
Der Puli ist ein markanter, beschnĂĽrter ungarischer HĂĽtehund, bekannt fĂĽr seine Treue, Wendigkeit und sein stets wachsames Wesen.
Wie das Fell des Puli aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Puli verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
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Der Puli ist ein mittelgroßer ungarischer Hütehund mit charakteristischem Schnürenfell, wendig, eigenständig und eng an seine Familie gebunden.
Der Puli ist ein mittelgroßer ungarischer Hütehund, den man auf den ersten Blick an seinem langen, verfilzten Zottelfell erkennt, das an Dreadlocks erinnert. Unter den Schnüren steckt ein kompakter, fast quadratisch gebauter Körper, der sich rasch und federnd bewegt. Über Jahrhunderte half die Rasse ungarischen Schäfern beim Zusammentreiben und Hüten großer Schafherden in der Puszta.
Gezüchtet wurde der Puli dafür, selbständig zu denken und zu handeln. Er erfasst Situationen blitzschnell, trifft eigene Entscheidungen, ohne auf ein Kommando zu warten, und behält alles Ungewöhnliche im Blick. Diese Selbständigkeit geht mit einer engen Bindung an seine Familie einher. Ein Puli hängt oft an seinem Haushalt und folgt den Angehörigen von Zimmer zu Zimmer.
Kennzeichnend ist vor allem sein hohes Energielevel. Ein Puli, der früher den ganzen Tag Schafe hütete, braucht auch heute eine Aufgabe, ausreichend Bewegung oder Training, um zur Ruhe zu kommen. Wer ihn hält, beschreibt die Rasse häufig als lebhaft, wendig und ein wenig verschmitzt. Für einen aktiven Haushalt, der Kopf und Körper des Hundes gleichermaßen fordert, ist der Puli ein zugetaner Begleiter.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Herkunft | Ungarn |
| Größe | Mittelgroß |
| Lebenserwartung | 12 bis 16 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | HĂĽtehund |
| Geeignet für | Familienmitglieder, ältere Kinder und Haustiere, mit denen er aufwächst |
Der Puli passt zu aktiven Menschen, die täglich Zeit für Bewegung, regelmäßiges Training und beständige Gesellschaft aufbringen. Wer gern pflegt und sich für Fellpflege begeistern kann, ist bei dieser Rasse gut aufgehoben, denn die Schnüre brauchen laufend Zuwendung. Weniger geeignet ist der Puli für Haushalte, die tagsüber lange abwesend sind oder sich einen genügsamen, pflegeleichten Hund wünschen. Auch wer zum ersten Mal einen Hund hält, kann mit der Rasse zurechtkommen, sofern er auf die Selbständigkeit und den Tatendrang des Pulis vorbereitet ist.
Der Puli ist ein alter ungarischer Hirtenhund: Magyarische Siedler brachten seine Vorfahren ins Karpatenbecken, wo er sich über Jahrhunderte als Schafhüter bewährte.
Der Puli gehört zu den alten Hirtenhunderassen Ungarns. Seine Vorfahren kamen vermutlich mit den Magyaren ins Karpatenbecken, die sich dort vor mehr als tausend Jahren ansiedelten. Diese Hunde arbeiteten mit Schafherden in der ungarischen Puszta, wo ein flinker, wendiger Hütehund für das Zusammentreiben und Lenken der Tiere gefragt war.
Am Hof übernahm der Puli meist die aktive Hütearbeit, trieb und wendete die Schafe, während größere Herdenschutzhunde wie der Komondor nachts über die Herde wachten. Beide Rollen ergänzten einander gut. Das dunkle, wetterfeste Fell des Pulis half den Schäfern, ihn zwischen den hellen Schafen rasch auszumachen, und schützte ihn an langen Tagen im Freien.
In Zeiten politischer Umbrüche in Mitteleuropa ging der Bestand zurück, und die Geschichte der Rasse vermischte sich zeitweise mit jener anderer ungarischer Hütehunde, sodass die Typen nicht immer klar zu unterscheiden waren. Erst im frühen zwanzigsten Jahrhundert legten ungarische Züchter Größe und Felltyp verbindlich fest und grenzten den Puli deutlicher von verwandten Rassen ab.
Von Ungarn aus verbreitete sich der Puli mit Auswanderern und Hundeliebhabern in andere Länder. Die FCI führt ihn als ungarische Rasse, in Österreich ist er über den Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) organisiert. Bis heute ist er Arbeits- und Begleithund zugleich und an seinem geschnürten Fell, das die Schäfer einst so schätzten, sofort zu erkennen.
Der Puli ist ein quadratisch gebauter, mittelgroĂźer Hund, dessen dichtes SchnĂĽrenfell aus weicher Unterwolle und drahtigem Deckhaar von selbst entsteht.
Unter dem Fell verbirgt sich ein kompakter, quadratisch gebauter Hund mittlerer Größe. Der Körper ist gut bemuskelt und ausgewogen proportioniert, gebaut für schnelle Wendungen und ausdauernde Bewegung. Der Kopf wirkt fein, aber kräftig, die Augen sind dunkel und lebhaft, und die Rute trägt der Puli eingerollt über dem Rücken. In Summe wirkt er wie ein wendiger, robuster Arbeiter, verborgen hinter einem Vorhang aus Schnüren.
Das Fell prägt das Erscheinungsbild der Rasse. Mit zunehmendem Alter verfilzen die weiche, dichte Unterwolle und das längere, drahtige Deckhaar von selbst zu Schnüren. Diese bedecken den ganzen Körper einschließlich des Kopfes und reichen bei einem ausgewachsenen Hund mit voll ausgebildetem Fell mitunter bis zum Boden.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Etwa 41 bis 43 cm |
| Gewicht | Etwa 11 bis 16 kg |
| Fell | Dichtes Doppelfell, das SchnĂĽre bildet; weiche Unterwolle mit drahtigem Deckhaar |
| Farben | Schwarz, rostschwarz, grau und weiĂź |
| Augen | Dunkelbraun, mittelgroß, mandelförmig |
Am häufigsten ist Schwarz, das mit Sonne und zunehmendem Alter oft ins Rostschwarze oder Verblasste changiert. Auch Grau und Weiß kommen vor. Bei der Geburt sind noch keine Schnüre vorhanden: Welpen haben ein weiches, flauschiges Fell, das sich im ersten Lebensjahr allmählich in Schnüre teilt, wobei man diesen Prozess von Hand unterstützen sollte. Ein geschnürtes Fell haart nicht im herkömmlichen Sinn, lose Haare bleiben in den Schnüren hängen, statt sich in der Wohnung zu verteilen.
Der Puli ist treu, klug und energiegeladen: Er hängt eng an seiner Familie, bleibt Fremden gegenüber aber aufmerksam und zurückhaltend.
Der Puli ist loyal und stark an seinen Haushalt gebunden. Er sucht sich seine Bezugspersonen gern selbst aus und bleibt ihnen nahe, oft begleitet er Familienmitglieder den ganzen Tag über von Raum zu Raum. Im vertrauten Kreis zeigt er sich anhänglich, verspielt und schnell zu jeder Unternehmung bereit.
Fremden gegenüber verhält sich der Puli meist zurückhaltend und beobachtend. Seine Herkunft als Hütehund gibt ihm eine wachsame, schützende Ader, weshalb er Besucher oder ungewohnte Geräusche gern anschlägt. Frühe und regelmäßige Sozialisierung hilft ihm, Situationen gelassener einzuschätzen, statt auf jede Veränderung zu reagieren.
Die Rasse gilt als sehr intelligent und eigenständig, eine Kombination, die den Puli sowohl lernfreudig als auch entscheidungsfreudig macht. Mit anderen Hunden und mit Haustieren, mit denen er aufwächst, kommt ein gut sozialisierter Puli in der Regel gut zurecht, auch wenn sich sein Hütetrieb gelegentlich als Hinterherjagen oder Anstupsen zeigt. Mit älteren Kindern, die wissen, wie man mit einem lebhaften Hund umgeht, versteht er sich meist gut. Sein hohes Energielevel bedeutet, dass er mit regelmäßiger Beschäftigung, Bewegung und geistiger Auslastung am zufriedensten ist.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 4 |
| Energie | 5 |
| Lernbereitschaft | 4 |
| Bellfreudigkeit | 4 |
| Fellverlust | 1 |
Damit ein Puli gesund und ausgeglichen bleibt, braucht er tägliche Bewegung, geistige Beschäftigung und regelmäßige Pflege seines Schnürenfells.
Der Puli kommt in unterschiedlichen Wohnsituationen zurecht, auch in einer Stadtwohnung, sofern er täglich genug Bewegung und Gesellschaft bekommt. Am liebsten ist er in der Nähe seiner Familie und nicht über längere Zeit allein, sonst wird er leicht gelangweilt oder bellfreudig. Ein sicher eingezäunter Garten kommt seinem Bewegungsdrang entgegen, wobei er bei großer Hitze wegen des dichten Fells nicht ohne Schatten und Wasser im Freien bleiben sollte.
Ein Puli braucht ein vollwertiges, ausgewogenes Futter, das auf Alter und Aktivität abgestimmt ist, dazu abgemessene Portionen, damit er schlank bleibt.
Ein vollwertiges, ausgewogenes Hundefutter, abgestimmt auf Alter, Größe und Aktivität, deckt den Bedarf des Puli gut ab. Da die Rasse aktiv ist, sollte das Futter genug Energie für Spiel und Arbeit liefern und den Hund dabei schlank und sportlich halten. Weil die Schnüre eine Gewichtszunahme leicht verbergen, sollte man Rippen und Taille regelmäßig ertasten, statt sich allein auf den optischen Eindruck zu verlassen.
Frisches Wasser sollte immer zur Verfügung stehen. Die folgenden Mengenangaben sind eine allgemeine Orientierung. Der tatsächliche Bedarf hängt vom einzelnen Hund ab, verbindliche Werte legt am besten die Tierärztin oder der Tierarzt fest.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Etikett des Welpenfutters, nach Gewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Laut Futteretikett, nach Gewicht | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 120 bis 180 g hochwertiges Trockenfutter | 2 |
| Senior | Angepasst an geringere Aktivität | 2 |
Leckerli sollten nur einen kleinen Teil der Tageskalorien ausmachen, damit sie die Futterration nicht aus dem Gleichgewicht bringen oder zu Übergewicht führen. Die meisten Pulis, die ein vollwertiges Fertigfutter bekommen, brauchen keine zusätzlichen Nahrungsergänzungsmittel. Ob ein Gelenks-, Fell- oder anderes Präparat sinnvoll ist, sollte vorab mit der Tierärztin oder dem Tierarzt besprochen werden, da der Bedarf von Hund zu Hund verschieden ist.
Der Puli gilt als robuste Rasse mit einer Lebenserwartung von 12 bis 16 Jahren. Zuchttiere sollten auf einige erbliche Erkrankungen untersucht werden.
Der Puli gilt allgemein als robuste, langlebige Rasse. Bei guter Pflege, regelmäßigen Tierarztbesuchen und einer ausgewogenen Ernährung erreichen viele Vertreter der Rasse 12 bis 16 Jahre. Verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter, häufig im Rahmen ÖKV-angeschlossener Zuchtvereine, lassen ihre Zuchttiere auf bekannte erbliche Erkrankungen untersuchen, wodurch sich das Risiko einer Weitervererbung verringert.
Wie bei vielen Rassen können auch beim Puli einige anerkannte Gesundheitsprobleme auftreten. Wer die Anzeichen kennt, kann rechtzeitig tierärztlichen Rat einholen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| HĂĽftdysplasie | Steifheit, Hinken, ZurĂĽckhaltung beim Springen oder Stiegensteigen | Durch Zuchtuntersuchungen seltener geworden |
| Augenerkrankungen (unter anderem progressive Retinaatrophie und Katarakt) | Trübung, Sehverlust, Anstoßen an Gegenständen | Augenuntersuchung für Zuchttiere empfohlen |
| Patellaluxation | Auslassen von Schritten, zeitweises Hinken der Hinterhand | Häufiger bei kleineren, agilen Rassen |
| Ohrentzündungen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen an den Ohren | Schnüre nahe den Ohren können Feuchtigkeit speichern |
Der intelligente, eigenständige Puli lernt rasch und reagiert am besten auf konsequentes, belohnungsbasiertes Training, das ihn geistig fordert.
Der Puli ist sehr intelligent und lernt schnell, doch sein eigenständiges, lösungsorientiertes Wesen bedeutet nicht, dass er einen Befehl allein deshalb befolgt, weil er ihn gehört hat. Am besten funktioniert das Training bei konsequenten, geduldigen Halterinnen und Haltern, die die Übungseinheiten abwechslungsreich gestalten. Stures Wiederholen langweilt die Rasse, kurze, abwechslungsreiche Einheiten halten seine Aufmerksamkeit deutlich länger.
Frühe Sozialisierung ist wichtig. Wenn ein junger Puli Menschen, Orte, Geräusche und andere Tiere kennenlernt, wird seine natürliche Vorsicht gegenüber Fremden gemildert und übermäßiges Bellen reduziert. Da die Rasse wachsam und bellfreudig ist, lohnt es sich, frühzeitig ein zuverlässiges Ruhe-Kommando zu trainieren.
Bei der Zucht des Pulis gilt der ĂĽbliche Fortpflanzungszyklus von Hunden, mit Gesundheitstests der Elterntiere und meist kleinen bis mittelgroĂźen WĂĽrfen.
Zucht sollte beim Puli stets verantwortungsvoll erfolgen, mit dem Ziel gesunder Welpen und eines stabilen Wesens. Hündinnen werden zwar meist schon im ersten Lebensjahr geschlechtsreif, verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter warten mit der Verpaarung aber, bis die Hündin körperlich und geistig ausgereift ist, meist mit etwa zwei Jahren. Vor jeder Verpaarung sollten beide Elterntiere die für die Rasse empfohlenen Gesundheitsuntersuchungen bestehen, darunter Hüft- und Augenuntersuchungen.
Der Deckakt folgt dem gewöhnlichen Zyklus der Hündin. Die Tragzeit dauert bei Hunden im Schnitt etwa 63 Tage. Die Würfe des Pulis fallen meist klein bis mittelgroß aus. Wenn die Wurfzeit näher rückt, braucht die Hündin einen ruhigen, sauberen Platz, und eine tierärztliche Fachperson sollte bei Komplikationen erreichbar sein.
Die Aufzucht der Welpen teilen sich Hündin und Züchter. Welpen kommen mit einem weichen, noch nicht geschnürten Fell zur Welt, die typischen Schnüre bilden sich erst im Lauf des Wachstums. Frühe Sozialisierung, behutsamer Umgang und der Kontakt mit dem gewöhnlichen Alltag im Haushalt helfen den Welpen, zu ausgeglichenen, selbstsicheren erwachsenen Hunden heranzuwachsen. Welpen sollten bei der Hündin und den Wurfgeschwistern bleiben, bis sie alt genug für den Umzug in ein neues Zuhause sind, üblicherweise mit etwa acht Wochen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Innerhalb des ersten Lebensjahres |
| Empfohlenes Zuchtalter (HĂĽndin) | Etwa 2 Jahre |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Typische Wurfgröße | Klein bis mittelgroß |
| Alter beim Absetzen | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Alter beim Auszug | Etwa 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Puli drehen sich um Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung als Familienhund und Verfügbarkeit von Welpen.
Der Puli ist ein mittelgroßer Hund. Ausgewachsene Tiere erreichen etwa 41 bis 43 cm Widerristhöhe und wiegen rund 11 bis 16 kg.
Er ist treu, intelligent, energiegeladen und aufmerksam. Ein Puli bindet sich eng an seine Familie und zeigt sich zu Hause anhänglich, bleibt Fremden gegenüber aber zurückhaltend und wachsam.
Der größte Aufwand steckt im Schnürenfell, das regelmäßig von Hand getrennt und sorgfältig getrocknet werden muss. Dazu kommen täglicher Auslauf und geistige Beschäftigung. Wer diesen Aufwand betreibt, hat ansonsten einen robusten, gut zu handhabenden Hund.
Bei guter Pflege, ausgewogener Ernährung und regelmäßigen Tierarztbesuchen wird ein Puli meist 12 bis 16 Jahre alt.
Ja, für eine aktive Familie, die seinen Bedarf an Bewegung, Training und Fellpflege deckt. Er versteht sich gut mit älteren Kindern und mit Haustieren, mit denen er aufwächst, und lebt am liebsten in enger Gemeinschaft mit seiner Familie.
In der Wohnung fällt kaum loses Haar an. Anstatt auf die übliche Art zu haaren, bildet das Fell Schnüre, die ausgefallene Haare auffangen, was aber laufende Fellpflege erfordert.
Der Puli ist eine eher seltene Rasse. Wer sich für einen Welpen interessiert, muss oft auf einen Wurf von einer verantwortungsvollen Zuchtstätte warten, und Hunde der Rasse aus dem Tierschutz tauchen nur gelegentlich auf.