
Der Weimaraner ist ein ergebener, furchtloser Jagdbegleiter, bekannt für sein glattes silbergraues Fell und seine grenzenlose Energie.
Wie das Fell des Weimaraner aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
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Der Weimaraner ist ein großer deutscher Jagdhund mit silbergrauem Fell, viel Energie und starker Bindung an seine Menschen.
Der Weimaraner ist ein großer Jagdhund, der in Deutschland für die Schweißarbeit und das Apportieren von Wild gezüchtet wurde. Sein kurzes, silbergraues Fell und die hellbernsteinfarbenen bis blaugrauen Augen sind unverwechselbar, diese Kombination brachte ihm den Beinamen Grauer Geist ein.
Diese athletische, schnelle Rasse wurde für ganztägige Feldarbeit gezüchtet. Ausgewachsene Tiere bringen üblicherweise 25 bis 40 kg auf die Waage und brauchen sehr viel Auslauf, um zuhause zur Ruhe zu kommen. Bekommt ein Weimaraner zu wenig Bewegung und Gesellschaft, wird er schnell unruhig und zerstörerisch.
Die Rasse hängt sehr an ihrer Familie und baut enge Bindungen auf, oft folgt sie einer bestimmten Bezugsperson von Zimmer zu Zimmer durchs Haus. Weimaraner sind intelligent und aufmerksam, dadurch lassen sie sich gut trainieren, neigen aber auch zu Langeweile. Fremden gegenüber verhalten sie sich eher zurückhaltend und können ihren Haushalt beschützen wollen.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Herkunft | Deutschland |
| Größe | Groß |
| Lebenserwartung | 10 bis 13 Jahre |
| Gruppe / Verwendung | Jagdhund (Vorsteh- und Apportierhund) |
| Geeignet für | Aktive Familien und erfahrene Halter; bei Kleintieren ist Aufsicht nötig |
Der Weimaraner passt zu Menschen, die sich täglich viel Zeit für intensive Bewegung nehmen und einen Hund wollen, der ihnen auf Schritt und Tritt folgt. Am wohlsten fühlt er sich in einem aktiven Haushalt, in dem er selten längere Zeit allein bleibt. Für eine Stadtwohnung, Ersthundehalter oder Familien, die tagsüber überwiegend außer Haus sind, eignet er sich weniger.
Der Weimaraner entstand im frühen 19. Jahrhundert am Hof von Weimar in Deutschland als Jagdhund für Großwild, später für Federwild.
Ihren Namen verdankt die Rasse dem Hof von Weimar im damaligen Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, im heutigen Thüringen. Adelige dieses Hofes sollen den Hund Anfang des 19. Jahrhunderts als Jagdbegleiter für ihre Güter geformt haben.
Die frühen Weimaraner wurden auf Großwild wie Hirsch, Wildschwein und Bär eingesetzt. Als dieses Wild in Deutschland immer seltener wurde, richteten die Jäger die Rasse auf Federwild und kleineres Wild aus, sodass sich der Weimaraner zu einem Vorsteh- und Apportierhund entwickelte, der sowohl im Feld als auch im Wasser arbeitete.
1897 wurde in Deutschland der Rasseklub für den Weimaraner gegründet, die Zucht unterlag von Anfang an strengen Regeln. Nur Klubmitglieder durften Hunde besitzen, wodurch die Population klein und der Typ über Jahrzehnte einheitlich blieb.
In Österreich betreut heute der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) als nationaler Zuchtverband für Rassehunde die Zuchtbücher und vergibt Ahnentafeln, auch für den Weimaraner.
In die Vereinigten Staaten kam die Rasse in den späten 1920er- und 1930er-Jahren, der American Kennel Club erkannte den Weimaraner 1943 an. Seine auffällige Farbe und seine Gelehrigkeit machten ihn in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend bekannt.
Der Weimaraner ist groß und athletisch gebaut, mit kurzem silbergrauem Fell, edlem Kopf und hellbernsteinfarbenen bis blaugrauen Augen.
Der Körperbau des Weimaraners ist schlank und muskulös, auf Tempo und Ausdauer angelegt. Der Rumpf ist mäßig lang, die Brust tief, der Rücken gerade, und die langen Läufe verleihen ihm einen mühelosen, raumgreifenden Trab.
Der Kopf wirkt edel und trocken, mit langen, gefalteten Ohren, die hoch am Schädel angesetzt sind. Die Augen reichen von hellem Bernstein über Grau bis Blaugrau und prägen den charakteristischen Ausdruck der Rasse. In manchen Ländern wird die Rute traditionell kupiert, in anderen ist das Kupieren verboten oder eingeschränkt, dort bleibt die Rute natürlich lang und läuft spitz zu.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden 59 bis 70 cm, Hündinnen 57 bis 65 cm |
| Gewicht | Rüden 30 bis 40 kg, Hündinnen 25 bis 35 kg |
| Fell | Kurz, glatt und dicht anliegend; daneben gibt es eine seltenere langhaarige Variante |
| Farben | Grautöne von Silbergrau bis Mausgrau |
| Augen | Hellbernstein, Grau oder Blaugrau |
Das Standardfell ist kurz, hart und liegt eng an, es schimmert bei gutem Licht oft fast metallisch in seinen Grautönen. Ein kleiner weißer Fleck auf der Brust ist in den meisten Standards zulässig. Daneben gibt es eine langhaarige Variante mit 3 bis 5 cm langem Fell und Befederung an Ohren, Läufen und Rute. Trotz der kurzen Länge haart das Fell das ganze Jahr über gleichmäßig.
Der Weimaraner ist anhänglich, klug und energiegeladen, eng an seine Familie gebunden, Fremden gegenüber reserviert und braucht viel Zuwendung.
Der Weimaraner ist extrem auf seine Menschen fixiert und will an allem teilhaben, was die Familie unternimmt. Diese Nähe macht ihn liebevoll und aufmerksam, gleichzeitig kommt die Rasse schlecht damit zurecht, allein gelassen zu werden. Bleibt sie zu oft allein, drohen Bellen, Herumlaufen und Schäden in der Wohnung.
Im eigenen Rudel zeigt sich der Weimaraner verspielt und anhänglich. Mit älteren Kindern, die wissen, wie man mit einem kräftigen, temperamentvollen Hund umgeht, kommt er meist gut zurecht, Kleinkinder können von seiner Größe und seinem Schwung aber überfordert werden. Fremden begegnet er eher wachsam und zurückhaltend und schlägt bei Besuch häufig an.
Aus seiner Jagdvergangenheit hat der Weimaraner einen ausgeprägten Beutetrieb behalten. Mit sorgfältiger Eingewöhnung verträgt er sich mit anderen Hunden, Katzen, Kaninchen, Vögel und andere Kleintiere kann er aber nachjagen. Frühe, konsequente Sozialisierung mildert sowohl seine Vorsicht gegenüber Fremden als auch seinen Jagdtrieb.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 5 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Lautstärke | 3 |
| Haarung | 3 |
Der Weimaraner braucht wenig Fellpflege, aber sehr viel tägliche Bewegung und engen Kontakt zu seinen Menschen, um ausgeglichen zu bleiben.
Das kurze Fell ist unkompliziert in der Pflege, dafür sind Bewegungsbedarf und Gesellschaft beim Weimaraner hoch und nicht verhandelbar. Bekommt er zu wenig Auslauf oder bleibt er zu oft allein, entwickelt er in aller Regel Verhaltensprobleme.
Am besten lebt der Weimaraner in einem Haus mit sicher eingezäuntem Garten und Menschen, die tagsüber meist zuhause sind. Er ist kein Zwingerhund, sondern gehört mit ins Wohnzimmer und ins Familienleben. Zäune sollten hoch und dicht sein, denn die Rasse springt gut und nützt Langeweile gern zur Flucht. Österreichs kontinentales Klima mit kalten Wintern kommt dem ursprünglichen deutschen Zuchtgebiet der Rasse recht nahe, bei Spaziergängen im Winter bietet das kurze Fell trotzdem wenig Schutz vor der Kälte.
Der Weimaraner braucht eine vollwertige, ausgewogene Ernährung für große, aktive Hunde, aufgeteilt auf mehrere Mahlzeiten gegen Magendrehung.
Eine vollwertige Nahrung für große, aktive Rassen mit hochwertigem Eiweiß unterstützt Muskulatur und gleichmäßige Energie. Die Portionen richten sich am besten nach dem Körperzustand des einzelnen Hundes und nicht nach einer fixen Menge, denn arbeitende und sehr aktive Tiere verbrauchen mehr als bewegungsarme. Weil die Rasse tiefbrüstig und dadurch anfällig für Magendrehung ist, gehören die Mahlzeiten aufgeteilt, unmittelbar vor oder nach intensiver Bewegung sollte kein Hund fressen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Herstellerangabe für Wachstum, aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 300 bis 400 g hochwertiges Trockenfutter | 2 bis 3 |
| Erwachsener Hund (1 bis 7 Jahre) | Etwa 350 bis 450 g hochwertiges Trockenfutter | 2 |
| Senior (ab 7 Jahren) | Reduzierte Kalorien passend zur geringeren Aktivität | 2 |
Leckerli sollten höchstens etwa 10 Prozent der Tagesenergie ausmachen, damit die Ration ausgewogen bleibt. Bei einem vollwertigen Fertigfutter braucht ein Hund in der Regel keine zusätzlichen Präparate, Gelenkpräparate oder andere Ergänzungen bespricht man am besten vorher mit der Tierärztin oder dem Tierarzt. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.
Der Weimaraner ist meist robust und wird 10 bis 13 Jahre alt, neigt aber zu Magendrehung und einigen erblichen Erkrankungen.
Der Weimaraner ist ein kräftiger Arbeitshund und erreicht üblicherweise ein Alter von 10 bis 13 Jahren. Seine tiefe Brust erhöht das Risiko einer Magendrehung, ein plötzlicher, lebensbedrohlicher Notfall, der sofortiges Handeln verlangt. Wer bei einer Zuchtstätte kauft, die auf erbliche Erkrankungen testet, senkt das Risiko für mehrere in der Rasse verbreitete Probleme.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Magendrehung (Gastrische Dilatation-Volvulus) | Geblähter, harter Bauch, Würgen ohne Erbrechen, Unruhe | Ein tierärztlicher Notfall, sofort handeln |
| Hüftgelenksdysplasie | Steifheit, Hinken, Zurückhaltung beim Aufstehen oder Springen | Durch Hüftröntgen der Zuchttiere reduzierbar |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, Antriebslosigkeit, Fell- und Hautveränderungen | Mit täglicher Medikation behandelbar |
| Von-Willebrand-Erkrankung | Verstärkte Blutungen nach Verletzung oder Operation | Erbliche Gerinnungsstörung, DNA-Test verfügbar |
| Entropium | Augenreizung, Kneifen, Tränenfluss | Nach innen gerolltes Lid, mitunter operationspflichtig |
Der Weimaraner ist klug und arbeitsfreudig, dadurch bei früher, konsequenter Erziehung gut trainierbar.
Der Weimaraner lernt rasch und liebt es, eine Aufgabe zu haben, seine Intelligenz und Energie verlangen aber eine frühe, konsequente Erziehung, damit er handhabbar bleibt. Hunde, die sich langweilen oder zu wenig ausgelastet sind, lassen sich deutlich schwerer führen, deshalb funktioniert Training am besten zusammen mit reichlich Bewegung. Kurze, abwechslungsreiche Einheiten halten die Aufmerksamkeit der Rasse besser als lange, eintönige Übungen. Wegen der natürlichen Vorsicht gegenüber Fremden und des hohen Jagdtriebs ist frühe Sozialisierung mit Menschen, Hunden und Alltagssituationen wichtig.
Der Weimaraner wird mit rund zwei Jahren zuchtreif, bekommt im Schnitt sechs bis acht Welpen und braucht gesundheitlich getestete Elterntiere.
Verantwortungsvolle Zucht wartet, bis beide Elterntiere körperlich und geistig ausgereift sind, üblicherweise mit rund zwei Jahren, auch wenn Hunde früher geschlechtsreif werden können. Zuchttiere sollten vor der Verpaarung auf Hüftgelenksdysplasie, Augenerkrankungen und Gerinnungsstörungen untersucht werden, da mehrere erbliche Probleme in der Rasse vorkommen.
Die Tragzeit beträgt etwa 63 Tage. Ein Wurf umfasst meist sechs bis acht Welpen, größere Würfe kommen vor. Hündin und Welpen brauchen einen ruhigen, warmen Wurfplatz sowie engmaschige Betreuung während und nach der Geburt. Die Welpen sollten mindestens bis zur achten Lebenswoche bei der Mutter und den Wurfgeschwistern bleiben, frühe Sozialisierung und Handling beginnen bereits im Wurf, damit gut sozialisierte, ausgeglichene erwachsene Hunde daraus werden.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Rund 2 Jahre |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | 6 bis 8 Welpen |
| Absetzalter | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Empfohlenes Abgabealter | Ab 8 Wochen |
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Häufige Fragen zu Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung und Eignung des Weimaraners als Familienhund.
Er zählt zu den großen Rassen. Rüden erreichen etwa 59 bis 70 cm Widerristhöhe und wiegen 30 bis 40 kg, Hündinnen sind mit 57 bis 65 cm und 25 bis 35 kg etwas kleiner.
Er ist anhänglich, klug, energiegeladen, wachsam und furchtlos. Er bindet sich eng an seine Familie, verhält sich Fremden gegenüber eher zurückhaltend und hat einen ausgeprägten Beutetrieb.
Die Fellpflege ist dank des kurzen Haarkleids unkompliziert, insgesamt ist die Rasse aber anspruchsvoll. Sie braucht täglich 1,5 bis 2 Stunden intensive Bewegung und engen Kontakt zu ihren Menschen, deshalb passt sie am besten zu erfahrenen, aktiven Haltern.
Die typische Lebenserwartung liegt bei 10 bis 13 Jahren. Gute Ernährung, regelmäßige Bewegung und routinemäßige tierärztliche Betreuung helfen dabei, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.
Für aktive Haushalte mit älteren Kindern kann er ein ausgezeichneter Familienhund sein. Bei sehr kleinen Kindern können seine Größe und sein Temperament überfordern, bei Kleintieren braucht es Aufsicht.
Nicht lange. Die Rasse neigt zu Trennungsangst und kann bei zu häufigem Alleinsein bellen oder Schäden anrichten, deshalb passt sie am besten zu Haushalten, in denen tagsüber meist jemand da ist.
Der Beiname kommt von seinem glatten, silbergrauen Fell in Verbindung mit hellbernsteinfarbenen oder blaugrauen Augen, die ihm ein blasses, geisterhaftes Erscheinungsbild verleihen.