United Pet Club
Rottweiler — a Groß, Selbstsicher Hund breed originating in Deutschland

Rottweiler

Der Rottweiler ist ein selbstbewusster, treuer Wächter, bekannt für seine Intelligenz, seine schützende Hingabe und seine ruhige Selbstsicherheit.

Size
Groß
Lifespan
9–10 years
Origin
Deutschland
Temperament
Selbstsicher
Standard colors
Schwarz und Lohfarben
Key Traits
SelbstsicherLoyalBeschützendIntelligentTreu ergeben

Characteristics

Energy Level4
Trainability4
Good With Kids3
Good With Pets4
Grooming Needs5

Coat and grooming

How the Rottweiler coat is built, and what that means when you groom it.

Fellschichten
Doppeltes Fell
Fellstruktur
Glatt
Fellänge
Kurz
Haarwechsel
Saisonaler Fellwechsel

Grooming guidance

  • Kritisch: A Rottweiler should not be shaved.

    Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.

  • Hinweis: A Rottweiler drops its undercoat in heavy bursts.

    Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.

Rottweiler colors and patterns

What each club's breed standard says about every Rottweiler color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Rottweiler in Schwarz und Lohfarben. Standard patterns: Lohzeichnung.

Fell: rulings by club
Color or patternFCIAKCUKCKCKUSA
SchwarzStandardgemäß (“Black”)Standardgemäß (“Black & Tan”)Standardgemäß (“black”)Standardgemäß (“Black”)Standardgemäß (“Black”)
LohfarbenStandardgemäß (“markings of a rich tan”)Standardgemäß (“Black & Tan”)Standardgemäß (“rich tan markings”)Standardgemäß (“Colour of markings from rich tan to mahogany”)Standardgemäß (“markings of a rich tan”)
WeißDisqualifizierend (“White markings”)Fehler (“white marking any place on dog”)Disqualifizierend (“White markings anywhere on the dog”)Fehler (“White marking is highly undesirable”)Disqualifizierend (“White markings”)
AlbinoDisqualifizierendDisqualifizierendDisqualifizierend (“Albinism”)Nicht anerkanntDisqualifizierend
BlauDisqualifizierendDisqualifizierendNo rulingNicht anerkanntDisqualifizierend
RotDisqualifizierendDisqualifizierendNo rulingNicht anerkanntDisqualifizierend
Patterns
LohzeichnungStandardgemäß (“Black with clearly defined markings of a rich tan”)Standardgemäß (“Black & Tan”)Standardgemäß (“black with clearly-defined rich tan markings”)Standardgemäß (“Black & Tan”)Standardgemäß (“Black with clearly defined markings of a rich tan”)
ZobelDisqualifizierendFehler (“sooty markings”)DisqualifizierendNicht anerkanntDisqualifizierend
EinfarbigDisqualifizierendDisqualifizierend (“absence of all markings”)DisqualifizierendNicht anerkanntDisqualifizierend
Augen: rulings by club
Color or patternFCIAKCUKCKCKUSA
DunkelbraunStandardgemäß (“dark brown in colour”)Standardgemäß (“The desired color is a uniform dark brown”)Standardgemäß (“dark brown in color”)Standardgemäß (“dark brown in colour”)Standardgemäß (“dark brown in colour”)
HellbraunNo rulingNo rulingNo rulingFehler (“light eye undesirable”)No ruling
GelbDisqualifizierend (“yellow eyes”)Fehler (“Yellow (bird of prey) eyes”)Fehler (“Yellow eyes”)No rulingDisqualifizierend (“yellow eyes”)
Patterns
Verschiedenfarbige AugenDisqualifizierend (“different coloured eyes”)Fehler (“eyes of different color or size”)Fehler (“Eyes of different color or size”)No rulingDisqualifizierend (“different-coloured eyes”)
Nase: rulings by club
Color or patternFCIAKCUKCKCKUSA
SchwarzStandardgemäß (“always black”)Standardgemäß (“always black”)Standardgemäß (“The nose is broad and black in color”)Standardgemäß (“always black”)Standardgemäß (“always black”)
RosaFehler (“pale or spotted nose”)No rulingNo rulingNo rulingFehler (“pale or spotted nose”)
Patterns
SchmetterlingsnaseFehler (“spotted nose (butterfly nose)”)No rulingNo rulingNo rulingFehler (“spotted nose (butterfly nose)”)

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.
Fehler
Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.
Disqualifizierend
The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Nicht anerkannt
The club does not accept this color or pattern for the breed.

Color changes

How a Rottweiler's colors can change over its life.

  • Schwarzchanges toRostrot

    Fell · Mit dem Körperzustand · can change back

  • Schwarzchanges toGrau

    Fell · Fortschreitend

  • Schwarzchanges toBraun

    Fell · In der Sonne · can change back

  • Weißchanges toStichelschimmel

    Fell · Mit dem Alter · from 2 weeks

  • Lohzeichnungchanges toSattelzeichnung

    Fell · Mit dem Alter · from 6 to 156 weeks

  • Schwarzchanges toSchneenase

    Nase · Mit der Jahreszeit · can change back

  • Schwarzchanges toRosa

    Nase · Mit der Jahreszeit · can change back

Health

Conditions recorded as more common in the Rottweiler than in its species as a whole. A higher risk is not a diagnosis: many never develop any of them, and your vet can say which screening tests are worth doing.

Hohes Risiko

This content is for educational purposes and is not a substitute for professional veterinary advice. If you are worried about your pet, contact your veterinarian.

All health conditions

Über den Rottweiler

Der Rottweiler ist ein großer deutscher Arbeitshund, bekannt für ruhige Selbstsicherheit, Loyalität und enge Bindung an die eigene Familie.

Was einen Rottweiler prägt, ist nicht allein seine Größe, sondern sein Wesen. Ruhig, selbstsicher, ohne die Hektik nervöser Rassen. Er ist ein Arbeitshund aus Deutschland, der Viehhüten, Ziehen und später Polizei- und Rettungsarbeit übernommen hat, und genau dieser Hintergrund ist bis heute spürbar.

Äußerlich ist er massiv: breite Brust, kräftiger Knochenbau, schwarzes Fell mit scharf abgegrenzten Abzeichen von Rostrot bis tief Mahagoni. Rüden kommen auf eine Schulterhöhe von 61 bis 69 cm und ein Gewicht von 43 bis 61 kg, Hündinnen auf 56 bis 63 cm und 36 bis 45 kg. Trotz dieser Masse bewegt er sich ausgeglichen und mit überraschend viel Wendigkeit.

In der Wohnung ist er oft ein stiller Begleiter, der nah bei seinen Bezugspersonen ruht, ohne sich aufzudrängen. Die Bindung an die eigene Familie kann sehr eng sein. Fremden gegenüber bleibt er zunächst abwartend und reserviert, was Teil seines Wesens ist, nicht ein Mangel in der Sozialisation.

Rottweiler auf einen Blick
MerkmalAngabe
HerkunftDeutschland
GrößeGroß (36 bis 61 kg)
Lebenserwartung9 bis 10 Jahre
Gruppe / VerwendungArbeitshund, Schutz- und Treiberhund
Verträglich mitFamilie und Kindern bei Sozialisation und Aufsicht

Für wen passt der Rottweiler?

Der Rottweiler passt zu aktiven, engagierten Personen, die täglich Zeit für Bewegung, Sozialtraining und konsequente Erziehung mitbringen und in der Lage sind, einen großen, starken Hund ruhig und klar zu führen. Ein Haushalt, in dem häufig jemand anwesend ist und in dem klare Regeln gelten, kommt dem Hund entgegen. Für Erstbesitzerinnen und Erstbesitzer ohne Erfahrung mit großen Rassen oder für alle, die wenig Zeit für Ausbildung haben, ist der Rottweiler keine geeignete Wahl.

In Österreich unterliegt der Rottweiler in Wien und einigen anderen Bundesländern dem Landeshundegesetz mit eigenen Anforderungen, etwa einem Hundeführschein oder Sachkundenachweis. Wer sich für diese Rasse entscheidet, sollte die Regelungen im eigenen Bundesland vorab prüfen.

Geschichte und Herkunft

Der Rottweiler stammt von den Treiberhunden der römischen Legionen ab und hat seinen Namen von der süddeutschen Stadt Rottweil, wo er als Viehtreiber und Zugarbeitshund eingesetzt worden ist.

Die Geschichte des Rottweilers beginnt nicht mit einem Zuchtbuch, sondern mit römischen Legionen. Als die Römer nach Norden gezogen sind, haben sie Molosser-ähnliche Hunde mitgebracht, die das Versorgungsvieh der Truppen getrieben und bewacht haben. In den Gebieten, die das Imperium besiedelt hat, darunter der Raum des späteren Rottweil im heutigen Baden-Württemberg, haben diese Hunde Nachkommen hinterlassen und sich mit einheimischem Hütehundblut gemischt.

Rottweil ist im Mittelalter zu einem bedeutenden Viehhandelszentrum geworden. Die dortigen Hunde haben Rinder auf Märkte getrieben, die Herden auf dem Weg gesichert und die Wagen der Metzger gezogen. Aus dieser Funktion stammt der frühere Name der Rasse: Rottweiler Metzgerhund.

Das 19. Jahrhundert hat dem Viehtreiben ein Ende gesetzt. Mit der Eisenbahn ist der Bedarf an Treiberhunden eingebrochen, und der Rottweiler ist fast aus dem Erscheinungsbild verschwunden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat das Interesse an der Rasse wieder eingesetzt, weil sie sich als besonders geeignet für Polizei- und Militärdienst erwiesen hat. Damals haben sich die ersten Rottweiler-Zuchtvereine gegründet und ein einheitlicher Rassestandard ist festgelegt worden.

Seither hat sich der Rottweiler in ganz Europa verbreitet. In Österreich wird er vom Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) anerkannt und registriert. Neben dem Einsatz im Schutz- und Rettungsdienst ist er heute vor allem als Familien- und Begleithund bekannt.

Exterieur und Rassestandard

Der Rottweiler ist ein großer, kompakter Hund mit kurzem schwarzem Fell, rost- bis mahagonifarbenen Abzeichen, breitem Kopf und kurzer, dichter Decke.

Der Rottweiler ist kompakt und körperbetont, dabei minimal länger als hoch. Der Rumpf ist muskulös und tief in der Brust, der Rücken gerade und tragfähig, das Gesamtbild vermittelt Kraft und Ausdauer. Der Kopf ist breit mit leicht gewölbtem Schädel, gut entwickelter Schnauze und einem ruhigen, aufmerksamen Ausdruck aus dunkelbraunen, mandelförmigen Augen. Die Ohren sind mittelgroß, dreieckig und werden nach vorne an den Kopf angelegt.

Rassestandard im Überblick
MerkmalStandard
SchulterhöheRüden 61 bis 69 cm, Hündinnen 56 bis 63 cm
GewichtRüden 43 bis 61 kg, Hündinnen 36 bis 45 kg
FellKurzes, dichtes Stockhaar mit flachliegendem Deckhaar
FarbeSchwarz mit rost- bis mahagonifarbenen Abzeichen
AugenDunkelbraun, mandelförmig

Fell und Farbe

Das Fell ist kurz, gerade und dicht; darunter liegt ein weicheres Unterhaar, das im Bereich von Hals und Oberschenkeln am stärksten entwickelt ist. In Österreich mit seinen teils strengen Wintern zeigt das Unterhaar eine deutlich saisonale Dichte. Das Fell liegt flach an und ist pflegeleicht.

Farblich ist ausschließlich Schwarz mit klar abgegrenzten Abzeichen zugelassen. Diese reichen von Rostrot bis tief Mahagoni und folgen einem festen Muster: je ein Fleck über den Augen, auf den Wangen, an der Schnauze, auf der Brust und an den Beinen sowie unter der Rute. Deutlich ausgeprägte Abzeichen gelten im Standard als vorzüglich. Das Kupieren der Rute ist in Österreich seit dem Jahr 2000 verboten, sodass die Rute heute in natürlicher Form getragen wird.

Wesen und Charakter

Der Rottweiler ist selbstsicher, loyal und schutzbetont, im Haushalt ruhig und Fremden gegenüber abwartend reserviert, wobei frühe und konsequente Sozialisation für ein ausgeglichenes Wesen entscheidend ist.

Hektik ist dem Rottweiler wesensfremd. Wer täglich mit ihm zusammenlebt, erlebt einen Hund, der aufmerksam beobachtet und lieber in der Nähe seiner Bezugspersonen ruht, als unruhig durch den Raum zu streifen. Die Bindung an die eigene Familie kann sehr eng sein: Viele Rottweiler suchen körperliche Nähe, lehnen sich an eine Lieblingsperson an oder folgen ihr durch die Wohnung.

Fremden Menschen gegenüber ist die Rasse von Natur aus reserviert und abwartend. Diese Zurückhaltung ist keine Unsicherheit, sondern genetisch angelegte Vorsicht. Sie macht frühe und konsequente Sozialisation besonders wichtig. Ein Welpe, der von Anfang an viele verschiedene Menschen, Umgebungen und Geräusche kennenlernt, wächst zu einem ausgeglichenen Hund heran. Wenig sozialer Kontakt in der Aufzucht kann dazu führen, dass der Hund überreagiert oder misstrauisch wird.

Mit Kindern im eigenen Haushalt ist ein gut aufgezogener Rottweiler in aller Regel geduldig und verträglich. Trotzdem macht die Körpergröße eine Beaufsichtigung bei kleinen Kindern notwendig. Im Umgang mit anderen Hunden variiert das Bild: Gleichgeschlechtliche Rivalität unter unkastrierten Rüden ist möglich; wer von Welpenalter an mit anderen Tieren aufgewachsen ist, kommt meist gut mit ihnen aus.

Wesensmerkmale (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Zuneigung4
Energie3
Lernbereitschaft5
Lautstärke2
Haarausfall3

Haltung und Pflege

Der Rottweiler ist im Fell pflegeleicht, verlangt aber täglich viel Bewegung, geistige Auslastung und klare Struktur, mit besonderer Rücksicht auf Hitze im Sommer.

An die Fellpflege stellt der Rottweiler keine hohen Anforderungen, dafür umso höhere an Bewegung, Beschäftigung und klare Regeln im Alltag. Das kurze Fell verliert das ganze Jahr über mäßig Haare, zweimal jährlich beim Fellwechsel deutlich mehr.

Fellpflege

  • Ein- bis zweimal pro Woche mit einer Borstenbürste oder einem Gummistriegel durchbürsten, um loses Haar zu entfernen; häufiger während des Fellwechsels.
  • Baden bei Bedarf, ungefähr alle zwei bis drei Monate oder wenn der Hund schmutzig ist.
  • Krallen alle drei bis vier Wochen kürzen, wenn sie sich nicht von selbst abnutzen.
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und reinigen; Zähne mehrmals pro Woche putzen.

Bewegung

  • Täglich mindestens eine bis zwei Stunden Aktivität: Spaziergänge, Spieleinheiten, Trainingseinheiten.
  • Geistige Auslastung durch Gehorsamkeitsübungen, Nasenarbeit oder Futtersuchspiele einbauen, da die Rasse bei Unterforderung unruhig werden kann.
  • Den Arbeitstrieb in geeignete Aktivitäten lenken, etwa Fährtensport, Fahrtendienst oder Schutzhundesport.
  • Junge Hunde vor dem Abschluss des Knochenwachstums nicht mit einseitiger Belastung auf hartem Untergrund überfordern.

Umgebung

Ein gesicherter Garten ist von Vorteil, ersetzt aber keine tägliche Aktivität mit der Bezugsperson. Der Rottweiler soll im Haus und als Teil des Familienalltags gehalten werden, nicht allein draußen. Kühle Temperaturen verträgt er deutlich besser als Hitze. Im österreichischen Sommer, besonders in tiefer gelegenen Regionen wie Wien, sollte intensive Bewegung in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. In alpinen Lagen kommen die meisten Rottweiler mit Kälte und Schnee gut zurecht, sofern sie täglich ausreichend bewegt werden.

Ernährung

Rottweiler brauchen eine ausgewogene Großrassenernährung mit konsequenter Portionskontrolle, um Gelenkbelastung zu reduzieren und das für die Rasse typische Übergewicht zu vermeiden.

Der Rottweiler kommt mit einem vollwertigen, ausgeglichenen Fertigfutter gut zurecht, das auf Großrassen abgestimmt ist. Da die Rasse zur Gewichtszunahme neigt und ein schweres Skelett trägt, ist die tägliche Portionierung wichtig. Freiheitsfütterung ohne Mengenkontrolle ist für diese Rasse keine geeignete Wahl. Die Ration richtet sich nach Alter, tatsächlichem Körpergewicht und Aktivitätsniveau. Welpen bekommen ein Großrassen-Welpenfutter, das Calcium- und Energiegehalt kontrolliert, damit das Wachstum gleichmäßig verläuft und Gelenkproblemen vorgebeugt wird.

Orientierungswerte für die Fütterung
LebensphaseMenge pro Tag (ca.)Mahlzeiten
Welpe 2 bis 6 Monate300 bis 500 g, aufgeteilt3 bis 4
Welpe 6 bis 12 Monate400 bis 600 g, aufgeteilt2 bis 3
Erwachsen400 bis 700 g2
Senior300 bis 550 g, angepasst an Aktivität2

Leckerlis und Ergänzungsmittel

Leckerlis sollten nicht mehr als etwa zehn Prozent der täglichen Kalorienmenge ausmachen, um Übergewicht zu verhindern. Viele Halterinnen und Halter geben Gelenksupplemente mit Glucosamin und Chondroitin sowie Omega-3-Fettsäuren für Fell und Gelenke. Der Einsatz von Ergänzungsmitteln sollte aber vorab mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprochen werden. Frisches Wasser muss jederzeit verfügbar sein. Da der Rottweiler eine tiefe Brust hat, ist es sinnvoll, die Tagesration auf zwei Mahlzeiten aufzuteilen und nach dem Fressen auf intensive Bewegung zu verzichten.

Gesundheit und häufige Erkrankungen

Rottweiler erreichen im Durchschnitt ein Alter von 9 bis 10 Jahren und sind anfällig für Gelenkdysplasien, bestimmte Krebserkrankungen, Herzprobleme und Magendilatation.

Als Großrasse bringt der Rottweiler eine kürzere Lebenserwartung mit: im Durchschnitt 9 bis 10 Jahre. Seriöse Züchterinnen und Züchter, die nach den Richtlinien des Österreichischen Kynologenverbands (ÖKV) arbeiten, lassen Zuchttiere auf Hüft- und Ellbogendysplasie sowie auf Herzerkrankungen untersuchen. Ein gesundes Körpergewicht ist neben der Herkunft aus geprüften Zuchtlinien die wirksamste Maßnahme zum Schutz der Gelenke.

Häufige Gesundheitsprobleme
ErkrankungAnzeichenHinweis
Hüft- und EllbogendysplasieLahmen, Steifheit, Schwierigkeiten beim AufstehenZuchttiere auf HD/ED prüfen lassen, Gewicht kontrollieren
Osteosarkom (Knochenkrebs)Lahmheit, Schwellung an einem GliedmaßRasse hat erhöhtes Risiko
AortenstenoseErschöpfung, Ohnmacht, HerzgeräuschÜber Herzuntersuchung feststellbar
Magendilatation-VolvulusAufgeblähter Bauch, erfolgloses Würgen, UnruheLebensbedrohlicher Notfall
HypothyreoseGewichtszunahme, Antriebslosigkeit, FellveränderungenTägliche Medikamentengabe nötig

Vorsorge

  • Jährliche Tierarztuntersuchungen einplanen, bei älteren Hunden öfter.
  • Impfungen und Parasitenvorbeugung aktuell halten.
  • Körpergewicht im gesunden Bereich halten, um Gelenke und Herz zu entlasten.
  • Im Alter des Hundes regelmäßige Zahnpflege und Gelenkkontrollen nicht vernachlässigen.
  • Nur von Züchterinnen und Züchtern kaufen, die HD-, ED- und Herzbefunde vorlegen können.

Ausbildung und Training

Rottweiler gehören zu den lernfreudigsten Arbeitshunderassen, haben aber einen ausgeprägten Eigenwillen: Sie brauchen frühe, konsequente, belohnungsbasierte Ausbildung durch eine ruhige, bestimmte Bezugsperson.

Unter den Arbeitshunderassen gehört der Rottweiler zu den lernfreudigsten. Er denkt mit, beobachtet seine Bezugspersonen genau und ist bereit zu arbeiten, wenn er Vertrauen in die führende Person aufgebaut hat. Derselbe Eigenwille macht ihn anspruchsvoll: Ohne klare Orientierung testet er Grenzen. Harte Strafe oder Widersprüche in der Erziehung erzeugen einen störrischen oder reaktiven Hund. Frühes Sozialtraining und Grundgehorsam sind deshalb nicht optional, sondern die Grundlage für ein funktionierendes Zusammenleben.

In Österreich bieten viele ÖKV-Mitgliedsvereine Welpenkurse und Grundgehorsamkeitskurse an, die auf die Anforderungen großer Schutzrassen abgestimmt sind. In Wien und anderen Bundesländern mit Hundeführschein-Pflicht für bestimmte Rassen kann eine strukturierte Ausbildung auch gesetzlich vorgeschrieben sein.

Grundlagen

  1. Sozialisation im Welpenalter beginnen: viele Menschen, Orte, Geräusche und andere Tiere kennenlernen lassen.
  2. Grundkommandos früh einführen: Sitz, Platz, Bleib, Hier und lose Leine.
  3. Übungseinheiten kurz, häufig und positiv gestalten, um die Aufmerksamkeit des Hundes zu halten.
  4. Klare Regeln im Haushalt festlegen, die alle konsequent einhalten.
  5. Aufbauend auf den Grundlagen weiterarbeiten: Fährtensport, Fahrtendienst oder Schutzhundesport bieten sich für diese Rasse an.
  6. Ausbildung nicht nach der Welpenstufe abschließen, sondern das ganze Hundeleben hindurch fortführen.

Zucht

Rottweiler werden üblicherweise erst ab dem zweiten Lebensjahr zur Zucht eingesetzt, wenn die Gesundheitsuntersuchungen abgeschlossen sind. Würfe umfassen typischerweise 6 bis 12 Welpen.

Verantwortungsvolle Rottweiler-Zucht stellt Gesundheit und Wesen vor äußerliche Merkmale. Obwohl Hunde schon früher körperlich heranreifen, setzen seriöse Züchterinnen und Züchter das erste Decken meist auf das zweite Lebensjahr an. Bis dahin lassen sich Untersuchungen auf Hüft- und Ellbogendysplasie sowie auf Herzerkrankungen abschließen, und der Charakter des Tieres ist stabil genug, um verlässlich beurteilt werden zu können. Hündinnen kommen etwa zweimal jährlich in Läufigkeit. Nach einer erfolgreichen Paarung beträgt die Tragezeit ungefähr 63 Tage.

Würfe sind beim Rottweiler üblicherweise groß, oft 6 bis 12 Welpen. Die Geburt einer Großrasse kann Komplikationen mit sich bringen; viele Züchterinnen und Züchter planen tierärztliche Unterstützung beim Welpenwurf ein. In den ersten Wochen sind die Welpen vollständig auf die Mutter angewiesen. Der Wurfplatz muss warm, sauber und ruhig gehalten werden, während die Gewichtsentwicklung der Welpen beobachtet wird.

Das Sozialisieren beginnt schon im Wurf. Mit etwa sieben bis acht Wochen sind die Welpen abgesetzt und profitieren von ersten gezielten Übungen mit Handling, Geräuschen und neuen Eindrücken. Angesichts der Kraft und des Schutztriebs der Rasse gehört die sorgfältige Weitervermittlung an geeignete Halterinnen und Halter zu den zentralen Aufgaben einer verantwortungsvollen Zucht.

Zuchtkennzahlen
MerkmalWert
ZuchtreifeAb etwa 2 Jahren
LäufigkeitEtwa zweimal jährlich
TragezeitEtwa 63 Tage
Durchschnittliche Wurfgröße6 bis 12 Welpen
AbsetzalterEtwa 7 bis 8 Wochen

Rottweiler registrieren: Hund und Chip in Österreich

Die Heimtierdatenbank erledigt die Pflicht; das gratis Profil von United Pet Club hält Ihren Hund der Rasse Rottweiler überall auffindbar.

Einen Hund der Rasse Rottweiler in Österreich registrieren

Die Heimtierdatenbank weiß, dass es Ihren Hund gibt; ein Lesegerät im Ausland fragt dort aber nicht nach. Für einen Rottweiler schließt das gratis Profil von United Pet Club diese Lücke: Foto, Daten und Ihre Kontakte, abrufbar aus jeder Ordination und jedem Tierheim, ein Hundeleben lang. Die Registrierung kostet nichts.

Die 15 Ziffern im Chip Ihres Hundes der Rasse Rottweiler sind erst dann eine Rückfahrkarte, wenn ein Register sie mit Ihrer Nummer verknüpft. United Pet Club macht das gratis und auf Lebenszeit: alle Chipmarken, gebührenfreie Aktualisierungen, weltweit abfragbar. Zuerst der Chip, dann das Konto, und die Sache ist erledigt.

Wie registriere ich einen Hund der Rasse Rottweiler in Österreich?

Eröffnen Sie ein gratis Konto bei United Pet Club, geben Sie die Daten Ihres Hundes samt Foto ein und speichern Sie. Das Profil bleibt lebenslang gratis und ergänzt den Pflichteintrag in der Heimtierdatenbank.

Wie melde ich den Chip meines Hundes der Rasse Rottweiler an?

Tragen Sie die 15-stellige Chipnummer mit Adresse und Handynummer in Ihr gratis Konto ein. Der Lebenszeitplan nimmt jede Chipmarke und verrechnet für Aktualisierungen nie etwas.

Ist der Chip für einen Rottweiler in Österreich Pflicht?

Ja. Das Tierschutzgesetz schreibt Chip und Eintragung in die Heimtierdatenbank vor. Der United-Pet-Club-Eintrag kommt dazu, damit die Nummer auch außerhalb Österreichs zu Ihnen führt, gratis.

Was kostet die Registrierung eines Rottweiler?

Nichts. Profil, Chip-Anmeldung und alle späteren Änderungen sind im gratis Lebenszeitplan enthalten, ohne jährliche Gebühren.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zu Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung und Eignung des Rottweilers als Familienhund.

Wie groß wird ein Rottweiler?

Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 61 bis 69 cm und ein Gewicht von 43 bis 61 kg. Hündinnen sind mit 56 bis 63 cm und 36 bis 45 kg deutlich leichter.

Ist der Rottweiler ein guter Familienhund?

Ja, wenn er gut aufgezogen worden ist. Ein sozialisierter und ausgebildeter Rottweiler ist der eigenen Familie gegenüber loyal, ruhig und schutzbetont und mit Kindern im Haushalt in der Regel geduldig. Wegen seiner Körpergröße und Kraft ist Beaufsichtigung bei kleinen Kindern trotzdem wichtig.

Ist der Rottweiler aufwendig in der Haltung?

Die Fellpflege ist unkompliziert, aber die Rasse stellt in anderer Hinsicht hohe Anforderungen. Täglich Bewegung, geistige Auslastung, Sozialtraining und konsequente Erziehung sind notwendig. Wer diese Zeit nicht mitbringt, ist mit einer anderen Rasse besser beraten.

Wie alt wird ein Rottweiler?

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 9 bis 10 Jahren, was für einen Hund dieser Größe typisch ist. Gesundes Körpergewicht, regelmäßige Tierarztuntersuchungen und der Kauf aus gesundheitsgeprüften Zuchtlinien tragen zu einem längeren Leben bei.

Ist der Rottweiler für Ersthundehalterinnen und -halter geeignet?

Die Rasse eignet sich am besten für erfahrene oder sehr engagierte Personen. Stärke, Schutztrieb und Eigenwille verlangen eine ruhige, bestimmte Führung. Mit professioneller Ausbildungsunterstützung kann der Einstieg gelingen, aber eine unkomplizierte Anfängerrasse ist der Rottweiler nicht.

Verliert der Rottweiler viel Haare?

Der Haarausfall ist ganzjährig moderat und verstärkt sich zweimal im Jahr beim Fellwechsel. Wöchentliches Bürsten hält das lose Haar unter Kontrolle; während des Fellwechsels häufiger bürsten.

Ist der Rottweiler aggressiv?

Der Rottweiler ist von Natur aus schutzbetont und Fremden gegenüber reserviert, aber nicht von Natur aus aggressiv. Mit frühem Sozialtraining, gezielter Ausbildung und verantwortungsvoller Haltung ist er in der Regel ein ausgeglichener, verlässlicher Hund. Verhaltensauffälligkeiten lassen sich meist auf schlechte Zucht, mangelnde Sozialisation oder inkonsequente Haltung zurückführen.

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