Clydesdale
Der Clydesdale ist ein sanfter Riese unter den schottischen Kaltblutrassen, berühmt für seine befederten Beine, seine hohe Beinaktion und sein ruhiges, gutmütiges Wesen.
- Size
- Riesig
- Lifespan
- 20–25 years
- Origin
- Schottland
- Temperament
- Sanft
- Standard colors
- Schwarz, Blauschimmel und Braun and 4 more
Characteristics
Clydesdale colors and patterns
What each club's breed standard says about every Clydesdale color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Clydesdale in Schwarz, Blauschimmel, Braun, Brauner, Braunschimmel, Fuchs und Rotschimmel. Standard patterns: Stichelschimmel.
| Color or pattern | CLYDESDALE HS |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“blacks”) |
| Blauschimmel | Standardgemäß (“roans”) |
| Braun | Standardgemäß (“brown”) |
| Brauner | Standardgemäß (“bay”) |
| Braunschimmel | Standardgemäß (“roans”) |
| Fuchs | Standardgemäß (“chestnuts”) |
| Rotschimmel | Standardgemäß (“roans”) |
| Grau | Nicht anerkannt (“Colours out-with those listed here will generally not be recognised for registration purposes.”) |
| Patterns | |
| Stichelschimmel | Standardgemäß (“roans”) |
| Sabino | No ruling |
| Schimmel | No ruling |
| Smutty | No ruling |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Nicht anerkannt
- The club does not accept this color or pattern for the breed.
Color changes
How a Clydesdale's colors can change over its life.
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Braunerchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Braunchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Fuchschanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Fuchschanges toRosagrau
Fell · Fortschreitend
Braunerchanges toRosagrau
Fell · Fortschreitend
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Über den Clydesdale
Der Clydesdale ist ein sanfter Riese unter den schottischen Kaltblütern, bekannt für seinen dichten Kötenbehang, den hoch greifenden Gang und sein ruhiges, gutmütiges Wesen.
Der Clydesdale ist ein schweres Kaltblutpferd, das ursprünglich aus dem Tal des Clyde in Schottland stammt. Er zählt zu den Kaltblütern, also jenen Arbeitspferden, die auf Zugkraft und nicht auf Geschwindigkeit gezüchtet wurden. Die meisten ausgewachsenen Tiere erreichen ein Stockmaß zwischen 16 und 18 hands und bringen zwischen 1.600 und 2.300 Pfund (725 bis 1.040 Kilogramm) auf die Waage, womit die Rasse eindeutig zu den Riesenrassen zählt.
Erkennbar ist der Clydesdale auf den ersten Blick: Langes, weißes Haar, der sogenannte Kötenbehang, bedeckt die Unterschenkel und fällt bis über die Hufe. Der Gang ist hoch und rund, jeder Huf hebt sich deutlich sichtbar vom Boden ab, ein Bewegungsablauf, der das Pferd zu einem gern gesehenen Gast bei Umzügen und in Zugpferdegespannen gemacht hat. Am häufigsten zeigt sich das Fell in Braun, mit weißen Abzeichen an Kopf und Beinen.
Trotz seiner Größe genießt der Clydesdale den Ruf eines gelassenen, verträglichen Wesens. Diese Eigenschaft machte ihn zunächst als Arbeitspferd auf Bauernhöfen und im Transportwesen wertvoll, später dann auch als Show- und Werbetier.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Schottland (Clyde-Tal) |
| Größe | Riesenrasse (16 bis 18 hands, 1.600 bis 2.300 lb) |
| Lebenserwartung | 20 bis 25 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Schweres Kaltblutpferd |
| Geeignet für | Erfahrene Halter, Familien, Gespann- und Bauernhofarbeit |
Für wen eignet sich die Rasse
Der Clydesdale passt zu Haltern, die den nötigen Platz, das Futter und das Handling für ein derart großes Pferd bieten können. Sein ruhiges Wesen macht ihn für sichere, erfahrene Hände gut führbar, allein die schiere Größe spricht dagegen, ihn als erstes Pferd überhaupt zu wählen. Die laufenden Kosten für Futter und Hufschmied liegen deutlich über jenen leichter Reitpferderassen. Am häufigsten finden sich Clydesdales bei Liebhabern des Fahrsports, bei Gespannarbeit, auf Bauernhöfen oder im Showbereich.
Geschichte und Herkunft
Der Clydesdale entstand im 18. und 19. Jahrhundert im Clyde-Tal der schottischen Grafschaft Lanarkshire aus einheimischen Stuten, die mit importierten flämischen und englischen Hengsten gekreuzt wurden.
Den Namen verdankt die Rasse Clydesdale, der alten Bezeichnung für Lanarkshire, jene Region im Süden Schottlands, durch die der Fluss Clyde fließt. Herausgebildet hat sich die Rasse im Verlauf des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, als man örtliche Bauernstuten mit schwereren, importierten Hengsten kreuzte, darunter flämische Pferde, die eigens zur Verbesserung von Größe und Zugkraft ins Land geholt wurden.
Bauern und Kohletransporteure der Region brauchten ein Pferd, das schwere Lehmböden bearbeiten und Lasten auf dem stetig wachsenden Straßen- und Kanalnetz bewegen konnte. Bei der Zuchtauswahl standen daher Kraft, gesunde Hufe und ein ruhiges, für die Arbeit inmitten von Menschen und Stadtverkehr geeignetes Temperament im Vordergrund.
1877 wurde die Clydesdale Horse Society of Great Britain gegründet, um Abstammungen zu dokumentieren und die Rasse zu fördern. Ab dem späten 19. Jahrhundert exportierte man Clydesdales in großer Zahl nach Australien, Neuseeland, Kanada und in die Vereinigten Staaten, wo sie ähnliche Aufgaben in Landwirtschaft und Transport übernahmen.
Die fortschreitende Mechanisierung im 20. Jahrhundert hat den Bedarf an Arbeitspferden stark verringert, und die Bestände sind entsprechend eingebrochen. Erhalten geblieben ist die Rasse durch Showauftritte, Fahrsport und Werbegespanne, und sie zählt bis heute zu den bekanntesten Kaltblutrassen überhaupt, auch wenn ihre Gesamtzahl begrenzt bleibt.
Erscheinungsbild und Rassestandard
Der Clydesdale ist ein hochgewachsenes, kräftig gebautes Kaltblutpferd mit behaarten Unterschenkeln, breiten weißen Abzeichen an Kopf und Beinen sowie einem hohen, runden Gang.
Der Clydesdale zeigt sich als großes, tiefrumpfiges Pferd mit breiter Brust, kräftig geschrägter Schulter und gut bemuskelter Hinterhand. Der Kopf wirkt offen und aufgeweckt, häufig mit geradem oder leicht gewölbtem Profil und breitem Maul. Die Beine sind lang und trockengelenkig und tragen den dichten weißen Kötenbehang, der als eines der wichtigsten Rassemerkmale gilt. Die Hufe sind groß und wohlgeformt, ein Punkt, auf den bei der Zucht besonders geachtet wird.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Stockmaß | 16 bis 18 hands (64 bis 72 Zoll) |
| Gewicht | 1.600 bis 2.300 lb (725 bis 1.040 kg) |
| Fell | Kurzes Deckhaar am Körper, langer Kötenbehang an den Unterschenkeln |
| Farben | Braun am häufigsten; auch Dunkelbraun, Rappen, Fuchs, Rotschimmel, mit weißen Abzeichen |
| Augen | Dunkel; gelegentlich blau oder Glasauge bei weißen Kopfabzeichen |
Fell und Farben
Braun ist die häufigste Farbe, doch auch Dunkelbraun, Rappen, Fuchs und Rotschimmel kommen vor. Die meisten Clydesdales tragen kräftige weiße Abzeichen: eine breite Blesse oder einen weißen Kopf sowie Weiß, das weit an den Beinen hinaufreicht, oft über Knie und Sprunggelenk hinaus. Weiße Flecken an Bauch und Flanken sind zulässig. Gerade diese Kombination aus dunklem Rumpf, weißen Beinen und weißem Kopf prägt jenes Bild, das man mit der Rasse in Showgespannen am ehesten verbindet.
Wesen und Verhalten
Der Clydesdale ist ruhig, gutmütig und arbeitswillig, mit einem ausgeglichenen Gemüt, das mit Menschenmengen, Verkehr und Teamarbeit gut zurechtkommt.
Der Clydesdale ist für sein ausgeglichenes, sanftes Wesen bekannt. Weil die Rasse für die Arbeit in engem Kontakt mit Menschen und in belebten Ortschaften gezüchtet wurde, hat man neben der Kraft von Anfang an auch ein ruhiges, besonnenes Gemüt gezielt gefördert. Die meisten Tiere zeigen sich geduldig, kooperativ und wenig schreckhaft, weshalb ganze Gespanne aus Clydesdales auch bei Lärm, Umzügen und in Menschenmengen ruhig arbeiten können.
Im Umgang mit der eigenen Familie und mit vertrauten Betreuern zeigt sich die Rasse anhänglich und geduldig, und die tägliche Handhabung wird meist ohne Widerstand akzeptiert. Fremden gegenüber verhält sich ein typischer Clydesdale eher neugierig als nervös. Auch mit anderen Pferden findet er sich in der Regel problemlos in eine Herde oder ein Gespann ein, eine Eigenschaft, die den Einsatz in mehrspännigen Gespannen begünstigt.
Das gelassene Wesen entbindet niemanden vom nötigen Respekt: Ein Pferd dieser Größe kann schon aus Versehen Schaden anrichten, weshalb konsequente Bodenarbeit und sorgfältiges Handling hier stärker ins Gewicht fallen als bei kleineren Rassen. Da die Rasse arbeitswillig und futtermotiviert ist, gelingt positives Training vergleichsweise leicht, doch gedeiht sie nicht, wenn man sie über längere Zeit untätig stehen lässt.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 4 |
| Energie | 2 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Stimmfreudigkeit | 2 |
| Fellwechsel | 3 |
Pflege und Fellpflege
Bei der Pflege des Clydesdale stehen der Kötenbehang, die großen Hufe sowie der Platzbedarf und das tägliche Handling eines riesigen Kaltblüters im Mittelpunkt.
Die Haltung eines Clydesdale verlangt deutlich mehr Pflegeaufwand und Platz als bei einem leichten Reitpferd. Besondere Aufmerksamkeit braucht der Kötenbehang an den Unterschenkeln, damit er sauber und trocken bleibt.
Fellpflege
- Das Deckhaar regelmäßig bürsten, um Schmutz, lose Haare und Schweiß zu entfernen
- Den Kötenbehang waschen und gründlich trocknen, um Hautprobleme wie die Mauke zu vermeiden
- Die großen Hufe täglich auskratzen und auf eingeklemmte Fremdkörper oder Anzeichen einer Infektion untersuchen
- Etwa alle 6 bis 8 Wochen den Hufschmied kommen lassen
- Beim Fellwechsel im Frühjahr und im Herbst häufiger bürsten
Bewegung
- Täglichen Weidegang in einer großzügigen, sicher eingezäunten Koppel ermöglichen
- Regelmäßig fahren, an der Hand arbeiten oder leicht reiten, um das Pferd fit zu halten
- Die Belastung nur allmählich steigern, denn schwere Pferde überhitzen bei plötzlicher Anstrengung rasch
- Freie Bewegung zulassen, statt das Pferd über lange Zeiträume in der Box stehen zu lassen
Umgebung
Ein Clydesdale braucht einen geräumigen, gut belüfteten Stall in der passenden Größe, dazu stabile, hohe Zäune und ausreichend Weidefläche. Stalltüren, Deckenhöhen und Boxen müssen auf die Größe der Rasse abgestimmt sein. Ein sauberer, trockener Untergrund schützt den Kötenbehang vor feuchtigkeitsbedingten Hautproblemen.
Ernährung und Fütterung
Ein Clydesdale benötigt große Mengen an Raufutter, wobei die Ration an Körpergröße und Arbeitsleistung angepasst wird, während plötzliche Futterumstellungen und giftige Pflanzen zu vermeiden sind.
Die Fütterung des Clydesdale baut auf Raufutter auf. Hochwertiges Heu oder Weidegang sollte den größten Teil der Tagesration ausmachen, Kraftfutter kommt nur ergänzend hinzu, abgestimmt auf Arbeitsleistung und Kondition. Wegen der Körpergröße fällt die tägliche Raufuttermenge entsprechend groß aus, dennoch sollte die Fütterung stets am Körpergewicht und an der Aktivität gemessen werden, um Übergewicht zu vermeiden. Ständiger Zugang zu sauberem, frischem Wasser ist unverzichtbar, denn ein Pferd dieser Größe trinkt täglich beachtliche Mengen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Fohlen/Jungpferd | Stutenmilch, danach Raufutter plus ausgewogenes Aufzuchtfutter | Häufig, kleine Portionen |
| Erwachsen (leichte Arbeit) | Raufutter, etwa 1,5 bis 2 Prozent des Körpergewichts | 2 bis 3 |
| Erwachsen (schwere Arbeit) | Raufutter plus zusätzliches Kraftfutter für Energie | 3 oder mehr |
| Senior | Weiches, leicht kaubares Raufutter; Ration an Zähne und Kondition angepasst | 3 oder mehr |
Leckerlis und Nahrungsergänzung
Obst- und Gemüseleckerlis wie Äpfel und Karotten können in kleinen Mengen angeboten werden. Ein Salz- oder Mineralleckstein unterstützt eine ausgewogene Versorgung. Nahrungsergänzungen sollten einen konkreten Bedarf abdecken, etwa zur Unterstützung von Gelenken oder Hufen, und am besten nach tierärztlicher Rücksprache gewählt werden, statt sie routinemäßig zuzugeben.
Gesundheit und typische Erkrankungen
Clydesdales werden in der Regel 20 bis 25 Jahre alt und gelten als robust, doch Größe und Kötenbehang machen sie anfällig für Hauterkrankungen an den Beinen und bestimmte erbliche Störungen.
Clydesdales sind grundsätzlich robust und erreichen bei guter Pflege häufig ein Alter von 20 bis 25 Jahren. Als schwere Rasse mit Kötenbehang zeigt sie dennoch einige typische Probleme, die vor allem die unteren Gliedmaßen und die Belastung des Körpergewichts betreffen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Mauke (Fesselekzem) | Krusten, Verschorfung, Schwellung an den unteren Gliedmaßen | Steht mit nassem, verschmutztem Kötenbehang in Zusammenhang |
| Chronisch-progressives Lymphödem | Fortschreitende Schwellung und Verdickung der unteren Gliedmaßen | Kommt bei Kaltblutrassen mit Kötenbehang vor |
| Hufrehe | Lahmheit, Wärme in den Hufen, Bewegungsunlust | Gewicht und Fütterung sorgfältig steuern |
| Gelenk- und Arthroseprobleme | Steifheit, eingeschränkte Bewegung im Alter | Hängt mit dem hohen Körpergewicht zusammen |
Vorbeugende Maßnahmen
- Impfungen und Parasitenbehandlung stets aktuell halten
- Regelmäßige Zahnkontrollen einplanen
- Einen Hufschmiedzyklus von 6 bis 8 Wochen einhalten
- Den Kötenbehang sauber und trocken halten, um Hauterkrankungen vorzubeugen
- Körpergewicht und Fütterung im Blick behalten, um Hufrehe und Gelenkbelastung zu reduzieren
- Jährliche tierärztliche Kontrolluntersuchungen vereinbaren
Ausbildung
Der Clydesdale ist arbeitswillig und gut ausbildbar, und sein ruhiges Wesen eignet sich für den Fahrsport und die Bodenarbeit, wobei seine Größe von Anfang an konsequentes, ruhiges Handling erfordert.
Der Clydesdale gilt als klug und kooperativ, was die Ausbildung für einen erfahrenen Betreuer vergleichsweise unkompliziert macht. Sein ausgeglichenes Wesen hilft ihm dabei, neue Aufgaben und belebte Umgebungen anzunehmen, eine Eigenschaft, die seinen langjährigen Einsatz im Fahrsport und in Gespannen erklärt. Weil das Pferd so groß ist, hat die Bodenarbeit von klein auf oberste Priorität für die Sicherheit: Ein junges Pferd, das früh lernt, brav zu führen zu sein, ruhig zu stehen und höflich nachzugeben, wird zu einem gut handhabbaren erwachsenen Tier, während Versäumtes bei ausgewachsener Größe nur schwer nachzuholen ist.
Grundlagen
- Führen, ruhiges Stehen und geduldiges Anbinden von klein auf etablieren
- Dem Pferd beibringen, jeden Huf für den Hufschmied hochzuheben und ruhig zu halten
- Geschirr und Fahrhilfen Schritt für Schritt einführen
- Die Toleranz gegenüber Lärm, Menschenmengen und anderen Pferden für die Teamarbeit aufbauen
- Erst zum Fahren oder Reiten übergehen, wenn die Bodenarbeit zuverlässig sitzt
Zucht
Clydesdale-Stuten tragen ihr Fohlen etwa 11 Monate lang aus, und der Nachwuchs wächst über mehrere Jahre hinweg langsam zur großen Endgröße der Rasse heran.
Clydesdales erreichen die Zuchtreife bereits nach wenigen Jahren, wobei man schwere Pferde in der Regel erst weiter ausreifen lässt, bevor sie zur Arbeit oder zur Zucht eingesetzt werden. Stuten werden üblicherweise in der Rosse gedeckt und tragen ein einzelnes Fohlen aus, Zwillinge bleiben selten und sind unerwünscht. Die Tragzeit beträgt etwa 11 Monate. Fohlen kommen bereits groß zur Welt und wachsen stetig weiter, die volle erwachsene Größe und Kraft erreichen sie jedoch erst nach mehreren Jahren.
Stuten kümmern sich aufmerksam um ihren Nachwuchs, und das ruhige Wesen der Rasse zeigt sich meist auch beim Fohlen und in der Aufzucht. Jungpferde profitieren von einer frühen, behutsamen Handhabung, damit sie die Bodenarbeit lernen, solange sie noch klein und leicht zu handhaben sind. Eine sorgfältige Ernährung während des Wachstums unterstützt die gesunde Entwicklung von Knochen und Gelenken, die später das schwere Gewicht der ausgewachsenen Rasse tragen müssen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Mehrere Jahre (Zuchteinsatz oft erst nach weiterem Wachstum) |
| Tragzeit | Etwa 11 Monate |
| Nachwuchs pro Trächtigkeit | 1 Fohlen (Zwillinge selten) |
| Selbstständigkeit des Fohlens | Absetzen mit etwa 6 Monaten |
| Volle Endgröße | Erst nach mehreren Jahren erreicht |
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Clydesdale betreffen seine Größe, sein Wesen, den Pflegeaufwand, die Lebenserwartung, seine Eignung und seine Verfügbarkeit.
Wie groß wird ein Clydesdale?
Die meisten Clydesdales erreichen ein Stockmaß zwischen 16 und 18 hands und wiegen etwa 1.600 bis 2.300 Pfund, womit die Rasse zu den Riesenrassen unter den Pferden zählt.
Sind Clydesdales gutmütig?
Ja. Die Rasse ist für ihr ruhiges, gutmütiges Wesen bekannt und zeigt großen Arbeitswillen, weshalb Clydesdales mit Menschenmengen und Teamarbeit gut zurechtkommen.
Ist ein Clydesdale aufwendig in der Haltung?
Er braucht mehr Platz, Futter und Pflege als ein leichtes Pferd. Der Kötenbehang und die großen Hufe verlangen regelmäßige Aufmerksamkeit, doch das ausgeglichene Wesen der Rasse macht den täglichen Umgang für erfahrene Halter gut machbar.
Wie alt werden Clydesdales?
Bei guter Pflege erreicht ein Clydesdale häufig ein Alter von 20 bis 25 Jahren.
Eignet sich ein Clydesdale als erstes Pferd?
Das ruhige Wesen spricht dafür, doch die schiere Größe bedeutet, dass ein Clydesdale eher zu sicheren, erfahrenen Reitern oder Fahrern passt als zu blutigen Anfängern.
Wofür werden Clydesdales heute eingesetzt?
Man setzt sie im Fahrsport, in Umzugs- und Paradegespannen, bei Shows, für leichte Arbeiten am Bauernhof und teilweise auch zum Reiten ein, während der schwere Transport mit dem Vormarsch der Maschinen weitgehend verschwunden ist.
Findet man leicht einen Clydesdale?
Die Rasse ist zwar bekannt, doch die Bestände sind begrenzt, daher schwankt das Angebot je nach Region, und Interessenten müssen sich mitunter gezielt an Zuchtbetriebe für Kaltblüter wenden.
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