheit, LahmheitHängt mit hohem Gewicht und hartem Untergrund zusammen
HitzestressHecheln, Mattigkeit bei HitzeSchweine können nicht schwitzen, für Kühlung sorgen

Vorbeugende Maßnahmen

  • Einen mit dem Tierarzt abgestimmten Impf- und Entwurmungsplan einhalten.
  • Weideflächen wechseln und Buchten trocken halten, um Parasiten und Krankheiten einzudämmen.
  • Ganzjährig Schatten, Unterstand und eine Suhle bereitstellen.
  • Körperzustand und Klauen im Auge behalten und bei Bedarf schneiden.
  • Neue Tiere vor der Eingliederung in die Herde in Quarantäne halten.

Zucht

Hereford-Sauen werden mit etwa 7 bis 8 Monaten zuchtreif, tragen rund 114 Tage und bringen meist 8 bis 12 Ferkel pro Wurf zur Welt.

Hereford-Jungsauen werden meist mit etwa 7 bis 8 Monaten belegt, sobald sie ausreichende Größe und Körperkondition erreicht haben, Eber können ab einem ähnlichen Alter eingesetzt werden. Sauen kommen etwa alle 21 Tage in Rausche. Die Tragzeit beim Schwein liegt bei rund 114 Tagen, häufig als drei Monate, drei Wochen und drei Tage gemerkt.

Die Wurfgröße liegt meist bei 8 bis 12 Ferkeln, abhängig vom Alter, dem Zustand und der Betreuung der Sau. Das ruhige Wesen der Rasse zeigt sich in der Regel auch beim Abferkeln und in der Aufzucht, Hereford-Sauen gelten als aufmerksame Mütter mit guter Milchleistung.

Die Ferkel werden meist mit etwa 6 bis 8 Wochen abgesetzt. Ein sauberer, trockener Abferkelbereich mit zusätzlicher Wärme für die Neugeborenen verringert Verluste, da junge Ferkel schnell auskühlen. Sauen brauchen während und kurz nach dem Abferkeln Ruhe sowie eine an die Säugezeit angepasste Ration.

Zuchtdaten
KennwertWert
Zuchtreife (Jungsau)Etwa 7 bis 8 Monate
RauschezyklusEtwa alle 21 Tage
TragzeitEtwa 114 Tage
Wurfgröße8 bis 12 Ferkel (typisch)
Absetzalter6 bis 8 Wochen

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zum Hereford-Schwein betreffen Größe, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit.

Wie groß wird ein Hereford-Schwein?

Das Hereford ist eine großrahmige Rasse. Eber und Sauen bringen im reifen Alter meist 270 bis 360 kg auf die Waage, einzelne Tiere werden bei guter Fütterung und Haltung noch schwerer.

Wie ist das Wesen eines Hereford-Schweins?

Hereford-Schweine sind ruhig, gutmütig und ausgeglichen. Sie lassen sich gut handhaben und geraten selten in Panik, das erklärt einen Teil ihrer Beliebtheit bei Kleinbetrieben und Jugendprojekten in der Tierzucht.

Sind Hereford-Schweine pflegeaufwendig?

Sie gelten als robust und für die Freilandhaltung gut geeignet. Wichtig sind vor allem sichere Umzäunung, trockener Unterstand, Schatten und eine Suhle, eine ausgewogene Ration, sauberes Wasser sowie ein regelmäßiges Programm gegen Parasiten und für die Gesundheit.

Wie alt werden Hereford-Schweine?

Zucht- und Haustiere erreichen bei guter Pflege etwa 6 bis 10 Jahre. Für die Fleischerzeugung gehaltene Schweine werden deutlich früher geschlachtet.

Eignet sich das Hereford für einen kleinen Betrieb?

Ja. Das ausgeglichene Wesen, die Widerstandsfähigkeit auf der Weide und der stetige Wuchs sprechen für ein praktisches Fleischschwein auf kleinen und mittleren Betrieben, sofern genug Platz, Umzäunung und Unterstand vorhanden sind.

Sind Hereford-Schweine leicht zu finden?

Das Hereford ist eine Erhaltungsrasse, die vor allem bei Kleinbetrieben und Liebhabern gehalten wird, nicht bei großen kommerziellen Betrieben. Die Verfügbarkeit ist deshalb geringer als bei gängigen Produktionslinien. Verbände für Erhaltungsrassen und regionale Züchter sind die übliche Anlaufstelle.

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