
Der Standard Schnauzer ist ein intelligenter, temperamentvoller Allzweckbegleiter, bekannt für seine Wachsamkeit, Lernfreude und Hingabe an die Familie.
Wie das Fell des Schnauzer aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Schnauzer sollte getrimmt statt geschoren werden.
Ein Drahthaarfell soll an der Wurzel ausgezupft werden, sobald das Haar reif zum Lösen ist. Eine Schermaschine kappt es stattdessen auf halber Länge und lässt die weiche Unterwolle stehen. Das Ergebnis ist ein Fell, das schlaff und verblasst nachwächst; die wetterfeste Struktur kehrt erst zurück, wenn das Haar erneut getrimmt wird.
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Der Mittelschnauzer ist ein mittelgroßer deutscher Gebrauchshund: aufgeweckt, wachsam und seinen Menschen treu ergeben, ideal für aktive Halter mit Zeit für Beschäftigung.
Der Mittelschnauzer stammt aus Deutschland und ist die Stammform der drei Schnauzer-Rassen. Größenmäßig steht er zwischen dem kleineren Zwergschnauzer und dem größeren Riesenschnauzer, war aber selbst zuerst da und hat den beiden anderen sein typisches Erscheinungsbild vererbt. Gebaut ist er quadratisch und kräftig, mit rauem Fell, einem bärtigen Fang und buschigen Augenbrauen, ein Gebrauchshund durch und durch.
Über weite Strecken seiner Geschichte war er Hof- und Haushund in einer Person und musste mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen: das Anwesen bewachen, Ratten und Ungeziefer in Schach halten und den Bauern zum Markt begleiten. Diese Herkunft ist dem heutigen Hund noch anzumerken, er ist aufmerksam, ohne nervös zu sein, und hängt spürbar an seinen Menschen.
Halter beschreiben den Mittelschnauzer als klug, umtriebig und eigenwillig. Er lernt rasch, will beschäftigt sein und bleibt lieber in der Nähe der Familie, statt auf eigene Faust loszuziehen.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Herkunft | Deutschland |
| Größe | Mittelgroß |
| Lebenserwartung | 13 bis 16 Jahre |
| Gruppe/Aufgabe | Gebrauchshund (Wach-, Ratten- und Begleithund) |
| Geeignet für | Familien, ältere Kinder, aktive Haushalte |
Der Mittelschnauzer passt zu Haltern, die einen Hund wollen, der mitdenkt, mitarbeitet und täglich gefordert wird. Aktive Familien und Menschen, die gerne trainieren, kommen mit ihm gut zurecht. Weniger geeignet ist er für Haushalte, in denen tagsüber lange niemand da ist, oder für alle, die sich einen ruhigen, genügsamen Begleiter wünschen: Ein unterforderter Mittelschnauzer wird schnell gelangweilt und meldet das auch lautstark.
Der Mittelschnauzer entstand als Hof- und Marktbegleithund in Süddeutschland, wurde ab Ende des 19. Jahrhunderts ausgestellt und ist die Stammform von Zwerg- und Riesenschnauzer.
Der Mittelschnauzer hat seine Wurzeln in den bäuerlichen Regionen Süddeutschlands, vor allem in Bayern und im Raum Württemberg. Jahrhundertelang war er dort Hofhund für alles: Er bewachte das Anwesen, hielt Scheunen und Ställe rattenfrei und begleitete seinen Besitzer zum Markt, wo er auf Wagen und Ware aufpasste. Genau diese Arbeit hat sein Wesen und sein raues, wetterfestes Fell geformt.
Ursprünglich zählte man ihn zu den rauhaarigen Pinschern und nannte ihn zeitweise Rauhaarpinscher. Der Name Schnauzer geht auf die markante, bärtige Schnauze der Rasse zurück, die dem Hund sein unverwechselbares Gesicht gibt. Mit der Zeit trennte sich die rauhaarige Linie vom glatthaarigen Pinscher und wurde gezielt auf ein eigenes Erscheinungsbild gezüchtet.
Organisierte Ausstellungen und eine geregelte Zucht setzten in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts ein. Bereits in den 1870er-Jahren wurden Hunde dieses Typs auf deutschen Schauen gezeigt, und in den folgenden Jahrzehnten legte eine zielgerichtete Zucht den quadratischen Körperbau und das harsche Fell fest, wie man sie heute kennt.
Der Mittelschnauzer ist somit die Ausgangsrasse für die beiden anderen Schnauzer-Größen. Für den Zwergschnauzer kreuzten Züchter kleinere Mittelschnauzer mit anderen kleinen Rassen, für den Riesenschnauzer wählten sie gezielt größere Exemplare für die Arbeit als Treib- und Wachhund aus. In weiterer Folge verbreitete sich der Mittelschnauzer auch in anderen Ländern, wo er heute vor allem als Begleiter und Wachhund gehalten wird, weniger als Arbeitstier am Hof.
Der Mittelschnauzer ist ein quadratisch gebauter, robuster Hund mit rauem Doppelfell, buschigen Augenbrauen und Vollbart, gezüchtet in Reinschwarz oder Pfeffer und Salz.
Der Mittelschnauzer wirkt quadratisch: Seine Widerristhöhe entspricht ungefähr der Rumpflänge. Er ist kräftig und muskulös gebaut, ohne schwerfällig zu wirken, und macht insgesamt einen kraftvollen, wendigen Eindruck. Der Kopf ist rechteckig mit kräftigem Fang, dazu kommen die für die Rasse typischen gewölbten Augenbrauen und der volle Bart. Die Ohren werden entweder natürlich hängend belassen oder, wo dies erlaubt ist, kupiert und aufrecht getragen.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Größe | Rüden 48 bis 50 cm, Hündinnen 45 bis 48 cm |
| Gewicht | Etwa 14 bis 20 kg |
| Fell | Hartes, drahtiges Deckhaar über dichter, weicher Unterwolle |
| Farbe | Reinschwarz oder Pfeffer und Salz |
| Augen | Mittelgroß, oval, dunkelbraun |
Die Rasse trägt ein Doppelfell: ein dichtes, hartes Deckhaar, das Wind und Wetter abhält, darunter eine weichere Unterwolle. Zugelassen sind zwei Farben, Reinschwarz und Pfeffer und Salz, ein gebändertes Grau, bei dem einzelne Haare helle und dunkle Abschnitte tragen. Der Pfeffer-und-Salz-Ton reicht von dunklem Eisengrau bis zu einem helleren Silbergrau. Ausstellungshunde werden traditionell von Hand getrimmt: Abgestorbenes Deckhaar wird gezupft statt geschnitten, wodurch das Fell hart und die Farbe klar bleibt. Bei Familienhunden wird meist mit der Schermaschine gearbeitet, was die Struktur mit der Zeit weicher und die Farbe blasser macht.
Der Mittelschnauzer ist anhänglich, temperamentvoll und klug, seiner Familie zugetan, Fremden gegenüber von Natur aus wachsam und im Umgang mit rücksichtsvollen Kindern meist verlässlich.
Der Mittelschnauzer ist lebhaft, selbstbewusst und eng mit seinem Haushalt verbunden. Er bindet sich in der Regel an die ganze Familie und nicht an eine einzelne Person und will am Tagesgeschehen teilhaben. Vertrauten Menschen gegenüber zeigt er sich verschmust und verspielt, seinen Sinn für Humor und kleine Frechheiten behält er oft bis ins hohe Alter.
Fremden begegnet er zurückhaltend und aufmerksam. Als Wachhund gezüchtet, beobachtet er neue Ankömmlinge genau und schlägt an, um sie zu melden. Frühe Sozialisierung hilft ihm zu unterscheiden, ob ein Besucher harmlos ist oder tatsächlich Grund zur Vorsicht besteht, und ein gut erzogener Mittelschnauzer akzeptiert willkommene Gäste, sobald sie vorgestellt wurden. Kindern gegenüber ist er meist geduldig und tolerant, am besten kommt er mit Kindern zurecht, die respektvoll mit ihm umgehen.
Mit Artgenossen kann er gesellig sein, zeigt aber ohne frühe Sozialisierung mitunter Rivalität gegenüber gleichgeschlechtlichen Hunden. Sein ausgeprägter Beutetrieb, ein Erbe seiner Zeit als Rattenfänger, macht kleine Heimtiere wie Nagetiere zu keiner sicheren Kombination, Katzen gewöhnt man ihm am besten schon früh an.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 4 |
| Erziehbarkeit | 5 |
| Bellfreude | 4 |
| Fellverlust | 1 |
Der Mittelschnauzer braucht regelmäßige Fellpflege, tägliche körperliche und geistige Auslastung sowie engen Familienanschluss, um ausgeglichen zu bleiben.
Das drahtige Doppelfell verliert kaum Haare, verlangt aber laufende Pflege, damit es sauber und frei von Verfilzungen bleibt. Bart und Behang an den Beinen sammeln außerdem gerne Essensreste und Schmutz.
Der Mittelschnauzer kommt sowohl im Haus als auch in der Wohnung zurecht, solange Bewegung und Gesellschaft passen. Er will drinnen bei der Familie leben und nicht allein im Garten untergebracht sein. Ein gelangweilter oder einsamer Mittelschnauzer neigt zu Bellen und anderen unerwünschten Verhaltensweisen, weshalb ihm ein Zuhause guttut, in dem tagsüber jemand da ist.
Der Mittelschnauzer kommt mit einer ausgewogenen Vollnahrung gut zurecht, portioniert nach Gewicht und Aktivität, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten, bei sorgfältiger Gewichtskontrolle.
Der Mittelschnauzer braucht eine vollwertige, ausgewogene Nahrung, abgestimmt auf Lebensphase und Aktivitätslevel. Als aktive, mittelgroße Rasse benötigt er ausreichend hochwertiges Eiweiß und Fett für Muskeln und Energie, setzt bei Überfütterung aber leicht an. Die Portionen gehören deshalb abgemessen statt frei zur Verfügung gestellt. Frisches Wasser sollte immer bereitstehen, und die Futtermenge wird so angepasst, dass die Taille sichtbar bleibt und die Rippen sich leicht ertasten lassen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Etikett, aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Laut Etikett, aufgeteilt | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Rund 150 bis 200 g Trockenfutter | 2 |
| Senior | Reduziert bei geringerer Aktivität | 2 |
Leckerlis sollten höchstens rund 10 Prozent der Tagesration ausmachen und werden auf die Gesamtmenge angerechnet, was bei einer Rasse, die leicht zunimmt, besonders zählt. Bei einer vollwertigen Fertignahrung sind zusätzliche Präparate meist nicht nötig. Nahrungsergänzung für Gelenke, Haut oder Fell vorher mit dem Tierarzt besprechen, und Leckerlis am besten gleich als Belohnung beim Training einsetzen, dann erfüllt die Jause gleich zwei Zwecke.
Der Mittelschnauzer gilt als robuste Rasse mit 13 bis 16 Jahren Lebenserwartung, wobei verantwortungsvolle Züchter auf einige erbliche Erkrankungen untersuchen.
Der Mittelschnauzer zählt zu den robusteren Rassehunden und erreicht häufig ein Alter von 13 bis 16 Jahren. Gute Gene gesundheitlich untersuchter Elterntiere, eine vernünftige Ernährung, regelmäßige Bewegung und laufende tierärztliche Betreuung tragen dazu bei, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen. Interessenten sollten sich vom Züchter Nachweise über die Untersuchung auf die in der Rasse bekannten Erkrankungen zeigen lassen.
| Erkrankung | Anzeichen | Anmerkung |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Steifheit, Hinken, Mühe beim Aufstehen | Bei Zuchttieren durch HD-Röntgen abgeklärt |
| Erbliche Augenerkrankungen | Trübungen, nachlassendes oder ausfallendes Sehvermögen | Dazu zählt der Graue Star, Augenuntersuchung empfohlen |
| Dilatative Kardiomyopathie | Rasche Ermüdung, Husten, Ohnmachtsanfälle | Herzuntersuchung erkennt sie frühzeitig |
| Bauchspeicheldrüsenentzündung | Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit | Fettarme Ernährung senkt das Risiko |
| Hautallergien | Juckreiz, wiederkehrende Ohren- oder Hautentzündungen | Behandlung in Absprache mit dem Tierarzt |
Der Mittelschnauzer ist hochintelligent und lernwillig, begreift mit konsequent positiver Methode rasch und braucht Kopfarbeit, um konzentriert und ausgeglichen zu bleiben.
Der Mittelschnauzer gehört zu den leichter erziehbaren Gebrauchshunden. Er begreift Kommandos schnell, löst gerne Denkaufgaben und macht sich gut in Gehorsam, Agility, Nasenarbeit und anderen Hundesportarten. Diese Intelligenz geht mit einem eigenen Kopf einher, weshalb er am besten auf ein konsequentes, faires und klares Handling anspricht. Harte Korrekturen bewirken häufig das Gegenteil und machen ihn stur, während Training über Belohnung ihn bei der Sache hält. Eine breite Sozialisierung von klein auf ist wichtig, um den Wachinstinkt zu zügeln und übermäßiges Bellen zu vermeiden.
Mittelschnauzer erreichen die Zuchtreife mit rund zwei Jahren, bringen im Schnitt vier bis sechs Welpen zur Welt und sollten nur aus gesundheitlich untersuchten Elterntieren stammen.
Verantwortungsvolle Zucht beim Mittelschnauzer beginnt mit gesundheitlich untersuchten Elterntieren, die ein stabiles Wesen zeigen und dem Rassestandard entsprechen. Körperlich sind die Hunde zwar früher ausgewachsen, Züchter warten aber meist bis etwa zum zweiten Lebensjahr, damit Hüfte, Augen und Herz vollständig untersucht werden können und sich der erwachsene Charakter zeigt. Die Hündin läufig etwa zweimal jährlich, die Verpaarung wird auf ihr fruchtbares Fenster abgestimmt.
Die Tragzeit dauert ab der Befruchtung rund 63 Tage. Ein Wurf umfasst im Schnitt vier bis sechs Welpen, wobei das von Hündin zu Hündin schwankt. Die Hündin wirft und versorgt den Wurf in der Regel ohne großes Zutun, der Züchter sollte die Geburt und die ersten Wochen trotzdem im Auge behalten, um bei Problemen rasch reagieren zu können. Die Welpen werden ab der dritten bis vierten Woche schrittweise abgesetzt und sind meist mit rund acht Wochen bereit für ihr neues Zuhause, nach früher Sozialisierung, den ersten Impfungen und einer tierärztlichen Kontrolle.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 2 Jahre |
| Läufigkeit | Etwa zweimal jährlich |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | 4 bis 6 Welpen |
| Absetzalter | 6 bis 8 Wochen |
| Bereit fürs neue Zuhause | Etwa 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Mittelschnauzer betreffen Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Familientauglichkeit und wie leicht man einen Welpen findet.
Er ist ein mittelgroßer Hund. Rüden erreichen etwa 48 bis 50 cm Widerristhöhe, Hündinnen etwa 45 bis 48 cm, das Gewicht liegt bei den meisten erwachsenen Tieren zwischen 14 und 20 kg.
Er ist anhänglich, temperamentvoll, klug und wachsam. Der Familie gegenüber ist er zugetan, Fremden gegenüber zurückhaltend und aufmerksam, mit rücksichtsvollen Kindern kommt er meist gut zurecht.
Der Pflegeaufwand ist mittel. Das Fell braucht zwei- bis dreimal wöchentlich Bürsten sowie regelmäßiges Trimmen oder Scheren, dazu kommt mindestens eine Stunde Bewegung am Tag samt Kopfarbeit. Ein Hund für nebenbei ist er also nicht, dafür verliert er kaum Haare.
In der Regel werden sie 13 bis 16 Jahre alt, für einen mittelgroßen Hund ein hohes Alter. Gesundheitlich untersuchte Elterntiere, ein schlankes Gewicht und laufende tierärztliche Betreuung unterstützen ein langes Leben.
Ja, für aktive Haushalte. Sie binden sich eng an die ganze Familie und kommen mit Kindern gut zurecht, die behutsam mit ihnen umgehen. Am besten passen sie zu Haltern, die ihnen täglich Bewegung und Gesellschaft bieten können, statt sie lange allein zu lassen.
Von Natur aus sind sie wachsam und schlagen an, wenn Besuch kommt oder etwas Ungewöhnliches passiert. Frühe Sozialisierung und gezieltes Training gegen übermäßiges Bellen halten diese Wachhundeigenschaft im Rahmen.
Sie sind seltener als der Zwergschnauzer, werden aber in vielen Ländern von engagierten Züchtern betreut. Meist führt der Weg über einen Rasseklub oder eine Wartezeit auf einen Wurf bei einem Züchter, der auf Gesundheit untersucht.