Baldwin
Das Baldwin-Meerschweinchen wird behaart geboren, verliert aber mit zunehmendem Alter sein gesamtes Fell, sodass eine gummiartige Haut und ein freundliches, anhängliches Wesen zurückbleiben.
- Size
- Mittel
- Lifespan
- 5–7 years
- Origin
- Vereinigte Staaten
- Temperament
- Anhänglich
Characteristics
Coat and grooming
How the Baldwin coat is built, and what that means when you groom it.
- Fellschichten
- Haarlos
- Fellänge
- Kurz
- Haarwechsel
- Geringer Haarverlust
Grooming guidance
Vorsicht: A Baldwin needs protection from the sun.
Nackte Haut verbrennt schnell und bietet auch gegen Kälte keinerlei Schutz. Für Zeit im Freien braucht es Schatten, bei kühlem Wetter einen Mantel oder einen vom Tierarzt für Tiere freigegebenen Sonnenschutz.
Vorsicht: A Baldwin should only be clipped by someone experienced with the species.
Die Haut ist hier dünn genug, um unter dem Scherblatt einzureißen, und das Tier kann beim Festhalten in Panik geraten. Schneiden oder das Entfernen von Filzknoten gehört in die Hände einer Tierärztin oder eines Groomers mit Erfahrung mit dieser Tierart.
Baldwin colors and patterns
What each club's breed standard says about every Baldwin color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
| Color or pattern |
|---|
| Schwarz |
| Lila |
| Schokolade |
| Zimt |
| Creme |
| Rosa |
| Patterns |
| Einfarbig |
| Zweifarbig |
| Dreifarbig |
| Gefleckt |
| Color or pattern |
|---|
| Schwarz |
| Rubinrot |
| Rosa / rot |
Über das Baldwin-Meerschweinchen
Das Baldwin ist ein aus den USA stammendes haarloses Meerschweinchen, das mit Fell geboren wird, es aber innerhalb weniger Wochen verliert und dabei ein zutrauliches, anhängliches Wesen zeigt.
Das Baldwin ist eine haarlose Zuchtform des Hausmeerschweinchens (Cavia porcellus). Die Jungtiere kommen mit kurzem Fell zur Welt, verlieren es aber in den ersten Lebenswochen: zuerst am Kopf, dann über den restlichen Körper. Ausgewachsene Tiere sind bis auf wenige Haarreste an Pfoten und Schnauze vollständig unbehaart. Die freiliegende Haut ist weich, warm und leicht in Falten gelegt, ihre Beschaffenheit wird oft mit Gummi verglichen.
Baldwins zählen zu den mittelgroßen Meerschweinchen und bringen etwa so viel auf die Waage wie behaarte Rassen ähnlicher Statur. Weil das Fell fehlt, sind Körperbau, Hautfalten und Farbzeichnung gut zu erkennen. Die Farbe zeigt sich in der Pigmentierung der Haut statt im Fell, daher kann ein Baldwin einfarbig sein oder Flecken tragen, wie sie auch bei behaarten Rassen vorkommen.
Die Rasse wird als Heimtier gehalten und gilt als zutraulich, sanft und neugierig. Da die Haut ungeschützt ist, braucht ein Baldwin mehr Aufmerksamkeit bei Temperatur, Sonneneinstrahlung und Handling als ein behaartes Meerschweinchen.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Herkunft | USA |
| Größe | Mittelgroß |
| Lebenserwartung | 5 bis 7 Jahre |
| Gruppe / Rolle | Haarlose Heimtierrasse |
| Verträglich mit | Familien, ruhigen älteren Kindern, anderen Meerschweinchen |
Wem das Baldwin liegt
Ein Baldwin passt zu Haltern, die eine gleichbleibend warme Wohnung und eine verlässliche tägliche Pflegeroutine bieten können. Die unbehaarte Haut verliert rasch Wärme und reagiert empfindlich auf Kälte, Zugluft und direkte Sonne, daher eignet sich die Rasse am besten für Haushalte mit stabiler Raumtemperatur. Halter sollten außerdem den höheren Futterbedarf einplanen, der aus dem schnelleren Stoffwechsel der Rasse folgt. Baldwins fühlen sich paarweise oder in kleinen Gruppen am wohlsten, denn Meerschweinchen sind gesellige Tiere, die von Artgenossen profitieren.
Geschichte und Herkunft
Das Baldwin entstand in den USA als spontane Genmutation in White-Crested-Zuchtlinien und wurde von Hobbyzüchtern zu einer eigenständigen haarlosen Rasse weiterentwickelt.
Das Baldwin ist eine vergleichsweise junge Rasse aus den USA. Sie geht auf eine spontane Genmutation zurück, die in Würfen von White-Crested-Meerschweinchen auftauchte. Anders als das im Labor entstandene Skinny Pig entwickelte sich das Baldwin innerhalb der Meerschweinchen-Zuchtszene und der Heimtierhaltung.
Die Haarlosigkeit beim Baldwin wird rezessiv vererbt. Ein Jungtier zeigt das Merkmal nur, wenn es das Gen von beiden Elterntieren erbt, weshalb zwei behaarte Träger durchaus haarlosen Nachwuchs bekommen können. Genau dieses Vererbungsmuster ermöglichte es Züchtern, die Mutation zu erkennen und gezielt weiterzuzüchten, sobald sie aufgefallen war.
Vom Skinny Pig unterscheidet sich das Baldwin darin, wie sich die Haarlosigkeit entwickelt. Ein Baldwin kommt mit vollem Fell zur Welt und verliert es erst in den folgenden Wochen, während ein Skinny Pig schon nahezu kahl geboren wird. Da den beiden Rassen unterschiedliche Mutationen zugrunde liegen, führt eine Kreuzung nicht zuverlässig zu haarlosem Nachwuchs.
Von den USA aus verbreitete sich das Baldwin unter Meerschweinchen-Liebhabern und wird mittlerweile in mehreren Ländern als Heimtier gehalten. Es bleibt seltener als behaarte Rassen und wird meist über spezialisierte Züchter vermittelt, kaum über den allgemeinen Zoohandel.
Erscheinungsbild
Das ausgewachsene Baldwin ist ein vollständig haarloses, mittelgroßes Meerschweinchen mit weicher, faltiger Gummihaut, deren Farbe sich über die Hautpigmentierung statt über das Fell zeigt.
Das prägende Merkmal des Baldwins ist der unbehaarte Körper. Jungtiere starten mit Fell ins Leben, verlieren die Haare aber in den ersten Wochen, sodass glatte Haut zum Vorschein kommt, die an Hals, Beinen und Schultern oft Falten wirft. An Pfoten und rund um die Schnauze kann etwas Haar bestehen bleiben. Die Haut ist die sichtbare Fläche für die Farbe: Zeichnungen, die bei behaarten Rassen im Fell erscheinen würden, zeigen sich beim Baldwin als Pigment in der Haut.
Der Körperbau ist kräftig und rundlich, wie es für die Art typisch ist, mit kurzen Beinen und einem breiten Kopf. Die Ohren sind groß und seitlich angesetzt, sie fallen stärker auf als bei behaarten Rassen, weil kein Fell sie verdeckt.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Widerristhöhe | Etwa 10 bis 13 cm |
| Gewicht | Rund 700 bis 1200 g (Sauen leichter, Böcke schwerer) |
| Fell | Bei ausgewachsenen Tieren keines; mit Fell geboren, dann kahl werdend |
| Farben | Einfarbige und gescheckte Pigmente, unter anderem Weiß, Creme, Schwarz, Schoko, Lilac und Roan |
| Augen | Dunkel oder rubinrot, rund und ausdrucksstark |
Fell und Farben
Weil das Baldwin im ausgewachsenen Zustand kein Fell trägt, kommt seine Farbe ausschließlich aus der Haut. Es gelten dieselben Farbgenetiken wie bei behaarten Meerschweinchen, daher kann die Haut einfarbig sein oder Muster wie Dutch, Schildpatt oder Roan zeigen. Hellhäutige Baldwins bekommen leichter einen Sonnenbrand als dunklere Tiere. Neugeborene zeigen ihre volle Farbe kurz im Startfell, bevor die Haare ausfallen und die Hautpigmentierung die sichtbare Farbe übernimmt.
Wesen und Charakter
Das Baldwin ist ein zutrauliches, anhängliches und sanftes Meerschweinchen, das seine Umgebung neugierig erkundet und regelmäßigen Kontakt zu Menschen und Artgenossen genießt.
Baldwins gelten als zutraulich und anhänglich. Sie lassen sich meist gut hochheben und suchen häufig selbst die Nähe, auch weil die unbehaarte Haut die Wärme einer Hand oder eines Artgenossen als angenehm empfindet. Die meisten Tiere sind sanftmütig und gewöhnen sich rasch an Personen, die ruhig und beständig mit ihnen umgehen.
Innerhalb der Familie zeigt sich die Rasse gesellig und aufmerksam, sie lernt die Menschen kennen, die sie füttern und betreuen. Fremden gegenüber kann ein Baldwin anfangs zurückhaltend sein und erstarrt oder zieht sich zurück, bis es sich sicher fühlt: ein normales Verhalten für ein Beutetier. Mit etwas Geduld und ruhigem Umgang taut es rasch auf.
Mit anderen Meerschweinchen versteht sich das Baldwin in der Regel gut. Meerschweinchen sind Herdentiere, und die meisten fühlen sich paarweise oder in kleinen, verträglichen Gruppen am wohlsten. Ein Baldwin, das mit einem behaarten Meerschweinchen zusammenlebt, profitiert unter Umständen sogar von dessen zusätzlicher Wärme. Die Rasse ist neugierig, untersucht neue Gegenstände, Geräusche und Futter und gibt dabei oft die für die Art typischen Quiek- und Brummlaute von sich.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 3 |
| Erziehbarkeit | 2 |
| Lautstärke | 3 |
| Fellwechsel | 1 |
Pflege und Hautpflege
Bei der Pflege des Baldwins stehen der Schutz der nackten Haut vor Kälte, Sonne und Verletzungen, tägliche Hautreinigung, freier Auslauf und ein warmes, zugluftfreies Zuhause im Vordergrund.
Die Pflege eines Baldwins unterscheidet sich von der eines behaarten Meerschweinchens, weil die Haut frei liegt und geschützt werden muss. Das Tier kann sich weder für Wärme noch für Sonnenschutz auf ein Fell verlassen, diese Aufgabe übernimmt der Halter über Unterbringung und feste Routinen.
Fell- und Hautpflege
- Die Haut vorsichtig mit einem weichen, feuchten Tuch von Staub und Schmutz befreien; nur gelegentlich baden, da häufiges Waschen die Haut austrocknet
- Bei trockener oder schuppiger Haut nach Rücksprache mit dem Tierarzt eine kleine Menge geruchsneutrale, tierverträgliche Feuchtigkeitscreme auftragen
- Hautfalten, Pfoten und Ohren regelmäßig auf Schmutz, Rötungen, Kratzer oder wunde Stellen kontrollieren
- Die Krallen alle paar Wochen kürzen, denn ohne Fell fällt ein Zuwachs bei dieser Rasse besonders deutlich auf
Auslauf
- Täglich sicheren, umzäunten Auslauf zum Bewegen, Erkunden und Grasen bieten
- Den Auslaufbereich warm und zugluftfrei halten, denn Aktivität außerhalb des Käfigs setzt die nackte Haut weiterhin Reizen aus
- Tunnel, niedrige Ebenen und Verstecke einbauen, um natürliches Bewegungsverhalten zu fördern
- Laufräder und Laufbälle meiden, sie sind für Meerschweinchen ungeeignet und gefährlich
Umgebung
Ein Baldwin gehört in einen Innenraum mit gleichbleibender, angenehmer Temperatur, fern von direkter Sonne, Heizkörpern und kalter Zugluft. Die Einstreu sollte weich und staubfrei sein, denn scharfkantige oder raue Streu reizt die nackte Haut. Täglich punktuell reinigen und regelmäßig die gesamte Einstreu wechseln, denn Feuchtigkeit setzt ungeschützter Haut mehr zu als einem Fell.
Ernährung und Fütterung
Baldwins brauchen unbegrenzt Heu, täglich mit Vitamin C angereichertes Meerschweinchenfutter und frisches Blattgemüse, dazu wegen des schnelleren Stoffwechsels etwas mehr Futter als behaarte Rassen.
Das Baldwin frisst grundsätzlich dieselbe Kost wie jedes Meerschweinchen, verbraucht aber tendenziell etwas mehr, weil der unbehaarte Körper zusätzliche Energie für die Wärmeregulation braucht. Wie alle Meerschweinchen kann es kein eigenes Vitamin C bilden und muss es täglich über die Nahrung aufnehmen. Unbegrenzt verfügbares Heu bildet die Grundlage der Ernährung und hält die ständig nachwachsenden Zähne sowie das Verdauungssystem in Gang. Frisches Wasser sollte jederzeit bereitstehen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Jungtier (Geburt bis 6 Monate) | Unbegrenzt Heu, unbegrenzt Alfalfa-Pellets, täglich etwas Gemüse | Heu zur freien Verfügung; 2 frische Mahlzeiten |
| Erwachsen (ab 6 Monaten) | Unbegrenzt Wiesenheu, etwa 1 EL Timothy-Pellets, 1 Tasse gemischtes Gemüse | Heu zur freien Verfügung; 1 bis 2 frische Mahlzeiten |
| Senior (ab 5 Jahren) | Unbegrenzt Wiesenheu, kontrollierte Pelletmenge, weiches frisches Gemüse | Heu zur freien Verfügung; 1 bis 2 frische Mahlzeiten |
Leckerlis und Nahrungsergänzung
Als Leckerli eignen sich frisches Gemüse und kleine Stücke Obst besser als zuckrige Fertigprodukte. Paprika, Blattgemüse und Petersilie liefern viel Vitamin C und können Teil der täglichen Gemüseration sein. Nach Rücksprache mit dem Tierarzt kann ein Vitamin-C-Präparat ergänzt werden, meist deckt aber eine ausgewogene Kost aus Heu, angereicherten Pellets und frischem Gemüse den Bedarf. Zuckrige oder stärkehaltige Leckerlis sollten selten bleiben, weil sie den Verdauungstrakt belasten und unnötig Gewicht zulegen lassen.
Gesundheit und Lebenserwartung
Baldwins werden meist 5 bis 7 Jahre alt und sind grundsätzlich robust, ihre nackte Haut macht sie jedoch anfällig für Sonnenbrand, Auskühlung und Hautverletzungen zusätzlich zu den üblichen Meerschweinchen-Erkrankungen.
Ein gut gehaltenes Baldwin lebt meist 5 bis 7 Jahre. Die Rasse teilt die üblichen Gesundheitsthemen aller Meerschweinchen, etwa Zahnüberwuchs, Vitamin-C-Mangel und Atemwegsinfekte, dazu kommen die hautbedingten Risiken, die das fehlende Fell mit sich bringt. Weil kein Fell Probleme verdeckt, fallen Gewichtsverlust, Knoten und Hautschäden bei dieser Rasse oft früh auf, was eine rasche Behandlung erleichtert.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Sonnenbrand und Auskühlung | Gerötete oder schuppige Haut, Zittern, Zusammenkauern | Direkte Folge der unbedeckten Haut, durch Temperatur- und Schattenkontrolle vermeidbar |
| Hautverletzung und -infektion | Kratzer, Krusten, wunde Stellen, Rötung in Hautfalten | Nackte Haut verletzt sich leicht; Einstreu weich und sauber halten |
| Vitamin-C-Mangel (Skorbut) | Mattigkeit, steife Bewegung, geschwollene Gelenke, schlechter Appetit | Wird durch tägliches Vitamin C in der Nahrung verhindert |
| Zahnüberwuchs | Speicheln, Futter fallen lassen, Gewichtsverlust | Ständiger Zugang zu Heu nutzt die Zähne ab |
| Atemwegsinfekt | Ausfluss aus Augen oder Nase, pfeifende Atmung, Mattigkeit | Braucht rasche tierärztliche Behandlung; verschlimmert sich durch Kälte oder Feuchtigkeit |
Vorsorge
- Eine gleichbleibend warme Raumtemperatur halten und direkte Sonne meiden
- Täglich Vitamin C über die Nahrung und unbegrenzt Heu anbieten
- Haut, Augen, Nase, Zähne und Krallen regelmäßig kontrollieren
- Die Einstreu sauber, trocken und weich halten, um Hautreizungen vorzubeugen
- Das Meerschweinchen regelmäßig wiegen, um Veränderungen früh zu bemerken
- Regelmäßige Kontrollen bei einem auf Kleinsäuger spezialisierten Tierarzt vereinbaren
Lebensraum und Unterbringung
Baldwins brauchen ein geräumiges, zugluftfreies Innengehege mit warmer, trockener Umgebung, weicher Einstreu, sicheren Verstecken und stabiler Temperatur zum Schutz der nackten Haut.
Ein Baldwin gehört in ein geräumiges, ebenerdiges Innengehege mit festem Boden. Außenställe eignen sich nicht, weil die Rasse ohne Fell weder Temperaturschwankungen noch Feuchtigkeit oder direkte Sonne verträgt. Der Käfig braucht Platz zum Bewegen, Fressen und Ruhen sowie Raum für mindestens einen Artgenossen, denn Meerschweinchen sind gesellig und fühlen sich paarweise am wohlsten. Weiche, staubfreie Einstreu schützt die nackte Haut, sichere Verstecke bieten einen warmen Rückzugsort.
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Mindestfläche (ein Tier) | Etwa 0,7 m2, für ein Paar entsprechend mehr |
| Käfigart | Innengehege mit festem Boden und guter Belüftung |
| Raumtemperatur | Gleichbleibend warm, etwa 20 bis 24 °C; Kälte und Überhitzung vermeiden |
| Einstreu | Weich, saugfähig, staubfrei (Vlies oder Papierbasis) |
| Verstecke | Mindestens ein warmes Versteck pro Meerschweinchen |
Checkliste für die Einrichtung
- Gehege mit festem Boden, groß genug für die Anzahl der gehaltenen Meerschweinchen
- Weiche, staubfreie Einstreu, regelmäßig punktuell und komplett gewechselt
- Ein geschlossenes, warmes Versteck oder ein Vlies-Tunnel pro Tier
- Ständig gefüllte Heuraufe oder Heuhaufen
- Ein schwerer Keramiknapf und eine funktionierende Trinkflasche
- Aufstellung fern von Fenstern mit direkter Sonne, Heizkörpern und zugigen Türen
Zucht
Die Haarlosigkeit des Baldwins ist rezessiv, daher müssen beide Elterntiere das Gen tragen; die Tragzeit beträgt rund 59 bis 72 Tage, und es entstehen kleine Würfe voll entwickelter, kurz bepelzter Jungtiere, die ihr Fell innerhalb weniger Wochen verlieren.
Die Zucht von Baldwins erfordert Sorgfalt, weil das haarlose Merkmal rezessiv vererbt wird: Ein Jungtier ist nur dann haarlos, wenn es das Gen von beiden Elterntieren erbt. Zwei behaarte Träger können daher haarlosen Nachwuchs bekommen, während die Verpaarung zweier Baldwins durchgehend haarlose Würfe ergibt. Verantwortungsvolle Züchter steuern diese Verpaarungen, um die Linie gesund zu halten und Sauen nicht zu jung oder zu häufig zu belegen.
Sauen werden früh geschlechtsreif, mitunter schon mit 4 bis 6 Wochen, sollten aber erst gedeckt werden, wenn sie körperlich ausgewachsen sind und ein passendes Gewicht erreicht haben. Wird eine Sau erstmals nach etwa 6 bis 7 Lebensmonaten gedeckt, steigt das Komplikationsrisiko, weil die Beckenknochen inzwischen verwachsen sind und eine sichere Geburt erschweren können; die erste Verpaarung wird deshalb sorgfältig innerhalb des empfohlenen Zeitfensters geplant.
Die Tragzeit dauert etwa 59 bis 72 Tage, ungewöhnlich lang für ein so kleines Nagetier. Meerschweinchen sind Nestflüchter, ihre Jungtiere kommen daher mit offenen Augen, voll entwickelt und bereits nach wenigen Tagen beweglich und in der Lage, feste Nahrung zu knabbern, zur Welt. Baldwin-Jungtiere werden mit einem Startfell geboren und verlieren es in den folgenden Wochen, beginnend am Kopf. Die Mutter säugt sie, doch sie probieren fast von Anfang an Heu und Pellets und werden meist mit rund drei Wochen entwöhnt.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Sauen etwa 4 bis 6 Wochen; Böcke etwa 8 bis 10 Wochen |
| Empfohlenes Erstdeckalter (Sau) | Vor etwa 7 Lebensmonaten, sobald ausgewachsen |
| Tragzeit | Etwa 59 bis 72 Tage |
| Wurfgröße | In der Regel 2 bis 4 Jungtiere |
| Zustand der Jungtiere bei Geburt | Voll bepelztes Startfell, Augen offen, beweglich |
| Entwöhnungsalter | Etwa 3 Wochen |
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Baldwin-Meerschweinchen betreffen Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung als Haustier und Bezugsquellen.
Wie groß wird ein Baldwin-Meerschweinchen?
Das Baldwin zählt zu den mittelgroßen Meerschweinchen. Ausgewachsene Tiere wiegen meist zwischen 700 und 1200 Gramm und sind etwa 20 bis 25 cm lang, wobei Böcke in der Regel schwerer sind als Sauen.
Wie ist das Wesen eines Baldwins?
Baldwins sind zutraulich, anhänglich, sanft und neugierig. Sie lassen sich gern hochheben, suchen Wärme und sind sowohl mit Menschen als auch mit anderen Meerschweinchen gesellig.
Ist ein Baldwin aufwendig in der Haltung?
Sie brauchen mehr Aufmerksamkeit als behaarte Meerschweinchen, weil die nackte Haut vor Kälte, Sonne und Verletzungen geschützt werden muss, und sie fressen etwas mehr, um warm zu bleiben. Die tägliche Routine ist einfach, aber die Umgebung muss durchgehend warm, trocken und stabil bleiben.
Wie alt werden Baldwin-Meerschweinchen?
Ein gut gehaltenes Baldwin lebt meist 5 bis 7 Jahre. Ein warmes, zugluftfreies Zuhause, eine ausgewogene Kost mit täglichem Vitamin C und regelmäßige Gesundheitschecks unterstützen eine volle Lebenserwartung.
Warum wird ein Baldwin mit Fell geboren, wenn es doch eine haarlose Rasse ist?
Baldwin-Jungtiere kommen mit einem Startfell zur Welt, das in den ersten Lebenswochen ausfällt, beginnend am Kopf und weiter über den Körper. Ausgewachsen ist das Tier bis auf kleine Haarreste an Pfoten und Schnauze vollständig kahl.
Ist ein Baldwin als Familientier geeignet?
Ja, sein sanftes und anhängliches Wesen passt gut zu Familien, auch mit ruhigen älteren Kindern. Weil die Haut empfindlich ist, sollte das Hochheben beaufsichtigt und behutsam erfolgen, und die Rasse fühlt sich mit mindestens einem Artgenossen am wohlsten.
Wo bekomme ich ein Baldwin-Meerschweinchen her?
Baldwins sind seltener als behaarte Rassen und stammen meist von spezialisierten Meerschweinchen-Züchtern statt aus dem gewöhnlichen Zoohandel. Am zuverlässigsten ist die Suche bei Züchtern und Tierheimen, die sich auf haarlose Meerschweinchen spezialisiert haben.
From the community
Ask about the BaldwinNo questions about the Baldwin yet. Be the first to ask.