United Pet Club
Pferd

American Saddlebred

Der American Saddlebred ist eine temperamentvolle, prächtige Rasse, die für ihre elegante Haltung und ihr lebhaftes, intelligentes Wesen als der Pfau der Pferdewelt bekannt ist.

Size
Groß
Lifespan
25–35 years
Origin
Vereinigte Staaten
Temperament
Temperamentvoll
Standard colors
Schwarz, Grau und Braun and 5 more
Key Traits
TemperamentvollIntelligentAthletischFreundlichVielseitig

Characteristics

Energy Level2
Trainability2
Good With Kids3
Good With Pets2
Grooming Needs1

American Saddlebred colors and patterns

What each club's breed standard says about every American Saddlebred color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the American Saddlebred in Schwarz, Grau, Braun, Brauner, Rappwindfarben, Fuchs, Palomino und Champagne. Standard patterns: Stichelschimmel, Pinto und Braun- oder Fuchsschecke.

Fell: rulings by club
Color or patternASHBA
SchwarzStandardgemäß (“black”)
GrauStandardgemäß (“gray”)
BraunStandardgemäß (“brown”)
BraunerStandardgemäß (“bay”)
RappwindfarbenStandardgemäß (“Any color is acceptable”)
FuchsStandardgemäß (“chestnut”)
PalominoStandardgemäß (“Palomino”)
ChampagneStandardgemäß (“Any color is acceptable”)
Patterns
StichelschimmelStandardgemäß (“roan”)
PintoStandardgemäß (“Pinto”)
Braun- oder FuchsscheckeStandardgemäß (“Pinto”)
Nordische ScheckeNo ruling
SmuttyNo ruling
Mähne und Schweif: rulings by club
Color or pattern
Silber

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.

Color changes

How a American Saddlebred's colors can change over its life.

  • Schwarzchanges toGrau

    Fell · Fortschreitend

  • Braunerchanges toGrau

    Fell · Fortschreitend

  • Braunchanges toGrau

    Fell · Fortschreitend

  • Fuchschanges toGrau

    Fell · Fortschreitend

  • Palominochanges toGrau

    Fell · Fortschreitend

  • Grauchanges toWeiß

    Fell · Fortschreitend · by 416 weeks

  • Fuchschanges toRosagrau

    Fell · Fortschreitend

  • Braunerchanges toRosagrau

    Fell · Fortschreitend

  • Grauchanges toGeapfelt

    Fell · Fortschreitend

  • Grauchanges toFliegenschimmel

    Fell · Fortschreitend

  • Grauchanges toSchwarz

    Fell · Mit dem Alter

  • Schwarzchanges toBraun

    Fell · In der Sonne · can change back

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Der American Saddlebred im Überblick

Der American Saddlebred ist ein großes, sportliches Showpferd aus den USA mit hoch getragenem Kopf, ausdrucksstarken Gängen und einem freundlichen, klugen Wesen.

Der American Saddlebred ist eine große, leichte Reitpferderasse aus den Vereinigten Staaten, die bis heute eng mit dem Turnierring verbunden ist. Wegen der aufrechten Kopfhaltung, des gebogenen Halses und der auffälligen Bewegung wird er gelegentlich als Pfau unter den Pferden bezeichnet. Die meisten Tiere haben ein Stockmaß von 15 bis 16 Hands und wiegen etwa 1.000 bis 1.200 Pfund (rund 450 bis 545 kg).

Bekannt ist die Rasse vor allem für ihre Aktion unter dem Sattel und vor dem Wagen. Ein Teil der Saddlebreds ist fünfgängig: Zu Schritt, Trab und Galopp kommen zwei erlernte Gangarten dazu, der Slow Gait und der Rack. Andere werden dreigängig oder in der Klasse Fine Harness vorgestellt, viele gehen außerdem als Freizeit- und Geländepferde.

Das Temperament prägt die Rasse wesentlich mit. American Saddlebreds sind in der Regel freundlich und auf Menschen bezogen, dabei lebhaft, aufmerksam und lernwillig. Mit dieser Mischung aus Energie und Ausbildungsbereitschaft sind sie vielseitig einsetzbar. Die lebhafte Seite verlangt allerdings nach Besitzerinnen und Besitzern, die ruhig, konsequent und mit Selbstvertrauen führen.

American Saddlebred: Kurzinfo
MerkmalAngabe
HerkunftVereinigte Staaten
GrößeGroß (etwa 15 bis 16 Hands, 1.000 bis 1.200 lb bzw. rund 450 bis 545 kg)
Lebenserwartung25 bis 35 Jahre
Gruppe / VerwendungLeichtes Show- und Reitpferd (Saddle Seat, Fine Harness, Freizeit)
Passt zuErfahrenen Reiterinnen und Reitern, Turnierställen, sicheren Pferdeleuten

Für wen sich die Rasse eignet

Der American Saddlebred passt zu Reiterinnen und Reitern, die ein sportliches, ausdrucksstarkes Pferd suchen und seiner Energie mit regelmäßiger Arbeit und klarer Führung begegnen können. Für Saddle-Seat-Prüfungen, Fine Harness und ambitioniertes Freizeitreiten ist er eine naheliegende Wahl. Wer zum ersten Mal ein Pferd hält, kommt mit ruhigeren Tieren und guter Anleitung zurecht; Temperament und Ausdauer der Rasse sprechen aber eher Menschen an, die einen aktiven, vorwärtsgehenden Partner schätzen.

Geschichte und Herkunft des American Saddlebred

Der American Saddlebred entstand in den USA, vor allem in Kentucky und den Nachbarstaaten, aus englischem und spanischem Blut sowie gängigen Kolonialpferden für bequemes, ausdauerndes Reiten.

Die Wurzeln des American Saddlebred reichen in die Kolonialzeit der Vereinigten Staaten zurück. Die Siedler brauchten damals gesunde Pferde, die lange Strecken bequem zurücklegten. Zu den frühen Reitpferden an der Ostküste zählten gängige Tiere, die von importiertem englischem und spanischem Blut abstammten. Von ihnen stammen die weichen, bequemen Zusatzgangarten, für die die Rasse später bekannt wurde.

Im 18. Jahrhundert und bis ins 19. Jahrhundert hinein verfeinerten Züchter in Kentucky, Tennessee, Virginia und Missouri diese Pferde für die Arbeit auf Farmen und Plantagen und als alltägliche Reitpferde. Das Englische Vollblut hatte in dieser Zeit erheblichen Einfluss und brachte Größe, Adel und Tempo in die ältere gängige Basis. Der so entstandene Typ hieß häufig American Horse oder Kentucky Saddler.

Während des Amerikanischen Bürgerkriegs diente die Rasse in großer Zahl als Offizierspferd, geschätzt wegen Ausdauer, Bequemlichkeit und einer verlässlichen Gemütslage unter Belastung. Nach dem Krieg trugen dieselben Eigenschaften das Pferd in die wachsende Welt der Pferdeschauen.

Ein nationales Zuchtbuch für den American Saddlebred wurde 1891 in den Vereinigten Staaten gegründet, eine der ersten Organisationen dieser Art für eine amerikanische Rasse. Die Zuchtbuchführung und die gezielte Selektion auf Showleistung formten den heutigen Saddlebred mit seiner Betonung auf eleganter Haltung, ausdrucksvollen Gängen und einem willigen, klugen Wesen.

Aussehen und Rassestandard

Der American Saddlebred ist ein elegantes, aufrecht gebautes Pferd mit langem, gebogenem Hals, gerader Kruppe und hoch angesetztem Schweif, meist 15 bis 16 Hands groß, in vielen Farben.

Der American Saddlebred zeigt eine edle, aufgerichtete Silhouette. Der Kopf ist trocken und gut geformt, mit großen Augen und aufmerksamen Ohren, und sitzt auf einem langen, gebogenen Hals, der hoch getragen wird. Die Schulter ist schräg, der Rücken eher kurz und kräftig, die Kruppe gerade mit hoch angesetztem, natürlich getragenem Schweif. Die Beine sind gerade, mit stabilen Gelenken und klar gezeichneten Sehnen. Insgesamt wirkt das Pferd ausgewogen und auffällig, gebaut für raumgreifende, ausdrucksvolle Bewegung.

Rassestandard des American Saddlebred auf einen Blick
MerkmalStandard
StockmaßEtwa 15 bis 16 Hands (60 bis 64 Zoll, rund 152 bis 163 cm)
GewichtEtwa 1.000 bis 1.200 lb (rund 450 bis 545 kg)
FellKurzes, feines Fell; Mähne und Schweif werden für die Schau oft lang gelassen
FarbenBraun, Fuchs, Rappe, Schimmel, dazu Schecken und Palomino
AugenGroß, ausdrucksvoll, weit auseinander am edlen Kopf

Fell und Farben

Beim American Saddlebred kommt eine breite Farbpalette vor. Einfarbige Braune, Füchse, Dunkelbraune, Rappen und Schimmel sind häufig; das Zuchtbuch lässt auch Scheckung und Aufhellungen wie Palomino zu. Weiße Abzeichen an Kopf und Beinen sind verbreitet. Für die Schau werden Mähne und Schweif meist lang gezogen und gepflegt. Manchmal wird der Schweif zusätzlich gerichtet und hoch getragen, um den aufrechten, lebhaften Stil der Rasse zu betonen.

Temperament und Verhalten

Der American Saddlebred ist freundlich, klug und temperamentvoll, baut eine enge Bindung zu seinen Menschen auf und bringt viel Energie und Präsenz in die Arbeit.

Der American Saddlebred verbindet ein gutmütiges, menschenbezogenes Wesen mit echtem Temperament. Die meisten Tiere sind neugierig, wach und lernen rasch, und der Umgang mit ihren Bezugspersonen gefällt ihnen sichtlich. Diese Umgänglichkeit macht die tägliche Stallarbeit angenehm.

Gegenüber Familie und vertrauten Personen zeigt sich die Rasse meist anhänglich und willig. Fremden begegnet sie eher offen als misstrauisch, doch das Pferd liest die Stimmung und Sicherheit seines Gegenübers genau und reagiert darauf. Unter Artgenossen ist der Saddlebred im Allgemeinen verträglich und fügt sich gut in eine Herde ein.

Die temperamentvolle Seite gehört zum Reiz der Rasse im Turnierring, verlangt aber nach konsequentem Umgang. Ein unterforderter oder zu wenig bewegter Saddlebred wird unruhig. Mit regelmäßiger Arbeit und klarer, fairer Ausbildung setzt das Pferd seine Energie in jene Aktion und Ausstrahlung um, für die es berühmt ist.

Bewertung der Wesensmerkmale (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalWert
Anhänglichkeit4
Energie5
Ausbildbarkeit5
Lautstärke2
Fellwechsel3

Pflege und Haltung

American Saddlebreds brauchen regelmäßige Fellpflege, tägliche Bewegung und guten Weidegang; Showpferde benötigen zusätzlich Aufwand für Fell, Mähne, Schweif und Hufe.

Die tägliche Versorgung eines American Saddlebred folgt den Grundregeln guter Pferdehaltung, bei Showpferden mit besonderem Augenmerk auf Fell und Präsentation. Die Rasse ist robust und kommt mit üblicher Stall- und Weidehaltung gut zurecht.

Fellpflege

  • Das Fell mehrmals pro Woche bürsten, bei Pferden in Arbeit oder Showkondition täglich
  • Die lange Mähne und den Schweif vorsichtig kämmen und pflegen, damit die Haare nicht brechen
  • Die Hufe täglich auskratzen und auf Steine, Risse oder Anzeichen von Strahlfäule prüfen
  • Bei Bedarf waschen und vor der Schau scheren, wenn es verlangt wird
  • Augen, Nüstern sowie Schlauch oder Euter im Rahmen der Routinepflege reinigen

Bewegung

  • Jeden Tag Arbeit oder Auslauf einplanen, denn die Rasse hat viel Energie
  • Reiten oder Fahren mit freiem Koppelgang kombinieren, damit das Pferd fit und ausgeglichen bleibt
  • Showpferde mit ausdrucksvollen Gängen langsam aufbauen und konditionieren
  • Die Routine abwechslungsreich gestalten, damit ein kluges Pferd im Kopf beschäftigt bleibt

Umgebung

American Saddlebreds fühlen sich in einem sauberen, gut belüfteten Stall mit Zugang zu sicherer Weide wohl. Mit passendem Unterstand, einer Decke bei Kälte sowie Schatten und frischem Wasser bei Hitze vertragen sie unterschiedliche Klimazonen, also auch einen alpinen Winter mit Schnee und Frost. Ein stabiler Zaun ist wichtig, weil ein waches, energiegeladenes Pferd seine Grenzen austestet.

Fütterung und Ernährung

American Saddlebreds gedeihen mit einer raufutterbasierten Ration aus gutem Heu oder Weide, Kraftfutter nach Arbeitsbedarf sowie ständigem Zugang zu frischem Wasser und Salz.

Die Ration eines American Saddlebred baut auf Raufutter auf. Gutes Wiesen- oder Mischheu oder das Grasen auf gesunder Weide deckt den Großteil des Bedarfs. Kraftfutter wie Hafer oder ein fertiges Müsli kommt je nach Alter, Zustand und Arbeitspensum dazu. Als Richtwert frisst ein Pferd täglich etwa 1,5 bis 2,5 Prozent seines Körpergewichts, den Großteil davon als Raufutter. Sauberes, frisches Wasser und ein Salz- oder Mineralleckstein müssen jederzeit erreichbar sein.

Allgemeine Fütterungsrichtwerte nach Lebensphase
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Fohlen / AbsetzerRaufutter plus Aufzuchtfutter nach tierärztlicher Empfehlung2 bis 3 Fütterungen plus Stutenmilch oder Raufutter zur freien Aufnahme
Jungpferd im WachstumEtwa 2 bis 2,5 % des Körpergewichts, überwiegend Raufutter2 bis 3
Erwachsenes Pferd bei leichter ArbeitEtwa 1,5 bis 2 % des Körpergewichts, hauptsächlich Heu oder Weide2
Erwachsenes Pferd im intensiven ShowbetriebEtwa 2 bis 2,5 % des Körpergewichts, Heu plus Kraftfutter2 bis 3
SeniorRaufutter oder Seniorfutter, angepasst an Zähne und Zustand2 bis 3

Leckerlis und Ergänzungsfutter

Obst und Gemüse wie Karotten oder Apfelspalten sind in kleinen Mengen unbedenklich. Viele Halterinnen und Halter ergänzen ein ausgewogenes Vitamin- und Mineralfutter, wenn das Raufutter allein den Bedarf nicht deckt; Pferde in harter Arbeit brauchen mitunter zusätzliche Energie oder Elektrolyte. Jedes Ergänzungskonzept sollte mit dem Tierarzt oder einer Fachkraft für Pferdeernährung abgestimmt werden, besonders bei Jungpferden, Zuchttieren und Senioren.

Gesundheit und typische Erkrankungen

Der American Saddlebred ist meist robust und wird oft 25 bis 35 Jahre alt; wie jedes Pferd kann er Kolik, Hufrehe sowie Gelenks- und Hufprobleme entwickeln, die sich mit Vorsorge gut eindämmen lassen.

Der American Saddlebred gilt als widerstandsfähige, langlebige Rasse; bei guter Haltung erreichen viele Tiere 25 bis 35 Jahre. Eine rassetypische Erbkrankheit ist nicht bekannt, die allgemeinen Gesundheitsrisiken aller Pferde teilt er aber. Regelmäßige tierärztliche Betreuung, angepasste Fütterung und ein verlässliches Management halten die meisten Tiere bis weit ins Seniorenalter gesund und beweglich.

Erkrankungen, auf die man bei Pferden achten sollte
ErkrankungAnzeichenHinweis
KolikScharren, Wälzen, Blick zur Flanke, FutterverweigerungHäufiger Notfall beim Pferd; sofort den Tierarzt rufen
HufreheLahmheit, warme Hufe, BewegungsunlustHängt mit Überfütterung und Stoffwechselstörungen zusammen; Ration anpassen
Arthrose / GelenksbelastungSteifheit, weniger Aktion, ungleichmäßiger GangEher bei älteren oder stark beanspruchten Showpferden
HufproblemeRisse, Strahlfäule, Abszesse, LahmheitRegelmäßiger Hufschmied und sauberer Boden senken das Risiko
ZahnproblemeFutter fällt aus dem Maul, Gewichtsverlust, KopfschlagenZähne mindestens einmal jährlich kontrollieren

Vorsorge

  • Ein- bis zweimal jährlich tierärztliche Untersuchung und Grundimpfungen
  • Gezielte Entwurmung auf Basis von Kotproben
  • Zahnkontrolle und Raspeln mindestens einmal im Jahr
  • Hufschmied alle sechs bis acht Wochen
  • Body Condition Score erheben, damit das Gewicht im gesunden Bereich bleibt

Ausbildung

Der American Saddlebred lernt schnell und lässt sich gut ausbilden; am besten reagiert er auf geduldige, konsequente, belohnungsorientierte Arbeit, die seine Energie und Klugheit lenkt.

Der American Saddlebred zählt zu den gut ausbildbaren Pferderassen. Dank Klugheit und Arbeitswillen nimmt er Neues rasch an, und vielen Tieren gefällt die Arbeit sichtlich. Dieselbe Klugheit führt aber dazu, dass sich Unarten genauso schnell festsetzen wie erwünschtes Verhalten; Konsequenz ist daher entscheidend. Das lebhafte Temperament ist unter dem Sattel ein Vorteil, will aber mit ruhiger, sicherer Hand gelenkt werden und nicht mit Zwang. Die Rasse reagiert auf klare Hilfen und eine Routine, die sie geistig fordert.

Grundlagen

  1. Mit Bodenarbeit beginnen: Führen, Stehen, Anfassen und Ausrüstung akzeptieren
  2. Klare Stimm- und Zügelhilfen für Schritt, Trab und Galopp beibringen
  3. Kondition und Balance aufbauen, bevor ausdrucksvolle oder fortgeschrittene Gänge verlangt werden
  4. Slow Gait und Rack schrittweise einführen, wenn das Pferd für fünfgängige Prüfungen vorgesehen ist
  5. Einheiten abwechslungsreich halten und positiv beenden, damit das Interesse erhalten bleibt

Zucht

American Saddlebreds sind mit etwa drei bis vier Jahren zuchtreif, tragen rund elf Monate ein einzelnes Fohlen und setzen es üblicherweise mit vier bis sechs Monaten ab.

American Saddlebreds werden nach denselben Grundsätzen gezüchtet wie andere leichte Reitpferderassen. Stuten und Hengste kommen meist ab drei bis vier Jahren in die Zucht, sobald sie körperlich ausgereift sind; manche Züchter warten länger. Die Stute rosst während der Decksaison in einem Zyklus von etwa 21 Tagen und wird in der Regel für ein einzelnes Fohlen belegt.

Die Trächtigkeit dauert rund elf Monate, im Schnitt knapp 340 Tage. Die meisten Stuten bringen ein Fohlen zur Welt; Zwillinge sind selten und wegen des höheren Risikos meist unerwünscht. Das Fohlen steht innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt auf und säugt.

Abgesetzt wird üblicherweise mit vier bis sechs Monaten. Früher Umgang hilft dem Fohlen, zu einem selbstsicheren, gut erzogenen Pferd heranzuwachsen; die eigentliche Ausbildung unter dem Sattel beginnt erst, wenn das Jungpferd ausgereift ist. Verantwortungsvolle Zucht paart Tiere nach korrektem Gebäude, Temperament und Gesundheit, und Zuchtstuten brauchen während Trächtigkeit und Abfohlen angemessene tierärztliche Betreuung.

Zuchtdaten auf einen Blick
KennzahlWert
ZuchtreifeEtwa 3 bis 4 Jahre
RossezyklusEtwa 21 Tage in der Saison
TrächtigkeitEtwa 11 Monate (rund 340 Tage)
WurfgrößeIn der Regel 1 Fohlen
AbsetzalterEtwa 4 bis 6 Monate

Häufige Fragen

Antworten auf häufige Fragen zum American Saddlebred: Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung für Einsteiger und wo man ein Pferd dieser Rasse findet.

Wie groß wird ein American Saddlebred?

Es ist ein großes, leichtes Reitpferd mit einem Stockmaß von etwa 15 bis 16 Hands (60 bis 64 Zoll, rund 152 bis 163 cm) und einem Gewicht von ungefähr 1.000 bis 1.200 Pfund (rund 450 bis 545 kg).

Wie ist das Wesen vom American Saddlebred?

Die Rasse ist freundlich, klug und temperamentvoll. Die meisten Pferde binden sich eng an ihre Bezugspersonen und lernen gern; ihre Energie und Ausstrahlung passen zu aktiver Arbeit.

Ist ein American Saddlebred aufwendig in der Pflege?

Die Pflege entspricht der anderer leichter Reitpferde, bei Showpferden kommt mehr Fellpflege dazu, und tägliche Bewegung ist Pflicht. Die Rasse ist robust, braucht wegen ihrer Energie aber regelmäßige, gleichmäßige Arbeit.

Wie alt werden American Saddlebreds?

Bei guter Haltung werden viele 25 bis 35 Jahre alt, für ein Pferd ein hohes Alter.

Ist der American Saddlebred ein Anfängerpferd?

Ruhigere Tiere können mit guter Anleitung auch Einsteigern passen. Temperament und Ausdauer der Rasse sprechen aber im Allgemeinen eher für sichere oder erfahrene Reiterinnen und Reiter.

Wofür wird der American Saddlebred hauptsächlich eingesetzt?

Am bekanntesten ist er als Showpferd in Saddle-Seat- und Fine-Harness-Prüfungen, darunter fünfgängige Klassen; daneben ist er ein sportliches Freizeit- und Geländepferd.

Wo bekommt man einen American Saddlebred?

Die Rasse ist in den Vereinigten Staaten mit aktivem Zuchtbuch und Züchtern fest etabliert, Pferde sind also erhältlich. Spitzenpferde mit Showpotenzial sind allerdings teuer und stammen oft von spezialisierten Züchtern.

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