Anglo-Araber
Der Anglo-Araber ist eine temperamentvolle, athletische Kreuzung aus Vollblut und Araber, die Schnelligkeit und Ausdauer mit Eleganz und Intelligenz verbindet.
- Size
- Groß
- Lifespan
- 25–30 years
- Origin
- Frankreich
- Temperament
- Temperamentvoll
- Standard colors
- Schwarz, Grau und Braun and 4 more
Characteristics
Anglo-Araber colors and patterns
What each club's breed standard says about every Anglo-Araber color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Anglo-Araber in Schwarz, Grau, Braun, Brauner, Dunkelbrauner, Dunkelfuchs und Fuchs. Standard patterns: Stichelschimmel.
| Color or pattern | ARABIAN HA |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Black”) |
| Grau | Standardgemäß (“Grey”) |
| Braun | Standardgemäß (“Brown”) |
| Brauner | Standardgemäß (“Bay”) |
| Dunkelbrauner | Standardgemäß (“Black Bay”) |
| Dunkelfuchs | Standardgemäß (“Liver Chestnut”) |
| Fuchs | Standardgemäß (“Chestnut”) |
| Patterns | |
| Stichelschimmel | Standardgemäß (“Roan”) |
| Schimmel | No ruling |
| Smutty | No ruling |
| Color or pattern | ARABIAN HA |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Dark”) |
| Weiß | Standardgemäß (“Light”) |
| Patterns | |
| Längsgestreift | Standardgemäß (“Partial”) |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
Color changes
How a Anglo-Araber's colors can change over its life.
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Braunerchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Dunkelbraunerchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Braunchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Fuchschanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Dunkelfuchschanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toWeiß
Fell · Fortschreitend · by 416 weeks
Fuchschanges toRosagrau
Fell · Fortschreitend
Braunerchanges toRosagrau
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toGeapfelt
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toFliegenschimmel
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toSchwarz
Fell · Mit dem Alter
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Alles über den Anglo-Araber
Der Anglo-Araber ist ein großformatiges französisches Sportpferd aus der Kreuzung von Vollblut und Araber, geschätzt wegen Tempo, Ausdauer und feiner Bewegung.
Beim Anglo-Araber handelt es sich um ein Reitpferd, das aus der Verpaarung von Englischem Vollblut und Arabischem Vollblut hervorgeht. Man wollte damit das Tempo und die Reichweite des Vollbluts erhalten und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit, Ausdauer und Feinheit des Arabers einbringen. Herausgekommen ist ein hochgewachsenes, kräftig gebautes Reitpferd, das sowohl in schnellen als auch in ausdauernden Disziplinen seinen Platz findet.
Am engsten verbunden mit der Rasse ist Frankreich, wo Züchter diesen Typ bereits seit Generationen als eigene Sportpferderasse pflegen. Weil der Araberanteil bei einzelnen Tieren zwischen einem Viertel und rund drei Vierteln schwanken kann, fallen Größe und äußere Erscheinung unterschiedlich aus. Insgesamt zählt die Rasse aber zu den größer gerahmten Reitpferden.
Anglo-Araber gelten als feinnervig, temperamentvoll, gescheit und energiegeladen. Auf eine gleichbleibende, gerechte Führung reagieren sie gut, und zu einem fixen Reiter entwickelt sich meist eine enge Arbeitsbeziehung. Genau diese Feinnervigkeit macht die Rasse für erfahrene Pferdeleute besonders interessant, für blutige Anfänger kann sie aber zu viel sein.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Herkunft | Frankreich |
| Größe | Groß |
| Lebenserwartung | 25 bis 30 Jahre |
| Gruppe / Verwendung | Sport- und Reitpferd (Dressur, Vielseitigkeit, Springen, Distanzreiten) |
| Passt zu | Erfahrenen, selbstsicheren Reitern |
Für wen passt die Rasse
Der Anglo-Araber ist etwas für Reiterinnen und Reiter, die ein athletisches, vorwärtsgehendes Pferd wollen und genug Zeit für regelmäßiges Reiten und Training haben. Seine Power und sein wacher Kopf passen gut zum Turniersport und zum aktiven Freizeitreiten. Wer ein ruhiges, genügsames erstes Pferd sucht, greift besser zu einer gelasseneren Rasse.
Geschichte und Herkunft: Woher der Anglo-Araber stammt
In Frankreich entstand der Anglo-Araber durch gezielte Kreuzung importierter Araber mit Vollblütern, um ein schnelleres, größeres Reitpferd zu schaffen.
Ihren Ursprung hat die Rasse im breiten europäischen Interesse am Arabischen Pferd, das für seine Ausdauer, Robustheit und den edlen Kopf sowie Rahmen geschätzt wurde. Die Züchter wollten diese Vorzüge behalten und zusätzlich das Stockmaß und die Galoppschnelligkeit des Vollbluts einbringen, das selbst auf arabischen und anderen orientalischen Blutlinien fußt.
Frankreich entwickelte sich zum Mittelpunkt dieser Zuchtarbeit. Staatliche wie private Gestüte kreuzten Araber und Vollblüter und verpaarten die Nachkommen in weiterer Folge untereinander oder zurück mit einer der beiden Ausgangsrassen. Über viele Generationen hinweg festigte sich so ein wiedererkennbarer Typ. Im Vordergrund stand dabei stets ein Sportpferd für den Sattel, kein reinrassiges Rennpferd und kein Wüstenpferd.
Weil im Zuchtprogramm unterschiedliche Anteile von Araber- zu Vollblutabstammung zulässig waren, definierte sich der Anglo-Araber über Abstammung und Blutanteil und nicht über ein einheitliches Erscheinungsbild. Dadurch konnten Züchter das Verhältnis von Tempo zu Ausdauer und Substanz je nach Einsatzgebiet feinjustieren.
Mit der Zeit etablierte sich der Anglo-Araber als geschätztes Turnierpferd in Frankreich und darüber hinaus und prägte Blutlinien in Dressur, Vielseitigkeit und Springsport mit. Auch im österreichischen Pferdesport, der unter dem Dach des Österreichischen Pferdesportverbands (OEPS) organisiert ist, wird die Rasse als eigenständiges Sportpferd sowie als Einfluss auf andere Sportpferdezuchten wahrgenommen.
Wie sieht ein Anglo-Araber aus? Exterieur und Rassestandard
Der Anglo-Araber ist hochgewachsen und athletisch, mit trockenen Beinen, feinem Kopf und einer Mischung aus arabischer Eleganz und Vollblutformat.
Insgesamt wirkt der Anglo-Araber wie ein ausbalanciertes, sportliches Reitpferd. Meist ist er größer als der reinrassige Araber, mit längerem Rahmen und kräftigerer Hinterhand, was auf die Vollblutlinie zurückgeht. Der Kopf ist fein und ausdrucksvoll, das Profil oft gerader als beim typischen Araberkopf, und sitzt auf einem gut geformten Hals. Die Schulter liegt schräg, der Rücken ist stark, und die Beine zeigen trockene, dichte Knochensubstanz mit klar erkennbaren Sehnen.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Stockmaß | Rund 15,2 bis 16,3 hh (157 bis 170 cm) |
| Gewicht | Rund 450 bis 550 kg |
| Haarkleid | Kurz, fein, im Sommer glatt und glänzend |
| Farben | Braun, Fuchs, Schimmel; auch Rappen und Roan kommen vor |
| Augen | Groß, dunkel, weit auseinander |
Haarkleid und Farben
Das Haarkleid ist kurz und fein, liegt eng an und lässt die Muskulatur gut erkennen. Am häufigsten sind Braune und Füchse, wegen des arabischen Erbguts kommt aber auch Schimmel oft vor; Schimmel werden mit den Jahren meist heller. Mähne und Schweif sind eher fein als üppig. Weiße Abzeichen an Kopf und Unterbeinen treten auf, gelten aber nicht als typisches Rassemerkmal.
Charakter und Wesen des Anglo-Arabers
Der Anglo-Araber ist feurig, gescheit und feinfühlig, baut zu vertrauten Personen eine enge Bindung auf und braucht ruhiges, beständiges Management.
Der Anglo-Araber denkt mit und ist stets aufmerksam. Er begreift rasch und beobachtet seinen Menschen sehr genau. Ist erst einmal Vertrauen da, wird daraus ein feinabgestimmter, verlässlicher Partner. Dieselbe Feinnervigkeit sorgt aber dafür, dass er Anspannung oder Widersprüchliches im Reiter sofort spürt; bei grobem Umgang kann er ängstlich oder heftig reagieren.
Bekannten Personen gegenüber zeigt sich die Rasse anhänglich und kooperationsbereit, mit einem Stammreiter entwickelt sich meist eine enge Arbeitsbeziehung. Fremde Menschen, unbekannte Orte und plötzliche Ereignisse können ihn hingegen aus der Ruhe bringen, weshalb behutsames Heranführen wichtig ist. Unter Artgenossen ist er meist gesellig und fühlt sich in Gesellschaft wohl, wenngleich ein besonders temperamentvolles Tier in der Gruppe zur Ranghöhe drängen kann. Sein Feuer ist im Sport ein Plus, macht ihn aber nicht zur leichtesten Wahl für nervöse oder unerfahrene Halter.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 4 |
| Energie | 5 |
| Lernwilligkeit | 4 |
| Lautgebung | 2 |
| Fellwechsel | 3 |
Pflege beim Anglo-Araber: Fell, Hufe und Alltag
Der Anglo-Araber braucht tägliche Zuwendung, ausreichend Bewegung und regelmäßige Fell- und Hufpflege, dazu Weide und Gesellschaft für seinen wachen Geist.
Im Grunde gilt für die tägliche Pflege, was für jedes Pferd gilt, nur dass Energie und Feinnervigkeit der Rasse besondere Aufmerksamkeit verlangen. Eine feste Tagesstruktur und regelmäßiger Kontakt zum Menschen halten einen Anglo-Araber ausgeglichen und umgänglich.
Fellpflege
- Das kurze Fell mehrmals pro Woche bürsten, während des starken Fellwechsels im Frühling täglich
- Hufe vor und nach jedem Ausritt auskratzen und auf Steine oder Risse kontrollieren
- Den Hufschmied etwa alle sechs bis acht Wochen kommen lassen
- Mähne und Schweif knotenfrei und sauber halten, damit die feinen Haare nicht abbrechen
- Haut und Beine beim Putzen auf Wärme, Schwellungen oder Verletzungen abtasten
Bewegung
- Täglich Arbeit oder Weidegang bieten, denn dieses energiegeladene Pferd braucht ein Ventil
- Sattelarbeit mit Ausritten oder freier Bewegung kombinieren, damit der Kopf frisch bleibt
- Die Kondition für Distanzritte oder Vielseitigkeit Schritt für Schritt statt auf einmal aufbauen
- Ruhetage einplanen, dabei aber lange Phasen völligen Nichtstuns vermeiden
Haltung
Am wohlsten fühlt sich die Rasse mit großzügigem Weidegang, sicherer Umzäunung und Artgenossen um sich. Ein Stall als Wetterschutz ist praktisch, doch dauerndes Eingesperrtsein macht einen energiegeladenen Anglo-Araber schnell nervös. Sicherer, abwechslungsreicher Auslauf entspricht seinem Naturell am besten.
Fütterung des Anglo-Arabers: Was auf den Speiseplan gehört
Der Anglo-Araber kommt mit einer raufutterbetonten Fütterung gut zurecht, die zum Arbeitspensum passt; Kraftfutter kommt erst bei höherem Energiebedarf dazu.
Gutes Raufutter bildet die Basis der Fütterung. Weide und Heu sollten den Großteil der Ration ausmachen, Kraftfutter kommt im Verhältnis zur geleisteten Arbeit dazu. Als athletische Rasse, die Energie flott umsetzt, braucht der Anglo-Araber eine Fütterung, die zu seiner Aktivität passt, damit er weder überdreht wird noch abbaut. Freier Zugang zu sauberem Wasser und zu Salz ist Pflicht.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Erhaltung (leichte Arbeit) | Raufutter mit rund 1,5 bis 2 Prozent des Körpergewichts | Raufutter zur freien Verfügung plus 1 bis 2 Kraftfuttergaben |
| Arbeit / Turniereinsatz | Raufutter plus Kraftfutter nach Arbeitspensum | 2 bis 3 Mahlzeiten |
| Senior | Leicht kaubares Raufutter, bei Bedarf Seniorfutter | 2 bis 3 kleine Mahlzeiten |
Leckerbissen und Zusatzfutter
Ein Stück Karotte oder Apfel ist als Leckerli unbedenklich. Bei gutem Raufutter und ausgewogener Fütterung brauchen die meisten Pferde kaum Zusätze, wobei ein Vitamin-Mineral-Ausgleicher Lücken bei schwacher Weidequalität schließen kann. Jedes neue Ergänzungsfutter langsam einführen und lieber mit Tierarzt oder Pferdeernährungsberatung absprechen, statt mehrere Präparate gleichzeitig zu geben.
Gesundheit und Lebenserwartung: Wie robust ist der Anglo-Araber
Der Anglo-Araber ist meist robust und langlebig; die Gesundheitsrisiken hängen vor allem mit dem sportlichen Einsatz zusammen, nicht mit Rassedefekten.
Von der Robustheit ihrer arabischen Vorfahren profitiert die Rasse spürbar, sie gilt allgemein als widerstandsfähig, mit einer typischen Lebenserwartung von 25 bis 30 Jahren. Was Halterinnen und Halter am häufigsten erleben, sind die üblichen Beschwerden eines aktiven Sportpferds, besonders im Zusammenhang mit intensiver Arbeit, und keine rassespezifischen Schwächen. Sorgfältige Pflege und ein vernünftig dosiertes Arbeitspensum halten die meisten Tiere bis ins hohe Alter gesund.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Kolik | Scharren, Wälzen, Blick zur Flanke, Fressunlust | Tierärztlicher Notfall, rasches Handeln nötig |
| Lahmheit / Sehnenzerrung | Unregelmäßiger Gang, Wärme oder Schwellung an einem Bein | Kommt bei intensiver sportlicher Arbeit häufiger vor |
| Hufrehe | Bewegungsunlust, warme Hufe, Gewicht wird verlagert | Weidegang und Körperkondition im Griff behalten |
| Zahnprobleme | Futter wird ausgespuckt, Gewichtsverlust, Widerstand gegen das Gebiss | Regelmäßige Kontrollen erkennen das frühzeitig |
Vorsorge
- Jährliche tierärztliche Untersuchung und die üblichen Impfungen
- Regelmäßige Kotuntersuchungen auf Wurmeier und ein durchdachtes Entwurmungskonzept
- Zahnkontrolle etwa alle sechs bis zwölf Monate
- Hufschmied alle sechs bis acht Wochen
- Konditionsaufbau, der Sehnen und Gelenke durch schrittweises Steigern schont
Training und Ausbildung des Anglo-Arabers
Der Anglo-Araber lernt rasch und arbeitet bei fairer Führung gerne mit; geduldiges, gleichbleibendes Training bringt mehr als Druck.
Die Klugheit der Rasse macht das Training unkompliziert, sofern die Vorgangsweise klar und beständig bleibt. Neue Übungen nimmt er zügig auf, und abwechslungsreiche Arbeit, die ihn geistig fordert, gefällt ihm sichtlich. Die Kehrseite davon: Ebenso rasch merkt er sich Umgehungstricks und erinnert sich an groben oder unklaren Umgang. Ruhiges Timing und faire Korrekturen zählen daher mehr als strenge Konsequenz um ihrer selbst willen. Am meisten holt aus ihm heraus, wer als erfahrener Ausbilder ein feinfühliges Pferd lesen kann.
Grundausbildung
- Bodenarbeit und gutes Benehmen festigen, bevor die Arbeit unter dem Sattel beginnt
- In ruhiger Umgebung klare Reaktionen auf Schenkel, Sitz und Zügel erarbeiten
- Einheiten kurz halten und mit einem positiven Moment abschließen, damit die Konzentration erhalten bleibt
- Neue Herausforderungen erst dazunehmen, wenn die Grundlagen zuverlässig sitzen
- Schrittweise auf die gewählte Disziplin hinarbeiten, etwa Dressur, Springen oder Distanzreiten
Zucht beim Anglo-Araber: Abstammung und Aufzucht
In der Anglo-Araber-Zucht werden Vollblut- und Araberlinien in festgelegten Blutanteilen verpaart, nach den üblichen Regeln für Bedeckung, Trächtigkeit und Aufzucht.
Im Mittelpunkt der Zucht steht das Verhältnis von arabischem zu englischem Vollblutanteil. Züchter verpaaren die beiden Ausgangsrassen und kreuzen die Nachkommen in weiterer Folge untereinander oder zurück mit einer der Elternrassen, um die gewünschte Balance aus Rahmen, Tempo und Ausdauer einzustellen. Dabei muss der anrechenbare Blutanteil innerhalb der für den Typ festgelegten Grenzen bleiben.
Stuten werden meist erst gedeckt, sobald sie ausgewachsen sind, und die Trächtigkeit dauert wie bei Pferden üblich rund elf Monate, wonach ein einzelnes Fohlen zur Welt kommt. Das Fohlen säugt bei der Stute und wird in der Regel mit etwa vier bis sechs Monaten abgesetzt. Ein früher, sanfter Umgang mit dem Jungpferd legt den Grundstein für Manieren und Vertrauen, auf die diese feinnervige Rasse später baut, wobei ein geordnetes Training erst beginnt, sobald das Pferd körperlich bereit ist.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 2 Jahre (Zuchteinsatz meist später) |
| Trächtigkeitsdauer | Etwa 11 Monate (rund 320 bis 360 Tage) |
| Fohlen je Geburt | Meist 1 Fohlen |
| Absetzalter | Etwa 4 bis 6 Monate |
| Ausschlaggebendes Merkmal | Anteil an arabischem und englischem Vollblut |
Häufige Fragen zum Anglo-Araber
Häufig gestellte Fragen zum Anglo-Araber: Größe, Wesen, Pflege, Lebenserwartung, Eignung und Herkunft der Rasse.
Wie groß wird ein Anglo-Araber?
Er ist ein groß gerahmtes Reitpferd mit einem Stockmaß von meist etwa 15,2 bis 16,3 hh (157 bis 170 cm) und einem Gewicht von rund 450 bis 550 kg. Wegen seiner Vollblutabstammung ist er in der Regel größer als ein reinrassiger Araber.
Wie ist der Anglo-Araber vom Wesen her?
Feurig, klug, feinnervig und energiegeladen. Zu einem vertrauten Reiter baut er eine enge Bindung auf und lernt schnell, reagiert aber empfindlich auf Anspannung und groben Umgang, weshalb ruhiges, beständiges Management gefragt ist.
Wie aufwendig ist die Pflege eines Anglo-Arabers?
Die Pflege entspricht der eines aktiven Sportpferds und ist nicht nebenbei zu erledigen. Er braucht tägliche Zuwendung, viel Bewegung und Weidegang, regelmäßige Fellpflege sowie laufende Betreuung durch Hufschmied, Zahnarzt und Tierarzt. Am besten passt seine Energie zu jemandem, der regelmäßig reitet.
Wie alt wird ein Anglo-Araber?
Bei guter Haltung üblicherweise 25 bis 30 Jahre, ein langes Arbeitsleben für ein Pferd, das die Widerstandsfähigkeit seiner arabischen Vorfahren erkennen lässt.
Eignet sich der Anglo-Araber für Anfänger?
Besser passt er zu erfahrenen oder selbstsicheren Reiterinnen und Reitern. Seine Feinnervigkeit und sein Vorwärtsdrang zahlen sich in geübten Händen aus, können blutige Anfänger aber überfordern.
Wofür eignet sich der Anglo-Araber?
Er ist ein vielseitiges Sportpferd für Dressur, Vielseitigkeit, Springsport und Distanzreiten sowie für aktives Freizeitreiten. Die Kreuzung soll Tempo und Ausdauer mit sportlicher Eleganz verbinden.
Woher kommt der Anglo-Araber ursprünglich?
Am engsten verbunden ist die Rasse mit Frankreich, wo sie seit Generationen als eigenständiges Sportpferd aus Vollblut und Araber gezüchtet wird.