
Der Wirehaired Vizsla ist ein sanfter, fleißiger Vorstehhund mit dichtem drahtigem Fell, geeignet für unwegsames Gelände und kaltes Wasser.
Wie das Fell des Drahthaariger Magyar Vizsla aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Drahthaariger Magyar Vizsla sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Vorsicht: Das Fell eines Drahthaariger Magyar Vizsla sollte getrimmt statt geschoren werden.
Ein Drahthaarfell soll an der Wurzel ausgezupft werden, sobald das Haar reif zum Lösen ist. Eine Schermaschine kappt es stattdessen auf halber Länge und lässt die weiche Unterwolle stehen. Das Ergebnis ist ein Fell, das schlaff und verblasst nachwächst; die wetterfeste Struktur kehrt erst zurück, wenn das Haar erneut getrimmt wird.
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Der Rauhaarvizsla ist ein mittelgroßer ungarischer Jagdhund mit drahtigem Fell, der auf rauem Gelände und im kalten Wasser vorsteht und apportiert.
Der Rauhaarvizsla ist ein vielseitiger Jagdhund aus Ungarn, der als Vorstehhund und Apportierhund arbeitet. Sein hartes, drahtiges Fell schützt ihn in dichtem Gestrüpp und kaltem Wasser, wo ein glatthaariger Hund rasch an seine Grenzen stößt. Die Rasse teilt viel vom Wesen des klassischen Vizslas, gilt aber als eigenständige Rasse mit eigenem Fell und einem etwas kräftigeren, robusteren Körperbau.
Der Hund ist athletisch und hat beachtliche Ausdauer. Er wurde gezüchtet, um den ganzen Tag zu jagen und sich am Abend ruhig in der Familie niederzulassen, weshalb er im Feld einen starken Arbeitswillen zeigt und zu Hause sanft und anhänglich ist. Halter beschreiben ihn oft als engen Begleiter, der die Nähe seiner Menschen sucht.
Ein Rauhaarvizsla braucht tägliche körperliche Arbeit und geistige Beschäftigung. Fehlt ihm dieser Ausgleich, wird er unruhig. Bei ausreichend Bewegung und Kontakt zu seinen Menschen ist er ruhig, treu und angenehm im Umgang.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Ungarn |
| Größe | Mittelgroß |
| Lebenserwartung | 12 bis 14 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Jagdgebrauchshund / Vorsteh- und Apportierhund |
| Gut geeignet für | Aktive Familien, andere Hunde, ältere Kinder |
Die Rasse passt zu einem aktiven Haushalt, der ihr täglich ein bis zwei Stunden echte Bewegung ermöglicht. Sie eignet sich gut für Menschen, die jagen, laufen, wandern oder Hundesport betreiben. Weniger geeignet ist sie für lange Stunden allein oder einen ruhigen Haushalt, in dem ihre Energie und ihr Bedürfnis nach Gesellschaft zu Problemverhalten führen können.
Der Rauhaarvizsla entstand in den 1930er-Jahren in Ungarn durch die Kreuzung des glatthaarigen Vizslas mit drahthaarigen Rassen für ein robusteres Fell.
Die Rasse stammt aus Ungarn und geht unmittelbar auf den glatthaarigen Vizsla zurück, einen ungarischen Vorstehhund mit langer Tradition in der Region. Ungarische Jäger schätzten den Vizsla für seine feine Nase und sein gelehriges Wesen, doch sein kurzes Fell bot bei Kälte, dichtem Bewuchs und eisigem Wasser wenig Schutz.
In den 1930er-Jahren machte sich eine Gruppe ungarischer Züchter daran, dieses Manko zu beheben. Ziel war ein Hund mit der Jagdleistung und dem Wesen des Vizslas, aber einem dichteren, wetterfesten Fell. Als Begründer gelten vor allem Jäger, die Vizslas mit drahthaarigen Vorstehhunden kreuzten, darunter den Deutsch Drahthaar, um das harte Fell und einen kräftigeren Rahmen einzubringen.
Der so entstandene Hund behielt die goldrostrote Farbe und die Vorstehart des Vizslas, gewann aber ein drahtiges Doppelfell, einen Bart und ausgeprägte Augenbrauen. Züchter selektierten über mehrere Generationen gezielt auf diese Merkmale, bis sich der Typ gefestigt hatte.
Der Rauhaarvizsla gilt heute als eigenständige Rasse, getrennt vom glatthaarigen Vizsla. Die Population ist im Vergleich zu vielen anderen Jagdhunderassen überschaubar, und die meisten Hunde stammen nach wie vor aus Arbeits- oder Doppelnutzungslinien.
Ein mittelgroßer, muskulöser Vorstehhund mit hartem, drahtigem goldrostrotem Fell, markantem Bart, buschigen Augenbrauen und athletischer Linie.
Der Rauhaarvizsla ist mittelgroß und ausgewogen gebaut, ausgelegt auf Ausdauer statt auf Masse. Die Linie wirkt schlank und athletisch, mit tiefer Brust und gerader Rückenlinie. Am auffälligsten sind das harte, drahtige Fell, der Bart an der Schnauze und die buschigen Augenbrauen, die dem Gesicht einen wachen, fast ernsten Ausdruck verleihen. Die Farbe ist ein einheitliches Goldrostrot am ganzen Körper, auch an Nase und Lidrändern, die mit dem Fell verschmelzen statt sich davon abzuheben.
Der Rassestandard wird von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) verwaltet und in Österreich vom Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) vertreten, der Zuchtbücher führt und die Richterinnen und Richter für die Rasse stellt.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Etwa 54 bis 62 cm |
| Gewicht | Etwa 20 bis 30 kg |
| Fell | Dichtes, hartes, drahtiges Doppelfell mit Bart und Augenbrauen |
| Farben | Einheitliches Goldrostrot, von sandfarben bis rostbraun |
| Augen | Oval, in einem mit dem Fell harmonierenden Farbton |
Das Fell ist das prägende Merkmal der Rasse. Eine zwei bis drei Zentimeter lange, harte Decklage liegt über einer weicheren, wärmenden Unterwolle. Die Struktur lässt Wasser abperlen und widersteht Dornen und Gestrüpp. Das Gesicht trägt einen Bart und deutlich ausgeprägte Augenbrauen. Die Farbe ist ein gleichmäßiges Goldrostrot, kleine weiße Abzeichen an Brust oder Zehen kommen vor, größere weiße Flecken gelten nach den meisten Standards jedoch als Fehler. Nase und Lidränder entsprechen der Fellfarbe, eine schwarze Nase ist bei dieser Rasse nicht standardgemäß.
Zu Hause sanft und treu, ist der Rauhaarvizsla ein energiegeladener, lernwilliger Hund, der sich eng an seine Familie bindet und Alleinsein schlecht verträgt.
Der Rauhaarvizsla ist sanft, treu und stark an seine Menschen gebunden. Er folgt seiner Familie oft von Zimmer zu Zimmer und wird wegen dieser Nähe manchmal als Klettenhund bezeichnet. Innerhalb der Familie zeigt er sich anhänglich und geduldig, mit respektvollen älteren Kindern kommt er in der Regel gut zurecht.
Fremden gegenüber ist die Rasse anfangs meist zurückhaltend statt aggressiv und taut auf, sobald sie sich am Verhalten ihres Halters orientieren kann. Frühe und kontinuierliche Sozialisierung verhindert, dass aus dieser Zurückhaltung Schüchternheit wird. Mit anderen Hunden ist er im Allgemeinen umgänglich, viele leben problemlos mit Artgenossen zusammen. Sein ausgeprägter Jagdtrieb kann bei kleinen Haustieren oder freilaufenden Katzen zum Problem werden, wenn der Hund nicht von klein auf an sie gewöhnt und sorgfältig geführt wird.
Diese Rasse ist feinfühlig, klug und reagiert stark auf die Stimmung ihres Halters. Mit hartem Umgang oder langen Phasen der Isolation kommt sie schlecht zurecht, Trennungsangst ist bei Hunden, die zu oft allein bleiben, keine Seltenheit. Mit Gesellschaft, Bewegung und einer Aufgabe ist sie im Haus ruhig und ausgeglichen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 5 |
| Lernbereitschaft | 4 |
| Lautstärke | 2 |
| Haaren | 2 |
Das drahtige Fell braucht nur mäßige Pflege, doch der hohe Bewegungsbedarf und das starke Bedürfnis nach Gesellschaft sind die eigentliche tägliche Verpflichtung.
Die Rasse passt zu einem Zuhause mit sicher eingezäuntem Garten und einem aktiven Tagesablauf. Sie kann sich an kleinere Wohnungen anpassen, wenn der Bewegungsbedarf gedeckt ist, ist aber kein Hund für lange Stunden allein. Das drahtige Doppelfell übersteht Kälte und Nässe besser als das des glatthaarigen Vizslas, dennoch sollte kein Jagdhund abseits seiner Familie im Freien leben.
Als aktiver mittelgroßer Hund braucht der Rauhaarvizsla ein vollwertiges, auf sein Pensum abgestimmtes Futter, verteilt auf zwei Mahlzeiten gegen Magendrehung.
Der Rauhaarvizsla kommt mit einem vollwertigen, ausgewogenen Futter für aktive mittelgroße Hunde gut zurecht. Arbeitshunde und Hunde in intensivem Training verbrauchen mehr Energie und brauchen während der Saison mitunter ein fett- und proteinreicheres Futter oder größere Portionen. Die Menge an den einzelnen Hund anpassen und ihn schlank halten; die Rippen sollten ohne festen Druck tastbar sein. Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein, besonders rund um die Bewegungseinheiten.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Angabe auf dem Welpenfutter, aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Laut Angabe, Wachstumsformel | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 2 bis 3 Tassen hochwertiges Trockenfutter | 2 |
| Arbeitender Hund (in der Saison) | An das Pensum angepasst erhöhen | 2 |
| Senior | Leicht reduziert, Gewicht im Blick behalten | 2 |
Leckerlis auf etwa zehn Prozent der Tagesration begrenzen und für das Training nutzen. Die meisten Hunde brauchen bei vollwertiger Fütterung keine zusätzlichen Ergänzungsmittel; vor Gelenks- oder Hautpräparaten in der Ordination des Tierarztes nachfragen. Da tiefbrüstige Hunde ein gewisses Risiko für Magendrehung tragen, in der Stunde vor und nach dem Fressen auf intensive Bewegung verzichten und lieber zwei kleinere Mahlzeiten als eine große füttern.
Grundsätzlich robust mit 12 bis 14 Jahren Lebenserwartung, kann der Rauhaarvizsla von Hüftdysplasie, Augenerkrankungen, Epilepsie und Ohrenentzündungen betroffen sein.
Der Rauhaarvizsla ist im Allgemeinen gesund und robust, mit einer typischen Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren. Wie bei den meisten reinrassigen Hunden treten in manchen Linien bestimmte erbliche Erkrankungen auf, verantwortungsvolle Zuchtbetriebe untersuchen ihre Zuchttiere darauf. Ein Welpe von einem Züchter, der Hüften, Augen und bekannte Problemfelder testen lässt, senkt das Risiko.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Steifheit, Hinken, Mühe beim Aufstehen | Wird bei Zuchttieren per Hüftgelenksscore erfasst |
| Augenerkrankungen | Trübung, Rötung, Sehveränderungen | Dazu zählen Katarakt und Entropium |
| Epilepsie | Krampfanfälle, Kollaps, Orientierungslosigkeit | Langfristig tierärztlich begleitet |
| Ohrenentzündungen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen | Hängeohren schließen nach dem Schwimmen Feuchtigkeit ein |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, Fellveränderungen, Mattigkeit | Wird per Bluttest diagnostiziert, behandelbar |
Klug und arbeitsfreudig, lernt der Rauhaarvizsla mit belohnungsbasierten Methoden schnell, braucht aber sanfte, konsequente Führung und frühe Sozialisierung.
Der Rauhaarvizsla ist klug und arbeitet gern mit seinem Halter zusammen, was ihn sehr gut erziehbar macht. Er lernt rasch und hat Freude an Aufgaben, weshalb er sich in Unterordnung, Feldarbeit und Hundesport bewährt. Die Rasse ist jedoch feinfühlig und reagiert schlecht auf harte Korrekturen; Anschreien oder grober Umgang lässt den Hund eher blockieren als sich verbessern. Geduld und Konsequenz führen deutlich weiter.
Mit Sozialisierung und Grunderziehung früh beginnen. Den Welpen in den ersten Monaten mit unterschiedlichen Menschen, Orten, Hunden und Geräuschen vertraut machen, um einen selbstsicheren erwachsenen Hund heranzuziehen. Da die Rasse eine so enge Bindung eingeht, wirken kurze, tägliche Einheiten im Alltag besser als lange, formelle Übungsstunden.
Der Rauhaarvizsla wird mit etwa 18 bis 24 Monaten zuchtreif, bringt im Schnitt sechs bis acht Welpen pro Wurf und profitiert von Gesundheitstests beider Elterntiere.
Die Zucht des Rauhaarvizslas verlangt Sorgfalt: Beide Elterntiere sollten vor der Verpaarung gesundheitlich untersucht sein und ein gefestigtes Wesen zeigen. Die Rasse erreicht ihre körperliche Reife später, als es ihre Größe vermuten lässt, weshalb Züchter meist warten, bis eine Hündin ausgewachsen und untersucht ist, bevor sie den ersten Wurf bekommt. Die Tragzeit beträgt ab dem Deckakt etwa 63 Tage, wie bei Hunden allgemein üblich.
Ein Wurf umfasst im Durchschnitt sechs bis acht Welpen, wobei die Wurfgröße schwankt. Die Hündin zieht den Wurf in der Regel gut auf, doch der Züchter sollte die ersten Wochen genau beobachten, sicherstellen, dass die Welpen säugen und zunehmen, und mit der behutsamen Sozialisierung beginnen, sobald sich die Sinne der Welpen entwickeln. Weil die Rasse feinfühlig und menschenbezogen ist, prägt der frühe Umgang einen Großteil des späteren erwachsenen Wesens. Verantwortungsvolle Züchter geben die Welpen an aktive Familien ab, die auf den Bewegungsbedarf und das Gesellschaftsbedürfnis der Rasse vorbereitet sind.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate (noch nicht zuchtreif) |
| Empfohlenes Zuchtalter | Etwa 18 bis 24 Monate, nach Gesundheitstests |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | 6 bis 8 Welpen |
| Entwöhnung | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Empfohlene Gesundheitstests | Hüften, Augen, Schilddrüse sowie linienspezifische Anliegen |
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Häufige Fragen zu Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit des Rauhaarvizslas.
Er ist mittelgroß, meist etwa 54 bis 62 cm Widerristhöhe und rund 20 bis 30 kg schwer, Rüden fallen dabei etwas größer aus als Hündinnen.
Sanft, treu und energiegeladen. Er bindet sich eng an seine Familie, ist Fremden gegenüber zunächst meist zurückhaltend und kommt in der Regel gut mit anderen Hunden aus. Langes Alleinsein mag er nicht.
Die Fellpflege ist dank des wenig haarenden, drahtigen Fells einfach, doch der hohe Bewegungsbedarf und das starke Bedürfnis nach Gesellschaft machen die Rasse insgesamt anspruchsvoll. Sie braucht täglich ein bis zwei Stunden Aktivität plus geistige Beschäftigung.
In der Regel 12 bis 14 Jahre. Gute Ernährung, regelmäßige tierärztliche Betreuung und ein gesundes Gewicht helfen, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.
Das kann er, wenn der Ersthalter aktiv ist und sich auf Training, Bewegung und Gesellschaft einlässt. Für einen ruhigen Haushalt oder lange Stunden allein ist er wenig geeignet.
Sie sind seltener als der glatthaarige Vizsla und viele andere Jagdhunderassen. Interessenten sollten Züchter direkt kontaktieren und mit einer Warteliste rechnen, die meisten Hunde stammen aus Arbeits- oder Doppelnutzungslinien.
Nein. Das harte, drahtige Fell haart nur mäßig. Wöchentliches Bürsten und gelegentliches Trimmen von Hand halten es in gutem Zustand.