Angoraziege
Die Angora ist eine sanfte, feingliedrige Ziege, geschätzt für ihr glänzendes Mohairvlies, das einige der luxuriösesten Fasern der Welt liefert.
- Size
- Mittel
- Lifespan
- 10–12 years
- Origin
- Türkei
- Temperament
- Sanft
- Standard colors
- Weiß
Characteristics
Angoraziege colors and patterns
What each club's breed standard says about every Angoraziege color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Angoraziege in Weiß.
| Color or pattern | CAGBA |
|---|---|
| Weiß | Standardgemäß (“white”) |
Farbig
| Color or pattern | AAGBA | CAGBA |
|---|---|---|
| Schwarz | Disqualifizierend (“Colored fiber on the fleece bearing parts of the body”) | Standardgemäß (“black”) |
| Grau | Disqualifizierend (“Colored fiber on the fleece bearing parts of the body”) | Standardgemäß (“grey”) |
| Silber | Disqualifizierend (“Colored fiber on the fleece bearing parts of the body”) | Standardgemäß (“silver”) |
| Braun | Disqualifizierend (“Colored fiber on the fleece bearing parts of the body”) | Standardgemäß (“browns”) |
| Lohfarben | Disqualifizierend (“Colored fiber on the fleece bearing parts of the body”) | Standardgemäß (“shades of tan”) |
| Rot | Disqualifizierend (“Colored fiber on the fleece bearing parts of the body”) | Standardgemäß (“red”) |
| Patterns | ||
| Mufflon | Disqualifizierend (“Colored fiber on the fleece bearing parts of the body”) | No ruling |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Color changes
How a Angoraziege's colors can change over its life.
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Braunchanges toLohfarben
Fell · Fortschreitend
Rotchanges toWeiß
Fell · Mit dem Alter
Rotchanges toCreme
Fell · Mit der Jahreszeit · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Über die Angora-Ziege
Die Angora ist eine mittelgroße Faserziege aus der Türkei, gehalten für ihr seidig glänzendes Mohairvlies und bekannt für ihr ruhiges, zurückhaltendes Wesen.
Die Angora ist eine mittelgroße Ziegenrasse, gehalten vor allem wegen des Mohairs, jener weichen, glänzenden Faser, die den ganzen Körper des Tieres bedeckt. Ihr Ursprungsgebiet ist die Region Angora in der Türkei, das Gebiet rund um das heutige Ankara, nach dem die Rasse ihren Namen trägt. Ein einzelnes Tier trägt ein dichtes Vlies aus langen, sich kringelnden Locken, die geschoren und nicht durch Fellwechsel abgeworfen werden.
Im Unterschied zu Ziegen, die man wegen der Milch oder des Fleisches hält, wurde die Angora über Jahrhunderte auf ein einziges Ziel hin gezüchtet: die Faserproduktion. Das Vlies wächst ständig nach und wird üblicherweise zweimal im Jahr geschoren. Ausgewachsene Tiere sind feinknochig und leichter als viele andere Ziegenrassen ähnlicher Größe, wobei der Großteil ihres sichtbaren Volumens allein vom Vlies herrührt.
Vom Wesen her gilt die Rasse als ruhig und genügsam. Angora-Ziegen sind eher zurückhaltend gegenüber ihren Betreuern und leiser als Milchrassen, was Haltern entgegenkommt, die ein pflegeleichtes Fasertier suchen. Allerdings sind sie weniger robust als Fleisch- oder Milchziegen und brauchen mehr Unterstand sowie eine engmaschigere Betreuung, vor allem rund um die Schur.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Türkei (Region Angora/Ankara) |
| Größe | Mittelgroß |
| Lebenserwartung | 10-12 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Faserziege (Mohair) |
| Gut geeignet für | Ruhige Herden, erfahrene und aufmerksame Halter |
Für wen sie sich eignet
Die Angora passt zu Haltern, die Fasern gewinnen wollen und sich auf die zweimal jährliche Schur sowie den zusätzlichen Unterstandsbedarf der Rasse einlassen. Für alle, die eine Milch- oder Fleischziege suchen, oder für eine genügsame Haltung mit wenig Aufwand, ist sie die falsche Wahl, denn geschorene Angoras reagieren empfindlich auf Kälte und Nässe, und ihre Kitze sind zarter als jene robusterer Rassen. In Österreich, wo kalte Winter und die Tradition der Almweide das Landschaftsbild prägen, braucht diese wärmeliebende Rasse deutlich mehr Schutz als die heimischen, ans Bergklima gewöhnten Ziegen. Am meisten profitieren Halter mit Interesse an Faserhandwerk oder einem kleinen Mohairbetrieb von der Rasse.
Geschichte und Herkunft
Die Angora-Ziege entstand in der türkischen Region Angora und verbreitete sich nach Südafrika, in die USA und nach Australien, die zu den führenden Mohairländern wurden.
Die Angora-Ziege ist nach der Region Angora in der Türkei benannt, dem Gebiet rund um die heute Ankara genannte Stadt. Dort wird die Rasse seit vielen Jahrhunderten wegen ihres Mohairvlieses gehalten, und über lange Zeit beschränkten die osmanischen Behörden die Ausfuhr von Zuchttieren, um den heimischen Mohairhandel zu schützen.
Im 19. Jahrhundert gelangten Angoras auch über die Türkei hinaus und wurden in mehreren anderen Ländern angesiedelt. Südafrika erhielt Angoras Mitte des 19. Jahrhunderts und baute darauf eine bedeutende Mohairwirtschaft auf. Die Vereinigten Staaten importierten die Rasse etwa zur gleichen Zeit, wobei sich Texas dank seines trockenen Klimas zum Zentrum der amerikanischen Mohairerzeugung entwickelte.
Auch Australien nahm die Angorazucht auf, und gemeinsam mit Südafrika, den USA und der Türkei zählt es historisch zu den führenden Mohairlieferanten. Die Züchter in jedem dieser Länder selektierten auf Vliesgewicht, Feinheit und Dichte und steigerten so laufend die Fasermenge, die ein einzelnes Tier liefern kann.
Über das gesamte 20. Jahrhundert hinweg blieb die Rasse ein reines Faserziegentier. Die Nachfrage nach Mohair stieg und sank mit Mode und Textilmärkten, und die Bestände an Angoras schwankten entsprechend mit, doch die Rasse behielt ihr kennzeichnendes Merkmal: das volle, gekringelte Vlies über dem ganzen Körper.
Aussehen und Rassestandard
Die Angora ist eine feinknochige, mittelgroße Ziege, vom Kopf bis zu den Beinen mit langen, gekringelten Mohairlocken bedeckt, meist reinweiß, wobei beide Geschlechter üblicherweise Hörner tragen.
Das auffälligste Merkmal der Angora ist ihr Vlies: lange, glänzende Mohairlocken, die den Körper, die Beine und einen Großteil von Kopf und Gesicht bedecken. Die Faser hängt in engen Ringeln oder welligen Strähnen und kann zwischen zwei Scheren beachtliche Länge erreichen. Unter dem Vlies ist das Gerüst des Tieres im Vergleich zu Fleisch- oder Milchziegen recht leicht und feinknochig.
Sowohl Böcke als auch Geißen tragen meist Hörner, die nach hinten und außen geschwungen sind, wobei jene der Böcke schwerer und stärker gedreht ausfallen. Der Kopf ist schmal mit einem leicht konkaven oder geraden Profil, die Ohren sind breit und hängend.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Widerristhöhe | Etwa 50-65 cm |
| Gewicht | Geißen etwa 30-50 kg, Böcke etwa 50-80 kg |
| Fell | Lange, gekringelte Mohairlocken über dem ganzen Körper |
| Farben | Überwiegend weiß; auch farbige Linien vorhanden (schwarz, rot, braun, grau) |
| Augen | Waagrechte Pupille, meist braun |
Fell und Farben
Die klassische Angora ist reinweiß, jene Farbe, die am meisten geschätzt wird, weil ungefärbtes Mohair sich sauber einfärben lässt. Durch gezielte Zucht sind auch farbige Angoras in Schwarz, Rot, Braun und Grau entstanden, die vor allem bei Handspinnerinnen und Handspinnern gefragt sind, die naturfarbene Faser suchen. Ein hochwertiges Vlies wird nach Glanz, Feinheit, Dichte und gleichmäßiger Lockenstruktur beurteilt. Die Faser jüngerer Tiere, das sogenannte Kitzmohair, ist feiner und weicher, während sie mit zunehmendem Alter der Ziege generell gröber wird.
Wesen und Verhalten
Angoras sind sanfte, ruhige und zurückhaltende Ziegen, leiser und weniger durchsetzungsfähig als Milchrassen, dabei pflegeleicht, aber auch etwas scheu im Umgang.
Die Angora hat ein sanftes, gutmütiges Wesen. Sie ist im Allgemeinen ruhig und still, weniger lebhaft als Milchrassen und weniger geneigt, Zäune zu testen oder Betreuer herauszufordern. Viele Halter beschreiben die Rasse als eher zurückhaltend und scheu, sie zieht die Sicherheit der Herde dem engen Kontakt mit Menschen vor.
Bei Familienmitgliedern und regelmäßigen Betreuern gewöhnen sich Angoras an feste Abläufe und werden freundlich, sobald sie einer Person vertrauen, auch wenn sie selten so aktiv Zuwendung suchen wie manche Milchziegen. Fremden gegenüber halten sie eher Abstand. Unter anderen Ziegen sind sie gelassene Herdentiere und ordnen sich in der Rangordnung meist unten ein, statt sie anzuführen.
Weil sie von Natur aus nicht besonders robust oder eigenständig sind, sind Angoras auf einen gleichbleibenden, behutsamen Umgang angewiesen. Grobe Behandlung lässt sie nervöser werden und erschwert Schur und Handhabung. Ruhige, vorhersehbare Abläufe bringen die besten Seiten der Rasse zum Vorschein.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 2 |
| Energie | 2 |
| Trainierbarkeit | 3 |
| Lautstärke | 2 |
| Fellwechsel | 1 |
Haltung und Pflege
Bei der Angora dreht sich die Pflege um die zweimal jährliche Schur, den Schutz des Vlieses, trockenen Unterstand und regelmäßige Klauen- und Parasitenkontrolle, denn geschorene Tiere reagieren empfindlich auf Kälte und Nässe.
Die Pflege einer Angora dreht sich um ihr Vlies. Das Mohair wächst ständig nach und muss geschoren werden, meist zweimal im Jahr, denn die Rasse wechselt ihr Fell nicht von selbst. Zwischen den Scheren muss das Vlies einigermaßen sauber und frei von Kletten, Heu und Einstreu gehalten werden, die seinen Wert mindern.
Fellpflege
- Etwa zweimal jährlich scheren, im Frühjahr und im Herbst, bevor die Faser verfilzt oder verschmutzt
- Futterraufen und Einstreu so anordnen, dass wenig Pflanzenreste im Vlies hängen bleiben
- Das Fell auf Verfilzungen, Parasiten und unter den Locken verborgene Hautprobleme prüfen
- Behutsam und regelmäßig handhaben, damit Schur und Kontrolle stressarm bleiben
Bewegung
- Täglich Zugang zu einem trockenen Auslauf oder einer Weide zum Knabbern und Bewegen bieten
- Freien Weidegang an Sträuchern und grobem Bewuchs zulassen, das dem natürlichen Verhalten der Ziege entspricht
- Zäune sicher halten, denn Ziegen testen Grenzen auch dann, wenn sie ruhig sind
Umgebung
Angoras brauchen jederzeit trockenen, zugfreien Unterstand, besonders nach der Schur, wenn sie kaum Schutz vor Kälte oder Regen haben. Ein sauberer, gut belüfteter Stall oder ein dreiseitiger Unterstand, trockener Boden und Schatten bei Hitze sind unverzichtbar. Die Rasse gedeiht am besten in mildem bis warmem, trockenem Klima und tut sich in kalten, nassen Verhältnissen schwer, wie sie in weiten Teilen Österreichs über den Winter üblich sind.
Fütterung und Ernährung
Angoras brauchen hochwertiges Raufutter mit zusätzlichem Eiweiß und Energie für das laufende Faserwachstum, dazu sauberes Wasser und frei zugängliche Mineralien; manche Futterpflanzen sind giftig und gehören gemieden.
Angoras sind Ziegen, die gut mit einer Grundlage aus hochwertigem Raufutter zurechtkommen: Weide, Gehölz und Heu. Weil sie einen großen Teil ihrer Nährstoffe in Faser umsetzen, brauchen sie ausreichend Eiweiß und Energie, um weiter Mohair zu bilden, und Unterversorgung zeigt sich rasch an dünnem, schwachem Vlies. Während Trächtigkeit, Laktation und in den kälteren Monaten wird oft zusätzlich Kraftfutter gegeben, dazu frei zugängliche, auf Ziegen abgestimmte Mineralien.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Kitz (abgesetzt) | Raufutter plus etwa 0,2-0,4 kg Kraftfutter | 2 |
| Erhaltung, ausgewachsen | Raufutter frei verfügbar, plus Mineralien | Den ganzen Tag Raufutter |
| Trächtige oder laktierende Geiß | Raufutter plus etwa 0,4-0,7 kg Kraftfutter | 2 |
| Zuchtbock | Raufutter plus etwa 0,3-0,5 kg Kraftfutter | 1-2 |
Leckerlis und Ergänzungsfutter
Kleine Mengen an unbedenklichem Obst und Gemüse wie Karotten oder Apfel eignen sich gelegentlich als Leckerli, sollten aber nur einen geringen Anteil der Ration ausmachen. Sauberes, frisches Wasser gehört jederzeit bereitgestellt, dazu eine ziegenspezifische Mineralstoffmischung mit Augenmerk auf Kupfer und Selen, die Ziegen brauchen und die in Schafmineralien nicht in der richtigen Menge enthalten sind. Ergänzungen an den örtlichen Boden und das Raufutter anpassen, am besten nach Rücksprache mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt.
Gesundheit und häufige Erkrankungen
Angoras werden etwa 10 bis 12 Jahre alt und sind einigermaßen gesund, aber weniger robust als andere Ziegen; Kältestress nach der Schur, Parasiten und Aborte zählen zu den Hauptproblemen.
Bei guter Haltung wird eine Angora-Ziege etwa 10 bis 12 Jahre alt. Die Rasse ist einigermaßen gesund, aber weniger widerstandsfähig als Fleisch- oder Milchziegen, und ein Großteil der tierärztlichen Betreuung dreht sich um die Folgen ihres feinen Körperbaus und des hohen Faserbedarfs. Kältestress nach der Schur, Innenparasiten und Fortpflanzungsverluste sind die häufigsten Probleme, und gute Ernährung ist entscheidend, weil der ständige Verbrauch durch das Faserwachstum unterversorgte Tiere anfällig macht.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Kältestress nach der Schur | Zittern, Zusammendrängen, Schwäche | Am besten vermeidbares Risiko; Unterstand bieten und Schurtermin gut wählen |
| Innenparasiten (Würmer) | Gewichtsverlust, Blutarmut, schlechtes Vlies, Durchfall | Geplantes Entwurmungs- und Weiderotationsprogramm anwenden |
| Abort bei Geißen | Verlust der Trächtigkeit, oft durch Stress oder Mangelernährung | Angoras können bei Ernährungs- oder Handhabungsstress verwerfen |
| Moderhinke / Klauenprobleme | Lahmheit, Geruch, überwachsene Klauen | Klauen regelmäßig schneiden und Standflächen trocken halten |
| Kokzidiose (Kitze) | Durchfall, schlechtes Wachstum bei Jungtieren | Hygiene und Enge in den Kitzbuchten im Blick behalten |
Vorsorge
- Klauen regelmäßig schneiden und Einstreu sowie Ausläufe trocken halten
- Parasitenkontrolle mit Kotprobenuntersuchung statt blindem Entwurmen betreiben
- Die von der Tierärztin oder dem Tierarzt empfohlenen Impfungen einhalten
- Nach Körperzustand füttern, mit zusätzlicher Unterstützung in Trächtigkeit, Laktation und Kältemonaten
- Schurtermine so legen, dass kaltes, nasses Wetter vermieden wird, und nach der Schur Unterstand bieten
Zucht und Aufzucht der Kitze
Angoras sind saisonale Herbstbrunftziegen mit rund fünf Monaten Tragzeit, meist mit einem Einzelkitz, wobei die Kitze zart sind und in den ersten Wochen besondere Aufmerksamkeit brauchen.
Angora-Ziegen sind saisonale Brunfttiere, die im Herbst brünstig werden, sodass die Kitze im Frühjahr zur Welt kommen. Geißen erreichen die Zuchtreife meist im ersten bis zweiten Lebensjahr, wobei viele Züchter warten, bis die Geiß gut ausgewachsen ist, weil die Rasse so viel Energie in die Faserproduktion steckt. Die Tragzeit dauert etwa fünf Monate.
Die Angora bringt meist ein einzelnes Kitz zur Welt, Zwillinge sind seltener als bei vielen anderen Ziegenrassen. Die Kitze kommen klein und verhältnismäßig zart zur Welt und reagieren in den ersten Tagen empfindlich auf Kälte und Nässe, weshalb warmer, trockener, zugfreier Unterstand und rasches erstes Saugen wichtig sind. Geißen, die unterversorgt oder gestresst sind, können verwerfen oder schwache Kitze bringen, was gute Ernährung während der Trächtigkeit zur Priorität macht.
Kitze bilden ihr erstes wertvolles Vlies aus, das Kitzmohair, die feinste und weichste Faser, die die Ziege je liefern wird. Sie werden mit einigen Monaten abgesetzt und über ihren ersten Winter sorgfältig betreut, wenn ihr leichter Körperbau und das nachwachsende Vlies sie verletzlich machen.
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Zuchtsaison | Herbst (saisonal) |
| Zuchtreife | Etwa 1-2 Jahre |
| Tragzeit | Etwa 150 Tage (rund 5 Monate) |
| Wurfgröße | Meist 1 Kitz; Zwillinge seltener |
| Absetzalter | Etwa 3-4 Monate |
| Erstes Vlies | Kitzmohair, die feinste Qualitätsstufe |
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zur Angora-Ziege betreffen ihre Größe, ihr Wesen, den Pflegeaufwand, die Lebenserwartung, ihre Eignung und ihre Verfügbarkeit.
Wie groß wird eine Angora-Ziege?
Die Angora ist eine mittelgroße Ziege mit einer Widerristhöhe von etwa 50 bis 65 cm. Geißen wiegen etwa 30 bis 50 kg, Böcke etwa 50 bis 80 kg, wobei ein Großteil ihres Volumens auf das Vlies über einem feinknochigen Körper entfällt.
Wie ist das Wesen der Angora-Ziege?
Angoras sind sanft, ruhig und zurückhaltend. Sie sind leiser und weniger durchsetzungsfähig als Milchrassen und etwas scheu, ziehen die Herde dem engen menschlichen Kontakt vor, werden aber bei gleichbleibender, behutsamer Handhabung zutraulich.
Sind Angora-Ziegen schwierig in der Haltung?
Sie brauchen mehr Betreuung als robustere Ziegen. Die Hauptanforderungen sind die Schur etwa zweimal im Jahr, ein sauberes Vlies und trockener, zugfreier Unterstand, denn geschorene Angoras haben wenig Schutz vor Kälte und Nässe. Am besten passen sie zu aufmerksamen Haltern in mildem, trockenem Klima.
Wie alt werden Angora-Ziegen?
Bei guter Pflege wird eine Angora-Ziege etwa 10 bis 12 Jahre alt.
Sind Angora-Ziegen für Anfänger geeignet?
Sie sind nicht die einfachste erste Ziege. Einsteiger mit Interesse an Faserhandwerk können sie mit guter Vorbereitung erfolgreich halten, doch die Wetterempfindlichkeit, der regelmäßige Schurbedarf und die zarten Kitze machen robustere Rassen für neue Halter unkomplizierter.
Wofür werden Angora-Ziegen gehalten?
Angoras werden wegen des Mohairs gehalten, der langen, glänzenden Faser, die den ganzen Körper bedeckt. Sie sind Faserziegen und keine Milch- oder Fleischtiere, und das Vlies wird geschoren und in der Textilverarbeitung sowie beim Handspinnen verwendet.
Wo finde ich Angora-Ziegen?
Angoras werden von auf Fasern spezialisierten Züchtern gehalten, und das Angebot ist in etablierten Mohairregionen am größten. Der zuverlässigste Weg ist der Kauf bei einer Züchterin oder einem Züchter, die oder der Vliesqualität und Gesundheitsunterlagen vorweisen kann.
From the community
Ask about the AngoraziegeNo questions about the Angoraziege yet. Be the first to ask.