
Der Shetland Sheepdog ist ein hochintelligenter, anhänglicher Hütehund, berühmt für seine Lernfreudigkeit und seine sanfte Hingabe an die Familie.
Wie das Fell des Shetland Sheepdog aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Shetland Sheepdog sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Vorsicht: Das Fell eines Shetland Sheepdog verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
Hinweis: Ein Shetland Sheepdog stößt seine Unterwolle in starken Schüben ab.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
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Der Shetland Sheepdog ist ein kleiner, ĂĽberaus gelehriger HĂĽtehund aus Schottland, bekannt fĂĽr Lernfreude, FeinfĂĽhligkeit und enge Bindung an seine Familie.
Der Shetland Sheepdog, meist Sheltie genannt, ist eine kleine Hüterasse von den Shetlandinseln vor der schottischen Nordküste. Er wirkt wie eine verkleinerte Ausgabe des Collie (Langhaar), mit dichtem Doppelfell, keilförmigem Kopf und wachem Ausdruck. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Widerristhöhe von 13 bis 16 Zoll und wiegen etwa 15 bis 25 Pfund.
Shelties gelten als klug und außergewöhnlich kooperativ. Sie begreifen rasch, lassen sich gut führen und bleiben ihren Bezugspersonen eng verbunden. Die Rasse reagiert sehr sensibel auf Tonfall und Stimmung, grobes Vorgehen im Training bewirkt daher eher das Gegenteil. Die meisten Shelties sind Fremden gegenüber zurückhaltend und schlagen rasch an, sobald etwas Unbekanntes auftaucht.
Die überschaubare Größe, der lernwillige Kopf und das sanfte Wesen passen gut zu aktiven Familien, zum Hundesport und zu Haushalten, die dem Hund regelmäßig geistige Beschäftigung bieten können.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Herkunft | Schottland (Shetlandinseln) |
| Größe | Klein (13 bis 16 Zoll, 15 bis 25 Pfund) |
| Lebenserwartung | 12 bis 14 Jahre |
| Gruppe / Verwendung | HĂĽtehund |
| Verträglichkeit | Familien, Kinder, bei Sozialisierung auch andere Hunde |
Der Sheltie passt zu Halterinnen und Haltern, die einen gelehrigen Begleiter suchen und täglich Zeit für Bewegung und Kopfarbeit aufbringen können. Aufmerksame Familien und Menschen, die sich für Obedience oder Agility interessieren, kommen mit ihm gut zurecht. Wegen seiner Neigung zum Bellen und seiner Feinfühligkeit eignet sich die Rasse weniger für alle, die einen ruhigen, eigenständigen Hund wollen oder oft und lange außer Haus sind.
Der Shetland Sheepdog entstand auf den schottischen Shetlandinseln als kleiner Hofhund und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als eigene Rasse anerkannt.
Die Rasse stammt von den Shetlandinseln, einer abgelegenen Inselgruppe vor der Nordküste Schottlands. Das raue Klima und die knappen Weideflächen begünstigten kleinwüchsige Nutztiere, darunter die kleinen Shetland-Schafe und -Ponys, weshalb die Bauern einen kompakten Hund brauchten, der diese Tiere hüten und zugleich das Gehöft bewachen konnte.
Die frühen Inselhunde waren eine Mischung kleiner Arbeitshunde, spätere Einkreuzungen des Collie (Langhaar) und anderer Rassen prägten das heutige Erscheinungsbild. Mit der Zeit selektierten Züchter gezielt auf die Collie-ähnliche Optik und das gelehrige, aufmerksame Wesen, das die Rasse bis heute auszeichnet.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Rasse erstmals im Vereinigten Königreich anerkannt, der Name Shetland Sheepdog setzte sich durch, um sie vom größeren Collie abzugrenzen. Der American Kennel Club nahm die Rasse 1911 auf. In Österreich betreut der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) als nationaler Zuchtverband die Zucht des Shetland Sheepdogs und wacht über die Einhaltung des Rassestandards.
Aus dem bäuerlichen Ursprung heraus entwickelte sich der Sheltie zu einem gefragten Begleit- und Sporthund. Bei Obedience- und Agility-Bewerben tritt er bis heute häufig und erfolgreich an. Hüteinstinkt und wacher Verstand, die schon die Bauern der Inseln schätzten, kommen ihm dabei zugute.
Der Shetland Sheepdog ist ein kleiner, langhaariger Hund, der wie ein Miniatur-Collie wirkt, mit keilförmigem Kopf, dichtem Doppelfell und elegantem Umriss.
Der Sheltie hat einen harmonischen, leicht länglichen Körperbau und bewegt sich in einem leichtfüßigen, raumgreifenden Trab. Der Kopf ist ein langer, stumpfer Keil, der von den Ohren zur Nase hin schmäler wird, die kleinen Ohren stehen größtenteils aufrecht mit nach vorne kippenden Spitzen. Der Ausdruck wirkt wach und zugleich sanft, umrahmt von der üppigen Mähne und dem Kragen an Hals und Brust.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | 13 bis 16 Zoll |
| Gewicht | 15 bis 25 Pfund |
| Fell | Langes, glattes Deckhaar ĂĽber dichter, weicher Unterwolle |
| Farben | Sable, Schwarz (Tricolor) und Blue Merle, jeweils mit weiĂźen und lohfarbenen Abzeichen |
| Augen | Mittelgroß, mandelförmig, dunkel (bei Blue Merle auch blaue oder gesprenkelte Augen möglich) |
Das Doppelfell ist das prägendste Merkmal der Rasse. Das Deckhaar ist lang, glatt und von kerniger Struktur, die Unterwolle kurz und dicht und sorgt für Isolierung gegen Kälte und Nässe. Am dichtesten sind Mähne, Kragen und die Befederung an Beinen und Rute ausgeprägt, Rüden tragen in der Regel mehr Fell als Hündinnen. Anerkannte Farben sind Sable (von Golden bis Mahagoni), Tricolor (Schwarz mit Lohfarben und Weiß) sowie Blue Merle (ein marmoriertes Graublau mit Schwarz). Weiße Abzeichen zeigen sich häufig an Brust, Beinen, Hals und Rutenspitze. Das Fell haart ganzjährig, während des Fellwechsels deutlich stärker.
Der Shetland Sheepdog ist anhänglich und treu gegenüber der Familie, Fremden gegenüber zurückhaltend und sehr reaktionsfreudig, neigt aber zum Bellen und Hüten.
Shelties hängen sehr an ihren Menschen und wollen lieber in der Nähe der Familie sein, als allein gelassen zu werden. Kindern, die sie kennen, begegnen sie geduldig und sanft, mit anderen Hunden und Haustieren kommen sie in der Regel gut zurecht, wenn sie gemeinsam aufgewachsen sind. Die Rasse ist feinfühlig und nimmt die Stimmung im Haushalt genau wahr. Das äußert sich in großer Anhänglichkeit, in einem unruhigen oder angespannten Zuhause aber auch in erhöhter Stressanfälligkeit.
Fremden gegenüber verhält sich der Sheltie meist vorsichtig und hält zunächst Abstand, bis er sich sicher fühlt. Diese Wachsamkeit und ein ausgeprägter Alarminstinkt führen dazu, dass die Rasse bei Besuch, Geräuschen und Bewegungen bereitwillig anschlägt. Der Hütehintergrund zeigt sich zudem im Hinterherlaufen oder Umkreisen von schnell bewegten Personen, Kindern oder anderen Tieren.
Die Rasse braucht Zuwendung und eine Aufgabe. Ohne ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung kann ein Sheltie ängstlich werden und übermäßig bellen. Frühe Sozialisierung hilft, die natürliche Zurückhaltung zu mildern und störendes Bellen einzudämmen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 4 |
| Lernbereitschaft | 5 |
| Bellfreudigkeit | 5 |
| Haarwechsel | 4 |
Der Shetland Sheepdog braucht regelmäßiges Bürsten, tägliche Bewegung und geistige Beschäftigung und lebt am liebsten eng eingebunden in die Familie.
Der Sheltie kommt sowohl im Haus als auch in der Wohnung zurecht, solange er täglich Bewegung und Gesellschaft bekommt. Dank des Doppelfells verträgt er Kälte gut, das dichte Fell passt gut zum alpinen Klima Österreichs mit seinen kalten Wintern. Im Sommer braucht er dagegen Schatten und ausreichend Wasser. Das Bellen kann in engen Wohnverhältnissen zum Problem werden, frühes Training zur Kontrolle des Anschlagens hilft hier weiter. Shelties wollen bei ihren Menschen sein und tun sich schwer, wenn sie längere Zeit allein bleiben müssen.
Der Shetland Sheepdog kommt mit einer ausgewogenen, an seine kleine Statur angepassten Ernährung gut zurecht, portioniert gefüttert gegen Übergewicht.
Ein vollwertiges Futter, das auf Lebensphase und Aktivitätslevel des Hundes abgestimmt ist, bildet die Grundlage. Weil der Sheltie klein ist und leicht zunimmt, sollten Portionen abgemessen statt frei zur Verfügung gestellt werden, Leckerlis sollten nur einen kleinen Anteil der Tagesration ausmachen. Den Ernährungszustand unter dem dichten Fell im Auge behalten, denn eine Gewichtszunahme lässt sich darunter leicht übersehen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | 1 bis 1,5 Tassen | 3 bis 4 |
| Welpe (6 bis 12 Monate) | 1 bis 1,5 Tassen | 2 bis 3 |
| Erwachsen | 0,75 bis 1,5 Tassen | 2 |
| Senior | 0,75 bis 1,25 Tassen | 2 |
Für das Training kleine, kalorienarme Leckerlis verwenden und sie in die Tagesration miteinrechnen. Die meisten Shelties brauchen bei einem vollwertigen Fertigfutter keine Nahrungsergänzung. Manche Rassen, darunter auch der Sheltie, tragen häufiger die MDR1-Genvariante, die die Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten beeinflusst, deshalb Ergänzungsmittel und Medikamente immer mit der Tierärztin oder dem Tierarzt absprechen. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.
Der Shetland Sheepdog ist meist robust und wird 12 bis 14 Jahre alt, rassetypische Risiken sind Augenerkrankungen, HĂĽftdysplasie und die MDR1-Medikamentenempfindlichkeit.
Der Sheltie gilt als robuste Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren. Verantwortungsbewusste Züchterinnen und Züchter lassen ihre Zuchttiere auf die häufigsten erblichen Erkrankungen der Rasse untersuchen, regelmäßige tierärztliche Kontrollen tragen zusätzlich zu einem langen, aktiven Leben bei. Die MDR1-Genvariante, die beeinflusst, wie manche Hunde bestimmte Medikamente verstoffwechseln, kommt in der Rasse häufig vor und sollte getestet werden.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Collie Eye Anomaly | Oft keine, wird bei der Augenuntersuchung festgestellt | Erblich, Zuchttiere untersuchen lassen |
| Progressive Retinaatrophie | Nachtblindheit, allmählicher Sehverlust | Gentest verfügbar |
| HĂĽftdysplasie | Steifheit, Lahmheit, Sprungunlust | Zuchttiere untersuchen lassen |
| MDR1-Medikamentenempfindlichkeit | Reaktionen auf bestimmte Medikamente | DNA-Test als Grundlage fĂĽr sichere Dosierung |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, Mattigkeit, Fellveränderungen | Mit täglicher Medikamentengabe behandelbar |
Der Shetland Sheepdog zählt zu den lerneifrigsten Rassen und lernt mit konsequenter, belohnungsbasierter Erziehung und früher Sozialisierung rasch.
Shelties lernen schnell und wollen gefallen. Dadurch sind sie unkompliziert im Training und treten häufig erfolgreich bei Obedience- und Agility-Bewerben an. Wegen ihrer Feinfühligkeit reagieren sie gut auf Lob und Belohnung, harte Korrekturen lassen sie dagegen verunsichert zurückweichen. Zwei häufige Trainingsschwerpunkte sind das Bellen in den Griff zu bekommen und den Instinkt zu zügeln, sich bewegenden Menschen oder Tieren nachzulaufen und sie zu hüten. Frühe, breit angelegte Sozialisierung hilft, die natürliche Fremdenscheu der Rasse abzubauen.
Shetland Sheepdogs werden mit ein bis zwei Jahren geschlechtsreif, ein Wurf umfasst meist vier bis sechs Welpen, Gesundheitschecks beider Elterntiere sind ratsam.
Shelties erreichen körperliche und soziale Reife zwischen ein und zwei Jahren. Eine verantwortungsvolle Verpaarung erfolgt nur mit Hunden, die auf erbliche Augenerkrankungen, die Hüften und die in der Rasse verbreitete MDR1-Genvariante untersucht wurden. Die Tragzeit beträgt rund 63 Tage, ein Wurf umfasst im Schnitt vier bis sechs Welpen, wobei die Wurfgröße von Hündin zu Hündin schwankt.
Die ersten Wochen prägen das Wesen dieser feinfühligen Rasse maßgeblich. Welpen sollten im Haus aufwachsen, behutsam gehandhabt werden und vor dem Umzug in ein neues Zuhause, meist mit rund acht Wochen, an alltägliche Eindrücke und Geräusche gewöhnt werden. Angesichts der rassetypischen Zurückhaltung gegenüber Fremden ist frühe Sozialisierung im Wurf eine wichtige Grundlage für einen selbstsicheren erwachsenen Hund.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate |
| Empfohlenes Zuchtalter | Nach 1 bis 2 Jahren, nach Gesundheitschecks |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | 4 bis 6 Welpen |
| Absetzalter | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Abgabealter | Rund 8 Wochen |
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Antworten auf häufige Fragen zu Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung und Eignung des Shetland Sheepdogs als Familienhund.
Der Sheltie ist eine kleine Rasse mit einer Widerristhöhe von 13 bis 16 Zoll und einem Gewicht von etwa 15 bis 25 Pfund. Er wirkt wie eine verkleinerte Ausgabe des Collie (Langhaar).
Ja. Shelties sind anhänglich und treu und gehen mit Kindern, die sie kennen, sanft um. Sie binden sich eng an die Familie und wollen lieber am Alltag teilhaben, als allein gelassen zu werden.
Ja, durchaus. Die Rasse ist wachsam und schlägt rasch bei Besuch, Geräuschen und Bewegungen an. Ein früh trainiertes Ruhig-Signal und ausreichend Bewegung helfen, das Bellen in Grenzen zu halten.
Der Pflegeaufwand ist mittel. Das Doppelfell muss zwei- bis dreimal wöchentlich gebürstet werden, dazu kommen tägliche Bewegung und geistige Beschäftigung. Die hohe Gelehrigkeit erleichtert den Umgang im Alltag.
Die typische Lebenserwartung liegt bei 12 bis 14 Jahren. Regelmäßige tierärztliche Betreuung, ein gesundes Gewicht und Untersuchungen auf erbliche Erkrankungen unterstützen ein langes Leben.
Sehr gut sogar. Die Rasse zählt zu den gelehrigsten überhaupt und ist bei Obedience und Agility stark vertreten. Am besten spricht sie auf belohnungsbasiertes, ruhiges und konsequentes Training an.
Ja, das Doppelfell haart ganzjährig und während des Fellwechsels deutlich stärker. Regelmäßiges Bürsten hält loses Haar in Schach und beugt Verfilzungen vor.